Positive Überraschungen

So ein schöner Sonnentag. Jetzt wird der Mai doch noch als Sonnenmonat enden, mit einem recht ordentlichen Ergebnis in Bezug auf die Sonnenstunden. Es gab schon noch sonnenreichere Maimonate, aber dennoch gehört dieser zu den schönsten bisher. Ich hoffe, die Pflanzen werden davon profitieren und jetzt einen richtigen Schub machen. Ich freue mich, dass es mit dem Baumobst bis jetzt ganz gut aussieht und wir uns auf reiche Fruchternte freuen dürfen. Und ich freue mich für V., dass die zwei quasi zugeflogenen Bienenvölker sich bislang sehr vital zeigen und sogar schon einigen Honig eingebracht haben. Das klingt schon jetzt erfreulicher als in den letzten Jahren. So kann es kommen, manchmal gibts eben doch noch auch positive Überraschungen.

Verlust von Gewissheit

Auch heute ein sparsamer Eintrag. Aber die Bäume bleiben mir immer im Gedächtnis und sind immer auch Gegenstand unserer Gespräche. Vielleicht ist das in diesen Zeiten noch wichtiger als jemals zuvor, weil fast alle Gewissheiten und Sicherheiten verloren gegangen zu sein scheinen. Symbole der Beständigkeit und unbeugsamen Individualität sind da von großer Bedeutung und Hilfe.

Den Kopf freimachen

Ein langer anstrengender Arbeitstag. Der Feiertag morgen ist da ein echter Lichtblick – an dem ich hoffentlich wieder den Kontakt zur Baumlandschaft aufnehmen kann, sofern das Wetter es zulässt. Damit der Kopf wieder freier werden kann.

Eindrucksvolles Vorleben der Bäume

Die Arbeitstage scheinen aktuell nach dem gleichen Muster abzulaufen. Aber auch eine interessante Erfahrung – wohin einen die Routine bringen kann. Durchaus manchmal mit Fortschrittsgedanken und Zufriedenheit verbunden, oft aber auch ermüdend und Geduld einfordernd. Da ist noch einiges an Spielraum feststellbar. Und Geduld ist eine meiner herausragendsten Eigenschaften, die gerade sehr auf die Probe gestellt werden. Ich hoffe, vor allem auf dem Gebiet und in Bezug auf diese grundlegende Disposition von der Beobachtung und thematischen Beschäftigung mit den Bäumen zu profitieren, die uns das ganz eindrucksvoll vorleben.

Was in diesen Tagen wichtiger denn je scheint

Ich freue mich auf Bewegung und Fortschritt bei meiner Arbeit. Aber zwischendurch auf jeden Eindruck von außen, der mit die Gegenwarte des Natürlichen offenbart. Diese Eindrücke sind in diesen Tagen für mich am wichtigsten, weil sie den Kopf auch wieder frei machen und auf anderes, Grundlegenderes lenken können. Die Beschäftigung mit der Symbolik, Ästhetik und Biologie der Bäume ist immer noch ein guter Weg, dies eindrücklich zu erreichen.

Erholungssonntag

Ganz gut, dass dieser Sonntag nicht ganz so hell und sonnenreich ausfiel. Das war wie eine Erholungspause, zumal der Tagesablauf ziemlich vorhersehbar doch wieder ziemlich mit Aufgaben angefüllt war. Aber ich habe versucht, es in Grenzen zu halten, vor allem den Modus des Arbeitens betreffend. So bin ich vorangekommen, ohne den Sonderstatus des Sonntags ganz zu vernachlässigen. So können wir uns auf die neue Woche freuen und darauf hoffen, dass sie mit neuem Schwung starten kann. Vielleicht machbar, da am Donnerstag der Feiertag folgt, für viele ein Anlass, den Brückentag zu nutzen. Auch für die Pflanzen war das heute eine Erholungsphase, die nur nicht zu lange anhalten sollte, damit die Sommerblumen nicht ertrinken und die Wärme und Trockenheit liebenden Pflanzen keinen Schaden nehmen. Immerhin konnten die Bäume ein wenig Wasserreserven aufnehmen.

Erholsame Pflanzarbeit

Was für ein anstrengender Tag, wieder mit viel Technik. Das Umtopfen der jüngeren Chilipflanzen am Vormittag war da eine willkommene Abwechslung und wirklich erholsam. Ich hoffe, sie werden sich gut weiterentwickeln und in jetzt vereinzelter Form besser vorankommen. Das war zuletzt stagniert, während andere Chilisorten schneller gewachsen sind. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich freue mich auf einen hoffentlich entspannteren Sonntag, vielleicht mit einer Erkundung der nahen Baumlandschaft.

Gesundes Gleichgewicht

Das war nochmal sonnenreicher und heller als erwartet. Nur die Temperatur ließ einen erschauern, was so gar nicht in die Jahreszeit passt. Sind das die Eisheiligen? Die sollten doch glaube ich vorbei sein. Na ja, ich hoffe, der Maulbeerbaum und die anderen Fruchtbäume werden davon keinen Schaden nehmen und im Sommer den erwarteten guten Obstertrag bringen. Wäre sonst ein Jammer. Ich freue mich auf das Wochenende und die Gelegenheit, noch etwas Garten- und Pflanzarbeit nachzuholen. Aber nicht allzu viel, weil mich die Technikaufgaben immer noch sehr in Beschlag nehmen. Wie immer versuche ich ein gesundes Gleichgewicht.

Wenn es zu einseitig wird

Ein bisschen stolz bin ich über die technologischen Höhenflüge und Herausforderungen dieser letzten Wochen schon. Dass ich mich in solche Dimensionen des technisch Anspruchsvollen aufschwingen würde, hätte ich dann doch nicht gedacht. Aber bei aller Mühe, die das mit sich bringt, ist es auch mit Erfolgserlebnissen verbunden, vor allem, wenn man eine längerfristig nützliche Lösung erarbeiten konnte. Das macht dann viel Sinn und entlohnt für den enormen Aufwand. Aber ich habe es an dieser Stelle schon öfter betont: Die völlige Konzentration, vor allem die durchgehende und pausenlose Konzentration auf dieses technische Denken und Tun ist auf Dauer natürlich schädlich. Ich versuche das schon in Grenzen zu halten und dann auch wieder Phasen einzuschieben, die den Grundlagenthemen, den Naturthemen, bevorzugt rund um die Lebenssymbolik der Bäume einen breiteren Raum geben. Das sind Themen und Inhalte, die uns gut tun und die tief liegende, immer schon vorhandene Energie freisetzen und nutzbar machen können. Mehr noch und nachhaltiger als das jede Technik vermag. Das will ich nicht vergessen und möglichst konsequent diesen Wechsel versuchen, wenn es zu einseitig zu werden droht.

Der nötige Freiraum

Der Einundzwanzigste hatte einige fortschrittliche Elemente, war aber auch von Aufregung und emotionalen Ausgleichsversuchen geprägt. Eine aufregende Mischung aus vielem, was das Leben aktuell so turbulent und unruhig gestaltet. Da kommt der Naturbezug, überhaupt die Bewegung in und in Richtung der Natur einfach zu kurz. Ich schätze, im Hochsommer ist da einiges nachzuholen, vielleicht wieder in Form von mehr und ausgedehnteren Spaziergängen und Landschaftserkundungen. Vielleicht auch wieder mit mehr kreativer Arbeit mit Holz und dem Baumthema. Dinge, die weiterentwickelt werden können, wenn der nötige Freiraum dafür eingerichtet werden kann. Ich hoffe, das wird gelingen.

Den Bäumen sehr nahe

Tolles Sommerwetter, das hilft bei der ungewöhnlich intensiven Arbeitsbelastung und den vielen kniffligen Herausforderungen. So eine Verstärkung vom natürlichen Umfeld ist da Gold wert und kann gerne in der Form weitergehen. Leider soll es aber ab der Wochenmitte wechselhafter werden, das ganz tolle Sommerwetter macht dann wohl Pause. Ich freue mich auf diese weitere Arbeit, blicke aber auch auf etwas Ausgleich und wieder mehr kreative und handwerkliche Arbeit zwischendurch. Am liebst mit Holz, auch weil ich dann den Bäumen auf eine Art besonders nahe bin.

Wieder sehr techniklastig

Schon wieder so ein extrem techniklastiger Arbeitstag, der wie in letzter Zeit so häufig nicht mehr enden zu wollen scheint. Ich freue mich regelrecht auf das Blumengießen am Abend, weil ich in diesen Tagen so kaum mal an die frische Luft und in Kontakt mit dem Garten, den Blumen, den Gartenbäumen käme. Ist ein bisschen zu viel davon in der letzten Zeit. Ich hoffe, es wir sich bald normalisieren und wir können die Vorzüge der sommerlichen Jahreszeit wirklich genießen und auch jahreszeittypisch nutzen.

Wir freuen uns auf die Gartensaison

Ein arbeitsintensiver, aber schöner und ruhiger Sonntag, der Lust auf die kommende Sommerzeit macht. Ich freue mich auf die ersten wirklichen Aufenthalte im Garten bzw. in unserem Sitzbereich. Und darauf, dass wir die Gartenarbeit so richtig aufnehmen und währenddessen die Blumen und Gemüsepflanzen beim Gedeihen zusehen können. Natürlich soll es auch den Gartenbäumen gut gehen. Für die richtige Ausdünnung der Kronenäste habe ich vor Monaten schon gesorgt. So kann es diesmal ein hoffentlich gutes Baum(obst)jahr werden.

Sommerliche Erwartungen und unverhoffte Bienennachfolge

Es ist schön, dass wir gleich beim ersten Geschäft alle Sommerblumen finden konnten, die ich am Nachmittag gleich eingepflanzt habe. Oder fast alle. Die Geranien, die wir traditionell in den Blumenkästen an der Einfahrt pflanzen, waren nicht zu bekommen, nicht in guter Qualität. So werde ich das wohl nächste Woche nachholen. Da die Kästen schon mit Erde befüllt sind, ist das keine große Sache mehr. Die heute gefundene Auswahl ist wieder sehr farbenfroh und abwechslungsreich. Eine Mischung zwischen Arten, die wir kennen und schätzen gelernt haben, sowie einer Reihe von neuen Blumensorten, die wir erst kennenlernen müssen. Aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir dieses Jahr viel Freude an den Sommerblumen haben werden, zumal es vermutlich wieder ein sonnenreicher und warmer Sommer wird. Nach zwei Jahren eher durchwachsener Sommermonate. V. ist von den bekannten Einschränkungen abgesehen, zurzeit auch wieder guten Mutes, was v. a. damit zusammenhängt, dass wie aus dem Nichts zwei Bienenvölker aufgetaucht sind, die nun doch wieder einen Grundstock für die Imkerei bilden. Eigentlich sollte dieses Jahr Schluss sein, aber ein Schwarm, der sich selbst eingenistet hat und ein weiterer, den V. von extern geholt hat, sind nun zwei „wilde“ Nachfolger. Bin gespannt, ob das funktioniert. Gerade blüht ja wieder der Weißdorn, dann gibts auch Gelegenheiten, so dass wir mit einem zumindest kleinen Honigertrag rechnen können. Wenn nur die Asiatische Riesenhornisse nicht wieder zuschlägt und auch diese unverhoffte Errungenschaft wieder zunichtemacht

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.