Mispel-Zubereitung

Es war nicht ganz leicht, brauchbare Rezepte zur Zubereitung von Mispel-Früchten zu finden. Im Internet findet man zwar einiges dazu, aber mir scheint, alle schreiben irgendwie voneinander ab. So kursiert etwa das Gerücht, die Früchte müssten mindestens einen Frost hinter sich haben, um weich genug für die Weiterverarbeitung zu sein und eine leichte Süße zu entwickeln. Auch ist immer wieder vom Vierteln und Entkernen der Früchte als erstem Arbeitsschritt die Rede. Wenn man einmal damit arbeitet, erkennt man demgegenüber ganz andere Wahrheiten: die meisten bereits Frost erprobten Mispeln sind schlicht faul, also unbrauchbar, und nicht etwa nur weich. Und Entkernen im üblichen Sinne ist auch unmöglich, da die vier sehr großen Kerne mitten im Fruchtfleisch sitzen, so dass beim großflächigen Entkernen praktisch nichts mehr übrig bliebe, zumal ja auch die raue Außenhaut geschält werden muss. Wenn man sich den sehr großen Aufwand antut, der mit dem Schälen und kernlos-Machen der Früchte verbunden ist, und dann auch noch ein gutes Rezept anwendet, z. B. das Mispel-Quark-Gratin oder Mispel-Kompott in Blätterteigtaschen, hat aber die Mispelfrucht durchaus ihre Reize. Ein eher herber, leicht säuerlicher und etwas bitterer Geschmack kennzeichnet sie und hebt sie damit deutlich von Äpfeln oder anderem Steinobst ab. Allen, die mal etwas Außergewöhnliches versuchen möchten und Zugang zu einem Mispelbäumchen haben, seien die Mispel-Koch- und Backexperimente durchaus empfohlen.

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