St. Martin und es weihnachtet schon sehr

St. Martin, das ist so etwas wie der offizielle Start in die Weihnachtssaison. Jedenfalls kommen fast alle spätestens zu diesem Tag in Weihnachtsstimmung. Wohl weil sie den Tag und seine Traditionen mit der eigenen Kindheit verbinden. Für mich ist Weihnachten natürlich schon viel länger präsent. Eigentlich schon seit dem Hochsommer, als ich begann, meine umfangreiche Reihe mit KI generierten Weihnachtsmotiven zu entwickeln. Und heute am Martinstag bin ich zu einem weiteren Ergebnis gekommen, das eine enge Auswahl dieser KI-Motive verwendet. Es ist der dritte Tisch-Adventskalender, den ich im dritten Jahr hintereinander zusammenstelle, aber dieses Mal ausschließlich mit den KI Bildern, auf die eigenen fotografisch realisierten Bilder habe ich bei diesem neuen Kalender ganz verzichtet. Ich bin gespannt, wie die Adressaten auf diese ungewöhnliche Zusammenstellung reagieren. Denn ich kann natürlich nicht davon ausgehen, dass andere viel über KI-Bilder und die Unterschiede und Besonderheiten im Vergleich zur Fotografie nachdenken oder überhaupt Erfahrungen damit gesammelt haben. Jedenfalls ist es an der Zeit, den Kalender drucken zu lassen, da er ja noch rechtzeitig vor Beginn der Adventszeit versendet werden muss, soll diese Gestaltungsform auch Sinn machen.

Verwandtschaftliche Reminiszenzen

Es war ein Sonntag mit ausführlichem Rückblick in die familiäre Vergangenheit. Mit einigen schönen, aber auch eher verarbeitungsbedürftigen Erinnerungen an Verwandtschaftsbeziehungen. Wirklich kommunikativ war das nicht, da das Interesse und die Themen fast ausschließlich in Richtung der Verwandtschaft ausgerichtet waren. Aber zur Klärung einigen ungelöster innerer Konflikte hat es vielleicht beigetragen. Immerhin, eine Annäherung an meine Baumexpertise und mein Lebensthema Bäume war dann doch auch in diese verwandtschaftlichen Kommunikationen eingebaut. Denn mir wurde angeboten, mir einige Abschnitte von einem gerade gefällten großen Baum mitzunehmen, um sie für meine Wunschbaum-Manufaktur zu verwenden. Aber leider hat sich der Baum als Silberweide herausgestellt. Der hat ein durchaus anderes Holz als die Salweide, die ich als Material für die Lebensbaum-Armbänder zu dieser Zeitphase des keltischen Baumkalenders bevorzuge. Erstere ist sehr viel heller und weißlich. Die von mir bevorzugte und auch bei den Abbildungen des Armbandtyps vertretene Art ist selbst getrocknet stärker orange gefärbt und hat eine lebendigere, wärmere Ausstrahlung. Schade, aber auch die Geste, mir das anzubieten, war natürlich auch schon lobenswert.

Ein Samstag mit Routine und Holzarbeiten

Wie fast immer ein Samstag mit einer Vielzahl von Routine-Erledigungen. Aber ich konnte auch meine jüngste kunsthandwerkliche Arbeit abschließen, wieder ein Lebensbaum-Armband, das trotz der bekanntermaßen schwierig zu bearbeitenden Holzart Esskastanie gut gelungen ist. Und dann hatte ich noch die Gelegenheit, mir frisch geschlagenes Holz anzusehen, mit dem Kalkül, es eventuell für meine Manufaktur verwenden zu können. Aber es handelte sich letztlich zwar um die vermutete Weide, nur leider um eine Silberweide, die durchgehend helles, getrocknet fast weißes Holz mitbringt. Für die Manufakturprojekte benötige ich aber Salweide, mit ihrem auch getrocknet noch erkennbar orangenen Grundton. Schade, damit hätte ich nämlich die Vorräte von dieser Art auffüllen können. Es wird noch eine Weile ausreichen, aber um Nachschub muss ich mich dann doch irgendwann auf anderem Wege kümmern.

Reminiszenz an Lebensthemen: Kunst und Bäume

Zurzeit holen mich vermehrt Reminiszenzen und Kommunikationen mit Bezug zu meiner Vergangenheit ein. Schön, dass das mit zwei meiner Lebensthemen, der Kunst und den Bäumen zu tun hat, die natürlich auch meine Gegenwart betreffen. Wenn mich aber langjährige Freunde und Bekannte mit diesen Themenfeldern in Verbindung bringen und sich auch in größeren Zeitabständen daran erinnern, ist das anregend. Denn es ist Anlass, meine früheren Einstellungen und Erfahrungen mit den heutigen in Vergleich zu bringen. Gewisse gemeinsame Erlebnisse in der Welt der Kunst werden in eine neues Internetprojekt einfließen, das auf der Grundlage einer früheren Zusammenarbeit aufbaut, aber ein ganz neues und durchaus zukunftsweisendes Vorhaben in Form bringen wird. Und die Bäume waren gerade Gegenstand eines Geschenks. Darunter ein Malbuch aus den 1970ern, das eine Reihe heimischer Baumarten knapp vorstellt und zum Ausmalen von Umrisszeichnungen einlädt. Und weiter eine Druckgrafik, die ein schon auf den ersten Blick als exotisch einzustufendes Baumindividuum abbildet, das sehr ausladend und mehrstämmig erkennbar nicht in Europa heimisch sein dürfte. Den mit abgedruckten Namen habe ich gegoogelt und ihn identifiziert als Manzanita, eine meist buschartige Gehölzart, die zur Gattung der Bärentrauben gehört und im Westen der USA, u. a. in Kalifornien zu finden ist. Vielleicht wird die Baumgrafik an der Wand meines Arbeitszimmer einen dauerhaften Platz finden.

Lebensprinzipien, persönliche Spiegelung und Selbstreflexion

Auch wenn ich selbst mit Geburtstagen nicht so viel verbinde, zumindest seit ich mich erwachsen nennen kann, so ist es doch tröstlich, wenn andere an den Geburtstag denken. Oft sind es alte Freunde und Bekannte, die sich erinnern, und das tut irgendwie auch gut. Es zeigt gerade in diesen sehr anstrengenden und scheinbar ungeordneten und regellosen Zeiten, dass es noch persönliche Konstanten gibt, die auf persönlichen Kontakten, gemeinsamem Erleben, gemeinsam verbrachter Lebenszeit beruhen und die insofern von echtem einander kennen zeugen. So hat dieses Erinnern anlässlich persönlicher Geburtstage eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen Symbolkommunikationen, die u. a. in diesem Baumtagebuch, allerdings ganzjährig, immer in den Mittelpunkt stelle. Letztlich geht es dabei um das Verfolgen von Spuren im Alltag, die mit allgemeingültigen, vielleicht auch schon immer und nicht nur für einzelne Leben geltenden Wahrheiten zu tun haben. Oft findet das in Form einer Spiegelung statt, so wie menschliche Befindlichkeit und menschliche Haltung gut und gerne mit der von Bäumen in Vergleich gesetzt wird, indem allgemeingültige Lebensprinzipien am Sein der anderen Art betrachtet und dann auf die eigene Verfassung übertragen werden. Eine Möglichkeit der gespiegelten Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis, kann man sagen. Schön, dass man sich der Selbstreflexion im Kontext von kommunikativen Beziehungen auf so unterschiedlichen Wegen und in unterschiedlichen Situationen im Alltag nähern kann.

Das Gemeinsame und Unverrückbare wiederentdecken

Die Gefrierschrankatmosphäre wird uns noch einige Tag in Beschlag nehmen. Und ihr entsprechen die erschreckenden politischen Entwicklungen jenseits des Atlantiks, die einem einen Schrecken einjagen können. Da hat man schon den Eindruck, die Welt geht demnächst unter – wenn zu allen Problemen und Unzulänglichkeiten noch weitere hinzukommen, die das Desaster zum Extrem ausweiten. Vielleicht müssen wir uns künftig noch stärker auf unsere Grundlagen konzentrieren und diese wieder neu entdecken, die von veränderlichen Weltereignissen und auch von nationalen Zeiterscheinungen und Entwicklungen unberührt bleiben. Ich meine, dass die Beschäftigung und Reflexion über unser natürliches Umfeld, z. B. im Spiegel der Baumsymbolik, einen wesentlichen Beitrag zu dieser Wiederentdeckung des Gemeinsamen und Unverrückbaren darstellen kann.

Eibenmensch, Eibennatur und die geheime Eibe des keltischen Baumkalenders

Jetzt schleicht sich der Winter deutlich in die Glieder und auch die Gemüter der Menschen. Echtes, ganz typisches Novemberwetter mit so gut wie keiner Sonne, Kälte und entsprechend gedämpfter Motivationslage sind charakteristisch für diese Tag am Anfang des Novembermonats. Da mein Geburtstag nicht weit ist, bin ich natürlich mit dieser Zeit des Jahres vertraut und kann ihr wahrscheinlich mehr abgewinnen als die meisten. Es ist die Zeit des Umbruchs der Jahreszeit, im Übergang von Herbst zu Winter, der für Umwälzung, Transformation, Stirb und Werde steht. Die Symbolmerkmale und Assoziationen, die man auch mit der Eibe verbindet, dem „geheimen“ Baum des so genannten keltischen Baumkalenders, der die Zeitphase vom 3. bis 11. November besetzt. So passen in diesem Jahr, wie fast in jedem Jahr, die äußeren Bedingungen mit dem Inneren der Menschen gut zusammen. Für Menschen hält die Zeit Herausforderungen bereit, die einiges abverlangen und tendenziell anstrengend wirken. Die aber auch die Chance für wirkliche auflösende und befreiende Veränderungen birgt, die jetzt leichter und nachhaltiger zustande kommen können, wenn man denn dafür sensibel ist und die Gelegenheit erkennt. Ich könnte sagen, für mich persönlich ist das ganze Jahr über November. Die Disposition zur Transformation betreffend wäre das wahrscheinlich zutreffend. Aber natürlich kann auch ich als Eibenmensch mich in den übrigen Jahreszeiten nicht den z. T. ganz anders gerichteten Energien und kosmischen Einflüssen entziehen. Durch den Filter der Eibennatur gewinnen diese Energien nur immer einen etwas anderen Charakter und die Einflüsse von außen werden anders wahrgenommen. Und es sind eben nur diese acht Tag, so dass wohl von nicht sehr vielen Eibennaturen auszugehen ist.

Ruhiger Tag mit kreativen Impulsen

Äußerlich war dieser Tag sehr ruhig. Aber ich konnte ihn sehr intensiv für kreative Arbeiten nutzen, die mir heute sehr leicht und durchgängig von der Hand gingen. Sprachliche wie grafische Kreativität und Bildphantasie waren heute gleichermaßen gefordert. Ich bin sehr froh, dies mit guten Ergebnissen abgeschlossen zu haben. Auch für das Vorankommen und die Fortschritte beim Abbau des großen Bergs an Aufgaben, die in diesem Jahr auf jeden Fall noch zu realisieren sind. Darunter sind ganz sicher auch kreative Aufgaben im Umfeld der Baumsymbolik. Ein praktisches aus dem Bereich der Manufaktur steht noch in dieser Woche wiederum an.

Zeit und Muße im späten Jahr

Es ist gut, dass dieser Sonntag wieder etwas mehr Ruhe gebracht hat. Deshalb habe ich bewusst auch darauf verzichtet, alles abzuarbeiten, was mir noch alles im Kopf herum geht und was in diesen letzten Monaten des Jahres noch anzugehen, fortzusetzen und abzuschließen ist. Wie gewohnt werden November und Dezember ziemlich arbeitsintensiv werden, das war jedenfalls in den letzten Jahren nie zu vermeiden. Wichtig wäre mir, dass alles, was ich mir in Bezug auf die Feier- und Festtage und ihre Symbolik vorgenommen habe, auch umgesetzt werden kann. Das erfordert zwar Zeit und in vielen Fällen auch Muße. Aber die versuche ich mir abzuzweigen, damit der eigentliche Sinn erhalten bleibt. Zu diesem Abzweigen gehören auch die kunsthandwerklichen Arbeiten, die bis zum Jahresende noch anstehen. Als nächstes wieder ein Klassiker, ein Lebensbaum-Armband aus einem der symbolstarken und zudem noch ästhetisch ansprechenden Hölzer der Bäume im keltischen Baumkreis.

Die Eibe und das ewige Leben

Das Erlebnis und der unvergleichliche Eindruck der Grablichter zu Allerheiligen bei Dunkelheit, die ich als Kind von der Höhe aus auf dem Rückweg vom Besuch in F, wo Ms Mutter ihre letzte Ruhestätte hatte, immer mit Faszination in mir aufgenommen habe, ist später nur selten wieder so erfahrbar gewesen. Wenn die Gelegenheit bestand bin ich in manchen Jahren zu Fuß zum Friedhof gegangen, am Abend, wenn die Lichter allein den Web wiesen, aber manchmal auch am hellen Tag, wenn andere Angehörige ihre verstorbenen Verwandten und Bekannten besuchten. Aus der eigenen Familie können wir heute niemanden mehr besuchen, deshalb ist das zuletzt eigentlich auch nicht mehr so präsent für mich gewesen. Aber in eindrücklicher Erinnerung mit einer nachhaltigen Wirkung auf meine Reflexionen über das Leben und den Tod ist mir das bis heute. Es ist schade, dass ich an diesem Allerseelentag schon wegen des ungemütlichen und krank machenden Wetters keine Gelegenheit hatte, das Thema aktiv zu durchdringen. Dennoch hoffe ich, es wird in den kommenden Tagen dieses Novemberanfang noch Gelegenheit geben. Wenn ich an die Baumsymbolik denke und an die symbolischen Implikationen einzelnen Baumarten, ist es sicherlich kein Zufall, dass gerade die Eibe mein eigentlicher Lebensbaum ist. Steht sie doch für den Ewigkeitsgedanken, für das immerwährende Leben und damit für einen Grundgedanken der christlichen Lehre. Dieses „leben, auch wenn er gestorben ist“, das wir aus dem liturgischen Text der katholischen Kirche kennen, ist für mich zweifellos das tiefgründigste Mysterium, das zu erforschen allein das ganze Leben erfüllen kann.

Allerheiligen – das Geistige vergegenwärtigen

Der christliche Allerheiligentag hat für uns immer schon Bedeutung. So haben wir diesen kirchlichen Feiertag auch als einen Tag mit besonderer Atmosphäre wahrgenommen, eben nicht wie einen normalen Freitag. Ganz anders als die Mode, die sich in den letzten 10 Jahren verstärkt auch hierzulande am Vorabend Geltung verschafft. Mit Halloween können doch die meisten älteren nicht wirklich etwas anfangen. Mir scheint, es ist einfach eine stylische Attraktion, die mit dem Gruselfaktor der einschlägigen Dekorationen und Verkleidungen zusammenhängt. Dabei steht der Name ja für All Hallows Eve und verweist insofern schon auf den Vorabend des Allerheiligenfestes, auch wenn es mit keltischen Ursprüngen in Verbindung gebracht wird. Der Nachbar, der gestern Abend und schon Wochen im Voraus sich als Halloween-Fan entpuppt hat, konnte auf den Hinweis heute Vormittag, dass wir auch für die Nachbarschaft gebetet hätten, immerhin noch den Feiertag in Erinnerung rufen, auch wenn die Bedeutung ihm wahrscheinlich fern ist oder zumindest geworden ist. Meine heutige Lektüre der Mitschrift eines der vielen Vorträge, die Rudolf Steiner vor etwa 100 Jahren in einer englischen Kleinstadt gehalten hat, widmet sich genau diesem Thema, nicht den Heiligen, aber eben dem Leben nach dem Tod und der geistigen Verfasstheit und den Vorgängen in dieser Phase zwischen zwei irdischen Existenzen. Das ist für mich eine wertvolle Ergänzung zu dem, was uns christliche Lehre zum Tod der Heiligen wie aller anderen Seelen mitzuteilen hat. Vieles davon hat etwas Tröstliches und Hoffnungsvolles. Nur die Vorstellung von Eindimensionalität ist für mich eine abstrakte. Ich kann mir das als Sinnenmensch nur schwer vorstellen. Alles u. a. visuell in dieser Existenz Wahrnehmbare so nicht mehr fassen zu können, einen Baum nicht mehr zu „sehen“, sondern quasi durchdrungen zu sein mit dem Geistigen, das auch den Baum ausmacht, gehört in den Bereich dessen, was eben das Überschreiten der irdischen Schwelle voraussetzt. Aber tröstlich ist eben auch die Vorstellung, dass alles, was wir hier sehen, hören, in irgendeiner Form wahrnehmen und sinnlich verarbeiten in die Entwicklung jenseits der Schwelle hineinwirkt und dort wiederum verarbeitet, rekapituliert wird, um eine neue, die nächste Existenz außerhalb des rein Geistigen vorzubereiten. Denn das macht auch schon in der Sinnenwelt das Geistige präsent und erahnbar.

Ein sehr dürftiges Sonnenjahr

Die erhoffte Fortsetzung der Sonnentage zum Monatsende ist leider ausgeblieben. So schleppt sich das Minus der jährlichen Sonnenstundenbilanz weiter, möglicherweise bis zum Wochenende, was wohl das schlechteste Sonnenjahr seit mindestens 15 Jahren bedeutet. Die Leute verwechseln das immer, weil so viel von der Erhöhung der durchschnittlichen Jahrestemperatur die Rede ist, bei der jedes Jahr wieder einen Rekord bereithält. Aber die Temperaturen sagen eben nichts über die Sonnenstrahlung, ihre Intensität und Dauer aus. Die Dauer war in diesem Jahr sehr dürftig, eigentlich das ganze Jahr über, und gerade im Sommer. Und die Intensität war, wie ich aus meinen Messaufzeichnungen weiß, auch unterdurchschnittlich. Ein Sonnenjahr zum Vergessen eigentlich. Für die Bäume war es dennoch ganz gut, weil das Mehr an Regen auch während des Sommers ihrer Erholung nach Jahren mit heftigen Hitzeschäden zuträglich war. Nur deshalb lässt sich an diesem Einheitswetter und dem viel zu viel an Regen noch etwas Positives ablesen. Für das neue Jahr wünsche ich mir aber eine Rückkehr zu dem, was wir vor 30 Jahren unter Jahreszeiten verstanden haben und noch genießen konnten.

Familiäre Verbundenheit zum Ausdruck bringen und unterstützen

Die Vater, Mutter & Kind Armband-Sets sind immer ziemlich zeitaufwändig, aber heute Abend konnte ich das jüngste Set fertigstellen. Und diese Symbolarmbandform gehört ohnehin zu denen, die ich am spannendsten finde. Gerade weil eine ganze junge Familie sie trägt und die Armbänder damit ein Stück Lebensweg von gleich drei Menschen begleiten, die aufs engste miteinander verbunden und sich zugeneigt sind. Es ist einfach schön, wenn ich mit meinen Manufakturarbeiten die Verbundenheit in dieser sehr individuellen und direkt am Körper tragbaren Ausformung zum Ausdruck bringen und unterstützen kann. Vielleicht ja kommen vor Weihnachten noch weitere Anfragen für diesen Armbandtypus. Dann käme zu der familiären Symbolik noch die verstärkende und unvergleichliche des Weihnachtsfestes hinzu.

Zauberhaftes Herbstblätterlicht

Zumindest auf dem Rückweg von M. konnte ich am Nachmittag, als einmal für kurze Zeit die Sonne herauskam und diese fast unwirkliche Atmosphäre verbreitete, die etwas Zauberhaftes an sich hat, konnte ich die richtig schönen Eindrücke des Baumherbstes wahrnehmen. Vor allem die Reihe der Spitzahorne am Straßenrand, die seit der Pflanzung vor ca. 15 Jahren dort sehr dominante geworden sind, leuchtete im warmen Nachmittagslicht wunderbar in bräunlich-gelblich-rötlichen Tönen. Das Schöne dabei ist ja gerade die Helligkeit, die durch die Reflexion von den schon ganz undurchlässig und spröde gewordenen Herbstblättern abgeht. Ich hoffe, es wird bis zum Wochenende reichen. Dann könnten doch noch neue Herbstbilder entstehen, vielleicht ja auch schon früher, über Allerheiligen.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.