Die große Anstrengung

Einen krasseren klimatischen Gegensatz kann man sich kaum vorstellen. Gestern noch das Super-Sonnen-Winter-Wetter und heute das Trübe-Schneepuder-Gefrierschrank-Wetter. Alle Seen und Teiche sind zugefroren. Die Bäume wirken winterlicher als jemals zuvor während der vergangenen Monate. Und beim Spazierengehen kriecht einem die trockene Kälte die Beine hoch. Ziemlich seltsam, diese Schwankungen. Gar nicht seltsam, dass man sie unmöglich vertragen kann. Sollte das Schwanken zwischen Extremen eine klimatische Spiegelung gesellschaftlicher, kultureller und seelischer Muster unserer Zeit darstellen? Die Dinge kommen auf verschiedenen Ebenen in Bewegung. So viel steht fest. Warum also soll das Wetter als Teil unserer Um-Welt und damit eben auch Teil von uns selber nicht korrespondieren? Ein Eindruck bleibt in dieser Zeit bei immer wieder zurück: Die meisten Menschen, ich will mich nicht ausnehmen, denken, tun und handeln in einer Richtung, die nichts mit ihren eigentlichen Intentionen und erst recht nichts mit dem zu tun haben, was eigentlich – im großen Rahmen betrachtet – Thema für uns Menschen sein sollte. Wann wachen wir endlich in der Form auf, dass wir unsere Zeit auch den richtigen Themen widmen und sie nicht nur in Nischen andenken und ansprechen, die als Nebensache abgetan werden könnten. Sie müssten vielmehr konstituierender Bestandteil unseres Alltags sein. Element eines großen gesellschaftlich omnipräsenten Gedankens, einer gemeinschaftlichen Anstrengung, die individuelle Entwicklung und sozialen Fortschritt in einen schlüssigen Zusammenhang stellen.

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