Auftakt zum goldenen Oktober

Feldahornzweig im Herbst
Feldahornblatt im Herbst

Für Anfang Oktober hat uns dieser Feiertag eine sagenhafte Hochdrucklage beschert. Nahezu wolkenloser Himmel und viel Licht. Zwar ist die Strahlungskraft der Sonne nicht mehr so intensiv wie im Hochsommer, aber die Landschaft wird an solchen Tagen in ein unvergleichliches Licht getaucht. Wenn das Blattkleid der meisten Bäume nicht noch überwiegend grün wäre, könnten wir vom Start in einen goldenen Oktober reden. Bei den Blättern, die sich bereits verfärben, können wir ihn jetzt schon erahnen. Und wenn der Hochdruck in den nächsten Wochen nicht verdrängt wird, kann es noch etwas werden mit dem goldenen Herbst. Beeindruckt haben mich während des Spaziergangs am Nachmittag vor allem diese Feldahornblätter, die sich nicht wie sonst insgesamt gelb verfärben, sondern ihr Chlorophyll fleckenhaft abbauen. Ein Detail, das die Lichtstimmung dieses Tages sehr schön einfängt. Der Herbst ist nun endgültig auch bei unserem Feigenbaum angekommen. Während die Blätter sich noch in dunklem Grün stehen und keinerlei Tendenz zur Laubfärbung zeigen, werden nun immer mehr Früchte immer schneller reif. Manche überschlagen sich quasi dabei, sind schon weich, obwohl noch nicht vollständig ausgereift. In solchen Fällen pflücke ich sie trotzdem. So ist heute die stattliche Zahl von 26 Feigen zusammen gekommen. Und morgen werden gleich wieder einige folgen. Insgesamt könnte das das zweitertragreichste Feigenjahr für den jungen Baum bisher werden. Wer hätte das gedacht, der den so stark gebeutelten Baum im Frühjahr nach den starken Winterfrostschäden betrachtet hat.

Widerspenstige Ulme

Eine intensive Arbeit bis in den Abend hinein. Aber jetzt bin ich durch mit den vielen Bestellungen, die sich angestaut hatten. Dabei hat mir insbesondere die Ulme dieses Mal große Widerstände entgegengesetzt. Sehr widerspenstig und bei den langen Perlen nicht einfach zu bohren. Deshalb überlege ich auch, anders als in den letzten 13 Jahren gewohnt, doch einmal den Versuch zu starten, die Art in der normalen Weise, entlang der Wachstumsrichtung zu bearbeiten. Vielleicht sollte ich das mit anders vorbereiteten Kanteln einmal testen.

Zeit für leuchtendes Herbstlaub

Schön, dass wir uns noch im Freien aufhalten, dort arbeiten und ausruhen können. So können wir den Frühherbst nicht bloß durch die Fensterscheibe erleben. Wenn das sich so stabilisiert und mit etwas mehr anhaltendem Sonnenschein ein Goldener Oktober auf uns warten sollte, wäre das ein guter Rahmen für meine Herbst-Fotografie-Vorhaben. Blätter in leuchtend bunten Farben, verschiedene Formen unterschiedlicher Baumarten, als Collage arrangiert und vielleicht mit einzelnen Baumfrüchten wie Eicheln oder Hagebutten akzentuiert. So etwas stelle ich mir vor. Die Kunst wird darin bestehen, die richtigen Blätterfunde miteinander zu kombinieren und so schlüssige Herbststimmungen im Spiegel herbstlichen Laubs zu erzeugen. Nicht leicht, aber etwas, das sich bei vielen sonnigen Tagen und kühlen Nächten wahrscheinlich gut umsetzen lässt. Ein solcher Wechsel begünstigt meist die Entstehung leuchtenden Herbstlaubs.

Die Tücken des Rüsters

Rüster ist nun wirklich jedes Mal eine Herausforderung. Weil es die einzige Holzart ist, die ich nicht in der üblichen Weise entlang der Wachstumsrichtung drechseln kann. Wegen ihrer Struktur, aber auch wegen der ansonsten nicht einmal annähernd so attraktiven Optik. So hat mich das heute wieder eine ziemliche Weile beschäftigt. Immer auf der Spur des richtigen Gleichgewichts, der möglichst gleichmäßigen Ausformung des leicht ovalen Stabes. Das ist im Großen und Ganzen diesmal gut gelungen. Wie üblich war ein Stäbchen dabei, das dem Druck nicht standgehalten hat und verkürzt werden musste. Und eines, das gänzlich misslungen ist. Aber auch das ist normal und der Unberechenbarkeit dieser Art der Bearbeitung geschuldet. Ich bin froh, eine ausreichende und qualitativ gute Arbeitsgrundlage zu haben. Insbesondere die Kombination mit dem Walnussbaum verspricht interessant zu werden. Wieder ein weiteres Kombinationsbeispiel für mein Partner-Armband-Portfolio.

Fotografie und frischer Eindruck

Nun bin ich immer noch nicht dazu gekommen, die Pfaffenhütchenbilder durchzusehen. Ich denke, das muss in den nächsten Tagen passieren, da die Zeit der Pfaffenhütchen schon bald zu Ende geht und ich immer die Vorstellung habe, dass der Eindruck vor Ort noch in frischer Erinnerung sein muss, um die Auswahl richtig zu treffen. Danach geht’s an die alten Schriften. Also jede Menge zu tun, um dem Portfolio wieder neuen Schwung zu verleihen. Dass sich das lohnt erkenne ich an dem gelegentlichen Hochspülen schon verschüttet geglaubter Bilder des Portfolios, die dann doch noch auf Interessenten gestoßen sind. Solche, die ich selbst immer schon gut fand und deren Misserfolg mir nicht erklärlich war. Manche benötigen eben mehr Zeit in diesem immer unübersichtlicher werdenden Überangebot hochwertigen Fotomaterials. Manchmal frage ich mich schon, ob diese vor Jahren so vielversprechende Microstockbranche nicht allein wegen des Überfülle in Existenzprobleme geraten könnte. So etwas hätte man sich vor fünf Jahren noch nicht vorstellen können. Die andere damit zusammenhängende Frage ist, wie Nutzer damit zurechtkommen und wo eigentlich gegenwärtig und künftig die Kriterien für Erfolg in diesem Feld liegen. Antworten darauf habe ich noch nicht gefunden.

Spätsommersonne lässt Feigen reifen

Weitere Feigen habe ich heute einmal nicht gepflückt, denn M. ist zunächst gut versorgt, nach der gestrigen Rekordernte von 17 Früchten. Ich glaube, so viele an einem Tag hatten wir bisher noch nicht. Und es sind allesamt sehr schöne, große Feigen. Also insgesamt ein qualitativ gutes Feigenjahr. Nur die Anzahl ist nicht so berauschend. Es wird davon abhängen, ob die jetzt noch am Baum verbliebenen noch alle ausreifen können. Das ist zumindest für die ganz kleinen eher fraglich. Die mittelgroßen könnten es bei einem goldenen Oktober allerdings noch schaffen. Am Ende könnte ein zumindest für unseren Baum durchschnittlicher Ertrag stehen. Gut ist dieses Wetter fürs Ausreifen allemal. Auf dem Antikmarkt heute konnte man sehen, wie die Menschen in Scharen an die frische Luft strömen und die Sonne sichtlich genießen. Das tut einfach gut, gerade zu dieser Jahreszeit. Für mich zudem erfreulich, dass ich endlich wieder auf gute alte Handschriften gestoßen bin. Jetzt habe ich eine interessante Auswahl zur Hand, die ich in den nächsten Tagen genauestens sichten werde, um geeignete Motive für mein Microstock-Portfolio zu ermitteln. Die Aufnahmen selbst sind dann der nächste Schritt.

Symbolischer vs. am Nutzen orientierter Zugang zu den Bäumen

Zwei Armbänder fertiggestellt und ein weiteres fast vollständig. Das ist eine gute Bilanz für einen dicht mit Arbeiten angefüllten Samstag. Wegen Vs Kelteraktivitäten ging der Plan mit dem einzelnen Lebensbaum-Armband, einmal wieder Zürgelbaum, an diesem Tag nicht mehr ganz auf. So werde ich es Anfang kommenden Woche abschließen müssen. Ich hoffe, dass V. seine Ankündigung wahr macht und das die letzte diesjährige Aktion dieser Art war. Er hat es zuletzt dann doch übertrieben. Sowohl das Thema als auch die Sache an sich ist allen nur noch auf die Nerven gefallen. Da ist mir der symbolische und eben nicht am Nutzen orientierte Zugang zu den Bäumen weitaus lieber. Und der ist auch in keiner Form belastend für alle anderen.

Veränderte Markenwahrnehmung durch SEO

Es bleibt spannend, die Veränderungen zu beobachten, die sich aus verschiedenen SEO-Maßnahmen für die Wahrnehmung eines Produkts oder einer Marke ergeben. Allzu ungeduldig darf man natürlich dabei nicht sein. Meist benötigt es eine gewisse Zeit, bis sich Wirkungen zeigen, die einen signifikanten Unterschied machen. Aber die grundlegende Aufgabenstellung, etwas bekannter zu machen, von dem man genau weiß, dass es viele gibt, die sich dafür interessieren, wenn man sie denn nur erreichen könnte, diese Aufgabe ist eine Herausforderung, in die viele inhaltliche, technische und gestalterische Fragen einfließen. Wie sich diese Anstrengungen auf die Rezeption der Partner-Armbänder und das Baumkreis-Armband auswirken, werde ich genau verfolgen. Ich freue mich schon darauf, an den verschiedenen bekannten Schrauben zu drehen, um eine weitere Optimierung zu erreichen. Vielleicht entdecke ich dabei ja noch einige neue Ansätze oder gewinne neue Erkenntnisse in diesem so stark veränderlichen Kommunikationsfeld.

Landingpage für Baumkreis-Armband

Nun konnte ich sie also doch noch früher als gedacht online stellen, die Landingpage zum Baumkreis-Armband. Und zwar unter der Domain baumkreis.com. Zur besseren Illustration der Zuordnungen habe ich den Baumkreis mit den Geburtstagsphasen diesmal mit der fotografischen Abbildung des Baumkreis-Armbandes kombiniert und nicht wie bisher mit einer schematischen Skizze desselben. So ist die Identifizierung der Perlen sicherlich noch einfacher. Ein gesondertes Porträt dieser besonderen Armbandidee war eigentlich überfällig, nachdem ich die Baumkreis-Armbänder nun schon seit über 13 Jahren herstelle. Rückblickend war es sogar so, dass ein Baumkreis-Armband ganz am Anfang meiner kleinen Manufaktur stand, erst davon ausgehend sind die verschiedenen Lebensbaum-Armbänder und später die Wunschbaum- und Partner-Armbänder sukzessive entstanden. Für mich ein anregender Rückblick und gleichzeitig eine moderne Form der Präsentation des zeitlos spannenden Baumkreiskonzepts.

Screenshot der Website baumkreis.com
Screenshot der Website baumkreis.com
Screenshot der Website baumkreis.com
Screenshot der Website baumkreis.com

Neue Baumthemenprojekte

Zur detaillierten Durchsicht der vielen Pfaffenhütchenfotos bin ich heute noch nicht gekommen. Anders als in den Vorjahren gehe ich aber diesmal davon aus, dass darunter mindestens eine Aufnahme ist, die für das Microstock-Portfolio taugt. Tatsächlich ist das in dem Motivfeld nicht ganz einfach. Naturmakros sind für die illustrative Verwendung sehr schwer umzusetzen. Da muss wirklich jedes Detail stimmen, um das Allgemeingültige und Wesentliche des Objekts zum Ausdruck zu bringen. Nur mit dem deutlichen Anschein dieses Wesentlichen ist es auch für die Illustration geeignet. Rascher als gedacht konnte ich dagegen bereits mit der Landingpage für das Baumkreis-Armband beginnen. Sie soll dem Aufbau der Partner-Armband-Seite entsprechen, damit eine Linie erkennbar bleibt. Auch mit dem Inhalt bin ich schon ein gutes Stück vorangekommen. Interessant, dass bei solchen Sonderprojekten eigentlich bekannte Inhalte wieder in neuem Licht erscheinen und ich auf diese Weise ungeahnte Facetten des Themas ergänzen oder besser herausstellen kann.

Im Farbenrausch der Pfaffenhütchen

Es waren nur kurze Augenblicke, in denen die Sonne am frühen Nachmittag ihr ganzes Licht auf die Pfaffenhütchen ausgoss. In diesen Phasen habe ich versucht, dieses unvergleichliche Farbenspiel festzuhalten, das die Pfaffenhütchen in dieser Reifezeit um sich verbreiten. In diesem kleinen Landschaftsausschnitt scheint sich eine ganz eigene Welt abzubilden. Für mich ist das jedes Mal wie ein kleines Wunder.

Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 9
Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 8
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Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 4
Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 3
Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 2
Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 1

Schrifttext mündlich hervorbringen

Noch bin ich mir nicht sicher, ob es Sinn machen könnte. Eine Spracherkennungssoftware, mit Hilfe derer gesprochene Texte ziemlich zuverlässig in geschriebene Sprache umgewandelt werden können. Die ausgegebenen Texte lassen sich anschließend überarbeiten und notfalls korrigieren, z. B. in Word oder Outlook, sofern sich Fehler eingeschlichen haben. Vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit für das Verfassen der Baumtagebucheinträge oder auch längere private Mitteilungen per E-Mail? Ich zweifle noch, denn mein 10-Finger-System funktioniert eigentlich gut und ziemlich schnell. Vor allem aber ist diese Art, einen Text zu formulieren, inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen. Wenn ich das einmal selbst beobachte, funktioniert es ja in dieser Reihenfolge: Denkend vorformulieren und etwas zeitversetzt den Entwurf eintippen. Das geht fast nahtlos ineinander über. Aber wie wäre es, wenn man gedanklich entwirft und dann gleich spricht. Voraussichtlich ungewohnt, da die Kontrolle über den optischen Sinn eine andere ist als über das Gehör, und weil Texte zum Lesen naturgemäß einen anderen Charakter haben als mündliche Äußerungen des kommunikativen Alltags. Auch funktionieren Korrekturen selbst mit der wohl ziemlich ausgereiften Software vermutlich nicht ganz so reibungslos. Dieses Verfassen, verwerfen, umformulieren, Alternativen suchen und festhalten, eben handwerklich an einem Text arbeiten, ist für mich bisher tatsächlich an dieses Schreiben gebunden, früher meist handschriftlich, heute eher auf der Tastatur. So werde ich noch eine Weile mit der Frage ringen – und vielleicht demnächst ja doch eine alternative Form des Texte Produzierens kennenlernen.

Partnerarmbänder sozial integriert

Die neue Landingpage für die Partner-Armbänder ist nun auch ordentlich eingebettet, mit einer Seite bei Facebook und Links auf Google+ und Twitter. Es fehlen noch verschiedene Verlinkungen von den Wunschbaumseiten aus. Aber dann sollte technisch eine gute Grundlage gelegt sein. Das Weitere ist eine Frage der Inhalte und der Aktualisierung des Angebots. Ich bin sehr gespannt, inwieweit das Projekt Beachtung findet und vor allem, ob neue Besucherströme auf Grund der Initiative festzustellen sind.

Wintervorbereitungen im Garten

Wenige Tage vor der Tag-und-Nacht-Gleiche präsentiert sich das Wetter unentschlossen. Hochnebliges Kopfschmerzwetter am Vormittag Auflockerung um die Mittagszeit und richtige Hitze am Nachmittag. Jedenfalls haben wir beim Abpflücken des Apfelbaums bei J. und W. in G. richtig geschwitzt. Und auch beim Einwintern der Blumentöpfe und beim Winter klar machen rund ums Haus. Schön, dass der Nussbaum vorm Haus schon deutlich mehr Nüsse trägt als in den Vorjahren. Schade nur, dass sich die meisten davon wohl ein Eichhörnchen geschnappt hat. Der kleine, aber schon enorm kräftige Esskastanienbaum daneben hat jetzt schon viele stachelige Kastanienfrüchte. Bei einer, die schon ausgereift war, konnte man aber erkennen, dass sie innen noch sehr klein sind und nach dem Schälen eine kaum zum Verzehr geeignete Menge beinhalten. Da müssen J. und W. wohl noch ein paar Jahre länger geduldig sein. Gartenarbeit um diese Zeit ist aber auch etwas Schönes, und vielleicht genau die richtige Beschäftigung bei dieser ereignisabstinenten Stimmung, die sich überall breit gemacht hat, vor allem an einem Samstag.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.