Nicht ersetzbar

Das war eindeutig der verregnetste Tag, seitdem ich hier bin. Dabei hoffe ich, nicht krank zu werden, wie die meisten Kollegen, die sich schon seit Tagen schniefend durch die Gänge bewegen. In dieser Zeit kommt vieles zu kurz. Vor allem die Beobachtung der Bäume und ihrer Reize gerade in dieser Spätfrühling- und Frühsommerzeit. Einfach weil zu wenig Zeit ist. Weil neben der Arbeit immer diese Anfahrtstrecken und der Fußweg von der Straßenbahnstation zur Wohnung zurück zu legen sind. Allein das macht eine Stunde täglich. Dann das Essen gehen. Der Tagesablauf ist folglich ganz anders strukturiert als ich es gewöhnt bin. Es ist einfach schade, wenn dadurch die Kontinuität meiner inhaltlichen Arbeit beeinträchtigt wird. Vor allem, weil jahreszeitenabhängige Eindrücke einfach nicht zu ersetzen sind, sie können lediglich durch neue, andere Eindrücke abgelöst werden.

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