Im Spiegel eines starken Lebenssymbols

Feiertage haben an sich schon für mich eine ganz besondere Erlebensqualität, verbreiten eine Atmosphäre, die sich für mich von normalen Tagen, auch Sonntag absetzt. Sie schaffen darüber hinaus bei allen Menschen, auch bei denen, die ihre religiöse Bedeutung vielleicht nicht so verinnerlichen, aber auch eine weitergehende, vor- und nachwirkende Nicht-Alltags-Stimmung. Es ist einige Tage vor und nach dem Feiertag so, ganz besonders bei den in der Mitte der Woche gelegenen Feiertagen, dass die Zeit still zu stehen scheint. Entscheidungen werden aufgeschoben. Der Abschluss von Projekten wird auf die nachfolgende Woche verschoben. Unklares bleibt ungeklärt. Man zapft sozusagen oft die Energie des Feiertags an, um in dieser Auszeit einen Abstand zu erzeugen. Vielleicht bringt dieser kurzfristige Abstand, diese außerhalb der Routine liegende Selbstbeobachtung, eine willkommene Reflexion, mehr Klarheit darüber, wo man gerade steht und was man will. Auch deshalb, aber eben vor allem wegen der inhaltlichen Sinnhaftigkeit schätze ich die Feiertage so. Bestimmte Kommunikationen sind nur in dieser besonderen Stimmung möglich. Sie schafft eine Grundlage, auf der man die Dinge ganz grundsätzlich betrachten kann. Eigentlich dieselbe Grundlage, auf der die Reflexion zur Symbolik der Bäume steht, die uns hilft, das eigene Leben im Spiegel eines starken Lebenssymbols zu betrachten.

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