Die Bäume und das Bewusstsein

Mir erscheint dies wie eine Übergangszeit. Nicht mehr ganz Winter, noch nicht Frühling. Im Ungewissen und damit wie ein Spiegel des aktuellen Lebens mit all seinen Unwägbarkeiten und Unklarheiten, mit seiner verbreiteten Orientierungs- und Ratlosigkeit. Das ist es tatsächlich, was ich immer öfter wahrnehme: Alles hängt miteinander zusammen. Äußere und innere Natur, materielle Projektionen und psychosoziale Konstruktionen. Oben und unten, Veränderung und Konstanz. Nichts scheint zufällig, das wusste ich schon lange, aber ich fange erst jetzt an zu begreifen, was es heißt. Und bin ganz froh, dass ich nicht an der Wissenschaft hängen geblieben bin. Als ob ich geahnt hätte, dass das für mich einfach nicht reicht. Dass die gewollte Scheuklappe nicht das Richtige für mich ist. Seltsam aber die Um- und manchmal Irr-Wege, die mich zu solchen Weisheit führen. Und die Themen, die in meiner Kindheit vielleicht schon angelegt, mir als Lebensthemen damals aber überhaupt nicht bewusst waren. Eines steht fest: Die Bäume haben an dieser Bewusstseinsveränderung, die ich als Erweiterung wahrnehme, wesentlichen Anteil. Sie sind nur äußerlich unbeweglich. In Wirklichkeit repräsentieren sie das Einmalige, das dennoch oder gerade deswegen um den Gesamtzusammenhang, um das Ineinandergreifen alles Seienden weiß. Eine Weisheit, die Menschen nur antippen, in dieser Souveränität aber wohl nie ganz erreichen können.

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