Wegen der drückenden Hitze war es V. eigentlich heute Abend zu viel, hätte die Aktion lieber auf die frühen Morgenstunden morgen gelegt. Aber ich hatte den Eindruck, dass das Klima gegen Abend erträglicher wurde, auch weil Wind aufkam, der für etwas Abkühlung sorgte. Und so sind wir dann doch noch aufgebrochen, um endlich die Mirabellen zu pflücken. V. hatte ja vor 10 Tagen schon einen Eimer gepflückt, den ich zu den ersten zwei Mirabellenkuchen dieser Saison weiterverarbeitet hatte. Und jetzt war einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, die Mirabellen waren endlich richtig ausgereift, nicht nur mit schönen rot-gelb-rosa Bäckchen versehen, sondern auch jetzt mit weicherem Fruchtfleisch und süßer. So sollen sie eigentlich sein, so dass ich für die nächsten Kuchen, die ich sicherlich morgen backen werde, mit einem noch besseren Geschmack rechne. Es ist erstaunlich, wie viele reife Früchte die 3 noch relativ jungen Mirabellenbäumchen inzwischen jedes Jahr tragen. Da haben die ca. 21/2 Stunden, die ich am Abend investiert habe, überwiegend in gewagter Position auf der Leiter, um an die oberen Äste heranzureichen, noch nicht einmal ausgereicht, um wirklich alles abzuernten. Einige Mirabellen an den ganz besonders schlecht erreichbaren Kronenästen konnte ich dann doch nicht abpflücken. Da wir aber annähernd eine ganze Bütte Früchte zusammentragen konnten in dieser kurzen Zeit, waren wir am Ende voll und ganz zufrieden. Ich denke auch nicht, dass ich für die Mirabellen erneut aufbrechen werde. Denn es sind ja noch andere Früchte bald erntereif, als nächstes die Zwetschgen, direkt neben den Mirabellenbäumen, die heute noch nicht ganz ihre Vollreife aufweisen konnten. Vielleicht sind die ja nächste Woche so weit. Später kommen dann noch die Pfirsiche im eigenen Garten, die Nashi-Birnen und deutlich später noch die Äpfel und Birnen. Da wird es noch einiges zu tun geben. Ein wenig überraschend, denn nach dem enorm guten Baumobstjahr 2025 hatten wir damit eigentlich nicht gerechnet. Gewöhnlich wechseln sich ertragreiche und durchschnittliche oder gar schlechte Obstjahre ab. Diesmal sind die meisten Obstsorten aber auch in diesem Jahr recht ertragreich gewesen.