Präsenzverbesserungen

Das Optimieren der Webpräsenz ist geradezu grenzenlos. Immer wieder finde ich neue Verbesserungsmöglichkeiten. Und das ist auch gut und notwendig, denn das beste Angebot nützt nichts, wenn niemand darauf aufmerksam wird. So setze ich derzeit zunächst an den greifbaren Produkten an, begonnen mit den Holz-Armbändern. Ich denke, es gibt noch Potential in Richtung einer besseren Auffindbarkeit der Produktidee und ihrer Präsenz in unterschiedlichen, eher thematischen oder eher marktplatzbezogenen Umfeldern. Denn gerade diese Armbänder können sowohl von ihrem inhaltlichen Bezug zu den Bäumen, aus denen sie hergestellt wurden, als auch von ihrem Gebrauchswert und ihrer Oberflächenästhetik her wahrgenommen und geschätzt werden. Eine größere Präsenz für Dienstleistungen herzustellen ist da schon ungleich schwieriger. Gerade das aber steht in den kommenden Wochen auf dem Aufgabenplan.

Neue Baumgedichte

In den nächsten Wochen will ich wieder einmal ein Augenmerk auf meine Sammlung von Baumgedichten legen. Bei der Durchsicht der Seitenzugriffsstatistik war ich sehr überrascht zu sehen, dass die Baumgedichte tatsächlich zu beliebtesten Suchzielen gehören. Da liegt es nahe, die große Zahl von eindrucksvollen Baumgedichten danach durchzusehen, ob das Copyright noch Gültigkeit hat oder der Todestag des Verfassers schon länger als 70 Jahre zurückliegt. So entstehen keine rechtlichen Probleme. Schade allerdings, denn gerade von zeitgenössischen Autoren kenne ich einige sehr gute Baumgedichte. Nur Kosten dürfen bei dem privaten Wunschbaumprojekt in diesem Bereich anfallen. Auch wäre das Einholen einer Erlaubnis bei den zuständigen Nachlassverwaltern oder Verlagen einfach zu umständlich. Eine frühere Nachfrage hat schon einmal ergeben, dass die Verwendung mit Kosten verbunden wäre. Ich denke, das geht dann doch zu weit, auch wenn ich es aus Sicht des Autors korrekt finde. So wird sich wunschbaum.de auch künftig auf ältere Baumgedichte konzentrieren. Ich bin sicher, dass diese weiterhin auf guten Zuspruch stoßen werden.

Mehr Aufmerksamkeit für die natürlichen Lebensgrundlagen

Die immer beliebter werdenden Zeitschriften rund um das Leben, Wirken und kreative Arbeiten im ländlichen Raum haben etwas sehr Anregendes. Inzwischen habe ich mir bereits drei verschiedene ähnlich klingende Titel angesehen. Am spannendsten darin sind sicherlich die Beschreibungen alter, fast ausgestorbener Handwerke oder kunsthandwerklicher Techniken. Unglaublich, was noch so alles in bestimmten Regionen gepflegt und in Form von kunsthandwerklichen Produkten oder Seminaren zugänglich gemacht wird. Darunter sind viele Ansätze, die von Bäumen, Holz und andere Naturmaterialien ausgehen und diesen neue, überraschende Seiten abgewinnen. Vieles ist nicht einfach nur Wiederholung von Traditionen, sondern eine ,,Übersetzung” vergangener Ideen und Techniken in die Jetztzeit. Gerade das finde ich besonders interessant, denn ähnliches versuche ich ja auch im Rahmen des Wunschbaum-Shops. Und tatsächlich sehe ich in jüngster Zeit diesen Trend bestätigt, der sich im wachsenden Interesse an diesen Zeitschriften offenbart. Die Menschen interessieren sich wieder mehr für natürliche Lebensgrundlagen und ein Leben in besserer Abstimmung mit diesem. Immer mehr bemühen sich, dies auch aktiv in ihren Alltag einfließen zu lassen. Ich möchte dies in der Weiterentwicklung meiner Wunschbaum-Initiativen nicht unberücksichtigt lassen.

Die Weihnachtssachen wegräumen

Das war ein gutes Stück Arbeit. Am Vormittag habe ich unseren Weihnachtsbaum feierlich von seinem Schmuck befreit und alles wieder in die zahllosen Kästen und Schachteln verpackt. Damit ich es am Ende des Jahres wieder problemlos finde. Der Baum sah anschließend wie neu aus. So als ob wir ihn gerade erst gekauft hätten. Ein sehr schönes Exemplar mit kräftigen dunkelgrünen Nadeln war es. Ein echter Weihnachtsbaum, denn seine eigentliche Schönheit hat er erst durch das Schmücken entfaltet. Es war, als ob er tatsächlich für diesen Zweck gewachsen wäre. Eine Schande eigentlich, dass er dann einfach entsorgt werden muss. Aber das grausame Schicksal teilt er mit vielen seiner Genossen. Und am Nachmittag war dann mein Arbeitszimmer mit den unzähligen kleinen Weihnachtsbäumchen aus Glas, Metall, Porzellan oder Stoff an der Reihe. Mit ist klar geworden, dass ich künftig beim Erwerb neuer Weihnachtsbaumsymbole noch wählerischer sein muss, denn inzwischen ist so viel zusammen gekommen, dass sowohl der Aufbau als auch der Abbau im neuen Jahr Stunden in Anspruch nimmt. Auch benötige ich immer mehr Kartons, um alles schadlos zu verpacken. Aber es macht eben unheimlich Freude über den gesamten Zeitraum der Advents- und Weihnachtszeit. Mit dem Wegräumen der Weihnachtssachen beginnt für mich das neue Jahr erst im eigentlichen Sinne. Diese Wochen zuvor sind eine Art Auszeit, in der die Zeit still steht und sich das Denken auf anderen Ebenen als gewöhnlich abspielt. Jetzt hat uns der Alltag wieder. Und ich wünsche mir, dass das Verbindende und Tröstliche des Weihnachtsgedankens diesen Alltag über das ganze Jahr mitprägt.

Den Zauber nicht überstrapazieren

Nun ist die Zeit des Weihnachtsbaumes abgelaufen. Am Abend habe ich noch die letzte Gelegenheit genutzt, ihn zur Dokumentation als ganzen zu fotografieren. Und morgen Vormittag geht’s dann ans ,,Abschmücken”. Leid genug tut mir das, habe ich den Baum dieses Jahr doch sehr ins Herz geschlossen. Aber der man darf den Zauber eben auch nicht überstrapazieren. Das, was er zu sagen hatte, hat er in diesem Jahr sehr schön ausgestrahlt. Und jetzt können wir uns ganz auf das neue Jahr einlassen. Und auch im microstock-Markt werde ich die letzten Weihnachtsmotive in den kommenden Tagen platzieren. Es sind im Wesentlichen zwei Motivreihen, die Engelmusikergruppe und der transparente Glasweihnachtsbaum, die mein Weihnachtsportfolio in dieser Saison ergänzen. So richtig werden die sich aber erst in der nächsten Weihnachtszeit behaupten können. Ich hoffe, dass sie im Oktober von einem aussichtsreichen Platz aus starten können.

Waldrebe im Winter

Waldrebe im Winter

Die gemeine Waldrebe wirkt mit ihren wolligen Fruchtständen im Winter fast gespenstisch. Es ist eines der Gehölze, die wie andere Kletterpflanzen auch das ganze Jahr über etwas Geheimnisvolles in ihren verschiedenen Erscheinungsformen zu offenbaren scheinen.

Lichte Weihnachtsbäume

Ich weiß nicht, warum meine Glasweihnachtsbäume von den Agenturen nicht verstanden werden. Ich finde sie nach wie vor klasse. Heute habe ich noch einmal zwei besonders lichte Varianten ausgearbeitet, die ich dem Baumtagebuch nicht vorenthalten will.

Glasweihnachtsbaumdekoration

Glasweihnachtsbaumdekoration

Symbolische Kostbarkeiten

Die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag hat etwas Reinigendes. Ich nutze diese Zeit, um meine Gedanken und Projekte zu ordnen und sie für das neue Jahr in neue als angemessen erscheinende Bahnen zu lenken. M. fragte mich, warum ich abends immer so andächtig vor dem Weihnachtsbaum stehe. Ich konnte das nicht mit Worten beschreiben. Aber gerade in dieser Zeit spät abends, wenn es ganz still ist, nehme ich den Geist der Weihnacht, verkörpert eben in dem Baum, in besonders reiner Form wahr. Es ist mir dann so, als ob ich dies festhalten, für den Rest des langen Jahres in meiner Seele konservieren müsste. Und eben dieser Umstand selber wird mir im gleichen Augenblick ganz klar: Wir sollten versuchen, noch achtsamer mit den symbolischen Kostbarkeiten unserer Kultur umzugehen, sie so umfangreich wie möglich in unsere Kommunikationen und Reflexionen einfließen lassen.

Abschließende Weihnachtsbaumthemen

Die Fotografien mit dem Glasweihnachtsbaumwindlicht haben mich auch heute noch beschäftigt. Für die microstock-Präsentation musste ich sie erneut durchsehen, überarbeiten und eine Auswahl treffen. Am Ende waren es drei Favoriten. Weitere Motive halte ich sozusagen auf Vorrat, um sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzureichen, falls dieses Motiv Anklang finden sollte. Jetzt steht im punkto Weihnachten mindestens noch die dokumentierende Fotografie des aktuellen Weihnachtsbaums an. Der Baum lässt sich als ganzer zwar nur schlecht im Bild festhalten, aber ich finde es schön, ab und zu die Anmutung der Bäume über die verschiedenen Jahre hinweg zu vergleichen, und das setzt eben die Aufnahmen voraus.

Farben und Lichter der Weihnachtszeit

Das kleine Glasweihnachtsbaumwindlicht, das J. und W. mir im Vorvorjahr geschenkt hatten, hat sich als wahrer Blickfang weihnachtlicher Impressionen erwiesen. Ich bin froh, dieses motivische Experiment heute angegangen zu sein. Just in der Zeit am späten Vormittag, als die ersten Sonnenstrahlen seit Wochen durchbrachen und für den Rest des Tages einen weitgehend wolkenfreien Himmel hinterließen. Solches Licht wirkt sich natürlich sehr belebend auf die Objektfotografie aus. Von den Ergebnissen bin ich ganz fasziniert. Wie schön dabei die weihnachtlichen Farben und Lichtpunkte eingefangen und wieder abgestrahlt werden!

Glasweihnachtsbaumdekoration

Glasweihnachtsbaumdekoration

Glasweihnachtsbaumdekoration

Solange der Weihnachtsbaum noch steht

So richtig ist das neue Jahr für mich noch nicht präsent. Eindeutiges Highlight war sicherlich das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das wir in seiner vollen Länge im Fernsehen verfolgt haben. Es wäre toll, einmal live dabei zu sein. Die Karten werden ausgelost. Vielleicht gehören wir ja zu den Glücklichen, wenn ich in den nächsten Tagen um zwei Karten bewerbe. Das wäre das ideale Geburtstagsgeschenk für M.. Solange unser Weihnachtsbaum noch steht – am schönsten und kraftvollsten nehme ich ihn spät abends wahr, kurz vor dem Schlafengehen – ist die Weihnachtszeit für mich noch nicht vorbei. Das Motivfeld beschäftigt mich immer noch. So habe ich aus der Vielzahl der Bilder von Ms Tischdekoration heute eines extrahiert. Es vereinigt die ganze Fülle der weihnachtlichen Ästhetik und Symbolik: Das Immergrün, das atmosphärische Leuchten, Glitzern und Strahlen und die Kraft der transformierenden und die Szene bestimmenden Flamme:

Weihnachtliche Tischdekoration vor Weihnachtsbaum

Ruhiger Jahreswechsel

Das war eigentlich einer der ruhigsten Silvestertage, die ich erinnere. Auch die Zeit zwischen den Tagen war diesmal wie eingefroren, genau wie die Landschaft draußen. Und da zeigt sich wieder einmal, wie stark wir von unserer natürlichen Umgebung abhängig sind. Wie sehr das unser Tun und Denken auch in anderen Bereichen beeinflusst. Immerhin, mit Ms Weihnachtsgesteck sind mir heute ganz gute Aufnahmen gelungen. Ich denke, aus der Serie mindestens 1-2 sehr gute Motive auswählen und anbieten zu können. Dann habe ich noch einige weitere Möglichkeiten im Hinterkopf, die ich versuche in Szene zu setzen. Unter anderem den letztjährigen Glasweihnachtsbaum-Windlichthalter. Aber am Dreikönigstag wird die Saison auch in punkto Fotografie wohl abgeschlossen sein. Das erste Engelmusikbild ist bereits bei dreamtimes angenommen worden. So hat mein persönliches Weihnachten 2010 schon mindestens eine weit reichende und bleibende Spur in der Welt hinterlassen. Das finde ich klasse. So hoffe ich, dass das neue Jahr nicht nur im Bereich der illustrativen Fotografie ein kreatives und erfolgreiches sein wird. Möge es die Zögerlichkeiten und Hindernisse der vergangenen Jahre hinter sich lassen.

Dauerthema Weihnachtsdekoration

Nachdem ich heute meine ersten diesjährigen Weihnachtsmotive auf dem microstock-Markt angeboten hatte, habe ich mich auf dem Geburtstagsbesuch bei M. in das schöne Weihnachtsgesteck verguckt, welches direkt vor mir auf dem Tisch stand. So eine schöne Zusammenstellung verschiedener weihnachtlicher Utensilien, von den frischen Nadelbaumzweigen bis zum Holzstern und der Goldkordel. Schön, dass ich es mir ausleihen durfte. Der erste Versuch bei künstlichem Licht war zum Sondieren möglicher Einstellungen ganz gut. Allerdings legte sich wieder der bekannte Gelbschleier über die Szene. Und das vermittelt nicht nur eine etwas künstliche Farbstimmung, es beeinträchtigt auch die Tiefenschärfe. Deshalb will ich morgen Vormittag bei Tageslicht einen weiteren Versuch starten. Dabei werde ich mich auf die besten Perspektiven beschränken und hoffe, damit einige gute Motive generieren zu können.

Neuanfangsphilosophie

Selbst zwischen den Feiertagen arbeiten viele. So erreichen mich in diesen Tagen unverhoffte Anfragen und Arbeitsaufträge, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Ganz so kontemplativ wie geplant kann es zwischen den Tagen deshalb für mich dieses Jahr nicht sein. Das ist eigentlich auch gut so, denn unbeabsichtigte Phasen der Zurückhaltung hat es in 2010 mehr als genug gegeben. Wenn 2011 ein Jahr der Arbeit und des Aufbaus wird, was die vier als Quersumme vorausahnen lässt, dann ist das in meinem Sinne. Deutschland, die Welt benötigt dringend eine Aufbruchstimmung, wichtiger aber: Vorab eine Aufbruchs- und Neuanfangsphilosophie, die ein Ziel erkennt und konsequent verfolgt. Das in Jahren der Wirtschaftkrise gewachsene Verständnis und Bedürfnis nach gelebter Solidarität könnte hierfür ein Ansatzpunkt sein. Ich kann mir vorstellen, dass jetzt auch das Wünschen wieder als wünschenswert angesehen wird. Ich erkenne das an der wieder zunehmenden Anzahl virtueller Wunschzettel, die über wunschbaum.de eingehen. Es ist gut, wenn kommunikative Äußerungen eine klare Richtung kennen. Das macht auch die professionelle Kommunikationsberatung sehr viel interessanter und gewinnbringender.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.