Neuer Nusslikör

Der Ansatz aus grünen Walnüssen, Zimtstangen, Vanilleschote, Rosinen und Nelken in hochprozentigem Schnaps hatte nun lange genug auf der Fensterbank und damit im Sonnenlicht gezogen. Es war an der Zeit, ihn abzuseihen und den Likör herzustellen. Dafür habe ich einen halben Liter Rohrzuckerlösung pro Liter Hochprozentigem angerührt und darunter gemischt. Jetzt muss die Mischung mindestens ein halbes Jahr im Dunkeln lagern, bis sie ihr einmalig rundes Aroma erhält. Das kann sie auch, denn die Vorräte reichen noch eine ganze Weile. Darunter ist immer noch der Rest unseres ersten Versuchs aus dem Jahre 2004, der besonders gut gelungen war. Die erste Geschmacksprobe direkt nach dem Mischen lässt übrigens keine Rückschlüsse auf die diesjährige Qualität zu, das schmeckt einfach nur zuckrig. Offenbar benötigt dieser Likör eine längere Zeit, bis sich die einzelnen Bestandteile richtig vermischt haben und den typischen Geschmack erzeugen. So lange wirken die einzelnen Geschmacknoten quasi getrennt voneinander, das Besondere liegt aber gerade in ihrer gegenseitigen Ergänzung, ähnlich wie bei guten Parfüms.

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