Ein ausgewogener erster Frühlingstag

Die etwas weitere Fahrt heute war gut geeignet, unbekannte Ecken des eigenen Bundeslandes kennenzulernen. Insofern hat mich das unzuverlässig arbeitende Navigationssystem mit interessanten Landschafts- und Ortseindrücken überrascht. Der eigentlich unnötige Umweg hat den Arbeitsausflug umso spannender gestaltet, zudem wir heute den ersten fast schon frühlingshaft anmutenden Tag für dieses Jahr erleben durften. Dann sind solche Überraschungsfahrten besonders belebend und machen den Kopf frei. Das war heute eine gelungene Mischung mit ausgewogenen Anteilen von Kommunikationsarbeit, kreativer Tätigkeit und eher passiver Rezeption neuer (Baum-)Landschaftseindrücke. Bei meinen Lebens- und Arbeitsschwerpunkten ist das natürlich eine super Kombination, die wünschenswerter nicht ausfallen könnte. Das ist mir nicht jeden Tag vergönnt, umso schöner, wenn es mir in solcher Reinform begegnet wie heute.

Nachhaltige Bewegung und echte Begegnung

Ganz schön unruhig sind die letzten Wochen verlaufen, und mir mehr Mobilität, als ich es sonst gewöhnt bin. So steht erneut die ziemlich lange Fahrt zu einer Arbeitssitzung an, die lange geplant war und nun gewisse Vorhaben endlich zur Durchführung bringen wird. Ganz ohne Vor-Ort-Präsenz und direkte Kommunikation ist das eben auch in 2026 noch nicht möglich. Eigentlich auch gut so, denn die Ausweitung der Möglichkeit, die Dinge digital und ohne Ortswechsel zu erledigen und zu koordinieren, bringt natürlich Opfer mit sich. Und der persönliche Austausch ist in vielen Bereichen durch Distanz-Interkation nicht zu ersetzen. So hoffe ich, dass die gehäufte Gelegenheit zur echten Begegnung die zuletzt zäh gewordenen Kommunikationsflüsse wieder stärker in nachhaltige Bewegung bringt. Und dass diese Bewegung in meinen verschiedenen Arbeitsbereichen, in der Kommunikationsarbeit wie auch in den symbolisch motivierten Wunschbaum-Projekte ab dem Frühjahr wieder langanhaltend in Gang bleibt.

Wenn Früchte der Lebenserfahrung erkennbar werden

Nun haben wir schon den Dreiundzwanzigsten, aber der fühlte sich eher wie ein Einundzwan-zigster an, nur eben um zwei Tage verspätet. Tatsächlich ist heute die Sonne nach langer Zeit wieder hervorgekommen und hat gleich noch höhere Durchschnittstemperaturen mitge-bracht. Das lässt aufatmen. So war die Überlandfahrt in Richtung eines mir bisher noch nicht bekannten Orts eine Art Erholung. Schon die Fahrt dorthin und zurück. Aber auch der Termin selbst ist erfreulich ausgefallen und ein Beispiel dafür, dass die Dinge auch zufriedenstellend sein können und man mit viel Geduld eben doch Anzeichen wahrnehmen kann, dass Lebens- und Berufserfahrung Früchte tragen und zu guten Ergebnissen beitragen kann. Jedenfalls wenn alle Beteiligten etwas dazu beitragen. Ganz nebenbei, aber wie so vieles sicher nicht zufällig, spielte bei diesem Termin das Ginkgo-Blatt als Lebens- und Gesundheitssymbol eine Rolle. So ist die Baumsymbolik nicht nur in der dörflichen Umgebung, sondern auch im regen kommunikativen Austausch dieses Tages zur Geltung gekommen.

Aufbauendes Biowetter

Es ist ein Segen, dass der Frühlingsbeginn zumindest von den Meteorologen in Aussicht gestellt wurde. Bei dem Dauerregen und dem dauertrüben Wetter kann man es kaum noch glauben. Aber der Frühlingsbeginn wird den Menschen Auftrieb geben, erst recht, wenn er vom Grünen der Bäume begleitet wird, und vom Auftreten der ersten Baumblüten. Das haben wir wohl selten so herbeigesehnt wie nach diesem Januar und Februar, die beide extrem lichtarm ausgefallen sind. Endlich wieder aufbauendes Bio-Wetter sollte doch wenigstens ab März keine Seltenheit mehr sein.

Noch kein Frühling in Sicht

Wirklich besonders oder aufbauend schien uns dieser Einundzwanzigste nun nicht gerade zu sein. Wie schon so häufig in den letzten Jahren. Immerhin ist die Temperatur in unserer Region angestiegen, bei gleichleibendem Regen und unglaublicher Nässe, zudem sehr wenig Sonne. Da ist das zuletzt schon einmal aufgeblitzte Frühlingsfeeling gleich wieder verschwunden. Ich habe diese Eindrücke durch eine Überlandfahrt am Vormittag ein wenig aufzulockern versucht. Eine Fahrt durch schöne (Baum-)Landschaften war dann auch tatsächlich etwas, was den Kopf ein wenig freimachen konnte und etwas Entspannung in diesen anstrengenden Tagen mit sich brachte.

Erfolgreiche und vielversprechende Updates in verschiedenen Projektfeldern

Eine wirkliche Mammutarbeit in eigener Sache habe ich heute weitgehend abschließen können. Oder zumindest überwiegend, denn einige Ergänzungen sind noch geplant. Aber es ist natürlich ein gutes Gefühl, nach längerer Pause einmal wieder einen Themenbeitrag formuliert und veröffentlicht zu haben, in dem ich aus meiner nicht gerade geringfügigen Berufs- und Projekterfahrung schöpfen kann. Das Thema ist mit Sicherheit auch für potenzielle Auftraggeber interessant, weil sich die angesprochenen Fragen eigentlich bei jedem neuen Vorhaben stellen. Ich weiß auch, dass einige sich vor Beratungsgesprächen auch auf meine Agenturwebsite informieren. Gut so. Auch gut ist, dass ich die Suchmaschinenoptimierung für die Agenturprojekte weiter verbessern konnte. Das scheint mir in diesem wirklich schwierigen Stimmungslagen nicht unbedeutend zu sein. Und so bin ich in Sachen Innovation und technische Updates mit der Dokumentation meiner Kommunikationsarbeit jetzt wieder auf gleichem Niveau wie bei den Wunschbaum-Projekten, die ebenfalls in den letzten Jahren Updates und inhaltliche Anpassungen erfahren haben, was ihnen gutgetan hat.

Zeit für das Zurückschneiden der Gartenbäume

Mit den ganz frühen Gartenarbeiten wird das in diesem Jahr wohl nichts werden. Ich erinnere mich, dass ich im Vorjahr schon Ende Februar den Maulbeerbaum zurückschneiden konnte, was sich als für den Baum günstig herausgestellt hat. Denn der Fruchtertrag war ja im letzten Jahr sehr gut. Zu spät zurückgeschnitten fühlt diese Art sich schon eher gestört und verweigert dann möglicherweise das Fruchttragen, auch wenn es eine Blüte gab. So ganz durchblickt man die Gesetze und Geheimnisse des Erfolgs bei den Maulbeerbäumen nicht. Aber natürlich hoffe ich, dass wir nicht wieder Jahre auf eine gute Maulbeerernte warten müssen. Und ich hoffe, dass wenigstens Anfang März der Frühling so deutlich zum Vorschein kommt, dass ich Walnussbaum und Maulbeerbaum beschneiden kann. Beim Walnussbaum im Garten ist das wegen seiner tief liegenden Seitenäste notwendig, die im Sommer zu viel Schatten werfen. Und der Maulbeerbaum ist nach einer Schnittpause im Vorjahr zu sehr in die Höhe geschossen. Das ist mit normalen Ast-Sägen nicht mehr zu erreichen. Insofern ist ein Kürzen der Krone in der Vertikalen unbedingt angesagt. Besser etwas früher, damit der Rückschnitt nicht mit dem Austreiben der ersten Knospen zusammenfällt.

Frühlingszaubergedanken

Das Technikthema war auch heute wieder dominant, gerade so, als ob sich zuletzt noch die unwahrscheinlichsten Ausnahmen und Hürden Raum verschaffen wollten. Aber es sieht nach diesen Schlussspurtüberraschungen tatsächlich danach aus, dass ich diese seit Ende letzten Jahres ins Auge gefasste Mammutaufgabe abschließen kann. Damit ist dann eine gute Grundlage für die zweite Updatewelle ab April gelegt. So aufwändig wird es dann aber vermutlich nicht mehr ausfallen. Ich freue mich, dass sich die Stimmen und Ahnungen häufen, der Frühling könnte vor der Tür stehen. Jedenfalls beobachte ich, dass jeder auch noch so kurz aufblitzende Sonnenstrahl wohlwollend kommentiert wird, wie wenn man den Frühling verbal herbeizaubern zu können glaubte. Aber das ist natürlich auch wirklich denkbar. Wenn nur ausreichend viele ihre Aufmerksamkeit darauf wenden. Wenn dann auch noch die Bäume gleicher Ansicht sind, könnte es was werden mit dem Winterende und einem wirklichen Frühlingsanfang.

Den Frühling herbeisehen und redend hervorlocken

Die Technik schwingt mich derzeit tatsächlich in ungeahnte Höhen, mit einiger Faszination demgegenüber, was alles so möglich ist. Und manchmal etwas erschreckend über zwischenzeitliche Pannen und Crashes, die allerdings heute leichter aufzulösen und zu erklären sind, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Natürlich ist eine der mitlaufenden Aufgaben immer wieder, die richtige Balance zu halten. Immer und grundsätzlich zu hinterfragen, ob der Einsatz einer Technik Sinn macht und Vorteile bringt, oder ob es doch nur Möglichkeitsspielerei darstellt. Mit dieser Frage hatte ich auch heute zu tun, und bin zu einem gemischten Ergebnis gekommen, indem ich nämlich eine Möglichkeit aufgegriffen und begonnen habe, sie umzusetzen, und eine andere eher ausgeschlossen habe, weil mir der Nutzen nicht ersichtlich und mir die Sache an sich zudem unsympathisch erschien. Immerhin, solche Spielräume zu haben, ist schon ein Gewinn und kann langfristig Qualitätsverbesserungen hervorbringen. Aber das andere habe ich zuletzt hier ja auch öfters angeführt. Der Winter mit seinen Rückzugs- und Innenschauoptionen ist natürlich für die Beschäftigung mit technischen Innovationen eine günstige Zeit. Aber jetzt wird es auch Zeit, die Aktivitäten und Themen erneut in den Fokus zu nehmen, die sich um die Natur und ihre Zyklen drehen und denen wir uns bald schon, uns im Freien bewegend, auch wieder annähern können. So sehnen wir uns bei jedem Sonnenstrahl, der sich wie heute zwischendurch einmal durchsetzt, den Baumfrühling herbei. Manchmal auch nur redend, wohl in der Annahme, das sprachliche Bestätigen des Wunschs könnte auf die Realität überspringen. Das könnte schon sein, aber nur wenn das von einer kritischen Masse von Menschen innerhalb einer gemeinsamen Lebenswelt so geäußert wird.

Ungewohntes Fastnacht-Setting

Schon wegen des Ortswechsels, der heute zu Ende ging, kam mir dieser Rosenmontag sehr ungewohnt vor. Rosenmontagsuntypisch war aber auch das Wetter, das nasser, kälter und trüber kaum hätte ausfallen können. Kein gutes Setting für die vielen Rosenmontagsumzüge. So kam für uns alle keine wirkliche Fastnachtsstimmung auf, auch wenn wir nie sehr aktive Fastnachter gewesen sind. Aber die besondere Atmosphäre der zentralen Fastnachtstage, die haben doch immer schon ganz gerne eingeatmet. Nun hoffe ich nur dass der Fastnachtsdienstag wenigstens noch ein restliches Flair dieser besonderen Auszeit verströmt und wir uns während der Fastenzeit auf wirklich erkennbare Anfänge des Baumfrühlings freuen können. Nach so viel Dunkelheit und Nässe, die selbst für Februar ungewöhnlich ausgeprägt war, kann Frühling belebend wirken und uns aus der Reserve locken, in die die meisten sich bisher noch zurückgezogen haben.

Reminiszenz zur Baumliteratur der 1980er und 90er Jahre

Es ist wohl das erste Mal, dass es mir in einer solchen Umgebung gelungen ist, Texte zu verfassen. Nachdem ich diese Arbeit heute fortgesetzt habe und ich auch mit dem Thementext gute Ergebnisse erzielen konnte, ja sogar zum Abschluss gekommen bin, freut es mich umso mehr, den Versuch gewagt zu haben. Denn so habe ich kaum Zeit verloren und kann nächste Woche relativ nahtlos daran anschließen. Vor allem ist es klasse, nach einjähriger Pause wieder ein wichtiges Thema aus meiner kommunikativen Berufspraxis ausgearbeitet zu haben und das meiner Reihe von Fachthementexten hinzuzufügen. Und da die Nachmittage und Abende sich hier endlos hinziehen, habe ich noch ein Baum-Buch mitgenommen, das ich schon mehr als zur Hälfte durchsehen konnte. Es ist eines der populärwissenschaftlichen Beispiele für Baumliteratur der 1980 und 90er Jahre, die das Symbolhafte der Bäume sehr breitgefächert, nach Durcharbeiten einer Unmenge von Quellen, aber leider auch extrem knapp im Bezug auf die Einzelquellen und außerdem ohne eine echte konzeptionelle Durchdringung darstellen. Und wie bei vielen ähnlichen Büchern aus dieser Zeit ist dieses so aufgebaut, dass im ersten Teil die allgemeinen, abstrakteren Fragen diskutiert werden, und im zweiten Teil dann die wichtigsten heimischen Baumarten unter den verschiedensten Kriterien, aber auch hier sehr umfangreich, beleuchtet werden. Für einen Baumfan wie mich sind natürlich auch solche Beiträge wie „Das Geheimnis der Bäume“ von 1989 spannend, v.a. weil ich es mit der etwas anders gelagerten thematischen Betrachtung jüngerer Baumliteratur im Vergleich betrachten kann. Gut, dass ich aus diesem ungewöhnlichen Anlass eines meiner lange liegengebliebenen Baumbücher wirklich einmal begutachten konnte.

Kreativ in ungewohnter Umgebung

Ein dürrer Winterbaum mit vom Wind wackelnden Zweigen ist mein Vordergrundmotiv beim Blick durchs Fenster. Das passt zu diesem stillen Spätwintertag und vor allem zu diesem seltenen Aufenthalt außer Haus, zu diesem öffentlichen Gebäude, in das es mich verschlagen hat, und vor allem zu diesem irgendwie unwirklichen Anlass. Ich hatte nicht gedacht, dass ich in dieser Umgebung würde arbeiten können. Aber ich habe mir Arbeit mitgenommen und tatsächlich schon einiges umgesetzt. Das eher kreative Textvorhaben hat auch immerhin zwei ganz gute Abschnitte hervorgebracht. Nun bin ich gespannt, ob ich den Faden weiterspinnen kann. Eineinhalb Tage Gelegenheit in diesem Umfeld bleiben mir noch dafür.

Reizvolle Konzentration an Auszeit-Tagen

Die Arbeitstage sind immer noch dicht gepackt, wie schon seit vielen Wochen. Aber ich erinnere mich, über die Fastnachtstage eigentlich immer gerne gearbeitet zu haben. Der Blick nach draußen, z. B. auf die dort stattfindenden Umzüge und die ausgelassene Ausnahmestimmung der Menschen, hatte immer schon etwas Unwirkliches und damit auch Reizvolles. Außerdem war an solchen Tagen die Konzentration auf eigene Projekte besonders leicht, weil es naturgemäß wenig Ablenkung gab. Ein bisschen so ist es heute noch, dazu passt meine außergewöhnliche Exkursion am Wochenende, die nicht wirklich zur Fastnachtsstimmung passt, aber an diesen Tagen auch am stressfreiesten zu absolvieren ist. So hoffe ich zumindest. Ich denke, dass auch unterwegs und in ungewohnter Umgebung das Baumtagebuch seine tägliche Fortsetzung finden wird. Das ist mir bei den wenigen ähnlichen Gegebenheiten in den vergangenen 21 Jahren ja immer gelungen.

Regionaltypische Anmutung und heimatliche Verbundenheit

Letztlich hatte der unsympathische Ausflug nach S. heute doch etwas Versöhnliches, auch wenn er viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als ich erwartet hatte, und das meine Geduld bis zum Äußersten strapaziert hat. Letztlich aber wird die Untersuchung langfristig wichtige Aufschlüsse geben, und das ist im Großen und Ganzen dann ein Fortschritt. Immerhin konnte ich auf der Fahrt gewisse Landschaftsreize in mir aufnehmen, die ganz typisch für unsere Region sind. Das hat nicht nur mit der Baumlandschaft unserer Gegend zu tun. Es gibt auch städtebauliche und für frühere Industrieansiedlungen typische architektonische Muster und eine für unsere Ortschaften regionaltypische Anmutung, die ein wichtiges Element heimatlicher Verbundenheit darstellt. Das konnte ich immerhin an diesem Tag noch einmal ins Bewusstsein rufen.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.