Die gleichberechtigte Partnerschaft

Die beiden Mutter-und-Kind-Birken auf dem Weg nach W., zwischen denen ich heute wieder vorbei gefahren bin, da sie sich auf den zwei Seiten der Straße etwas versetzt gegenüberstehen, begeistern mich immer wieder. Den Spitznamen habe ich nicht umsonst gewählt, erinnern sie mich doch tatsächlich an menschenhafte Wesen, die in einer augenscheinlich engen Beziehung zueinander stehen. So als ob sie tatsächlich im biologischen Sinne voneinander abstammen würden, zumal die eine etwas kleiner ist als die andere. Sehr wahrscheinlich ist das zwar nicht, aber die Deutung kommt eben der menschlichen Tendenz sehr entgegen, sich in irgendetwas zu spiegeln, um sich selber auf diesem Umweg besser verstehen zu können. Die Bäume sind da immer willkommene ,,Opfer“. Ich denke aber, dass sie diese Rolle gerne spielen, dass diese Leistung neben den Gründen, die sich aus ihrem biologischen Dasein und ihrem Beitrag zur Ermöglichung und Stabilisierung des Weltklimas ergeben, der eigentliche Grund ihres Daseins auf dieser Erde ist. Sie sind Partner der Menschen. In diesem Sinne eine gleichberechtigte Partnerschaft zu pflegen ist eine Kunst. Und wir sollten es zugleich als Herausforderung begreifen.

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