Abstand vom Außen

Bei der Neugestaltung der Wunschbaumseite entwickele ich jeden Tag neue Ideen, die das spätere Erscheinungsbild weiter verbessern werden. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das auf das Besucherverhalten auswirken wird. Mit dem ersten Wegschmelzen des Schnees ist heute so etwas wie Aufatmen und Luftholen möglich geworden. Doch am Wochenende soll er schon wiederkehren. Scheint so, als ob der Winter uns noch im Griff hat. Die Arbeit am Baumthema, und derzeit auch die umfangreiche Arbeit am Holz, ist ein gutes Mittel, vom unwirklichen Außen Abstand zu gewinnen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erholsames Wochenende.

Bäume sind Frühlingsmotivatoren

Sieh mal an, das gestern vorgestellte Bild eines Weinstockastes ist angenommen worden. Das wäre dann der erste Schritt in Richtung einer Ausweitung meiner Holz-Sujet-Bilder. Dazu muss aber das Frühjahr erst einmal kommen, von dem wir derzeit so weit entfernt sind. Und Sonne muss endlich wieder her, damit wir nicht in diesem Klima erstarren. Ich fühle derzeit eine starke Verwandtschaft zu den Bäumen, die sich ähnlich eingefroren und energiearm fühlen müssen im Winter. Im Neuerwachen der Lebensgeister im Frühling gehen Mensch und Baum die wohl überzeugendste Wesenspartnerschaft ein. Die Bäume sind dabei allerdings die Motivatoren und ziehen uns gewissermaßen nach. Das dürfen wir nicht vergessen.

Neues Motivfeld: Holz

Ich denke, die diesjährige Verwertung neuer weihnachtlicher Motive nun wirklich abgeschlossen zu haben. Einige Motivvarianten, z. b. vom leuchtenden Weihnachtsbaum, habe ich mir aber für die Vorweihnachtszeit vorgemerkt. Die werde ich dann, etwa Anfang November, bei fotolia anbieten, damit sie rechtzeitig zum Start der Weihnachtsmotivsaison frisch vorliegen. Gleichzeitig habe ich das Motivfeld ,,Holz” als Erweiterungsschwerpunkt für das laufende Jahr entdeckt. Zu meiner großen Überraschung ist ,,Holz” eines der meist vorkommenden Suchbegriffe. Es liegt noch vor ,,Baum”, zumindest was die Vorlieben der Suchenden betrifft. Das trifft sich gut, denn Holz ist traditionell eines meiner Lieblingssujets. Nur fehlen mir gute Aufnahmen mit der neuen Kamera. Das gibt’s also noch sehr viel zu tun in diesem Jahr. Lediglich eines der letztjährigen Ergebnisse konnte ich heute schon vorschlagen: der abgesägte Ast einer Weinrebe.

Geschnittener Ast mit Rinde

Spannende Rundumerneuerung

Die Überarbeitung der Wunschbaumseite scheint mir geradezu endlos. Dabei habe ich gerade erst mit den ersten Seiten begonnen. Im Detail kann man eben an solchen Projekten sehr viel feilen. Und das betrifft sowohl das Design als auch die Interaktivität und die SEO. Nach der Rundumerneuerung dürfte die Suchmaschinenwirkung jedenfalls noch mal einen Schritt nach vorne tun. Und die Übersichtlichkeit, ohnehin während der letzten Jahre vielfach gelobt, noch einen Tick besser. Das macht natürlich Freude, wenn man einem vertrauten Sujet immer wieder neue Facetten aufschleifen kann. Möglich ist das allerdings nur bei einem so ergiebigen und tiefgehenden Thema wie der Symbolik der Bäume. Eine Thema, das mich wohl lebenslang begleiten und mich hoffentlich noch häufig überraschen wird, mit neuen Erkenntnissen, zeitgemäßer Ästhetik und Interaktivität, und immer wieder neuen und angepassten Kommunikationsofferten.

Wohltuender Wintersonntag

Endlich einmal wieder ein Winterspaziergang. Es ist eine Seltenheit, dass mich M. begleitet. Der Schnee liegt bei uns zwar nur als gepuderter Flaum und verschwindet sofort unter profilstarken Schuhen, aber eine Reminiszenz an Wintertage früherer Jahre hatte ich heute schon. Zu fotografieren hätte es nichts gegeben, so abwesend sind derzeit die Bäume, und die Pflanzen generell. Auch das Licht wäre zu schwach gewesen. Aber als ,,purer” Spaziergang war es in Ordnung, zumal wir anschließend noch bei Pastor M. eingekehrt sind und dort ein anregendes Gespräch über alles Mögliche hatten. Alles in allem ein sehr unaufgeregter und vielleicht deswegen wohltuender Wintersonntag.

Verabschiedung der Weihnachtszeit

Das war also der endgültige Abschied von der Weihnachtszeit. Zunächst habe ich am Vormittag den Weihnachtsbaum entschmückt, was eine ganze Weile in Anspruch nahm, zumal alles wieder ordentlich und auffindbar verstaut werden musste. Später dann bin ich zu meinem Arbeitszimmer übergegangen, das ich während der Weihnachtszeit in ein Weihnachtsbaum-Eldorado verwandelt hatte. Jetzt ist der Normalzustand wieder hergestellt. Aber auch in der übrigen Wohnung gab es bis zum Abend jede Menge weg- und aufzuräumen, zu sortieren, zu verpacken und zu reinigen. Ganz gut, denke ich, haben wir das hingekriegt. Und so gut sortiert, dass die fünfte Jahreszeit auch in diesem Jahr ohne Chaos eingeleitet werden kann.

Der letzte Abend des Weihnachtsbaums

Ein wenig Wehmut kommt da schon auf. Dieses Jahr fällt es mir besonders schwer, mich von unserem Weihnachtsbaum zu verabschieden. Seinen letzten Abend will ich noch einmal nutzen, um eines der Weihnachtsmotive, den Rentierschlitten-Kerzenhalter mit 4 brennenden Kerzen, erneut im Bild festzuhalten. Das wirkt mit den Weihnachtsbaumlichtern im Hintergrund erst wirklich authentisch. Und morgen Vormittag werde ich ihn dann ebenso feierlich ent-schmücken, wie ich ihn am Samstag vor dem 4. Advent geschmückt habe. Das ist das so ein Art Umkehrung des Rituals, eine Art Abschiedszeremonie. In Erinnerung wird mir dieser schöne Baum aber lange bleiben. Ich glaube, so intensiv wie in diesem Jahr habe ich den Weihnachtsbaum über die ganze Dauer der Weihnachtszeit nie zuvor beobachtet – und genossen.

Unser Weihnachtsbaum 2009

Winterschlaf der Bäume

Ganz anders als in den Vorjahren ist dieser Winter. Jetzt im Januar scheint er zu seiner Hochform aufzulaufen, mit richtigem Frost und tagelang anhaltenden Schneefällen, die allerdings in unseren Breiten sehr moderat ausfallen. Sehr überraschend, denn in den letzten Jahren gab es kaum so etwas wie traditionellen Winter, kaum Schnee. Zwar war es schon öfters sehr kalt, aber die Kälte war fast immer entweder trocken, oder mit Regen durchsetzt. Man ist das nicht mehr gewöhnt, so fällt die handwerkliche Arbeit bei künstlichem Licht recht schwer, fehlt doch der direkte Kontakt zur Sonne. Ich hoffe, wir ,,überleben” den Rest des Januars. Mit Lichtmess wird hoffentlich das Licht wieder zurückkommen. Und auch die Bäume werden dann aus ihrem Winterschlaf langsam aufwachen. Diesem Winterschlaf, der sie für mich fast unsichtbar macht.

Unterschiedliche Affinität zur Energie der Bäume

Die Arbeit am Holz fällt bei diesen Temperaturen nicht gerade leicht. Ich hätte mir besser den gestrigen zwar kalten, aber sonnigen Tag für das Drechseln ausgesucht. Heute konnte man sehr schnell kalte Finger und Füße bekommen. Letztlich sind die Stäbe aus Apfelbaum und Kiefer aber gut gelungen. Und die übrigen Arbeitsschritte kann ich wie gewohnt im Haus erledigen. Bestimmte Hölzer kommen tatsächlich öfter vor. Dazu gehören auch diese, Kiefer und Apfelbaum, aber auch z. B. Eberesche, Pappel, Zypresse, Esche. Kaum zu sagen, woran das liegt. Vielleicht daran, dass Menschen, die eine Affinität zur Energie dieser Bäume haben, dem Themenfeld Baum offener gegenüber stehen? Möglich, aber keineswegs sicher. Denn ich kenne die einzelnen Wege nicht, auf denen die Menschen zum Wunschbaum und über diesen zu den Produkten des Wunschbaumshops gelangen. Möglichst viele von denen zu erreichen, die es interessieren könnte, ist deshalb mein Bestreben. Der Neuaufbau der Wunschbaumseite, an dem ich heute wieder einmal gearbeitet habe, gibt sich Mühe, die formalen Vorraussetzungen dafür zu schaffen.

Shining Christmas Tree

Ich hätte niemals gedacht, dass sich aus diesem Dekorations-Weihnachtsbaum ein so schönes Weihnachtsbaum-Bild machen lässt. Allerdings habe ich über die reine Fotografie hinaus gewaltig nachgeholfen. Indem ich den Baum freigestellt, mittig in der Vertikalen halbiert und die eine Hälfte gespiegelt habe. Das Ergebnis ist ein perfekt achsensymmetrisch leuchtender Weihnachtsbaum, der höchstens noch Spuren des Originals erkennen lässt, zumal ich ihn von Frosch-Grün zu Rotbraun transformiert habe. Bin gespannt, ob das Motiv bei fotolia angenommen wird:

Leuchtender Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum und zeitlose Stille

Der Sonnentag gestern hat so gut getan. Und jetzt wieder dieses Trüb. Der Anblick des Weihnachtsbaums am Morgen hat mich dafür entschädigt. Am Morgen leuchtet er in meinen Augen am intensivsten, das schönste Erlebnis des ganzen Tages. Vor allem, wenn ich ihn, solange die anderen noch schlafen, ganz für mich alleine habe. Das ist ein Moment unbeschreiblicher Stille, so eine Art zeitloser Idealzustand. Ein Grund, warum ich ganzjährig mindestens ein Weihnachtsbaumsymbol in meinem Arbeitszimmer platziere. Diesen Zustand der Stille, den brauche ich öfters, gerade in Zeiten besonders einseitiger Belastungen.

Weihnachtselch die Neue

Die Unzufriedenheit über die missglückten Aufnahmen des Vorabends ließ mich dann doch nicht los. Als ich heute früh dann den Raum betrat, auf dessen Tisch M. den Weihnachtselch so schön drapiert hatte, auf Zypressenzweigen gebettet und mit Zapfen und Geschenkband geschmückt, musste ich einfach einen weiteren Anlauf unternehmen. Diesmal in einer anderen Perspektive, mit der weihnachtlichen Tischdecke als flächenfüllenden Hintergrund, der nur noch einen schmalen Streifen der Weihnachtsbaumkulisse frei lässt. Und das war tatsächlich die Lösung. Mit dem neuen Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Diese Motivvariante gehört zu meiner Favoritenauswahl:

Weihnachtselch

Später habe ich auch schon die Motivauswahl für das Weihnachtskartenmotiv 2010 zusammengestellt. Das erledige ich immer schon Anfang des Jahres. Und diesmal sind es gleich mehrere Bilder, die auf je eigene Art sehr geeignet wären. Da wird später die Entscheidung nicht leicht fallen.

Kultur am Neujahrstag

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker war einmal wieder das Highlight des Neujahrstages. Mittlerweile genießt auch V. die Fernsehübertragung des Konzertes. Fast nur gut bekannte Stücke haben sie heute gespielt. Einfach wunderbar die Inszenierung und die Begleitung mit filmischen Beiträgen über Kultur und Landschaft der Region, die Tanzbeiträge des Balletts in prachtvollen Kleidern, und diesmal auch zu den organisatorischen Hintergründen. Am Nachmittag hat mich die Fotografie einmal mehr beschäftigt. Noch sind nicht alle Weihnachtsmotive aufgearbeitet, aber allmählich ist doch Land in Sicht. Unseren Weihnachtsbaum muss ich natürlich zu dokumentarischen Zwecken ebenfalls noch festhalten. Und dann ist der Dreikönigstag ja nicht mehr weit. Schade, denn dann muss ich auch meine umfangreiche Dekoweihnachtsbaumsammlung wieder abbauen und bis zu Jahresende im Archiv verstauen.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.