Späte Gartenbäume

Alles Grün beginnt jetzt im Garten zu wuchern. Die Efeuhecken haben in den beiden vergangenen Wochen enorm viel junge Blätter gebildet und drohen mal wieder zu opulent zu werden. Da ist ein Rückschnitt dringend erforderlich, wohlwissend, dass es nicht der letzte Wachstumsschub dieses Jahres gewesen sein wird. Erfreulicherweise kommen jetzt dank der Sonne auch die Gartenbäume stärker in Tritt, lassen endlich ihre Blätter wachsen, auf eine stabile Witterung in nächster Zukunft vertrauend. Und auch die Sommerblumen gedeihen gut, nur dass die extreme Sonneneinstrahlung in ihrem aktuellen Wachstumszustand noch nicht gut vertragen. Da müssen wir immer wieder etwas abpflücken, was in der Sonne verdorrt war oder das Pflanzgefäß etwas verschieben, um zu starke Einstrahlung zu verhindern. Aber ich gieße auch regelmäßig und schon jetzt recht viel, und zwischendurch ist uns ja immer noch auch wechselhaftes Regenwetter vergönnt, über das sich alle Grünpflanzen sehr freuen.

Die lichtreichsten Tage

Es war wieder so ein extrem sonnenreicher Tag, ähnlich gestern, auch wenn ich einen Blick auf die Fotovoltaik werfe. Und tatsächlich, beim Blick auf die Statistik stelle ich fest, dass während des Mais und Anfang Juni regelmäßig die sonnenlichtintensivsten Tage des ganzen Jahres fallen. Im Hochsommer sind in der Regel solche Spitzenwerte in Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung nicht mehr zu erwarten. Aber natürlich ist das nur die Seite der Zahlen. Viel wichtiger für uns ist die belebende Wirkung von so viel Licht, und dass dieser Durchbruch des Frühlings bzw. Frühsommers die Stimmung der Menschen verbessern kann. So hoffen wir auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Sonnenlichts über die Sommermonate und dass die Extreme der letzten Jahre ausbleiben. Die sind für Menschen und Pflanzen, ganz besonders für die Bäume, nämlich eher belastend gewesen.

Reizvolle Naturdetails

An dem ersten Frühsommertag, der wirklich durchgehend sonnig ausfiel, waren viele Menschen unterwegs. Man sah ihnen förmlich an, wie sie die Bewegung in der Landschaft, bei Sonne und angenehmer Wärme genießen. So wie es sich in den vergangenen Tag angekündigt hatte. Das wirkt der sich gerade wieder auflösenden Krisenstimmung weiter entgegen, wohl mehr als manche administrative Maßnahme. Auf meinem Lieblingsweg habe ich wieder einmal, wie zuletzt häufiger über die Sommermonate, den Reiz der Wiesenkräuter als fotografisches Motiv erkannt und einige Versuche unternommen. Die Ergebnisse sind vereinzelt auch ganz gelungen, mehr ist bei diesem komplexen Motivfeld nicht zu erwarten, hängt das Gelingen doch sehr stark vom Zufall ab, gerade weil die natürlichen Strukturen in so einer Wiese enorm vielgestaltig und sich überlagernd sind, so dass ganze Serien notwendig sind, aus denen am Ende einige wirklich gute Einstellungen herausgefiltert werden können. Unter den so ausgefilterten Motiven sind aber durchaus solche, die in ihrer natürlichen Eindrücklichkeit manches Baumdetailfoto noch übertreffen können. Aber auch bei den Bäumen tut sich wieder etwas. Heute besonders auffällig schien mir die zwar wie immer unauffällige Blüte des Pfaffenhütchen-Strauchs, die aber außerordentlich üppig ausfällt und im Spätsommer sehr viele rosa-orangene Pfaffenhütchen erwarten lässt.

Blüte des Pfaffenhütchens im Frühling 2021

Etappenziel zum Sommergarten erreicht

Ausnahmsweise war ich an diesem Wochenende einmal nicht kunsthandwerklich beansprucht. So konnte ich mich heute der Gartenarbeit widmen. Eigentlich überfällig, aber die Vorbereitungen waren ja schon gemacht, und für diesen Teil der Arbeit, dem Einpflanzen der vorgezogenen Blumen und Stauden, dem Umpflanzen anderer Gewächse, Auffüllen von Rindenmulch und der Aussaat weiterer Arten in die Gartenerde war erst jetzt wieder Gelegenheit, an dem ersten wirklich sonnenreichen Tag seit Wochen. Auch die Vorhersagen lassen auf einen Start in den Frühsommer hoffen, was den Pflanzen einen Wachstumsschub verleihen wird. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt weit fortgeschritten sind mit dem Anlegen und Ausgestalten unseres Sommergartens. Es passt zu der eigentümlichen Verzögerung in diesem Jahr, dass auch die Gartenbäume für die Zeit noch wenig entwickelt sind. Der Walnussbaum, der Ginkgo, die Feigenbäume, erst recht die Gleditschien haben zwar schon Blätter ausgebildet, die sind aber noch winzig und wollen nicht richtig voran. Und dann ist da dieser skurril wirkende Umstand, dass bei einigen Arten schon Früchte erscheinen, bevor überhaupt Blätter richtig ausgebreitet sind. Überdeutlich beobachten wir das bei dem kleinen Pfirsichbaum. Der trug schon im Vorjahr für sein geringes Alter erstaunlich viele große Früchte. Und wenn in diesem Jahr alle zur Reife kommen, die jetzt schon als kleine grüne Kugeln zu sehen sind, wird das eine Wahnsinnspfirsichernte. V. meint, dass es für die Zwetschgen und Mirabellen in diesem Sommer auch sehr gut aussieht. Klasse, das bedeutet viele leckere Hefekuchen, die wir einfrieren und übers Jahr genießen können.

Kurs auf Frühsommer

Es geht nun doch endlich in Richtung Frühsommer. Einige Sommerblumen konnte ich heute noch nachkaufen, eine für den noch nicht bestückten Pflanztopf bei uns und die übrigen für J., da das dieses Jahr mit der Pflanzenlieferung nicht funktioniert hat. V. ist guten Mutes, dass die Honigsaison jetzt endlich beginnen kann, nachdem die eigentlich gute Frühtracht vollständig ins Wasser gefallen war bzw. die Bienen den Honig selbst verspeist hatten. Mit wärmerem und sonnenreicherem Wetter wird sich das Blatt hoffentlich wenden. Jetzt wohl v. a. mit Weißdorn und bald auch mit Robinienblüten. Eine merkwürdige Beobachtung hat V. bei unserem Maulbeerbaum gemacht. Obwohl er bisher kaum Blätter ausgebildet hat, sollen sich bereits Früchte, zwar noch winzig, an den Ästen zeigen. Den Baum hatte ich erstmals seit Jahren im Frühjahr nicht zurückgeschnitten. Aber dass es daran liegen sollte, kann ich nicht glauben. Und warum jetzt schon Früchte erscheinen, kommt mir ebenfalls seltsam vor. Wir müssen das noch genauer im Auge behalten.

Wechselseitige Spiegelung

Die technisch-digitalen Aufgaben nehmen mich wieder einmal vollständig in Beschlag. Ein Thema, das mich in diesem Jahr noch sehr lange und intensiv beschäftigen wird. Umso mehr kann ich die Zwischenzeiten genießen, wenn das Wetter und die Zeit es denn zulassen, in denen ich einfach raus in die Landschaft gehe, beobachte, fotografiere und Eindrücke an und um die Bäume herum sammle. Diese Eindrücke sind immer wieder anders und eigentlich unerschöpflich, so wie die Bäume selbst diese universelle Symbolkraft und eindrückliche Individualität verkörpern, die sich im Zeitverlauf und abhängig von Umweltveränderungen ebenfalls mit verändert. Es ist spannend die Veränderungen und Entwicklungen im natürlichen Außen mit der eigenen Entwicklung parallel zu betrachten und aus dieser wechselseitigen Spiegelung Erkenntnisse zu gewinnen.

Durchhaltespezialisten

Die Krisenlethargie hat sich unter den Menschen schon sehr breit gemacht. Das kommt aus fast jedem Gespräch zum Vorschein und ist schlicht auch schon äußerlich am Verhalten ablesbar. Und doch gibt es diese vereinzelten Signale, die nach einer Annäherung an Normalität denken lassen. Und es gibt, wie schon mehrfach in den vergangenen 15 Monaten, das Gefühl, nach so langer Durststrecke und endloser Krisendiskussion müsse es doch quasi zwangsläufig eine Entspannung geben. Dieses Gefühl hat wenig mit Tatsachen und tatsächlichen Entwicklungen zu tun, es ist eher Ausfluss einer Selbsterhaltungs- und Überlebensstrategie. Mein persönliches Durchhalten hat viel mit meinem Lebensthema zu tun. Die Bäume und ihre Symbolik verkörpern eigentlich selbst diese Eigenschaft, sich an ihrem bleibenden Standort mit allen dort wirksamen Verhältnissen zu arrangieren und unter den gegebenen Bedingungen ihre je eigene Individualität zu entwickeln. Daraus lässt sich durch symbolische Spiegelung nicht nur in Krisenzeiten viel lernen. Ich freue mich sehr, dass ich diese symbolische Leistung der Bäume immer wieder in unterschiedlichen Projekten zum Thema machen und damit kommunikative Wirkung entfalten kann.

Geistige Trostlosigkeit

Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Aura seiner Lebenszeit beschäftigt mich auch nach Abschluss der Autobiografie-Lektüre sehr. Wenn ich mir das vor Augen führe, welches Niveau der Auflösung und des Weitblicks damals schon im Raum stand und sich in vielen Lebensbereichen hätte weiterentwickeln können, erscheinen mir die rund 100 Jahre seit seinem Tod wie ein enttäuschender Rückschritt. Denn heute sind welt- und geistfremd wirkende blinde Wissenschaftsgläubigkeit und reines Oberflächendenken derart dominant, dass man kaum glauben kann, die Erkenntnisfähigkeit war schon einmal sehr viel tiefer- und weitergehend. Eben so, dass so etwas wie geistiger Fortschritt, der bewusst reflektiert sich entwickelt, nach weiteren hundert Jahren eigentlich schon wieder ein Stück weiter fortgeschritten sein könnte. Nur davon kann ich kaum etwas erkennen. Es wirkt alles wie ein krampfhaftes Insistieren auf Denkarten und Wahrnehmungsformen, die längst überholt sind, auch im Bewusstsein der Menschen. Wenn in solchen Krisenzeiten wie dieser selbst künstlerische Beiträge, die eine Brücke bilden könnten, quasi auf Eis gelegt sind, tritt diese geistige Trostlosigkeit erst recht hervor. Einen Ausweg und ein mögliches Anknüpfen an frühere Entwicklungsstände sehe ich dann vom Ende der Krise abhängig. Aber auch jetzt schon kann die bei vielen bewusstere Naturbeobachtung dazu beitragen, und mit ihr auch die Beiträge, die ich im Zusammenhang mit diversen Wunschbaum-Projekten veröffentliche und als interaktive oder praktisch verwendbare Angebote in den Raum stelle.

Symbolische Präsenz und geistiger Lebensquell

M. hat die künstlichen Pfingstrosen noch einmal neu arrangiert, nachdem sie gestern zu gedrängt in der Vase zusammenstanden und ihre symbolische Präsenz gelitten hatte. Heute erschienen sie weiter ausladend und gleichmäßig zueinander angeordnet, fast wie natürlich wirkend. Am wichtigsten ist aber ihre vegetative Symbolik und natürlich ihre Wahrnehmung während der Pfingstfeiertage selbst. Ich finde es tröstlich, dass uns solche Akzentuierungen und das bewusste Pflegen von Traditionen möglich sind und wir dies auch bewusst in uns aufnehmen können. Das gehört zu den Dingen, die der Familie einen besonderen Zusammenhalt geben, ähnlich den Pflanzen im Garten und allem, was damit an Arbeiten und Freuden zusammenhängt. Themen, die uns schon viele Jahre gemeinsam beschäftigen und die wir nicht nur als Thema und Beschäftigung im Rentenalter oder der Freizeit betrachten. Es liegt eine große Chance für unser aller Entwicklung darin, aus vegetativer Lebenssymbolik zum einen das Gemeinsame, zum anderen, was eigentlich dasselbe ist, die geistigen Quellen des Lebens im und für den Alltag zu erschließen.

Kontemplativer Feiertag mit Frühsommerimpressionen

Ein schöner Feiertag, der vielleicht nicht die oft so sonnenreiche Pfingstwitterung mitbrachte, aber doch die kontemplative Grundstimmung, die ich an Feiertagen generell schätze. Der Gottesdienst am gestrigen Abend hat uns den Sinn des Festes erneut in Erinnerung gerufen, der für uns ohnehin präsent ist und sicher nicht geringer eingeschätzt wird als der des Osterfestes. Gerade in der Krisenzeit finde ich Feiertage besonders wichtig. Wie immer ist es aber notwendig, dass man das Besondere des Feiertags bewusst wahrnimmt. Vielleicht wird diese Fähigkeit während der Krise befördert, ich würde es mir wünschen, gerade weil für mich sich Feiertage immer schon anders anfühlen und ich darin immer schon einen Gewinn erkannt habe. Selbst habe ich diese Stimmung heute genutzt, um die Lektüre von Rudolf Steiners Autobiografie abzuschließen, die gerade in den letzten Kapiteln sehr aufschlussreich für sein Werk und Wirken war. Allzu schade, dass sie unvollendet geblieben ist und gerade die letzten ca. 15 Jahre seines Lebens nicht mehr aus der eigenen Perspektive des Geistesforschers erschlossen werden können. Was sie aber enthält, hilft mir sehr, sein Werk besser zu verstehen und mich gezielt auch einzelnen Werkphasen eingehender zu widmen. Für M. habe ich zwei der schönsten Mohnblüten-Weisen-Impressionen im Format 30 x 45 cm ausgedruckt, was der neue Drucker möglich machte und in rahmenlose Bilderhalter gefasst. Für den dritten Rahmen habe ich die ältere Nahaufnahme der Spitzahornblüte ausgesucht, der im selben Format erscheint. Beides passt gut in die Jahreszeit, die Mohnblüten sind allerdings etwas vorgegriffen, kommen eigentlich in der Form erst im Juni/Juli, während die Spitzahornblüte schon fast vergangen ist. Aber die Jahreszeit wird mit den beiden Motiven ganz gut abgesteckt, vor allem das besondere Licht und die Farben des Frühsommers.

Verrückter Mai

Gut, dass wir die Blumen schon gestern vollständig verteilen und einpflanzen konnten. Heute wäre das Wetter wieder ungeeignet gewesen, wie an so vielen Tagen in diesem ins Wasser gefallenen bisherigen Mai. Auch ist es wohl noch nie der Fall gewesen, dass ich mein Kelleratelier noch in der zweite Maihälfte beibehalten und mit dem Arbeitsplatz nicht ins Freie ziehen konnte. Dabei gehört gerade diese Jahreszeit gewöhnlich zu den schönsten für die Holzarbeit. Einfach weil das Licht und die Wärme dann in schöne Kongruenz mit der Ausstrahlung und Energie der Hölzer treten, als Repräsentanten der lebenden Baumarten sozusagen. So setzt sich aktuell eben noch der eher nach innen gerichtete Modus der kunsthandwerklichen Arbeit mit verschiedenen Holzarten fort. Ein verrücktes Jahr.

Die Sommerblumen sind auf den Weg gebracht

Eine gute Mischung für einen Einundzwanzigsten. Am Vormittag Projektarbeit und der Nachmittag war mit zunächst vorbereitender Manufakturarbeit mit Holz und danach mit Blumenpflanzen und zuvor Blumenerde austauschen ausgefüllt. Morgen kann ich dann als kreative Einleitung der Feiertage die interessante Arbeit an Partnerarmbändern und einem Lebensbaum-Armband fortsetzen. M. wollte die Sommerblumen unbedingt heute noch setzen. So habe ich alles in einem Rutsch erledigt. Nicht ganz mit der Ruhe und gestaltenden Freude, wie ich das selbst bevorzuge, aber im Ergebnis so schön und erwartungsvoll wie immer. Die Zahl gestern ausgewählter Blumen war fast genau richtig. Vielleicht einen oder zwei Pflanzgefäße könnten wir zusätzlich bestücken. Aber vielleicht kommen wir ja nachträglich noch zu einzelnen schönen Sommerblumen und können das dann abschließen. Die Abteilung Stauden und Gemüse folgt dann später. Die selbst aus Samen gezogenen Exemplare sind noch lange nicht so weit. Im Laufe des Junis werden die Chilipflänzchen wohl in ihren Kübelauspflanzen können. Bis die dann groß sind und Schoten tragen, wird der Höhepunkt des Gartenarbeitsjahrs aber auch schon überschritten sein.

Auf dem Weg ins neue Gartenjahr

Der Ausflug war zwar umwegreicher als geplant, aber neben der eigentlichen Erledigung haben wir bei der Gelegenheit doch noch Sommerblumen für unsere Pflanzkübel-, -tröge und -kästen gefunden. Die Auswahl war erstaunlich gut und die Pflanzen selbst sehr kräftig, so dass sie nicht lange brauchen werden, eine eindrucksvolle Größe vor Ort zu erreichen. Das passt ganz gut bei der insgesamt verspäteten Ausführung der Pflanzaktion und dem überhaupt verzögerten Pflanzenjahr. Schön bunt ist die Auswahl geraten, ich bin sicher, das wird ein farbenfrohes Gesamtbild ergeben. Zusammen mit den selbst herangezogenen und ausgesäten Pflanzen dürften wir so einen an Eindrücken reichen Sommergarten realisieren können. M. hat am Abend schonmal die alte Erde herausgenommen, so dass ich die neue in den nächsten Tagen einfüllen, düngen und die neuen Pflanzen einsetzen kann. Spätestens dann sind wir im neuen Gartenjahr angekommen.

Ungeliebte Erfrischung

Immerhin für die Gartenpflanzen ist dieses sonst ungemütliche Regenwetter ganz vorteilhaft. Ich hätte nicht gedacht, dass die Mohnblumen, die in diesem Frühjahr sehr spät dran sind, sich noch so zahlreich zeigen würden. Zusammen mit den neu angesäten Reihen dieser Art dürfte es in ca. 6 Wochen ein ziemliches Blütenmeer in Orange geben. Vielleicht gelingt es uns auch noch, die rosafarbenen längerstieligen Mohnblumen ebenfalls anzusiedeln. Dann haben wir etwas zeitversetzt noch eine Entschädigung für den bis jetzt ins Wasser gefallenen Frühling. Ich denke, es wird ein eher durchwachsenes Jahr werden, was ja auch erholsam für uns und die Pflanzen sein kann. Was haben die Bäume speziell nicht schon unter der langanhaltenden Sommerhitze gelitten. Da ist die sonst ungeliebte Erfrischung vielleicht auch an der Zeit.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.