Tannengrün und Weihnachtsschmuck

Der Adventskranz hat mir heute keine Ruhe gelassen. Es waren viele Perspektiven und Belichtungsvarianten durchzuspielen. Daraus habe ich schließlich eine Reihe sehr atmosphärischer Bilder selektiert. Mein gegenwärtiger Favorit, nicht zuletzt, weil das Tannengrün als Vordergrundelement zusammen mit den Schmuckelementen wesentlicher Motivbestandteil ist:

Nahaufnahme des Adventskranzes

Symbol des Menschenlichtes

Es ist schön, dass wir die Weihnachtsfeiertage feierlich erleben durften. Nach dem Hochamt am Vormittag war die Lektüre der beiden vor Weihnachten 1910 und 1911 von Rudolf Steiner gehaltenen Vorträge über das Weihnachtsfest für mich eine wunderbare Erfahrung an diesem Festtag. Im zweiten dieser Vortragsmitschriften ,,Weihnachten – ein Inspirationsfest” heißt es, den Grundgedanken des Vortrags über den Weihnachtsbaum von 1909 aufgreifend und nun auf das Fest selbst bezogen: ,,So dürfen wir das Weihnachtsfest auf unsere Seele wirken lassen als ein Inspirationsfest, als ein Fest, das uns den Gedanken des Menschenursprungs in dem heiligen göttlichen Menschenursprungskind so wunderbar vor die Seele führt. Jenes Licht, das in der heiligen Nacht, als Symbol des Menschenlichtes, an seinem Ursprung selber uns erscheint, jenes Licht, das uns in den neueren Zeiten die Lichter des Weihnachtsbaumes symbolisieren: es ist zugleich, richtig verstanden, das Licht, das uns die besten, stärksten Kräfte für unsere nach dem wahren, echten Weltenfrieden, nach der wahren, echten Weltenbeseligung, nach der wahren, echten Weltenhoffnung strebenden Seele geben kann.” Welche unglaublich dichte, von einer tiefen Wahrheit gesättigte Darstellung dessen, was uns das Weihnachtsfest bedeuten kann. Am Abend habe ich erneut versucht, dieses Licht in einigen Fotografien zumindest ansatzweise einzufangen, um es bei anderer Gelegenheit zur Illustration des weihnachtlichen Gedankens und Wahrnehmens verwenden zu können.

Weihnachtsgesteck vor Weihnachtsbaum am 2. Weihnachtstag 2012

Weihnachtscharme und Feiertag

Weihnachtliche Tischdekoration
Diese künstlichen Bäume um das beleuchtete LED-Winter-Haus waren nur ein Detail unseres weihnachtlichen Besuchs bei J. und W.. Ganz sicher war es diesmal Merlin, der den Gesprächsrahmen prägte und alle mit seinem kindlichen Charme erfreute. Bliebe er doch immer so klein, war meine spontane Reaktion. Und ich glaube, die anderen wünschten sich es auch. Mögen die besonders feierliche Atmosphäre und die große Aufmerksamkeit während seiner ersten Tage des Aufenthalts bei J. und W. sich prägend auf seine Entwicklung auswirken. Für uns alle sind es seit langem die ersten Tage, die wirklich einmal Feiertag sein konnten. Ich wünsche uns, dass wir diese Zwischenphase noch bis ins neue Jahr erleben und unsere Gedanken, Wahrnehmungen und Wünsche auf einen guten Übergang ins neue Jahr ausrichten können.

Das Licht des Heiligen Abends

Weihnachtsbaumdekoration an Heilig Abend 2012
An diesem Heiligen Abend konnten wir wirklich einmal zur Ruhe kommen. Auch wenn es immer viel vorzubereiten gibt, fürs traditionelle Abendessen und wegen des Besuchs bei J. und W. für den ersten Weihnachtstag. Aber das ging doch ziemlich ohne Eile. So haben wir den Abend mit der Christmette eingeleitet, haben dann die Pasteten gegessen und uns anschließend Zeit für die Bescherung gelassen. Vor dem Messgang habe ich die wunderbare Ausstrahlung unseres Weihnachtsbaums in Nahaufnahmen festgehalten. Die Atmosphäre an Heilig Abend ist in meinen Augen immer besonders. Deshalb versuche ich auch an diesem Abend einige Eindrücke einzufangen. Am schönsten fand ich diesen neuen Engel-Anhänger, den meine Patentante M. zusammen mit einem Weihnachtsgruß geschickt hatte. Er fängt das Licht des Baums ein und strahlt es wieder nach außen. Welch schönes Symbol.

Weihnachtliche Lichter

Eine schöne Abfolge. Der vierte Advent und tags darauf gleich der Heilige Abend. Dieser Adventssonntag war zwar ziemlich mild, vom Morgen an. Aber die Lichtarmut zeigte uns doch die Hochzeit des Winters an. So wird es auch ohne Schnee und Eis sicher nicht schwerfallen, den Geist der Weihnacht zu atmen. Es war gleichzeitig der Tag, an dem wir das Arbeitsjahr weitgehend zum Abschluss bringen konnten. Die Tage zwischen den Tagen werden Ausflügen und vor allem Kontemplation gewidmet sein. Das muss einfach sein. Vielleicht werden auch noch eine Reihe neuer Weihnachtsbilder entstehen, mit Zweigen immergrüner Bäume und weihnachtlichen Lichtern. Wäre sehr schön, wenn das gelingt.

4. Advent 2012

Ende der Vorbereitungen

Jetzt sind wir auch mit den Geschenken so ziemlich durch. M. ist glaube ich am meisten erleichtert darüber. Und da Heilig Abend dieses Jahr so praktisch am Wochenanfang liegt, haben wir auch noch was vom Wochenende, bevor die Feiertage sich daran anschließen. Meine Weihnachtsbaumsammlung wird diesmal wohl nur in Form einer kleinen Auswahl zum Einsatz kommen. M. hat schon Recht, ich bin einfach schon zu spät an damit. Deshalb werde ich wohl vor allem die Exemplare aus Glas hervorholen und auf dem Glasregal platzieren. Vielleicht noch den einen oder anderen Samt-und-Pailletten-Baum. Aber dann ist es auch schon genug. Schließlich will ich das mit der Besinnlichkeit auch tatsächlich noch erleben. Und dazu gehört eben auch Kontemplation und Ruhe, was irgendwann ein Ende der Vorbereitungen voraussetzt. Die anderen Weihnachtsbaumsymbole mögen es mir verzeihen.

Kein Weltuntergang zum Winterbeginn 2012

An Ms Geburtstag ist der Weltuntergang nicht passiert. Und auch eine Zeitenwende konnte ich nicht feststellen. Das war bei den Mayas dann wohl doch anders gemeint. Allerdings waren heute alle ziemlich abwesend, haben sich nur telefonisch in Verbindung gesetzt und konsequent den persönlichen Besuch vermieden. Das habe ich in der Form noch nie erlebt. Vielleicht liegt es am Freitag vor Heilig Abend, oder vielleicht sind es aber doch Anzeichen einer beginnenden Umbruchzeit. Wie auch immer. Zum Zur-Ruhe-Kommen war das ja eigentlich ganz gut geeignet, auch wenn ich mit dem Aufarbeiten, Zu-Ende-Bringen und Aufräumen immer noch nicht ganz durch bin. Zumindest lässt sich das dann weitgehend ungestört erledigen. Der Weihnachtsbaum gehört bei so wenig Besuch dann auch uns ganz allein. Ein Grund mehr, ihn ausführlich im Bild festzuhalten, mit allen Lichtern, die er trägt und aller Opulenz, die er ausstrahlt.

Weihnachtsbaum, Glitzern und Leuchten

Einige Dokumentationen und Illustrationen stehen doch noch aus. Das muss ich in diesem Jahr noch unterbringen. Als symbolischer Abschluss und Grundlage für Neuerungen. Und dann hoffentlich kann ich mich endlich den diesjährigen Weihnachtsfotografien widmen. Über die Feiertage und vor allem zwischen den Tagen. Schließlich müssen die Motive für kommendes Jahr gefunden werden. Aber ich freue mich auch darauf, die neue Kamera einmal im Detail auszutesten und für die Objektfotografie zu nutzen. Der Weihnachtsbaum, sein Grün, Glitzern und Leuchten wird dabei wieder eine tragende Rolle spielen. Denn ohne die weihnachtlichen Lichter in Verbindung mit weihnachtlicher Pflanzensymbolik fehlt einfach etwas. Die in den vergangenen Jahren häufig gesehenen ,,sterilen” Weihnachtsmotive konnten mich nie überzeugen. Adventskranz, Weihnachtsbaum und weihnachtliche Tischdekorationen bilden für mich in diesem Jahr den Fokus.

Die ganze Schönheit

Unser Weihnachtsbaum gefällt mir von Tag zu Tag besser. Obwohl er natürlich vor Heilig Abend noch nicht beleuchtet ist. Ich denke, es liegt daran, dass er so enorm ausladende und dicht stehende Äste trägt und dass seine Form die eines Kegels mit breiter Basis darstellt. Dadurch kommt der Schmuck besonders schön zur Geltung, denn er verteilt sich quasi etagenartig und verleiht dem Baum große Plastizität und eine opulente Wirkung. Ich hätte das beim Auswählen vor Ort so nicht erwartet. Aber ich konnte schon öfter beobachten, dass die ganze Schönheit erst durch den Schmuck sichtbar wird. Wie sich das für einen echten Weihnachtsbaum gehört.

Anstöße für Veränderung

Es stehen noch eine Reihe von Gestaltungsaufgaben auf dem Programm, die auch mit dem Jahreswechsel zu tun haben. Verschiedene Visitenkarten und Illustrationsmaterial für den Wunschbaumshop gehören dazu. Davon habe ich im Laufe des Jahres jede Menge weitergegeben. Eine gute Gelegenheit, inhaltliche Details auf den Prüfstand zu stellen und zu aktualisieren. Denn oft verändert sich die Selbstbeschreibung in Folge einer Verlagerung der Arbeitsschwerpunkte. Ich finde solche Rekapitulationen ganz spannend, weil sie die jüngste Vergangenheit mit der Zukunft verknüpfen und auch Anstöße für Veränderung darin enthalten sind.

Die Bestimmung zum Weihnachtsbaum

Nun sind auch die gestern aufgenommenen Ansichten meiner Arbeiten durchgesehen und bearbeitet. Ich hoffe, H. wird sie in den nächsten Tagen auf der Facebook-Seite zur Galerie veröffentlichen. Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Zu unserem neuen Weihnachtsbaum gab es schon die ersten Reaktionen. Offenbar ist die opulente Anmutung unübersehbar und er macht richtig Eindruck. Das freut mich besonders, wo ich doch anfänglich wegen des nicht ganz optimalen Astaufbaus eher vorsichtig gestimmt war. Aber letztlich ist es eben ein Gesamtkunstwerk. Und so mancher Baum hat erst durch den Schmuck zu seiner Bestimmung als Weihnachtsbaum gefunden. So mochte man es auch diesem vorher nicht unbedingt ansehen. Allerdings bin ich ganz gut darin geworden, es zu ahnen und darauf aufbauend die Auswahl zu treffen.

Abwechslung zum 3. Advent

So ein Ausflug ist auch mal wieder schön, nach wochenlanger Innenraumarbeit und Termindruck. Die Galerie im Schloss ist ein schöner Ort, von dem man sich wünschen kann, er bliebe längere Zeit erhalten. Das meine ich nicht nur, weil bildhauerische Arbeiten von mir dort zu sehen sind. Die hohen hellen Räume mit den ebenso hohen Fenstern bieten einfach eine wunderbare Umgebung für die Kunst. Und H. hat sich auch große Mühe gegeben, es ansprechend zu gestalten. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich weiterentwickelt und ob sie eine längerfristige Chance erhält. Sehr froh bin ich, dass ich am Vormittag das Schmücken unseres Weihnachtsbaums abschließen konnte. Es ist gelungen, die Individualität des Baums durch den Schmuck zur Geltung zu bringen und ihm ein richtiges Prachtbaumaussehen zu verleihen. Dazu tragen vor allem seine dichten, kräftigen Äste bei. Die widerspenstige Wachstumsrichtung der Kronenäste ist zwar nicht zu kaschieren. Aber das Gesamtbild wird dadurch nicht wirklich gestört. Besonders schön ist, dass in diesem Jahr das Krippchen wieder beleuchtet erscheint, nachdem Herr H. sein Licht freundlicherweise repariert hatte.

Weihnachtsbaum schmücken Teil I

Einige Erledigungen in Sachen Geschenke waren uns heute möglich. Da kann einer sagen, was er will. So ganz ohne Geschenke finde ich das nicht schön. Egal wie erwachsen man ist. Irgendwie gehört es dazu. Dass dies in den letzten Jahren vielleicht stärker symbolisch zu verstehen war als in der Vergangenheit, ist eine wohltuende Konsequenz des Älterwerdens. Auch darin kann es so etwas wie Entwicklung geben. Ein weiteres Novum: Soweit ich mich erinnern kann, habe ich das Schmücken des Weihnachtsbaums tatsächlich noch nie auf zwei Tage verteilt. Heute also zum ersten Mal, denn es war wegen des Ausflugs einfach nicht mehr vollständig abzuschließen. Immerhin, der Baum steht und die drei Lichterketten sind schön gleichmäßig verteilt, was bei dem nicht ganz so perfekten Astaufbau nicht leicht war. Und mit dem Schmuck der Spitze konnte ich auch schon anfangen. Ein guter Grundstock, denn dann kann ich die Fortsetzung morgen Vormittag in wirklicher Ruhe angehen. Darauf und auf die begleitende Weihnachtsmusik freue ich mich schon.

Letzte Vorweihnachtsarbieten

Jetzt habe ich es wohl geschafft. Die letzten Armbänder, die ich noch vor Weihnachten versenden kann, sind fertiggestellt. Das ist schon mal erfreulich. Die Weihnachtsvorbereitungen insgesamt sind aber damit noch lange nicht abgeschlossen. Da gibt’s noch einige Baustellen und Arbeiten, die ich zum Abschluss bringen möchte. Und Pläne für den Beginn des neuen Jahres entwickeln sich natürlich auch bereits. Ich wünsche mir zwischendurch nur wirklich einige ruhige Tage. Damit nicht alles schon vorbei ist, bevor man zur Ruhe gekommen ist. Und eine hoffentlich entspannte Vorweihnachtswoche.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.