Neue Schönheiten

Noch eine Unbekannte, die mir im vergangenen Jahr erstmals aufgefallen war, die ich aber bis jetzt noch nicht entschlüsseln konnte:

Blüte

Und eine weitere, die den Frühsommer so farbenfroh ausschmückt und ein prima Dekor für eine Romantik-Porzellan-Serie hergeben würde:

Blüte

Irgendwann komme ich noch dahinter. Und bis dahin freue ich mich einfach an der Schönheit dieser natürlichen Meisterwerke.

Der unbekannte Park

Abends wird es warm, während man den ganzen Tag über einem Wechselbad der Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Aber ich kann mich an die Vorjahre erinnern, da war diese Konstellation ein Vorzeichen des Sommers. So können wir wieder hoffen. Am Nachmittag habe ich die ersten wärmenden Strahlen zur Suche nach dem unbekannten Park genutzt. Sehr wahrscheinlich habe ich ihn auch gefunden. Falls man es einen Park nennen kann. Eher ein Parkstreifen, der zu der einen Seite von einer Straße mit anliegender Häuserzeile abgegrenzt ist, und zu der anderen von einem Bachlauf und einem parallel verlaufenden dicht bewaldeten steil aufragenden Hang. Das Dominanteste an diesem etwas verkommenen Park, in dem manche Wege nur noch andeutungsweise zu erkennen sind, oder einfach im Nichts enden, sind zweifellos die Bäume. Ein alter Baumbestand mit zahlreichen Exoten: zwei Ginkgos, eine Blauzeder, ein Mammutbaum, zwei zusammen stehende Wassertannen (? Ich glaube so heißt die Art, die ich aus dem Stadtpark in M. kenne), eine schwedischer Mehlbeerbaum, eine gewaltige Linde mit wunderschön ausladender Krone, ein Weißdorn, der als kleiner Solitärbaum gewachsen ist, eine Rosskastanie und ein Bergahorn. Möglicherweise noch einige andere, die ich nicht mehr in Erinnerung habe. Fast alle Bäume aber haben ein beachtliches Alter und z. T. enorme Größe. Eigentlich ist der Park damit ausreichend bestückt. Die Neuanlage wird die große Aufgabe zu lösen haben, diesen tollen Baumbestand gut zur Geltung zu bringen. Vielleicht kann Kunst dieses Bestreben unterstützen. Den gewaltigen Baum-Individuen wird sie dabei ganz gewiss keine Konkurrenz machen können.

Heckenrosen und Farbnuancen

Nun geht es aufwärts, und viele sehen wohl zu Recht den Sommer auf uns zukommen. Es war ein schöner Spaziergang an diesem Pfingstsonntags-Vormittag, der mich zusammen mit W. einmal über die Brücke auf die andere Seite der Saar geführt hat. Zu den Kiesweihern, an denen die Angelsportvereine ihre Domizile angelegt haben. Auf dem Weg dorthin sind mir besonders die Blüten der Heckenrosen aufgefallen, die von Weiß bis Purpur ihre Transparenz im Frühsommerlicht entfalten. Immer noch fällt es mir schwer, sie genau auseinander zu halten: Hundsrosen, Feldrosen, Essigrosen und Weinrosen. Besonders die beiden letzten kann ich einfach nicht unterscheiden. Die Feldrosen dagegen sind eindeutig weiß:

Feldroseblüte

Die Hundsrosen sind durch das allmähliche Ausbleichen der anfänglich rosa Blüten gekennzeichnet, was meist an ein und demselben Strauch beobachtet werden kann:

Hundsroseblüte

Aber die mehr in Richtung Purpur oder Weinrot gehenden Essig- und Weinrosen sind nach den Beschreibungen der Baumbestimmungsbücher sehr ähnlich. Wohl ein Fall für den Botaniker:

Weinroseblüte

Bienen und Witterung

Welch merkwürdige Entwicklungen, die mit den Wendungen des Wetters zusammen hängen. Nun sind in diesem Jahr die Bienenvölker besonders stark. Und die Reihenfolge der Baumblüte verschiedener relevanter Arten günstig verteilt. Aber plötzliche Temperatureinbrüche wie während der letzten 2 Wochen können den Effekt gleich wieder zunichte machen. Tatsächlich konnten die Bienen in dieser Zeit fast keinen Nektar sammeln: zu kalt und zu regnerisch. Die Folge war, dass sie den größten Teil des noch nicht verdeckelten Honigs selber verspeist haben. Ein riesen Verlust, der allerdings das Überleben der meisten Völker sichergestellt hat. Nur eines hat es nicht geschafft und ist regelrecht verhungert. Verrückt, aber so war es. Nun hoffen wir, dass die durch die Niedrig-Temperaturen quasi konservierten Robinienblüten noch mindestens eine Woche halten. In der Woche könnten die Völker den Verlust wieder ausgleichen. Hoffen wir, dass es kontinuierlich wärmer wird, bevor die Brombeeren und später die Esskastanien kommen und anschließend die Saison schon wieder dem Ende entgegen geht.

Ungeliebte Rosskastanie

Die ,,Ausbeute” bei den Rosskastanien ist nicht sehr groß. Was im krassen Gegensatz zur Opulenz und Attraktivität der Blüten steht. Ich meine die stacheligen Früchte, die sich dieser Tage aus den Blüten heraus entwickeln. Zunächst kleine grüne, noch sanft bestachelte Kugeln werden sie sich bald ausdehnen und robuster werden. Aber selten mehr als 2 bis 3 pro Blütenstand, sehr häufig sogar nur eine. Das fällt jetzt besonders auf, da die Blütenblätter fast vollständig abgefallen sind und nur noch das Träger-Gerippe zu sehen ist. Dann wirkt es eher erbärmlich und entlarvt den Baum ein Stück weit als ,,Aufschneider”. Aber zugegeben, das ist eine sehr persönliche Einschätzung, ich kann sie eben nicht so gut leiden, die Rosskastanien. Alles an ihnen scheint mir protzig: Die riesigen Blätter, die unglaublich Aufmerksamkeit erheischenden Blüten und die stacheligen und später glänzend aufplatzenden Früchte. Nichtsdestoweniger achte ich sie in ihrer Eigenart wie alle anderen Bäume. Und erfreue mich an den Reizen, die durch das Prahlerische hindurch scheinen.

Nützliche Lebenskonstanten

Anfang Juni, und kein Sommer in Sicht. Stattdessen Temperaturen wie im Februar. Vielleicht schaukelt es sich jetzt endlich auf erträgliches Niveau hoch. Ich würde es mir wünschen. Stehen doch so viele kreative Projekte auf dem Plan. Projekte, die sich am besten bei langen Tagen und ausgeglichener Witterung realisieren lassen. Gut für den Körper und damit gut für das praktische Umsetzen gedanklicher Konstrukte. Da begegnen mir in jüngster Zeit Menschen, und da bilden sich Konstellationen heraus, die gutes Klima schaffen. Für Dinge, die lange verschüttet schienen. Dinge, die nicht nur, aber meistens irgendwie mit den Bäumen zu tun haben. Sie bleiben mein Leitmotiv, mein Rückzugspunkt, meine Konstante in ansonsten durchaus wechselhaften Lebenslagen. Ich wünsche jedem solche oder ähnliche Konstanten, die im kollektiven Unbewussten verankert sind und deshalb in allen Lagen ihre Tauglichkeit beweisen.

Unbekannte Gehölze und vollständige Eindrücke

So viele Sträucher mit interessanten Blüten, offensichtlich Zierformen, die in gewöhnlichen Baumbestimmungsbüchern nicht zu finden sind. Und bisher habe ich noch kein anderes Buch gefunden. Schade, denn dieses Jahr sind es gerade diese ungewöhnlichen, dennoch immer öfter in Vorgärten und öffentlichen Anlagen anzutreffenden Gehölze, die meine Aufmerksamkeit auf sich lenken. Das Thema muss ich deshalb weiter verfolgen. So lange sammle ich fotografische Eindrücke und ordne das ganze unter ,,unbekannte Blüten” ein. Irgendwann werde ich den einzelnen dann auch einen Namen geben können. Irgendwie ist dem wissenschaftlich kontaminierten Geist dann wohler. Und die Dinge bekommen eine inhaltliche Tiefe, die man ihnen ohne Bezeichnung und Einordnung nicht so ohne weiteres zutraut. Ich hoffe, dass der Zauber, der bisweilen von der Oberfläche ausgeht, sich dann nicht verflüchtigt, sondern aus der Differenz des Oberflächeneindrucks und der Besonderheiten der jeweiligen Art ein vollständiger, die Pflanze charakterisierender Sinn erwächst.

Feuerdorn

Wie meinte der Papst vor wenigen Tagen bei seinem Besuch in Polen: ,,Auch das Wetter ist ein Ausdruck des Heiligen Geistes”. Wenn das so ist, fragt man sich, was der Heilige Geist wohl mit diesem Extrem-Wechsel der Witterungslagen des heutigen Tages ausdrücken möchte. Dass die Zeiten unbeständig und wechselhaft sind? Das erfährt ohnehin jeder in den verschiedensten Bereichen seines Alltagslebens. Und wenn es nichts Allgemeingültiges zu bedeuten haben sollte, so trifft es doch jeden in gleicher Weise. Auch und ganz besonders die Pflanzen, die ihm weniger geschützt ausgeliefert sind. Hoffen wir, dass die Blüten es überleben, vor allem den Hagel und die rasanten und ebenso schnell wieder beendeten Regengüsse. Und dass die Bienen in diesen Tagen die Lust am Nektarsammeln nicht verlieren. Mögen die Akazien ihre opulente Blütenpracht bis zum Wochenende hinüber retten, damit der Honigertrag aus ihnen nicht dürftig ausfällt. Eine der häufigen lichten Phasen habe ich genutzt, um die Blüten des Feuerdorns zu fotografieren. Nicht ganz leicht, weil sie sehr klein sind, aber einige sind beim richtigen Lichteinfall dann doch gelungen. Gemessen an der Zahl und Ausbreitung der Blüten müssten die Sträucher im Sommer wieder übervoll mit rot-leuchtenden Früchten sein.

Feuerdornblüte

Feuerdornblüte

Ökologische Rückschläge

Heutiger Beitrag in hr-online zu einer beeindruckenden Greenpeace-Aktion gegen Brandrodungen im brasilianischen Regenwald, die dem Anbau von nach Europa exportiertem Soja dienen. Erschreckend, wie unbewusst man durch alltägliches Konsumverhalten die Entwicklung ökologischer Gleichgewichte anderer Kontinente, dann aber mit globalen Auswirkungen und negativen Rückwirkungen, maßgeblich beeinflusst:

Greenpeace Aktion
Frankfurter Bäume in Flammen

Aus Protest gegen Brandrodungen im brasilianischen Regenwald hat die Umweltorganisation Greenpeace am Sonntag zahlreiche Bäume in der Frankfurter Innenstadt symbolisch in Flammen gesteckt.

“Der größte Regenwald der Erde verkommt zur Anbaufläche für Europas Tierfutter”, sagte ein Greenpeace-Sprecher. Der Wald werde gerodet, um Soja anzubauen, das in Europa an Schweine, Milchkühe und Legehennen verfüttert wird. Deren Fleisch, Milch und Eier landeten in Supermärkten und Fast-Food-Ketten.

2.000 Bäume umhüllt
Deshalb fordere Greenpeace die brasilianische Regierung auf, die Rodung des Regenwalds für den Sojaanbau zu stoppen. Um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen, hatten 300 Greenpeace-Aktivisten in Frankfurt rund 2.000 Bäume unter anderem am Mainufer, auf der Einkaufsstraße Zeil und am Hauptbahnhof mit orangefarbenen Papier-Bannern umhüllt, sagte ein Greenpeace-Sprecher.

Passanten sollten Bäume “löschen”
Nach Angaben von Greenpeace wurden Passanten in Frankfurt dazu aufgefordert, die Bäume symbolisch zu löschen, indem sie Stücke aus den Papierbannern lösten und als Postkarten an den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva schickten. Die Aktion sei gleichzeitig in zehn Städten auf vier Kontinenten angelaufen, darunter in Madrid, Washington und Sao Paulo.

Frei werden

Habe zurzeit so eine Art Retrophase. Höre Musik, die während meiner Studienzeit aktuell war. Treffe oder höre von Menschen, mit denen ich vor Jahren zu tun hatte. Und überlege, ob es nicht an der Zeit wäre, meine seit ca. 6 Jahren brach liegende künstlerische Arbeit sowie meine Textarbeit im Bereich der Baumsymbolik wieder aufzunehmen. Irgendwas wird das wohl zu bedeuten haben, weiß ich doch, dass alles seinen Sinn hat. Aber leider erkennt man den erst viel später. So lange versuche ich, die Aufmerksamkeit auf Niveau zu halten und das neue Arbeiten an alten Themen möglichst kreativ zu gestalten. Natürlich werden das keine bloßen Wiederholungen. Vielmehr ist alles wieder neu und anders. Da können die Ergebnisse, die Wirkungen und alle anschließenden Kommunikationen nur vom Erlebten abweichen. Das ist gut so, vielleicht das, worauf es im Leben ankommt. Immer nur linear weiter ist dabei kaum vorstellbar. Ich glaube, das sind immer solche Schleifen, eine Art Spirale, die sich fort spinnt und dabei bereits besuchte Punkte erneut streift, wodurch die Punkte ihre Gestalt verändern. Eine Spirale, die übrigens nicht immer nach oben geht, vielmehr in irgendeine Richtung, wohin ist nicht so entscheidend. Nur dass es überhaupt weiter geht. Klingt vielleicht ernüchtert, ist aber in Wirklichkeit eine ebenso simple wie erwachsene Lebensserfahrung, die – finde ich – frei macht, wo man es noch nicht war.

Wachstumsschübe

Der Regen der vergangenen Tage hat den Pflanzen gut getan. Besonders weil es zwischendurch zumindest phasenweise recht warm war. Das schafft dann so ein subtropisches Klima. Gut für das Wachstum, vor allem für die Entwicklung der Blätter. So hat der Feigenbaum riesige handförmige Blätter ausgebildet, die den Baum gewaltiger erscheinen lassen, als das winterliche Gerippe hätte erahnen lassen. Aber er wächst auch in die Länge. Das ist mir heute erstmals so richtig aufgefallen: Das Wachstum der Äste beim Feigenbaum hat etwas Schachtelhalmartiges. Direkt an den vorjährigen Astenden sprosst es und wächst in der gleichen Dicke einfach weiter. Als ob eine unbekannte Kraft einfach ein Bauteil angeklebt hätte. Zunächst grün wird diese Verlängerung später verholzen und die grau-braun-silbrige Farbe annehmen. An den bereits verholzten Teilen kann man es dann auch sehr gut beobachten. Die einzelnen Wachstumsstrecken, wie ich es einmal nennen möchte, sind deutlich sichtbar voneinander abgegrenzt, durch eine Art Naht erkennbar. Der Baum erscheint somit wie ein Schachtelhalmgebilde. Ist das eine besondere Art von Wachstum? Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, Vergleichbares schon einmal beobachtet zu haben. Wahrscheinlich haben Biologen auch dafür einen terminus technicus und natürlich eine naturwissenschaftliche Erklärung. Auch ohne die finde ich das Phänomen faszinierend.

Handwerklich

Gut, dass ich die Gelegenheit habe, ein neues Armband aus Esche anzufertigen. Die Abbildung des Musters muss dringend aktualisiert werden, weil die bestehende meinem neuen Standard mit den sorgfältig abgerundeten Kanten und dem kleineren Durchmesser der Perlen nicht mehr entspricht. Morgen ist genau der richtige Tag dafür, wahrscheinlich etwas freundlicher als heute, das gerade gut genug war, den Stab zu drechseln. Während also den ansonsten sehr fleißigen Bienen nun ein paar Tage Pause gegönnt ist, werde ich das Wochenende für dieses Projekt nutzen und etwas handwerklich arbeiten. Wir hoffen, dass der Sonntag dann sonnig genug sein wird, damit sich ein Ausflug nach Ü. zu den Gartenträumen lohnt und wir die besondere Atmosphäre auf dem Gutshof mit den vielen Ausstellern genießen können.

Haus-Arbeiten

Kaum möglich, an einem derart verregneten Tag so etwas wie ein Naturerlebnis zu haben. So habe ich mich auf dokumentierende und andere häusliche Arbeiten konzentriert. Mit dem Anlegen einer Navigationsstruktur für meine animierte Fotogalerie bin ich heute ein gutes Stück weiter gekommen. Das wird die verschiedenen Motive besser in Szene setzen als es bisher möglich war. Vielleicht werde ich diese Lösungen als Grundlage für eine Überarbeitung der Foto-Seiten auf wunschbaum.de nehmen. Es muss ja nicht immer eine klare Trennung zwischen Flash und html geben. Die Integration animierter Elemente kann ebenfalls sehr spannende Ergebnisse bringen. Und das Anschauen und die Auswahl von Motiven für den Interessierten angenehmer machen.

Gutes Honigjahr?

Korrektur: Die Bäume auf dem Schulplatz sind für den Anfang doch gestützt durch die beliebte Konstruktion aus drei halbierten Holzstangen, die auf Augenhöhe mit einem Dreieck von Latten verbunden sind, an denen wiederum ein um den Stamm gewundenes Seil befestigt ist. Das dient sicher vor allen Dingen dem geraden Wachstum und nicht so sehr der Stabilität. V. hatte heute einen Erfolgstag in puncto Honigertrag. Bei der Frühtracht sind doch tatsächlich schon 4 große Eimer zusammen gekommen. Was wir wahrscheinlich dem gleichzeitigen Blühen des Apfelbaums, des Weißdorns und des Raps zu verdanken haben. Damit dürfte es jetzt allmählich zu Ende gehen. Gleichzeitig entwickeln sich die Robinien in Richtung ihrer vollen Blüte. Wenn das Wetter mitspielt, wird es deshalb gleich eine Folgetracht geben – und hoffentlich wieder einen reichen Ertrag. So viel folgt schließlich nicht mehr. Im Abstand von einigen Wochen dann eigentlich nur noch die Esskastanien und Brombeeren im erreichbaren Umfeld des Bienenhauses. Letztere decken allerdings einen sehr langen Zeitraum ab, was damit zusammen hängt, dass sie nach und nach ihre Blütenknospen öffnen und die Bienen immer wieder ihren Nektar sammeln können. Also hoffen wir auf einen guten Frühsommer und einen angenehmen, nicht zu trockenen, aber schön warmen Sommer. Ein Erfolg in dieser Hinsicht könnte gut tun.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.