Einer von diesen Tagen

Das war einer von diesen Tagen, die motivierend anfangen und chaotisch enden. Nach Mittag fing der Ärger schon an mit der Feststellung, dass die Finanzverwaltung mir eine neue Nummer zugeordnet hat. Ärgerlich, wenn man gerade die alte auf neue Briefbögen hat drucken lassen. Nun das Ganze also von vorne. Auch die Umstellung meiner diversen Softwarepakete hat mir schon die ersten Schwierigkeiten gemacht. Da sehe ich einmal wieder, wie stark ich doch von Gewohnheiten abhängig bin. Ist nicht immer leicht, sich da umzustellen. Nun ja, die Weihnachtsbäume in meinem Rücken werden mich noch bis zum Wochenende trösten und den zeitweiligen Ärger vergessen lassen. Es kann nur noch besser werden.

Immer Neues dazulernen

Diese cms-Technik ist schon etwas sehr Spannendes. Auch wenn ich damit noch in den Anfängen stecke, denke ich doch, dass sich aus diesen Studien etwas Kreatives entwickeln kann. Immerhin habe ich die Installation realisieren können, eine ganz schön komplizierte Angelegenheit, bei der man strikt nach Anweisung vorgehen muss. Und selbst dann tuen sich noch eine ganze Reihe von Rätseln auf. Wie auch immer, ich freue mich auf die weitere Arbeit damit. Nächstgelegenes Ziel ist es, den Wunschbaumshop mit Hilfe dieses Systems vollständig neu anzulegen. Damit möchte ich stärkere Interaktivität, ein zeitgemäßeres Shopsystem und bessere Erweiterbarkeit durch die integrierbaren Module erreichen. Und wie das immer bei Neuerungen ist: Die Anfangs- und Entdeckungsphase ist das beste daran. Da tuen sich plötzlich neue Welten auf und alles im Horizont dieser imaginären Welten scheint zunächst möglich. Mit dem tieferen Verstehen und der Konkretisierung schränkt sich der Horizont dann schon ein. Und irgendwann ist es selbstverständlich geworden. Am liebsten würde ich immer nur Neues dazulernen. Leider bietet uns diese Gesellschaft nur sehr eingrenzte Räume dafür.

Gemütliches Holzofenfeuer

Es war eine gute Luft heute Nachmittag. Ideal für einen längeren Spaziergang, den längsten seit Wochen. Landschaftlich machen sich die Reize derzeit zwar rar, aber die Menschen genießen die Tage trotzdem, an denen der Winter sich von der schöneren Seite zeigt, nämlich kalt und sonnig. Besonders wenn er zuvor tagelang nass und schmuddelig ausgefallen war und die Menschen wirklich darunter gelitten haben. Auch die Waldarbeiter scheinen schon wieder unterwegs zu sein. Unterwegs geriet mir der eigentümliche Geruch von frisch gesägtem Eichenholz in die Nase. Wenige Zeit zuvor hatte man einen gewaltigen Eichenstammabschnitt in Segmente gesägt, interessanterweise aber nicht ganz durchgesägt, so dass der Stamm noch zusammenhängend am Wegrand lag. Nur eben mit diesen in gleichmäßigen Abständen eingebrachten Kettensägenschnitten. Zunächst dachte ich, die wollen eine Ruhebank daraus formen. Aber dafür gingen die Schnitte zu tief. Schade eigentlich, denn an dieser Stelle des langen Weges entlang der Saar wäre eine Bank sehr angenehm. Leider hat dann die Phantasie der Gemeindemitarbeiter doch nicht gereicht, und am Ende wird schlicht Brennholz daraus. Eichenholzduft erfüllt in diesen Tagen auch unsere Wohnräume. Und auch wenn ich manchmal schimpfe wegen der eigentlich zu hohen Raumtemperaturen. So ein Holzofenfeuer und seine Wärme hat auch etwas sehr Gemütliches. Wollen wir es versuchen zu genießen.

New York und Million Trees

Aktuelle Meldung auf www.tirol.com

New York klont hundertjährige Bäume aus dem Central Park
“Die Bäume waren in der Lage die Unannehmlichkeiten des urbanen Lebens auszuhalten.”

Die Stadt New York will Setzlinge von hunderte Jahre alten Bäume aus dem Central Park in alle fünf Stadtteile pflanzen. Die Initiative ist Teil der “Million Trees”-Kampagne, die seit vergangenem Herbst läuft, berichtet der lokale TV-Sender NY1 am Donnerstag.

Stecklinge von Eichen, Buchen und Ulmen, die teilweise seit dem Bürgerkrieg in Manhattans wachsen, werden in eine Baumschule nach Oregon verschickt und dort groß gezogen. Wenn die jungen Pflanzen 60 Zentimeter hoch sind, kommen sie nach New York zurück.

“Die Bäume waren in der Lage die Unannehmlichkeiten des urbanen Lebens auszuhalten, ob das Hunde sind, die ihr Bein heben oder Menschen, die die Erde zertrampeln oder Autoabgase.

Dass ein Baum bis zu 200 Jahre alt wurde, bedeutet, dass er genetisch gesehen stärker ist als andere. Deshalb ist es eine gute Idee, ihn zu klonen”, sagte Adrian Benepe von der städtischen Parkbehörde.

Insgesamt sollen 25 verschieden Baumarten vermehrt werden. Dazu gehört auch die sogenannte St. Nicholas-Ulme, unter der bereits der erste Präsident der Vereinigten Staaten, George Washington, vor 230 Jahren gewandelt sein soll.

Auch die Bäume, die der berühmte Landschaftsarchitekt des Central Parks, Frederick Law Olmsted, in den späten 1850er Jahren pflanzen ließ, soll in seinen Setzlingen weiterleben. Mit der Kampagne sollen innerhalb der kommenden zehn Jahre rund 10.000 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden.

Zypressen und Hoffnung

Scheint ja ein gewaltiges Paket zu sein, diese Creative Suite 3. Ich habe schon alles installiert und ein wenig herumprobiert. Insgesamt ist es mir bezüglich der Oberfläche vertraut, das ist sehr wohltuend, wenn man sich nicht bei jeder Anwendung wieder neu über die Logik Gedanken machen muss. Bis ich aber bei so vielen auch neuen Anwendungen durchblicke, wird wohl eine Weile Zeit vergehen. Heute ist ohnehin nicht der richtige Tag dafür, weil mich die Bandscheibe außerordentlich nervt und ich diesen frühlingshaften Temperaturaufschwung nicht vertrage. Natürlich hängt beides eng miteinander zusammen. Bei uns allen, das haben wir gemeinsam, diese extreme Wetterfühligkeit, ein Phänomen, das viele gar nicht nachvollziehen können, weil sie es nicht kennen. Für uns ist das aber schicht Leidenszeit, die man irgendwie vernünftig hinter sich bringen muss. Es lässt sich einfach nicht steuern und auch nicht vermeiden. Ein Trost ist mir die Aussicht auf die vielen neuen kreativen Möglichkeiten, die sich aus der neuen Software ergeben. Und die handwerkliche Arbeit, die ich morgen an dem Zypressenarmband fortsetzen werde. Den Stab habe ich heute schon hergestellt, ging sehr gut, wie eigentlich immer bei dieser Art. Und angenehm tragen lässt sich das Band später auf jeden Fall, bei dieser samtigen und duftigen Oberfläche. Ist tatsächlich einer meiner Lieblingsbäume, wobei ich das Holz noch etwas lieber mag als den Baum. Mein Text zur Zypresse an dieser Stelle noch einmal, weil er so schön ist und Mut gibt:

Auf Leben und Tod
Duftend zurückkehrt die Seele.
Von Trauer und Schmerz.
Zeugend grün ragender Pfeil.
Für Aufbruch und Hoffnung.
Heilend aus schuppiger Hülle.
Ätherischer Quell.

Später Liebling

Bei der nochmaligen Durchsicht fast aller meiner Baumfotografien der letzten Jahre bin ich zu dem Schluss gekommen, dass nun wieder Nachschub notwendig ist. Da ist schon ein gewaltiger Qualitätsunterschied zwischen 4 und 10 Megapixel großen Aufnahmen. Bis vor kurzem war mir das nicht so bewusst, da auch mit den kleineren Apparaten sehr schöne Aufnahmen gelingen können, im Schnappschussbereich sogar bessere, weil damit so schnell nichts verwackelt. Aber die Tiefenschärfe und Brillanz der Farben und Flächen ist natürlich nicht in gleicher Weise gegeben. Das wird vor allem deutlich, wenn man die Aufnahmen in größerem Format verwenden und nicht nur fürs Web komprimieren möchte. So ist die Canon 400D nun nach einjähriger Anlaufzeit doch zu meiner Lieblingskamera avanciert und ich habe zunehmend Lust, meine Motivserien kontinuierlicher mit ihrer Hilfe weiterzuspinnen. Der Frühling wird auch die Lust wieder aufkommen lassen, das draußen in der Natur am Beispiel des ersten Grün und der Blüten zu realisieren.

Starke Inhalte

Ist ein tolles Gerät, dieses all-in-one-Teil von HP, das heute überraschend früh geliefert wurde. Damit kann ich jetzt also Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen in einem. Nicht schlecht, zumal das Teil einigermaßen kompakt ausgefallen ist, und nicht den ganzen Arbeitsplatz blockiert. Es ist schon wohltuend, wenn die technische Infrastruktur stimmt und man sich im Bedarfsfall problemlos darauf stützen kann. Das ermöglicht es mir, die Inhalte ins Zentrum zu nehmen und daran intensiv zu arbeiten. Ich habe genau das als Hauptthema meiner online-Anzeige für linielux genommen, denn ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass die intensive und prägnante Be- und Verarbeitung von Inhalten meine eigentliche Stärke darstellt. Ich denke, in diese Richtung wird auch die Ausgestaltung meiner Marketing-Anstrengungen gehen. Nach einer Reihe weiterer Formalia, mit denen ich mich immer wieder herumschlagen muss, war die Entdeckung einiger älterer Baumblatt-Aufnahmen am Nachmittag eine Wohltat. Ich will sie meinem fotolia-Portfolio zukommen lassen, auch wenn die Größe wahrscheinlich nur einen L-Status möglich macht. Motivisch sind sie sehr überzeugend, das werden sicherlich auch andere erkennen. Außerdem habe ich noch eine weitere micro-stock-Bildagentur entdeckt, die sich vor allem auf den Tausch von Fotografien spezialisiert hat. Mal sehen, ob ich mich da zusätzlich einbringen kann.

Holzofenwärme

Die Holzofenwärme hat schon etwas Besonderes. Diese Art von Wärme durchdringt das ganze Haus und vertreibt diese klamme Kälte, die sich in den letzten Wochen zuvor breit gemacht hatte. Makabererweise ist V. das Vorhaben, die Ölheizung für einige Wochen abzulösen, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt angegangen, zu dem die Temperaturen deutlich angestiegen sind. Und jetzt haben wir geradezu frühlingshaftes Klima, das so gar nicht in die Jahreszeit passt. Der Holzofen ist insofern nicht umwerfend passend, wenn man die Türen weit geöffnet hält, verteilt sich die erwärmte Luft aber weiträumig und die letztliche Temperatur ist angenehm. Gut abgelagertes Holz starker Bäume wärmt uns in dieser Zeit. So tuen diese Bäume über ihr aktives Zusammenleben mit uns hinaus noch Gutes.

Selektion und Erfolgserlebnis

Die meisten meiner fotolia-Vorschläge wurden wieder akzeptiert. Das ist immer ein Erfolgserlebnis, das auch dadurch zustande kommt, dass die Redaktion offenbar sehr streng vorgeht. Es kommt immer wieder vor, dass z. B. ähnlich aussehende Motive oder perspektivische Varianten eines Motivs nicht angenommen werden. Oder dass es einfach schon zu viele Motive der entsprechenden Art gibt. Da ist die Selektion dann gnadenlos. Ich finde das gut, denn es zeigt einen hohen Qualitätsstandard und klare Auswahlkriterien bzw. Erwartungen an. Das bescheinigt auch meinen Arbeiten ein professionelles Niveau, das nicht nur durch meine ,,Beförderung” zum Bronzestatus zu begründen ist. Besonders erfreut bin ich, dass gerade die ausgefalleneren Motive Zustimmung gefunden haben, wie etwa der Krippenszenenweihnachtsbaum aus Holz, während die beiden Samt-Pailletten-Weihnachtsherzen z. B. nicht angenommen wurden. Man kann da nur spekulieren, aber vermutlich ist das Gesamtportfolio an Herzmotiven schon überfüllt. Wie auch immer, ich sehe mich bei meinem Vorhaben bestätigt, die fotolia-Auswahl zu vergrößern. Ich glaube, daraus lässt sich noch eine Menge Spannendes entwickeln.

Die Weihnachtszeit ist vorbei

Das ,,Abschmücken” des Weihnachtsbaums am heutigen Vormittag hat mir wieder jede Menge Freude gemacht. Natürlich habe ich mir diese Aufgabe nicht abnehmen lassen, denn damit schließt für mich immer die Weihnachtszeit ab. Außerdem bin ich der einzige, der es vermag, die vielen Schmuckelemente aus Stroh, Glas, Metall, Filz und Stoff wieder in den richtigen Kartons und Schachteln zu verteilen und in die richtigen Schränke einzusortieren. Die drei Lichterketten des Weihnachtsbaums waren natürlich das Aufwändigste, da sie sich ineinander verheddert hatten und sie ohnehin nicht leicht zusammen zu legen sind. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Anschließend habe ich noch die Lichterketten beim Weihnachtsgesteck und dem kleinen Weihnachtsbaum am Vorderhaus entfernt und die Wohnung zusammen mit M. in den ,,Normalzustand” zurückversetzt. Irgendwie mit dazu gehört an der Stelle, ich meine bei diesem rituellen Verabschieden der Weihnachtssaison das Zerschneiden der alten Kalenderblätter zu Notizzetteln. M. benötigt solche Zettel mit glattem Papier das ganze Jahr über, und diese etwas festere Qualität der Monatskalenderblätter ist besonders geeignet. Na ja, ganz verabschiedet habe ich mich dann doch noch nicht, denn die Weihnachtssachen in meinem Arbeitszimmer will ich noch eine Woche länger belassen. Damit ich die vielen neuen Weihnachtsbaumobjekte noch eine Weile länger genießen kann.

New Year’s Resolutions

Heute habe ich noch einmal einige weihnachtliche Motive bei fotolia hochgeladen. Damit sind es insgesamt 19 neue Fotografien, von denen ich hoffe, dass sie alle angenommen werden. Die Qualität, denke ich, stimmt in jedem Fall. Aber natürlich hängt das immer auch von dem Geschmack und der Einschätzung des jeweiligen Bildredakteurs ab. Mit dem ,,Abräumen” des Weihnachtsbaums geht für mich morgen die Weihnachtszeit zu Ende. Ich glaube, für viele Menschen ist der Dreikönigstag dafür die Zeitmarke. Danach fängt das neue Jahr eigentlich erst richtig an. Und tatsächlich, man hat in den vergangenen Tagen kaum jemanden erreicht. Die Menschen nutzen diese Zeit der Rauhnächte, um die Gedanken zu ordnen und sich innerlich auf neue Aufgaben oder die Fortführung des Gewohnten einzustellen, häufig verbunden mit New Year’s resolutions (eine neue Vokabel, die ich durch meinen Englisch-Tageskalender hinzugelernt habe). Gute Vorsätze sind nicht das Schlechteste, aber es kommt eben darauf an, sie in die Tat umzusetzen. Ich habe mir meinerseits nichts Bestimmtes vorgenommen, außer seelisch gesund und körperlich fit zu bleiben, zwei Voraussetzungen für so ziemlich alles andere.

Optimismus pflegen

Immerhin, die neuen Türen mit verbessertem Schloss, guter Wärmedämmung und mehr Stabilität haben wir jetzt endlich bestellt, damit sie bis Ende März dann auch geliefert werden. Auf anderes warte ich noch vergeblich. Offenbar haben viele Firmen über die Jahreswende erst mal dicht und beginnen erst in der kommenden Woche wieder mit der Arbeit. So wird sich meine eigene Unternehmung ebenfalls langsam in die Gänge setzen, was ganz sinnvoll ist, denn diese Jahreszeit ist nicht meine beste. Ich freue mich aber, dass sich auf diese Weise meine verschiedenen Vorstellungen entwickeln und ausreifen können. Das macht ihre Umsetzung dann umso vielversprechender. Wie auch immer, ich versuche den Optimismus zu pflegen, nicht den, der fälschlicherweise täglich in den Medien verbreitet wird, ohne dass irgendjemand wüsste, worin seine Gründe liegen. Sondern den, der aus eigener Zuversicht entspringt und folglich Substanz mitbringt. Meine Galerie der Weihnachtsbaumobjekte werde ich deshalb noch mindestens eine Woche über den Dreikönigstag hinaus in Sichtweite behalten, das hebt die Stimmung bei jedem Blick.

Geschichten erzählende Objekte

Ich darf nicht vergessen, unseren Weihnachtsbaum noch als Ganzes zu fotografieren, bevor wir ihn am Wochenende wieder entfernen. So wird im Laufe der Jahre eine kleine Galerie der Weihnachtsbäume entstehen, an der man die wechselnden Moden und Vorlieben für schmale vs. ausladende, dichtere vs. lichtere, mit vs. ohne Zapfen etc, ablesen kann. Der Schmuck hat mir in seiner lichten und transparenten Anmutung dieses Jahr wirklich sehr gut gefallen. Einige der neu-alten Stücke habe ich für die fotolia-Galerie abgelichtet. Darunter dieses Samtherz mit Perlen, das am Baum unglaublich dekorativ wirkt:

Weihnachtsschmuck in Form eines Samtherzen

Verschiedene andere Motive kamen dazu, nun bin ich gespannt, welche davon angenommen werden. Vielleicht auch dieser niedliche Schneemann:

Schneemannfigur

Man glaubt gar nicht, wie viele Geschichten erzählende Alltagsgegenstände sich identifizieren lassen, wenn man die Dinge einmal unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. Ich denke, die Objektfotografie ist ein ganz tolles Mittel, Symbolhaftes dingfest zu machen. Auf dieses neue Thema will ich mich in diesem Jahr stärker als bisher einlassen.

Verlangsamung und Ergebnisqualität

In diesem Jahr bin ich noch nicht so richtig angekommen. Ist wohl auch nicht meine Jahreszeit. So wird es eine Weile dauern, bis ich auf normale Betriebstemperatur angelaufen bin. Anderes läuft langsam aber sicher der Fertigstellung entgegen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass 2008 ein Geduldsjahr sein wird, eines, das meine ohnehin ausgeprägte Geduld auf eine besondere Probe stellen wird. Was mich daran beunruhigt ist eigentlich nur, dass meine Geduld mit zunehmendem Lebensalter wohl nachlässt. Oder vielleicht auch nur sich auf eine geringere Anzahl von Lebensbereichen konzentriert. Dennoch die Verlangsamung der Verarbeitungsprozesse da, wo es für die Qualität der Wahrnehmung, der Reflexion und der Ergebnisse förderlich ist, ist mir immer noch sehr gut möglich. Nur, diese Qualitäten zu vermitteln, ist nicht ganz einfach. Wer fragen wollte, woher ich diese Kompetenz besitze, müsste sich mit der möglicherweise irritierenden Antwort zufrieden geben: von meiner intensiven Beschäftigung mit den Bäumen.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.