Maibaumtradition

Seltsamer April, aber jetzt können wir uns wenigstens auf den 1. Mai-Feiertag freuen. Auf dem Heimweg von B. konnte ich einige Männer beobachten, die gerade dabei waren, einen Maibaum vom Waldrand abzutransportieren. Sicher wird auch bei uns auf dem Schulplatz wieder eine dünne Birke mit Wipfelkranz aufgestellt. Ich hoffe, der Link unter facebook auf meinen Maibaum-Text hat einige Traditionsbewusste zum Lesen animiert. Das Interesse und die Anerkennung für solche kulturellen Traditionen scheint mir jedenfalls manche Zweifel an der Vertretbarkeit der zugehörigen ,,Baumopfer” zu überwiegen.

Frühjahrsfortschritte und Schäden

Den Nachmittag konnten wir dann heute doch noch draußen verbringen. Und damit hatte sich die gestrige Gartenreinigungs- und Aufräumarbeit auch schon gelohnt. Es tut gut, wieder frische Luft einatmen zu können, ohne sich gleich spazierengehend in der Landschaft zu bewegen. Aber auch dazu hatte ich heute Gelegenheit. Es macht Spaß, wieder täglich zu beobachten, wie weit welche Bäume und sonstigen Pflanzen in ihrem Frühjahrswachstum schon gekommen sind. Weniger erfreulich allerdings die Schäden, die sich z. B. erneut beim Feigenbaum jetzt schon zeigen. Und auch beim Ginkgo, den ich bisher für unverwüstlich hielt. Aber kurz, nachdem er seine ersten zarten Blättchen ausgebildet hatte, die noch ganz winzig waren, musste ein böser Nachfrost ihnen den Rest gegeben haben. Jedenfalls wachsen sie nicht weiter und sind herbstlich gelb verfärbt. Ich hoffe nur, er schafft einen baldigen Neuanfang und benötigt nicht zu lange, bis er wieder kräftige grüne Blätter tragen und Licht sammeln kann.

Garten klar

Es war doch der richtige Tag, um den Garten klar zu machen. Jetzt können wir uns bei schönem Wetter wieder hinterm Haus aufhalten. Alles sauber dank Hochdruckreiniger und Schruppen. Und die Gartensitzgarnituren sind auch bereit gestellt. Ich hoffe, dass das Mut machende Wetter von heute den weiteren Verlauf des Frühlings prägen wird. Wir haben jetzt doch endgültig genug von Regen und Kälte. Und bei den Bäume muss sich auch endlich etwas tun. Dass um diese Zeit die kleinen Gleditschien noch kein einziges Blatt ausgebildet haben, kann man kaum glauben. Sonst waren sie schon wesentlich weiter. Selbst der Ginkgo ist vorsichtig und der Efeu hat anders als gewohnt keine neuen Triebe gebildet in den letzten Wochen. Es kann einfach nur besser werden. Das wünschen wir uns an diesem sonnenreichen Tag.

Witterungskompensation

Alle reden von dem tollen Wochenende. Aber ich bin mir noch nicht so sicher, ob tatsächlich die Sonne in nennenswertem Ausmaß zu sehen sein wird. Ein ziemlich unangenehmer Monat war das. Und vom Wochenende abgesehen sind die Prognosen weiterhin nicht rosig. Irgendwie hatten wir uns das anders vorgestellt. Sollte das bedeuten, dass der Sommer dafür, sozusagen kompensatorisch, umso lichtreicher sein wird. Das wäre dann ein Ausgleich und eine nachträgliche Entschädigung für den verregneten Sommer 2011. Und die geplanten Licht-Grün-Bilder hätten eine Chance.

microstock-Pläne

Schön, bei microstock tut sich wieder mehr. Das macht Lust, im Laufe des Jahres neue Motive zu ergänzen. In welche Motivrichtungen das gehen könnte, kann ich zwischenzeitlich ganz gut einschätzen. Bei der Durchsicht einer statistischen Analyse beliebter Suchbegriffe von microstock-Einkäufern stößt man immer wieder auf ,,Tree”. Was für ein Glück, dass dies gerade meinem Lieblingssujet entspricht. Allerdings hat sich mein Schwerpunkt in den letzten Jahren eher in die Richtung des Spezialthemas ,,Holz” entwickelt. Die beiden Holzscheibenbilder gehören zu meinen erfolgreichsten. Das ist also in jedem Fall ausbauwürdig. Ich versuche darüber hinaus aber auch an meine früheren Serien von Blättern, Blüten und Früchten anzuknüpfen. Vielleicht weniger auf bestimmte Arten konzentriert, und mehr unter dem Gesichtspunkt der Eignung für Konzepte.

Wenn das Licht mitspielt

Ich höre etwas von 30 Grad am Wochenende. Aber zurzeit ist es einfach nur unangenehm nass und kühl. Da ist noch nicht einmal ein kurzer Spaziergang zur Mittagszeit möglich. Aber die Armbänder beschäftigen mich ja ohnehin pausenlos. Und an die Kellerarbeit habe ich mich schon fast gewöhnt. Hoffen wir, dass wir uns in wenigen Tagen wieder mehr draußen aufhalten können und noch mehr von den Pflanzen haben. Die werden sich jetzt erholt und kräftig Flüssigkeit zum Wachsen angespeichert haben. Ein paar Licht-Grün-Bilder wären nach Jahren wieder eine spannende Sache – wenn das Licht mitspielt.

Spannende Hölzer

Eine Mammutarbeit, aber glücklich abgeschlossen. Heute Abend kommen die Perlen noch aus dem Ölbad. Und dann ist meine Erfahrung wieder um 5 schöne Holzarmbänder reicher. Diesmal waren spannende Hölzer dabei, z. B. der Ginkgo. Und eine noch spannendere Kombination, Lärche & Ulme, eine Zusammenstellung voller Energie. Schön, dass die Trägerin eine Energiearbeiterin sein wird. Eine bessere Verwendung kann ich mir nicht vorstellen. So hole ich mir das fehlende Licht da draußen quasi kompensatorisch zurück. Noch einige Tage lang, denn die nächsten Projekte stehen bereits an. Aber dann bitte soll der Frühling endlich sichtbar werden.

Es fehlt uns noch Licht und Wärme

Nach dem Super-April im Vorjahr erleben wir diesmal das Gegenteil: Nass, kalt, ungemütlich. Und es soll eigentlich bis mindestens zum Wochenende so bleiben. Dabei könnte der Frühling so schön sein. Ich hoffe, dass er danach mit umso größerem Elan endlich durchkommt und die Landschaft so richtig zum grünen und blühen bringt. Nun, auch oder vielleicht gerade bei solcher Witterung kann man natürlich kreativ sein. Die neuen Webprojekte, aber auch die handwerkliche Arbeit sind da ganz gute Spielfelder. Längerfristig muss aber zusätzlich Licht und Wärme dazu kommen, damit die kreativen Etüden auch zu richtigen Stücken ausgebaut werden können.

Erholsame Zwangspause des Frühlings

Ein kurzer Gang am späten Nachmittag. Die Sonne ist dabei zeitweise schön hervorgekommen, hat sich also gelohnt. Und ich konnte feststellen, dass die Zwangspause des Frühlings den Bäumen und Sträuchern gut getan hat. Besonders die Weißdornhecken erscheinen plötzlich in ihrer ganzen opulenten Pracht. Und bald wird zu dem üppigen Grün der gezackten Blätter auch noch das Rosa-Weiß der Blüten kommen. Dann wird der Frühling endgültig angekommen sein. Auch schön und für mich zur Jahreszeit gehörend: Der frische Blütenduft der Traubenkirschbäume. Zum perfekten Bild passt da nur noch ein strahlend blauer Himmel, der genug Licht durchlässt. Dann erscheinen die weißen Blütenstände überirdisch strahlend.

Neuer Nachschub für Eberesche

Nach der fast ganztägigen Arbeit an 5 Armbändern habe ich die am Nachmittag endlich einmal hervorblitzende Sonne genutzt, um die Ebereschenabschnitte aufzusägen. Es ist doch noch mehr daraus geworden, als ich ursprünglich erwartet hatte. Das Gute an diesem Holz ist, dass es kaum eine Markröhre gibt. So sind auch die dünneren Stücke verwendbar, vorausgesetzt sie trocknen sauber und verziehen sich nicht zu sehr. Jedenfalls müsste der neue Vorrat, wenn er denn einmal ausgetrocknet ist, für ca. 2 Jahre ausreichen. Ich habe alles sorgfältig gewachst, und jetzt trocknet es an. Später kommt es dann zu den anderen Vorräten zu Austrocknen. Vielversprechend sehen auch die kleinen Abschnitte der Edelfichte aus, die V. mit ebenfalls aus unserem eigenen Waldstück mitgebracht hat. Der Ast war außerordentlich schwer. Und beim Sägen hat man dann auch sehr deutlich gesehen, woran das lag. Das Holz ist nicht nur ungewöhnlich dicht gewachsen. Es ist auch von Harz nur so getränkt. Ich bin sehr gespannt, ob es sich gut zur Perlenform verarbeiten lässt. Sicher ist das nicht, wie ich heute wieder bei der Lärche feststellen konnte. Denn der Wechsel von sehr harten Spätholzlagen und weichem Frühholz kann es nahezu unmöglich machen, einen sauber runden Querschnitt zu erzielen. Aber ich bin ganz gut darin, diesem Ideal zumindest nahe zu kommen.

Holz-Wochenende

Das wird wieder ein intensives Holz-Wochenende. Immerhin sind die verschiedenen Stäbe schon hergestellt. Und ich konnte bereits mit dem Sägen der Perlen beginnen. Das wird morgen noch den ganzen Tag einnehmen. Ich hoffe außerdem noch dazu zu kommen, die Ebereschenstämmchen, die V. vor einigen Tagen mitgebracht hat, aufzusägen und für das Trocknen vorzubereiten. Nach langer Zeit wieder einmal Gelegenheit, die Wachspfanne hervorzuholen, um die Enden der Abschnitte ins flüssige Wachs zu tauchen. Es ist höchste Zeit, dass ich für die Eberesche Nachschub organisiere. Denn ich habe kaum noch geeignetes Material. Dieses frische Holz werde ich wohl frühestens in 1 Jahr verwenden können. Bis dahin müssen die Vorräte herhalten.

Todeserfahrung und ewiges Leben

An einem Totengebet, diesem Abschied in traditionell kirchlicher Form, habe ich am Abend teilgenommen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine solche Zusammenkunft erlebt habe. Aber ich meine, es ist wichtig, nicht nur einen Ort zu haben, an dem man lieben Verstorbenen gedenken kann, sondern dass eben auch die Zeit, das gemeinsame Gebet, wichtig ist. Denn der/die Verstorbene ist dann sicherlich unter denen, die an ihn/sie denken. Und wird es immer in irgendeiner Form bleiben. Gelesen habe ich darüber schon vieles, ich glaube es inzwischen aber auch als Tatsache unseres Lebens erkennen zu können. Vielleicht kann ich das Verständnis dafür noch verbessern. Die Vorhersage eines spirituellen Beraters, dass der Tod eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen würde, als Thema, ist sicherlich richtig gewesen. Es ist aber die Zweiheit von Tod und Leben, die für mich in den Mittelpunkt rückt. Deshalb fasziniert mich auch der Lebensbaumbegriff, der das Leben, aber auch die Phasen zwischen den Leben einschließt. Besonders deutlich in der Deutung des Leidenskreuzes Christi als neuer Lebensbaum. In der Beschäftigung mit diesen Begriffen und den Erscheinungen des Todes in unserem Alltag lerne ich allmählich diesen Begriff zu verstehen, der so zentral in den biblischen Texten aufscheint: das ewige Leben.

Keine Baum-Bücher

Meine neuen Rezensionen sind jetzt auch wieder unter Dach und Fach. Nach der Pause im Februar und März hat das jetzt wieder Spaß gemacht. Schade nur, dass von meiner ursprünglichen Intention, die neuesten Baum-Bücher rezensieren zu können, so gar nichts geworden ist. Von Thriller über Frauenliteratur bis zum Kochbuch ist inzwischen im Sektor Literatur so ziemlich alles im Vine-Programm enthalten. Nur die von mir vorab angegebenen Themenfelder fehlen vollständig. Schade, so gibt’s kaum mal ein Buch, das für mich in Frage kommt. Die Produkte im Bereich der Haushaltstechnik, Elektronik und Fotografie sind aber nicht minder spannend. Und es ist auch schön, einiges von meiner Erfahrung mit diesen Produkten in dieser Form weitergeben zu können.

Raffinierte Hölzerkombinationen

Eine recht interessante Kombination ist das: Eberesche und Pappel. Obwohl die Bäume so unterschiedlich in ihrem Charakter sind, gibt es doch auch Gemeinsamkeiten. Das spiegelt sich in ihrem Holz. Sie sehen sich nämlich optisch sehr ähnlich. Beide Hölzer sind hell und irgendwo zwischen weiß, gelb und braun liegend. Die Eberesche aber zeigt etwas deutlichere Streifen. Die Pappel ist gleichmäßiger und tendiert mehr zum Weiß-Gelblichen, während die Eberesche mehr beige-braun ausfällt. Jedenfalls bei den Abschnitten, die ich aktuell verarbeitet habe. Alternierend angeordnet, wie bei den gerade hergestellten Partner-Armbändern, kann man den zarten Unterschied noch erkennen, aber es ist eben kein markanter Unterschied. Ich finde, dass gerade die feinen Nuancen einen interessanten Kontrast ausmachen, der vielleicht im Laufe der Alterung des Holzes noch etwas stärker werden wird. Diese Kombinationen haben etwas Raffiniertes, das vielleicht noch eher dazu einlädt, einmal genau hinzusehen. Um dann festzustellen, dass es eben doch größere Unterschiede in der Mikrostruktur gibt. Und ansonsten sind sie sowieso verschieden: Leicht und weich die Pappe. Schwer und hart die Eberesche. Ich bin dennoch sicher, im Armband kombiniert werden sie gut harmonieren, so wie ihre Träger.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.