Den Frühling jetzt schon vordenken

Die Gespräche richten sich jetzt schon in manchen Teilen auf den noch nicht in Erscheinung getretenen, aber herbeigesehnten Frühling und die Aktivitäten, die man mit ihm in Verbindung bringt. Zum Beispiel Bäume schneiden, eigene Gemüsepflanzen vorziehen oder die Gartengeräte für die kommende Saison in Schuss halten und reinigen. Das ist immer so, wenn die Menschen den Winter langsam leid sind und ein gewünschter Neuaufbruch am liebsten mit natürlicher Begleitung und Verstärkung durch die umgebende Natur ausgemalt wird. Da schließe ich mich durchaus ein, gerade weil ich genau weiß, wie wichtig für die Alltagsgestaltung und die Alltagswahrnehmung dieser stumme oder ausgesprochene Dialog mit der vegetabilen Umwelt und den ökologischen Rahmenbedingungen ihres Gedeihens sind. Wichtiger, als uns das gewöhnlich bewusst wird. Wir sehen es nur durch seine Auswirkungen. Den Frühling auf diese Weise vorzudenken, ist ganz hilfreich. Wenn er dann tatsächlich angekommen ist, kann man ihn gleich beim Schopfe packen.

Zahlensymbolische Belebungen

Zumindest Spuren des Belebenden, das gewöhnlich von den Einundzwanziger Tagen ausgeht, waren heute erfahrbar. Dazu trug auch das mehr an Sonnenlicht bei, das wir im Januar fast durchgängig vermisst haben. Aber auch sonstige Aufgaben ließen sich flüssig weiterentwickeln. Zwar nie ganz ohne Ablenkungen und zwischenzeitlich, oft auch unverhoffte, Irritationen, aber doch noch im Rahmen, der etwas Freiraum für wirkliche Konzentration und kreative Herangehensweise lässt. Auch die Arbeit an den Lebensbaum-Armbändern ging voran und lässt einen Abschlusstermin in Sichtweite kommen. Bei so viel Kälte, Nässe und Dunkelheit ist die Arbeit an den verschiedenen Holzarten und im gedanklichen Umfeld der Baumsymbolik ein wichtiger Ausgleich und auch so etwas wie Erholung.

Wenn sich virtuelle und konventionelle Kommunikationswege kreuzen und verstärken

Viele Routineaufgaben und kleinteilige Erledigungen haben mich heute von der Fortsetzung der aktuellen Manufakturarbeit abgehalten. Aber ich freue mich deshalb umso mehr auf die weitere Arbeit daran ab morgen. Schließlich ist das gerade eine Fleißarbeit, die einige Wochen Zeit und Energie neben meiner Kommunikationsarbeit beansprucht. Aber streng genommen sind auch die Wunschbaum-Anfragen und -Aufträge ohne eine spezielle kommunikative Begleitung nicht vorstellbar, sind in Form der verschiedenen Websites erst möglich, da das der einzig realisierbare Weg ist, auf die Initiative und die Produktidee der Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder aufmerksam zu machen. Das spricht Menschen mit speziellen Interessen und einem Faible für Natur-, Energie- und Geist-Themen an, die natürlich in der direkten Kommunikation nicht auffindbar wären. Einer der Vorzüge des Internets als Vermittlungsbasis, die ich in den Formen, die ich umsetze und nutze, sehr bereichernd finde. Und mit dem Umweg über diese technisch-virtuelle Weise der Darstellung, Erklärung, Vermittlung und Kontaktaufnahme ist dann auch eine Grundlage für konventionelle Kommunikation gelegt. Diese Folgekommunikationen sind es, was die von vorneherein schon als Kommunikationsprojekt gedachte Wunschbaum-Manufaktur so komplett und zukunftsfähig, aber auch veränderbar und anpassungsfähig macht.

Rückblick, Bestandsaufnahme, Selbstbeobachtung und Anpassung

Dass ich meine eigenen Agenturwebsites heute in aktualisierter Form, und im Falle des CMS auch zusätzlich in technisch modernster Form, veröffentlichen konnte, ist beruhigend. Auch weil das immer mit einer Art Bestandsaufnahme und einem umfassenden Rückblick auf die bisherige Entwicklung verbunden ist, was für künftiges Weiterarbeiten sehr förderlich sein kann. Das um die Jahreswende zu realisieren, war sinnvoll und angemessen, um darauf aufbauend die neuen Aufgaben zu entwickeln. Ich hoffe, neben den Auftragsarbeiten wird noch Zeit und Muße für die Weiterentwicklung meine Wunschbaum-Projekte bleiben. Auch da sind Selbstreflexionen hilfreich und notwendig, um Verhärtungen und nicht mehr zeitgemäße Routinen zu vermeiden. Gerade bei den Wunschbaum-Projekten muss alles in hohem Maße transparent und ehrlich sein. Eine laufende Selbstbeobachtung und Anpassung ist da unverzichtbar.

Verabschiedungen und Aufbrüche

Was für ein ruhiger Sonntag, wie wir ihn schon länger nicht mehr hatten. Nach den Feiertagen und dem Verabschieden der feierlichen Wochen war das aber auch mal notwendig und erhol-sam. Auch wenn wir mit dem Wegräumen der Weihnachtssachen noch immer nicht komplett abgeschlossen haben. Das Allermeiste ist nun doch für den Start ins neue Jahr vorbereitet. Nur die Kerzen brennen aktuell sogar noch zahlreicher als in der Adventszeit. Das ist auch symbolisch bzw. energetisch zu verstehen, denn meistens, von gestern einmal abgesehen, versinken die Tage doch in großer Dunkelheit bzw. fehlt das Sonnenlicht fast komplett, so dass der Kerzenschein ein wenig Ausgleich schafft. Passend zum Auftakt des Arbeitsjahres freue ich mich, meine eigene Projektwebsite bald in runderneuerter technischer Verfassung veröffentlichen zu können. Die beschreibt die Auftragsprojekte, aber auch meine eigenen rund um Wunschbaum, Manufaktur und Agenturinitiativen, jetzt wieder ganz zukunftssicher aufgesetzt.

Beginn der Nicht-Weihnachtszeit

Jetzt am Abend ist unser Weihnachtsschmuck vollständig weggeräumt und für die nächste Saison bereitgestellt. Das Sortieren und Verstauen sind natürlich immer auch ein wichtiger Teil dieser Verabschiedung der Weihnachtszeit. Auch um bei den Vorbereitungen später alles gut zugänglich und griffbereit zu haben. Die Wochen mit Weihnachtsbaum sind doch immer etwas sehr Besonderes, insofern war ich traurig, mich von dem Baum verabschiedet zu haben. Auch die so stimmungsvolle Lichterkette um das Sideboard, direkt neben dem Weihnachtsbaum, habe ich heute deinstalliert. M. hatte anschließend noch einiges zu tun, um den Raum wieder für die Nicht-Weihnachtszeit bereit zu machen.

Unser letzter Tag mit Weihnachtsbeleuchtung

Am Nachmittag konnte ich endlich mein umfangreiches kunsthandwerkliches Vorhaben weiterführen. Die Anfangsarbeit hatte ich schon zwischen den Jahren in der Außenwerkstatt, bei ziemlich frostigen Temperaturen, abgeschlossen. Aber der Auftrag wurde erst viel später bestätigt, so dass jetzt die Fortsetzung möglich wurde. Das Ganze wird sich ziemlich hinziehen, aber diese Routinearbeiten meines Manufakturprojekts haben etwas ungemein Konzentrierendes, Beruhigendes und Meditatives. Sie sind für mich deshalb wirklich ein Gewinn und gleichzeitig wichtiger Gegenpol und Ausgleich für die viele Technik, die mich täglich ebenso begleitet und vor Aufgaben stellt. Morgen will ich den zweiten Teil meines „Abschmückens“ realisieren. Schon traurig, weil damit die Weihnachtszeit tatsächlich auch augenscheinlich vorbei ist. Aber auch wichtig, weil nur so die saisonale Intensität erhalten bleibt. Und schließlich ist nach Weihnachten glücklicherweise, immer noch, vor Weihnachten. Am Abend haben wir uns alle kurze Zeit erschreckt: Der Weihnachtsbaum ließ sich nicht mehr anschalten. Die Lichterketten blieben aus, auch die Beleuchtung des Sideboards, die uns während der ganzen Advents- und Weihnachtszeit dieses außerordentliche Lichtstimmung vermittelt. Nach einigen Tests habe ich herausgefunden, dass es an einer Mehrfachsteckdosenleiste lag, die wohl den Geist aufgegeben hat. Für kommende Weihnachten werde ich sie ersetzen müssen. Und für den letzten Abend der Weihnachtsbeleuchtung reicht das direkte Einstecken in die Wandsteckdose aus.

Manufaktur als Ausglich für zu viel Hightech

Unsere praktischen Erledigungen und teils aufgeschobenen Vorhaben konnten wir heute nachholen. Das ist gut. Aber wegen der gerade einmal wieder anstehenden technischen Herausforderungen im Rahmen meiner eigenen Präsenzen bin ich doch sehr mit diesen Dingen aufgehalten worden. Anderes musst deshalb liegenbleiben. Ich hoffe, das nahende Wochenende nutzen zu können, um mit der Manufaktur und der Bearbeitung von 8 verschiedenen Lebensbaum-Holzarten weitermachen zu können. Darauf freue ich mich nach so viel technischer Beanspruchung schon sehr.

Gewissheiten und Familientraditionen reaktivieren

Trotz des überraschenden Besuchs von G., der uns am Vormittag einige Stunden in Anspruch genommen hat, bin ich heute wirklich gut vorangekommen. Vor allem konnte ich gerade erst gestellte Aufgaben sehr zügig und trotzdem perfekt umsetzen, was zum einen schön und zum anderen günstig fürs Fortsetzen der laufenden, sehr zeitintensiven Projekte ist. Da steht einiges auf dem Plan, inklusive einer größeren kunsthandwerklichen Arbeit, die ich allerdings trotz der körperlichen Arbeit als sehr erholsam wahrnehme. Über Gs Besuch, der sonst traditionell vor Weihnachten stattfindet, diesmal aber zu unserer Beunruhigung ausgefallen war, haben wir uns sehr gefreut, zumal wir kürzlich alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um den Kontakt wiederherzustellen. Das ist offensichtlich gelungen und hat uns ein kleines Stück Gewissheit und Anknüpfungsmöglichkeit an die gute Beziehung zur weiteren Verwandtschaft zurückgebracht.

Technische Fortschritte mit erfreulichen Perspektiven für die Zukunft

Heute konnte ich die lange verfolgte und um die Jahreswende endlich konkretisierte Aktualisierung einer Eigenentwicklung zu einem wesentlichen Fortschritt bewegen. Ganz ist es noch nicht abgeschlossen, aber ich habe doch die ganz großen technischen Hürden bewältigt, und das macht Mut für den Endspurt, der dann auch inhaltlich die neusten Projekte ergänzen wird, jetzt auf der absolut neuesten technischen Basis. Eine gute Grundlage für die Auftragsprojekte, die eine ähnliche Transformation in den nächsten Monaten erfordern werden. Und wer weiß, vielleicht kann ich die Erkenntnisse aus diesem technischen Relaunch auch nutzen, um die Wunschbaum-Themenseite einmal ganz neu aufzusetzen.

Neujahrsvorhaben und prekäre Motivationslagen

Nun werde ich die angefangene kunsthandwerkliche Arbeit doch weiterführen können, die zuletzt im Ungewissen gelegen hatte. Das freut mich, auch wenn dieser Jahresanfang alles andere als motivierend daherkommt. Es ist ein punktuelles Aufblitzen zu beobachten, aber das verglüht meist schnell wieder. Immerhin bin ich gut darin geworden, die kurzen Aufwallungen aufzugreifen und zu verstärken. Man muss dann auch den potenziell Interessierten unter die Arme greifen, das Mögliche wahrscheinlicher machen. Mehr Motivationswille bei einer kritischen Masse von Menschen wäre in der Situation hilfreich, so hoffe ich, die glücklichen Momente auch nach außen tragen und motivierend vermitteln zu können. Die kurze Ruhepause zwischen den Jahren habe ich u. a. dazu genutzt, bestimmte Ordnungen wiederherzustellen, Dinge zu sortieren und übersichtlicher zu machen, schon um die eigene Motivation hochzuhalten. Dazu zählten auch meine Bücher, unter denen die Sammlung von Baumliteratur einen großen Anteil ausmacht. Die habe ich wieder besser gruppiert, nicht geschickt platzierte Ordner woanders untergebracht und so meine Schwerpunktlektüre wieder besser in Szene gesetzt und greifbarer gemacht. Das ist belebend und auch ein Anreiz, lange liegend gebliebene Bücher endlich einmal hervorzuholen und durchzusehen. Eines der Vorhaben, von denen ich hoffe, in diesem neuen Jahr endlich wieder Fortschritte zu machen, sind die eigenen Texte zur Baum- und Lebenssymbolik, denen ich gerne einmal wieder neue hinzufügen würde. Mal sehen, ob ich das mit den vielen Aufgaben vereinbaren kann, und vor allem in einem Rahmen, der dem Thema und seiner Bedeutung angemessen ist.

Für ein reibungsloses Eintippen der Baumtagebuch-Postings

Heute habe ich endlich auch das leidige Problem mit der Tastatur auflösen können, das mich schon so lange und in jüngster Zeit verstärkt ablenkt. Das ist nicht nur, aber auch beim Schreiben der Postings für das Baumtagebuch ein Problem geworden. Unter anderem wegen der fehlerhaften Zuordnung von Tasten und der Funktion von Tastenkombinationen. Da scheint die Tastatur sich selbständig gemacht zu haben. Es war nicht unkompliziert, das eigentliche Problem einzugrenzen. Am Ende lief es auf einen Austausch der Tastatur hinaus, die offenbar einen unreparierbaren Defekt entwickelt hat. Ich hoffe, mich an das neue Modell schnell zu gewöhnen, um bald wieder ganz normal tippen zu können. Auf die Ergonomie will ich dabei auch künftig nicht verzichten. Daran habe ich mich gewöhnt, und wie ich an der provisorischen Normaltastatur, die ich übergangsweise nutze wieder deutlich erkennen  kann, bringt die ergonomische Aufteilung und Formung der Tastatur deutliche Entlastung. Das enge Tastaturlayout habe ich mir schon ganz abgewöhnt.

Weihnachtliches Entschmücken in zwei Etappen

Ich habe das „Entschmücken“ der Weihnachtsdekoration diesmal auf zwei Wochenenden aufgeteilt. Heute habe ich schon einmal den künstlichen Baum vorm Haus, den Türkranz, den Leuchtstern und den neuen Lichterschweif an dem Tannengesteck neben der Tür abgebaut und sorgfältig für Ende des Jahres verpackt. Außerdem die Dekoration mit Kranz und Leuchtkette im Flur und den Sternenlichtervorhang hinter dem großen Fenster im Esszimmer. Am Nachmittag habe ich mir dann noch mein Arbeitszimmer vorgenommen, in dem nicht nur die Weihnachtssachen, auch vieles andere aufzuräumen, neu einzuordnen und sauberzumachen war. Ein ziemlich ausgefüllter Arbeitssamstag, der wegen des weihnachtlichen Drumherums aber auch etwas sehr Schönes und Reizvolles mit sich brachte. Den Weihnachtsbaum und die schöne Lichterdekoration rund um das Sideboard will ich aber noch bis zum kommenden Wochenende belassen. Wäre schade, gerade wo es jetzt draußen so extrem ungemütlich und winterlich kalt ist.

Von den Baum-Individuen bei irritierenden Lebensumständen lernen

Was ich in den vergangenen Tagen überdeutlich beobachten konnte, hat sich an diesem be-sonders ungemütlichen, nass-kalten und stürmischen Wintertag erneut bestätigt. Die äußeren Verhältnisse spiegeln sich im Gemüt der Menschen und schlagen auch auf das Kommunika-tionsverhalten durch. Tatsächlich ist die Kommunikation auf ein Minimum reduziert, viele scheinen jeden nicht unbedingt notwendigen Kontakt zu meiden, ziehen sich zurück. Und damit bleiben viele Dinge liegen, verzögern sich, kommen nicht zu dem avisierten Abschluss. Eine sich selbst verstärkende Entwicklung, die es perspektivisch nicht erfreulicher macht. Wir müssen gerade in solchen verzwickten Phasen sehr an unseren tief liegenden Reserven und versuchen, unsere im Menschsein liegenden Basisenergien zu mobilisieren. Anders gerät das Leben ins Stocken und droht gar, sich rückwärts zu bewegen. An der Stelle nehme ich mir gerne das Baum-Individuum als Vorbild, das seine Einzigartigkeit auch bei den widrigsten Verhältnissen behauptet und sehr lange bewahrt. Diese Widerstandsfähigkeit und dieses un-verrückbare Selbst-Bewusstsein können wir in der Auseinandersetzung mit den Bäumen für uns neu mobilisieren.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.