Mokka-Tage

Ein richtig schöner Sommertag, der den Namen verdient hat. Es erinnert mich an den langen heißen Sommer von vor ca. 10 Jahren, als M. nachmittags wochenlang auf dem Bett liegend gelesen hat. Da stimmten alle Bedingungen, eine Art Schwerelosigkeit, bei der man kein schlechtes Gewissen haben musste, weil es alle so wahrgenommen hatten. Es scheint, als ob sich solche Möglichkeiten überholt hätten. Als ob selbst die Auszeiten streng rationiert werden müssten, was ihnen dann auch gleich ihren möglichen Charme raubt. Ja, es ist schon eine schleichende Entzauberung am Werk, die ich nicht gut finden kann. So etwas wie die ,,Mokka-Tage“ während der Sommer meiner Kindheit, so nannte ich solche Tage wie heute, kann es in derselben Form wohl nicht mehr geben. Aber eine Ahnung davon habe ich schon noch, zuletzt auch praktisch erfahren zur Zeit meiner Arbeit in D., als ich während der heißen Mittagspause Abkühlung unter dem Spitzahorn des nahegelegenen Parks gesucht hatte.

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