Efeu-Schnitt

In dieser Zeit des Jahres wächst der Efeu wie verrückt. Meist sind es diese gedrehten, sich nicht anlegenden, sondern widerspenstig aus der Decke ragenden neuen Triebe, die man besser abschneidet, weil die Hecke sonst ein sehr wuseliges Aussehen erhält und auch einfach zu dick wird. Die Folge ist dann, dass die dahinter liegenden Äste und ihre Blätter keine Luft und kein Licht mehr erhalten und, ähnlich den inliegenden Nadeln z. B. der Zypressen und Wacholderbäume, einfach vertrocknen, braun werden und absterben. Das macht es rein optisch weniger schön. Deshalb habe ich heute Abend unsere inzwischen fast zur Hälfte mit Efeuranken überzogene Wand an der Einfahrt in diesem Sinne geschnitten. Es wird noch einige Male öfter während des Sommers nötig werden. Besser ich übernehme diese Arbeit selber, wenn V. sich daran macht, ist er im Stande und benutzt eine Heckenschere – unvorstellbar bei Efeu mit seinen großen glatten Blättern und der rankenartigen Struktur seines Wachstums. Einige Samen des Efeu habe ich übrigens gesammelt, von ihrer fleischigen Hülle befreit und aufbewahrt. In den wenigen Tagen seitdem haben sie ihre Flüssigkeit verloren, sind ganz leicht geworden, und haben eine papierartige Hülle ausgebildet. Weiß nicht genau, was ich damit vorhabe, aber so etwas überhaupt zu tun, hat für mich einen gewissen Reiz, der mit zu meiner Art der Beschäftigung mit Bäumen gehört.

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