Sich und der Welt mit Fraglosigkeit begegnen

Heute hatte ich den Eindruck, dass die Dinge wieder mehr in den Fluss gekommen sind. Das, was man im Sport oder sonstigen Hochleistungsgebieten als Flow bezeichnet, kann eben auch im Alltag und während Routinearbeiten aufkommen und dann die Arbeit und das Leben überhaupt wie selbstverständlich, in sich schlüssig und in dem Moment als ausgeprägt und vollständig sinnvoll erscheinen lassen. Solche Flow-Erlebnisse benötigen wir mehr. Besser noch: Im Idealfall könnte der Flow das reguläre Lebensgefühl und eine Art Grundausrichtung sein, wenn wir uns wirklich weiterentwickeln und nicht nur im Krisenbewältigungsmodus uns bewegen wollen. Solches sich in der eigenen Haut wohl und wie selbstverständlich fühlen können wir von den Bäumen wie in einem lebenssymbolischen Spiegel lernen. Denn die Bäume schaffen es, als zu den ganz starken Archetypen gehörend, selbstbewusst Individualität mit der Zugehörigkeit zu einer Art so überzeugend zu verbinden, dass wir auf dem Gebiet nur dazu lernen und uns gewissermaßen etwas abschauen können. Heute mehr als zu Zeiten, in denen man sich und der Welt mit Fraglosigkeit begegnen konnte.

Mehrfacher Schattensprung

Eines kann ich wohl jetzt schon feststellen: Das damals unerwartete Zwischenhoch, das wir Ende Januar / Anfang Februar letzten Jahres bei der Motivation und der Zukunftsorientierung der Menschen erlebt haben, wird sich wohl im gleichen Zeitraum 2026 nicht wiederholen. Tatsächlich stelle ich eher eine wie zementiert wirkende Fortsetzung der Unentschlossenheit, des Aufschiebens, des Vermeidens und Aus-dem-Weg-Gehens fest, das nur noch auf eine zeitliche Verschiebung des Zwischenhochs hoffen lässt. Besser wäre natürlich ein anhaltendes Hoch, ein echter auch emotionaler Aufschwung, ein neuer, frischer Wind, der den Dunst und die Verfestigung der letzten Jahre zerstreut und zumindest direkt an vormalige Hochs anschließt. Wenn meine durchgängig gepflegten Basis-Themen, z. B. der Themenkomplex rund um die Bäume, nicht wäre – ich könnte diese jahrelange Lethargie sehr viel schlechter vertragen. Eigentlich ist es ja auch notwendig, dem aktiv etwas entgegenzusetzen. Wie sonst kann der frische Wind jemals aufkommen. Nur muss man aktuell dafür eben über gleich mehrere Schatten, die eigenen und die in der näheren Umgebung springen. Ich hoffe, es wird einer kritischen Masse von Menschen eben dieses mehrfache Schattenspringen gelingen – damit wir wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können.

Verlängerte Weihnachtszeit

Weihnachten ist doch tatsächlich immer noch nicht vollständig für uns abgeschlossen. Es ist mir nämlich noch nicht möglich gewesen, den Grünschnitt unseres Weihnachtsbaums in die grüne Tonne zu verfrachten. Ich hatte ihn letztes Wochenende vollständig in handliche Abschnitte zerteilt, um die Überbleibsel des Baums auch vollständig und einfach zum Bioabfall geben zu können. Jetzt wird die Tonne aber abgeholt, so ist morgen auch die letzte Gelegenheit, die großen Grünschnittsack zu leeren. Immerhin, durch die Verzögerung ist mir die Weihnachtszeit noch ein wenig verlängert worden.

Freie Tage – freie Gedankengänge

Einige Sondervorhaben, die nicht unbedingt hätten sein müssen, haben den Sonntag doch wieder recht aufgabenintensiv gestaltet. Aber es ist doch gelungen, einige Stunden für die Fortsetzung meiner Lektüre übrig zu machen. Das hätte ich sonst als Verlust empfunden. Dafür ist der Sonntag eigentlich da, für Dinge, die während der Woche regelmäßig verschoben werden müssen. Dann drehen sich die Gedanken auch mehr als sonst um meine nicht-kommunikativen Projekte, u. a. im Rahmen der Wunschbaum-Initiativen. Einfach weil etwas gedanklicher Freiraum dafür förderlich ist und man in zu viele Routine eingebunden recht schnell in unkreative Schienen mündet. Gut, dass uns im Wesentlichen freie Tage vergönnt sind.

Erfolgreiche Manufakturarbeiten

Ein langer Arbeitssamstag, an dem ich mich der Detailarbeit an meiner 9er Reihe Lebensbaum-Armbänder gewidmet habe. Das war der Plan, den ich glücklicherweise übererfüllen konnte, denn ich habe auch noch mit dem Glätten der Perlenkanten begonnen und konnte das bei einem und einem halben weiteren Armband bereits abschließen. Das ist ein gutes Ergebnis, vor allem, weil ich so den Auftrag bis Mitte der kommenden Woche abschließen kann, wenn ich die übrigen Abschlussarbeiten über 3-4 Tage verteile, was ganz gut mit der anstehenden Kommunikationsarbeit vereinbar ist. Ein wirklich intensiver und konzentrierter, zudem erfolgreicher reiner Manufaktur-Arbeitstag liegt jetzt hinter mir. Und ich freue mich auf etwas mehr Kontemplation am Sonntag.

Erholsame Aktivitätenwechsel

Nach Routinearbeit und einem kurzen Ausflug mit u. a. fotografischer Aktivität kann ich jetzt in ein Wochenende starten, das mit kunsthandwerklicher Feinarbeit beginnt. Das wird wohl den Großteil des Samstags ausfüllen, zumal ich mit dem umfangreichen Auftrag vorankommen will und ich am Wochenende eher länger dranbleiben kann. Bei den wieder frostigen Temperaturen ist die Arbeit im Kelleratelier auch die angenehmere Alternative. Bin gerade froh, gerade nicht in der kalten Außenluft arbeiten zu müssen. Ich freue mich über diese zwischenzeitliche intensive Begegnung mit 8 Lebensbaum-Arten, bevor die neue Woche wieder mehr virtuelle und technische Aufgaben in Aussicht stellt.

Den Frühling jetzt schon vordenken

Die Gespräche richten sich jetzt schon in manchen Teilen auf den noch nicht in Erscheinung getretenen, aber herbeigesehnten Frühling und die Aktivitäten, die man mit ihm in Verbindung bringt. Zum Beispiel Bäume schneiden, eigene Gemüsepflanzen vorziehen oder die Gartengeräte für die kommende Saison in Schuss halten und reinigen. Das ist immer so, wenn die Menschen den Winter langsam leid sind und ein gewünschter Neuaufbruch am liebsten mit natürlicher Begleitung und Verstärkung durch die umgebende Natur ausgemalt wird. Da schließe ich mich durchaus ein, gerade weil ich genau weiß, wie wichtig für die Alltagsgestaltung und die Alltagswahrnehmung dieser stumme oder ausgesprochene Dialog mit der vegetabilen Umwelt und den ökologischen Rahmenbedingungen ihres Gedeihens sind. Wichtiger, als uns das gewöhnlich bewusst wird. Wir sehen es nur durch seine Auswirkungen. Den Frühling auf diese Weise vorzudenken, ist ganz hilfreich. Wenn er dann tatsächlich angekommen ist, kann man ihn gleich beim Schopfe packen.

Zahlensymbolische Belebungen

Zumindest Spuren des Belebenden, das gewöhnlich von den Einundzwanziger Tagen ausgeht, waren heute erfahrbar. Dazu trug auch das mehr an Sonnenlicht bei, das wir im Januar fast durchgängig vermisst haben. Aber auch sonstige Aufgaben ließen sich flüssig weiterentwickeln. Zwar nie ganz ohne Ablenkungen und zwischenzeitlich, oft auch unverhoffte, Irritationen, aber doch noch im Rahmen, der etwas Freiraum für wirkliche Konzentration und kreative Herangehensweise lässt. Auch die Arbeit an den Lebensbaum-Armbändern ging voran und lässt einen Abschlusstermin in Sichtweite kommen. Bei so viel Kälte, Nässe und Dunkelheit ist die Arbeit an den verschiedenen Holzarten und im gedanklichen Umfeld der Baumsymbolik ein wichtiger Ausgleich und auch so etwas wie Erholung.

Wenn sich virtuelle und konventionelle Kommunikationswege kreuzen und verstärken

Viele Routineaufgaben und kleinteilige Erledigungen haben mich heute von der Fortsetzung der aktuellen Manufakturarbeit abgehalten. Aber ich freue mich deshalb umso mehr auf die weitere Arbeit daran ab morgen. Schließlich ist das gerade eine Fleißarbeit, die einige Wochen Zeit und Energie neben meiner Kommunikationsarbeit beansprucht. Aber streng genommen sind auch die Wunschbaum-Anfragen und -Aufträge ohne eine spezielle kommunikative Begleitung nicht vorstellbar, sind in Form der verschiedenen Websites erst möglich, da das der einzig realisierbare Weg ist, auf die Initiative und die Produktidee der Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder aufmerksam zu machen. Das spricht Menschen mit speziellen Interessen und einem Faible für Natur-, Energie- und Geist-Themen an, die natürlich in der direkten Kommunikation nicht auffindbar wären. Einer der Vorzüge des Internets als Vermittlungsbasis, die ich in den Formen, die ich umsetze und nutze, sehr bereichernd finde. Und mit dem Umweg über diese technisch-virtuelle Weise der Darstellung, Erklärung, Vermittlung und Kontaktaufnahme ist dann auch eine Grundlage für konventionelle Kommunikation gelegt. Diese Folgekommunikationen sind es, was die von vorneherein schon als Kommunikationsprojekt gedachte Wunschbaum-Manufaktur so komplett und zukunftsfähig, aber auch veränderbar und anpassungsfähig macht.

Rückblick, Bestandsaufnahme, Selbstbeobachtung und Anpassung

Dass ich meine eigenen Agenturwebsites heute in aktualisierter Form, und im Falle des CMS auch zusätzlich in technisch modernster Form, veröffentlichen konnte, ist beruhigend. Auch weil das immer mit einer Art Bestandsaufnahme und einem umfassenden Rückblick auf die bisherige Entwicklung verbunden ist, was für künftiges Weiterarbeiten sehr förderlich sein kann. Das um die Jahreswende zu realisieren, war sinnvoll und angemessen, um darauf aufbauend die neuen Aufgaben zu entwickeln. Ich hoffe, neben den Auftragsarbeiten wird noch Zeit und Muße für die Weiterentwicklung meine Wunschbaum-Projekte bleiben. Auch da sind Selbstreflexionen hilfreich und notwendig, um Verhärtungen und nicht mehr zeitgemäße Routinen zu vermeiden. Gerade bei den Wunschbaum-Projekten muss alles in hohem Maße transparent und ehrlich sein. Eine laufende Selbstbeobachtung und Anpassung ist da unverzichtbar.

Verabschiedungen und Aufbrüche

Was für ein ruhiger Sonntag, wie wir ihn schon länger nicht mehr hatten. Nach den Feiertagen und dem Verabschieden der feierlichen Wochen war das aber auch mal notwendig und erhol-sam. Auch wenn wir mit dem Wegräumen der Weihnachtssachen noch immer nicht komplett abgeschlossen haben. Das Allermeiste ist nun doch für den Start ins neue Jahr vorbereitet. Nur die Kerzen brennen aktuell sogar noch zahlreicher als in der Adventszeit. Das ist auch symbolisch bzw. energetisch zu verstehen, denn meistens, von gestern einmal abgesehen, versinken die Tage doch in großer Dunkelheit bzw. fehlt das Sonnenlicht fast komplett, so dass der Kerzenschein ein wenig Ausgleich schafft. Passend zum Auftakt des Arbeitsjahres freue ich mich, meine eigene Projektwebsite bald in runderneuerter technischer Verfassung veröffentlichen zu können. Die beschreibt die Auftragsprojekte, aber auch meine eigenen rund um Wunschbaum, Manufaktur und Agenturinitiativen, jetzt wieder ganz zukunftssicher aufgesetzt.

Beginn der Nicht-Weihnachtszeit

Jetzt am Abend ist unser Weihnachtsschmuck vollständig weggeräumt und für die nächste Saison bereitgestellt. Das Sortieren und Verstauen sind natürlich immer auch ein wichtiger Teil dieser Verabschiedung der Weihnachtszeit. Auch um bei den Vorbereitungen später alles gut zugänglich und griffbereit zu haben. Die Wochen mit Weihnachtsbaum sind doch immer etwas sehr Besonderes, insofern war ich traurig, mich von dem Baum verabschiedet zu haben. Auch die so stimmungsvolle Lichterkette um das Sideboard, direkt neben dem Weihnachtsbaum, habe ich heute deinstalliert. M. hatte anschließend noch einiges zu tun, um den Raum wieder für die Nicht-Weihnachtszeit bereit zu machen.

Unser letzter Tag mit Weihnachtsbeleuchtung

Am Nachmittag konnte ich endlich mein umfangreiches kunsthandwerkliches Vorhaben weiterführen. Die Anfangsarbeit hatte ich schon zwischen den Jahren in der Außenwerkstatt, bei ziemlich frostigen Temperaturen, abgeschlossen. Aber der Auftrag wurde erst viel später bestätigt, so dass jetzt die Fortsetzung möglich wurde. Das Ganze wird sich ziemlich hinziehen, aber diese Routinearbeiten meines Manufakturprojekts haben etwas ungemein Konzentrierendes, Beruhigendes und Meditatives. Sie sind für mich deshalb wirklich ein Gewinn und gleichzeitig wichtiger Gegenpol und Ausgleich für die viele Technik, die mich täglich ebenso begleitet und vor Aufgaben stellt. Morgen will ich den zweiten Teil meines „Abschmückens“ realisieren. Schon traurig, weil damit die Weihnachtszeit tatsächlich auch augenscheinlich vorbei ist. Aber auch wichtig, weil nur so die saisonale Intensität erhalten bleibt. Und schließlich ist nach Weihnachten glücklicherweise, immer noch, vor Weihnachten. Am Abend haben wir uns alle kurze Zeit erschreckt: Der Weihnachtsbaum ließ sich nicht mehr anschalten. Die Lichterketten blieben aus, auch die Beleuchtung des Sideboards, die uns während der ganzen Advents- und Weihnachtszeit dieses außerordentliche Lichtstimmung vermittelt. Nach einigen Tests habe ich herausgefunden, dass es an einer Mehrfachsteckdosenleiste lag, die wohl den Geist aufgegeben hat. Für kommende Weihnachten werde ich sie ersetzen müssen. Und für den letzten Abend der Weihnachtsbeleuchtung reicht das direkte Einstecken in die Wandsteckdose aus.

Manufaktur als Ausglich für zu viel Hightech

Unsere praktischen Erledigungen und teils aufgeschobenen Vorhaben konnten wir heute nachholen. Das ist gut. Aber wegen der gerade einmal wieder anstehenden technischen Herausforderungen im Rahmen meiner eigenen Präsenzen bin ich doch sehr mit diesen Dingen aufgehalten worden. Anderes musst deshalb liegenbleiben. Ich hoffe, das nahende Wochenende nutzen zu können, um mit der Manufaktur und der Bearbeitung von 8 verschiedenen Lebensbaum-Holzarten weitermachen zu können. Darauf freue ich mich nach so viel technischer Beanspruchung schon sehr.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.