Ein langer Gartenarbeitstag mit einem Rettungs-Rückschnitt bei unserem Traditionsbuchsbaum

Den gestern geschmiedeten Gartenarbeitsplan habe ich ziemlich genau so auch realisieren können. Die sieben Säcke Gartenerde haben wie immer den PKW tiefer liegen lassen. Gut war, dass ich diesmal einen wirksam aussehenden und relativ kostengünstigen Dünger gefunden habe, einmal für Blumen und einmal für Gemüse. Die zwei Mal 2,5 KG sollten für die Saison ausreichen, zumal ich noch Reste von den Vorjahren übrighabe. Die Arbeiten mit dem Austausch der Erde in den Pflanzkübeln war schon eine ziemlich zeitaufwändige Sache. Und dann gings eben im Garten weiter. Da galt es, jede Menge Unkraut zu entfernen, alles zu harken und zu begradigen. Teilweise haben wir Blumen vom Vorgarten in die Erde des Hinterhausgartens umgepflanzt. Alles Mögliche sauber gemacht, gekehrt u. s. w. Die schöne Gruppe Mohnblumen, die wir auf der Gartenausstellung am Donnerstag gekauft hatten, habe ich am Abend natürlich auch eingepflanzt, ebenso die beiden Apfel-Minze-Stöckchen. Die wohl größte Herausforderung war der Rückschnitt des Buchsbaums. Der hat lange Familientradition und wir seit jeher zum Schneiden der Palmzweige verwendet. Aber den Zünsler des Vorjahressommers hat er leider nicht mehr verkraftet. Das war bei uns so wie bei fast allen, mit denen wir das Thema hatten. Jedenfalls war klar, dass er bis auf das Grundgerüst heruntergeschnitten werden muss. Dabei konnte ich das feststellen, was ich vorhergesagt hatte: Das Holz des dünnen Stämmchens und der Kronenäste ist grün und vital. Das heißt, dass der Busch selbst nicht eingegangen ist. Er konnte aber keine neuen Ast- und Blatttriebe mehr ausbilden. Die sind quasi in dem Teppich vertrockneter Blätter erstickt. Jetzt hat er keine Blätter mehr und noch ein Stamm- und Astgerippe. Aber jetzt kann er wieder Luft schnappen. Ich gehe davon aus, dass er sich langfristig wieder erholen kann und zunächst mit ganz kleinen Ästchen neu anfängt. Natürlich werden wir kommenden Jahr noch keine Buchszweige schneiden können. Aber vielleicht ja schon wieder im übernächsten.

Arbeitsfortschritte im Sommergarten

Jetzt hatten wir tatsächlich einmal zwei Tage mit nahezu gleich viel Sonne hintereinander. Und die Menge an Sonnenlicht war der eines guten Sommertags vergleichbar. Insofern nehmen wir so etwas wie Frühsommer wahr, was für Mai nicht ungewöhnlich ist. In den Vorjahren war der Mai tatsächlich auch der Monat mit der meisten Sonne, oft noch mehr als in den Hochsommermonaten. So wird es in 2024 wohl nicht werden, da die erste Woche des Monats eher trüb und ins Wasser gefallen war. Das lässt sich dann nicht mehr aufholen. Aber bezüglich der Kontinuität sind wir recht zuversichtlich für die kommende Zeit. Deshalb wollen wir die Gartenarbeit auch wieder aufnehmen und da weitermachen, wo wir nach der Reinigungsaktion stehengeblieben waren. Das heißt: die Sitzgarnitur für den Garten aufbauen bzw. beziehen. Die Gartenerde harken und recheln. Den verdorrten Buchsbaum zumindest stark zurückschneiden, wenn nicht ganz entfernen. Nach Möglichkeit, vielleicht auch erst etwas später, Gartenerde und Sommerblumen im Baumarkt besorgen, auch etwas Dünger. Und daneben werden noch viele weitere Kleinigkeiten rund um die Sommersaison des Gartens anfallen, die erst während der Arbeit ins Auge fallen. Und dann hoffen wir auf Stabilität und nur mäßigen Regen in nächster Zeit, damit die Arbeit nicht gleich wieder zunichte gemacht wird.

Traditioneller Besuch der Gartenausstellung bei Traumwetter

Unser Besuch der großen Gartenausstellung hat in diesen Tag ab Christi Himmelfahrt schon Tradition. Auch wenn es im letzten Jahr weg Ms Ausfall nicht funktioniert hat. Diesmal haben wir gleich den Feiertag als ersten Tag der mehrtägigen Freiluftveranstaltung gewählt, weil das Wetter so toll war, eigentlich der erste wirklich schöne und durchgängig sonnige Tag dieses Jahres. Man hat den Besuchern angesehen, wie sie sich nach solchen Gelegenheiten und auch nach der Normalität der jahreszeitlichen Verhältnisse sehnen. Heute hat in der Hinsicht alles zusammengepasst. Viele auf den Garten bezogene Angebote, natürlich Pflanzen aller Art, Blumen, Stauden, kleine Gehölze und Bäumchen. Aber natürlich auch Gartenwerkzeuge, Gartenmöbel, Gartendekoration, Kunsthandwerk für den Garten, und andere Dinge, die man mit einem bewussten Leben mit den Jahreszeiten, insbesondere mit der von der Sonne beschienen Jahreszeit verbindet. Ich freue mich, das dieses Jahr wieder zusammen mit M. erlebt zu haben und hoffe, einige Marktereignisse werden in den nächsten Monaten folgen können.

Fotografische Fortschritte

Mit meinen Auftragsfotografien habe ich in jüngster Zeit wirkliche Fortschritte gemacht. Es ist eine Bestätigung jahrelanger Projekterfahrung und technischer Innovationen, wenn neue Fotoreihen und ihre Weiterverarbeitung hochwertige Ergebnisse ergeben. Vielleicht die besten, die ich bisher realisieren konnte. Auf dem Gebiet scheint es keine Grenzen zu geben, da gibt es immer wieder Luft nach oben, besonders auf dem Gebiet der Porträtfotografie. Das macht Lust auf kommende Aufgaben in diesem Bereich und entschädigt ein Stück weit für eher frustrierende Erfahrungen auf demselben Gebiet, die ich ebenso kenne. Ich hoffe, auch bei den Baumfotografien, der Landschaftsfotografie und insbesondere auch bei den Oberflächenstrukturen von Holz und anderen Materialien die neuen Kenntnisse ebenso für optimale Ergebnisse nutzen zu können. Ausreichend Zeit, um sich ganz auf die jeweilige Aufnahmesituation einzulassen, ist allerdings eine weitere Voraussetzung. Wäre schon, wenn ich diese Zeit über den Sommer wieder öfter freimachen kann.

Frostschäden bei unseren Obst- und Fruchtbäumen

Vom Baumstück am Bienenhaus wusste V. heute nichts Erfreuliches zu berichten. Dort scheinen die Nachtfröste der letzten Wochen noch größere Schäden angerichtet zu haben. Vor allem bei den Baumblüten, was sich z. B. bei den Walnussbäumen in einem Ausbleiben der Nussernte später äußern dürfte. Aber selbst die jungen Blätter scheinen dort flächendeckend erfroren zu sein. Mir war bei der Vorbeifahrt gestern schon aufgefallen, dass der Maulbeerbaum komplett blattlos war. Ein für die Jahreszeit untypischer Umstand. Ich kann nur hoffen, dass er einen zweiten Anlauf nehmen wird. Und dass dann überhaupt noch eine Chance auf Baumblüte beim Maulbeerbaum besteht. Es wäre doch ein herber Rückschlag, nachdem wir uns mit dem Rückschneiden vor Wochen so viel Mühe gegeben haben. Wenn der Baum jetzt durch die verrückte Witterung Schaden genommen haben sollte, wäre das jammerschade. Wir hatten uns gerade in diesem Sommer wieder eine gute Maulbeerenernte erhofft.

In die kreative Arbeitswoche hineinfinden

Wieder einige Verpflichtungen zum Beginn der Woche, die mich erst einmal abgehalten haben, in die Projektarbeit einzusteigen. Aber ab dem Nachmittag konnte ich die Kontinuität meiner Arbeit wieder herstellen und konzentriert die fotografischen Bearbeitungen weiterführen, die zurzeit einen Schwerpunkt bilden. Ich freue mich, dass parallel auch meine Microstock-Portfolios wieder mehr Beachtung finden und Resonanz erzeugen, interessanterweise auch mit Motiven, die bisher kaum eine Rolle gespielt haben und deren Einstellen zum Teil schon Jahre zurückliegt. Das sind undurchschaubare Schwankungen und unverhoffte Entwicklungen, die vermutlich ihren Ursprung in technischen Veränderungen der Anbieter haben, die man als Fotograf ohnehin nicht beeinflussen kann. Aber so erhalten eben auch ältere gute Motive eine Chance, die sie verdient haben, auch aus der Reihe der Baumfotografien und aus meiner umfangreichen Reihe von Holzstruktur- und Holztextur-Nachaufnahmen. Das macht auch Lust, in diesem Sommer eine Erweiterung des thematischen Portfolios in diesem Motivfeld anzusteuern.

Willkommener Ruhetag und Ausblicke

Der Sonntag konnte heute seine Bestimmung als Ruhetag wirklich erfüllen. Nach dem anstrengenden Reinigen rund ums Haus war die Ruhepause notwendig und willkommen. Außer ein wenig Aufräumen bezüglich des Fotosettings von letzter Woche und einem kurzen Ausflug mit Gartenausstellungsbesuch am Nachmittag war das deshalb heute ein unaufgeregter freier Tag, bevor die neue Woche wieder jede Menge Routine und Fleißaufgaben bereithalten wird. Vielleicht wird zwischendurch dabei auch bisschen Zeit fürs Sägen übrigbleiben. Denn V. hat einige Abschnitte eines gefällten Zwetschgenbaums mitgebracht, die das für diese Baumart typische rot-violett-braun gefärbte und sehr lebendig gezeichnete Holz mitbringen. Auch wenn ich weitere Vorräte von der Art eigentlich nicht benötige, wäre es doch wichtig, die Abschnitte zum Trocknen vorzubereiten und wenigstens aus den stärkeren Stammabschnitten spannungslose Viertel zu extrahieren, aus denen irgendwann später einmal dekorative Holzperlen oder sonstige schöne Kleinigkeiten entstehen könnten.

Abschluss der Gartenreinigung und eine Baumpflegearbeit

Auch der zweite Teil der Gartenreinigung verlief ziemlich genau, wie er geplant war. Anstrengend, aber am Ende sind wir alle doch froh, dass wir jetzt aufgeräumt in die Gartensaison starten können, wofür noch viel zu tun ist, vor allem das Pflanzen und die Gartenarbeit betreffend. Dank der intensiven Vorarbeit gestern, konnte ich nach frühem Arbeitsbeginn am frühen Nachmittag meine Arbeitshilfsmittel wieder zusammenpacken und konnte V. vorschlagen, den geplanten Besuch bei den Obstbäumen noch anzuschließen. Nächste Woche wäre es für mich schwierig geworden, das einzuschieben, jetzt aber war eine naheliegende Anschlussarbeit, da ich gerade noch in Arbeitskluft steckte. Bei den Apfelbäumen hatte sich eine Anzahl Misteln festgesetzt und z. T. schon große Kugeln ausgebildet. Wir haben zum Entfernen zwei ausziehbare Stangen mit aufgesteckten Handsägeblättern mitgenommen, die sich auch als lang genug herausgestellt haben. Nicht ganz einfach war es, bei den überwiegend schon dicht belaubten Bäumen die Schmarotzer überhaupt noch zu sichten. Aber ich denke, die meisten konnten wir ausfindig machen und auch zusammen mit dem Ast, den sie bevölkert hatten, absägen. Die Bäume wären langfristig durch diesen Befall doch geschwächt worden, zumal sich der Schmarotzer irgendwann ausbreitet und man kaum noch hinterherkommt mit der Baumpflege. Nun werden wir im Herbst eine erneute Inspektion vornehmen und eventuell zuvor übersehene oder neu hinzugekommene Mistelzweige ebenfalls entfernen.

Gartenfrühjahrsreinigung – Teil I

Der erste Part unserer diesjährigen diesmal zweitägigen Reinigungsaktion rund ums Haus ist erfolgreich abgeschlossen. Den Zeitaufwand hatte ich genau richtig vorausgesagt, so war es auch möglich, genau so weit zu kommen, wie es geplant war. Dieser erste Tag war wohl der anstrengendere, weil die Reinigung auf dem leicht schrägen Dach am Anfang, die den ganzen Vormittag in Anspruch nahm, doch mit einigem Kraftaufwand und ein wenig Akrobatik verbunden war. Da wir das aber nur alle paar Jahre einmal durchführen, war es wieder dringend notwendig. Da nehme ich gerne in Kauf, dass wir den Garten erst morgen wirklich für die Gartensaison fertig machen können. Morgen kommt also der eher technisch und auf Fläche konzentrierte Teil der Arbeit. Ich werde mich bemühen, dabei möglichst die Weinreben und die Efeuhecke nicht zu beschädigen. Das ist schnell passiert, wenn die angrenzende Wand und die Bodenflächen mit Hochdruck und Wasser gesäubert werden. Dann ist schnell auch mal ein Stück Rinde oder ein abstehender Zweig verschwunden. Aber ansonsten dient die Aktion ja auch dazu, dass wir die neue Freiluftsaison in aufgeräumter Umgebung genießen können und dass die neu angepflanzten Blumen und Stauden sich so entwickeln können, dass nicht dicke Schichten von altem Staub und Sedimenten hinderlich werden.

Neue Holzvorräte an Ebereschenholz angelegt

Das Aufsägen und quasi Sezieren von grünem Holz gehört tatsächlich zu meinen liebsten Beschäftigungen. Deshalb war es mir eine große Freude, heute die vorgestern gelieferten Stammabschnitte der Eberesche auf diese Weise weiterzuverarbeiten. Wie ich schon vorher sehen konnte, handelt es sich um erstklassiges Holz, schön gleichmäßig gewachsen und ohne störende Einschlüsse. Vor allem sind die dickeren der Abschnitte so umfangreich gewesen, dass auch nach dem Vierteln des Stamms, dem Teilen durch die Markröhre, noch genügend voluminöse Abschnitte übrig blieben, die ich anschließend an den Schnittkanten in flüssiges Paraffin getaucht habe, um den Trocknungsprozess zu verbessern und das Ausdünsten über die Schnittkanten zu verlangsamen. Auch dieser letzte Arbeitsschritt hat für mich etwas sehr Anregendes, irgendwie Meditatives. Ich bin froh, jetzt meinen Vorrat an Ebereschenabschnitten ordentlich aufgefüllt zu haben. Auch wenn bei der späteren Weiterverarbeitung und dem Sägen in Kantelform noch einiges an Abfall entstehen wird, sollte der Vorrat doch für viele Jahre meinen Bedarf an dieser Holzart abdecken.

Wechselhafte Rezeption der Maibaumtradition

Die weltlichen Feiertage sagen mir nicht so viel wie die kirchlichen. Das war eigentlich immer schon so. An so einem Tag wie dem 1. Mai aber merke ich heute, dass meine frühere Beschäftigung mit den daran geknüpften Traditionen und Bräuchen stark abgeblasst ist, mir heute wie ein Relikt einer früheren Lebensphase erscheint. Dabei brachte auch mein Text zur Baumsymbolik des 1. Mai durchaus spannende Inhalte zum Vorschein und war geeignet, meiner Ausarbeitung verschiedener Aspekte des Lebensbaum-Begriffs weitere Facetten hinzuzufügen. Aber eine echte persönliche Verbindung etwa mit der Maibaumtradition ist bei uns eher nicht vorhanden. Auch weil wir nicht gerade in einer Region leben und große geworden sind, die eindrucksvolle Maifeiertraditionen rund um den Maibaum pflegt. Hiesige Maibäume sind dann doch eher der müde Abklatsch einer eigentlich reichhaltigen und vielgestaltigen Traditionslinie von Frühlingsfeiern.

Sonniger Abschluss eines bemerkenswert lichtarmen Aprils

Es ist ermutigend und aufmunternd, dass der letzte Tag im April doch noch echtes Frühlingswetter gebracht hat. Man könnte es auch fast schon als Frühsommerwetter bezeichnen. Das entschädigt für den holprigen Verlauf dieses Aprils, der doch weitgehend vom Klischee des Aprilwetters geprägt war. Aber auch mit diesem letzten sonnigen Tag war das der lichtärmste April der letzten 15 Jahre, zumindest für unsere Region. Nun bin ich gespannt, ob es zum Spätsommer hin eine kontinuierliche Steigerung, einen stetigen Zuwachs an Sonnenstunden geben wird. Das würde dem bisherigen Jahresverlauf entsprechen, in dem jeder Monat ungefähr in gleichem Umfang an Sonnenlicht zugelegt hat. Wenn dem so wäre, könnte es am Ende doch noch ein überdurchschnittliches lichtreiches Kalenderjahr werden. Und eines, in dem die Bäume und anderen Grünpflanzen viel sonnenenergetisch mobilisierte Biomasse hervorbringen können.

Künstlich intelligent erzeugte Bilder nach aktuellem Entwicklungsstand

Mit KI basierter Technik erzeugtes Bild einer Baumscheibe

Mit dieser Baumscheibe habe ich erstmals ein ernstzunehmendes fotografisches Motiv mit generativer KI erstellt. Es lehnt sich gestalterisch an meine früheren Baumscheibenfotografien an, setzt bei den Jahresringen aber kontrastreichere Strukturen ein. So ganz bin ich in meiner Einschätzung der aktuellen Möglichkeiten künstlich intelligenter Bildverarbeitung noch nicht zu einem klaren Schluss gekommen. Verblüffend scheinen mir die Techniken immer nur im allerersten Augenblick zu sein, und in Bezug auf die oft in Windeseile erstellbaren Variationen der gleichen Bildidee. Aber im Ergebnis erfüllt die Technik nicht wirklich meine Qualitätsvorstellungen. Vor allem sind die entweder kostenfrei verfügbaren Ansätze oder die an eine Mitgliedschaft oder Kundschaft bei kommerziellen Anbietern, etwa im Bereich der Microstock-Agenturen, geknüpften Möglichkeiten sehr ungenau. Gerade die Kongruenz mit sprachlich definierten Vorgaben lässt oft zu wünschen übrig, selbst wenn man die Beschreibung sehr detailliert anlegt. Oft bleiben bestimmte Gestaltungswünsche einfach unberücksichtigt, selbst wenn sie explizit ausgesprochen und betont werden. Und oft ist die technische Umsetzung nicht dem entsprechend, was man von guten „echten“ Fotografien erwarten kann. Ich denke, die eigentliche Stärke wird sich bei KI basierter Bildverarbeitung erst dann zeigen, wenn sie in kommerzielle Bildbearbeitungssoftware als Funktion integriert ist. In Ansätzen, auf bestimmte Bearbeitungsfunktionen bezogen, findet man das ja auch schon. Wenn es aber möglich sein wird, eigene gute Fotografien durch KI noch perfekter oder raffinierter zu machen, als es mit „normaler“ Bildbearbeitung möglich ist, wird die Technik sicher auch für mich eine akzeptierte Rolle spielen können.

Für den Frühling ungünstige und untypische Kapriolen

Gut, dass wir die Reinigungsaktion im Garten aufgeschoben haben. Ich hatte da den richtigen Riecher, weil ich diese Entwicklung der Witterung ähnlich vorausgesagt habe. Dass aber ausgerechnet der Sonntag derart lichtarm sein würde, hätte ich nicht gedacht. Ich denke, die nächste Woche wird eine Wetterwende bringen und uns endgültig auf den Frühling einstimmen. Dann können die Bäume da weitermachen, wo sie vor zwei Wochen aufgehört haben, nämlich ihre Blüte voranzubringen. Natürlich mussten zwischenzeitlich einige Baumblüten und auch Baumblätter sich den Nachfrösten geschlagen geben. Bei unserem Feigenbaum etwa sind die kurz zuvor entstandenen ersten zarten Blätter gleich erfroren, so dass der Baum jetzt wieder ganz kahl dasteht. Bei anderen Bäumen ist es ähnlich. Während das Laub sicherlich einen neuen Anlauf nehmen kann, sieht es bei den Baumblüten allerdings bei einigen Arten übler aus. Ich schätze, dass mindestens die Hälfte der jungen Baumblüten unseres Walnussbaums in diesen Frostnächsten erfroren sind. Vermutlich wird die Nussernte deshalb in diesem Herbst sehr mäßig ausfallen. Das ist ein Rückschlag, nachdem der inzwischen schon groß gewachsene Baum zuletzt anfing, eine nennenswerte Zahl von Nüssen abzuwerfen. Aber da steckt man nicht drin. Dieses Frühjahr war eben wieder einmal eines, das für die Blüte nicht günstig verlaufen ist. Ich hoffe, bei den wärmeliebenden Gemüsesorten, die sich später entwickeln, sind die Aussichten dieses Jahr dagegen günstiger. Dabei denke ich vor allem an meine Chilipflanzen, die ich aufwändig auf der Fensterbank vorziehe, ständig beleuchte, wenn kein natürliches Licht ausreichend vorhanden ist, und auch immer noch mit einer Heizmatte anwärme, zumindest einen Teil der kleinen Pflänzchen. Bei so viel Mühe und Geduld würde ich mich freuen, diesmal erfolgreicher zu sein und im Spätsommer viele große Schoten ernten zu können.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.