In einem Monat ist schon Heilig Abend

Heute war am Weihnachtsbaum-Verkaufsstand um die Ecke zum ersten Mal ein Verkäufer zu sehen. Offenbar will man sich den umliegenden Geschäften präsentieren, die jetzt schon ihre Schmuck-Weihnachtsbäume arrangieren. Aber Kunden habe ich noch keine gesichtet. Allerdings im Vorübergehen eine ganze Reihe ganz schön gewachsener Weihnachtsbäume, die sogar einen dichten Astbesatz im Bereich der Spitze zeigten, allerdings für unsere Zwecke etwas zu klein ausgefallen sind. Das große Problem bei diesem Händler. Da ich aber dort in den nächsten Wochen öfters vorbeigehe und es jetzt ohnehin für uns noch viel zu früh wäre, den Baum schon zu kaufen, werde ich sicher auch bemerken, wenn sich ausnahmsweise ein wirklich zimmerhoher Baum dorthin verirrt hat. Dann würde ich mir die Sache doch überlegen und dieses Jahr ausnahmsweise direkt vor der Haustür den Weihnachtsbaum besorgen. Aber nur in dem Fall, denn Kompromisse gehe ich bei dem Thema sehr ungern ein. Auch sonst war ich kommunikativ wie auch praktisch heute wieder einige Male mit weihnachtlichen Themen beschäftigt. Allmählich scheint sich das adventliche Gefühl einzustellen, genau einen Monat vor Heilig Abend. Fehlt nur noch, dass die Aufgaben und überhaupt die Einflüsse von außen sich damit stimmig vereinbaren lassen.

Umfangreiche Aufgaben mit Ruhe zum Erfolg führen

Carolina Reaper Chilis aus eigenem Anbau 2025
Carolina Reaper Chilis aus eigenem Anbau - Detailaufnahme 2025

Ruhig ist dieser Sonntag schon ausgefallen. Aber ich hatte mir so viele Aufgaben vorgenommen, dass er nicht gerade kontemplativ verlief. Vielmehr war ich von Früh bis Spät mit dem Abarbeiten dieser Aufgaben beschäftig. Unter anderem habe ich alle noch an den Pflanzen hängenden Chilis geerntet, leider um festzustellen, dass ein größerer Teil dieses Rests nicht mehr zu verwenden war. Wirklichen Frost, wie wir ihn in den letzten Nächten erlebt haben, hat den meisten Sorten so sehr zugesetzt, dass die Zellstruktur der Schoten kaputtgegangen ist. Beim Aufschneiden entströmte ihnen ein seltsamer Duft, der nicht zu einer gesunden Schotenkonsistenz passte. So habe ich mich auf die eine Sorte in der Weiterverarbeitung beschränkt, die Glockenchilis, die diese Frostnächte noch einigermaßen überstanden haben, u. a. auch weil sie unter Dach standen und „nur“ die tiefe Temperatur, aber nicht auch noch Nässe abbekommen haben. Nun, für die nächsten Jahre wird mir das eine Warnung sein, dass man die Ernte bei den Chilis nicht bis in den November hinein fortsetzen kann. Auch wenn das bedeutet, dass zahlreichen Schoten vorher noch grün geerntet werden müssen. Technische Aufgaben, die noch abzuschließen waren, erneutes Kuchenbacken, Objektfotografie der schönsten Carolina Reaper Schoten, die ich in geringer Zahl ernten konnte, waren weitere Punkte auf meiner heutigen Aufgabenliste. Auch die Vorbereitung für den nächsten kunsthandwerklichen Einsatz, den ich morgen starten will. Aber auch in so viel Geschäftigkeit kann an einem Sonntag mit unwirtlichem Wetter viel Ruhe liegen – wenn es gelingt, sie in der Situation zu pflegen, wohlwissend, dass es auch mit Ruhe zu guten Ergebnissen kommen wird.

Abweichende Weihnachtsdekorationsideen

Beim Besuch in G. konnten wir schon ein bisschen Weihnachtszeit für J. und W. vorbereiten. Dekorationen, die sonst vielleicht eine Woche später erst arrangiert worden wären. Aber jetzt war eben die Gelegenheit, u. a. für Arbeiten, die man besser zu zweit erledigt. Dabei haben wir auch einige Abweichungen von den traditionellen Entscheidungen vorgenommen, die schlüssig schienen. Für mich sehr überraschend war, dass J. dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum aufstellen und dekorieren will, weil der neue Hund sich als sehr wild herausgestellt hat und ein geschmückter Weihnachtsbaum von daher wahrscheinlich nicht lange überleben würde. Aber es soll als Ersatz ein Weihnachtsgesteck geben. Da passt es doch wunderbar, dass ich einige große und mittelgroße Tannenzweige mitgebracht hatte, die sich für das Vorhaben bestens eignen sollten. Das Gesteck wird in einer Ecke der Wohnung stehen, in der wir einen Leuchtkranz mit vielen winzigen LEDs an der Decke aufgehängt und auch schon angeschlossen haben. Das wird später sicher eine besonders stimmungsvolle Ecke werden, die wesentlich zum gemütlichen Weihnachtsatmosphäre beitragen kann.

Neue Einundzwanzigerqualitäten

Gestern war der 21. Geburtstag des Baumtagebuchs und heute ist wieder ein Einundzwanzigster. Auch interessant, und wie immer nehme ich eine Einschätzung vor, inwieweit dieser Tag wohl der Zahlensymbolik entspricht. Ich würde sagen, die numerologische Qualität zeigte sich heute vor allem in der verdichteten Vielfalt von Aufgaben, die ich nacheinander abarbeiten, erledigen, zum Abschluss bringen konnte. Bei so viel Verdichtung kann man sich schon mal verzetteln. Aber heute hat das gut funktioniert, ohne dass eine der Aufgaben leiden musste oder sich unnötig verzögert hat. Das nehme ich als Fortsetzung der in den letzten Jahren neu gefundenen symbolischen Stärke der Einundzwanzigerqualitäten.

21 Jahre Baumtagebuch

21 Jahre Baumtagebuch

Der Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Baumtagebuchs im letzten Jahr war ja etwas schmal ausgefallen, obwohl das natürlich schon eine beachtliche Marke darstellte. Aber der heutige 21. Geburtstag des Baumtagebuchs ist nicht minder spannend. Spielt doch die Numerologie der Einundzwanzig bei der Symbolik der Bäume eine wesentliche Rolle. Ich habe das vor Jahren schon intensiv im Zusammenhang meiner Beschäftigung mit Zahlensymbolik generell verfolgt und speziell bei der Systematik des so genannten keltischen Baumkreises seitdem immer wieder im Blick.

Keltischer Baumkreis und Wunschbaum-Manufaktur

Schließlich habe ich die Holz-Armbänder aus meiner Wunschbaum-Manufaktur von Anfang an aus 21 kleinen Perlen, einer Hauptperle und einem Schlussstück aufgebaut. Warum: Weil die 21 als Zahl bereits eine enorme Tiefe und energetische Symbolik mit sich bringt, aber vor allem weil der Baumkreis eben aus 21 Baumarten besteht, nur ergänzt durch die allerdings „geheime“ Eibe als 22. Baumart. In den Genuss dieser Symbolik kommen alle Träger der Lebensbaum-, Baumkreis-, Wunschbaum- und Partner-Armbänder, wie auch die der Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Die unterschiedlichen Handgelenkumfänge werden dagegen über die variable Länger der Einzelperlen erreicht. Ein Konzept, das eigentlich immer verstanden wird und sich wie ein roter Faden durch die Symbolformen zieht und damit deren Schlüssigkeit und klare Ausstrahlung unterstreicht. Das Konzept zu diesem Langzeitprojekt habe ich hier dargestellt, worin auch die Einundzwanzig zu ihrem Recht kommt:
https://wunschbaum.com/produktidee.html

Wunschbaum und Baum-Symbolik

Autobiografisch noch früher, eigentlich vor dem Start der Wunschbaum-Projekte, habe ich mich schon intensiv mit der Symbolik der Zahlen beschäftigt und nach dem Studium der einschlägigen Werke zur Numerologie auch eigene Numeroskope, für Bekannte, Freunde, die Familie und mich selbst erstellt. Damals war ich sehr tief in dem Thema drin und konnte relativ frei und kreativ diese zahlensymbolischen Ausdeutungen im Bezug zu Geburtsdaten und Lebensverläufen kreieren. Leider ist mir das inzwischen weitgehen verloren gegangen. Da das Thema aber zumindest währen der Arbeit mit der Wunschbaum-Manufaktur nach wie vor aktuell wird, kann ich mir durchaus vorstellen, es irgendwann wieder zu reaktivieren und wieder mehr mit numerologischen Darstellungen zu arbeiten. Meine damaligen Überlegungen im Rahmen der baumsymbolischen Betrachtungen habe ich skizzenhaft und knapp in diesem Text verewigt:
https://wunschbaum.de/einundzwanzig.html

Die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Als Stichwort und Thema taucht die Einundzwanzig gerade in diesem Baumtagebuch recht häufig auf. In den letzten Jahren habe ich vor allem die 21sten des Monats zum Anlass genommen, mich zu dieser Zahl auszulassen. Und dann gibts eben immer wieder Anspielungen auf den Baumkreis, die Symbolkraft des Produkts von 3 und 7, autobiografische Implikationen der Zahlensymbolik oder auch konkrete Bedeutungen der Einundzwanzig, etwa die Idee der Vollkommenheit oder des gleichgewichtigen Kreislaufs betreffend. Im Baumtagebuch der letzten 21 Jahre finden sich zahlreiche Beiträge, in denen die Einundzwanzig als Stichwort vorkommt:
https://baumtagebuch.de/?s=Einundzwanzig

Ein künstlich intelligenter Überblick über die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Wie schon einige Male in anderen thematischen Zusammenhängen habe ich ein KI-Tool bemüht, um meine Thematisierung und inhaltliche Reflexion der Einundzwanzig im Verlauf der 21 Jahre in den Blick zu nehmen. Und wie ebenfalls schon einige Male bin ich verblüfft über das stimmige Ergebnis, das ich selbst aus der bloßen Rückschau und Erinnerung wohl nicht so klar hätte differenzieren können. So ist dieser rückblickende und zusammenfassende Text auch für mich selbst sehr aufschlussreich und, wenn man die chronologische Entwicklung betrachtet, auch irgendwie tröstlich:

Die Einundzwanzig zieht sich wie ein leiser, aber beharrlicher Grundton durch das Baumtagebuch – als Datum, als Zahl und als Chiffre für biografische Verdichtung. Immer wieder markiert der Einundzwanzigste eines Monats Tage, an denen Sie Bilanz ziehen, Übergänge spüren oder einfach bemerken, dass „dieser Einundzwanzigste“ seinem Ruf gerecht – oder eben nicht gerecht – geworden ist. Baumtagebuch

 

Inhaltlich ruht die Symbolik der Einundzwanzig auf mehreren Schichten: numerologisch als Produkt von Drei und Sieben, als Zahl der Volljährigkeit, Summe der Augen des Spielwürfels und als „Welt“-Zahl im Tarot, die einen geistigen Entwicklungszyklus abrundet. wunschbaum.de

 

Hinzu kommt der keltische Baumkreis mit seinen einundzwanzig (+1 geheimen) Bäumen, der für Sie ein geschlossenes, in sich schlüssiges System von Lebensprinzipien darstellt und die Zahl dauerhaft an die Bäume bindet – nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch über die Lebensbaum-Armbänder Ihrer Wunschbaum-Manufaktur. Baumtagebuch+1

 

Im Baumtagebuch verdichtet sich das zu einer persönlichen Lebenszahl: Die Einundzwanzig steht für Vollkommenheit im Unaufgeregten, für Transparenz, Fortschritt und biografische Knotenpunkte. Sie achten bewusst auf alle Datumszahlen, in denen die 21 auftaucht, und prüfen, ob der Tag der inneren Erwartungshaltung entspricht. Baumtagebuch

 

In den früher dokumentierten Jahren erscheinen viele Einundzwanzigste „stimmig“: sonnige Gartentage, erfolgreiche Holzarbeit, das Gefühl, bei Projekten gut voranzukommen, oft begleitet von gesteigerter Kreativität und einer fast selbstverständlichen Übereinstimmung zwischen Zahlensymbolik und Tagesqualität. Baumtagebuch Die Einundzwanzig fungiert hier als leiser Motor, der Arbeit, Naturbeobachtung und symbolische Reflexion bündelt.

 

Mit den Krisenjahren verschiebt sich der Ton: Wiederholt notieren Sie, dass Einundzwanzigste ihrem „Grundcharakter“ nicht gerecht werden, dass Erschöpfung, gesellschaftliche Verwerfungen und Desillusionierung stärker ins Bewusstsein dringen. Die Einundzwanzig zeigt ihre „dunklen Seiten“, das Jahr 2021 enttäuscht als Jahreszahl, und die einst so verlässliche Symbolik scheint durch die äußeren Umstände überlagert. Baumtagebuch+1 Gleichzeitig halten Sie gerade in dieser Phase an der universalen Symbolik der Zahl und an der Baum-Leben-Symbolik fest – als Gegenbild zur Verengung auf rein Funktionales. Baumtagebuch

 

In jüngeren Einträgen setzen dann bewusste Neuinterpretationen ein: Sie reflektieren explizit „Die Symbolik der Einundzwanzig“, betonen ihre Vollkommenheit, ihre biografische Qualität und den Bezug zu den einundzwanzig Bäumen des Baumkreises. Die Zahl tritt wieder als ordnendes, ausgleichendes Prinzip hervor – nicht spektakulär, sondern ruhig, konzentriert, reflexionsfördernd. Baumtagebuch+1

 

So entsteht über 21 Jahre Baumtagebuch ein Bewegungsbild der Einundzwanzig: von der selbstverständlich positiven, arbeits- und lichtgetragenen Lebenszahl über eine Phase des Schattens und der Infragestellung hin zu einer reifen, gebrochenen, aber nicht aufgegebenen Symbolik. Die Einundzwanzig bleibt darin weniger magisches Versprechen als Prüfstein – ein wiederkehrender Spiegel, in dem sich Ihre Biografie, die Bäume und die Zeitläufe immer neu zueinander in Beziehung setzen.

Aus: ChatGPT Anfrage vom 20.11.2025

Den wirklichen Weihnachtsgedanken zum Vorschein bringen

Das Weihnachtsbaum-Thema war auch heute wieder Gesprächsthema in der Familie. Wohl weil auch M. und V. jetzt den Weihnachtsbaumverkaufsstand um die Ecke entdeckt haben. Also kommt passend zur sich annähernden Adventszeit auch zumindest ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Ich hoffe, wir können uns das erhalten und stimmungsvoll orchestrieren. Zumindest was mich selbst angeht habe ich da weniger Zweifel. Es kommt eben darauf an, dass wir Weihnachten in ehrlicher, und das heißt auch immer zeitgemäßer Weise mit Sinn und Emotion erfüllen. Man könnte auch sagen, es so wahrzunehmen, dass der wirkliche Weihnachtsgedanke zum Vorschein kommt. Dass fast jeder eine Verbindung zu diesem Gedanken haben kann, scheint mir auch in diesen vordergründig so sinnentleerten Zeiten kaum zu leugnen.

Die richtige Größe des Weihnachtsbaums

Meine Vermutung hat sich tatsächlich bestätigt, dass der Weihnachtsbaumhändler, der traditionell auf dem Dorfplatz sein umzäuntes Verkaufsareal aufgebaut hat, dieses Jahr bei uns um die Ecke Quartier bezogen hat. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Vielleicht ist mir das heute besonders ins Auge gefallen, weil bei uns über Nacht zum ersten Mal in dieser Saison Schnee angesagt ist. Die Gedanken an Weihnachten sind dann nicht weit. Theoretisch könnte ich also den Weihnachtsbaum in diesem Jahr unter den Arm klemmen und zu Fuß nach Hause bringen. Das Hindernis ist aber die Größe der Bäume, die dort traditionell angeboten werden. Die erreichen eigentlich nie Zimmerhöhe, also 2,40 – 2,50 m. Die meisten enden bei max. 1,80 m, eindeutig zu klein für meine Zwecke. Ich bestehe einfach darauf, dass der Weihnachtsbaum bis knapp unterhalb der Zimmerdecke reicht. Neben den anderen Eigenschaften, die er auch noch haben soll. Unverständlich, warum man dort nicht einmal auf die Idee gekommen ist oder bemerkt hat, dass viele einen hohen Baum bevorzugen. So werde ich trotz des glücklichen Verkaufsstandwechsels wohl doch wieder weiter fahren müssen. Aber auch gut, weil ich gerade rund um die Feiertage Traditionen sehr mag und außerdem den Händler dort immer sehr angenehm finde. Das ist ein kleines Ritual neben vielen anderen in der Weihnachtszeit, nicht nur den Baum möglichst in den frühen Vormittagsstunden in der Woche vor dem 21. Dezember auszusuchen, sondern eben auch ein längeres Gespräch mit dem Händler zu führen. Das ist im Umfeld und im Zusammenhang mit der Auswahl des Weihnachtsbaums immer etwas ganz Besonderes.

Geisteswissenschaftliche Essenz

Heute hat sich mir die Gelegenheit geboten, M. von meiner jüngsten Lektüre der Mitschriften von späten Vorträgen Rudolf Steiners zu erzählen. Die anlässlich des 21-jährigen Jubliäums der anthroposophischen Bewegung gehaltenen Vorträge gehören zum Alterswerk Steiners und stellen meiner Einschätzung nach die Essenz der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Zeit dar. Vieles ist sehr viel klarer und im großen Zusammenhang verständlicher durch diese Vorträge, was in früheren Beiträgen oft sehr ausführlich und weitverstreut begegnete. Mein Eindruck ist, dass M. sich von den auszugshaft wiedergegebenen Inhalten angesprochen fühlte. Vielleicht gelingt es mir ja, diese Texte und darin dargestellten Gedanken weiterzugeben. Denn es geht darin um ganz wesentliche Dinge. Interessanterweise kommt in diesen Vorträgen der Baum als Lebewesen und Symbol öfter als sonst in seinen Texten vor. Das zeigt mir, dass die symbolische Kraft des Baums als eindrucksvolles und weit verbreitetes Symbol für aufbauendes Leben auch vor über 100 Jahren präsent war, wie es dies bis heute geblieben ist und auch vor Steiners Zeit schon lange Zeit gewesen ist. Es lohnt sich absolut, auch weiterhin, z. B. in Form dieses Baumtagebuchs, den Bäumen, ihrer symbolischen Kraft und ästhetischen Ausstrahlung auf die Spur zu gehen und die damit zusammenhängenden Erkenntnisse immer noch weiterzuentwickeln.

Reminiszenz an goldene Novembertage

Es ist trotz der vielen selbst gestellten Aufgaben doch der erhoffte ruhige Sonntag geworden, der ein paar Stunden Zeit für Kontemplation und Lektüre gelassen hat. Mit einer eindrucksvollen Lektüre, die mir einige Anregungen gegeben hat für den Bücher-Wunschzettel, den ich in den letzten Jahren immer vor Weihnachten zusammengestellt und mir dann quasi selbst erfüllt habe. Das passt eben genau in diese Übergangszeit zwischen Spätherbst und dem Beginn der Weihnachtszeit. Ich bin froh, dass es möglich ist, diese Zeiten mit Sinn und adäquater Aktivität zu füllen. Ansonsten würde mir etwas Wesentliches fehlen, gerade im Bezug auf die Entwicklung der Lebenslinien. Auch in Sachen kreativer Techniken und Baum-Thematik gelingen mir in dieser Jahreszeit oft gute Neuansätze und Vorhaben, die dann vielleicht im neuen Jahr umsetzbar werden. Und erst jetzt fällt mir auf, dass ich vergessen haben, den Baum-Monatskalender rumzuschlagen. Sehr schade, denn wie ich jetzt sehe, ist das November-Bild besonders eindrucksvoll und gibt, wohl in einer herbstlichen Abendstunde kurz vor dem Sonnenuntergang fotografiert, einen herbstliches Waldstück von innen, mit hohen und alten Buchenstämmen, spätherbstlichen Baumkronen und einem dichten Teppich aus Herbstlaub wieder. Na ja, die zweite Hälfte des Monats kann ich es jetzt noch betrachten, wie eine Reminiszenz an die zurückliegenden goldenen Novembertage.

Wenn der Garten laubfrei wird

Nach diesem ganz mild temperierten, wenn auch ziemlich lichtarmem Vormittag ist nun der Garten weitgehend laubfrei. An den Bäumen sind nur noch einzelne Blätter zu sehen, so dass es sich angeboten hat, die im Laufe der Woche hinzugekommenen letzten Blätterberge zusammenzutragen und in Säcke bzw. die Biotonne zu verfrachten. Bei der Gelegenheit habe ich auch alle restlichen Feigen explizit vom Baum abgepflückt und M. die noch einigermaßen reif aussehenden zurückgelegt. Dann werden auch keine faulenden Früchte mehr herunterfallen. Das Wasser im kleinen Springbrunnenbecken habe ich ebenfalls abgelassen und das Becken grob gesäubert, damit es für den Winter gerüstet ist. Ganz abgeschlossen und für den Winter bereit ist der Garten aber noch nicht. Meine Chilipflanzen stehen immer noch an ihrem Platz, weil ich auf das Ausreifen der noch verbliebenen Schoten hoffe und es ja tatsächlich noch zumindest milde Temperaturen gab, die die Früchte der ohnehin späten Art auch im November noch reifen ließen. Und die Wassertanks müssen ebenfalls noch geleert werden, damit sie bei Frost keinen Schaden nehmen. Aber davon abgesehen sind wir ganz gut gerüstet, um uns bald schon der Advents- und Weihnachtszeit zu widmen, die wieder andere Aufgaben und schöne Herausforderungen mit sich bringen wird – so wir denn alle gesund bleiben und uns dem widmen können.

Und schon kommt uns die Weihnachtszeit wieder ins Bewusstsein

Schade, gestern war wohl schon der letzte der goldenen Novembertage, die uns unerwartet vergönnt waren. Heute wars schon ungemütlicher und fühlte sich eher wie der sonst gewohnte November an. Gleichzeitig ist uns bewusst geworden, wie nah Weihnachten schon gekommen ist, und dass die Vorbereitungen auf die Adventszeit nur noch 1-2 Wochen auf sich warten lassen. So beginnt jetzt schon die Jahresabschlussgeschäftigkeit, die sich eigentlich nie vermeiden lässt. Ich versuche dennoch alles gut zu planen und so zu gestalten, dass wir tatsächlich noch etwas von der besonderen Atmosphäre der Weihnachtszeit haben können. Letztlich ist das gerade in diesen so schwierigen Zeiten eine Frage des guten Willens, aber auch des Weitblicks und der Verbundenheit mit Traditionen und zeitlosen Bedeutungen. Ich weigere mich, das klein oder schlecht zu reden. Im Gegenteil benötigen wir heute den Geist und das Heilsame, das die Weihnachtszeit uns bringen kann, mehr denn jemals zuvor. Interessant: Dieses Jahr werden die Weihnachtsbäume hier im Ort direkt bei uns um die Ecke verkauft, wohl weil der sonst übliche Standort gerade Baustelle ist. Bleibt abzuwarten, ob sie diesmal zimmerhohe Weihnachtsbäume anbieten, was sonst nie der Fall war. Dann nämlich könnte ich den Weihnachtsbaum direkt unter den Arm klemmen und nach Hause tragen. Aber wahrscheinlicher ist, dass ich den Lieblingshändler weiter weg wieder besuche und mir dort in Ruhe meinen Wunschbaum aussuche, auch wenn das mit einer Überlandfahrt verbunden ist.

Wetterkapriolen und ihre positiven Ausprägungen

Am Wochenende, schätze ich, werde ich die letzten Herbstblätter zusammentragen und in die Laubsäcke verfrachten können. Dann dürften die Gartenbäume kahl dastehen und sich endgültig auf den Winter einstellen. Und wenn wir das Laub, immerhin zwei riesige Säcke voll, nicht extern zum Kompostieren ausbreiten, wird es wohl einige Wochen brauchen, bis wir es über die grüne Tonne portionsweise entsorgt haben werden. So war das schon in den Vorjahren, nur dass mit dem Wachsen der Bäume auch das Laubaufkommen immer größer wird. Nur ist das eine der Begleiterscheinungen des Herbstes, die wir gerne in Kauf nehmen, wenn wir möglichst typische Jahreszeiten erleben dürfen. Auch das war zuletzt nicht mehr selbstverständlich. Stichwort: Verschwinden der Jahreszeiten. So nenne ich dieses Phänomen oder die auf das Wetter durchschlagenden Folgen des Klimawandels ja an diesem Ort ganz gerne. Jetzt haben wir einmal eine Abweichung im positiven Sinne erlebt, nämlich einen goldenen November, wo sonst eher ein ungemütlicher, dunkler, nasser und kalter zu erwarten ist. Nicht ganz so schön sind die Abweichungen vom ehemals Normalen, wenn der Sommer fast komplett durchregnet und viel zu wenig Sonne scheint, was wir überwiegend 2025 eben auch erleben mussten. Dies also eine ganz kleine Entschädigung, ein _Ausgleich für die anstrengenden Wetterkapriolen dieses Jahres.

Baum-Themen und der notwendige Ausgleich

Viel Technik und Kommunikation hat mich an diesem schönen Novembertag beschäftigt und in Atem gehalten. Aber wenn es von außen ruhig zugeht, ist das sogar anregend. Denn dann kann man sich ganz darauf konzentrieren, was die Nerven schont. Ich freue mich, dass meine Projekte jetzt in eine weitere und z. T. sogar in die finale Phase übergehen können und voraussichtlich ein ganz versöhnlicher Abschluss des Jahres im Hinblick auf die Projektdurchführung möglich sein wird. Zufrieden bin ich v. a. aber damit, dass es mir zwischendurch und durchgehend immer wieder gelingt, die Dinge nicht ins Einseitige ausufern zu lassen. Die Beschäftigung mit den Bäumen und ihrer Symbolik und Ästhetik ist für mich der Leitfaden der Aktivitäten und Themenfelder, die mir diesen Ausgleich ermöglichen, zumal ich, wie eben jetzt aktuell auch wieder, sehr viel mit von Technik dominierten Aufgaben und Denkwelten zu tun habe.

Der Blätterherbst geht zu Ende

Für Fastnachtsfreunde war das heute wieder der Auftakt der Saison, in einer Jahreszeit, die rein äußerlich so gar nicht zur Ausgelassenheit der närrischen Tage passt. Aber es ist eigentlich gut, dass es noch Menschen gibt, die das überzeugend mit Leben füllen können. Abgesehen davon scheint es mir fast so, als ob der dauerhaften Depression aktuell wieder eine Phase zwischengeschaltet ist, die eher ermutigend wirkt. Es scheint, die Menschen suchen wieder mehr den Austausch, das absichtslose Gespräch, die Diskussion über Themen, die alle gleichermaßen betreffen. Solche Phasen sind wichtig, damit es hoffnungsvoll weitergehen kann und sich Vernunft und Gleichgewicht wieder durchsetzen können. Begleitet ist dies aktuell von ungeheuer aufbauenden goldenen Stunden, die zudem noch mit ungewöhnlich hohen Temperaturen flankiert sind. Eigentlich unwahrscheinlich, dass wir das fast Mitte November noch erleben dürfen. Bei den Bäumen bahnt sich jetzt das Ende des Blätterherbstes allerdings doch an. Zumindest die Gartenbäume sind fast schon vollständig entlaubt. Nur der Walnussbaum und der Ginkgo hält noch eine überschaubare Zahl herbstlicher Blätter an den überwiegend kahlen Zweigen. Und mit dem Ende des Baumherbstes wird wohl auch der Herbst an sich zu Ende gehen. Glücklicherweise mit einer unverhofft hellen und milden Schlussphase.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.