Die zunehmende Präsenz des Weihnachtsbaums

Vom Außen her kann man die Atmosphäre dieser Weihnachtstage nicht definieren. Zu gleichförmig verläuft die Wetterstimmung schon seit Wochen, überwiegend dunkel mit wenigen kurzen Lichtphasen, leicht regnerisch und ungewöhnlich warm für die Jahreszeit. Man könnte auch sagen wenig kalt. So lebt auch der erste Feiertag vom weihnachtlichen Erleben zuhause, auch wenn die Messe am Vormittag St. G. eine schöne war. Ein ruhiger Feiertag, an dem wir die Eindrücke des Heiligen Abend weiter wirken lassen konnten und an dem sich der feiertägliche Sinn für jeden ungestört entfalten kann. M beneide ich für ihr nachmittägliches stilles Sitzen direkt neben dem Weihnachtsbaum, dessen warmes Strahlen und Funkeln sie direkt in sich aufnehmen kann, sobald sie die Augen öffnet. Ein Platz, der ihr vorbehalten ist. Ich selbst bewundere den Baum meist im Stehen und Vorbeigehen, und mir scheint, vom Heiligen Abend an gewinnt er von Tag zu Tag immer mehr an sinnhafter Präsenz, die ganz wesentlich für unsere Wahrnehmung und Kommunikation der Weihnachtstage ist.

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