Zukunftsträchtige Mobilisierung

Dieser schöne Frühlingstag war zwar wohl der bisher sonnenlichtreichste, aber für die Baumfotografie ist leider doch keine Zeit übriggeblieben. Da war einfach zu viel zu organisieren und kommunizieren, mit dem erfreulichen Ergebnis, dass M. am Nachmittag wieder nach Hause kommen konnte. Etwas später als gedacht, aber immerhin mit beruhigenden Erkenntnissen und einer Art Plan für die nähere Zukunft. Aber auch von diesem unerwarteten Ereignis abgesehen sind das recht unruhige Zeiten, wobei die Unruhe eher eine innerliche ist, die man von außen nicht direkt beobachten kann, von der aber eigentlich alle gleichermaßen erfasst oder betroffen sind. Wir müssen gerade alle unsere Lebenserfahrung, energetischen Reserven, tief liegenden Potenziale und viel Mut mobilisieren, um dieser Verhärtung und scheinbaren Unbeweglichkeit und Krisenzementierung etwas Zukunftweisendes entgegenzusetzen. Da sind wir alle gefragt, denn das muss von uns allen ausgehen, nicht von irgendwelchen vermeintlichen Autoritäten.

Neue Ambitionen in Richtung der Spitzahornblüte

Schade, wegen der außerplanmäßigen Außentermine und dem Besuch bei M. bin ich leider bei dem super Wetter heute nicht dazu gekommen, die Spitzahornblüte im strahlenden Licht der Frühlingssonne einzufangen. Es braucht schon dieses irre Licht des Frühlings, um in Kombination mit der richtigen Perspektive und dem richtigen, kontrastreichen Hintergrund eine wirklich gute Nahaufnahme der filigranen Blütenstände zu realisieren. Es sind ohnehin viele Anläufe und Versuche notwendig, damit nach sorgfältigem Ausfiltern und Abwägen sich am Ende wenige Favoriten als wirklich würdig erweisen. Mal sehen, vielleicht bieten die folgenden Tage die notwendige Gelegenheit und die Zeit, das Vorhaben noch umzusetzen.

Lichtblicke der österlichen Botschaft

Der zweite Feiertag war zwar endlich wieder frühlingshaft, mit viel Sonne und auch wärmer, aber eine Fortsetzung der feiertäglichen Erholung war uns an diesem Tag nicht vergönnt. Vorsorglich habe ich M. in die Klinik gebracht, um einen Verdacht auszuschließen, der nicht von der Hand zu weisen war. Dass der Zustand sich später wieder verbessert hat, ist uns allen eine Erleichterung, aber die institutionelle Prozedur ist eben noch nicht abgeschlossen. So hoffen wir auf eine weitere positive und beruhigende Entwicklung und möglichst viel Klarheit. Es war ein Tag, an dem die Eindrücke der strahlende blühenden Spitzahornbäume auf den Wegen zur und von der Klinik zu den aufbauendsten und heilendsten Erlebnissen gehörten. Ein positiver Rest der österlichen Botschaft.

Österlicher Erholungstag

An diesem Osterfeiertag waren wir alle ziemlich erholungsbedürftig. So kam uns die Ruhe des Feiertags entgegen und konnte seine traditionell friedvolle Stärke und heilende Wirkung so gut wie möglich entfalten. Trotz des bei uns durchwachsenen Osterwetters, das den Vorhersagen nicht entsprach, herrschte doch Frühlingsatmosphäre, wie eine Ankündigung des wirklichen stabilen Frühlings. Auf dessen Beobachtung, v. a. der Baumblüte in ihrer Hochphase, freue ich mich und hoffe, in den kommenden Wochen Gelegenheit und Zeit für weitere fotografische Reihen zu Details bestimmter Baumarten zu haben.

Heilende Kraft der Symbolpflanzen

Ich bin froh, dass wir dieses Jahr schon wenige Tage nach Palmsonntag J. und W. die geweihten Palmzweige vorbeibringen konnten. Ich habe sie an vier Stellen bzw. Tür- und Wandkreuzen im Haus gegen die alten, schon deutlich vertrockneten ausgetauscht. Außerdem haben wir einen guten, weil schattigen und nicht direkt von der einfallenden Sonne beschienenen Platz an der Wand des Wohnzimmers für den Buchsbaumkranz gefunden, der so hoffentlich lange Zeit grün bleiben sollte. M. bedauert zwar sehr, dass wir bei uns keinen solche Kranz aufhängen konnten, aber das können wir ja nächstes Jahr nachholen. Ich hoffe sehr, dass die heilende Kraft des Symbolpflanzen ihren guten Geist das ganze Jahr über in unser beider Heimwohnungen entfalten kann.

Ein würdiger Karfreitag

Es ist gut, dass wir den Karfreitag in einer Atmosphäre erleben durften, die dem Feiertag angemessen ist. Ruhig, bei kühlem, aber zeitweise sonnenreichem Wetter, mit der Möglichkeit, die Bedeutung des Tags zu reflektieren, Innenschau zu halten und auch mit etwas Zeit, den Tag mit passender Lektüre zu thematisieren. Mit M. zusammen habe ich außerdem einige weitere Dekorationen für Ostern vorbereitet. Dabei bin ich auf schon verschollen geglaubte Osterkreationen aus meiner Kindheit gestoßen, was mich besonders gefreut hat. Und ich habe beschlossen, die neue Fotografie mit dem blühenden Schlehdornzweig nun doch auf die 120 x 80 cm Leinwand drucken zu lassen. Das kleinere Format werde ich bei mir aufhängen und an der Wand, die wir alle täglich im Blick haben, wird das Großformat Platz finden. Einer der Jahreszeit entsprechenden Motivauswahl sind wir dann schon ein Stück näher gekommen. Ich denke zur Erweiterung des Spektrums darüber nach, demnächst auch eine der Nahaufnahmen vom Pfaffenhütchen mit vollreifen Fruchtkapseln ebenfalls auf dieses große Format drucken zu lassen. Damit hätten wir dann zumindest für die vier Jahreszeiten ein gleich großes Leinwandformat zum Wechseln.

Vorösterlicher Ausgleich mit Frühlingsillustration

Die vielen Erledigungen, die eigentlich immer vor den Osterfeiertagen auf dem Plan stehen, konnte ich noch rechtzeitig vor dem Karfreitag abarbeiten. Erfreulich auch, dass nach einer Reihe sehr ernüchternder Erfahrungen zuletzt Erfreulicheres und Ermutigendes sich ebenso gehäuft hat. Das wirkte wie eine Entschädigung für gerade erst verarbeitete Enttäuschungen. Und weil M. sich in diesem Jahr wieder leichter dazu motivieren konnte, die Osterdekorationssachen herauszuholen und zu arrangieren, habe ich doch die neue, auf Leinwand gedruckte Fotografie des Schlehdornblütenzweigs, den ich erst vor wenigen Wochen in Nahaufnahme festhalten konnte, im Wohnzimmer aufgehängt. An der Stelle wechseln wir die Bilder je nach Saison und Jahreszeit aus. Nach der kosmischen Illustration, einer KI generierten Kreation vom letzten Jahr, die jetzt einige Wochen dort hing, als Nachfolgerin der weihnachtlichen Raumsituation, sind es jetzt die weißen Schlehenblüten vor bräunlichem, vorfrühlingshaftem Hintergrund, der uns die Aufbruchstimmung in der Baumlandschaft jeden Tag auch im Innenraum anschaulich macht.

Von der Raffinesse der Spitzahornblüte

Jetzt erst kommt die Spitzahornblüte so richtig zur Entfaltung. Das konnte bei dem kurzen Gang durch die nahgelegene Baumlandschaft erkennen. Leider bei sehr wechselhaftem Wetter, so dass ich noch keine Gelegenheit gefunden habe, sie fotografisch festzuhalten. Diese Blüte kommt in diesem Jahr ca. 2-3 Wochen später als sonst zum Vorschein, während bisher v. a. der Schlehdorn Akzente gesetzt hatte, der allerdings inzwischen schon fast abgeblüht ist. Gut, dass ich von ihm so schöne Nahaufnahmen realisieren konnte. Auf ebensolche hoffe ich auch beim Spitzahorn, vielleicht während der Osterfeiertage. Aber diese Art ist, wie ich aus langjähriger Erfahrung weiß, ebenso filigran und raffiniert wie schwer in eindrucksvoller Form zu fotografieren. Vor vielen Jahren ist mir bei idealen Lichtverhältnissen und dem richtigen Hintergrund eine Reihe richtig guter Spitzahorn-Blüten-Fotos gelungen. Seitdem allerdings waren die Ergebnisse nie wirklich überzeugend. Also ein neuer Versuch und eine neue Chance auf Erfolg in diesem Frühjahr.

Neues Wunschbaum-Armband: Flieder

Neues Wunschbaum-Armband: Flieder

Es ist schon länger her, dass ich eine neue Baumart in der Reihe meiner Armbänder in der Wunschbaum-Manufaktur aufgenommen habe. Der Flieder ist da gleich ein sehr eindrucksvoller Wunschbaum-Kandidat. Das Musterarmband habe ich jetzt fotografiert und in der Auswahl der Wunschbaum-Armbänder ergänzt: https://wunschbaum.com/wunschbaum-armband-flieder.html Es ist ein außerordentlich dichtes, schweres, schön gemasertes und nach dem Feinschliff glattes Holz, das zudem noch sehr angenehm duftet – vor allem, wenn man es bearbeitet – und auch nach dem Feinschliff noch einen olfaktorischen Eindruck vermittelt, der in synästhetischer Vermischung sofort an den blühenden Flieder denken lässt.

Vorausahnende Baumfotografie

Dass ich in den letzten Wochen, als wir die ersten Vorläufer des Baumfrühlings erleben durften, nach langer Pause wieder einige fotografische Reihen in der Landschaft realisieren konnte, war ein vorausschauender Glücksfall. Denn jetzt, kurz nach kalendarischem Frühlingsbeginn, ist der Winter wiedergekehrt, mit kaltem, nassem und nur punktuell sonnigem Wetter. Da ist dann kaum noch eine Gelegenheit, überhaupt raus zu gehen, und erst recht fehlt die Ruhe, um sich bestimmten vegetabilen Motiven rund um die Bäume bei günstigen Lichtverhältnissen und frühlingshafter Aufbruchsatmosphäre zu widmen. Schön wäre es, wenn mit den Osterfeiertagen die Frühlingssonne zurückkehrt und ich die Erkundung des Baumfrühlings fortsetzen kann. Wenn nämlich die meisten Baumarten den Höhepunkt ihrer Blütezeit erfahren und ich bei gleich mehreren heimischen Arten auf die Details achten kann. Vielleicht gelingen dann auch wieder richtig gute Bilder der geöffneten Blütenstände des Spitzahorns.

Vegetabile Symbolformen rund um den Palmsonntag

Zunächst wollte M. mich nicht zur Palmsonntagsmesse begleiten, nachdem wir seit Wochen über diese Tradition reden. Aber dann war es auf Grund meines Protests doch noch möglich. Ich denke, wir sind beide froh, dass der Besuch stattfinden konnte, denn zur Traditionspflege gehört eben auch die aktive Teilnahme, nicht nur die symbolische Aktualisierung. Alle alten Palmzweige habe ich am Nachmittag entnommen und durch frische und frisch geweihte an jedem Türkreuz im Haus ersetzt. Und die trockenen vorjährigen Zweige habe ich traditionsgemäß verbrannt. Bei uns geht es nur um diese respektvolle Form der Umwandlung, wir gewinnen daraus nicht, wie die katholische Kirche, die Asche, die am Aschermittwoch zum Zeichnen der Aschenkreuze Verwendung findet. Weitere Zweige haben wir für J. und W. sowie für Frau S. zurückgelegt, die selbst aus unterschiedlichen Gründen keine Gelegenheit haben, sie selbst zu organisieren. Gespannt bin ich jetzt noch, später zu sehen, wie sich der vor einigen Tagen erworbene Buchsbaum-Kranz in diese Traditionslinie einfügen wird, wenn wir ihn J. übergeben und hoffentlich einen geeigneten Platz finden, um ihn an der Wand zu drapieren. Der Palmsonntag selbst hat für mich immer schon eine besondere Bedeutung. Den Bezug zu den vegetabilen am Palmsonntag eingesetzten Symbolformen habe ich schon vor vielen Jahren in einem eigenen Text thematisiert: wunschbaum.de/palmsonntag.html

Engagement zwischen Flieder und Buchs

Meine produktiven Vorhaben fürs Wochenende konnte ich an diesem Samstag umsetzen. Bei einem ziemlich dichten Arbeitsprogramm. Aber das Musterarmband aus dem Holz des Flieders ist jetzt fertiggestellt. Und die Fortsetzung meiner Kuchenbackphase war am Nachmittag auch erfolgreich. Die gekauften Buchsbaumzweige für den Besuch der Palmsonntagsmesse morgen vorzubereiten, hat noch am morgigen Vormittag Zeit. Ich hoffe, wir können wie gewohnt diese Tradition wahren und gesegnete Buchszweige mit nach Hause zurückbringen. Ansonsten würde etwas fehlen. Dass die Zweige nicht vom eigenen Buchsbaum stammen, ist dagegen nicht so wichtig. Auch das hatte zwar Jahrzehnte Tradition. Aber früher war auch keine Rede vom Buchsbaumzünsler, so dass wir diese Sorgen in früheren Jahren niemals hatten.

Neues Wunschbaum-Armband aus Fliederholz vorbereitet

Es hat nun lange zum Trocknen bereitgelegen, das Holz des Flieders, das ich schon vor über einem Jahr zu einigen Kanteln mit 15 x 15 mm Querschnitt weiterverarbeitet hatte. Das ist das Maß für die Holzstab-Rohlinge, auf die ich zur Herstellung der Wunschbaum-Armbänder zurückgreife. So schmal gesägt hat es gute Aussichten, innerhalb von 12 Monaten wirklich abzutrocknen, so dass es während der Verarbeitung zu kleinen Perlen nicht mehr verzieht oder sich sonstwie unberechenbar verändert. Die größeren Abschnitte mit gewachsten Hirnholzenden hatte ich vor einigen Tagen zum weiteren Trocknen meinem Lager unterschiedlichster Holzarten hinzugefügt, die ich im Rahmen der Wunschbaum-Manufaktur verwende. Dieses Flieder-Holz ist wirklich hervorragend fürs Drechseln geeignet: dicht, sehr schwer, gleichmäßig gewachsen und ohne Astknoten. Das sind zusammen genommen sehr gute Voraussetzungen. Die beiden Stäbe für das Muster-Armband sind jedenfalls gut gelungen. Nun hoffe ich, dass auch die filigranere Arbeit mit und an den Perlen ebenso gut von der Hand geht. Vor allem bin ich auf das Ergebnis gespannt, das lebendig und eindrucksvoll zu werden verspricht.

Symbolik des frühlingshaften Aufbruchs

Den Buchsbaumkranz, den ich gestern neben den Palmzweigbündeln bei dem Händler in D. erworben habe, werde ich wohl J. überlassen. Als frühlingshaft belebende Symbolform für die Wohnung. Dort sind die Innenräume auch ziemlich abgeschattet, so dass der Kranz vermutlich so trocknen wird, dass die Buchbaumzweige bzw. -blätter nicht vergilben oder verblassen, sondern einfach auch nach dem Austrocknen grün bleiben. Und im nächsten Jahr kann ich ja für uns selbst wieder einen solchen Kranz besorgen. Denn unser eigener nachgewachsener Buchsbaumbusch wird so schnell keine Zweige mehr haben, die lang genug wären, um die Palmzweige zu entnehmen. Ich hoffe, es gelingt mir bis bzw. vor Ostern noch, ein weiteres kunsthandwerkliches Vorhaben umzusetzen, das den frühlingshaften bzw. österlichen Aufbruch auf andere, nicht weniger vegetabil betonte Weise in eine schlüssige Form bringt.

Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.