Immer wieder Überraschungen

So kurz vor Weihnachten rücken die Armbänder plötzlich wieder in den Mittelpunkt. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, sind die meisten Menschen doch traditionell in den letzten Wochen des Jahres so von der Rolle, dass sie an nichts anderes mehr denken können, als die letzten Erledigungen und Bilanzierungen des Jahres möglichst schmerzlos abzuwickeln. Aber es gibt eben immer wieder Überraschungen, das finde ich gut. Also geht’s noch einige Male in die Werkstatt vor den Feiertagen. Und andere kreative Arbeiten stehen auch noch auf dem Programm. Packen wir’s an.

Letzte Erledigungen

Jetzt bin ich mit einem meiner Weihnachtsgeschenkvorhaben doch noch in Zeitnot geraten. Die Visitenkarten, die ich für V. neu entworfen habe, sind mit einer extrem matten und stumpfen Oberfläche geliefert worden, die das Motiv und vor allem die Schrift in keiner Weise der Vorlage entsprechend wiedergibt. Das ist so einfach nicht in Ordnung, und deshalb habe ich es heute reklamiert. Wie auch immer sich die Druckerei dazu stellt, neu gedruckt werden müssen sie ohnehin, dann eventuell auf ein anderes Papier. Ich werde das morgen abklären. Mein Zypressenholz habe auch schon in H. bestellt. Dort konnte man sich noch ganz gut an mich erinnern. Bin gespannt, ob es noch vor Weihnachten ankommt. Erfreulicherweise ist es schon kammergetrocknet, damit hatte ich gar nicht gerechnet, denn vor zwei Monaten konnte man mir nur eine frische Materialprobe zusenden. Morgen geht’s dann vielleicht mit dem Armband weiter. Und ansonsten stehen noch verschiedene Besuche und private Weihnachtsgrüße an. Der Rest des Jahres wird so von Tag zu Tag immer übersichtlicher.

Neues Zypressenholz

Endlich gab es heute einmal wieder Licht. Das tut gut nach wochenlangem Grau in Grau. Das musste ich gleich für meine Drechselarbeit nutzen, die mir bei Sonnenschein leichter fällt und gleichzeitig besser gelingt. Besonders froh war ich, dass das nach langen Recherchen endlich gefundene Material aus griechischer Zypresse die speziellen Anforderungen bei der Produktion der Lebensbaum-Armbänder offenbar erfüllt. Jedenfalls konnte ich einen ziemlich gleichmäßigen Stab herstellen, auch wenn ich man dieser Holzart generell große Vorsicht walten lassen muss, denn der Grad zwischen Ge- und Misslingen ist dabei sehr schmal. Der feine Geruch ätherischer Öle, der mir dabei – leicht reizend – in die Nase stieg war schon ein deutliches Anzeichen für die Qualität des Abschnitts. Das Problem wäre also endlich gelöst, und ich kann von dem Händler weitere Abschnitte anfordern, die ich erst einmal trocknen muss. Das Material liegt dort nämlich bisher nur in noch frischem Zustand vor. Aber wenn ich es gleich in schmälere Abschnitte teile, dürfte der Trocknungsprozess beschleunigt werden, so dass bald schon die Materialgrundlage für eines der schwierigsten Hölzer gesichert sein wird.

3. Advent

3. Advent 2009

Den ersten Schnee für dieses Jahr haben wir heute erlebt. Und morgen soll dann die Temperatur erstmals auf wirklich winterliches Niveau absinken. Gut, denn dann kommt meist auch die Sonne stärker zum Vorschein. Und Licht hatten wir in den letzten Wochen allzu wenig. Ein symbolisches Licht geht heute Abend von unserem Adventskranz aus. Mit der dritten Kerze in Rosa wird die Vorfreude auf den Abschluss des Advents in 8 Tagen und das darauf folgende Weihnachtsfest ausgedrückt. Morgen wird mich eine für diese Zeit unverhoffte Handwerksarbeit beschäftigen, das wohl letzte Armband für dieses Jahr, übrigens aus einem ,,Weihnachtsholz”, der Zypresse. Und mit dem Verpacken der Geschenke ist für mich die Vorbereitung auf das Fest schon fast abgeschlossen. Einige Weihnachtskarten noch, per Post und Email, und dann kann der Heilige Abend kommen.

Die Hochzeit der familiären Weihnacht hat begonnen

Allmählich strömen die Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche auf mich ein. Und jeder ist bemüht, die Zusammenarbeit des abgelaufenen Jahres zu loben, das Gemeinsame in den Mittelpunkt zu stellen. Vielleicht ist das der kleinste gemeinsame Nenner, der auch Nicht-Christen mit dem Weihnachtsfest verbindet und auf diesem Weg eine tatsächlich religions-, kultur- und länderübergreifende Gemeinsamkeit erzeugt. Das kann auch die immer wieder aufflammende Diskussion um die Kommerzialisierung von Weihnachten nicht leugnen. Ich halte mich da lieber an die unbestreitbar Gemeinschaft stiftende Bedeutung des Weihnachtsfestes, der gesamten vorgängigen Adventszeit und der Zeit ,,zwischen den Jahren”, die Zeit der Raunächte, die mit Rückgriff auf heidnische Symbolik den Bogen zwischen spiritueller Heilslehre und naturreligiöser Wachstums- und Lebenssymbolik schlagen. Die Hochzeit unserer persönlichen familiären Weihnacht haben wir heute mit dem Aussuchen unseres Weihnachtsbaums eingeleitet. Es ist wieder eine Nordmanntanne, die sich von allen anderen ähnlich gebauten durch ihr verhältnismäßig helles Nadelkleid auszeichnet. Nicht die übliche dunkelgrüne Färbung tragen diese Nadeln, sondern deutlich hellere, mittelgrüne. Das verleiht dem Baum auch ohne Schmuck schon ein lichteres Aussehen. Da wir einen solchen noch nicht hatten – bei der Wahl war für mich der vor allem der Astaufbau ausschlaggebend – bin ich sehr gespannt, wie sich seine Ausstrahlung im geschmückten Zustand von den letztjährigen Bäumen unterscheidet. Für 2010 habe ich übrigens schon einen Plan, der unsere Tradition erstmals durchbrechen dürfte: Zwei kleinere Tischbäumchen, wie sie in früheren Zeiten üblicher waren, statt des einen zimmerhohen Weihnachtsbaums. Das würde mir auch gefallen und das Schmücken vor eine neue Herausforderung stellen. Aber erstmal muss ich mich mit dieser Idee beim Rest der Familie durchsetzen.

Weihnachtsstimmung breitet sich aus

Mit dem Verpacken der ersten Geschenke habe ich heute schon begonnen. Dieses Jahr macht mir das wieder großen Spaß, das war nicht immer so. Und weil die Weihnachtsstimmung allmählich sich ausbreitet, ging mir die Konfiguration einer neuen Flash-Komponente auch ganz gut von der Hand. Eine Auswahl meiner weihnachtlichen Motive ist der Gegenstand der ersten Verwendung dieser Komponente. Ein gutes Mittel, wie ich meine, Aufmerksamkeit zu lenken und gleichzeitig die Spielfreude des Nutzers anzusprechen: Floatende Weihnachtsmotive. Morgen erste eine Jahresabschluss-Frühstück, und am Nachmittag zum Weihnachtsbaum-Aussuchen nach H. Hoffentlich finden wir wieder ein so schönes Exemplar wie im Vorjahr.

Jetzt kommen die beiden schönsten Adventwochen

Heute sind die zwei neuen Weihnachtsbaum-Broschen für M. angekommen. Die werden ihr sicher gut gefallen, da eine in einer typischen Baumform angelegt ist und beide mit sehr schönen, bunten und kontrastreich funkelnden Steinen besetzt sind. Die Reihe der Prachtexemplare ist damit wieder etwas größer geworden. Schade nur, dass ich dieses Jahr gar keine kleineren Pins gefunden habe. Die scheinen derzeit in den Kreationen der Weihnachtsdesigner nicht vorzukommen. Mit den letzten Büromaterialbestellungen geht auch auf allen anderen Ebenen das Jahr in seine kontemplative Phase über. Gut, denn nur so lässt sich das Fest wirklich in seiner symbolischen Besonderheit wahrnehmen. Diese beiden Wochen vor dem Fest sind eigentlich die schönsten, während ich die drei Feiertage selber weniger reflektiert aufnehmen kann.

Den Kopf freimachen ist schwierig geworden

Irgendwie ist man schon auf Jahresabschluss eingestellt. So habe ich bereits heute damit begonnen, meine Bilanz 2009 zusammenzustellen. Bis alles zusammen ist, wird’s zwar voraussichtlich Februar, aber dann ist es eben am Anfang des neuen Jahres nicht so arbeitsintensiv. Seltsam war dieses Jahr, für mich mit einer erfreulichen ersten und ernüchternden zweiten Hälfte. Mit einem Beigeschmack von Krise, die zeitweise keine Ende zu nehmen schien. Vor dem Hintergrund wagt wohl keiner eine Zukunftsprognose, zu tief sitzt die Verunsicherung auf allen Ebenen. Ganz konnte ich mich den Auswirkungen auf die Alltagskommunikation auch nicht entziehen, und so blieben verschiedene Dinge, u. a. die inhaltliche Arbeit an meinem großen Thema ,,Baumsymbolik” deutlich auf der Strecke. Da gibt’s künftig viel nachzuholen. Aber die richtige Zeit dafür ist noch nicht da, und das hat vor allem damit zu tun, den Kopf frei zu haben. Wie es sein sollte, dass Themenkommunikationen und -reflexionen dieser Art nämlich helfen, den Kopf frei zu halten, weil sie die Perspektive erweitern, eben das konnte ich in 2009 weniger gut realisieren. Insofern gilt es jetzt, sich auf alte Stärken und Möglichkeiten zu besinnen und den eigenen Weg des Krisenmanagements zu gehen.

Weihnachtliche Grußkartenkommunikation

Nun habe ich das Motiv des Weihnachtskirchen-Windlichts bereits in verschiedenen Grußkartenversionen verarbeitet. Heute war das größere Schild für Ms Geschäft an der Reihe, auf dem sie allen Kunden schöne Feiertage und ein glückliches Jahr 2010 wünscht, und das gleichzeitig die Zeit der Betriebsferien kenntlich macht. Diesmal ist es also keine Adventskranz- oder Engelszene, die die Feiertage motivisch greifbar macht. Dieses Motiv greift die soziale Dimension des christlichen Weihnachtsfestes auf und verdichtet sie in dieser Messfeier, genauer diesem Gebäude, das dem Feiern der Geburt Christi dient. Und zwei kleine Weihnachtsbäumchen vor dem Eingang der kleinen Kirche sind ja auch zu sehen. So vermischen sich in diesem atmosphärisch dichten Bild die unterschiedlichsten Elemente weihnachtlicher Stimmung und weihnachtlichen Erlebens, so dass ein sofortiges Erkennen der Situation möglich ist. Die Aufschrift aber erweitert den bildlich transportierten Sinn um äußere Ebenen, die mit geschäftlichen Interessen, Kundenbindungen und persönlichen Stiläußerungen zu tun haben. Ganz schön komplex so eine Grußkarteninitiative. Deshalb lasse ich mir mit den Details auch jedes Mal viel Zeit.

Zeit des Ankommens

Die vielen Weihnachtsbäumchen hier in meinem Arbeitszimmer machen mir viel Freude. Im Grunde sind es nur wenige Blicke täglich, die auf sie fallen, aber sie sind immer präsent und tragen dazu bei, dass sich im Haus eine weihnachtliche Atmosphäre ausbreitet. Ebenso wichtig dafür sind natürlich Ms zahlreiche Weihnachtsdekorationen in den Wohnräumen und Fluren, vor und hinter dem Haus. Ich wünsche mir, dass diese zweite Hälfte der Adventszeit sich als das erweist, als was sie gedacht ist. Eine Zeit des Ankommens und zur Ruhe Kommens. Ich bemühe mich, die nötige Ruhe in mir selber zu erzeugen, um sie auch in die Kommunikationen einfließen lassen zu können.

2. Advent

2. Advent 2009

Wir haben den Engel nun doch gegen die dicke weiße Kerze ausgetauscht, die dann am Heiligen Abend zusätzlich entzündet wird. Eine der lila Kerzen konnten wir jetzt doch gegen eine rosa Kerze austauschen, so wie ursprünglich vorgesehen, da wir gestern doch noch eine solche gefunden hatten. Die ist für den 3. Adventssonntag reserviert, den ,,Gaudete”-Tag. Dabei soll der Umstand eine Symbolik entwickeln, dass Rosa die aufgehellte Version von Lila darstellt, und insofern als Zeichen der Freude gedeutet wird. Dass die rosa Kerze weniger hoch, dafür aber dicker ist, stört eigentlich nicht. Besonders erfreulich finde ich, dass die gebundenen Tannen- und Zypressenzweige des Kranzes noch so schön grün und frisch sind. Ich hoffe, sie werden sich in den nächsten Wochen ebenso gut halten.

Jedes Jahr ist anders

Die Ausflüge heute waren nicht gerade die reine Freude. Bei diesem ungemütlichen Winterwetter. Aber immerhin haben wir einige nette Antiquitätengeschäfte kennengelernt. Das war die Mühe dann doch Wert. Und überhaupt, zwischendurch einmal neue Eindrücke zu sammeln, hat immer etwas Belebendes für sich. Seltsam, dieses Jahr habe ich Sachen Weihnachtsaccessoires bzw. Weihnachtsbäume keine wirklichen Entdeckungen gemacht. Zwar ist die Phantasie nach wie vor in diesem Bereich geradezu grenzenlos, aber die neuen Erfindungen gehen in eine Richtung, die mir weniger zusagt. Es muss ja auch nicht immer alles gleichmäßig ablaufen. Das wäre nervtötend und würde uns einschläfern, statt die Kreativität immer wieder neu anzuregen.

Barbaratag

Barbarazweige

Glücklicherweise haben wir dieses Jahr rechtzeitig daran gedacht. Der Blick auf den Bauernkalender heute Morgen hat uns den Barbaratag wieder ins Gedächtnis gerufen. So konnten wir am Abend, nachdem V. am Nachmittag einige Kirschbaumzweige geschnitten hatte, unsere Vase mit den Barbarazweigen arrangieren. Und noch eine kleinere zweite dazu. M. hatte diesmal den Wunsch, zwischen die knospenbesetzten Zweige noch etwas Fichtengrün zu stecken, weil es ihr sonst zu kahl erschiene. Die Enden habe ich sorgfältig eingeschnitten und zusätzlich noch geklopft, so dass sie leicht Wasser aufnehmen können. Jetzt kommt es nur noch darauf an, dass die Raumtemperatur ausreicht, das ,,Blütenwunder” zu Weihnachten wahr zu machen. Vor einigen Jahren ist das Wunder sowohl an meiner Arbeitsstätte in D. als auch zuhause immer eingetreten. Nur in den letzten beiden Jahren hat es nicht funktioniert. Also: Auf eine Neues.

Endlose Weiterentwicklung

Bei der Überarbeitung meiner Wunschbaumseite tauchen jede Menge überlegenswerte Fragen auf. Daran bestätigt sich einmal wieder die Beobachtung, dass man mit der Entwicklung einer Website eigentlich nie fertig ist. Und je mehr man mit einer Thematik vertraut ist, desto kritischer begegnet man den Dingen. Plötzlich kann dann alles auf dem Prüfstand stehen und als veränderungsfähig erscheinen. Auf jeden Fall zeichnet sich ab, dass die neu aufgesetzte Version der alten an Benutzerfreundlichkeit, Klarheit, Stimmigkeit und Detailgenauigkeit etwas voraus haben wird. Gut so, das ist der Sinn der Aktion.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.