Kein Wetter für draußen

Na, heute war an Arbeit im Freien eigentlich nicht zu denken. Es gab aber auch noch einiges Projektbezogenes aufzuarbeiten. Und zumindest ein wenig Brennholz müssen wir morgen ohnehin heranschaffen und verarbeiten. Wir hoffen, dass es wenigstens nicht regnet. Das wäre keine Freude. Zu dritt wird das sicher zu machen sein. Und danach dürften wir auch für diese Heizsaison Ruhe haben. Fichten und noch ein wenig von der abgelagerten Buche, das reicht dann sicherlich. Also noch ein bisschen durchhalten und kräftig heizen, dann kann der Frühling kommen.

Energiepreise und Brennholzvorrat

So ganz sind wir dann mit unseren Brennholzvorräten doch nicht ausgekommen. Der Haufen geht schon wieder zu Neige. Das heißt, am Wochenende ist wieder herantransportieren und sägen angesagt. Wollen wir hoffen, das Wetter spielt einigermaßen mit. Denn bei Regen ist solche Arbeit keine Freude, besonders wenn es gleichzeitig noch kalt ist. Aber bis der Frühling sich mit konstant angenehmen Temperaturen durchgesetzt hat, wird der Ofen noch seine Dienste tun müssen. Bei den Heizölpreisen, die wir derzeit erleben, ist das schon eine große Ersparnis, zumal wir einen Teil des Holzes aus eigenen Beständen gewinnen. Ich schätze, solange die Energiepreise sich ständig nur aufwärts bewegen, wird das Thema ,,Privatwald“ noch nicht aus der familiären Diskussion verschwinden.

Echte Frühlingszeichen

Man unterstellt den Pflanzen wohl zu Recht eine sichere Hellsicht in Bezug auf das künftige Wetter. Wenn es stimmt, müsste der Frühling tatsächlich im Anzug sein. Denn ich habe heute tatsächlich schon die ersten Weidenkätzchen gesichtet. Ich denke, die sind unter normalen Umständen erst ab März erwartbar. Also ziemlich früh diesmal, was wohl dem wunderbaren Licht dieser Tage zu verdanken ist, das der Kälte einen tapferen Pol entgegensetzt. Ich freue mich auf auch wärmere Tage und darauf, endlich wieder draußen meiner handwerklichen Arbeit nachgehen zu können.

Neue Wunschbaum-Armbänder

Ein Einundzwanziger, der auch noch so schön sonnig ausfällt ist, gefällt mir sehr. Der Nachmittag war zwar nicht mehr ganz so schön, aber die Arbeit draußen beim Drechseln war doch trotz der Kälte ein schönes Erlebnis. Schön auch, dass ich die vielen einzelnen Perlen bereits alle fertigstellen konnte. Eine Abwechslung von der sonst üblichen Armbandroutine. Bei dieser Mehr-Bäume-Arbeit ist der Wunsch erneut gewachsen, wieder neue Arten in mein Angebot aufzunehmen. Ich denke immer noch an Stechpalme und Rotdorn, würde aber auch gerne Robinie hinzufügen. Bei einem früheren Versuch quer zur Wachstumsrichtung hat sich das Holz als überhaupt nicht geeignet herausgestellt. Es war einfach zu anfällig für Feuchtigkeit und wurde extrem rauh, wenn die Oberfläche mit Flüssigkeit in Verbindung kam. Längs zur Faser verarbeitet dürfte es aber unproblematisch sein. Und selbst in dieser winzigen Perlenform ist die besondere Ausstrahlung der lebendigen Zeichnung noch gut zu erkennen. Vielleicht gelingt es mir ja in diesem Bereich, wie auch schon bei den Microstock-Bildern, wieder einmal mehr Neues zu schaffen. Dazu werde ich dann am ansonsten ruhigere Zeiten nutzen.

Individualität der Hölzer und Baumarten

Endlich wieder ein richtiger Lichttag. Mit Sonnenwerten, die um 12 Uhr denen im Hochsommer glichen. Nur nachmittags kommt dann nicht mehr ganz so viel. Mit Richtung auf die Sommersonnenwende verschiebt sich das Gleichgewicht dann immer stärker nach hinten, auf den Nachmittag. Ein wunderbarer Rahmen für alle, die sich der Fastnacht verschrieben haben. Da macht dann auch die Kälte nicht viel aus. Das Licht allein wärmt auf und verbreitet automatisch positive Laune. Schön, dass ich diese Tage für ein handwerkliches Projekt nutzen kann. Die Arbeit am Holz, zumal mit so vielen verschiedenen Hölzern, braucht einfach das Licht. Die Arbeit geht dann leicht von der Hand und verbindet mich mit den Bäumen, deren Holz ich verarbeite. Jedes hat andere Eigenschaften, das lässt Rückschlüsse auf die Individualität jeder Art zu. Immer wieder ein anregendes Erlebnis.

Wieder Lust auf Baummotive

Ein Februar, der jetzt schon sonnenlichtreicher ist als der gesamte Vorjahresmonat. Da können wir uns doch freuen. Natürlich verdanken wir das den sehr kalten und umso sonnenreicheren Tagen zu Beginn. Wenn es jetzt über die letzten Fastnachtstage nochmal richtig hell wird, ist das Ergebnis für diese Jahreszeit kaum noch zu toppen. Hoffentlich geht’s im Frühjahr so weiter. Ein gleichmäßig freundliches Jahr wäre einmal schön, nach so vielen Kapriolen in jüngster Vergangenheit. Gleichzeitig bekomme ich wieder Lust, mich mit meinen fotografischen Serien wieder stärker an der Natur zu orientieren. Die Objektfotografie ist zwar künftig sicherlich mein Schwerpunkt, da er mich unabhängiger macht und ein breiteres Spektrum bietet. Aber die die Bäume mit all ihren Facetten bleiben das spannendste Motivfeld. Um damit weiter zu kommen bedarf es einfach der richtigen Lichtverhältnisse im Außen und eine ruhige Hand. Eine andere Möglichkeit, über die ich schon nachgedacht habe: Ein Einbeinstativ könnte so manches Stabilisierungsproblem u. U. reduzieren. Und tatsächlich ist das große Problem bei der Freiluft-Makrofotografie ja das Verwackeln.

Neue Produktidee

Also, nun wird es wohl doch zur Umsetzung der Gebetskette mit 33 verschiedenen Holzarten kommen. Bin schon sehr gespannt auf diese Arbeit. Mal sehen, vielleicht lässt sich aus dieser Erfahrung auch ein neues Produkt entwickeln. Immerhin gab es in den vergangenen Jahren immer wieder ähnliche Anfragen, die in Richtung einer Kette gingen, welche aus mehreren Holzarten zusammengesetzt sein sollte. Unterdessen versuche ich die Wochenenden zu nutzen, um auf dem Gebiet meiner microstock-Portfolios wirkliche Fortschritte zu machen. Leider dauert es immer länger, bis sich neue Motive etabliert haben und auf nennenswerten Positionen in den Suchergebnislisten erscheinen, eine Folge der rasant wachsenden Menge an gutem Bildmaterial. Aber mit deutlich mehr Aktivität müssten die Chancen auch zunehmen. Ich werde es im Auge behalten.

Baummalereien

Schöne Malereien mit Baummotiven konnte ich bei dem Treffen heute mit einer früheren Arbeitskollegin betrachten. Es waren überwiegend ältere Arbeiten mit diesem Motivfeld, vom Ende der Achtziger, während die neueren Sachen eher naturfern ausfallen. Mal sehen, vielleicht kann ich beim fotografischen Festhalten einer Auswahl von Arbeiten behilflich sein, und bei der späteren Realisierung einer Webpräsenz. Für mich sind solche Kontakte immer eine Gelegenheit, mein früheres Berufsleben im Umfeld der regionalen Kunstszene zu rekapitulieren. Dabei mischen sich dann positive Erinnerungen an diese Art der kunstvermittelnden Arbeit mit tendenzieller Enttäuschung über nicht wirklich zustande gekommene langfristige Verbindungen.

Gebetskette

Eine ganz interessante Anfrage heute bezog sich auf eine Kette mit 33 Perlen aus je verschiedenen Holzarten. Sie ist als Demonstrationsobjekt für Kinder gedacht, welche die Arten kennenlernen sollen. Und 33, weil muslimische Gebetsketten diese Anzahl umfassen sollen. Ich bin gespannt, ob es tatsächlich zur Durchführung kommt. Dabei müsste ich die Reihe der ,,keltischen“ Bäume um 12 ergänzen. Ein ganz schöner Aufwand, aber sicher eindrucksvoll. Und wenn die Perlen etwas länger ausfallen, wäre eine Illustrationswirkung auch eher erwartbar. Gewöhnlich nämlich ist die Struktur der Holzarten, so wie man sie von großflächigen Möbeln her kennt, in Form der winzigen Perlen nicht in vergleichbarer Form zu veranschaulichen.

Kooperationsfaul

Nun ist er schon vorüber, der halbe Februar, trotz des Schaltjahres. Und wir sehnen uns, eben noch über die Kälte schimpfend, nach der Sonne zurück, die uns zurzeit wieder fehlt. Es ist eben alles extrem geworden: Die Gesinnungen, die Arbeitsprozesse, sogar das Wetter. Bei aller Abwechslung, die die ausgelassene Faschingszeit bringen mag. Die Menschen sind dann noch kooperationsfauler als gewöhnlich. Da ist man geneigt, sich im eigenen Duktus dem Strom anzuschließen und einfach Auszeit zu feiern. Nur so ganz funktioniert das dann doch leider nicht. Ich bin gespannt, ob V. mit seiner Kalkulation der Buchenscheite hinkommt. Wenn der Temperaturanstieg konstant bleibt, könnte die Ofensaison so schnell wieder beendet sein, wie sie angefangen hat.

Zeitlose Fastnacht

Na ja, die Menschen sind jetzt natürlich schon auf Fastnacht eingestellt. Das äußert sich in der konkreten Kommunikation in einer gewissen Sorglosigkeit, im Internet in einer stark reduzierten Präsenz, gerade bei den Unternehmen. Aber solche Phasen sind auch ganz nützlich. Ich nennen sie gerne, die ,,zeitlosen“ Phasen, in denen die Zeit quasi still steht. Ausnahmesituationen, die gewisse Freiheiten schaffen und ein Stück willkommener Erholung obendrein. Ich freue mich auf abgeschlossene und neue Textprojekte, neue Fotografien, so viele neue in so kurzer Zeit wie nie zuvor, und hoffentlich bald auch auf neue Armband-Produktionen mit möglichst ungewöhnlichen Baumkombinationen. Das wäre gerade über die närrischen Tage eigentlich nicht das schlechteste.

Themenverschiebung

Schön, jetzt werden sogar schon Bilder mit Herbstblättern bei fotolia nachgefragt. Überhaupt hat sich die Motivsuche bereits verschoben in Richtung von jahreszeitlichen Eindrücken, die sich derzeit noch im Bereich des Wünschenswerten bewegen. Noch ist es nasskalt und der Ofen schluckt nicht schlecht. Vielleicht deshalb bin ich bei meinen Portfolio-Erweiterungen auch noch auf ganz anderem Gebieten tätig. Einen Schwerpunkt habe ich derzeit zwar nicht, aber Vintage-Themen werden dominanter. Der letzte sehr gelungene Versuch war einer mit Inflations-Banknoten der 1920er Jahre. Ein gutes Ergebnis, das sicherlich Resonanz finden wird, vielleicht auch im Zusammenhang einer bildhaften Verarbeitung der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrisen.

Abwehrhaltung und Winterschlafwetter

Selbst Hundebesitzer wirken in diesen Tagen auf ihren Spaziergängen trübsinnig und übellaunig. Man begegnet kaum jemandem, der sich nicht in einer Art Abwehrhaltung verfangen hält. Es ist, als ob der Winter uns so fest im Griff hat, dass dies schon bis auf das Sozialverhalten durchgeschlagen ist. Und im Netz spiegelt sich das gleiche Verhalten in ungewohnter Inaktivität. Winterschlafwetter, das die gesamte belebte Natur ergriffen hat. Das einzige, was diesem Eindruck bislang zuwiderläuft sind die bereits vor 2 Wochen durchgebrochenen Krokusse, sonst die letzten im Frühling, jetzt waren es die ersten, noch vor den Schneeglöckchen. Alles verrückt. Ich weiß, dass die Bäume zwar zäh sind, solche Unberechenbarkeiten aber mögen sie nicht. Und so wirkt der Feigenbaum trotz der Eiseskälte der letzten Wochen zwar im Sonnenlicht einfach nur kahl. Zu erwarten ist aber, dass er sich im Frühjahr sehr schwer tun wird, da ein Großteil seiner feinen Zweige erfroren sein dürften, und mit ihnen die neuen Wachstumsknospen. Direkt weiterwachsen wird so nur eingeschränkt möglich sein. Und so wird der Baum einmal mehr einen zweiten und vielleicht auch dritten Anlauf nehmen müssen. Anläufe, die Kraft zehrend sind und die spätere Fruchtreife wieder einmal gefährden. Wie immer wollen wir das Beste hoffen.

Antikältestrategien

Nun ist der Vorrat wieder mit dicken Buchenklötzen aufgefüllt. War leider noch zu schlapp, um beim Sägen zu helfen. Ich schätze, das wird noch alles aufgebraucht werden. Und vielleicht war es auch nicht das letzte Mal für diesen Winter. Es könnte allerdings auch bald umkippen, ein früher Frühling z. B., das würde zu den Ungereimtheiten und Kapriolen, mit denen sich das Klima seit Jahren gefällt, ganz gut passen. Nachts die Jalousien an allen Fenstern herunter und die Heizung nicht ganz aus, das sind schon Voraussetzungen, wenn man am nächsten Morgen nicht stundenlang frieren will. Und die Nachrichten von zugefrorenen oder gar geplatzten Wasserleistungen sind auch nicht gerade ermutigend. Jedenfalls war die Entscheidung zum Renovieren des Ofens eine der besten und nützlichsten seit langem.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.