In ungewohnter Umgebung

Es ist das erste Mal, dass ich das Tagebuch nicht zu Hause schreibe. Notgedrungen könnte man sagen, und tatsächlich ist es nicht ganz leicht, sich in einem Krankenhauszimmer auf die Baumerlebnisse des Tages zu konzentrieren. Dabei waren sie durchaus vorhanden, wenn auch diffuser als sonst: Das Gespräch mit dem Zimmergenossen über die heimische Landschaft und das Wandern in Wäldern der Region; Das Buch über Wangari Maathai, die kenianische Friedensnobelpreisträgerin von 2004, welche als ,,Mutter der Bäume” in den Medien präsent ist; Der Spaziergang durch L. auf dem ich radikal gekappte Weißdornsträuchern, blühenden Stechpalmen und – merkwürdigerweise – solchen mit ausgereiften Beeren begegnet bin. Morgen wird es hier etwas stressig, aber ich hoffe, dass ich am Nachmittag meine Erkundigungen fortsetzen kann.

Tagebuchauf Reisen

Es freut mich, dass zunehmend mehr Besucher auch ins Baumtagebuch sehen und somit an meinen ganz privaten Baumerlebnissen teilhaben. Leider habe ich in den kommenden vierzehn Tagen keine Möglichkeit, es online zu ergänzen. Ich will dennoch versuchen, das Projekt auf Papier fortzuführen und werde die Eintragungen später an dieser Stelle ergänzen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bäume mich in der Zwischenzeit nicht verlassen. Aber das ist sehr unwahrscheinlich.

Geheimnisvoller Tulpenbaum

Eine wichtige Rarität fehlt mir noch in meiner Sammlung der Blütenmotive. Der Tulpenbaum ist recht launisch und ziemlich unberechenbar. Im Rund der acht Tulpenbäume am Ruheplatz in D. trägt zurzeit nur einer, und ausgerechnet einer der kleinsten, deutlich erkennbare Blütenknospen. Nicht aber die beiden, die in den beiden Vorjahren die ersten Exemplare haben sichtbar werden lassen. Zumindest andeutungsweise. Denn geöffnet haben sie sich nicht, darauf habe ich den ganzen Sommer über vergeblich gewartet. Offenbar war die Kraft der noch recht jungen Bäume nicht ausreichend, den letzten Schritt, das Aufspringen der grünen Blütenhüllen, zu ermöglichen. Vielmehr blieben sie geschlossen, nahmen im Herbst eine dunkelbraune Färbung an, und lösten sich im Winter in Ihre Bestandteile auf, übrig nur eine Art Stiel, der jetzt noch zu sehen ist. Umso gespannter bin ich, ob die recht zahlreichen Blüten dieses kleinen Exemplars den Mut haben, ihr Innerstes zu offenbaren. Die Abbildungen in Baum-Büchern lassen eine wirklich schöne Blüte erwarten, die tatsächlich mit viel Wohlwollen mit der Tulpenform verglichen werden kann, wodurch der Baum ja auch seinen Namen hat. So hoffe ich nur, dass sie sich nicht gerade während der nächsten 14 Tage öffnen, während ich unterwegs bin. Sollte ich den richtigen Zeitpunkt erwischen, bleibt noch ein zweites Problem: Wie kann ich das Objektiv von oben auf das Motiv richten? Ohne Leiter wird es kaum möglich sein, es sei denn ich kann einen Ast herunter biegen und auf die Art etwas nachhelfen.

Baum-Stationen

Das Licht hat es heute gut mit uns gemeint. Gute Voraussetzung fürs Fotografieren. Nun ist es mir gelungen, einige Blüten der Stechpalme ausfindig zu machen, die sich in der richtigen Phase der Entwicklung befinden. Zusammen mit Blütenfotografien der Rot-Eiche und des Kaukasischen Flügelnuss habe ich sie inzwischen in meine Übersicht auf der Baum-Blüten-Seite aufgenommen. Bei einem zweiten Spaziergang konnte ich nicht umhin, die Birkenstümpfe festzuhalten, die mich jedes Mal wieder neu aufregen. Wenigstens die schönen Exemplare vor dem Kindergarten stehen noch und reflektieren mit ihren mächtigen Kronen flirrend das Sonnenlicht. Was mit den Blüten des Bergahorns ist, weiß ich nicht so recht: Kommen die noch oder sind sie schon verblüht, in diesem Jahr sind sie kaum erkennbar, nur noch in Rudimenten und an manchen Bäumen gar nicht. Dabei wollte ich die missglückten Versuche des Vorjahres korrigieren und das schwierige Motiv endlich im natürlichen Licht erfassen.

Birken-Wurzel

Frühjahrsblumen und -bäume

Das war der Tag der Frühjahrsblumen. Eher untypisch, denn anders als in den Vorjahren war das Wetter heute mehr als durchwachsen, da mussten wir bei heftigstem Regen öfter mal eine Pause einlegen, bis die Sonne in gleicher Stärke wieder zum Vorschein kam. Trotzdem haben wir alle Pflanzen in die entsprechenden Kübel und Tröge verpflanzt, einige auch schon an Ort und Stelle vor dem Haus platziert. Für die restlichen ist es uns noch zu unbeständig: Bodenfrost ist für die kommende Nacht vorher gesagt, da können die frisch eingepflanzten Blumen schon mal ein Schlag weg bekommen, und das muss nun nicht gerade sein. Am unkompliziertesten von allem sind die unterzähligen ,,Bäume”, die an drei Stellen die Sandsteintröge bevölkern: Ein Schein-Hasel, der von Jahr zu Jahr mehr Raum fordert, und nun gerade noch genug Platz für eine Blume an der anderen Ecke des Trogs freilässt – den habe ich etwas gestutzt. Ein Kriechwacholder, der seinem Namen alle Ehre macht, denn er streckte seine Ausläufer inzwischen Richtung Boden, und musste deshalb auch stark beschnitten werden. Und mein Liebling, ein Zwerg-Säulen-Wacholder, die Miniaturausführung dieser Ehrfurcht gebietenden haushohen und schlanken Wächter, die ich so bewundere. Auch wenn er so klein ist und kaum an Ausdehnung und Höhe gewinnt, bleibt er für mich ein wichtiger Beschützer, der mich das ganze Jahr über in seiner konstanten Immergrüne erfreut.

Die neue Kraft

Die ersten zarten Sprosse sind an den radikal gekappten Schnittstellen der Allee-Platanen in D. bereits zu sehen. So hat es nur wenige Wochen gedauert, bis die Regenerationskraft der Bäume sich erneut durchsetzen konnte. Und dann kann es sehr schnell gehen, unversehens schießen die neuen Äste wie Pfeile in den Raum, und kurze Zeit später kommen die Blätter, die im Sommerlicht diese wunderbare Transparenz ausbilden, die für mich das Licht-Grün des Sommers wesentlich mitprägt. Eine Frage der letzten Wochen ist nun auch beantwortet: Warum wurden alle Platanen der Reihe systematisch geschnitten, während nur ca. 4 an der Rückseite der Kirche unberührt blieben. Meine Vermutung, dass sich dabei jemand etwas gedacht haben könnte, wurde heute widerlegt, denn die Gemeindearbeiter haben sich nun auch diese letzten Exemplare vorgenommen. Die Armen werden nun aber wohl hinterherhinken und ihre Mühe haben, den Vorsprung der Baum-Genossen aufzuholen.

Neue Wunsch- und Interessenbilder

In jüngster Zeit geschieht es häufiger, dass Forenbeiträge auf meine Wunschbaum-Seite verlinken. Das führt dann zu einer plötzlichen Anhäufung von Wünschen, die ich sogleich zu illustrieren versuche. So viele Wunschzettel wie heute hatte ich allerdings noch nie. Das artet schon ich Stress aus. Aber spannend bleibt es trotzdem, vor allem, weil ich mit Wunsch- und Interessenbildern in Kontakt komme, die mir selber, und vielleicht auch vielen Lesern der Seite, so nicht vertraut wären. Insofern wird die Seite zunehmend deutlicher ihrer Intention gerecht: Kommunikationen zu ermöglichen, die – geknüpft an die Symbolik der Bäume – ohne sie nicht entstehen könnten.

Baumgeheimnisse

Bevor sie diese ausgebuchtete vollplastische Form entwickeln, haben die Früchte der Magnolie etwas Zapfenartiges. Nur schlanker und geschlossener. Wegen des durchwachsenen Wetters hatte ich in den letzten Tagen zwar kein Glück beim Fotografieren, aber ganz nebenbei beobachte ich doch immer wieder etwas an den Bäumen, das mir neu und überraschend erscheint. So schnell können sich einzelne Wachstumsphasen gestalten, dass man sie leicht verpasst. Und plötzlich ist aus der Blüte die Frucht oder aus der Knospe das Blatt geworden, manchmal über Nacht. Ich versuche, meine Beobachtungsschärfe zu verbessern, damit ich auch diese schnellen Veränderungen erfassen kann. Ein Weg, dem Geheimnis der Bäume schrittweise näher zu kommen.

Hochzeit der Baumblüten

Endlich ist es mir gelungen, die kleinen Blüten der Stechpalme zu fotografieren. Letztes Jahr hatte ich sie knapp verpasst. Aber es ist schwierig, eine scharfe Einstellung hinzukriegen, sind wohl etwas zu klein für mein Zoom.

Stechpalmenblüte

Wunderbar sind zurzeit auch die Kerzenblüten der weiß blühenden Rosskastanie.

Rosskastanienblüte

Die gehört zum opulentesten und unwahrscheinlichsten, was ich überhaupt von heimischen Bäumen her kenne. Wenn ich malen könnte, würde ich mich mit einem Makro dieses Gewächses in Öl versuchen. Das würde monumental gehalten einen gewaltigen Eindruck vermitteln.

Blüten

Und da sind dann noch zahlreiche Sträucher mit wunderbaren Blüten, die ich leider nicht identifizieren kann, dazu kenne ich mich mit den Sträuchern nicht gut genug aus. Einer davon ähnelt dem Weißdorn, was die Blüte betrifft. Der blüht neben der Eberesche zurzeit auch schon. Wie es scheint überschlägt sich der Frühling in diesen Tagen.

Die Kraft der alten Linde

J. musste heute zum dritten Mal für ihre Therapie ins Krankenhaus. Wir wünschen ihr nichts mehr, als dass sie das ,,blaue Wunder” diesmal besser verträgt und nicht die extreme Übelkeit wie bei den letzten Malen entwickelt. Sie ist wahrlich belastet genug, dass müsste nicht auch noch sein. Vorhin saßen M. und ich mit ihr im Innenhof der Klinik und haben eine Stunde lang geredet, wir freuen uns so sehr, dass das wieder möglich ist, auch das ist nicht selbstverständlich. Möge der alte und mächtige Lindenbaum, unter dem die Parkbank stand J. ihre ganze Kraft übertragen, und wenn es nur für diese 3 Tage ist. Und sie möge alles abmildern, was J. schaden und angreifen könnte, alles aber stärken, was sie stärkt und aufbaut. Alle Geister der Natur mögen sie bei dieser heilenden Tat unterstützen!

Das Erkennen des Lebensbaums

Beim Spaziergang habe ich die Feiertagsatmosphäre wahrgenommen. Viele Menschen sind unterwegs an diesem Tag, bei wunderschönem Wetter und dem ersten Tag des Jahres, von dem man behaupten könnte, es sei sommerlich – wenn wir uns auch erst im Frühjahr bewegen. Und so hat auch die Hinterm-Haus-Sitzen-Saison bei uns zuhause begonnen, ein schöner Rahmen für das familiäre Zusammensein, zudem einer, der mir diesen Panoramablick auf den – wenn auch kleinen – Garten ermöglicht. Einen der Begrenzungspunkte des Blicks bildet der kleine Buchsbaum, der so alt ist, wie ich denken kann, und wahrscheinlich noch ein paar Jahre älter. Immer schon haben wir den ,,Palm” daraus geschnitten, der nach dem Segen des Palmsonntags das ganze Jahr über die Türkreuze im Haus ziert. Wenn man es nicht besser wüsste, man käme nicht auf den Gedanken, dass es sich um einen ca. 40 Jahre alten Baum handelt. Höher als ein Strauch ist er nie geworden, das dünne und kurze Stämmchen misst bestimmt nicht mehr als 6 cm im Durchmesser. Keine Ahnung, vielleicht liegt es an der Art, soviel ich weiß gibt es klein- und großblättrige Varianten. Vielleicht aber auch an seinem Standort: in der Ecke des Gartens, auf der einen Seite die Wand des Hühnerhauses und auf der angrenzenden die hohe Zypressenhecke, so steht er ständig im Halbschatten, erhält er sein Licht nur von zwei Richtungen. Eine treuer und zäher Lebensbegleiter und wenn ich mir das so richtig überlege, unter den Bäumen meiner häuslichen Umgebung der einzig richtige ,,Lebensbaum”, wenn er auch nicht anlässlich meiner Geburt gepflanzt wurde, er hat mein bisheriges Leben begleitet, und außerdem zeichnen ihn einige Eigenschaften aus, die ich auch auf mich beziehen kann: eine ausgeprägte Zähigkeit, Beständigkeit und ein unbedingter Selbstbehauptungswillen auch unter widrigen Bedingungen. Einer, der so leicht nicht unterzukriegen ist, und der – meist unauffällig – da ist, wenn man ihn braucht. Seltsam, dass mir diese Verwandtschaft bisher nie in den Sinn gekommen ist. Ja, die Buchsbäume gehören ab sofort zu meinen Lieblingsarten, neben den Eiben, den Erlen und den Wacholdern.

Renaissance des Maibaum-Brauchs?

Wenn M. mich vorhin nicht daran erinnert hätte, wäre es mir beinahe entgangen: Heute steht die Hexennacht bevor. Die Spuk- und Lustige-Scherze-Lust der jugendlichen Bevölkerung hat freilich schon seit einigen Jahren stark nachgelassen. Selbst das, was früher ohnehin meist einfallslos oder ärgerlich ausgefallen war und eigentlich nichts mehr mit dem eigentlichen Sinn dieser Nacht verband, ist den Leuten inzwischen schon zuviel geworden. Und so wird auch der folgende v. a. als freier Tag geschätzt, besonders bei so schönem Wetter, denn dann fällt es leicht, den Weg zu einer der zahlreichen 1. Mai-Veranstaltungen einzuschlagen. Vielleicht muss man es aber doch etwas differenzierter sehen: Das Interesse, zumindest theoretisch und äußerlich, an den Mai-Bräuchen scheint auf der anderen Seite wieder zu wachsen. Heute las ich in der Tageszeitung, dass in Deutschland in diesem Jahr 35.000 Maibäume von der meist männlichen Brauchtumsfreunden aufgestellt werden, und zwar in Anknüpfung an die Tradition des ,,Maien-Steckens”, dieser alten Form des frühjahrlichen Gunst-Erweisens, ausgehend von einem Verehrer und gerichtet an ein Mädchen oder eine junge Frau der Wahl. Dazu werden meist junge Birken bzw. auch nur Zweige davon oder Fichten verwendet. Dazu kommen natürliche noch die großen Maibäume, die mit oder ohne lokale Tradition und mehr oder weniger aufwändig gestaltet an zentralen Plätzen zum 1. Mai aufgestellt werden. Ich habe das alles in meinem Text zum Brauchtum des Maibaums aufs ausführlichste erläutert: www.wunschbaum.de/maibaum.htm Und es freut mich, dass dieser Text jedes Jahr wieder aufs Neue auf großes Interesse stößt. In diesem Jahr wird dieses Interesse wohl zu einem vorläufigen Rekord in der Zugriffsstatistik von www.wunschbaum.de führen.

Wunderbare Wandlungen

Unglaublich, wie schnell sich die Frucht aus der Blüte heraus entwickeln kann. Vor wenigen Tagen noch habe ich die auffallend bunten Blüten des dunkelrot beblätterten Ahornbaums im D.er Park fotografiert. Als ich heute einen Blick auf den Baum warf, hatte er schon ein opulentes Blätterdach ausgebildet, das mir über die Sommermonate wieder einen wunderbaren Schatten während der Mittagspause spenden wird. Was mich aber meisten überrascht hat, waren die schon sichtbaren, zwar noch kleinen, aber voll ausgebildeten Flügelfrüchte. Und ich fragte mich, wo die Blüten geblieben sind, die ja eine ganz andere Form besitzen. Tatsächlich keine Spur mehr davon, als ob sie nie existiert hätten. Das sind Wunder, diese unglaublichen Verwandlungen in der Natur, die ich an den Bäumen so schön zu beobachten in der Lage bin. Ich freue mich auf vieles, was der Frühling noch an Verwandlungen zu bieten hat. Und wünsche mir, dass er einiges von seiner Kraft auch auf die Menschen überträgt, die dieser Energie von Außen in besonderer Weise bedürfen.

Das Ende der Zivilisationsklischees

Ich glaube, die Vegetation erobert langsam aber sicher immer größere Teile unserer überzivilisierten Welt. Interessanterweise macht das auch vor dem Gegenpol, den großen Industrieanlagen z. B. nicht Halt. Bei dem Versuch jedenfalls, möglichst typische Außenansichten der Dillinger Hütte einzufangen – wir benötigen diese Ansichten für den Entwurf eines neuen Lern-Malheftes zum Thema Stahl – hatte ich alle Mühe, einige Motive ins Bild zu setzen, in denen nicht irgendein Ast oder Grünzeug von der Seite aus hineinragte. Und aus der Fernperspektive wirkt die ganze Hütte sowieso wie mitten in den Wald hinein gesetzt. So etwas finde ich schön, es zeigt, dass die alten Klischees und immer wieder postulierten Bedrohungs-Szenarien in dieser platten Form einfach nicht mehr greifen. Längst ist (zumindest in Deutschland) eine Gegenbewegung in Gang gekommen, für viele unmerklich, aber dennoch deutlich erkennbar. Eine Bewegung Richtung Natur, die die ohnehin in den Köpfen seit zwei Jahrzehnten gewachsene größere Bewusstheit im Außen spiegelt. Und im Zuge einer sich rückwärts entwickelnden nationalen Wirtschaft erhält diese Beobachtung einen zusätzlichen Signalcharakter: Es gibt noch soviel anderes, nicht nur Geld verdienen, ökonomisches Wachstum und technologische Innovation. All das andere, was unsere Vorfahren, in bestimmten Zeiten mehr, in anderen weniger ausgeprägt, beachtet und geachtet haben, ist heute noch Bestandteil unserer Lebenswelt, den wir wieder sehen lernen müssen. Und der uns neue Dimensionen des Denkens, neue Aufgabenfelder, neue Lebensorientierungen vermittelt, die uns wieder zu einem lebenswerteren Leben zurückführen könnten. Ohne Anstrengung und Wollen wird das allerdings nicht gelingen.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.