Bezugspunkt Bäume

Eine eigenartige Zeit für mich. An der relativen Stille und Ereignislosigkeit im WWW erkenne ich, dass es anderen ähnlich geht. Solche Eindrücke, ich meine, dass man die Dinge nicht mehr richtig einordnen kann, dass man nicht mehr weiß, wohin der Weg führt, solche Eindrücke schaffen Sprachlosigkeit und Schweigen. Ein Schweigen, das der Neuorientierung, der Analyse, dem Versuch eines intuitiven Richtungswechsels dient. Die Bäume sind mir auch in solchen Phasen präsent, aber doch weiter weg. Es sind Mitlebewesen, die verstehen, wenn ich mich nicht immer mit gleicher Aufmerksamkeit ihnen und ihren Botschaften widmen kann. Die mir aber ein andermal auch wieder Anstöße geben, mir helfen, zu meinem eigentlichen Selbst zurück zu finden, wenn ich mich alltäglich zu weit davon entfernt habe. Dafür bin ich sehr dankbar, es hilft einen Bezugspunkt zu haben, der nicht an sprachvermittelte Kommunikation geknüpft ist. Die Kunst ist eine weitere Möglichkeit, aber von der bin ich gegenwärtig weiter weg als je.

Verlangsamte Zeit

Ein arbeitsreicher Tag, dessen einzige Baumeindrücke in der Beobachtung der Krankenhausbäume bestanden. Kein schöner Anlass also, zumal J. nun schon seit beinahe drei Jahren regelmäßig dort hin zu Behandlung erscheinen muss. Jedesmal nur maximal drei Tage, aber danach geht es ihr erstmal nicht so gut und es dauert eine ganze Weile, bis sie sich wieder erholt hat. Ich wünsche ihr sehr, dass die Therapie langfristig Wirksamkeit zeigt und keine neuen Schübe kommen. Auch wünsche ich mir, dass die beabsichtigte Vergrößerung des Zeitraums zwischen den Behandlungen sich nicht negativ auswirkt bzw. sie rechtzeitig reagiert, falls es Probleme geben sollte. Aber die Besuche dort sind nicht nur traurig, der Innenhof der Klinik hat immer auch etwas Meditatives, irgendwie halte ich mich dort gerne auf, gerade weil die Zeit dort verlangsamt zu sein scheint. Sicher tragen die riesenhaften Linden und noch recht jungen Gleditschien, die dieser Jahreszeit keine Blätter mehr, dafür aber viele dieser großen schotenartigen und jetzt reifen Früchte tragen, zu diesem Eindruck bei. Bei der Gelegenheit fällt mir ein: Letztes Jahr, zur gleichen Zeit habe ich einige der Früchte gesammelt und die Samenkerne später herausgeschält. Eigentlich wollte ich die setzen, um zu sehen, ob sich so kleine Bäumchen ziehen lassen. Aber auch dieses Projekt ist in der wechselhaften Hektik des Jahres untergegangen.

Feigenbaumwinter

M. hat es heute wieder ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass die Feigensaison nun unwiederbringlich zu Ende ist. Das ist vor allem deshalb schade, weil noch so viele unausgereifte Früchte am Baum hängen, die natürlich keine Chance mehr haben, bei diesen Frosttemperaturen. So werden sie irgendwann einfach abfallen. Vielleicht sollten wir sie aber vorher auch pflücken und sehen, ob sie noch etwas nachreifen, sobald sie höher temperiert werden. Wahrscheinlich aber würde das nicht funktionieren, anders als bei den fast reifen Früchten der letzten Monate, bei denen der Reifeprozess sich während des Lagerns fortgesetzt hat. Ich bin gespannt, wie der Baum sich im Frühjahr 2008 weiterentwickelt, wenn wir ihn vorher kräftig schneiden. Vor allem aber darf er nicht erfrieren.

Winterliche Gedanken

Ein ziemlich trüber Tag mit nur einem Spaziergang und einer dazu passenden kaum auffälligen Baumlandschaft. Eigentlich denkt jetzt jeder nur noch an den Winter. Das Herbstfeeling ist schon verflogen und die Gedanken richten sich auf Weihnachten, das Dekorieren und verschiedene andere Dinge, die man zur Jahreswende angeht, um die Dinge abzuschließen, hinter sich zu bringen, zu rekapitulieren. Auch die Armbandproduktion hat wohl ihren Höhepunkt für dieses Jahr bereits überschritten. Nur noch wenige werden sich an die Möglichkeit erinnern, ein individuelles Geschenk für ihre Lieben erwerben zu können. Das liegt weniger an der Qualität der Armbänder oder einem Überdruss der Kunden, sondern vor allem an der Jahreszeit. Schmuckobjekte aus Holz bringt man eher mit den wärmeren Jahreszeiten in Verbindung. Gut so, denn das Arbeiten daran macht bei klirrenden Außentemperaturen nicht den meisten Spaß. Am schönsten ist es sowieso im Hochsommer, wenn ich draußen sitzen oder stehen kann und das handwerkliche Arbeiten mit einem Freilufterlebnis kombiniere. So bleibt mir in den nächsten zwei Monaten mehr Zeit für mein neues Geschäftsprojekt, konzeptionelle Arbeiten und hoffentlich bald auch wieder die Arbeit an Inhalten.

Schöner Herbsttag

Jetzt, wo wir die ersten winterlich anmutenden Tage erleben, fallen plötzlich die Stechpalmen mit ihren ungeheuerlich rot leuchtenden Früchten auf, die meist kerzengerade wie utopistische Natur-Weihnachtsbäume in den Vorgärten anzutreffen sind. Dass sie um diese Jahreszeit so auffallen, liegt nicht nur an der zunehmenden Seltenheit von Farbe in der Landschaft, sondern auch am hellen und reinen Winterlicht, das insbesondere knallige Farben stark reflektiert. Auch sonst ist alles auf Winter eingestellt. Wir haben bereits im Garten und rund ums Haus alles winterfest vorbereitet, die Rattan-Möbel eingepackt bzw. nach innen verfrachtet, die nicht winterharten Pflanzen und Pflanzkübel in Sicherheit gebracht und die übrigen mit Moos wärmend ummantelt. Den ersten Weihnachtsbaum haben wir auch schon am Hauseingang platziert. Genauer gesagt soll es einer werden, pünktlich zum Beginn der Adventszeit werden wir ihn mit Lichterketten, Kugeln und Schmuckspitze ausgestattet haben. Das ganze Jahr über stand er bei V. am Bienenhaus im großzügig dimensionierten Kübel, in dem wir ihn auch jetzt belassen haben, damit er später wieder leicht abtransportiert werden kann, wiederverwendbar sozusagen. So blicken wir auf einen schönen Herbsttag zurück, der von einer Mischung aus Bummel-Ausflug, Spaziergängen und Gartenarbeit geprägt war.

Nadelbaumdiskurse

Bei Nadelbäumen gehen die Kenntnisse und Zuordnungen meist weiter auseinander als bei den Laubbaumarten. Das habe ich jetzt wieder festgestellt, als es zwischen V., M. und mir um die Frage ging, ob es sich bei den Zweigen, die wir jedes Jahr vor Weihnachten von Frau S. zum Dekorieren erhalten, um Zweige der Weißtanne handelt. Ich bin mir meinerseits sicher, auf Grund der Erscheinung der Äste, obwohl ich den Baum selber nie gesehen habe. V. hat das aber bestritten, der Baum habe zwar senkrecht stehende Zapfen (das typische Merkmal der Weißtannen), es handele sich aber nicht um eine solche. M. meinte, es sei eine Blautanne, besonders abwegig, wo doch die Nadeln keinerlei Blaufärbung aufwiesen. Und dann hat man mich noch an den anderen Baum verwiesen, von dem ich ebenfalls von Frau S. vor einigen Jahren einige große Abschnitte erhalten hatte. Aber das war eine Zeder, die wiederum ganz andere Nadeln aufweist. Und um eine Lärche, wie M. zu allem Überfluss noch einwarf, kann es sich wahrhaftig nicht gehandelt haben. Ich denke, diesmal habe ich Recht. Wie auch immer, das eigentliche Drama liegt darin, dass Frau S. diesen Baum hat fällen lassen, so dass uns in diesem Jahr erstmals diese Zweige fehlen werden. Ein herber Verlust, den wir irgendwie kompensieren müssen.

Im Gleichgewicht bleiben

Einen wirklich schönen Ausblick auf die Landschaft in Richtung Luxemburg hat man von dem großzügigen Firmensitz des Logistikunternehmens aus, das ich heute kennen gelernt habe. Ansonsten konnte ich nur einige Eindrücke von den Erwartungen einer bestimmten Art von Arbeitgeber gewinnen, und von den Sorgen und Nöten einiger anderer. Das hat mein Erfahrungsspektrum erweitert, wird mich aber letztlich vermutlich nicht weiter bringen. So versuche ich meine Energien zu bündeln, immer wieder in neue Richtungen zu lenken und das Feld des Machbaren auszutarieren. Die laufende Beschäftigung mit den Bäumen hilft mir, das Gleichgewicht dabei nicht zu verlieren.

Den Kontakt nicht verlieren

Meine kürzlich gesägten Abschnitte der Weide und des Pfaffenhütchens haben es schwer, um diese Jahreszeit anzutrocknen. Aber das hat auch sein Gutes, so dauert es länger, und die Gefahr, dass sich größere Risse bilden, die die schmalen Stücke beschädigen, wird minimiert. Wenn die Oberfläche trocken ist, werde ich sie dann in trockene Räume bringen, wo sie die Rest-Feuchtigkeit verlieren können. Bei dem nachmittäglichen Blick auf dieses Holz, in einem Moment, als die Sonne ausnahmsweise wieder so schön hervorkam wie in den letzten Wochen länger und häufiger, ist mir ein Gedanke, oder soll ich sagen, ein Vorsatz in den Sinn gekommen. Auch in besonders arbeitsreichen Zeiten, in denen die Schreibtischarbeit kein Ende zu nehmen scheint, darf ich das Außen, die grundlegende Schwingung der natürlichen Umgebung auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Es ist wichtig, zwischendurch nach draußen zu treten, um Kontakt aufzunehmen mit dieser Energie, die nur aus und mit der Natur erlebbar ist. Manche nennen das Auftanken. Und das Wort ist auch ganz zutreffend, denn diese einseitigen Tätigkeiten, die verschiedene Organe und das Nervensystem belasten, die aber in der Kommunikationsgesellschaft selbstverständlich geworden sind, diese Tätigkeiten machen uns tendenziell krank. Deshalb müssen wir achtsam sein und Vorsorge dafür treffen, dass es nicht so weit kommt.

Der weihnachtliche Geist

Ich denke, jetzt müssen wir uns doch auf den Winter gefasst machen. Wahrscheinlich habe ich heute die letzten 4 Feigen geerntet. Der Baum trägt zwar noch einige mehr. Aber die werden wohl nicht mehr reif werden, zumal in den kommenden Tagen eher eisige Temperaturen vorhergesagt sind. So richten sich die Gedanken schon in Richtung Weihnachten, und bald wird M. mit dem Sammeln von weihnachtlichen Zweigen und Dekomaterialien anfangen. Tatsächlich haben sich M. und ihre Freundin heute auch schon darauf geeinigt, sich an Weihnachten nichts zu schenken, was ich nicht gut finde. Wenn aus den berühmten Zeit-Hektik-Gründen nun auch schon das Schenken unter den Tisch fällt, geht die besondere Atmosphäre der Adventszeit und ihre heilende Wirkung auf unser Gemüt und unser soziales Leben verloren. Das wäre sehr schade. Ich versuche deshalb auch in Zukunft, den weihnachtlichen Geist, der in seiner schönsten Form in der Gestalt des Weihnachtsbaums zum Ausdruck kommt, zu bewahren und weiter zu geben.

Zeit der Stimmungsbilder

Das ist eine Zeit, die von Stimmungen geprägt ist. Der Herbst hinterlässt eben seine Spuren. Ein Anzeichen dafür ist, dass meine stimmungsvollen Aufnahmen bei fotolia plötzlich wieder auf Interessenten stoßen, nachdem den ganze Sommer über weitgehend Funkstille herrschte. So wurde heute eines meiner Herbstblätter herunter geladen. Vor ein paar Tagen war es ein Motiv mit zwei Grableuchten vom letztjährigen Allerheiligen. Und die Suche nach weihnachtlichen Motiven hat ebenfalls wieder begonnen. Der Weihnachtsengel hat jetzt schon den 15. Käufer gefunden, und ich bin sicher, es werden in der diesjährigen Vorweihnachtszeit noch mehr werden. Deshalb habe ich auch eine Reihe neuer Weihnachtsmotive aus der letzten Saison in meinen fotolia-Shop www.lux21.info
aufgenommen, die glücklicherweise auch alle akzeptiert wurden. Es handelt sich vor allem um verschiedene Weihnachtsbaum-Anhänger, Windlichte in Weihnachtsbaum-Form und eine Weihnachtsgrußschachtel. Nun bin ich gespannt, wann sie von den ersten Agenturen, Druckereien und Grafikern entdeckt werden.

Die letzte Rose

Die letzte Rose

Sie hat sich ganz schön lange gehalten. M. hat die schöne und wohl duftende letzte Rose dieses Jahres sich entfalten lassen und ihren langen Trieb zuvor in Richtung des Lichts gelenkt. Ihre Schönheit erstrahlt im Herbstlicht in einer Form, die den Winter vorwegnimmt und mich irgendwie melancholisch macht. In der anderen Ecke des Gartens fallen gerade die letzten Blätter des Ginkgo:Die letzten Blätter des Ginkgo

Und der Feigenbaum beendet seinen Wachstumszyklus für dieses Jahr gleichzeitig mit dem sukzessiven Verfärben und Abfallen der Blätter und mit dem Reifen der letzten Früchte. Dies hier ist nicht die allerletzte Feige, aber eine der letzten, die noch am Baum hängen, nachdem ich allein heute 14 Stück geerntet habe, die alle zusammen reif wurden. Damit ist unsere Feigenernte von diesem noch so jungen Baum auf 109 angewachsen. Sagenhaft, das macht Hoffnung für das kommende Jahr.Die letzte Feige

Holzarbeit

Wieder ein holzreicher Tag. Die drei Weidenabschnitte von Frau R. habe ich durch die Markröhre aufgesägt, um dem stark Wasser speichernden Holz die Spannung zu nehmen und den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Bei der Gelegenheit habe ich auch noch den letzten Abschnitt vom Pfaffenhütchen ,,filetiert“, den V. mir vor zwei Wochen mitgebracht hat. Tatsächlich ist das jedes Mal Präzisionsarbeit bei diesen schmalen Strauchstämmchen, denn auch hier gilt es, die Markröhre möglichst genau zu treffen, damit sie später bei den Perlen nicht an die Oberfläche kommt und sie damit unbrauchbar macht. Das tendenzielle Halbieren bedeutet aber auch, dass zu den Rändern hin nicht mehr viel Spielraum bleibt. Bei den meisten Stücken ist es deshalb fraglich, ob sie letztlich genug Durchmesser haben. Das werde ich erst genau wissen, wenn sie ausgetrocknet sind. Weiden- und Pfaffenhütchenabschnitte habe ich sofort nach dem Sägen ins Wachsbad getaucht, um die auslaufenden Fasern zu versiegeln und das Trocknen zu verlangsamen. Nur so kann wirklich das Reißen verhindert werden. Ich lagere das frische Holz erst einige Wochen in freier Luft, wenn auch überdacht. Später kommt es dann auf den Dachboden, wo es endgültig und langsam austrocknen kann. Vor dem Sägen habe ich das Kombinationsarmband Eibe-Ulme fertig gestellt, eine wunderschöne Zusammenstellung zweier interessanter Hölzer (und Bäume), die der Käuferin sicherlich gefallen wird. Der Garten ist auch für den Winter vorbereitet. So können wir mit unserer Arbeit heute zufrieden sein.

Bäume als Lebensbegleiter

Frau R. aus der Schweiz hat mir heute ein Paket mit drei Weidenbaumabschnitten geschickt. Ich weiß noch nicht genau, wozu sie verarbeitet werden sollen, aber ich vermute wieder zu Lebensbaum-Armbändern. Der Baum wurde gefällt, weil die Familie beschlossen hat, nach 18 Jahren an einem Ort neue Wege zu gehen und anderswo neu anzufangen. Eben diese 18 Jahre zählte auch der Weidenbaum, ein Lebensabschnittsbegleiter sozusagen. Bäume der unmittelbaren Umgebung zu fällen, weil man fortzieht und den Schmerz der Ablösung so klein wie möglich halten möchte, scheint auf den ersten Blick verwunderlich. Aber irgendwie kann ich es auch verstehen, gerade wenn man sensibel für die Verbindungen zwischen Menschen und Bäumen ist und weiß, welche enorme Rolle sie in unserem Alltagsleben spielen. Es ist dann, als ob man einen lieb gewonnenen Menschen hinter sich lässt, der nicht mitziehen kann. Ich wünsche der Familie, für sich die richtige Form des Abschiednehmens und Neuanfangens zu finden. Vielleicht wird ein Armband aus dem Holz eines dieser Lebensbäume ihre Energie ja für die Zukunft konservierbar und erlebbar machen. Ein schöner Zweck, den ich gerne unterstützen möchte.

Herbstgedanken

Der Herbst zeigt in diesen Tagen sein typisches Gesicht, denn jetzt fallen die Blätter auch schon. Dass man damit wochenlange Arbeit im Garten hat, bis das gesamte Laub sich gelöst hat und man es in Biotonne oder Komposthaufen verstaut hat, ist nur eine von vielen Seiten dieser Jahreszeit. Dazu gehört eben auch eine gewisse Schwermut, zumindest bei manchen Menschen, oder aber eine Art Melancholie, ein Gefühl, das mich selber eher mit dem Herbst verbindet. Beide Gefühle fördern die Innenschau und können auch kreative Prozesse voranbringen. Jedenfalls fließt in dieser Zeit vieles besser, gerade weil die Natur sich im Aufbruch befindet, ein Aufbruch, der gleichzeitig auch ein Abschied ist, und wenige Wochen später auch schon in die Wende zum neuen Zyklus übergeht. Ich mag solche Umbrüche, sie setzen Dinge in Bewegung, die auf diesen äußeren Anstoß gewartet haben, und am Ende steht etwas Anderes, vielleicht sogar Besseres, wenn man es im Hinblick auf den Wandel der Zeit und unsere Versuche betrachtet, diesem Wandel adäquat zu begegnen. So wünsche ich allen Menschen einen genussvollen und anregenden Herbst und ein vom Herbst erweitertes Selbst-Bewusstsein.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.