Grund, sich aufs Frühjahr zu freuen

Der erste Schnee für dieses Jahr, der aber auch eher als Schneeregen daher kam. Kurze Zeit blieb er auch bei uns ein wenig liegen, bevor er vom wärmeren Regen weggespült wurde. Eine Fortsetzung also des Schmuddelwetters, das die Menschen hierzulande immer unbeweglicher und müder werden lässt. Selten habe ich mich so auf das Frühjahr gefreut. Und auf die ersten längeren Fototouren durch die Baumlandschaft, mit der Chance auf neue Motive von Baumdetails, Rinden, Holzstrukturen und den jeweiligen Besonderheiten der Jahreszeit.

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Durchschnittliche Februarsonne

Die Sonnenbilanz dieses Februars wird nicht schlechter ausfallen als im Durchschnitt der Vorjahre. Nur die beiden letzten Jahre waren in diesem Monat ungewöhnlich lichtreich. Das ist eben nicht durchgehend zu erwarten. Nun hoffe ich, dass das weniger an Licht in den kommenden Monaten nachgeholt wird. Auch damit wir den Frühling endlich erleben und diesen ungemütlichen Nicht-Winter hinter uns lassen können. Mit allem, was der Frühling an Aktivitäten mit sich bringt, v. a. mit dem Aussäen und Pflanzen unserer selbst gezüchteten Gemüsesorten und Zierpflanzen. Das macht mir zunehmend Spaß. Und Pflanzerde habe wir auch schon besorgt. Mit den ersten Saaten werde ich auf der Fensterbank wohl in der erste Märzhälfte beginnen. Vor allem die Wunderbäumchen brauchen ziemlich lange, bis eine Teil der eingesetzten Samenkerne tatsächlich keimt. Da kann das frühe Starten nichts schaden. Bei anderen Sorten dauert es ohnehin sehr lange, bis sie sich nennenwert entwickeln. Deshalb werde ich z. B. bei den Chilis erst später beginnen. Die sind Spätzünder, so dass es nicht von Vorteil ist, sie allzu früh anzusäen.

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Konstruktionsholz-Struktur

Verwitterter Konstruktionsholzstapel - Makro

Manchmal lohnt es sich, älteres Bildmaterial noch einmal durchzusehen. Im zeitlichen Abstand komme ich oft zu anderen Einschätzungen. Auf einmal erscheinen Motive interessant genug, um innerhalb der Microstock-Portfolios eine Chance zu haben. Eine dieser Revisionen betrifft eine Reihe von Holz-Struktur-Fotografien, die ich im letzten Jahr von einem verwitterten Stapel Sperrholzplatten, dickere Konstruktionsholzplatten, gewinnen konnte. Eine Auswahl daraus zeigt interessante verwitterte Holzstrukturen, welche die kreuzweise Anordnung der übereinanderliegende Schichten sehr schön sichtbar macht, v. a. weil die im Hirnholz auf die Schnittkante stoßenden Flächen stärker verwittert sind und anfälliger auch sind gegenüber Pilzbefall. Das ergibt im Ergebnis eine interessante Struktur und Zeichnung, die so nur bei einem technischen Zwecken dienenden und für diese Zwecke optimierten Bauholzstoff auftreten kann.

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Unsere Anstrengung gegen Verwirrung

Kein schönes Wetter für all die Vereine und Faschingstreibenden, die sich auf den Rosenmontag gefreut haben. Und dann schon wieder ein solches Attentat. Ist die Welt nur noch verwirrt, haben diese Verirrungen gar kein Ende mehr. Es ist mir ja immer ein Anliegen, gerade die grundlegenden Themen auch in diesem Baumtagebuch aufzugreifen, weil es mir so wichtig erscheint, ganz unvoreingenommen an die Dinge heranzugehen, einmal die Konventionen zu vergessen und genau hinzuschauen, was es mit den Dingen auf sich hat. Die Beschäftigung mit de Bäumen kann z. B. dabei helfen, das Übersteuerte und permanent Aufgeregte zurückzuschrauben, sich zu erden. Anders als durch solche Anstrengungen, ein bewusstes sich aus dem Strom Herausziehen, wird es kaum möglich zu sein, wirkliche Fortschritte zu erreichen, in Wirtschaft, Politik, in eigentlich allen Teilsystemen der Gesellschaft und Kommunikation. Lasst uns das nicht vergessen, damit sich die Irrwege nicht festfahren.

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Vorfrühlingspläne

Ein ruhiger Sonntag kurz vor dem Abschluss der närrischen Tage setzte den Nicht-Winter fort, mit diesmal allerdings lichtarmer Witterung und Regen. Gut, dass es hier drinnen so viel zu erledigen gibt. Da fehlt es nicht unbedingt, wenn selbst ein Spaziergang nicht möglich ist. Ich freue mich dennoch auf den Frühling, gerade weil der Winter so unwinterlich ausfiel, und auf alle frühlingshaften Aktivitäten, wie das Aussäen meiner Pflanzen, mit dem ich im März wieder beginnen will. Aber auch der erste Baumschnitt wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Nachdem wir bei J. und W. mit dem Zierkirschbaum diese Arbeit schon abgeschlossen haben, steht demnächst mein Maulbeerbaum wieder an, dessen zeitaufwändiger Rückschnitt mir in den Vorjahren immer gut gelungen war. Auch 2019 ist er kräftig nachgewachsen, leider hatten wir nur nicht mehr viel davon, da die Blüten erfroren waren und es dann natürlich keine Früchte gab. Das wird hoffentlich diesmal anders sein. Aber einen sonnenreichen Samstag benötige ich dafür schon noch.

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Der Technik Geschwindigkeit entziehen

Die fotografische Technik bleibt in diesen Fastnachtstagen ein Thema, das mich außerordentlich fesselt, gerade weil sich derzeit auf dem Gebiet so viel bewegt und man mit neuer Technik eben auch veränderte, möglicherweise erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten hat. Es ist nur schwierig, sich umfassend kundig zu machen, um wirklich aussagekräftige Vergleiche anstellen zu können. Es ist auf dem Gebiet allerdings wie bei der Computertechnik und der mobilen Telefonie. Die Entwicklung beschleunigt sich zusehends, so dass man kaum noch hinterher zu kommen scheint und die Dinge schon veraltet scheinen, wenn man sich gerade erst an sie gewöhnt hat und mit ihnen praktisch zu arbeiten gelernt hat. Ich denke, bei so viel Beschleunigung ist es für uns zunehmend wichtig, eine Rückwärtsbewegung einzuleiten, sich ein Stück dieser überzogenen Geschwindigkeit des Wandels zu entziehen. Das macht langfristig wirklich aufbauende Entwicklung und Verbesserung möglich. Die so sehr verkürzte Halbwertzeit des technischen Fortschritts dagegen befördert Rast- und Ruhelosigkeit und hat auch die Tendenz, sich von den Gegenständen und Inhalten zu weit fortzubewegen. Die Technik kann kein Selbstzweck sein, sollte vor allem einem darüber hinaus gehenden Zweck dienen. Ich versuche, diese Erkenntnis in die künftigen Entscheidungen und meinen Umgang mit Technik generell einzubauen, um einen ehrlichen und echten Umgang mit den Themen zu erreichen, die wie das Baum-Thema und das Feiertage-Thema meine liebsten Reflexionsgegenstände darstellen.

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Ausnahmezeiten und geistige Entwicklung

Das Motivierende eines Einundzwanzigsten hatte dieser Tag für mich eher nicht. Natürlich, während der Fastnachtszeit ist ohnehin alles anders. Aber dieses Jahr erscheinen mir die Menschen besonders abwesend zu sein. Wie aus der Zeit gefallen und eigentlich nicht ansprechbar. Das gehört zu den unwahrscheinlichen Erlebnissen, zu den Situationen, bei denen ich denke, wir träumen unsere Lebenszeit dahin und haben einen geistigen Fortschritt in den letzten Jahrhunderten tatsächlich noch nicht geschafft. In solchen Zeiten halte ich mich gerne an meine Basis-Themen, Bäume und Holz. Und da konnte ich nach langem Auswählen und Bearbeiten zwei ganz gute Holzstrukturfotos meiner Sammlung hinzufügen, die spontan auch schon bei der ersten Microstock-Agentur akzeptiert wurden. Bei der Gelegenheit habe ich neue Techniken der Weiterverarbeitung getestet, die in Richtung einer möglichst breiten Anwendungsmöglichkeit geht, und das heißt in Richtung von weniger Kontrast und mehr akzentuierter Flächigkeit, die aber den Gegenstand und seine Besonderheit dennoch deutlich hervortreten lässt.

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Neue Bildbearbeitungstechniken entdeckt

Wieder ein Tag mit mehr Freiräumen als gewöhnlich. Und zur Bearbeitung meiner jüngsten Holzfotografien bin ich ebenfalls gekommen. Auf dem Gebiet entdecke ich immer wieder neue Bearbeitungsansätze, die einer ganz anderen Logik folgen, als ich bisher gewohnt war. Das verspricht interessante und sehr gut verwendbare Ergebnisse.

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Vorbereitungen kreativer Arbeit

Kommunikatives Handwerk und Recherchen zu fotografischer Technik bestimmen diese von der Fastnachtsstimmung geprägten Arbeitstage für mich. Das ist eine gute Mischung, weil es Freiräume schafft für spätere Kreativphasen und auch neue Möglichkeiten in Aussicht stellt, die dieses kreative Arbeiten bereichern können. So ganz nebenher sind solche Fortschritte selten realisierbar. Gewisse Phasen, die sich auf solche Erkundungen konzentrieren, haben sich für mich eigentlich immer bewährt. Trotz der Routine kann ich seit längerem einmal wieder mehr in der Landschaft fotografieren und anschließend an dem Material arbeiten. Ich schätze, meine Holzoberflächen werden in Kürze eine Erweiterung erfahren.

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Närrische Pausenzeiten

Es ist fast wie vor und nach Feiertagen. Wenn sich die Hochzeit der Fastnacht nähert, sinkt die Bereitschaft der Mensch, sich auf neue Projekte einzustellen, gegen null, meist auch noch einige Tage danach. So muss man um die Fastnachtstage herum immer mit einer Art Pause rechnen, zumindest die professionelle Kommunikationsbereitschaft betreffend. Ich nehme das durchaus als wohltuende Abwechslung wahr, da sich dadurch unverhoffte, kreative Freiräume auftuen, die dazu einladen, Neues auszuprobieren oder sonst kaum Realisierbares weiterzuverfolgen. Dazu gehören sicherlich in den nächsten Tagen auch die immer noch nicht vollständig durchgesehen Fotografien der letzten Monate, die sich um Bäume, Feiertage und Materialien drehen. Auch ältere Serien, die noch nicht vollständig durchgesehen sind, gehören zu vielversprechenden Kandidaten.

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Erste Gartentipps

Der merkwürdige Winter ist immer noch Thema in den alltäglichen Gesprächen wie auch in den Medien. Und immer noch hinterlässt dieser Umstand eine große Ratlosigkeit, die lähmend wirkt und einfach nur hoffen lässt, dass es sich mit dem Winter bald erledigt hat. Schon werden die ersten Experten interviewt und nach Rat zu Baumschnitttechniken und Zuchtoptimierungen bei Pflanzen gefragt. Ein Zeichen, dass man den Frühling bereits im Gefühl hat, auch wenn er außen noch nicht sichtbar geworden ist. Ich freue mich sehr auf die ersten wirklich sonnenreichen Tage, die mir das Fotografieren bei natürlichem Licht wieder möglich macht und das Einfangen von jahreszeitlichen Baumimpressionen und für Gestalter gut verwendbaren Oberflächenstrukturen und Materialtexturen. Letztere scheinen sich zu meinen erfolgreicheren Motivfeldern zu entwickeln, in denen es mir immer wieder gelingt, Fotos mit wirklichem Seltenheitswert, u. a. zum Thema Recycling-Plastik zu

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Schon fast wie Frühling

Die frühlingshafte Anmutung und die Lust, durch die Landschaft zu streifen, haben sich heute fortgesetzt. Das ist ein Vorgeschmack auf den Frühling, fühlt sich schon fast so an, auch die Baumlandschaft sich eher grau zeigt und ich nicht bedauern musste, den Fotoapparat nicht mitgenommen zu haben. Kaum Akzente oder motivisch interessante Details konnte man ausfindig machen. Aber der Spaziergang allein machte Freude, bei der milden Temperatur und dem Licht. Die Menschen könnten jetzt schon auf Winter verzichten und bewegen sich vermehrte draußen. Dann könnte es jetzt auch tatsächlich in diese Richtung gehen.

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Der erste Rückschnitt dieses Winters

Den Zierkirschbaum zurückzuschneiden, insbesondere den über den Zaun zum Nachbarn ragenden Ast, war das vornehmliche Ziel unseres Besuchs bei J. und W. Genau zum richtigen Zeitpunkt, würde ich sagen, denn solche Arbeiten bekommen den Bäumen im Winter am besten, wenn die Säfte noch zum größeren Teil in den Wurzelbereich zurückgezogen sind. Und außerdem war das Wetter auch wunderbar für Gartenarbeit dieser Art, mit fast frühlingshafter Temperatur bis in den späten Nachmittag und viel wärmendem Sonnenlicht. Letztlich war es etwas unkomplizierter als gedacht, wenn auch nicht weniger zeitaufwändig. Auf Ws Wunsch hin habe danach noch die senkrecht nach oben schießenden Triebe des Apfelbaums mit der langen Astschere gekappt, was vom Boden aus sehr gut funktioniert, viel besser als von der Leier aus, die man zudem ständig umstellen und sich dabei verrenken muss. Eine wirklich gute Erfindung, diese ausziehbaren Astscheren mit Seilzug. Auch unser übrigen Equipment war nützlich und unbedingt erforderlich, darunter die mechanische Zieh-Astsäge mit dem ebenfalls ausziehbaren Stiel, mit der wir die mitteldicken Astabschnitte abgesägt haben, und die elektische Akku-Kettensäge, deren Power gerade ausreichte, um die richtig starken Teile des Asts in Richtung des Stamms abzutrennen. Das war dann mühelos. Die größte Schnittstelle haben wir mit Baumbalsam eingepinselt, so dass der Baum keine Schäden von dem Rückschnitt zurückbleiben dürfte. Nun ist der Nachbar sicherlich zufrieden, und die Bäume sind über den Sommer und für die nächsten paar Jahre besser zu pflegen. Ein gelungener Arbeitseinsatz, den wir bei Kaffee und leckeren „Faasendskischelchern“ haben ausklingen lassen.

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Kritische Selbstbeobachtung und Aktualisierung

In eigener Sache kreativ zu werden, ist immer wieder eine Herausforderung. Wohl weil dafür eine besondere Distanzierung von sich selbst notwendig ist. Streng genommen ist das mein Beruf, dennoch sehe ich dabei ganz genau hin und bin vielleicht noch strenger als in anderen Situationen, einfach weil man allzu schnell in eingefahrenen Bahnen denkt und arbeitet. Ich meine, bei aller kritischen Selbstbeobachtung, dass das aber für meine Kommunikationsarbeit ein gutes Ergebnis bringen kann, dass bestimmte Dinge frischer und dynamischer darstellt. Das, worum es eigentlich geht bei einem Relaunch. Ich kann mir vorstellen, Ähnliches für die Wunschbaum-Projekt sukzessive in diesem Jahr durchzuführen, denn auch darin hat sich wieder einiges bewegt, das nach äußerlichem Ausdruck verlangt.

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Klimawandel im Spiegel verschwindender Jahreszeiten

Wieder so ein nass-kalter Tag, der die schon überstandene Erkältung leicht reaktivieren kann, wenn man nicht aufpasst. Und dann innerhalb von zwei Tagen fast frühlingshafte Temperaturen. Kein Wunder, wenn der Organismus da irritiert ist. Ich kann mir vorstellen, den Pflanzen da draußen geht es nicht anders. Schließlich sind wir nicht allein von diesen Klimakapriolen betroffen und leiden in gleicher Weise an den Veränderungen, wie wir auch im Gleichklang die Vorzüge der Jahreszeiten erleben und uns gegenseitig zurückspiegeln. Das das gefährdet sein könnte, insbesondere das wie selbstverständlich erwartete jahreszeitliche Erscheinung und Veränderung der Bäume, kann uns als größeres Problem erscheinen. Und auch wenn dieses Konkrete, Fassbare nicht so oft in die Diskussion Einzug findet, ist es doch für die Menschen wichtiger und die gesamte Motivation und Aktivität stärker beeinflussend als das abstrakte Gespräch und die global geäußerten Befürchtungen zum Klimawandel als Ganzem. Das Verschwinden der Jahreszeiten werde ich deshalb auch künftig öfter ansprechen und im Gespräch zum Thema machen.

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Eindrückliche Verwirrungen des Klimawandels

Ein Tag, an dem ich viel unterwegs war, entgegen der Routine, und diese unwirkliche Winterwitterung von ihrer besonders wechselhaften Seite kennengelernt habe. Mit Windböen, gleißendem Sonnenschein, gefolgt von schwarzen Wolken und Regenschauern. Frühlingshafte Wärme, gefolgt von zeitweisen Anflügen von Frost. Da konzentriert man sich automatisch auf das Naheliegende und nimmt die Landschaft, durch die man sich bewegt, kaum wahr. Es ist ein Winter, in dem die Bäume noch unsichtbarer scheinen als in durchschnittlichen Wintermonaten. Auch weil es keinen Schnee mehr gibt, der sich auf Baumkronen senkt und die Winterbäume dadurch sichtbar macht. Weil es tagsüber keinen Frost mehr gibt, der lange genug anhält, dass sich Eiskristalle auf die Winterknospen legen und die Baumlandschaft bei schönem Wetter eine glitzernde Gestalt annimmt. Es geht uns vieles verloren durch diese Klimawandel genannten Veränderungen. Schwer zu sagen, wie man sich auf so etwas einstellen soll.

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Aktivierender Baumfrühling

Das Jahr schreitet jetzt schneller voran, aber die Menschen bleiben unentschlossen, wie wenn sie sich nicht trauen, Neues entschieden weiterzuverfolgen. Diese Zögerlichkeit ist überall spürbar und lässt uns nicht sehr flüssig ins Arbeitsjahr hinein finden. Ich nutze das nach Möglichkeit kreativ, um sonst übrig Bleibendes zur Geltung kommen zu lassen und damit persönliche Entwicklung zu befördern. Obwohl das häufig mit Technik und Techniken zu tun hat, gehen meine Gedanken doch in diesen Tagen häufig zu den lebenden Bäumen und wie sie phänomenologisch den Frühling anzeigen. Dieses Anzeigen, die durch die Bäume angezeigte Gewissheit, dass der Frühling angekommen ist, könnte besagte Lethargie auflösen. Technik, Reflexion und formales Lernen allein vermag das häufig nicht.

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Fotografische Aufarbeitung

Nun sehe ich nach längerer Aufarbeitung vieler lange liegengebliebener Fotografien langsam, dass die Durchsicht und Bearbeitung ein Ende nimmt. Dabei waren sehr verschiedene Motivfelder, Material- und Oberflächenstrukturen, Feiertage und Natur-Struktur-Aufnahmen. Darunter sollten auch vielversprechende sein. Jedenfalls haben die schnelleren unter den Microstock-Agenturen bereits ihre Akzeptanz zum Ausdruck gebracht. Damit sind meine Portfolios bald wieder um einige Motive umfangreicher, und die Chance, bei Kreativen Resonanz zu finden, ist ebenfalls größer. Ich freue mich in den nächsten Monaten vor allem darauf, mit neuen Bildern neue Schwerpunkte setzen zu können.

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Rudolf Steiners ästhetischer Ansatz

Ich bin sehr froh, mir zu Weihnachten die drei neuen Bände aus der Rudolf Steiner Gesamtausgabe gewünscht zu haben. Mit dem zweiten dieser Bände, einer Zusammenstellung der Aufsätze, Vorträge und Notizen Rudolf Steiners zu Fragen der Ästhetik, konnte ich mich letzte Woche und heute wieder beschäftigen. Und schon die ersten dieser Texte offenbaren ein sehr spannendes Thema, das Grundfragen und auch konkretere Anwendungen einer Philosophie des Schönen umfasst. Auch auf dem Gebiet war Rudolf Steiner seiner Zeit voraus und hat mit der bis dahin gültigen Ästhetik in Deutschland abgerechnet, ihr seine abweichende Sichtweise entgegengesetzt, der ich absolut zustimmen würde. Das sind Gedanken und Grundideen, die ich sehr gut in meine Magisterarbeit über ästhetische Kommunikation hätte einarbeiten können, die eine Bereicherung dieses Theorienvergleichs gewesen wären. Aber damals war mir das Werk Rudolf Steiner noch nicht vertraut, und es ist natürlich auch fraglich, ob seine Ansätze zur damaligen Zeit in meinem Fach als wissenschaftlich akzeptiert worden wären. Die bisher gelesenen Texte stammen allerdings aus dem Frühwerk Steiners, das noch stärker als später von seinen philosophischen Anschauungen geprägt waren. Ich denke schon, dass es gepasst hätte. Die grundlegende Idee, die er vertritt, würde ich auch im zeitlichen Abstand und nach allem, was ich selbst wissenschaftlich über ästhetische Kommunikation erarbeiten konnte, absolute unterstreichen. Dass es nämlich in der Kunst nicht darum geht, dass ein geistiger Inhalt (das Göttliche) mit Mitteln der Kunst darstellbar gemacht wird, also nicht darum, dass das Göttliche im Kunstwerk zum Ausdruck kommt. Das erlebten Realität des Künstlerischen entspricht es viel mehr, dass Künstler das Natürliche als Geistiges (Göttliches) umformen, dass durch das Wie der Umformung des Natürlichen das Geistige sinnlich erlebbar wird. Eine ganz andere Beziehung zwischen Inhalt und Form, die auch für aktuelle Kunst sicherlich anwendbar und zutreffend ist. Diese Lektüre aus dem Frühwerk Steiners, gerade zu ästhetischen Fragen, empfand ich heute als Freude und Bereicherung. Ebenso freue ich mich auf die späteren Beiträge zur Kunst und auf den dritten Band, der sich wieder einmal um das Erleben der Jahreszeiten und die große Rolle dreht, die die Pflanzen darin für die Weiterentwicklung von Mensch und Kosmos spielen.

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Neue Abbildung des Baumkreis-Armbandes

Schon lange stand das auf meinem Arbeitsplan, heute konnte ich es endlich realisieren: Die Musterabbildung des Baumkreis-Armbandes, die auf den Websites der Wunschbaum-Manufaktur abgebildet war, hat bei manchen Perlen nicht die typischste Erscheinung der jeweiligen Holzart gezeigt. Vor allem bei der Esche war es eine Perle, die aus einem seltenen dunkel gefärbten Abschnitt aus dem Kern gewonnen war und leider das Typische, Helle und Reflektierende des Eschenholzes nicht ausdrückte. Diese Perle und einige andere habe ich in der Abbildung ausgetauscht, um die Parallelität von Holzart/Lebensbaum und Charakter noch deutlicher und unmissverständlicher darzustellen. Schließlich könnte die Darstellung von Sonderfällen und Abweichungen falsche Eindrücke und Einschätzungen nach sich ziehen. Auf der Postkarte mit der Abbildung des Armbandes sowie der Systematik des keltischen Baumkalenders habe ich es ebenfalls angepasst. Die Karte wird demnächst in neuer Auflage zur Verfügung stehen.

Baumkreis-Armband mit Systematik des keltischen Baumkalenders
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Fotografische Technik ausreizen

Es sind doch noch einige meiner Freiluftaufnahmen von Baumdetails und Holzstrukturen liegengeblieben. Ich hoffe, in den nächsten Tagen diese Motivreihen aufarbeiten zu können, um Luft für Neues zu schaffen und die jüngsten Sammlungen abzuschließen. Wieder mehr in der Baumlandschaft auf Motivsuche zu gehen, reizt mich schon, zumal das in den letzten Jahren zu kurz gekommen war. Und mit neuer Technik kann das auch spannend werden, neue Sichtweisen, technische Experimente und Gestaltungsideen inbegriffen. Gerade die technischen Möglichkeiten auszureizen, wird in diesem Jahr ein wichtiges Thema für mich werden.

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Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.