Baumatmosphäre

Der Aufenthalt im Klinikinnenhof ist immer wieder ein Erlebnis. Wenn ich die weniger erfreulichen Anlässe für diese Besuche mal wegdenke, kann es mir dort richtig gefallen. Die alte Sandsteinarchitektur, die auf eine wechselvolle, denkwürdige Geschichte zurückblickt. Die Integration eines modernen Krankenhauszentrums. Die Ruhe, welche in diesem Hof herrscht. Das Herausragende aber sind die Bäume, allen voran die gewaltige Linde und der noch mächtigere Tulpenbaum auf der anderen Seite des Hauptgebäudes. Ich hatte beide Bäume bei meinem eigenen Aufenthalt dort vor 2 Jahren schon bewundert, was die langen Tage etwas erfreulicher gestaltet hat. Die beiden Bäume, insbesondere die Schatten spendende und zentral stehende Linde im Innenhof, prägen das Ambiente des Ortes ganz wesentlich. Und die zahlreich platzierten Bänke ergänzen sich mit der Gemeinschaft fördernden Ausstrahlung der Linde zu einem kommunikationsfördernden Umfeld. Ich denke, dass den Planern und Architekten mit diesem Klinikprojekt ein großer Wurf gelungen ist, der über viele Jahre hin das Bild meiner Heimatstadt mitprägen wird.

Gleichgewichtige Synthese

Die Webseitengestaltung ist doch jedes Mal wieder mit mehr Arbeit verbunden, als ursprünglich eingeplant war. Die Probleme zeigen sich meistens erst mit dem Feilen am Detail. So auch jetzt wieder bei der Neugestaltung des Baumtagebuchs, die verschiedene Anpassungen im Layout und der Navigation erfordert. So wird die Weiterentwicklung anderer Projekte noch etwas auf sich warten lassen. Egal, wichtig ist, dass der Gesamteindruck und die Funktionalität spontan stimmig erscheinen, nur dann kann ich zufrieden sein. Und nur dann kann die Seite auch andere erreichen und im besten Fall interessieren und berühren. Mit der Wunschbaumpräsenz ist mir dies zweifellos gelungen. Selbst Leute, die mit den Inhalten nichts anfangen können, äußern sich bezüglich der Gestaltung sehr lobend, erkennen eine Qualität, die sich vom Durchschnitt deutlich abhebt. Das ist gut so, denn das Atmosphärische ist mir mit am wichtigsten. Idealerweise geht es bei solchen Webprojekten eine gleichgewichtige Synthese mit den vermittelten Inhalten ein – meine Wunschvorstellung eines gelungenen Internetauftritts.

Unteilbar

Ein wunderschöner Sommertag. Einer, wie man sich ihn im Hochsommer so wünscht, mit brütender Hitze und der Tendenz zum Müßiggang. Leider habe ich jede Menge zu tun, so dass die Freude daran sich nicht grenzenlos entfalten kann. Ich hoffe aber auf Konstanz, denn die Sonne gibt ihre Energie weiter, und das Hochdruckwetter beflügelt meine Kreativität, vor allem bei der Arbeit mit Holz und der gestalterischen Arbeit an den Baum-Seiten. Seltsam, dass in den vergangenen Tagen die Erinnerung an D. K. häufiger wiederkommt. Vielleicht weil ich mich mit dem früheren Kollegen getroffen habe, vielleicht aber auch, weil der Jahrestag seines Todes kurz bevorsteht und mich die Atmosphäre an diese Tage erinnert. So richtig wird man das wohl nie verarbeiten können. Umso wichtiger ist es, die positiven Aspekte und Erfahrungen zu nutzen und die neue Arbeit und das Jetzt-Leben zu integrieren. Dass vieles davon sehr gut war, weiß ich genau, das anderen zu vermitteln ist aber ganz und gar unmöglich, ein Stück individueller Erfahrung eben, das nicht wirklich teilbar ist.

Spannende Sommerzeit

Zwischendurch muss ich einfach die Vorräte wieder auffüllen. Gute Abschnitte aus dem Kern des Apfelbaums zu finden ist schwierig. Die Stücke, welche jetzt einige Monate hinterm Haus getrocknet waren, habe ich regelrecht filetieren müssen, um einige brauchbare Kanteln zu erhalten. Trotzdem sind die meisten Teile eher ins gelbliche gehend, während ich als typisch für den Apfelbaum immer die rötliche Färbung bevorzuge. Bei der Gelegenheit habe ich außerdem noch einige Platanen-Abschnitte verarbeitet, ebenso einige von der Kiefer. Aus den wenigen dünnen Aststücken des Pfaffenhütchens konnte ich immerhin zwei Stäbe gewinnen. Das noch junge Holz hat eine dichte Struktur und liegt farblich irgendwo zwischen grün und gelb. Ich bin auf die Oberflächenqualität sehr gespannt. Dieses exotische Holz werde ich mir in den nächsten Wochen ebenso vornehmen wie den einzigen Abschnitt des Weißdorns, den ich bisher besorgen konnte. So viele Vorhaben werden mich sicherlich über den Sommer pausenlos auf Trapp halten. Und da sind ja auch noch andere Projekte: Kästen und Schachteln aus Zedernholz, Experimente mit verleimten Hölzern, die diversen Websites, die Baumliteratur – das wird eine spannende Sommerzeit.

Altes Tagebuch neu illustriert

Mal sehen, vielleicht gelingt es mir, morgen die Arbeit am Füttern der Tagebuch-Datenbank zu beenden. Dann wäre schon mal ein guter Teil der ziemlich stupiden Routinearbeit an diesem Projekt erledigt. Als nächstes will ich das Design noch einmal überarbeiten, und dann kommen die Inhalte auf den Prüfstand. Es wird wohl auf eine Reduktion des Informationsteils hinauslaufen, bei gleichzeitiger Erweiterung der Vernetzung mit anderen eigenen Webpräsenzen und externen Informationsquellen. Sicherlich kann ich auch bestimmte dynamische Elemente (amazon, fotolia) miteinbauen. Den Kern sollen aber die Tagebucheinträge bilden, die ja dann vollständig ab November 2004 vorliegen werden. Die Navigationsstruktur zu den Elementen des Webs, die die Einträge ergänzen, wird ebenfalls noch einige Arbeit machen. Dann aber wird die neue Seite eine wichtige Ebene meiner Beschäftigung mit den Bäumen illustrieren.

Neue Dimension

Ich stelle immer wieder fest, dass die Erinnerung vergangene Ereignisse und Erlebnisse in ihrer Reihenfolge durcheinander bringt. Relativ weit zurück liegende Dinge scheinen ganz nah, solche jüngeren Datums wirken wie sehr weit zurück liegend. Ich habe das heute wieder bei der Eingabe der alten Tagebucheinträge in die Datenbank bemerkt. Sehr gut kann ich mich noch an jedes einzelne Ereignis, jede Beobachtung und Reflexion erinnern, auf die Frage hin, wann das denn gewesen sei, hätte ich aber regelmäßig falsch gelegen. Da sind Spaziergänge, allein oder mit Begleitung, von denen ich interessante Baum-Beobachtungen mitgebracht habe, da sind Presseartikel, die sich auf Baum-Themen unterschiedlichster Art beziehen. Da sind Baum-Bücher, die ich als Material für eigene Baum-Texte genutzt habe. Immer wieder Verbindungen zwischen der Welt der Bäume und der Alltagswelt der Menschen, insbesondere meiner eigenen. Ich bin sehr froh, dieses Medium im November 2004 für mich entdeckt zu haben. Vieles wäre ansonsten für immer verloren, das so in der selbst auferlegten Routine des Tagebuchschreibens aufgehoben wird. Mit der Datenbank nun jederzeit schnellen Zugriff darauf zu haben, finde ich besonders spannend. Das bereichert das Langzeitprojekt ,,Baumtagebuch” um eine ganz neue Dimension.

Abwechslungsreiche Armband-Produktion

Puh, das war eine ganz schöne Arbeit. 10 Armbänder in nicht einmal 1,5 Wochen! Das hatte ich zuvor in dieser Dichte noch nicht. Aber irgendwie musste der Stau nach meiner dreimonatigen Produktionspause ja aufgelöst werden. Eine wirklich abwechslungsreiche Zusammenstellung, die teilweise mit sehr viel Mühe und Schwierigkeiten in der Verarbeitung verbunden war, darunter auch einige Kombinationen, die ich zuvor noch nicht realisiert hatte: Ein Set Partner-Armbänder in der Kombination ,,Tanne-Eberesche” (mit dezentem, aber sehr stimmigem Kontrast der alternierenden Perlen), drei Lebensbaum-Armbänder ,,Apfelbaum”, ,,Walnussbaum” und ,,Linde” (schon lange nicht mehr hergestellt), ein Set Partner-Armbänder ,,Kiefer-Ulme” (mit sehr starkem Kontrast und entsprechend dekorativ wirkend), gleich zwei Wunschbaum-Armbänder ,,Walnussbaum” (mit alternierenden Perlen aus Kern und Splint), schließlich ein Lebensbaum-Armband ,,Weidenbaum”. Da kommen einige neue Motive zur Abbildung im Wunschbaum-Shop zusammen. Dass die Kunden zufrieden sein werden, da bin ich ganz sicher. Und nun: Auf zu weiteren Projekten!

Überfälliges Sommer-Licht-Baum-Grün

Es kann passieren, dass man sich um 19.00 Uhr abends plötzlich dem grellsten Sonnenlicht ausgesetzt findet. Fünf Minuten vorher strömte der Regen noch, und der Wind blies eine unangenehme Brise, die die Beine erzittern ließ. Das in einer Zeit, die man Hochsommer nennt und die sonst von größter Hitze und Trockenheit gekennzeichnet ist. Anders als die meisten, die sich bisher dazu geäußert haben, glaube ich allerdings noch an den Sommer, ich bin sicher, er hat sich noch nicht verabschiedet. Er zeigt einfach nur mal wieder ein äußerst ungewöhnliches Gesicht, und diesmal bedeutet das: extreme Schwankungen. Zurzeit macht mir das nicht so viel, weil ich eine Menge Handwerkliches zu erledigen habe, und dann die Archivierungsarbeit am Computer. Aber eigentlich steht auch die Renaissance meiner fotografischen Aktivitäten auf dem Sommerprogramm. Und dafür benötige ich dringend besseres und vor allem einigermaßen konstantes Wetter. Also hoffen wir, dass die 30 Grad des Wochenendes sich länger halten werden und ich endlich auf die Spur des Sommer-Licht-Baum-Grün finden kann.

Kommunikation und Themen

Das ist zurzeit so ein Wechsel zwischen handwerklichem Arbeiten, der kreativen Arbeit am Computer und der Erschließung neuer Möglichkeiten. Zwischenphasen dieser Art hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder, es ist eine Art roter Faden, der sich insbesondere durch mein berufliches Leben zieht. Und merkwürdigerweise, gerade diese Phasen sind solche mit intensiver Kommunikation. Es ist so, als ob die Distanz zum beruflichen Eingebundensein, was bei mir qua Profession immer schon kommunikationslastig ist, kommunikative Ressourcen in anderen Bereichen freilegt. Ich empfinde dies als sehr wohltuend, da es wichtige Lebensbereiche zu ihrem Recht kommen lässt, die in ,,normalen” Zeiten kaum Entfaltungsmöglichkeiten haben, schon aus zeitlichen Gründen. Und es ist auch so, als ob diese kreativen Zwischenphasen die einzigen sind, in denen Denken losgelöst von korporativen Regeln und Routinen sich in nennenswerter Form ausdehnen kann. Natürlich kommen mir dann auch die Bäume noch stärker als sonst zum Vorschein. Und natürlich weiß ich, dass sie mir den freundschaftlichen Hintergrund schaffen, vor dem dieses Denken auch in den professionell gesehen arbeitsreichen Zeiten möglich ist und jegliche Arbeit, wenn auch in ganz anderen Inhaltsfeldern angesiedelt, wirklich befruchtet. Ich weiß um die Bedeutung der kontinuierlichen Beschäftigung mit einem Thema, das einem wirklich am Herzen liegt. Dass das Verständnis eines großen Teils meiner Zeitgenossen hierfür offenbar nicht einmal ansatzweise vorhanden ist, ist mir in den letzten Monaten deutlicher als zuvor klar geworden, kann mich aber nicht wirklich irritieren.

Im Sommerfluss

Die Ebereschenfrüchte leuchten schon wunderbar. Leider sind in diesem Jahr die Blätter der meisten Bäume stark von Insektenfraß in Mitleidenschaft gezogen, so dass sie in dieser sonst so üppigen Jahreszeit irgendwie mager wirken. Auf der anderen Seite grünt es dagegen jetzt sehr schön: bei den Trompetenbäumen mit ihren großen lappigen Blättern, beim Japanischen Schnurbaum, der jetzt auch allmählich seine Blütenstände ausbildet, bei den Haselnusssträuchern, deren Früchte in noch unreifer Form auf mich viel attraktiver Wirken als später. Auch der Gemeine Schneeball zeigt seine Pracht, indem er zu den schönen hellgrünen Blättern nun das leuchtende Rot der Früchte setzt. Zunächst noch opak werden sie schon in wenigen Monaten transparenter werden, bis sie schließlich während des Winters, den sie problemlos überstehen, fast durchsichtig erscheinen. Die Früchte des Wolligen Schneeballs sind derzeit aus der Ferne kaum von denen des Gemeinen zu unterscheiden. Bei näherem Hinsehen zeigen sie sich aber stärker länglich und seitlich leicht abgeflacht, während die des Artverwandten nahezu kugelig sind. Beim Wolligen Schneeball färben sich später einige der Fruchtbeeren auch schwarz, was dem Strauch dann ein außerordentlich attraktives Aussehen verleiht. Auf dem Weg zum Rot sind die Weißdornfrüchte, die in diesem Jahr wieder außerordentlich dicht an den Zweigen stehen. Und auch die Traubenkirsche bewegt sich in Richtung der Reife jetzt noch grüner Fruchtstände. Eine Zeit also, in der die Natur sich an allen Ecken und Enden im Fluss befindet. Jetzt darf es nur nicht passieren, dass neben dem Wachstum fördernden Regen die Energie spendende Sonne zu kurz kommt. Wir haben die Wärme einfach nötig – für die Seele und ein angenehmes Körpergefühl.

Laubschatten und fragwürdiger Sommer

Das subtropische Klima der letzten Wochen hat den Efeu wieder stark wachsen lassen. Überall eroberten sich lange Triebe den Raum um die Grotte herum und ließen sie damit aus der Form geraten. Da war ein Schneiden dringend erforderlich, vermutlich das dritte Mal für dieses Jahr, wahrscheinlich auch nicht das letzte. V. hätte die Heckenschere dazu benutzt, gerade bei Efeu finde ich das aber unmöglich und habe diese Aufgabe deshalb wieder selber händisch übernommen. Es geht eigentlich immer nur darum, einzelne Triebe abzuschneiden, manchmal neue, manchmal auch alte, sich allzu stark ausdehnende. Gleichzeitig lasse ich solche Stellen zuwachsen, die bisher noch zu dünn bewachsen sind, damit die Grotte endlich wieder ihre kegelhutförmige Gestalt erhält. Jetzt fehlt nur noch die Sonne, und wir können uns länger hinterm Haus aufhalten, das jetzt durch Nashi, Feigenbaum und vor allem die Weinstöcke wunderbar beschattet ist. Natürlich hat man nichts vom kühlenden Schatten, wenn der Tag von ungemütlichem Regen bestimmt ist. Genießen wir also den Sonntag, denn Anfang der Woche soll der Sommer-Herbsteinbruch wieder zurückkehren. Lasst uns die zur Witterung passende Aktivität finden und tapfer auf den Spätsommer hoffen.

Das neue Gerüst

Es sieht fast so aus, als ob das Gerüst für die neue Baumtagebuchseite jetzt steht. Das war allerdings nur mit Unterstützung zu schaffen. As Bruder hat die kniffligen Skripte für das Suchfeld und den dynamischen Kalender für mich programmiert und die Stilanpassungen vorgenommen. Jetzt steht allerdings noch die Verfeinerung des Designs aus, und die Überarbeitung des Inhalts, der mir in Teilen redundant erscheint und in anderen Teilen unbedingt ausgebaut werden muss. Ein Projekt zweifellos für die nächsten Monate, da ich noch so viele andere Projekte weiterverfolgen möchte. Ich hoffe nur, dass mein gegenwärtiger Schwindel, der mich nach langer Zeit über Nacht wieder befallen hat, möglichst schnell wieder vergeht und sich nicht so hartnäckig hält wie in vergangenen Jahren. Dass ich demnächst, jedenfalls wenn ich die Datenbank vollständig aufgefüllt habe, einen Überblick über alle Einträge seit Anfang habe, finde ich klasse. Daraus werden sich jede Menge Vernetzungsmöglichkeiten ergeben.

Selbstmusealisierung

Das Einspeisen der zurückliegenden Einträge des Baumtagebuchs in die Datenbank ist eine zeitraubende und ziemlich monotone Angelegenheit. Ich versuche täglich einen Monat weiter zurück zu gehen, so müsste ich in ca. 20 Tagen alles bis zum November 2004 geschafft haben. Kaum zu glauben, im November dieses Jahres feiert das Tagebuch schon seinen dritten Geburtstag. Und kein einziger Tag ohne Eintrag. Spannender als dieses Einspeisen selber ist der erneute Einblick in vergangene Ereignisse, die durch das elliptische Querlesen wieder in Erinnerung kommen. Ich kann mir vorstellen, dass das bei noch größerem zeitlichem Abstand sehr interessant sein kann. Im Spiegel der Baumerlebnisse die jeweiligen Stimmungen, Befindlichkeiten und Aktivitäten der Lebensphasen im Rückblick zu betrachten, ist für mich eine neue Form der Selbstmusealisierung. Dieses Thema hat mich immer wieder beschäftigt, besonders während meines Studiums, als ich Collagen mit Alltagsdokumenten anfertigte. Im virtuellen Raum hat das aber eine neue Qualität, da viele Menschen die Möglichkeit haben, es einzusehen und das eine oder andere für sich selber zu entnehmen.

Eine großartige Geste

Über die beiden Bildbände von C. aus Amerika habe ich mich wahnsinnig gefreut. Ich darf gar nicht daran denken, mit welchen Kosten der Express-Versand solch schwerer Bücher verbunden ist. Eines von den beiden kannte ich von der deutschen Fassung, die ich schon seit Jahren in den Buchhandlungen sehe, die aber noch nicht zu meiner Sammlung gehört. Nun also die originale Version in Englisch ,,Remarkable trees of the world” von Thomas Pakenham. Ich bin gespannt auf die Lektüre und hoffe, am Wochenende dazu zu kommen. Ganz toll auch der Band mit Landschaftsaufnahmen ,,American landscape” von David Muench, der einem Lust auf eine Reise nach Amerika machen könnte. Dass ein Mensch, den ich nur von wenigen Begegnungen kenne, sich solche Mühe gibt und mir durch dieses mehr als passende Geschenk eine Freude machen will, finde ich großartig. So etwas erlebe ich selten, würde es aber gerne erleben, denn das Schenken ist auch eine meiner großen Leidenschaften. Nur macht es eben nicht bei jedem den gleichen Sinn. Und wirklich gut ist es eben bei Leuten, die den menschlichen Sinn des Schenkens verstehen und sich dabei nicht nur an der Oberfläche bewegen. Die Bände und diese schöne Geste, so hoffe ich, werden den Auftakt für das Nacharbeiten meiner Baum-Lektüre bilden, die sich zu immer größeren Stapeln auftürmt, weil ständig etwas dazwischen kommt. Jetzt scheint endlich die richtige Zeit gekommen, das Versäumte nachzuholen.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.