Das Wort Frühling

Hoffentlich gibt es nicht so etwas wie ein Gesamtsonnenkontingent, verteilt übers Jahr. Denn das würde ja bedeuten, dass ein Mehr an Sonne im einen Monat mit einem Weniger zu anderen Zeiten ausgeglichen würde. Nein, ich stelle mir lieber vor, dass 2011 ein Super-Sonnenjahr wird. Nach dem langen schneereichen und trüben Winter ist bisher der Spätwinter und Früh-Frühling jedenfalls außerordentlich reich mit Licht gesegnet gewesen. Auch heute wieder ein wunderbarer Tag, der die Knospen der Bäume nur so anschwellen lässt. Schon bald wird die Landschaft in sattes Hellgrün getaucht sein, wenn sich die Blätter auffalten, an Größe gewinnen, Licht aufnehmen und die Pflanzen zu fröhlichem Wachstum führen. Mit dem Bäumen erscheinen dann auch alle anderen Dinge, inklusive der inneren, in einem anderen Licht. Für das Ergebnis dieser sagenhaften Beeinflussung von Befindlichkeit und Kommunikation durch natürliche Prozesse gebrauchen wir dann das Wort ,,Frühling”. Schön, dass man nicht mehr Worte machen muss.

Fotografische Pläne

Schön, meine Baummotive sind doch immer wieder die erfolgreichsten, selbst in Phasen wie der jetzigen, in denen offenbar weniger Nachfrage nach Bildmaterial aus microstock-Quellen besteht. Das folgt erfahrungsgemäß ziemlich heftigen Schwankungen, deren Ursache kaum auszumachen ist. Am Wetter und seinen beflügelnden Auswirkungen auf die Schaffenskräfte jedenfalls kann es nicht liegen. Klar, ich müsste eigentlich einmal wieder neues Material einstellen, aber in Sachen Produktion bin ich in diesem Jahr noch nicht wirklich in Gang gekommen. Vielleicht gelingt es mir ja wenigstens im Verlauf des Sommers, mein schon im letzten Jahr verschobenes Vorhaben einer Ausweitung des Motivfelds ,,Holzstrukturen” in die Tat umzusetzen.

Frühlingssommerlicht

Das wunderbare Frühlingslicht, das bisweilen schon sommerlich wirkt, tut gut. So viel Helligkeit schon im März. Das ist nicht selbstverständlich. Im vergangenen Jahr durften wir das erst im April erleben. Wenn es so weiter geht, freue ich mich natürlich. Und wenn man der Weisheit des Bauernkalenders vom gestrigen Tag glauben darf, müsste der ganze Sommer so schön ausfallen wie der Frühlingsanfang. An den Wegen und Waldrändern sehe ich die Blatt- und Blütenknospen der Bäume und Sträucher immer dicker werden. Haselstrauch, Heckenrosen und Schwarzdorn sind schon dabei. Bald darauf werden der Ahorn sowie der Weißdorn folgen. Und die Bienen finden bald wieder Nektar. Die Honigsaison kann beginnen. Ist auch höchste Zeit, denn unsere Vorräte gehen jetzt endgültig zuneige, Nachschub ist dringend benötigt.

Nominierung für Superblogs 2011

Wie schön, pünktlich zum Frühlingsanfang wurde mein Baumtagebuch für den Blogaward ,,Superblogs 2011″ in der Kategorie Garten nominiert. Dabei gibt es zehn verschiedene Kategorien. Die drei bestplatzierten werden mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet! Die Abstimmungsphase beginnt aber erst am 1. April und dauert bis zum 7. April 2011. Bin mal gespannt, wie ich dabei abschneide. Der Link zur Abstimmungsseite ist http://www.hitmeister.de/superblogs/2011/garten/.

Frühlingskätzchen

Nun hatte ich bei dem Spaziergang am frühen Nachmittag leider nicht meinen Fotoapparat dabei. Dabei hatte ich mir doch eigentlich vorgenommen, jeden Monat dieses Jahres mit einer ausreichenden Auswahl an jahreszeitlichen Baumdetailfotografien zu dokumentieren. Für einen neuen Jahreskalender. Und derzeit zeigen sich die ersten Weidenkätzchen an der Saar. Ziemlich spät diesmal, wie ich finde. Da war eine größere Lücke zwischen Hasel und Erle zu den Weiden, größer als gewöhnlich. Das fast sommerlich helle Licht dieser Tage aber lässt den Frühling so richtig durchbrechen, schon vor dem astronomischen Frühlingsanfang morgen. Und ein Anzeichen dafür sind eben die Weidenblüten, von denen man bei uns hier leider nicht sehr viele sieht. Na ja, das letzte März-Wochenende ist dann die letzte Möglichkeit für meine Kalenderbilder. Ich hoffe, die Weidenblüte wird zumindest an einigen Sträuchern noch frisch sein. Denn nur dann ist das schöne Sonnengelb bei den männlichen Kätzchen wirklich fotogen und lässt sich zum Fokussieren bei ansonsten noch recht kahler Hintergrundvegetation nutzen.

Superblog

In jüngster Zeit hatte ich verschiedentlich Anfragen, die auf eine Beteiligung an Awardprogrammen zielten. Seltsam, wunschbaum.de existiert schon seit ca. 9 Jahren. Bisher aber gab es nur positive Rückmeldungen von Normalusern. Dass jetzt auch Webaward-Initiatoren auf mich zukommen, ist schon bemerkenswert. Nicht jedes dieser Programme erscheint mir aber sonderlich überzeugend oder attraktiv. Deshalb habe ich das bisher abgelehnt. Die neueste Anfrage aber geht auf eine Empfehlung zurück. Durch wen weiß ich nicht, freue mich aber sehr darüber. Für den ,,Superblog 2011″ nominiert zu werden, finde ich recht interessant. Nicht ganz passend zwar, denn wunschbaum.de ist eben nicht ausschließlich und auch nicht überwiegend Weblog. Aber es enthält zumindest ein täglich aktualisiertes und ist davon abgesehen natürlich durch und durch von persönlichen (Baum-)Erlebnissen geprägt. Deshalb ist eine erweitere Anwendung des Blog-Begriffs sicher nicht ganz unangebracht. Nun bin ich mal gespannt, ob diese Nominierung auch tatsächlich veröffentlicht wird und wie viele Menschen Anfang April dann für wunschbaum.de stimmen.

Frühlingshaft eben

Ganz schön, die Arbeit am Holz zum Wochenende hin. Aber diesen kleinen Auftrag kann ich schon morgen Vormittag abschließen. Und bei dann wohl sonnigerem Wetter fällt auch die konzentrierende Arbeit wieder leichter. Ich hoffe, wenigstens den Sonntag nicht ganz anfüllen zu müssen und die Frühlingssonne sowie die ersten Blattknospen der Sträucher am Flussdamm bewundern zu können. Dieses erste Erwachen der Vegetation hat etwas besonders Belebendes. Es ist dann, als ob die meist schlagartige Entwicklung der grünen Blätter Aufbruchstimmung auch bei uns Menschen entstehen lässt. Und irgendwie riecht die Luft dann auch wieder anders. Frühlingshaft eben.

Sichtbare Zeit der Bäume

Also gönnt sich die Vegetation doch noch einige Tage Aufschub, bevor es so richtig losgeht mit dem Grünen und Blühen. Die neuerliche Kühle hätten wir aber jetzt nicht mehr gebraucht. Sofort droht man in diese Winterstarre zurückzufallen, zur Unzeit. Aber es ist auch schon wieder Licht in Sicht. Der Sonntag soll den Frühling dann wieder zurückbringen. Und wie ich beim Blick auf den Kalender sehe, geschieht das rechtzeitig zum Frühlingsbeginn am darauf folgenden Tag. Dann hoffe ich kommt sie endlich wieder, die sichtbare Zeit der Bäume, die so viele Monate ihr Schattendasein ertragen haben.

Lebensgeist für Japan

Jetzt könnte es über Nacht geschehen, dass sich die Blattknospen des Weißdorns auffalten. Die Zurückhaltung der Sonne heute hat sie noch geradeso davon abgehalten. Am Verhalten und der größeren Kommunikationsfreude der Menschen merke ich, dass der Frühling kommt. Wie so häufig ist uns die Natur ein zuverlässiger Vorbote. Freuen wir uns auf wohltemperiertere Tage und mehr Farbtupfer in der Landschaft, die uns erfreuen und aus der Winterstarre holen. Mögen die Lebensgeister neu erwachen. Auf der ganzen Welt, ganz besonders da, wo die Menschen unter grausamsten, von Menschen gemachten Folgen einer Naturkatastrophe leiden müssen.

Luft tanken

Die Weißdornhecken haben sich von dem frühlingshaften Wetter inspirieren lassen und bilden erste Knospen aus, die sich aber noch nicht geöffnet haben. Irgendwann in den nächsten Tagen wird das wohl passieren. Und auch bei den Bäumen, beim Ginkgo konnte ich es schon beobachten, regen sich erste Wachstumstendenzen. Der Warte-Spaziergang am Abend auf diesem Nordic-Walking-Weg in S. hat nach dem anstrengenden Bildschirm-Tag gut getan. Beim leicht ansteigenden Gehen merkt man tatsächlich, dass sich die Lungen wieder richtig mit Sauerstoff füllen und die gesamte Atmung intensiver ist als bei der vielen Schreibtischarbeit. Hoffentlich bleibt es mild und trocken, so dass ich das künftig regelmäßig zwischendurch realisieren kann. Um den Kopf frei zu bekommen und das Gleichgewicht zu erhalten.

Gleditschienbäumchen

Ich bin gespannt, wie sich die Gleditschienbäumchen dieses Jahr entwickeln. V. meint, ich hätte sie über den Winter zu wenig gegossen. Aber das stimmt nicht. Auch im letzten Jahr sind sie relativ spät gekommen. Meistens kommen die ersten Blatttriebe nicht an der alten Spitze, sondern irgendwo aus der Seite. Die stärksten Exemplare des Vorjahres haben allerdings jetzt schon neue Blätter ausgebildet. Die Bäumchen sind eben unterschiedlich stark vital. So hoffe ich, dass sie nicht noch durch unerwartete Spätfröste Schaden nehmen und wir viel Sonne im Frühling und Sommer erleben. Das wird den Bäumen gut tun und ihr Wachstum beschleunigen. Auch wünsche ich mir, dass der Feigenbaum sich wieder erholt und die Frostschäden der Vorjahre im neuen Wachstumsschub kompensieren kann.

Katastrophennachrichten

Es scheint so, dass Naturkatastrophen und ihre unkalkulierbaren Folgen für Leib, Leben und Gesundheit ein großes Thema unserer Zeit werden. Vor zwei Wochen habe ich über das Vine-Programm bei amazon das Buch ,,Endzeit” angefordert, in dem es um die sich in der Realität tatsächlich ereignenden apokalyptischen Visionen einer vorgeblich psychisch Kranken geht. Bei den derzeitigen Schreckensnachrichten aus Japan erhält dieser fiktionale Text grausame Wirklichkeit. Nur erleben wird und vor allem die Bewohner Japans dies jetzt bereits tatsächlich, und nicht erst in der im Buch erzählten näheren Zukunft. Bei allem Wünschen, das dahin geht, dass die ganz große Katastrophe eines massiven Austritts von Radioaktivität noch verhindert werden kann, ist für uns weit vom Geschehen entfernt Lebenden das Nachdenken über die Verantwortbarkeit der Nutzung von Kernenergie generell unvermeidlich. Ich hoffe sehr, dass sich die Politik endlich nicht mehr herausredet und sich jetzt nicht hinter verklausulierten Absichtserklärungen verschanzt. Das Mindeste wäre die Rücknahme der bereits beschlossenen längeren Laufzeiten für deutsche Kernkraftwerke. Und während dieser Laufzeit massive Anstrengungen zur Optimierung der Sicherheit. Und dasselbe muss in allen Staaten geschehen, die sich diese nicht mehr tragbare Energiequelle leisten. Der Gedanken, dass gerade einmal der Ginkgo in unserem Garten eine atomare Verstrahlung überleben könnte, lässt mich am technischen Fortschritt insgesamt und dem Verstand und der Entwicklungsfähigkeit der Menschheit insgesamt zweifeln.

Frühlingserlebnis

Das Wetter war gut zum Holzmachen. Jetzt ist unser Brennholzvorrat wieder um eine Anhängerladung aufgefüllt. Aber es werden sicher noch einige weitere Aktionen notwendig sein, um die Lücke des zurückliegenden Winters wieder zu schließen. Leider sind die Fichten nicht so sehr ergiebig, werden schnell verbraucht sein. Und außerdem müssen sie noch einige Zeit trocknen, bis sie überhaupt als Brennholz verwendbar sind. Jedenfalls freut es mich, dass der nahende Frühling das Arbeiten draußen wieder zu einem Erlebnis werden lässt. Gleichgültig, welcher Arbeit man dabei gerade nachgeht. Na ja, der Sonntag wird diesmal wohl wieder ein richtiger Ruhetag.

Baumholzkontraste

Sehr gut gelungen sind die neuen Armbänder. Die Esche wirkt, je nachdem, welchen Abschnitt man erwischt, im Ergebnis ganz unterschiedlich. Diesmal war es ein mittelbrauner Ton, die irgendwo zwischen der Anmutung des gewohnten hellen Holzes und der wild gemusterten Anmutung dunkel gefärbter Kernholzstücke liegt. Auch die noch neue Partner-Kombination ,,Walnuss-Hasel” ist interessant. Nicht nur weil sich hier zwei Nussbäume begegnen. Auch der Hell-Dunkel-Kontrast der alternierenden Perlen wirkt sehr stimmig. So als ob sich beide gut ergänzen. Ich hoffe, die Träger werden es ebenso wahrnehmen und ihre Verbundenheit an Hand der Armbänder vergegenwärtigen können.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.