Der Wunschbaum und die Wege zum Glück

Ich bin ganz hin und weg: Gleich in der zweiten Folge der neuen Telenovela ,,Julia – Wege zum Glück“ kam ein Wunschbaum vor. Und nicht irgendeiner, nein, genau der, in dessen Höhlung die beiden Hauptdarsteller nacheinander und jeweils ohne Wissen des anderen die jeweils eigene Hälfte einer Muschel hinterlassen haben, die sie zur Erinnerung an ihre erste Begegnung in Afrika mit sich getragen haben. So schließt sich ein Kreis, und an dieser Stelle wünschen sich beide natürlich dasselbe, nämlich ihre große Liebe wieder zu sehen. Vorher wurde der legendäre Hintergrund erläutert, die Geschichte vom alten Baum: Ein Liebespaar trennte sich, weil der Mann in der Fremde sein geschäftliches Glück suchen wollte, vorher aber vergräbt der Mann eine Eichel und weissagt, dass wenn daraus ein Baum wächst, sie wieder zusammen finden werden. Der Baum wächst tatsächlich, die Frau wartet lange Zeit und macht sich schließlich auf, ihren Geliebten in der ganzen Welt zu suchen. Als sie nach Jahren erfolglos nach Hause zurück kehrt, findet sie den Geliebten unter dem inzwischen groß gewachsenen Baum sitzend. Bei der Geschichte ist klar: Bei dem alten Baum hat man nur einen einzigen Wunsch frei, es ist der größte und wichtigste Wunsch des ganzen Lebens. Und diesen größten aller Wünsche artikulieren die beiden am selben Tag im Abstand von nur wenigen Stunden, indem sie das Symbol ihrer Verbundenheit, die Muschelhälfte, im Baum deponieren. Julia spricht bei diesem Ritual zum Baum, dass er nämlich ihren innigsten Wunsch in sich, in seine Blätter aufnehmen möge und über die Luft in der ganzen Welt verbreiten möge. Schöner und dramatischer könnte man ein Liebesdrama im Spiegel der Wunschbaum-Symbolik wohl nicht inszenieren. Also für mich steht jetzt schon fest – das wird wieder eine meiner Lieblingsgeschichten.

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