Neue Abbildung des Baumkreis-Armbandes

Schon lange stand das auf meinem Arbeitsplan, heute konnte ich es endlich realisieren: Die Musterabbildung des Baumkreis-Armbandes, die auf den Websites der Wunschbaum-Manufaktur abgebildet war, hat bei manchen Perlen nicht die typischste Erscheinung der jeweiligen Holzart gezeigt. Vor allem bei der Esche war es eine Perle, die aus einem seltenen dunkel gefärbten Abschnitt aus dem Kern gewonnen war und leider das Typische, Helle und Reflektierende des Eschenholzes nicht ausdrückte. Diese Perle und einige andere habe ich in der Abbildung ausgetauscht, um die Parallelität von Holzart/Lebensbaum und Charakter noch deutlicher und unmissverständlicher darzustellen. Schließlich könnte die Darstellung von Sonderfällen und Abweichungen falsche Eindrücke und Einschätzungen nach sich ziehen. Auf der Postkarte mit der Abbildung des Armbandes sowie der Systematik des keltischen Baumkalenders habe ich es ebenfalls angepasst. Die Karte wird demnächst in neuer Auflage zur Verfügung stehen.

Baumkreis-Armband mit Systematik des keltischen Baumkalenders
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Fotografische Technik ausreizen

Es sind doch noch einige meiner Freiluftaufnahmen von Baumdetails und Holzstrukturen liegengeblieben. Ich hoffe, in den nächsten Tagen diese Motivreihen aufarbeiten zu können, um Luft für Neues zu schaffen und die jüngsten Sammlungen abzuschließen. Wieder mehr in der Baumlandschaft auf Motivsuche zu gehen, reizt mich schon, zumal das in den letzten Jahren zu kurz gekommen war. Und mit neuer Technik kann das auch spannend werden, neue Sichtweisen, technische Experimente und Gestaltungsideen inbegriffen. Gerade die technischen Möglichkeiten auszureizen, wird in diesem Jahr ein wichtiges Thema für mich werden.

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Viel Licht und ein Hauch von Frühling

Lange konnte man nicht so durchatmen und Licht tanken wie in den beiden letzten Tagen. Da macht der Mittagsspaziergang wieder Freude, was ich den ganzen bisherigen Winter vermisst habe. Und anderen geht es ähnlich, die Sonne treibt die Menschen geradezu aus ihren Häusern und lässt sie ernsthaft ans Frühjahr denken. Denn es ist zwar kälter als zuletzt, aber die Luft und das Licht sind schön frühlingshaft. Auch wenn das tatsächlich noch auf sich warten lassen wird. Denn die Pflanzen scheinen nicht viel weiter als sonst in dieser Zeit des Jahres. Und die Baumlandschaft zeigt kaum stärkere Reize, die schon Hoffnung auf Frühling machen könnten. Aber das Lichte hilft über vieles hinweg und hebt die Laune der Menschen. So hoffe ich auf möglichst viele sonnenreiche Tage im Februar.

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Technikfortschritt und thematische Fotoreihen

Bestimmte Fäden der jüngsten technischen Herausforderungen laufen langsam zusammen. Das ist ein gutes Gefühl, weil es Raum für neue Aufgaben schafft und auch eine Ausweitung des Spektrums und der verfügbaren Werkzeuge bedeutet. Ein weiteres Vorhaben ist es, liegen gebliebene und immer noch nicht weiter bearbeitete Fotoreihen durchzusehen und meine Portfolios damit zu erweitern. Es gibt noch vielversprechendes Material. Und mit den avisierten Anschaffungen und den neuen Möglichkeiten aus dem letzten Jahr sollten in 2020 auch eine Reihe neuer Motivreihen folgen, hoffentlich endlich auch wieder aus dem Umfeld der spezielleren Baumthemen und der Holzoberflächenstrukturen. Jedenfalls wenn nicht anderes sich als verzögernd oder hinderlich erweist.

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Winterthemen des kollektiven Gedächtnisses

Vielleicht ist es der schmuddelige Nicht-Winter, der das Gespräch immer wieder auf das Thema lenkt. Jedenfalls war es auch heute beim Besuch des Nachbarn wieder passend, die Geschehnisse rund um das Ende des zweiten Weltkriegs und die Verbrechen des damaligen Regimes zum Thema zu machen. Auch wenn es um eine Zeit geht, in dem die älteren der Gesprächspartner gerade erst wenige Jahre auf der Welt waren und insofern die Geschehnisse bewusst nicht erinnern. Eine Nähe zu den Lebensläufen der Vorfahren aber kommt dann eben doch zum Vorschein, und auch das Gefühl, dass ein Gespräch 75 Jahre danach seinen Wert nicht verloren hat, im Gegenteil vielleicht notwendiger und sinnvoller in diesen Tagen ist, wo selbst in Europa sich gesellschaftliche und politische Entwicklungen zeigen, die an lange Vergangenes Denken und Handeln erinnern. Es sind diese fröstelnd machenden Gespräche, die unseren Winter kennzeichnen, menschengemachte Bausteine des kollektiven Gedächtnisses, die den natürlichen Winter überlagern und uns innerlich beanspruchen, während sich die Bäume in ihr erdverwurzeltes Dasein zurückgezogen haben und den neuen Wachstumszyklus vorbereiten.

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Geduldsproben und kreative Arbeit mit Bäumen

Schön, wenn ein Projekt, das langen Atem erfordert hat und immer wieder mit Verzögerungen und Ausweitungen verbunden war, einmal doch recht rasch abgeschlossen werden kann. So war das heute, und damit fiel mir eine Anspannung ab, die selbst meine ausgereifte Geduld zuletzt strapaziert hat. Ich freue mich auf ein prima Resultat, und die Gewissheit, dass sich auf den Entwicklungen der letzten Jahre gut für die Zukunft aufbauen lässt. Die Zufriedenheit der Auftraggeber sind mir dabei eine Bestätigung. Ich freue mich, wenn ich neben diesen Resultaten bald auch wieder in die kunsthandwerkliche Arbeit einsteigen kann und spätestens mit den ersten Anzeichen von Frühling auch die Bäume und das Holz wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

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Baumlandschaft als Ausgleich

Schon wieder vollständig im Griff der technischen Aufgaben. Das hatte sich in den letzten Wochen angekündigt, nachdem die kreative Arbeit einige Wochen im Vordergrund stand. Aber jetzt folgt die Anknüpfung an ein auf Eis gelegtes Projekt von Mitte des Vorjahres, das darauf wartet, vervollständigt zu werden. So wird das Formale wieder mehr Raum einnehmen in den kommenden Monaten und mich als Ausgleich wieder mehr nach draußen ziehen, wie am Nachmittag, als mich die allerorts spürbare Lethargie und das einmal nicht vom Regen verhangene Wetter mich in die Baumlandschaft hinaus geleitet hat. Andern ging es ähnlich, wie ich feststellen und beobachten konnte.

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Kalenderillusionen

Schmuddelwetter, das kein Ende mehr zu nehmen scheint. Da bin ich froh, dass zumindest unsere diversen Monats- und Wochenkalender eine Abwechslung bringen. So auch mein großer Baumkalender, den ich heute umblättern durfte. Der zeigt einen schneebedeckten Winterwald, ein Szenario, das uns schon fast ungewohnt scheint und an das in Wirklichkeit zu erleben wir für diesen Winter kaum noch hoffen dürfen. So freue ich mich auf die kontemplativen Vorzüge scheußlichen Wetters, und darauf, dass dann immerhin Zeit bleibt für lange Liegengebliebenes, von denen sonst allzu viel ablenkt

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Für ein Ende dieses Winters

Da geht ein seltsamer Januar zu Ende. Sowohl die untypische Witterung betreffend, die das Verschwinden und Verwässern der Jahreszeiten exemplarisch zu bestätigen schien. Aber auch als Start ins Jahr habe ich schon motivierendere und hoffnungsfrohere Jahresanfänge erlebt. So richtig scheint sich seit Weihnachten in den Gemütern noch nichts bewegt zu haben, und die Verunsicherung ist allgegenwärtig. Bei so viel Abweichung vom Erwartbaren, wäre mir der Winter jetzt schon genug, und das Frühjahr könnte vorgezogen werden. Auch wenn es keine Holzofensaison für uns geben sollte. Dann sehe ich lieber den ersten hellen Tagen, dem ersten Baumgrün, den ersten auf der Fensterbank vorgezogenen Gartenpflanzen entgegen.

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Wider kulturtypische Erwartungen

Meine Baumkalender vermitteln mir derzeit den romantischsten Eindruck einer winterlichen Baumlandschaft. Idealvorstellungen von Bäumen im Winter, wie wir sie früher einmal kannten. Nur dass wir solches seit Jahren nicht mehr beobachten, stattdessen die Winter immer wärmer und unberechenbarer, immer nasser und untypischer werden. so beklagt sich V. über jetzt schon hohe Ölheizungskosten, während es die Außentemperaturen kaum zulassen, den intensive Wärme verströmenden Holzbrandofen anzufeuern. Welch verrückte Verhältnisse, an die wir uns kaum gewöhnen möchten, auch wenn sie fast schon regelmäßig geworden sind. Es wird nicht einfach sein, das richtige Verhältnis zu diesen konkreten Auswirkungen des Klimawandels zu finden, ohne an kulturtypischen Erwartungen festzuhalten.

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Winterliche Themen

Schon wieder rückt der Start der Holzofensaison in unbekannte Ferne. Denn es ist wiederum eine für die Jahreszeit erstaunliche Erwärmung vorhergesagt, die zwar Regen, aber schon beinahe frühlingshafte Temperaturen bringt. Wieder einmal alles völlig auf den Kopf gestellt. So werden unsere Brennholzvorräte so schnell noch nicht abgetragen werden. Winterlich sind dagegen die Themen, die uns im Zusammenhang der umfangreichen auch filmischen Berichterstattung anlässlich des runden Jahrestages der Befreiung des KZ Ausschwitz in der Familie und auch im näheren Bekanntenkreis beschäftigen. Das hat uns noch einmal deutlicher vor Augen geführt, wie bedeutungsvoll und auch relevant dieses Kapitel unserer deutschen Geschichte gerade heute noch ist. Wie sehr das Thema, diese historische Schwerlast, die kollektive Wahrnehmung nachfolgender Generation noch beeinflusst, die z. T. gar keine direkten z. B. verwandtschaftlichen Bezug mehr haben. Wie viel an zeitlos ernüchternder Menschenerfahrung ist doch in der deutschen Geschichte aufgehoben, und wie häufig blitzen in der heutigen Alltagskommunikationen Situationen, Reminiszenzen an jene Geisteshaltung und Einstellung auf, die ohne die zwischenzeitliche Erfahrung des Schlimmsten, so scheint es mir, auch heute noch in Abgründe münden könnten.

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Noch keine Aufbruchstimmung

Einige Videos mit Bewegungsfolgen einer fernöstlichen Bewegungslehre konnte ich mir heute ansehen. Das war eine wohltuende Abwechslung, die mir einmal wieder vor Augen geführt hat, wie sehr man im Frühling und Sommer aufleben kann, was allein das Licht und die Sonne mit uns und unserer Motivation macht. Denn diese Videos wurden offensichtlich bei bestem Frühsommerwetter teils mitten in der Landschaft gedreht, mit Baumblüten und viel Grün im Blickfeld und frischer Luft. Das wünscht man sich zumindest in Gedanken in diesen trüben, stürmischen, aber nur mäßig kalten Wintertagen die warme Jahreszeit herbei. Und dass eine Aufbruchstimmung entsteht, die in diesem Jahr noch nicht feststellbar ist.

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Ein Argument gegen das Verschwinden der Jahreszeiten

Eigentlich hatte V. vorgehabt, heute den Holzofenofen endlich und zum ersten Mal für diesen Winter anzufeuern. Aber dazu ist es dann doch nicht gekommen, wohl weil die Temperatur über Nacht wieder angestiegen war. Sehr regnerisch, aber nicht sehr kalt, ist es jetzt. Und eigentlich könnten wir die Holzofenwärme trotzdem gut vertragen. So hoffe ich auf eine erneute Abkühlung und wieder sonnigeres Winterwetter. Denn das ist eine gute Konstellation für den Ofen, dann zieht er auch am besten. So scheint der Winter doch noch einige Spuren seines eigentlichen Charakters auch in dieser Saison zu entfalten. Und wir werden eine Argument mehr erhalten, das Verschwinden der Jahreszeiten nicht für ein Naturgesetz zu halten. Lieber noch als das Heizen mit dem Holz ehemaliger Fichten und Obstbäume ist mir aber ein möglichst frühzeitiger Frühling, der die Bäume wieder lebendig werden lässt, uns Grün und Licht bringt.

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Geisteswissenschaftliche Grundlagen einer Ästhetik

Ein Sonntag, der nach dem vormittäglichen Gedenken an B. eine Ruhe bescherte, die nach so vielen arbeitsintensiven lange Werktagen einfach willkommen und notwendig war. Ich freue mich, mit der Lektüre der Aufsatz- und Vortragssammlung Rudolf Steiners begonnen zu haben, die sich auf dessen Ausführungen zur Grundlegung einer Ästhetik konzentrieren. Ein Gebiet seines Schaffens, das für ihn zeitlebens eine große Bedeutung hatte, das aber letztlich nicht in ein geschlossenes Werk zu diesem Wissenschaftsgebiet eingeflossen ist. Die über einen größeren Zeitraum verstreuten Beiträge sind aber für mich wertvolle Ansätze, die mein wissenschaftliches Abschlussthema, die Grundlegung ästhetischer Kommunikation, um einige Facetten bereichert. Wenn ich diese Arbeit noch einmal zu bearbeiten hätte, würden Steiners Text möglicherweise einfließen, durchaus auch mit kommunikationswissenschaftlichen Ansätzen in Übereinstimmung zu bringen. Denn in den ersten Abschnitten, die ich bisher gelesen habe, wird schon deutlich, dass es um dieselben ästhetischen Grundfrage des Zusammenhangs zwischen dem formellen physischen Werk und einem geistigen Inhalt mit Allgemeinheitswert und Notwendigkeitsanspruch geht, der alle Fragen des künstlerischen Prozesses dominiert. Ein anderer Band aus Steiners Gesamtwerk, das sich auf den Lauf der Jahreszeiten bezieht, auch eines meiner Lieblingsthemen, habe ich zunächst hintenangestellt. Ich denke, diese Themen werden im Frühjahr, generell mit dem neuen Grünen und Blühen der Bäume wieder interessanter und auch gut nachvollziehbar.

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Lethargischer Jahresanfang

M. meinte, es sei ein trauriger Tag gewesen. Die Einschätzung bezog sich wohl auf die wetterbedingte Atmosphäre. Tatsächlich scheint die Zurückgezogenheit, zu der die Menschen in den ersten Wochen des neuen Jahres tendieren, in diesen Tagen einen Höhepunkt erreicht zu haben. Da ist eine merkwürdige Lethargie und Motivationsschwäche feststellbar. Das ist mir insofern recht, als sich in solchen Zeiten sehr gut konzentriert und ablenkungsarm arbeiten lässt. So bin ich auch heute wieder mit der Projektarbeit gut vorangekommen und hatte zudem Gelegenheit, mir über die anderen, zurzeit brach liegenden Arbeiten Gedanken zu machen. Demnächst werde ich auch verschiedene Dokumentationsmaßnahmen zu den Prozessen der Wunschbaum-Manufaktur aufarbeiten, die sich im Laufe des Jahres als nützlich und einsatzfähig erweisen werden.

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Sich von innen nach außen wenden

Die Projektarbeit und das technische Arbeiten an Bildern und Grafiken scheint endlos in diesen Tagen. Und doch zeichnet sich der Abschluss einer Reihe von länger verfolgten Arbeiten ab. Das macht den Kopf wieder frei für Liegengebliebenes, und hoffentlich bald wieder für die Baum- und Landschaftsfotografie, für die Aktualisierung der Wunschbaum-Websites und einige kommunikative Innovationen bei der Veröffentlichung. Auch wenn man sich bei solch halbherzigem Winterwetter weniger gut vorstellen kann, dass das Licht, das Grün und das neue Aufleben im Frühling bald schon wieder im thematischen Mittelpunkt stehen kann. Die Menschen sind derzeit noch stark vom Außen beeinflusst, was sich in ihre Glieder, Gedanken und Motivationen eingeschlichen hat. Das muss zunächst wieder abgestreift und durch stärker von innen nach außen Gerichtetes ersetzt werden.

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Klimawandel und veränderte Wahrnehmungen

V. hat heute zum ersten Mal ernsthaft vom Holzofen gesprochen. Weil es in den letzten Tagen über Nacht unter die Nullgrad-Marke ging. Da denkt man schon eher an Winter. Mir wäre es ganz recht. Irgendwie fehlt ohne den Ofen etwas und die Jahreszeit ist noch schlechter als solche identifizierbar. Wenn da die Erkältungen nicht wären, würde man möglicherweise gar nicht mehr an die Jahreszeit denken. Symptomatisch ist auch die Arbeitspause der Wunschbaum-Manufaktur. In richtig langanhaltenden, grimmigen und ungemütlichen Wintern sah das ganz anders aus. In diesen Situationen ist das Bedürfnis nach Grün und der symbolischen Lebenskraft der Bäume besonders ausgeprägt gewesen. Aber Klimawandel und wie er sich bei uns mittlerweile regelmäßig auswirkt macht solche Erfahrungen zunehmend unwahrscheinlich. Damit verschieben sich auch gewisse Bedürfnislagen. Es wird eine der Herausforderungen in der Weiterentwicklung der Wunschbaum-Projekte sein, diese Veränderung zu berücksichtigen und den eigenen Kommentar inhaltlich erkennbar zu machen. Da bin ich selbst gespannt.

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Gibt es eine Holzofensaison?

Bei Temperaturen, die endlich einmal winterlich zu nennen sind, habe ich durchaus noch Hoffnung, dass die Holzofensaison nicht ganz abgesagt ist. V. und M. scheinen derzeit noch keine Tendenz zu haben, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass der Februar noch sehr kalte Tage bringt. Und dann könnten wir unser gut abgelagertes Fichtenholz nutzen, und die länger anhaltenden Obstbaumabschnitte. Für wohlige Holzofenwärme, die ich in dieser erkältungsgeplagten Zeit vermisse.

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Neue kreative Möglichkeiten für fotografische Baumlandschaften

Wieder so ein Tag, der fast vollständig im Dienste der Bildbearbeitung stand. Zuvor hätte ich nicht gedacht, welche Möglichkeiten noch in der detaillierten Formatierung von Oberflächen liegen. Möglichkeiten, die erst durch die Spezialsoftware handhabbar werden und die ohne das mit zumutbaren Mitteln nicht umsetzbar sind. Ich freue mich, mein Spektrum erweitern zu können und jeden Tag wieder neue praktische Erfahrungen zu sammeln, die ähnliche Vorhaben künftig flüssiger gestalten werden. Spannend wird irgendwann auch die Anwendung auf Landschaftsfotografien sein. Dabei kann ich auf Archivmaterial meiner Baumlandschaftsfotos zurückgreifen. Vielleicht ergibt sich ab dem Frühjahr aber dadurch ein neues Motivfeld, das auch microstockfähig ist.

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Kreative Entdeckungen zum Jahresanfang

Das neue Arbeitsjahr läuft inzwischen so auf Hochtouren, dass man kaum glauben kann, es hat gerade erst begonnen. Und so wechseln sich Projektarbeiten eher technischer Art mit kreativen Arbeiten und formalen Entdeckungen und Erkundungen ab. Sehr spannend, weil ich dabei immer wieder Neues dazulerne, das ich anschließend kreativ verwenden kann. Und die Entdeckung dieser Porträtsoftware ist ein wirklicher Gewinn, weil es ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Ich freue mich, wenn der Winter endlich einmal winterlich wird und wir doch noch den Holzofen anwerfen können. V. und M. scheinen das schon so gut wie abgesagt zu haben, aber man weiß eben nie. Vielleicht werden wir uns noch auf das wärmende Holzofenfeuer freuen, das mit dem abgelagerten, trockenen Fichtenholz und den länger anhaltenden Obstbaumabschnitten diese unvergleichlich wohlige Wärme verströmt. Und vielleicht wären die Erkältungswellen auch bei echtem Winterwetter und der sonst üblichen Winterheizung nicht entstanden. Auch mit dem Verschwinden der Jahreszeiten hat der Organismus so seine Probleme.

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Rudolf Steiners erstaunlich moderne Kommunikationsarbeit

Die Zusammenstellung der Vortragsmitschriften Rudolf Steiners, wie sie in den Bänden der Gesamtausgabe zusammengefasst wurden, geben schon einen sehr viel tieferen Einblick in die Art und die Bedingungen, wie Steiner damals seine Vorträge an verschiedenen Orten und vor unterschiedlichem Publikum gehalten hat. Einfach, weil es meist in zeitlichem Zusammenhang gehaltene Vorträge sind, die während weniger Wochen, oft mehrere Vortragsteile an mehreren Tagen hintereinander am selben Ort, eine Facette der umfangreichen anthroposophische Gedankenwelt zum Ausdruck brachten. Und in diesen zusammenhängenden Vortragsreihe vor dem jeweils gleichen Publikum werden auch einige der Fragen beantwortet, durch Steiner selbst, die man sich als Leser ständig stellt: Wie war es möglich, dass ein großer Geistesforscher in diesen Zeiten, während der Wirren des ersten Weltkriegs, solche ungeheuren Gedanken entwickeln und öffentlich machen konnte, die an Dichte, Intensität, Tiefgang und Vielfalt nicht mehr zu übertreffen sind. Das ist erstaunlich und bewundernswert zugleich, wenn man sich die Zeitumstände vorstellt. Und doch wirken die ganzen Umstände fast modern, doch könnte man sich Ähnliches auch in unseren Zeiten, vielleicht nur in einem anderen Medium, vorstellen. Deutlich wird daraus immer wieder auch, wie sehr die Bewegung damals Anfeindungen und Unverständnis entgegengebracht wurde. Und wie schwierig es für die Anhänger und v. a. Steiner selbst gewesen sein muss, dass so konstant und konsequent weiterzuentwickeln. Eine für mich immer wieder interessante Lektüre, vor allem wegen der Inhalte, aber auch wegen der Erkenntnisse über die Kommunikation von Wissensinhalten und Anschauungen, aus denen man auch heute noch Wesentliches lernen kann. Ein Punkt ist sicherlich, die Bescheidenheit und Demut aufrechtzuerhalten, die allzu leicht gefährdet ist, wenn man sich der Reflexion und praktischen Arbeit mit Geistigem widmet. Ich hoffe, das für meine aktuelle Arbeit, auch im Bereich der Wunschbaum-Projekte, jederzeit im Bewusstsein zu behalten und ebenso umsetzen zu können.

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Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.