Wieder sehr techniklastig

Schon wieder so ein extrem techniklastiger Arbeitstag, der wie in letzter Zeit so häufig nicht mehr enden zu wollen scheint. Ich freue mich regelrecht auf das Blumengießen am Abend, weil ich in diesen Tagen so kaum mal an die frische Luft und in Kontakt mit dem Garten, den Blumen, den Gartenbäumen käme. Ist ein bisschen zu viel davon in der letzten Zeit. Ich hoffe, es wir sich bald normalisieren und wir können die Vorzüge der sommerlichen Jahreszeit wirklich genießen und auch jahreszeittypisch nutzen.

Wir freuen uns auf die Gartensaison

Ein arbeitsintensiver, aber schöner und ruhiger Sonntag, der Lust auf die kommende Sommerzeit macht. Ich freue mich auf die ersten wirklichen Aufenthalte im Garten bzw. in unserem Sitzbereich. Und darauf, dass wir die Gartenarbeit so richtig aufnehmen und währenddessen die Blumen und Gemüsepflanzen beim Gedeihen zusehen können. Natürlich soll es auch den Gartenbäumen gut gehen. Für die richtige Ausdünnung der Kronenäste habe ich vor Monaten schon gesorgt. So kann es diesmal ein hoffentlich gutes Baum(obst)jahr werden.

Sommerliche Erwartungen und unverhoffte Bienennachfolge

Es ist schön, dass wir gleich beim ersten Geschäft alle Sommerblumen finden konnten, die ich am Nachmittag gleich eingepflanzt habe. Oder fast alle. Die Geranien, die wir traditionell in den Blumenkästen an der Einfahrt pflanzen, waren nicht zu bekommen, nicht in guter Qualität. So werde ich das wohl nächste Woche nachholen. Da die Kästen schon mit Erde befüllt sind, ist das keine große Sache mehr. Die heute gefundene Auswahl ist wieder sehr farbenfroh und abwechslungsreich. Eine Mischung zwischen Arten, die wir kennen und schätzen gelernt haben, sowie einer Reihe von neuen Blumensorten, die wir erst kennenlernen müssen. Aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir dieses Jahr viel Freude an den Sommerblumen haben werden, zumal es vermutlich wieder ein sonnenreicher und warmer Sommer wird. Nach zwei Jahren eher durchwachsener Sommermonate. V. ist von den bekannten Einschränkungen abgesehen, zurzeit auch wieder guten Mutes, was v. a. damit zusammenhängt, dass wie aus dem Nichts zwei Bienenvölker aufgetaucht sind, die nun doch wieder einen Grundstock für die Imkerei bilden. Eigentlich sollte dieses Jahr Schluss sein, aber ein Schwarm, der sich selbst eingenistet hat und ein weiterer, den V. von extern geholt hat, sind nun zwei „wilde“ Nachfolger. Bin gespannt, ob das funktioniert. Gerade blüht ja wieder der Weißdorn, dann gibts auch Gelegenheiten, so dass wir mit einem zumindest kleinen Honigertrag rechnen können. Wenn nur die Asiatische Riesenhornisse nicht wieder zuschlägt und auch diese unverhoffte Errungenschaft wieder zunichtemacht

Vegetabiler Ausgleich bei zu viel Technikaufgaben

Nach dem Technik-Marathon heute freue ich mich darauf, morgen zusammen mit M. die Sommerblumen für rund ums Haus auszusuchen und einzupflanzen. Dann können wir auch die Sitzgarnitur für den Garten auspacken und die Gartensaison damit richtig starten. Vielleicht schaffe ich es zudem, einige der schon größer gewachsenen Chilipflanzen umzutopfen, damit sie mehr Erde zum Weiterwachsen bekommen. Diese Gartenarbeit und Arbeit mit Pflanzen wird morgen ein guter Ausgleich sein, auch wenn die Technikaufgaben nicht ganz wegfallen können.

Überwindung des Technischen

Die Technik ist zurzeit anstrengender denn je, und ein Ende dieses Umstands ist kaum absehbar. So hoffe ich auf eine Entspannung in den nächsten Tagen. Und dass die Naturthemen, v. a. am Beispiel und im Spiegel der Bäume, wieder an Bedeutung im Alltag gewinnen. Dafür bedarf es einer grundlegenden Aufnahmebereitschaft. Auch die muss zunächst geschaffen werden – so mir das gegenwärtig gelingen sollte.

Wertvoller Kontakt mit den Bäumen

Wieder einer dieser anstrengenden Tage, ich hoffe das beruhigt sich bald auch wieder einmal. Und ich hoffe, die Gelegenheit fürs kunsthandwerkliche Arbeiten kehren öfter als zuletzt zurück, weil das einen echten Ausgleich schafft. Der Kontakt mit den Bäumen und der Energie ihres Holzes ist für mich etwas Wertvolles.

Dem Rückgang entgegenwirken

Eine tolle Frühsommeratmosphäre, die nur durch diese nervöse und gleichzeitig paralysierte Grundstimmung unter den Menschen eingetrübt wird. Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, uns von dieser anhaltenden Lähmung zu befreien und befreit einer mehr auf Ursprüngliches bezogene Denkart zu folgen. Das fällt vielen immer noch schwer, aber es gibt keine Alternative, wollen wir nicht in einer Schleife anhaltenden Rückgangs und Niedergangs gefangen bleiben. Der Knoten muss platzen, der berühmt Ruck muss passieren, und wir wollen versuchen, einen mindestens kleinen Anstoß dazu zu geben.

Natur gegen destruktive Kommunikationskultur

Einer dieser Tage, die von Routine-Erledigungen angefüllt sind und denen auch bei wohlwollender Betrachtung nichts Positives abzugewinnen ist. Das Schlimme daran ist, dass ich das leicht voraussehen kann, weil sich die Anzeichen von Unstimmigkeit und Abweichung vom Bewährten in solchen Fällen schon im Vorfeld häufen. Es ist dann klar, dass das Ergebnis kein zufriedenstellendes sein kann. Und ich rede v. a. von kommunikativen Umständen, von sozialen Verwerfungen, von einer Entwicklung des Moralverständnisses im sozialen Miteinander, die keine zukunftsweisende ist, im Gegenteil von krasser Dekadenz geprägt ist und nur Rückschritt, wenn nicht Katastrophe bedeutet kann, sollte es sich in dieser Tendenz weiterentwickeln. Ich wünschte, die Menschen entwickelten im Umfang einer „kritischen Masse“ wieder neues Bewusstsein und Aufmerksamkeit für diese für aufmerksame (Selbst-)Beobachter so leicht identifizierbare Fehlentwicklungen. Eine Rückbesinnung auf die natürlichen Grundlagen, an die wir alle anknüpfen können, würde da z. B. helfen. Auch deshalb gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass Beiträge wie dieses Baumtagebuch etwas im kleinen Kreis von Interessenten anstoßen und aufdecken kann, was sonst noch länger unter der Decke destruktive Wirkungen hervorruft.

Das baumschädliche Vorleben einiger Schmetterlingsarten

Der Ruhetag war dringend notwendig. Auch wenn ich die Projektarbeit nicht ganz außer Acht lassen konnte, war doch am Nachmittag ein wenig Kontemplation und Lektüre möglich. Zurzeit eine Art Luxus, aber wichtig, um die geistigen Energiereserven wieder aufzufüllen. Zu viel Formales und gedanklich Konstruiertes führt eher zu geistiger Lähmung, die ich zu vermeiden suche. Deshalb sind die Sonntage ein Segen, ebenso wie alle Feiertage, die uns in Deutschland ja noch recht üppig vergönnt sind. Ein kurzer Gang durch die sonnendurchflutete Baumlandschaft am Flussdamm hat eine üppig wuchernde grüne Szene offenbart, die zeigt, dass alle Pflanzen jetzt in ihrer intensiven Wachstumsphase angekommen sind. Aufgefallen sind mir heute vor allem die Pfaffenhütchensträucher, die derzeit blühen und an denen sich die Gespinste der Pfaffenhütchen-Gespinstmotten häufen, die sich, wie der Name schon sagt, bevorzugt an dieser Gehölzart niederlassen. Rein optisch erinnern sie an den Buchsbaum-Zünsler, aber sieht noch giftiger aus und ist mir naturgemäß noch unsympathischer, hat er doch unseren Buchsbaum im letzten Sommer endgültig ruiniert. Die Gespinstmotten an den Pfaffenhütchen in der freien Landschaft wirken dagegen wie eine Kuriosität, die nicht weiter stört. Zumal im Sommer an den üppig mit auffallenden Pfaffenhütchen besetzten Sträuchern von dem Schädling nicht mehr wirklich etwas zu sehen ist.

Die Vorarbeit für unsere Sommerblumenpflanzung ist gemacht

Ich meine, das war der bisher sonnenreichste Tag des Jahres. Ungewöhnlich ist das zwar nicht, war gerade der Mai doch in den letzten Jahren meist der sonnigste aller Monate. Jedenfalls waren im Mai meist die höchsten Sonnenstromwerte zu messen. Aber nach einigen Schmuddelwetterphasen freuen wir uns eben besonders auf anhaltende Helligkeit und jetzt auch zunehmend konstante Wärme. Ich hoffe nur, die Bäume werden die relative Trockenheit gut wegstecken und erhalten zwischendurch doch noch ausreichend Regenwasser. Für die anderen Pflanzen werden wir im Bedarfsfall dann selbst sorgen. Das heißt, demnächst beginnt wieder das große Gießen und die täglich mindestens Dutzend Gänge von den Wassertanks zu den Blumenpflanzgefäßen. Aber die Grünen und Blühen rund ums Haus während der Sommermonate sind einfach der beste Erholungsfaktor. Und deshalb nehmen wir den Aufwand gerne in Kauf.

Wieder ein sonnenreicher Mai

Ich meine, das war der bisher sonnenreichste Tag des Jahres. Ungewöhnlich ist das zwar nicht, war gerade der Mai doch in den letzten Jahren meist der sonnigste aller Monate. Jedenfalls waren im Mai meist die höchsten Sonnenstromwerte zu messen. Aber nach einigen Schmuddelwetterphasen freuen wir uns eben besonders auf anhaltende Helligkeit und jetzt auch zunehmend konstante Wärme. Ich hoffe nur, die Bäume werden die relative Trockenheit gut wegstecken und erhalten zwischendurch doch noch ausreichend Regenwasser. Für die anderen Pflanzen werden wir im Bedarfsfall dann selbst sorgen. Das heißt, demnächst beginnt wieder das große Gießen und die täglich mindestens Dutzend Gänge von den Wassertanks zu den Blumenpflanzgefäßen. Aber die Grünen und Blühen rund ums Haus während der Sommermonate sind einfach der beste Erholungsfaktor. Und deshalb nehmen wir den Aufwand gerne in Kauf.

Äußere Natur als Katalysator

Die Zeit vergeht gefühlt mit zunehmendem Alter ohnehin immer schneller. Aber aktuell erscheint mir das noch verstärkt. Gerade diese Woche ist nur so dahingeflogen, leider von dem Eindruck begleitet, dass die Dinge nicht wirklich zügig vorangehen. Ich hoffe, das legt sich bald auch wieder, die Dinge werden wieder erwartbarer, gleichmäßiger und überschaubarer. Das schöne Wetter, die Wärme, die Sonne und das Grünen der Bäume und Pflanzen werden dazu beitragen können. Mehr noch vermutlich als sozial induzierte Motivation und Zuversicht. Diese natürliche Verstärkung von außen kann wie ein Katalysator wirken.

Gegen den schleichenden Niedergang

Auch das Gespräch heute Mittag mit einer sehr langjährigen Bekannten drehte sich um die jüngsten Erfahrungen rund um Medizin und die kommunikativen Auswüchse im ganzen System. Zum Teil können meine Gesprächspartner das bestätigen, haben oft ähnliche Erfahrungen gemacht. Und teilen auch die Auffassung, dass das symptomatisch ist für gewisse Zustände und Entwicklungen in der Gesellschaft generell. Leider verstärkt das die Krisengestimmtheit, die heute schon so unendlich viel ablähmt und abbremst. Da kann einem die Spucke leicht im Hals stecken bleiben, so wenig Zukunftsgerichtetheit im positiven Sinne ist derzeit und schon viel zu lange spürbar. Wir müssen da unbedingt gegensteuern, unseres kulturellen Erbes und längst erworbener Errungenschaften wegen. Und damit es wirklich voran und möglichst aufwärts gehen kann auf lange Sicht und wir uns nicht noch aktiv an einem schleichenden Niedergang beteiligen.

Die Balance halten

Viel Technik war das heute wieder einmal, aber auch verbunden mit einigen Erfolgen und überraschenden Fortschritten. Es wird in den kommenden Wochen eine Herausforderung, die vielen technischen Aufgaben zu überblicken, abzuarbeiten und miteinander zu koordinieren. Und das Inhaltliche sollte dabei gleichzeitig nicht auf der Strecke bleiben, macht es doch den Kern meiner Arbeit aus. So ziele ich wie immer auf ein gesundes Gleichgewicht und hoffe auf ein gutes Gelingen bei guter Qualität der Ergebnisse. Das immer wieder wichtige Gleichmaß zu erreichen, ist nicht einfach, aber die Beschäftigung mit meinen naturbezogenen Themen und alle daran anschließenden Projekte helfen mir sehr, diese Balance auch in turbulenten Situationen aufrechtzuerhalten.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.