Religiöse Bedeutung mancher Baumarten

Heute konnte ich die Kette mit 33 verschiedenen Holzperlen fertigstellen. Nur noch das Ölen steht aus. Ich bin gespannt, wie sie eingefädelt wirken wird. So viele unterschiedliche Bäume in einer Kette vereint. Das kann nur die geballte Energie und Vielfalt bedeuten. Ein ungewöhnlicher Auftrag. Aber gerade diese Anfragen ,,außer der Reihe” sind es, die die Entwicklung des Wunschbaumshops vorantreiben, immer wieder neue Produktideen in den Raum stellen, von denen ich dann manche auch ins ständige Angebot aufnehme. Mal sehen, ob die religiöse Bedeutung mancher Arten so ein Angebotsthema sein könnte.

Überraschungsstart in den März

Die Wettervorhersage war nicht berauschend. Aber dann ist ab dem späten Vormittag die Sonne so richtig hervorgekommen. Und aus dem angekündigten wolkenverhangenen Tag mit kaum Licht wurde noch ein richtiger Sonnentag. Der Ofen hat entsprechend knackig gezogen und wieder einmal jede Menge dicker Buchenscheiben vertilgt. Ich hätte nicht gedacht, dass die Ofensaison so lange dauern würde. Am Wochenende geht’s für mich dann an die Komplettierung meines Gebetskettenprojekts. Und langsam wäre auch wieder Zeit für die Armbänder, die sich in den letzten Wochen ziemlich rar gemacht haben.

Sehnsucht nach Licht

Die Erklärungen eines Astronomen im Fernsehen, warum es Schaltjahre gibt und der Februar weniger Tage hat als die übrigen Monate, die fand ich sehr interessant. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass die Aufeinanderfolge von zwei 31er-Tage in der Mitte des Jahres, nämlich im Juli und August, mit den beiden römischen Kaisern Julius Cäsar und Augustus zusammenhängt. Augustus wollte in der Länge des nach ihm benannten Monats Cäsars Juli nicht nachstehen. So mussten die überschüssigen Tage im Februar abgezogen werden, der in dieser römischen Zeit noch der letzte Monat des Jahres war. Spannend jedenfalls, dass die nicht ganz exakte 365-Tage-Übereinstimmung der Sonnenumkreisung durch die Erde diese komplizierten Korrekturmechanismen mit Schaltjahren und zusätzlich alle 400 Jahre einer Korrektur notwendig macht. Es erschien mir heute so, als ob die Menschen mit diesem zusätzlichen Tag nicht gerechnet hätten, als ob er tatsächlich aus der Zeit gefallen sei. Denn so träge und ereignislos habe ich es in den letzten Wochen selten erlebt. Da ist der neuerliche Erfolg meiner Baumscheibenfotos ein erfreulicher Lichtblick, der mir die Sehnsucht der meisten nach Licht, für das das Holz generell steht, wieder vor Augen führt.

Frühlingspläne

Glück gehabt, dank des Schaltjahres ist der Februar noch nicht zu Ende. Und die angepeilte Marke für meine Sonnenlichtausbeute ist so gut wie gesichert. Die Pflanzen trauen dem Frühling allerdings noch nicht so ganz. Ein wenig Geduld ist insofern noch angesagt. Macht auch nichts, da ich mich gerade in meine technischen Erkundungen und das Austesten der damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten konzentriere. Da rücken die Bäume da draußen etwas in den Hintergrund. Aber die nächsten Projekte, vor allem fotografischer Natur sind schon im Hinterkopf und werden auch umgesetzt, sobald die Spaziergänge wieder landschaftliche Reize bieten.

Vor der Frühlingssaison

Ziemlich viel Arbeit mit sperriger Technik hat der heutige Tag gebracht. Und einen ziemlich begriffsstutzigen Interessenten. Nun ja, es gibt eben Tagen, an denen nichts so richtig rund läuft. Vielleicht kann ich die Kette mit den 33 Holzperlen ja am Ende der Woche ganz fertigstellen. Wenn jetzt auch die Temperaturen langsam aber stetig ansteigen, dann freue ich mich besonders auf die Routinearbeiten im Freien. Ist einfach angenehmer als im Keller. Und man kann zwischendruch auch mal die Pflanzen im Garten begutachten. Ich freue mich auf den Frühling.

Sorge um die Gesundheit der Bienen

Nach den sehr sonnigen Tagen zeigt sich jetzt ein rascher Wechsel von sonnigen und eher bewölkten Abschnitten. Aber die Spaziergänge sind schon angenehmer, da der Wind nicht mehr so schneidend kalt weht. Eine Übergangszeit, hinter der man den Frühling noch nicht spüren, aber vermuten kann. Eigentlich rechne ich mit einem frühen Frühling in diesem Jahr. Gut wäre es, wenn die Baumblüte möglichst frühzeitig einsetzt. Denn der Verlust bei den Bienen scheint dramatisch. Wenn neue Völker angeschafft werden sollen, könnten diese wenigstens noch ein wenig Honig heimbringen. Ansonsten würde das Jahr in Sachen Ertrag sehr dürftig ausfallen, gestützt auf die wenigen verbliebenen widerstandskräftigen Völker. Und die Wärme würde den Bienen schließlich auch gut tun. Wenn sie schon durch Parasiten und undefinierbare sonstige Einflüsse so stark herausgefordert werden.

Aufbruchsstimmung

Jetzt sind die Brennholzvorräte wieder aufgefüllt. Und W. und J. haben auch wieder genug, um bis zum Ende des Winters mit ihrem Kamin klar zu kommen. Zu dritt sind solche Arbeiten immer recht zügig durchgeführt. Und so als Wochenendarbeit fand ich das ganz angenehm. Einfach eine Abwechslung von der ständigen Bildschirmarbeit. Auch heute habe ich beim Spaziergang noch nicht viel von Frühling erkennen können. Neben den vereinzelten Weidenkätzchen ist kein einziger Farbtupfer in der Landschaft zu sehen. So macht sich der Winter immer noch breit, lässt wirklichen Frühling noch nicht zu. Wir müssen wohl noch einige Wochen Übergang auf uns nehmen. Und dann kommt mit den ersten Blüten und Trieben hoffentlich auch eine neue Aufbruchsstimmung unter die Menschen.

Kein Wetter für draußen

Na, heute war an Arbeit im Freien eigentlich nicht zu denken. Es gab aber auch noch einiges Projektbezogenes aufzuarbeiten. Und zumindest ein wenig Brennholz müssen wir morgen ohnehin heranschaffen und verarbeiten. Wir hoffen, dass es wenigstens nicht regnet. Das wäre keine Freude. Zu dritt wird das sicher zu machen sein. Und danach dürften wir auch für diese Heizsaison Ruhe haben. Fichten und noch ein wenig von der abgelagerten Buche, das reicht dann sicherlich. Also noch ein bisschen durchhalten und kräftig heizen, dann kann der Frühling kommen.

Energiepreise und Brennholzvorrat

So ganz sind wir dann mit unseren Brennholzvorräten doch nicht ausgekommen. Der Haufen geht schon wieder zu Neige. Das heißt, am Wochenende ist wieder herantransportieren und sägen angesagt. Wollen wir hoffen, das Wetter spielt einigermaßen mit. Denn bei Regen ist solche Arbeit keine Freude, besonders wenn es gleichzeitig noch kalt ist. Aber bis der Frühling sich mit konstant angenehmen Temperaturen durchgesetzt hat, wird der Ofen noch seine Dienste tun müssen. Bei den Heizölpreisen, die wir derzeit erleben, ist das schon eine große Ersparnis, zumal wir einen Teil des Holzes aus eigenen Beständen gewinnen. Ich schätze, solange die Energiepreise sich ständig nur aufwärts bewegen, wird das Thema ,,Privatwald” noch nicht aus der familiären Diskussion verschwinden.

Echte Frühlingszeichen

Man unterstellt den Pflanzen wohl zu Recht eine sichere Hellsicht in Bezug auf das künftige Wetter. Wenn es stimmt, müsste der Frühling tatsächlich im Anzug sein. Denn ich habe heute tatsächlich schon die ersten Weidenkätzchen gesichtet. Ich denke, die sind unter normalen Umständen erst ab März erwartbar. Also ziemlich früh diesmal, was wohl dem wunderbaren Licht dieser Tage zu verdanken ist, das der Kälte einen tapferen Pol entgegensetzt. Ich freue mich auf auch wärmere Tage und darauf, endlich wieder draußen meiner handwerklichen Arbeit nachgehen zu können.

Neue Wunschbaum-Armbänder

Ein Einundzwanziger, der auch noch so schön sonnig ausfällt ist, gefällt mir sehr. Der Nachmittag war zwar nicht mehr ganz so schön, aber die Arbeit draußen beim Drechseln war doch trotz der Kälte ein schönes Erlebnis. Schön auch, dass ich die vielen einzelnen Perlen bereits alle fertigstellen konnte. Eine Abwechslung von der sonst üblichen Armbandroutine. Bei dieser Mehr-Bäume-Arbeit ist der Wunsch erneut gewachsen, wieder neue Arten in mein Angebot aufzunehmen. Ich denke immer noch an Stechpalme und Rotdorn, würde aber auch gerne Robinie hinzufügen. Bei einem früheren Versuch quer zur Wachstumsrichtung hat sich das Holz als überhaupt nicht geeignet herausgestellt. Es war einfach zu anfällig für Feuchtigkeit und wurde extrem rauh, wenn die Oberfläche mit Flüssigkeit in Verbindung kam. Längs zur Faser verarbeitet dürfte es aber unproblematisch sein. Und selbst in dieser winzigen Perlenform ist die besondere Ausstrahlung der lebendigen Zeichnung noch gut zu erkennen. Vielleicht gelingt es mir ja in diesem Bereich, wie auch schon bei den Microstock-Bildern, wieder einmal mehr Neues zu schaffen. Dazu werde ich dann am ansonsten ruhigere Zeiten nutzen.

Individualität der Hölzer und Baumarten

Endlich wieder ein richtiger Lichttag. Mit Sonnenwerten, die um 12 Uhr denen im Hochsommer glichen. Nur nachmittags kommt dann nicht mehr ganz so viel. Mit Richtung auf die Sommersonnenwende verschiebt sich das Gleichgewicht dann immer stärker nach hinten, auf den Nachmittag. Ein wunderbarer Rahmen für alle, die sich der Fastnacht verschrieben haben. Da macht dann auch die Kälte nicht viel aus. Das Licht allein wärmt auf und verbreitet automatisch positive Laune. Schön, dass ich diese Tage für ein handwerkliches Projekt nutzen kann. Die Arbeit am Holz, zumal mit so vielen verschiedenen Hölzern, braucht einfach das Licht. Die Arbeit geht dann leicht von der Hand und verbindet mich mit den Bäumen, deren Holz ich verarbeite. Jedes hat andere Eigenschaften, das lässt Rückschlüsse auf die Individualität jeder Art zu. Immer wieder ein anregendes Erlebnis.

Wieder Lust auf Baummotive

Ein Februar, der jetzt schon sonnenlichtreicher ist als der gesamte Vorjahresmonat. Da können wir uns doch freuen. Natürlich verdanken wir das den sehr kalten und umso sonnenreicheren Tagen zu Beginn. Wenn es jetzt über die letzten Fastnachtstage nochmal richtig hell wird, ist das Ergebnis für diese Jahreszeit kaum noch zu toppen. Hoffentlich geht’s im Frühjahr so weiter. Ein gleichmäßig freundliches Jahr wäre einmal schön, nach so vielen Kapriolen in jüngster Vergangenheit. Gleichzeitig bekomme ich wieder Lust, mich mit meinen fotografischen Serien wieder stärker an der Natur zu orientieren. Die Objektfotografie ist zwar künftig sicherlich mein Schwerpunkt, da er mich unabhängiger macht und ein breiteres Spektrum bietet. Aber die die Bäume mit all ihren Facetten bleiben das spannendste Motivfeld. Um damit weiter zu kommen bedarf es einfach der richtigen Lichtverhältnisse im Außen und eine ruhige Hand. Eine andere Möglichkeit, über die ich schon nachgedacht habe: Ein Einbeinstativ könnte so manches Stabilisierungsproblem u. U. reduzieren. Und tatsächlich ist das große Problem bei der Freiluft-Makrofotografie ja das Verwackeln.

Neue Produktidee

Also, nun wird es wohl doch zur Umsetzung der Gebetskette mit 33 verschiedenen Holzarten kommen. Bin schon sehr gespannt auf diese Arbeit. Mal sehen, vielleicht lässt sich aus dieser Erfahrung auch ein neues Produkt entwickeln. Immerhin gab es in den vergangenen Jahren immer wieder ähnliche Anfragen, die in Richtung einer Kette gingen, welche aus mehreren Holzarten zusammengesetzt sein sollte. Unterdessen versuche ich die Wochenenden zu nutzen, um auf dem Gebiet meiner microstock-Portfolios wirkliche Fortschritte zu machen. Leider dauert es immer länger, bis sich neue Motive etabliert haben und auf nennenswerten Positionen in den Suchergebnislisten erscheinen, eine Folge der rasant wachsenden Menge an gutem Bildmaterial. Aber mit deutlich mehr Aktivität müssten die Chancen auch zunehmen. Ich werde es im Auge behalten.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.