Zwischen technischen und sozialen Aufgaben in den Vollfrühling

Gut, dass zumindest bei den techniklastigen Aufgaben nach Monaten gerade ein Rückgang festzustellen ist. Denn familiäre Beanspruchungen sind gleichzeitig intensiver geworden und erfordern viel Zeit, die ich sonst vermutlich nicht so leicht freiräumen könnte. Aber ganz richtig ist das näher betrachtet dann doch nicht, denn gerade beim Baumtagebuch steht ein technisches Upgrade bevor, das ich heute schon einmal vorbereitet habe, indem ich verschiedene integrierte Softwarekomponenten auf die neuesten Versionen aktualisiert habe. Das eigentliche Update sollte darauf gut aufbauen können. Und vielleicht bringen die neuesten Versionen ja auch noch einen Tick bessere Performance, was nie schaden kann, weil es die Wirkung der vermittelten Inhalte verstärken kann. Wir richten den Blick jetzt in Richtung des kommenden Feiertags, der für Pfingsten typisch sehr sonnenreich ausfallen soll. Dazu passt auch perfekt eine kreativ-dokumentierende Aufgabe, die ich zuvor am Pfingstsamstag umsetzen kann.

Mitteleuropäisch wechselhaft

Dieses Frühjahr verlangt uns viel Geduld und Widerstandskraft ab. Schon allein wegen des untypischen Witterungsverlaufs, der ständigen Temperaturschwankungen und des Schwankens zwischen wolkenverhangenen und regennassen und sommergleichen sowie sehr warmen Tagen. Letzter haben wir schon im April erlebt und im so genannten Wonnemonat dann einen Rückschritt zu erfahren. Aber wenn ich die Vorhersage fürs Wochenende betrachte, dann dürfte – ebenso unverhältnismäßig – tatsächlich der erste echte Sommertag uns zukommen. Hoffentlich ist das der Auftakt für den echten, beständigen Frühling und eine gute Einstimmung auf den Frühsommer. Den Bäumen hat das regennasse und kühlere Intermezzo offenbar gutgetan. Ich nehme das vor allem auf den Autofahrten wahr, wenn nämlich die Bäume am Straßenrand auf einmal wie langjährig gewachsene Alleen wirken – allein wegen des ungewöhnlich üppigen Blattwerks der Kronen. Wenn es auch noch warm wäre, würde wir von tropischem Klima sprechen. Aber so ist es einfach nur mitteleuropäisch wechselhaft.

Ein merkwürdiger Mai, de aber viele Gelegenheit zur Gartenarbeit bietet

Jetzt gegen Abend ist die Temperatur wieder deutlich angestiegen, aber den ganzen Tag bis dahin war es ziemlich ungemütlich und richtig kühl. Merkwürdiger Mai. Wenn wir nicht supersonnige Hochsommermonate vor uns haben sollten, wird die Sonnenstundenbilanz dieses Jahr schlechter ausfallen als 2025. Aber wir könnten auch in den nächsten Monaten noch aufholen. Am späten Nachmittag habe ich V. geholfen, ein paar Honigwaben zum Bienenhaus zurückzubringen, die zuvor abgeschleudert wurden. Die erste Ernte von Frühlingsblütenhonig in dieser Saison. Ich hoffe, es wird noch einiges folgen, und dass sich die Blütezeiten der bei uns relevanten Baumarten günstig abwechseln. Bei der Gelegenheit habe ich einen Blick auf den Maulbeerbaum geworfen, den ich in den letzten beiden Wochen nur von Ferne und im Vorbeifahren begutachten konnte. Er sieht gar nicht so schlecht aus, zwar noch mit unregelmäßigem und lückenhaftem Blätterkleid, aber die Blätter sind wenigstens gekommen – das hatten wir auch schon ganz anders. Und wie immer gibt’s einzelne Äste, darunter ein tiefliegender, der sich zum Pflücken gut geeignet hat, die offenbar gar keine Blätter mehr treiben, weil sie abgestorben sind. Das war beim Zurückschneiden noch nicht erkennbar gewesen. Die in kurze Abschnitte geteilten dünnen Äste des Maulbeerbaums, die V. vor Tagen vor Ort in einen Grünschnittsack gefüllt hatte, habe ich ins Auto geladen und nach Hause transportiert. Der steht jetzt vor dem noch weitgehend leeren Brennholzreservoir und wird sich zum Anfeuern eignen – sollten wir denn im Winter den Holzbrandofen wieder anfeuern.

Schöner Ausflug zur Gartenausstellung und eine Reminiszenz des Ulmensterbens

Es ist schön, dass wir nach der Abstinenz im Vorjahr diesmal wieder die Gartenausstellung in L. besuchen konnten. Und das Wetter hat gehalten, nicht so sonnig wie gewohnt an dem Besuchstag, aber ohne Regen und bei lauwarmen Temperaturen. Ich freue mich besonders, dass M. sich aufraffen konnte, mitzukommen und die abwechslungsreichen Stunden bei den Fahrten und beim Aufenthalt dort zusammen mit mir und A. zu verbringen. Neben den vielen Gartenaccessoires, den Blumen und Stauden gab es auch eine Reihe mehr oder weniger exotischer Gehölze. Eines davon war eine noch klein gewachsene, aber schon in ihrer Form erkennbare Gold-Ulme. Kannte ich bisher noch nicht, sie hat im Gegensatz zur gewöhnlichen Ulme tatsächlich gelblichere, eher hellgrüne Blätter, die ansonsten die typische asymmetrische Ulmenblattform aufwiesen. Bei dem Hinweis auf diese besondere Art hat wohl der Händler mitgehört und mich sogleich korrigiert. Ich hatte nämlich von der geheimnisvollen Ulmenkrankheit erzählt und dass dieser der Großteil der Ulmen in Europa zum Opfer gefallen waren. Der Händler meinte, die Krankheit sei nicht, wie ich meinte, von einem Pilz verursacht, sondern von einem Käfer, und mittlerweile sei sie auch verschwunden. Ich habe, wieder zuhause, noch einmal die aktuelle Situation recherchiert und dabei herausgefunden, dass meine Erklärung richtiger war als die des Händlers: Es ist tatsächlich ein mikroskopisch kleiner Pilz, der letztlich über Gegenreaktionen des Baums zu einem Verstopfen der Wasserleitungsbahnen im Splint führt und den Baum damit von seiner Wasserversorgung abschneidet, so dass er vertrocknet. Nur werden die Pilzsporen über den Ulmensplintkäfer übertragen. Der Käfer ist also nur der Vermittler, die eigentliche Krankheit wird, wie ich das auch in Erinnerung hatte, von dem Pilz hervorgerufen. Und leider ist das Ulmensterben auch noch nicht beendet, sondern ist nach wie vor akut. Man setzt mit dem Anpflanzen der Flatterulme aber offenbar auf eine weitgehend resistente Unterart dieser Baumart. Nur die Erklärung des Händlers dafür, dass man bis heute kaum noch Ulmen zu Gesicht bekommt, scheint mir plausibel. Denn er meinte, das liege daran, dass die Art langsam wächst und viele deshalb lieber auf andere Arten setzen. Schade, denn den Baum und seine besonderen Wuchsformen, aber auch seine Symbolik und nicht zuletzt das Holz finde ich besonders spannend. Zumindest im Zusammenhang mit meiner Wunschbaum-Manufaktur habe ich immer noch mit der Art zu tun. Es ist die einzige, bei der ich die Perlen nicht längs zur Wachstumsrichtung des Baums herstelle, sondern quer dazu, was auch ein anderes Herstellungsverfahren erfordert.

Gelungener Sommerblumenpflanztag bei mäßigem Wechselwetter

Wenn wir in den letzten Jahren die Sommerblumen eingepflanzt hatten, war es fast immer sehr sonnenreich und warm. Ich kann mich an richtig Schweiß treibende Ereignisse erinnern. Heute dagegen war das Wetter sehr durchwachsen, zwar etwas weniger kühl als zuvor, aber Sonne kam nur sporadisch einmal durch. Dennoch ein ganz angenehmes Klima fürs Blumenpflanzen bzw. schon vorher fürs Aussuchen der Blumen im Gartencenter. Es hat mich einiges Insistieren gekostet, aber am Ende hat M. mich doch zur Auswahl der Blumen begleitet, nachdem ich gestern neben der Pflanzerde schon einige wenige Sommerblumen ausgesucht und gekauft hatte. Heute aber die größere Auswahl, die sich in Umfang und Zusammenstellung am Ende als sehr überzeugend herausgestellt hat. Es war dieses Mal auch ein Glücksfall, dass wir die Blumen alle an einem Ort gefunden haben und die Auswahl diesmal viel besser war, auch die Qualität, die mich durchaus an die von früher aus der örtlichen Gärtnerei erinnern ließ. So sind die gekauften Sommerblumen überwiegend schon ziemlich kräftig und gut ausgewachsen. Schon jetzt, direkt nach dem Einpflanzen, machen die bepflanzten Tröge, Töpfe und Schalen einen richtig üppigen und vor allem farbenfrohen und vielfältigen Eindruck. Mit den beiden Wandelröschen sind auch echte Gehölze dabei, die wir vielleicht ja wieder überwintern und im nächsten Jahr neu einpflanzen können. Ich freue mich sehr darauf, die Blumen weiterwachsen und aufblühen zu sehen. Und auch darauf, im nächsten Schritt die Pflanzgefäße für meine Chilis vorzubereiten, so dass ich die vorgezogenen und im Augenblick noch in Innenräumen gedeihenden mehr oder weniger kleinen Chilipflanzen auspflanzen zu können.

Sommerblumenpflanzzeit

Die Sonnenstunden in diesem Mai werden möglicherweise ähnlich gering ausfallen wie im Mai des vorletzten Jahres. Jedenfalls wenn von der Halbzeitbilanz ausgehe. Im Vorjahr war der Mai, wie schon in zahlreichen früheren Jahren, außerordentlich sonnenlichtreich ausgefallen. Jetzt, nach einem sonnigen April, also wieder eine Schwankung in entgegengesetzter und jahreszeitenuntypischer Richtung. Vor allem auch die kühlen Temperaturen der letzten 10 Tage sind sehr untypisch gewesen und werden sich wohl erst langsam mit der kommenden Woche normalisieren. Ich freue mich, morgen zusammen mit M. die Sommerblumen auszusuchen und einzupflanzen. Frische Pflanzerde und Dünger habe ich heute Nachmittag schon besorgt, und auch schon eine Reihe von Blumen, die diesmal im Gartencenter wirklich gute Qualität haben. Nicht so mickrig ausgewachsen wie in manchem Jahr zuvor, und auch die Auswahl ist reichhaltiger als sonst. So dürften wir morgen fündig werden und uns wieder mit einer abwechslungsreichen und bunten Auswahl an Sommerblumen eindecken. Das ist neben den inzwischen schon ordentlich ausgewachsenen Gartenbäumen seit Jahren unser Highlight während der Sommermonate, bis spät in den Herbst hinein. Offenbar haben wir dafür auch ein Händchen. Nicht ohne Grund erhalten wir von Nachbarn und Passanten regelmäßig Lob für unsere Sommerblumenpflanzungen und die Zusammenstellung.

Die ruhige Wesentlichkeit der Feiertage

Es war vor allem das Ruhige, was ich von diesem Feiertag dieses Mal mitnehmen konnte. Eigentlich fühlen sich Feiertage für mich immer schon besonders an, auch wenn sie mit keiner besonderen Aktivität verbunden sind, wie heute, das ursprünglich für den Besuch der Gartenausstellung vorgesehen war, was aber am kühlen und nassen Wetter gescheitert ist. Aber so kann ich mich an der feiertäglichen Ruhe freuen und an dem, was sonst oft zu kurz kommt, nämlich Texte zu lesen, die nicht mit der professionellen Kommunikationsarbeit zusammenhängen. Das sind oft Texte über Bäume, heute war es aber eine Vortragsmitschrift, die mir einmal mehr die Gedankenwelten der Rudolf Steiner‘schen Anthroposophie nähergebracht haben.

Eisheilige im wörtlichen Sinne

Tatsächlich haben wir die Eisheiligen schon seit Jahren nicht mehr so deutlich erlebt. Eigentlich waren sie in den Vorjahren höchstens durch besonders verregnetes Wetter in Erscheinung getreten, nicht aber als Kältetage. Oder aber auch gar nicht. Dass sie jetzt nach einer längeren sehr sonnenreichen Phase des Vorfrühlings auf einmal so namenstypisch hervortreten, ist für uns alle ungewohnt und trübt den bisher positiven Eindruck des Frühlings leider ein. Ich hoffe, wir werden wenigstens bis zum Ende der Woche nochmal mehr Wärme erfahren und auch wieder mehr Sonnenlicht. Denn ohne das wäre der geplante Ausflug zur Gartenausstellung nicht ganz so erfreulich. Wenn es aber klappt, könnten wir die Saison der Freiluftmärkte damit eröffnen, auch mit Blick auf eine Reihe weiterer Antik- und Trödelmärkte, deren Besuch über die Sommermonate immer eine schöne Abwechslung vom kommunikativen Arbeitsalltag darstellt. Und vielleicht entdecken wir ja auch einige Stauden, Blumen oder Gehölze, die wir unseren anderswo erworbenen Sommerpflanzen hinzufügen können.

Auszeit-Phasen und entspannteres Arbeiten

Es ist gerade wie eigentlich immer schon vor Christi-Himmelfahrt: Die Menschen nutzen den Feiertag am Donnerstag, um nicht nur den so genannten Brückentag am Freitag, sondern gleich die ganze Woche freizumachen. Anders erklärt sich das verbreitete Nicht-Reagieren auf Anschreiben und sonstige Kontaktaufnahme in dieser Woche nicht. Ein Gutes hat das aber auch: Ich kann mit mehr Ruhe an laufenden Projekten arbeiten und werde nicht so häufig unterbrochen und abgelenkt durch Tausend abwegige Vorgänge. Und ein entspannterer Blick auf die Veränderungen der Baumlandschaft wie der vegetabilen Umwelt generell ist in solchen Auszeit-Phasen auch eher möglich. Leider wird der Feiertag selbst nicht so sonnendurchflutet und warm ausfallen, wie wir das häufig schon erleben durften. Deshalb werden wir den Ausflug zur Gartenausstellung wohl auch erst am Ende der Woche realisieren – jedenfalls wenn bis dahin nicht Hinderliches dazwischengekommen sein wird.

Frühlingshafte Wachstumsschübe

Es ist gut, dass ich die Reinigungsaktionen rund ums Haus und auch das Zurückschneiden des Efeus schon abgeschlossen habe. So können wir uns nach diesen eher nassen und wolkenverhangenen Tagen Mitte Mai dem Thema Sommerblumen zuwenden, Pflanzerde und Dünger besorgen, die Blumen selbst aussuchen und einpflanzen. Und kurz darauf werde ich die ersten Chili-Pflanzen von ihren Pflanztöpfen in die größeren Pflanztröge und sonstigen -gefäße hinterm Haus verpflanzen können. Einige der Sorten sind dann schon kräftig und groß genug, dass ich das wagen kann. Und nach den Eisheiligen sollte auch die Gefahr reduziert sein, dass extreme Nachtfröste die jungen Pflanzen ruinieren. Ich denke, der Regen dieser Tage wird den Gartenbäumen und allem, was gerade grünt, ganz guttun. Wenn danach die Sonne wieder zurückkommt, kann die Vegetation ihren nächsten Wachstumsschub erfahren – und wir können hoffentlich wieder mehr Zeit im Freien verbringen.

Eine schöne Lebenskonstante

Wie schon der letzte Sonntag war auch dieser ein wichtiger Ruhetag in diesen anstrengenden Wochen, die für mich von vielen technischen Aufgaben, langfristigen Aktualisierungsprojekten, aber auch mit formalen Erledigungen und familiäre Routineaufgaben überfüllt waren. Vermutlich können sich ab jetzt die Schwerpunkte wieder mehr in Richtung inhaltlicher Entwicklungsarbeit und Kommunikationsaufgaben verschieben. Und hoffentlich auch wieder stärker kreative Aufträge miteinbeziehen, die zuletzt etwas zu kurz kamen und zu selten waren. Das Einzige, was mir eigentlich ganzjährig und zu allen Zeit ziemlich konstant entgegentritt, ist die Begegnung mit den Baumthemen, natürlich auch mit den lebenden Bäumen, der Baumlandschaft, all der vegetabilen Symbolik und Ästhetik rund um die Bäume als Lebenssymbole und lebendige Spiegel für uns Menschen. Eine schöne und beruhigende Lebenskonstante.

Efeu, Grünschnitt und Pflanzpläne

Den Gartenarbeitsplan konnte ich wie gewünscht abarbeiten. Vor allem ist jetzt der Efeubewuchs wieder in Form geschnitten, was dringend erforderlich war, weil der Efeu über den Sommer noch einmal kräftig Blätter austreibt und eine Wiederholung dann im August notwendig wird. So ist das in jedem Jahr, und da ich das schon kenne, schneide ich lieber einmal mehr zurück, dann hält sich anfallende Grünschnitt-Biomasse jeweils noch in Grenzen. Aber auch dieses eine Mal musste ich einen großen Grünschnittsack herausholen, weil nicht mehr alles in die grüne Tonne passte. Und der Rasen ist auch gemäht, was bei den kleinen Flächen allerdings auch keine große Sache war. Am Nachmittag habe ich auf Vs Wunsch hin an einem unserer verbliebenen Apfelbäume noch zahlreiche Misteln abgesägt. Mit der ausziehbaren Astsäge geht das ganz gut, allerdings waren es ziemlich viele, so dass die Aktion doch mehr Zeit beansprucht hat, als wir ursprünglich veranschlagt haben. Na ja, zumindest hat es der Baum jetzt leichter, zugrunde gegangen wäre er allerdings auch an den vielen Schmarotzern noch nicht, wenn ich mir seine Wuchsfreude und die ausufernde breite Krone betrachte. Die Sommerblumen wollen wir nächste Woche erst aussuchen und setzen. Davor kommen die Eisheiligen, die vermutlich frisch gepflanzten Blumen nicht so gut tuen würden. Ein paar Tage später ist einfach sicherer. Und die nötige Zeit dafür hätten wir heute ohnehin nicht mehr aufbringen können.

Wochenenden und Gartenarbeit im Frühling

Auch heute konnte ich meinen Abschlussschwung in Sachen Updates aufrechterhalten und eine Reihe weiterer Arbeiten zu einem Abschluss bringen. Gleichzeitig ist das Licht und die Frühlingssonne zurückgekehrt, was mich für das Wochenende zuversichtlich stimmt. Denn dann kann ich morgen die geplanten Gartenarbeiten ausführen: Vor allem die Efeugehölze müssen wieder zurückgeschnitten werden, damit das Wuchern sich in Grenzen halten lässt. Das allein wird einiges an Zeit beanspruchen. Und dann sind verschieden Rasenflächen zu mähen, die fortgeschritteneren Chili-Pflanzen umzutopfen, einige Vorbereitungen für das kommende Blumenpflanzen zu treffen. Das wird dann ein langer Gartenarbeitstag, der endlich wieder einen Ausgleich zu den umfangreichen Bildschirm- und Kommunikationsarbeit ermöglicht. Den Kopf freimachen sagt man gewöhnlich dazu, und ich hoffe, M., V. und alle drumherum werden das ähnlich sehen und ein Stück weit mitmachen.

Wieder mehr Zeit für klassische Kommunikation und Naturbeobachtung

Im Bezug zu meinem mehrere Wochen dauernden Updateprojekts sind heute endlich mal eine ganze Reihe von Fäden zusammengelaufen. Ich hatte den Eindruck, mit diesen Dingen tatsächlich zu einem zumindest vorläufigen und handhabbaren Abschluss gekommen zu sein. Es sind zwar noch einige Nacharbeiten denkbar und auch sinnvoll, aber das akut Anstehende habe ich doch hinter mich bringen können und damit eine gute Grundlage auf diesem Gebiet für die Aktualisierungen der nächsten 1,5 Jahr gelegt. Das Beste daran ist aber, dass ich mich jetzt wieder stärker inhaltlich-konzeptionellen und gestalterischen, wenn man so will kreativen Aufgabenschwerpunkten widmen kann. Die weiterzuverfolgen erfordert aber auch eine Menge Fremdmotivation und klassische Kommunikation, die nach so viel Techniklast guttuen wird. Und wenn das Wetter besser wird, wir erneut in den sonnigen Mai aufbrechen, wird auch die Beobachtung und kreative Bearbeitung der Bäume wieder mehr Zeit finden. Und das genaue Beobachten der Baumlandschaft im Verlauf des Frühjahrs und Sommers kann weitergeführt werden – hoffentlich mit neuen Erkenntnissen, Eindrücken und neuen Gestaltungsideen verbunden.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.