Traubenlese und Gartenprojekte

Der Großteil unserer Trauben ist schon gelesen. Morgen, so es denn nicht ständig regnet, kommt der Rest dran. Dann noch ein wenig Laub zusammentragen und wegbringen. Anschließend ist im Garten wohl noch einiges in Ordnung zu bringen. Aber die nächste Aktion mit den Zypressen und dem geplanten Zaun steht ja auch noch an. Bin mal gespannt, wie das funktioniert. Und ob wir sie überhaupt so entfernen können, dass der Zaun problemlos zu setzen ist. Später müssen wir uns noch eine praktisch handhabbare und schön anzusehende Lösung überlegen, um einen Sichtschutz über den Zaun zu legen. Bis das so aussieht, wie es gedacht ist, werden aber wohl noch ein paar Jahre vergangen sein.

Herbstdenken

V. hat heute schon mit der Weintraubenlese hinterm Haus begonnen. Etwas früh, wie mir scheint. Aber an manchen Ecken haben sich die Trauben schon gut entwickelt und schmecken auch sehr süß. Insofern könnte die Rechnung aufgehen. Bis er bei den weniger sonnenverwöhnten angekommen ist, vergehen ohnehin ein paar Tage. Vielleicht lässt er die aber auch noch einige Zeit länger am Stock, um die Gesamtqualität des Weins nicht zu gefährden. Insgesamt können wir zufrieden sein mit diesem Spätsommerwetter. Und eigentlich ist auch schon der Herbst durchgekommen. Blätter, Früchte, die kühlen Nächte und nebligen Morgen. Alles ist jetzt schon herbsttypisch. Und es kommen tatsächlich, wie eben gerade wieder im Gespräch mit M., Gedanken an Weihnachten auf. Unglaublich, wie uns die zyklischen Veränderungen der äußeren Natur in unserem Denken und Wahrnehmen beeinflussen.

Herbstarbeit

Wir scheinen doch in unserer Ecke Deutschlands begünstigt zu sein. Obwohl die Nächte jetzt schon so kalt werden, schwingen sich die Tage sehr schnell zu zwar zeitweise bewölktem, aber zwischendurch länger sonnigem Wetter hoch. Das ergibt eine gute Sonnenstundenbilanz und ist auch gut für die Weintrauben, die gerade diesen Wechsel sehr mögen. Die Qualität wird dadurch besser ausfallen als zuletzt erwartet. Am Wochenende werden wir wohl mit der Lese der ersten Trauben beginnen. Und dann stehen noch einige andere Gartenaktionen, u. a. das Entfernen der geschädigten Zypressenhecke an. Eine voraussichtlich kraftraubende und nicht ganz unkomplizierte Arbeit. Aber wir müssen diese Dinge erledigen, bevor die richtig ungemütlichen Monate beginnen. Dann ist für mehr Innenschau noch Zeit genug. Auch wenn ich jetzt schon sehnsüchtig an das neue Frühjahr denke.

Gemischte Aussichten für die Fruchternte

In diesem Jahr ist auch bei den Baumfrüchten alles anders als im Vorjahr. Nicht nur, dass wir praktisch keine Äpfel, Birnen, Mirabellen, Kirschen und Quitten ernten konnten. Auch bei Sträuchern gestaltet sich die Frucht teilweise spärlich. Immerhin der Schlehdorn ist schon recht früh im Jahr mit dicken Früchten gestartet. Das Dumme ist nur, dass bis zum Winter, wenn man sie sammeln könnte, um z. B. damit einen Likör anzusetzen, die Vögel fast alles schon abgeräumt haben. So ähnlich scheint es auch beim Weißdorn zu sein. Obwohl der wie immer wie verrückt geblüht hat, sind jetzt bei manchen Sträuchern kaum noch Früchte zu sehen. Bei anderen sind sie zumindest reduziert. Die Hagebutten sind dagegen mit den vergangenen Jahren vergleichbar. Aber damit können wir ohnehin nicht so viel anfangen. Immerhin sind sie zu allen Jahreszeiten schön anzusehen. Und bei unseren Weintrauben in geschützter Lage direkt am Haus, zeigt sich ein uneinheitliches Bild. An manchen Stellen sind sie schon reif und dick, an anderen noch fast grün und ziemlich mickrig. So wird die Qualität des hausgemachten Weins wohl irgendwo in der Mitte liegen. Wieder kein wirklich guter Jahrgang.

Objekte und Naturmotive sind unterschiedliche Herausforderungen

Meine neue Systemkamera scheint am geeignetsten für die Objektfotografie. Darin deckt sie ein ungeahntes Spektrum ab und erlaubt sogar Makros. Eines der Knopfbilder vom gestrigen Trödelmarktbesuch ist sehr gut gelungen, so dass ich es in mein Portfolio einreihen konnte. Bin gespannt, ob es angenommen wird. Die Größe reicht sogar für XXL aus, und die technische Qualität scheint mir hervorragend. Das ist ein gute erste Erfahrung. Bei Makroaufnahmen in der Landschaft dagegen habe ich bei den ersten Testes weniger überzeugende Resultate erzielt. Das Bokeh scheint doch nicht so überzeugend bei leuchtenden oder transparenten Hintergründen außerhalb des Fokus. Und das ist eben bei Baummotiven häufig der Fall. Ich werde es unter verschiedenen Bedingungen austesten, fürchte aber, für dieses Motivfeld doch auf die SLR-Kamera zurückgreifen zu müssen. Hoffentlich dann auf die verbesserte Technik, deren Eintreffen ich in dieser Woche erwarte.

Typisch Altweibersommer

Ein Tag wie gemacht für einen Trödelmarktausflug. Genauso sonnig, aber nicht ganz so warm wie am letzten Sonntag. Dabei hat der Vormittag mit viel Nebel begonnen, der uns die typischen Spinnweben mit silbrig im Licht funkelnden Tautropfen beschert hat, die dem Altweibersommer seinen Namen gegeben haben.

Altweibersommer-Vegetation

Altweibersommer-Vegetation

Altweibersommer-Vegetation

Gestärkt ins neue Jahr

Wer hätte das gedacht: Der Feigenbaum hat unheimlich viele Früchte ausgebildet. Nur sind sie leider noch grün und hart. Da jetzt Mitte September ist, werden sie wohl auch nicht mehr reif, und wenn nur wenige davon. Das ist schade. Am wichtigsten ist es aber, dass der Baum sich insgesamt doch noch erholt und er neue Äste ausgebildet hat. Sogar an dem Stammteil, den ich fast zur Hälfte entfernen musste. Das war ein Radikalkur, die sicherlich nicht leicht zu verkraften war. Der jetzige Zustand ist zwar recht wirr, da die Äste kreuz und quer durcheinander gehen und natürlich ungleich lang und verschieden verzweigt sind. Aber nach einem Schnitt im Frühjahr müsste eine einigermaßen normale Kronenform doch wieder zu erreichen sein. Ich wünsche mir sehr, dass der Winter weniger streng ausfällt und im Frühjahr schon bald der neue Wachstumszyklus beginnen kann.

Klassiker

Apfelbaum und Kiefer, der Klassiker unter den Partner-Armbändern. Schön, dass ich die Arbeit daran heute abschließen konnte, denn für das Wochenende haben wir einige Ausflüge und Besichtigungen geplant. So wird das nächste Holzprojekt wohl auf kommende Woche fallen. Spätestens am Sonntag soll die Sonne zurückkommen. Das wäre eine gute Gelegenheit, meine neue Kamera einmal unter Realbedingungen zu testen. Bin schon sehr gespannt, ob sie sich als Schnappschusskamera eignet.

Untypischer Spätsommer

Verdammt ungemütlich sind diese Tage, und so kalt. Am Sonntag haben wir noch geschwitzt, und jetzt fast schon Novemberwetter. Das ist eher ungewöhnlich. Meist sind es gerade die 2. und 3. Septemberwoche, die vom typischen Indian-Summer-Klima geprägt sind. Diesmal war es wohl früher, oder es ist einfach nur unterbrochen und setzt sich bald fort. Es wäre schön, wenn wir für unsere diversen Ernte- und Gartenbau-Projekte noch schöne Tage sehen würden. Vor allem die Weintraubenlese und das Entfernen der geschädigten Zypressen sind schon umfangreichere Arbeiten, die zumindest Trockenheit voraussetzen. Und mit Sonne und angenehmer Wärme macht es auch noch Spaß. Die Holzarbeit geht bei dieser Temperatur noch gerade so. Aber im Oktober-November werde ich dann wohl endgültig wieder mein Kellerquartier aufschlagen müssen.

Ernteprognose und Herbstzeichen

Für unsere Weintrauben wäre es schon besser, wenn gerade diese letzten Wochen vor der Lese wirklich sonnig ausfallen würden. Der zwischenzeitliche Regen kann zwar nicht schaden, aber tagsüber würde mehr Sonne dem Zuckergehalt guttun und den Jahrgang zu einem wahrscheinlich guten werden lassen. Jetzt hängt es davon ob, ob das Licht bald zurückkehrt und wie lange es bleibt. Die Bäume haben sich dagegen längst auf den Herbst eingestellt. Sie wissen, dass ihr Wachstumshöhepunkt überschritten ist. Während bei den meisten derzeit noch das Chlorophyll dominiert, haben andere schon mit dem Abbau begonnen. Ein untrügerisches Zeichen der neuen Jahreszeit, die ja ohne in 10 Tagen schon mit der Tag- und Nachtgleiche eingeleitet wird.

Herbsteinstellung und Kommunikationsfreude

Na ja, der Wettereinbruch musste ja irgendwann kommen. Ich hoffe aber, das Licht kehrt im Laufe des Monats bald wieder zurück und wir erleben einen sonnigen Übergang in den Herbst. Ganz gut ist es allerdings, da die Menschen sich jetzt wieder stärker auf sich zurückziehen und vielleicht auch wieder stärker zum Nachdenken kommen. Das ist gut fürs Geschäft und auch gut für die Rezeption der Wunschbaumprojekte. Dieser Elan möge sich ausweiten und die Kommunikationsfreude der Menschen endlich wieder beflügeln.

Systemkameratest

Mit der neuen Systemkamera komme ich ganz gut zurecht. Das macht trotz des enormen Funktionsumfangs wohl die Routine im Testen. Die Funktionalität der neuen Kameramodelle ist wirklich atemberaubend und eigentlich schon zu viel des Guten. Man kann sich alle Detailfunktionen kaum merken, so vielseitig sind die Einstellungsmöglichkeiten. Aber das ist eben für das flüssige Fotografieren auch ein Nachteil. Es verwirrt und entfernt zu sehr von der visuellen Herangehensweise. Nicht zufrieden bin ich mit der Qualität der ersten Versuche. Beim Härtetest, der Makrofotografie ist die Bildqualität nicht sehr überzeugend. Zwar ließ sich bei den Detailaufnahmen von Baumfrüchten und Blättern kaum ein echtes Rauschen erkennen. Dennoch ist das Bokeh eher wie das bei Kompaktkameras. Es kann sein, dass es an den Einstellungen liegt, oder am Objektiv, das nicht primär makroorientiert ist. Ich werde noch einige Testreihen durchführen müssen, um zu einer begründeten Einschätzung zu gelangen. Die Leichtigkeit und Kompaktheit der Kamera gefällt mir sehr gut und kommt der meiner ersten Digitalkamera nahe, mit denen Naturaufnahmen unterwegs sehr gut zu realisieren waren.

Sonnentag mit Herbstzeichen

Ein super Ausflugswetter war das einmal wieder heute. Durch die schönen Spätsommertage sind wir eigentlich jetzt schon entschädigt für das lange, ungemütliche Frühjahr. Der Trödelmarkttrip ins benachbarte Lothringen war da die richtige Sonntagsaktivität. Man konnte den Menschen ansehen, dass sie vor allem dorthin kamen, um eine entspannte Freizeit genießen zu können. Der Trödel ist dann eigentlich Nebensache. Ich habe vor allem die Sonne, die wunderbare Helligkeit genossen, die einen fast in südlichere Gefilde zu versetzen scheint. Auf dem Rückweg, beinahe schon wieder zu Hause angekommen, konnte man dann mancherorts doch schon den Herbst sehen. Eine ganze Reihe kleiner Rosskastanienbäume hatte ihre Blätter schon herbstlich verfärbt. Ja, sie waren sogar schon spröde, wie sonst erst im Oktober. Mag sein, das lag an der Art oder dem speziellen Standort. Wenn es sich in den nächsten Tagen aber auch bei anderen Bäumen zeigen sollte, wäre das ein Zeichen für ein Nahen der Herbstzeit. Möge sie dann möglichst ausgedehnt bleiben. Ausgedehnte Winter brauchen wir nicht wirklich. Wenn es schon keine richtigen Jahreszeiten mehr gibt, dann wäre es schön, wenn wir die Aufbruchs- und Vollendungszeiten wenigstens länger erleben dürften.

Technisch gut gerüstet

Jetzt sind auch die letzten Aktualisierungen meiner technischen Infrastruktur in Sachen Armbandproduktion abgeschlossen. Der Schleifteller ist jetzt auf eine Grundplatte aufgeschraubt und steht stabil, es fehlt nur noch die Elektrik zur Geschwindigkeitsreduktion, die Herr H. mir daran anbringen wird. Und meine Klemmelemente für das Einspannen der Perlen sind ebenfalls korrigiert bzw. habe ich einen ganz neuen Satz erstellt, mit dem das Zentrieren einfacher werden dürfte. Zusammen mit den schon vor Wochen aufgefüllten Vorräten an Kanteln und dem kompletten Satz von Stäben für die Baumkreisarmbänder bin ich jetzt richtig gut aufgestellt und gerüstet für hoffentlich noch viele Lebensbaum-, Wunschbaum- und Partner-Armband-Kreationen im letzten Quartal des Jahres. Wenn das Wetter noch so stabil bleibt, freue ich mich, die Arbeiten im Freien durchführen zu können. Das ist doch etwas ganz anderes als die Sitzungen im künstlich beleuchteten Keller.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.