Gute Bilanz

Mein Arbeitszimmer ist nach dem gestrigen Weihnachtsarrangement wirklich sehr gemütlich. Vor- und hinter mir überall Weihnachtsbäumchen. Da glitzert und funkelt es von allen Seiten. Und im übrigen Wohnbereich ist es ähnlich. Schön, dass die Adventszeit gerade erst begonnen hat. Mit dem Ausdrucken der Grußkarten gibt’s zurzeit noch einige Probleme, wieder einmal eine Nachwirkung des neuen Betriebssystems, das alle möglichen Inkompatibilitäten nach sich zieht. Drei neue Armbänder kann ich morgen einfädeln. Und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Eigentlich eine gute Bilanz, nicht nur bei den Sonnenstunden.

Neue Eindrücke der Vorweihnachtszeit

Nun steht sie wieder, meine Weihnachtsbäume und Weihnachtsschmuckgalerie. Diesmal ging mir das Arrangieren der zahlreichen Figürchen, Anhänger, Spieluhren und anderen Dekoutensilien sehr leicht von der Hand. Und die Verteilung im Raum gefällt mir gut, ebenso wie unser ungewöhnlicher Adventskranz und die vielen kleinen Weihnachtsschmuckstücke, die M. zur festlichen Gestaltung unseres Wohnbereichs verwendet. Eigentlich ist da jedes Jahr ein wenig anders. Schön, so können wir das Fest in seiner anregenden Universalität immer wieder bewusst wahrnehmen, ohne in dumpfe Routinen abzutauchen. Ich wünsche mir für diese Weihnachtssaison noch eine ganze Reihe neuer Eindrücke, um in der Symbolik der Vorweihnachtszeit neue, der Zeit gemäße Facetten erkennen und kreativ verarbeiten zu können.

Natürlicher Adventschmuck

Bis zum Abend konnten wir den größten Teil unserer Adventschmuckarrangements abschließen. Einige Kleinigkeiten haben wir auf morgen verlegt. Das wichtigste war wieder: Der Kranz für Gs Grab, diesmal ein gekaufter, den M. aber sehr schön zusätzlich mit Mistelzweigen und Efeufrüchten geschmückt hat. Im Ergebnis ist er dem vollständig selber gebundenen sehr ähnlich. Und auf dem Bett aus Tannenzweigen, das wir schon für Allerheiligen angelegt hatten, ergibt sich ein stimmiges Bild. Dann der Adventskranz. Die Basis ist auch ein gekaufter Kranz. Als M. den Paillettenkranz herunter brache, hatte ich die Idee, ihn auf den Kranz aus Immergrün zu drapieren. Damit bleibt der natürlich Grund sichtbar, löst sich zu allen Seiten aber in einem Glitzermeer auf. Wir fanden das spontan ansprechend. Außerdem zieren nur noch vier weiße Filzanhänger in Tannenbaumform diesen ganz ungewöhnlichen Adventskranz. Statt der üblichen vier Kerzen werden wir nur eine mächtige in die Mitte stellen. Das ist schlüssiger. Die Symbolik der vier Adventstage werden wir parallel mit unserem vierteiligen Rentierkerzenhalter berücksichtigen. Dann müssen wir es nur noch schaffen, beide so zu positionieren, dass man sie zusammen im Blick haben kann. Auch Ms weihnachtliches Gesteck aus Nadelbaumzweigen (Tanne und Zypresse) ist wieder sehr gut gelungen. Ich habe die zwei großen Lichterketten um die Zweige gewickelt, so dass es jetzt draußen wunderbar glitzert. In die Mitte noch das kleine Rentiersymbol aus Korbgeflecht und im Vordergrund einige frisch geschnittene Mistelzweige mit weißen Beeren. Ein sehr schönes Gesteck, das jedem Besucher die vegetative Symbolik der Weihnacht in plastischer Form vor Augen führt.

Weihnachtsglasbaum

M. hat schon einiges an weihnachtlicher Dekoration für den 1. Advent arrangiert. Ich hoffe, das kann in diesem Jahr einmal ruhiger ablaufen, für sie ein Test, die Dinge etwas gelassener anzugehen. Und bis Weihnachten gibt es sukzessive ohnehin noch vieles zu tun. An den Feiertagen möchte ich dann nach Möglichkeit, wieder die besondere Atmosphäre der weihnachtlichen Symbolik in neuen Fotografien festhalten. Idealerweise steht am Ende erneut eine Reihe von Weihnachtsfotos, die ich im kommenden Jahr für die Weihnachtsgrüße verarbeiten kann. Der letztjährige Dekoweihnachtsbaum aus Glas ist mir sehr ans Herz gewachsen. Eine Variante, die nur den oberen Teil berücksichtigt und damit die Formensymbolik noch augenfälliger macht, ist nun die Grundlage für verschiedene Versionen meiner Weihnachtskarte 2011.

Sommerlicher Schlafapfel

Krafthölzer

Gleich drei kraftvolle Hölzer verarbeite ich zurzeit: Eibe, einer meiner eigenen Lebensbäume, Esskastanie und Walnuss, mein zweiter Lebensbaum. Das macht natürlich Freude. Das orangerot des Eibenholzes mit seiner amorphen Struktur, Elastizität und lebendigen Zeichnung, der Ferrari unter den Hölzern, wie es Mauro Corona ausgedrückt hat. Und dann das braun-grau-schwarz gezeichnete Walnussholz mit seiner dichten Unergründlichkeit. Es ist diesmal als Partner-Armband mit der Esskastanie kombiniert, ebenfalls ein Kraft- und Fruchtbaum, dessen Porigkeit in geölter Form eine außerordentlich dekorative Oberfläche hervorbringt, welche die Mächtigkeit und symbolische Kraft des Baumes wiederspiegelt. Eine Arbeit zwar überwiegend im Keller und künstlichen Licht, bei dieser Jahreszeit unvermeidlich, aber dennoch sehr nah an der besonderen ästhetischen Qualität und symbolischen Stärke natürlicher Hölzer in ihrer Artzugehörigkeit.

Kapriolenjahr

Dieser November ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Möglicherweise wird es der trockenste aller Zeiten, mit bisher nicht einmal einem Liter Regen pro Quadratmeter. 20-mal weniger als im bisherigen Trockenheitsrekord-November von 1920. Er setzt damit die Kapriolen fort, die das gesamte Jahr gekennzeichnet haben. Ich denke insbesondere an den verregneten und ziemlich sonnenarmen Sommer, das irrsinnig sonnige Frühjahr und den ziemlich warmen Herbst. Mal sehen, wie der Winter ausfällt. Allerdings wird es jetzt schon empfindlich kalt, wenn die Sonne nicht zum Vorschein kommt oder wie meistens am Vormittag, die dichte Hochnebeldecke lange nicht durchdringen kann. Gutes Wetter für die Makrofotografie wäre das, wenn es denn interessante Motive gäbe. Aber die Bäume sind meist kahl, in der Regel aber blüten- und fruchtlos. Das macht die Sache weniger spannend. Im gleichen Moment besinnen sich die Menschen auf die Symbolik der Bäume, ihren Lebenswillen, ihre Lebenssymbolik. Und das ist gut für den Wunschbaum-Shop, gerade jetzt so nah an Weihnachten.

Vorgedanken an den Weihnachtsbaum

Einige heftig dekorierte Geschäfts- und Hausfassaden sieht man schon in diesen Tagen. Aber bei den meisten ist Weihnachten noch nicht so richtig angekommen. So scheint es mir in diesem Jahr. Dass die Menschen eine längere Anlaufzeit für das Fest benötigen. Ich bin meinerseits sehr froh, dass Ms Zustand sich so schnell gebessert hat. Ich hoffe, dass wir jetzt alle zusammen die Vorweihnachtszeit mit möglichst wenig Hektik erleben dürfen. Viele Vorbereitungen konnte ich ja auch schon erledigen. Das ist gut, denn es stehen ja noch einige Ereignisse ,,außer der Reihe” an, die zusätzliche Zeit beanspruchen. Ein regelmäßiges Ereignis wird dagegen die Auswahl des Weihnachtsbaums sein. Hoffentlich macht V. nicht wieder so einen Aufstand wie in den Vorjahren. Es ist wichtig, dass man sich bei dieser Auswahl Zeit lässt, um mit Geduld den genau richtigen Baum auswählen zu können. Mal sehen, ob die diesjährigen wieder dichter gewachsen sind. Das war im Vorjahr ein echtes Problem. Sehr schwer, ein passendes Exemplar zu ergattern. Leicht und ohne Anstrengung wäre natürlich am schönsten, denn dann kann man die freie Energie in das Schmücken investieren.

Symbolische Stärke der Weihnacht

Der Glasweihnachtsbaum ist eine gute Wahl für die diesjährige Weihnachtskarte. Ich habe inzwischen verschiedene Varianten durchprobiert, mit und ohne Perspektive, mit und ohne gerundete Ecken und Randplastizität. Letztlich ist es das Hauptmotiv, das die emotionale Botschaft transportiert. Und die kommt in diesem Bild sehr frisch, lichtvoll und irgendwie heiter daher. Eine besondere weihnachtliche Stimmung wird darin zum Ausdruck gebracht, vielleicht deshalb denke ich auch daran, den Gruß zu Beginn der Adventszeit zu versenden. Dann kann die Vorfreude, das Erwarten des Weihnachtsfestes im Zentrum stehen, ein Prozess, der die eigentlichen Feiertage erst möglich macht und ohne den die enorme symbolische Stärke der Weihnacht nicht vorstellbar ist.

Das Baumtagebuch ist 7 Jahre alt

Es gibt noch eine andere Baumart, die ich mit unserem Krankenhaus in Verbindung bringe. Denn unsere kleinen Gleditschien, die älteste ist gerade einmal drei Jahre alt, stammen aus den Samen der Fruchtschoten, die wir von den dortigen Bäumen gesammelt hatten. Übrigens damals schon um dieselbe Zeit, wenn die Schoten schon einen Großteil ihrer Feuchtigkeit abgegeben haben, schon ganz braun, fast schwarz geworden sind und in ihnen die Samenkerne fühlbar sind. Wie überdimensionierte flache Bohnen sehen sie aus. Wir haben nach dem Besuch heute wieder eine Tüte voll Schoten gesammelt. Ich weiß noch nicht, ob wir die Kerne tatsächlich wieder in die Erde pflanzen. Vielleicht werde ich sie auch einfach sammeln und irgendwann, wenn ich eine Methode gefunden habe, sie zu bohren, daraus ein Armband herstellen. Ach ja, noch ein wichtiges Datum: Heute ist das Baumtagebuch genau 7 Jahre alt geworden. Am 20. November 2004 habe ich den ersten Eintrag verfasst.

Die Symbolik der Linde

Die großen Linden auf dem Innenhof des Krankenhauses hätte ich schon einmal wieder gerne gesehen. Aber wenn es die eigene Familie betrifft, dann ist ihr Anblick immer mit eher unschönen Erinnerungen verbunden. So hoffe ich, dass sich Ms Problem bald wieder auflöst und die Bäume dann wieder ihre versöhnliche und Gemeinschaft stiftende Ausstrahlung auch in meinen Augen zur Wirkung bringen können.

Adventsgrüße

Der gläserne kleine Windlicht-Weihnachtsbaum wird meine diesjährige Weihnachtsgrußkarte zieren. Wahrscheinlich aber werde ich einen Adventsgruß versenden, das finde ich spannender, denn die Adventszeit ist das eigentlich schöne an Weihnachten. Und vielleicht sind die Adressaten ja in dieser Zeit auch noch aufnahmefähiger. Erfahrungsgemäß nimmt mit dem Näherrücken der Feiertage auch die Hektik zu. Am Ende kann man dann die vielen guten Wünsche kaum noch sortieren. Also lieber ein Adventsgruß mit Weihnachtsbaum.

November müde

Jetzt hätte ich von November eigentlich schon genug. So typisch waren die letzten Tage für die Jahreszeit. Dabei fehlt mir vor allem das Licht. Die Kälte allein könnte mich weniger schrecken. Aber solche Dunstglocken trüben die Stimmung, da hilft es dann nur, sich in die Arbeit zu stürzen. Anders als M. denke ich, dass wir die Wandelröschen lieber noch bis Anfang Dezember draußen stehen lassen. Die Blätter sind zwar schon welk, aber noch nicht ganz vertrocknet. Da warte ich lieber, bis der Strauch alle Säfte in den Wurzelstock zurückgezogen hat. Diese Vorgehensweise hat sich im vergangenen Jahr bewährt. Der Stock ist schon früh wieder ausgetrieben und hat übers Jahr eine gleichmäßige Form entwickelt, mit vielen regelmäßig wiederkehrenden Blütenständen. Und ganz so kalt sind die Nächte ja noch nicht. Vielleicht ein Indiz für einen eher milden Winter? Wir werden sehen.

Makroexperimente

Das Thema Makrofotografie lässt mir zurzeit keine Ruhe. Ich denke daran, die Jahreswende zu nutzen, um mich mit der Technik vor allem der Beleuchtung näher zu beschäftigen und einige Experimente zu versuchen. Möglicherweise lässt sich dann auch eine größere Regelmäßigkeit in der Erweiterung des Portfolios erzielen. Aufnahmen in der freien Natur werden allerdings die Ausnahme bleiben, es bleibt einfach problematisch mit der digitalen Technik und schweren Makroobjektiven. Aber Objektfotos und die symbolische Behandlung des großen Themas ,,Baum” in Form von Holzstrukturen könnte mit der richtigen Lichtführung eine Renaissance erleben. Nur die nötige Ruhe für diese Experimente ist wichtig.

Weihnachtliche Innovationen

Plötzlich merkt man, dass das Jahr rasend schnell zu Ende geht und Weihnachten tatsächlich schon vor der Tür steht. Denn es sind gerade einmal noch 5 Wochen bis dahin. Wenig Zeit, um endlos viele Projekte zum Abschluss zu bringen und Neues vorzubereiten. Das betrifft die Arbeit genauso wie die Beschäftigung mit dem Weihnachtsfest und der Adventszeit selber. Eine Vorentscheidung ist schon gefallen: Auf den kleinen Weihnachtsbaum am Hauseingang werden wir dieses Jahr verzichten, stattdessen wird ein weihnachtliches Gesteck allein den Eingang zieren. Wie das genau aussieht, wissen wir noch nicht, aber die restlichen Tannenzweige werden sicher das Grundgerüst bilden. Und auch der Adventskranz könnte diesmal kein Kranz, sondern etwas freier Gestaltetes sein. Da haben wir schon einige Überlegungen angestellt und Beispiele angesehen. Ein Vorhaben, das in den kommen 10 Tagen konkretere Formen annehmen muss.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.