Symbolische Näherung

Genau das richtige für diesen eher trüben Tag. Die Arbeit am Holz macht mir gerade zur kalten Jahreszeit immer mehr Freude, weil sie ein Stück des fehlenden Lichtes zurückholt. Tatsächlich erscheint mir das Holz heute als Form kondensierten Lichts. Es ist so, als ob all das Licht, das die Bäume zu Lebzeiten aufgenommen und zur Photosynthese genutzt haben, noch Jahre später freigesetzt werden kann. Die Armbänder sind mir, und offensichtlich auch vielen Trägern, ein schöne Mittel, dies konkret zu erfahren. Schön, dass sich Menschen auf diese Weise den Bäumen auch bei Dunkelheit und Kälte symbolisch nähern können.

Freudige Baumsymbolik

Das Wochenende ist in punkto Holzarbeit wieder einem meiner Klassiker gewidmet: Eberesche und Zwetschgenbaum. Mit dieser Kombination bin ich vor einigen Jahren mit der Reihe der Partner-Armbänder gestartet. Und sie ist bis heute eine der eindrucksvollsten, weil der Hell-Dunkel-Kontrast hier so schön und stimmig zum Ausdruck kommt. Das ist nicht nur eine Frage der äußeren Erscheinung. Auch die Bäume haben etwas gemeinsam, ergänzen sich gut, eben Fruchtbäume. Aber sie verkörpern auch verschiedene Aspekte: Das Helle und Lichte der Eberesche, das eher Dunkle und im Kleinteiligen aber Kontrastreiche und Gesättigte des Zwetschgenbaums. In der Zusammenschau und der alternierenden Anordnung der Perlen wirken die Armbänder, trotz der dunkleren Perlen, die aber in sich in verschiedenen Rot-Brau-Lila-Rosa-Tönen lebendig schimmern, insgesamt hell und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Materieller Ausdruck einer freudigen und kraftstrotzenden Baumsymbolik.

In der Natur verwurzelt sein

Seltsam, im vergangenen Winter haben sich die Menschen während der kalten Tage sehr auf den Wunschbaumseiten getummelt. Dieses Jahr scheint das anders zu sein. Alles scheint noch offen in diesem Jahr. Die Menschen bewegen sich zwischen Unentschlossenheit, Politikverdruss, Zukunftsangst und Konsumlaune. Fast schon widersprüchlich. Aber das ist eben ein Merkmal unserer Zeit, dass man die Mitte sucht, manchmal über das parallele Wahrnehmen und Verfolgen von Gegensätzen. Bei Wunschbaum geht’s es dagegen um etwas anderes: Das Zeitlose, immer schon Dagewesene, die Gemeinsamkeiten in der Verbindung zu den Bäumen, der Naturverbundenheit und dem in der Natur Verwurzeltsein schlechthin. Auch dafür gibt es die richtigen Zeitpunkte. Vielleicht ja nicht in diesem Winter.

Wohlige Holzofenwärme

Der Holzofen macht uns jetzt richtig Freude. Auch Besucher sind sehr davon angetan. Einfach weil er so eine wohlige nicht aufdringliche Wärme abströmt. Schön ist natürlich auch, dass er so wenig Arbeit macht, da fast alles verbrennt und vergleichsweise wenig Asche übrig bleibt. Je nach Holzart kann es auch mal etwas mehr sein. Aber alle 5-6 Tage einmal das Aschefach leeren. Davon hätten wir bisher nur träumen können. Da darf man sich fast wünschen, die Kälte hielte noch eine Weile an. Jedenfalls, solange man sich im Haus aufhalten kann. Für die handwerkliche Holzarbeit ist es natürlich weniger angenehm.

Hochzeit des Winters

Die Sonnenbilanz dürfte nach diesen hellen Tagen für den Januar doch noch ganz erfreulich ausfallen. Dann sind die trüben Tage schon fast wieder vergessen. Dennoch denke ich, dass der Winter noch nicht vorüber ist und wir vor allem noch jede Menge Kälte erwarten können. Bei wohligem Holzofenfeuer ist das auch ganz gut auszuhalten. Beim Spaziergang zeigte sich die Landschaft trotz der Helligkeit tot und grau. Die Hochzeit des Winters. Und doch glaubt man zu erahnen, dass sich hinter dem kahlen Geäst der Bäume und Sträucher schon der nächste Wachstumsschub vorbereitet, um in wenigen Monaten frisches Grün zu treiben.

Noch so viel zu lernen

Ein schöner ruhiger Sonntag mit viel Licht. Nur scheinen die Sonntage immer schneller zu vergehen. Mir scheint, die Zeit beschleunigt sich zusehends. Gut aber, dass ich das Licht und die Ruhe nutzen konnte für die ersten Fotoserien mit neuen und auch einigen alten Motiven. Ich muss mich langsam an die neuen Möglichkeiten der Beleuchtung herantasten. Und bin noch lange nicht am Ende mit meinen Experimenten. Ich hoffe, noch viele Motivideen zu haben und insbesondere für die Objektfotografie gute Techniken zu entwickeln. Das wird mir dann auch bei den Themen Baum und Holz nützlich sein. Denn vieles, was sich bei Studioaufnahmen mit Stativ erfahren lässt, kann auch auf die Freihandfotografie übertragen werden. Auch wenn dann in der Regel kein künstliches Licht zur Verfügung steht. Schön, dass es in diesem Bereich noch so viel für mich zu lernen gibt.

Erster Holzofentag

Der erste lichtreiche Tag seit Wochen war das. Da geht’s einem gleich viel besser. Und die Lust auf kreative Projekte wird größer. So bin ich froh, dass mir die erste gute Aufnahme dieses Jahres gelungen ist. Sie passt in meine bisher noch kleine Recycling-Serie und zeigt einen aus Fruchtsaftkartonstreifen geflochtenen Einkaufskorb. Diese Körbe sind zurzeit sehr in Mode und werden in teils raffinierten Designs angefertigt. Dieses ist zwar ein eher rustikales Modell. Durch die Verwendung von Streifen nur einer Sorte Karton wird der Recyclingcharakter sehr deutlich. Außerdem ist die Optik eine einheitliche und schlüssig wirkende. Die Kehrseite des Lichts ist natürlich die Kälte. Da sind die Fenster morgens vollständig beschlagen. Und wir überlegen erneut, ob wir doch noch einige Pflanzen ins Haus holen sollen. Auf meine Initiative hin haben wir heute auch zum ersten Mal für diesen Winter den Holzofen angemacht. Es wäre doch zu schade gewesen, wenn wir gar keine Gelegenheit gehabt hätten, den neu ausgebauten Ofen einmal richtig zu testen. Was wir bisher feststellen können: Er braucht zwar einige Zeit, bis er Temperatur entwickelt hat und die Wärme dann gleichmäßig abstrahlt, aber dann brennt er sehr sauber und wie erwartet auch sparsam weiter. Die übermäßige Hitze, die wir sonst gewohnt waren, wird dabei vermieden. Irgendwann wird auch der zurzeit noch unangenehme strenge Geruch verflogen sein. Wir wissen nicht, woher es kommt. Von den Schamottplatten oder von dem Graphitanstrich. Jedenfalls merkt man, dass der Ofen nach dem Umbau eine ganz andere Atmosphäre schafft als in den Wintern zuvor.

Table-Top-Vorhaben

Jetzt ist mein Wechselarbeitsraum so weit aufgeräumt, dass ich meine Vorhaben in punkto Objektfotografie künftig besser umsetzen kann. Endlich einmal Platz, um die Beleuchtung für Table-Top-Aufnahmen platzieren zu können und mit der richtigen Perspektive zu experimentieren. Jetzt hoffe ich, auch noch eine gute Lösung für den Stativkopf zu finden. Dann dürfte gewissen Serien nichts mehr im Wege stehen. Ideen habe ich dazu genug. Vintage, Papier, Haushalt, Materialien und Holz. Nur die Bäume selber sind natürlich weiterhin ein Thema für die Spaziergänge draußen in der Landschaft. Ich hoffe, meine neuen Erkenntnisse in der Technik jetzt auch gewinnbringend einsetzen zu können.

Neue Webanpassungen

Eigentlich wäre ich mit meinen Webaktualisierungen jetzt durch. Nur wunschbaum.de müsste noch auf einen aktuelleren Stand gebracht werden. Das ist ein größeres Projekt, da es die Anpassung der Startseite, die Erweiterung der Fotogalerien und möglicherweise auch die Wiedereinführung bestimmter interaktiver Angebote umfasst. Also eine Frage der schrittweisen Entwicklung. Und da es um Bäume geht, ist dafür wahrscheinlich das Frühjahr die richtige Zeit. Ich will mich jetzt schon einmal darauf einstimmen und vielleicht vorher die eher technische Startseitenanpassung vornehmen.

Bleiernde Unentschlossenheit

Heute kam bei uns wieder die Frage auf, ob wir denn die mehrjährigen Gehölzpflanzen in den Keller verfrachten sollten. Schwer zu sagen, da wir den wirklichen Frost einfach noch nicht hatten, wir uns andererseits aber nicht vorstellen können, er könnte diesen Winter ganz ausbleiben. So schwankt man hin und her, und weiß nicht so recht, was man denken soll. Mir scheint, die meisten sind, wie so oft wohl verstärkt durch diese Erfahrung der Witterung, noch nicht richtig in diesem Jahr angekommen. Es macht sich noch eine bleiernde Unentschlossenheit breit, die die Auszeit der Weihnacht verlängert, aber anders als diese eher missmutig stimmt. Na dann will ich mal versuchen, dem entgegenzusteuern und im schwachen Winter Vorzeichen für einen langen warmen Frühling zu erkennen.

Schmuddelwetter

In diesem Winter müssen wir wohl nicht fürchten, dass die empfindlichen Bäume erfrieren. Ich denke da besonders an den Feigenbaum. Aber ob das ständig nasse Wetter so gut ist, weiß ich auch nicht. Die kleinen Gleditschien mussten wir noch gar nicht ins Haus holen, so mild ist es immer noch. So hoffe ich, dass die Staunässe in der Erde ihren Wurzeln nicht schadet. Das ist alles so ungewöhnlich, dass man nicht wirklich weiß, wie man es handhaben soll. Und die Gefahr, dass wir im Sommer von Ungeziefer heimgesucht werden, soll ja auch nach solchen Wintern größer sein. Bleibt uns zu hoffen, dass der Frühling möglichst früh kommt und wir von einem monatelangen Schmuddelwetter mit Dauerregen verschont bleiben.

Wunschbaum-Projekte

Das Logo des Wunschbaum-Shops ist jetzt an das von wunschbaum.de angeglichen. Es ist mir wichtig, dass die beiden Projekte im Zusammenhang wahrgenommen werden. Schließlich ist der Armbandshop eine Art Derivat der Themenseite und meiner Universalbeschäftigung mit den Bäumen und ihrer Symbolik. Das war eine wichtige Änderung, jetzt zu Beginn des Jahres, in dem ich mir eine Ausweitung des Projektes und viel Resonanz wünsche. Das zweite Highlight war, dass das strenge iStockphoto meine einziges neues Weihnachtsfoto, von einer Weihnachtsbaumkugel am Zweig, doch noch akzeptiert hat. Das gibt Auftrieb.

Technikstau

Wieder ein Tag, der ziemlich stark im Zeichen der Technik stand. Dabei wollte ich doch eigentlich mehr lesen. Nun, zurzeit sind eben andere Prioritäten nicht zu vermeiden. Und auch der Technikstau ist irgendwann einmal aufgelöst. Immerhin bin ich jetzt ganz gut ausgestattet. M. ist froh mit ihrem neuen Bild. Die sitzende Frauenfigur blickt sie nun prüfend an, wenn sie selber auf ihrem Lieblings-Ausruhsessel sitzt. Da der Weihnachtsbaum nun wieder aus dem Raum ist, war es heute erst möglich, dass wir das Bild an der richtigen Position aufhängten. Es ist sicherlich die beste Stelle, besser noch als am ursprünglich angedachten Platz. Ich bin froh, endlich die neue Startseite für den Wunschbaumshop realisiert zu haben. Jetzt sind die drei Hauptprodukte: Lebensbaum-Armbänder, Wunschbaum-Armbänder und Partner-Armbänder in anschaulicher Form direkt von der Eingangsseite aus anzusteuern. Ich kann mir vorstellen, dass diese Weiche die Anwendungsmöglichkeiten der Armbänder noch ein Stück weit deutlicher macht.

Abschied vom Weihnachtsbaum

Den diesjährigen Weihnachtsbaum werde ich sehr vermissen. Immerhin konnte ich bei weihnachtlicher Musik in Ruhe von ihm verabschieden. Auch das Abschmücken ist bei uns eine Art Ritual, das Freude macht. V. hat den Baum später im Raum in Stücke geschnitten. Er hat seine Rolle sehr glanzvoll erfüllt. Und ich freue mich, ihn gestern Abend noch im Bild festgehalten zu haben. Damit ist meine Dokumentation für die letzten Jahre vollständig. Auch das Arbeitszimmer ist jetzt ,,entweihnachtet”. Ich fürchte, morgen gibt’s aber noch einiges mehr aufzuräumen. Das neue Arbeitsjahr ist eben schon richtig präsent.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.