Geheimnisse des Rückzugs und des Neuaufbruchs

Diese schöne Herbstsonne, die gestern bei meinem Spaziergang zumindest phasenweise hervorkam und die Baumlandschaft in besonders atmosphärisches Licht getaucht hat, war heute Mittag wieder da. Deshalb habe ich die Gelegenheit erneut für eine kurze Runde genutzt. Allzu selten sind diese Momente geworden, selbst über den Sommer, der in diesem Jahr so extrem verregnet war. In Kombination mit einem großen Arbeitsvolumen waren das nicht die besten Voraussetzungen für das regelmäßige Erkunden der Landschaft. Leider ist das in 2025 zu kurz gekommen, umso mehr versuche ich im letzten Quartal etwas von den jahreszeitlichen Besonderheiten aufzunehmen und zu verarbeiten. Obwohl die Baumlandschaft in diesen Tagen vordergründig so reizarm wirkt, strahlt sie doch eine besondere Innerlichkeit und Präsenz aus. Man spürt förmlich, wie sich die Natur auf den großen Rückzug vorbereitet, immer den Neuaufbruch des kommenden Frühlings schon im Blick. Aber diese Neuaufbruch setzt eben den vorherigen Rückzug voraus. Es muss alles in einem geordneten Gleichgewicht aufeinander folgen. Und wie die Abfolgen und Zeiträume der Transformation konkret ausfallen, das variiert in jedem Jahr wieder aufs Neue. Das Konkrete in diesen Prozessen gehört zu den großen Geheimnissen, von denen wir noch nicht allzu viel wissen.

Zauberhafte Transformationen in der Landschaft

Das war wohl der erste Tag seit Langem, an dem die wärmende herbstliche Sonne einmal in längeren Phasen durch die dichten Wolken dringen konnte und in diesen Phasen das offenbart hat, was wir zuletzt gerne als den goldenen Oktober gesehen hätten. Deshalb hat es mich natürlich in die Baumlandschaft gezogen. Die ist eigentlich in Bezug auf Farbakzente sehr reduziert und ereignislos in dieser Zeit, aber allein die milde Temperatur und die Sonnenstrahlen haben den Spaziergang dennoch zu einem wohltuenden Erlebnis gemacht. Ich fand heute v. a. die Erlen eindrucksvoll, denn bei ihnen zeigen sich gerade in dieser Übergangsjahreszeit noch grüne Zapfen dieses Jahres zusammen mit schon verholzten des Vorjahres. Und man sieht zudem daneben die üppigen Fruchtstände mit den männlichen Erlenkätzchen und den kleinen weiblichen Blüten, die beide noch ganz hart und verschlossen sind, weil sie ja erst im nächsten Jahr den Baumfrühling einläuten sollen. Aber ähnlich wie bei den Haselsträuchern, nur noch etwas früher werden diese Blüten eben jetzt schon angelegt und bestimmen die Ausstrahlung des Baums. Und die Blüten sind sehr üppig und zahlreich, wie man an meinen Fotografien sehen kann. Ich habe vor allem dieses Gleichzeitige von der Vorahnung der nächsten Vegetationsperiode und den sichtbaren Relikten der abgelaufenen festzuhalten versucht. Den Charme des jahreszeitlichen Niedergangs, wie ich es einmal nennen will, diese besondere Ästhetik des herbstlichen Verfalls, habe ich in zahlreichen Varianten und bei unterschiedlichen Pflanzentypen heute beobachten und fotografisch festhalten können. Das letzte Bild gibt die herbstlichen Reste einer blühenden Wiese wieder, die jetzt in ganz zauberhafter Auflösung erscheint.

Erlenherbst 2025 I
Erlenherbst 2025 II
Erlenherbst 2025 III
Herbstgräserlandschaft

Winterpflanzung mit jahreszeitlichem Sinn und Familientradition

Dieses Jahr haben wir die Vorbereitung oder besser Umstellung des Gartens auf die Winterzeit sehr gut terminiert. Denn in den Vorjahren konnten wir diese Arbeiten meist erst ganz kurzfristig vor Allerheiligen realisieren. Und auch nur deshalb, weil M. das von Kindertagen an gewohnt ist, die Sommerblumen vor Allerheiligen zu entfernen und stattdessen winterharte Blumen und Gehölze zu pflanzen. Das sind bei uns traditionell verschiedene Heide- bzw. Erika-Varianten und verschiedenfarbige Stiefmütterchen, die trotz ihrer zarten kleinen Blütenblättchen die eindrucksvolle Eigenschaft mitbringen, selbst starkem Frost standhalten zu können. Das ist über Winter immer eine große Freude für uns anzusehen, vor allem weil sich die kleinen Blumen dann bis spät ins Frühjahr hinein halten und unverwüstlich scheinen. Diesmal habe ich alle Pflanzen allein besorgt, weil das M. zu anstrengend war. Und den Tausch, das Auffrischen der Pflanzerde und das Pflanzen selbst habe ich natürlich auch selbst erledigt. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass M. später dazu kam und die Pflanzgefäß vorbereitet und nach dem Pflanzen für eine sauberes Bild gesorgt hat. Ich finde, im Ergebnis ist uns das wieder sehr gut gelungen. Auch die Auswahl der Farben selbst, und die Kombination zwischen Heide und Stiefmütterchen, konnten wir sehr abwechslungsreich und stimmig arrangieren. Das ist ein gutes Gefühl, weil solche Dinge eine Möglichkeit sind, vielleicht die beste, jahreszeitliche Umbrüche kulturell zu reflektieren, dabei bewusst wahrzunehmen und sie formal begreifbar zu machen. Ein großer Gewinn und eine große Bereicherung ist das, wie ich finde. Und es hat eben sehr viel auch mit Familientradition und mit einem geteilten Bewusstsein für den besonderen Wert dieser vegetabilen jahreszeitlichen Traditionen zu tun.

Baumherbstmomente wahrnehmen

Wegen der Schläfrigkeit der meisten Auftraggeber konnte ich auch heute wieder lange, konzentriert und mit wenig Unterbrechung meine Projektarbeit voranbringen. Das ist der größte Vorzug dieser ansonsten schwierig zu ertragenden Jahreszeit. Ich versuche an solchen Tagen sich bietende Gelegenheiten zu nutzen, um mich draußen zu bewegen, bei frischem Wind und zeitweilig wärmenden Sonnenmomenten. Toll ist es, in solchen Stunden den lebendigen Blätterherbst zu beobachten. Bei so viel Wind lösen sich die Herbstblätter schneller und manchmal in großen Mengen von den Bäumen. Leider muss man sagen, weil so der ästhetisch anregende Baumherbst umso schneller vorbeigeht. Aber die verschiedenen Arten sind nicht alle gleich schnell bei der herbstlichen Blattfärbung und halten oft ihre grünen Blätter noch sehr lange. Im Garten sind bei uns die Blätter der Weinstöcke schon fast vollständig abgefallen, beim Walnussbaum mehren sie sich täglich, beim Feigenbaum sind es noch nicht so viele, während die Feigen selbst jetzt immer schneller ausreifen, und beim Ginkgo geht das ohnehin immer sehr kurzfristig. Immerhin haben sich die Ginkgoblätter schon überwiegend gelb gefärbt. Meist ist es so, dass mehreren sehr kalten Nächten und windigen Tagen in kurzer Zeit die Krone ganz kahl dasteht und sich darunter, rund um den Wurzelbereich ein dichter Teppich weicher gelber Ginkgoblätter gebildet hat.

Rätselhafte Kapriolen beim späten Reifen von Obst und Gemüse

Dieses Wetter, das eher für Novemberwetter typisch wäre, gibt nun wirklich gar keinen Anlass, sich draußen zu bewegen. Nur eben aus notwendigen Anlässen und für Erledigungen. Immerhin habe ich in den Pausen kurze Abstecher in den Garten gemacht und einige Chilischoten abgepflückt, außerdem eine ganze Reihe jetzt wieder nachgereifter Feigen für M. Die sind, wie die Chilis auch, dieses Jahr besonders spät dran. Dabei waren die Feigenfrüchte schon vor Monaten zu sehen und damals auch schon nahezu so groß wie jetzt. Aber sie machen zwischendurch immer wieder lange Pausen, während derer sich gar nichts bewegt. Wovon das im Einzelnen beeinflusst wird, warum das Pflanzenwachstum, insbesondere beim Obst und Gemüse, so schwer vorherzusagen ist, das ist mir immer noch ein Rätsel. Es wäre ein wirklicher Fortschritt, wenn wir zu dem Thema neue Erkenntnisse gewinnen könnten. Das wäre aufschlussreich für das Planen der Gartenarbeit im Jahresverlauf.

Verloren gegangenen Sinn zurückholen

Die Menschen tun sich sehr schwer mit dieser Nicht-Herbst-Witterung. Es ist eigentlich eine Keine-Jahreszeit-Witterung, die uns viel abverlangt. Da ist es noch am erfolgreichsten, nicht krank zu werden bzw. sich nicht von der ersten Erkältungswelle mitgerissen zu werden. Aber auch die bloße Motivation scheint darunter zu leiden. Gut für die Konzentration wirken solche Tage auf mich schon. Aber losgekoppelt von erwartbaren Kommunikationen ist das nicht nur erfreulich. Dennoch bin ich sicher, dass wir solches verkraften, auch weil die Krisen außerhalb des eigenen natürlichen und kulturellen Umfelds viel gravierender wirken. Da liegt es nahe, gerade in diesem Naherfahrungsbereich gegenzuseuern und sich verloren gegangenen Sinn zurückzuholen. Daran kann eigentlich jeder für sich und in seiner unmittelbaren Lebenswelt mitwirken. Möge ein hoffentlich schöner Blätterherbst die Motivation und Bereitschaft dazu beflügeln.

Die Bedeutung möglicher Lieferanten symbolkräftiger Energie

Ja, dieser Einundzwanzigste hatte wieder etwas Anregendes und Motivierendes. Das war zuletzt nicht bei allen zahlensymbolisch aufgeladenen Tagen so. Aber die Positiverfahrung freut mich gerade deshalb, auch weil es einen zusätzlichen Anstoß in schwierigen Zeiten darstellt. Immer wenn ich die Wirkung und Energie des Symbolischen erkennen kann, ist das für mich ein Erfolgserlebnis. Es bestätigt mir die zeitlose Bedeutung des Symbolischen, das in meiner persönlichen Biografie eine so große Rolle spielt. Zuletzt konnte man tatsächlich an der Wirkkraft und überzeitlichen Ausstrahlung symbolischer Formen zweifeln. Die Wahrheit aber ist, dass wir ohne diese Formen nicht auskommen. Die Bäume sind nur ein möglicher Lieferant symbolkräftiger Energie. Aber sie sind unter denen, die ich besonders schätze und zu denen ich deshalb so viel schreibe oder in deren symbolischem und formalem Umfeld ich mich so gerne bewege und kreativ bin. Natürlich hat auch da die Einundzwanzig ihre Bedeutung, u. a. als Zahl der Baumarten in der Systematik so genannten keltischen Baumkreises.

Lebensthematische Bezüge auch trüben Tagen

Überwiegend nass, aber merkwürdig mild temperiert war dieser Tag. Und er hatte ganz kurze sonnendurchflutete Phasen, an denen man sich aufrichten konnte. Aber die Aufgabenpläne sind so lang, dass ohnehin nicht viel Zeit fürs Durchschnaufen bleibt. So konnte ich den Auftakt der Arbeitswoche produktiv und fortschreitend nutzen. Und auch an einem solchen eher ereignisarmen Tag sind die Bäume, ihre Früchte, die herbstliche Ernte, was man so alles daraus kulinarisch machen kann, wieder Gegenstand von Gesprächen. Ich weiß gar nicht, ob das bei anderen Familien auch so ist. Aber bei uns spielen die Bäume und ihre vielfältigen Bezüge tägliche eine Rolle. Ganz ohne, dass wir es darauf anlegen. Deshalb ist es kein Zufall, dass ich schon vor über 20 Jahren zu diesem Lebensthema gekommen bin und seitdem in vielfältigsten Formen daran arbeite.

Das wars wohl mit dem goldenen Oktober

Leider ist der versprochene zweite Tag in Folge mit goldenem Oktoberwetter uns verwehr geblieben. Das war heute ein Tag fast ohne Sonnenphasen und auch nicht so mild temperiert wie angekündigt. Und da es in der neuen Woche mit Novemberwetter weitergehen soll, war das wohl ein sehr durchwachsener goldener Oktober. Seltsam, auch das war eher nicht zu erwarten gewesen, wenn man sich die sehr ertragreiche Baumobstsaison ansieht, die zumindest auf ein wachstumsförderliches und freundliches Frühjahr rückschließend lässt. Die Tendenz zu immer mehr durchwachsenem und unberechenbarem Wetter setzt sich eben fort. Und wenn ich auf den Kalender schaue, stelle ich fest, dass in etwas mehr als 4 Wochen schon die Adventszeit beginnt. Die ist dann unabhängig vom Wetter von eigener symbolgetränkter Wärme gekennzeichnet. Die vier Wochen bis dahin müssen wir dann einfach überstehen, und uns einige sonnendurchwirkte Tag zwischendrin wünschen.

Die Garten-Erholungssaison beenden

Das sonnenreichere Wetter heute war doch sehr willkommen, da wie so oft am Samstag Gartenarbeit anstand. Diesmal habe ich die Sitzgarnitur unter der Hinterhausüberdachung winterfest gemacht bzw. teilweise auch nach innen geholt. Das ist immer ziemlich zeitaufwändig, auch weil so viele Kissen und Bezügen reinzuholen, zu waschen oder in Schränken bis zur nächsten Gartensaison zu verstauen sind. Außerdem habe ich einmal den ganzen Bereich hinterm Haus gekehrt und die erste große Ladung trockenes Herbstlaub von den Gartenbäumen in die Biotonne verfrachtet. Vor allem aber war es mir wichtig, den Efeu noch einmal vor dem Winter zurückzuschneiden. Diesmal nicht mit der Heckenschere, sondern per Hand mit der Gartenschere. Das war möglich, weil diesmal v. a. vereinzelte lange Triebe zu kappen waren, die ohne den Rückschnitt im Frühjahr ein chaotisches Bild ergeben hätte und dann zu viel Aufwand erfordert hätten. Zusammen mit einigen handwerklichen Arbeiten war mit diesen Aktionen der ganze Samstag komplett ausgefüllt. Gut, dass wir für die eher kontemplativen Anteile noch den Sonntag haben, erfreulicherweise wieder mit vergleichbarer zuletzt eher ungewohnt lichtreicher und moderat warmer Witterung.

Letzte Chance auf goldenen Oktober

Noch einer dieser dunklen und trüben Tage. Es kann einmal schon zu viel werden. Die Hoffnung liegt jetzt auf dem Wochenende, das ausnahmsweise mehr Sonnenlicht verspricht. Vielleicht zum letzten Mal für dieses Jahr. Und auch die letzte Chance auf goldenen Oktober. Ich freue mich auf dieses Wochenende und darauf, den Baum- und Blätterherbst einmal von seiner ästhetisch ansprechenden Seite zu erleben.

Soziale Herausforderungen und natürliches Gleichgewicht

Diese Tage könnten herbstlicher nicht sein. Alles ist auf Transformation und intensive Innerlichkeit ausgerichtet, entsprechend zurückhaltend geben sich die Menschen in der Kommunikation. Das ist für kommunikative Aufgaben ein größeres Hindernis und erfordert besondere Anstrengungen, die Dinge im Gang zu halten und möglichst voranzubringen. Gut, dass ich soviel Geduld mitbringe und täglich Gelegenheit habe, diese Eigenschaft zu verbessern bzw. situativ passende Alternativen auszutesten. Bei so viel sozialer Herausforderung sind mir alle Momente und Phasen wertvoll, die Ausglich und Beruhigung schaffen. Die Arbeit mit der Baumsymbolik, erst Recht die Begegnung und Beobachtung von Bäumen, aber auch die kunsthandwerkliche Arbeit mit deren Holz sind für mich wichtige Ansatzpunkte, dieses Gleichgewicht immer wieder herstellen zu können, ohne die technologischen und sozial-kommunikativen Aufgaben aus dem Blick zu verlieren.

Herbststimmung leitet zur Adventstimmung über

Wohl auch wegen der zunehmend kühlen Luft und dem Mangel an Sonnenlicht, das auch heute wieder dominant wirkte, denken wir jetzt schon viel an die Weihnachtszeit. Stimmungsmäßig, aber auch in der Wohnungsdekoration gehts schon deutlich in Richtung von Kerzen und punktuellen warmen Lichtquellen. Von da bis zur Weihnachtsbeleuchtung ist es nicht mehr weit. Und tatsächlich ist der Beginn der Adventszeit gerade mal 6 Wochen entfernt. Heute habe ich mir deshalb gleich noch eine weitere LED-Lichterkette bestellt, die in dem kürzlich erworbenen metallisch-rostigen großen Windlicht mit Häusersilhouettenhülle leuchten und so die Häuserfassade von innen beleuchten soll. Das ist dann schon richtig adventlich. Vorher steht noch die Vorbereitung des Gartens für den Winter bevor. Wir werden das wohl am Wochenende erledigen, auch wenn die Gartenarbeitssaison damit noch nicht abgeschlossen ist. Schließlich wartet der Großteil meiner Chilipflanzen noch darauf abgeerntet zu werden. Ich befürchte, dass viele Blüten erst nicht mehr dazu kommen werden, überhaupt sich in Schoten zu verwandeln. Und dass viele gerade wachsenden Chilischotten kaum noch übers Grün hinauskommen werden. Denn wenn die meisten Bäume ihr Herbstlaub abgeworfen haben werden, wirds auch für die Chilipflanzen wegen der sehr kühlen Nächte schwierig, noch weiterzuwachsen. Dann werde ich die schon ausgewachsenen Schoten z. T. frühzeitig ernten und auf der Fensterbank nachreifen lassen müssen. Schade, aber so ist das in den meisten Jahren, selbst in denen mit sehr heißen Sommermonaten und viel Licht gewesen. Um frühzeitiger zu vollreifen Chilis zu kommen, müsste ich sie in einem Gewächshaus großziehen. Und das steht mir leider nicht zur Verfügung.

Stunden möglicher Gelassenheit

Es ist schön, dass die Sonne wenigstens in kurzen Phasen herauskommt und dann gleich gleißend strahlt. Das vermittelt kurze Anmutungen von goldenem Oktober und hebt die Stimmung. Das Themenfeld Spätsommer, Herbst und Erntezeit, v. a. die Obsternte und all die häuslichen Aktivitäten drumherum, das Marmeladekochen, Kuchenbacken, Obst einmachen, Wein und Viez herstellen, war auch heute im Gespräch mit Bekannten wieder präsent und hat breiten Raum eingenommen. Etwas, was für viele in unserer Region identitätsstiftend wirkt und mit dem viele einfach etwas zu tun haben, was sie beschäftigt und auch erfreut. Es ist gut und schön, das solche Gespräche noch möglich sind. Sie vermitteln das beruhigende Gefühl von Normalität Stunden möglicher Gelassenheit, wo sonst nur Anspannung und Krisendenken dominieren.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.