Eine lange Rezensionsgeschichte

Unglaublich, wie viele Rezensionen sich zur Gesamtliste meiner Rezensionen unter amazon.de inzwischen summieren. Das ist mir jetzt erst bewusst, nachdem ich begonnen habe, alles zu einer Gesamtliste zusammenzustellen. Über 270 sind es schon, alle zusammengenommen. Dabei begann die Geschichte dieser Textarbeit bereits vor 15 Jahren, damals ausschließlich mit Rezensionen über die von mir durchgearbeitete und in eigenen Texten zitierte Baumliteratur. Die überaus positiven Bewertungen dieser Buchbesprechungen durch andere Leser waren der Grund für die Einladung in das Vine-Produkttesterprogramm. Und mit dieser Aufnahme 2010 weitete sich auch das inhaltliche Spektrum der Rezensionen aus. Nicht mehr nur Bücher, seitdem verstärkt auch Haushaltsartikel, Elektronik, Büroartikel u. a. stehen seitdem auf dem Programm für die Besprechungen. Eine interessante Ausweitung der Produkthorizonts, wenn ich das einmal so ausdrücken darf, bedeutete das für mich. Und ich freue mich, wenn von meinen Erkenntnissen und Einschätzungen der eine oder andere Vorteile ziehen kann, wenn er oder sie die Kaufentscheidung abwägen und der Qualität der Produkte vorab schon möglichst objektiv begegnen will.

Kommentar hinterlassen

Texte zum Baumerleben – Baumblog – Bäume als Lebensthema

Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um diese heißen Tage schadlos zu überstehen. Die ungewöhnliche Ruhe draußen zeugt davon, dass es offenbar allen so geht. Man versucht, sich möglichst wenig zu bewegen und durchzuhalten. Ungewohnt ist es deshalb, weil frühere Heißphasen meist schneller von Gewittern, Abkühlung, durchschnittlichen Sommertemperaturn abgelöst wurden. Eine so lange anhaltende Hitze auf hohem Niveau, um die 35 Grade, sind doch selten – glücklicherweise, denn für Pflanzen, Tiere und Menschen ist das auf lange Sicht schädlich und stressig. Ich habe die Ruhe des Nachmittags genutzt, um nun doch das Buch „Baumreich“ einer Luxemburger Autorin auszulesen, das schon seit bestimmt zwei Jahren in der Lektüreschlange steht. Es wirkte zuvor etwas langatmig auf mich, weil diese Form der Darstellung, die Beschreibung von Exkursionen durch die Baumlandschaft, durchmischt mit Beobachtungen und Betrachtungen zu den Bäumen und bestimmten Baumarten allgemeiner Art, die sich über ein ganzes Jahr in Bezug auf verschiedene Orte und Regionen verteilen, untereinander kaum einen Zusammenhang haben. Die Autorin hat sich bemüht, Themen zu konstruieren und jeder Wanderung, jeder Erkundung einer bestimmten Baumlandschaft in ihrer Region, einen roten Faden zu verleihen, an dem sich auch Allgemeineres aufzeigen und erläutern lässt. Das ist mal besser, mal weniger gut gelungen. Dennoch habe ich das Buch zu Ende gelesen, einfach weil diese lebensnahe Art, die eigenen Beobachtungen mit Bezug auf die Bäume festzuhalten, meinem Konzept im Baumtagebuch doch sehr nahekommt. Meine täglichen Beiträge sind allerdings, gerade weil es tägliche sind, noch unzusammenhängender, haben allerdings auch nicht den Anspruch, einen stringenten Zusammenhang zu bilden. Es geht mir eher darum, das spontane Erleben, Reflektieren und Beobachten an jedem Tag wieder aufs Neue aufzuzeichnen. Das enthält immer wieder auch allgemeinere Erkenntnisse, die sich von Zeit zu Zeit wiederholen mögen. Es sind aber doch jeweils von der jeweiligen Situation geprägte Texte, die nie gleichartig sind oder wie Wahrheiten wirken sollen. Ich denke, bei dieser Linie will ich auch bleiben, da diese Textform auch für mich selbst etwas Einmaliges darstellt, das mein Leben bereichert.

Kommentar hinterlassen

Untypischer Sommersamstag

Ein Rekord ist eigentlich nicht mehr auszumachen, weil es schon so viele ähnlich heiße und sonnenreiche Tage in diesem Hochsommer gab. Trotzdem gehört dieser Samstag sicher zu denen, die einen am anstrengendsten anmuten, für den Fall, dass man körperlich arbeiten muss. Die kunsthandwerkliche Arbeit am Vormittag an zwei Stäben aus Pappel und Apfelbaum und das bisschen Gartenarbeit um die Mittagszeit – ich habe die ersten, schon längst verblühten Sonnenblumen entfernt – haben dann auch schon ausgereicht. Am späteren Tag wäre es nicht mehr gesund gewesen, draußen zu arbeiten. So wurde es für unsere Verhältnisse ein eher beschaulicher Samstag, ist dieser Wochentag doch sonst mit Haus- und Gartenaktivitäten gewöhnlich nur so angefüllt. Am Höhepunkt des Hochsommers, meine ich, kann das aber auch mal sein, zumal die Wetterlage bis Mitte der Woche mindestens anhalten soll. Wir machen das Beste daraus.

Kommentar hinterlassen

Hochsommerliche Baum- und Holzthemen

Es ist noch nie vorgekommen, dass ich so lange Gießwasser für den Garten aus dem Wasserhahn zapfen musste. Das war bisher immer nur auf wenige Tage im Hochsommer beschränkt. Jetzt bleibt bei uns der Regen aber auch an bedeckteren Tagen fast vollständig aus, so dass die nicht geringen Regenwasservorräte schon länger aufgebraucht sind. So anhaltende Hitze auf hohem Niveau macht allen Pflanzen sehr zu schaffen. Mir scheint, dass selbst die mediterranen und sonst sehr wärmeliebenden Arten, wie der Feigenbaum, bei solcher Dauerbestrahlung die großen Blätter einrollt und schlapp werden lässt. Deshalb gebe ich auch den Gartenbäumen bei besonders anhaltender Hitze auch ein wenig Gießwasser an die Wurzeln. Vielleicht kann sie das etwas unterstützen, wenn sie aus immer tieferen Bodenschichten ihren Flüssigkeitsbedarf hervorholen müssen. In lebendiger, wenn auch symbolischer Form, bin ich auch in diesen Tagen eng mit den Bäumen verbunden. Heute mit dem Abschluss der Arbeit an einem Baumkreis-Armband, und in den nächsten Tagen mit einem Partner-Armband-Projekt, bei dem ich wieder zwei Arten kombiniere, was in dem speziellen Fall durch den alternierenden Wechsel auch einen optisch augenfälligen Hell-Dunkel-Kontrast ergeben wird.

Kommentar hinterlassen

Die Baumkreis-Armband-Faszination

An einem so sonnenreichen und heißen Hochsommertag an einem Baumkreis-Armband zu arbeiten, ist eine schöne Erfahrung. Das Licht und die Sonne sind die Essenz eines jeden Baums. Bei dieser Arbeit habe ich die Energie und Symbolkraft von gleich 22 heimischen Arten zur Verfügung und setze sie zu einem Themenarmband mit je einer Perle aus den Hölzern der 21(+1) Bäume des so genannten keltischen Baumkreises zusammen. Es ist aber vor allem die formende, modellierende Arbeit an den Einzelperlen selbst, die mich fasziniert, da ich die verschiedenen Arbeitsschritte vom Sägen, Bohren und Schleifen jeweils für die ganze Reihe der Holzarten schrittweise durchgehe. Damit trete ich mit jeder Art gleich mehrfach in Kontakt und bin ganz nah an ihren Eigenschaften und Eigenarten, die ich so in die eigens erdachte Form integrieren kann. Das dann weitergeben zu können und vermittelt über die Symbolik des Armbandes die Nähe zu den Bäumen quasi mit anderen in gewisser Weise teilen zu können, finde ich besonders reizvoll und immer wieder neue herausfordernd.

Kommentar hinterlassen

Mirabellen satt

Heute sind dank Vs reicher Mirabellenernte noch vier weitere Hefekuchen hinzugekommen. Insgesamt sind es dann allein sechzehn Mirabellenkuchen geworden, von denen für uns abzüglich der verschenkten und des einen schon gegessenen noch zwölf übrigbleiben. Das war meine Vorstellung, für jeden Monat ab jetzt bis zur nächsten Saison jeweils einen Kuchen aus dem Gefrierschrank holen zu können. Natürlich hat V. noch mehr gepflückt, als wir zu Kuchen weiterverarbeiten konnten. Den Rest hat er heute, gemischt mit einigen dicken Zwetschgen zu einer Hybrid-Marmelade verkocht, was wiederum eine Unmenge neuer Gläser ergeben hat. Das scheint wieder ein richtiges Baumobstjahr zu sein. Nur unsere Maulbeeren sind leider total ausgefallen, wie mit einer Ausnahme eigentlich bisher immer. Wir haben noch nicht herausgefunden, womit das zusammenhängt.

Kommentar hinterlassen

Obstbaumernte die nächste

Nun ist Vs Tendenz zu Übertreibungen bei der Baumobsternte dann doch noch hervorgetreten. Jedenfalls war der Wunsch einer Bekannten, selbst einen Eimer Mirabellen von unseren Bäumen zu pflücken wiederum Anlass, die restlichen Früchte der Bäume in größerer Menge abzuernten, so dass sie jetzt verarbeitet werden müssen. Viel Arbeit für den Rest der Familie, wenn auch V. den größeren Anteil daran hat. So werden sich unsere Vorräte an Marmelade schlagartig vermehren. Und einige weitere Hefkuchen werden auch dabei abfallen. Durch sind wir mit dem Thema danach allerdings noch nicht. Denn auch die Zwetschgen sind noch nicht alle reif, bisher nur bestimmte Sorten. Und andere Obstbaumarten lassen ihre Früchte ohnehin erst viel später zur Reife kommen. In diesem Jahr ist eben alles schon sehr früh dran, inklusive des Baumobstes.

Kommentar hinterlassen

Baumobst und Insektenfraß

Nun hat V. seine Nashi-Birnen schon recht früh gepflückt.  Eigentlich wäre noch Zeit gewesen, denn sie waren noch nicht vollständig ausgewachsen. Aber die Wespen hatten sie schon vor Tagen entdeckt und tiefe Löcher in die saftigen Früchte gefressen. So blieb ihm dann doch nichts anderes übrig, als die Ernte vorzuziehen. Ich bin ganz froh, dass der Baum ab sofort seinen Nachbarpflanzen weniger Licht wegnimmt, zumal ich kein Fan dieses Hybrid-Fruchtbaums bin. Aber V. hat einen Narren an ihm gefressen, so nehmen wir die Begeisterung mit Gelassenheit hin. Von diesem Schaden abgesehen scheinen mir die Wespen in diesem Jahr aber weniger aktiv zu sein. Da hatten wir schon ganz anderes erlebt. Hoffentlich werden unsere Weintrauben vom Insektenfraß verschont und können möglichst lange ausreifen, damit V., wenn schon keine große Menge, dann aber doch einen gute Weinqualität erwarten kann.

Kommentar hinterlassen

Persönliches Baumerleben festzuhalten – in welcher Form?

Das Buch mit Erfahrungs- und Exkursionsberichten zur Baumlandschaft in Luxemburg gehört wahrlich nicht zu den spannendsten Publikationen. Heute ist es mir wieder in die Hände gefallen, nachdem ich in 1,5 Jahre es nicht bis zur Hälfte des Buchs geschafft hatte. Dennoch gibt es etwas, das mich veranlasst, es nicht einfach zur Seite zu legen. Und das ist wohl eine Art Anerkennung dafür, dass auch andere die höchst persönliche Sicht auf die Bäume ihrer Lebenswelt zum Thema machen. Vielleicht ist es etwas übers Zeil hinausschießend, das in Form eines gedruckten Buchs umzusetzen, da sich darin nämlich der Tagebuchartige Charakter als enervierend herausstellt. Im Rahmen einzelner Ausflüge gesammelte Eindrücke lassen sich eben nicht sehr gut in Buchform aneinanderfügen, jedenfalls nicht in der Form, dass man das im Zusammenhang mit Genuss lesen kann. Das Buch versucht zwar den Inhalt nach bestimmten Themen zu strukturieren. Das aber wirkt eher aufgesetzt. Vielleicht das Blog-Format für diese Art des Festhaltens und Weitergebens persönlich gefärbter Themen doch die bessere Form. Denn letztlich bleibt Kommunikation dabei eher nachrangig. Wenn es aber auch andere interessiert und punktuell Kommunikation und unterschiedliche Formen von Austausch dadurch ins Leben gerufen werden, kann das auch für beide Seiten einen Reiz haben.

Kommentar hinterlassen

Mirabellenkuchen, die Zweite

Wie gestern geplant haben wir die Kuchenserie fortgesetzt. Heute sind noch fünf neue Hefeteigbleche hinzugekommen. Drei davon konnten wir mit den restlichen Mirabellen belegen und für zwei haben wir uns an die frühere Vorliebe für Schmand-Hefekuchen angelehnt. Das Rezept dafür musste ich aber neu heraussuchen, da wir uns an die genauen Zutaten nicht mehr erinnern konnten. Den Schmandkuchen in zwei Variationen anzulegen, war ein Experiment, wobei wir uns eine Wiederholung des eher klassischen Rezepts, nur mit Schmand, Eiern, Zucker und Vanillepuddingpulver, gut vorstellen können. Weitere Zutaten sind gar nicht notwendig bzw. verfälschen eher das Ergebnis. Das Highlight aber sind natürlich die Mirabellenkuchen, die wir größtenteils eingefroren haben, um sie übers Jahr hinweg genießen zu können. Bevor V. sie fürs Einfrieren verpackt hatte, habe ich die ersten neun noch fotografiert. Und wer weiß, vielleicht wird V. die Mirabellenbäume ja noch einmal besuchen, um weitere Früchte zu pflücken und daraus Marmelade zu machen, die wir alle ebenso mögen.

Mirabellenkuchen
Kommentar hinterlassen

Mirabellenkuchenreihe

Der bisher heißeste Tag des Jahres hat uns eine Reminiszenz an frühere Jahre beschert. Denn wir haben eine ältere Tradition fortgesetzt und in einem Rutsch eine ganze Reihe von Mirabellenkuchen gebacken. Heute sind es neu geworden, von dem 14-Kuchen-Rekord an einem Tag zwar noch entfernt, aber das wird ausgeglichen dadurch, dass wir die Reihe morgen fortsetzen. Mindestens drei weitere werden dann noch hinzukommen. Die Mirabellen, die V. vor einigen Tagen gepflückt und heute Vormittag entkernt hatte, stammen von dem alten Mirabellenbaum, der auf öffentlichem Grund steht und der schon vor vielen Jahren der Geheimtipp für besonders typisch schmeckende Früchte war. Außerdem hat V. noch einige kleinere Bäume am Rand der eigenen Streuobstwiese gepflanzt, die inzwischen ebenfalls guten Ertrag bringen, jedenfalls, wenn es ein gutes Baumobstjahr wird, wie in 2020.

Kommentar hinterlassen

Hochsommerhöhepunkt

Wir nähern uns den heißesten Tagen des Jahres, und die Pflanzen haben unendlichen Durst. Ich hoffe, nach diesem Höhepunkt kommt wieder Regen. Damit wir und die Pflanzen nicht leiden und wir wieder mehr vom Sommer haben, der auch vom satten Grün der Bäume und Sträucher lebt, das ohne Feuchtigkeitsnachschub allzu schnell vergangen ist.

Kommentar hinterlassen

Annäherungen an das Naturthema

In dieser Hochzeit des Hochsommers häufen sich die Gespräche über Naturbezug, Imkerei, Kunsthandwerk und andere Formen, sich wieder dem Ursprünglichen anzunähern und daran aktiv zu arbeiten. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass eine Sehnsucht nach Natürlichem verbreitet ist, auch wenn die wenigsten dem aktiv nahekommen. Aber punktuell die Gedanken darauf lenken, ist schon öfter zu beobachten. Ich versuche meinen ohnehin seit Jahren auf aktive Modellierung unseres Naturbezugs ausgerichteten Einstellungen, Erfahrungen und konkreten Projekte in diese Gespräche einzubringen, nicht wissend, ob meine langjährige Beschäftigung mit den Bäumen, dem Holz, der Baum-Mensch-Beziehung in ähnlicher Weise, wie sie für mich selbst Bedeutung hat, auch kommunikativ anschlussfähig ist. Möglicherweise sind die Formen der Annäherung ganz verschiedene. Immerhin habe ich mit den unterschiedlichen Wunschbaum-Projekten einige ganz vielfältige Ansätze in den Raum gestellt, an denen sich der anlehnen kann, den die einzelne präsentative Form anspricht.

Kommentar hinterlassen

Abgerundetes Arrangement

Was für ein langer Arbeitstag, der wieder einmal mit technischen Herausforderungen angefüllt war. Aber wenn dann die Lösungen nach langem Ringen auf dem Tisch liegen und sich gleich mehrere Aufgaben auf einmal auflösen lassen, ist das ein gutes Gefühl. Vor allem, weil die Kenntnisse für künftige Projekte dann direkt verfügbar sind und die Gestaltungsspielräume auf diese Weise immer größer werden. Ich freue mich auf die kommenden Sommerwochen, die traditionell viel Lernen beinhalten, im Umfeld einer Arbeitsatmosphäre, die von anregender Unwahrscheinlichkeit geprägt ist. Wenn ich außerdem täglich meinen Kontakt zu den Bäumen und allen Pflanzen in unmittelbarer Nähe pflegen kann, ist das ein abgerundetes Lebensarrangement.

Kommentar hinterlassen

Enger Exkursionsradius

Meine Projektarbeit hält mich derzeit vollständig in Beschlag. Und mit jeder kleinteiligen Lösung setzt sich das Gesamtbild der technischen Neuerungen zu etwas Schlüssigem zusammen. Ein gutes Gefühl, wenn das Forschen Erfolg hat und sich in funktionierenden Ergebnissen anschauen lässt. Bei so viel formal-technischer Beschäftigung vermisse ich zwischendurch den Bezug zum Natürlichen, v. a. die Begegnung mit den Bäumen in dieser Zeit des Jahres, die nur durch die Pflanzen im Wohnumfeld und die Gartenbäume an jedem Tag ausgeglichen wird. Für die weiteren Exkursionskreise fehlt derzeit der Freiraum.

Kommentar hinterlassen

Wachstumswetter und Schwankungen

Der Verlauf des Sommerwetters ist wie in den Vorjahren extremen Umschwüngen ausgesetzt. Leider ist fast alles dabei und geht in einem Auf- und Ab ineinander über. Nur Regen, der unseren Bäumen, Sträuchern und Stauden guttäte, ist in unserer Region leider nicht dabei. Nicht mehr als ein Tröpfeln ist es heute gewesen, nachdem heftige Gewitter und Starkregen als Option vorhergesagt wurden. Und dann sollen auch noch die ganz heißen Tage folgen. Auf unsere Pflanzen müssen dann ganz besonders achten, nachdem sie sich bisher so prächtig entwickelt haben. Manche Arten, wie unsere Weinreben, werden diesen Wechsel mögen, gut möglich, dass sich das auch auf die Qualität des späteren Weins günstig auswirkt, jedenfalls wenn bis Ende August viel Sonne und am Ende kühle Nächte und etwas Regen hinzukommen sollten. Und auch meine Chilis sind sehr angetan von der Wärme der Sonne und den zwischenzeitlichen Erholungsphasen. Die diesjährige Chiliernte dürfte noch üppiger ausfallen als im Vorjahr.

Kommentar hinterlassen

Regenwasser wird knapp

Vom Boden des Springbrunnenbeckens die Gießkanne zu füllen, ist ein akrobatische Angelegenheit. Aber zurzeit ist das die letzte Möglichkeit, an Gießwasser zu kommen, nachdem unsere Vorratstanks alle leer sind. Ich hoffe jetzt auf starken Regen in der Nacht und am Vormittag, der die Tanks möglichst weit auffüllt. Ansonsten wäre ich gezwungen, wie in den Vorjahren schon einige Male, wenn auch nicht allzu oft, tatsächlich Gießwasser aus dem Hahn zu zapfen. Und die Pflanze wirken nach Tage knalligen Sonneneinstrahlung und kaum Feuchtigkeit alle sehr angestaubt und unter der Trockenheit leidend. Das beobachte ich bei den Stauden und Blumen, draußen in der Landschaft aber auch an den Sträuchern und Bäumen, die teils wie dehydriert erscheinen. Den Gartenbäumen ist das noch erspart geblieben, dank ihrer geschützten Lage und dadurch, dass sie sich gegenseitig Schatten geben.

Kommentar hinterlassen

Techniklastige Arbeitswoche

Technik ohne Ende, das Thema begleitet mich wohl den ganze Hochsommer über. Aber es bedeutet auch, kontinuierlich hinzuzulernen und letztlich noch mehr Gestaltungsspielraum und -möglichkeiten zu haben. Nach dieser extrem techniklastigen Arbeitswoche freue ich mich, am Wochenende einmal die Gedanken etwas abschweifen lassen zu können und mich mit Körperlicherem und Naturbezogenem zu beschäftigen. Und wenn es nicht zu schwül wird, wäre eine längerer Spaziergang mit neuen Baumfotografien auch ganz schön, als krönender Abschluss des Wochenendes sozusagen.

Kommentar hinterlassen

Regendurst

Wir hoffen jetzt auf Regen, da die Regenwasservorräte ausgehen. Es wäre schade, den Wasserhahn anzapfen zu müssen. Immerhin ist bisher fast immer noch rechtzeitig Nachschub gekommen. Und bei anhaltender Trockenheit leiden gerade die Kübelpflanzen und Blumen, aber auch die Bäume im Garten, die immer tiefer nach Wasser suchen müssen und hoffentlich ein ausgedehntes Wurzelsystem zur Verfügung haben. Diese Hochsommertage sind auch für uns Menschen austrocknend. So freue ich mich auf die nächsten Schauern und etwas erholsame Abkühlung.

Kommentar hinterlassen

Aktivitätsmuster im Hochsommer

Stickiger Hochsommer begleitet uns den Tag über, und die technische Arbeit, das Kodieren steht für mich neben Wartungsarbeiten auf dem Programm. Fast ein Widerspruch und auf den ersten Blick unpassend erscheinend, ist das doch ein Muster für mich, und eines, das gewissermaßen Sinn macht. Denn diese Art der Arbeit ist mit Energiegaben von außen irgendwie leichter und verliert seine Strenge ein Stück weit. Ein Blick durchs Fenster zwischendurch, ein Gang zum Flussufer oder durchs Dorf, einige Blicke auf die aktuelle Baumlandschaft und ihren Umgang mit der Hitze und Trockenheit genügen, um anschließend mit der eher nach innen gerichteten Konzentration fortzufahren.

Kommentar hinterlassen

Sommerliche Energie von außen

Für einen Einundzwanzigsten war dieser Tag vielleicht etwas unspektakulär, aber immerhin wieder produktiv und mit einer nicht mehr erwarteten Information am späteren Nachmittag, die meine Projektarbeit in Bewegung hält. Dass ich inhaltlich und technisch an verschiedenen Fronten gut vorankomme, passt zur Atmosphäre des Hochsommers und der Energie, die uns von außen, Rudolf Steiner würde sagen aus dem Weltall, auf uns einströmt und die wir nutzen, die wir nicht aus uns heraus erzeugen müssen. Diese Sichtweise, dass sich in den Sommermonaten alles ausdehnt in Richtung des Alls, für uns Menschen, bei den Tieren und ganz besonders bei den Pflanzen, fand ich faszinierend bei Steiner wiederholt zu lesen. Am Beispiel der Bäume aber ist so offensichtlich und anschaulich, dass man es genauer betrachtet nicht ignorieren kann. Es ist vielmehr eine sehr plastische Anschauung unseres Lebens mit den Jahreszeiten und eine gute Erklärung für die biologischen Rhythmen, von denen wir so abhängig sind, dass selbst unsere Stimmungen davon stark beeinflusst sind.

Kommentar hinterlassen

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.