Beobachtung und subjektive Befindlichkeit

Die Gleditschien am Parkplatz der Klinik erschienen mir heute ganz unvertraut. Ich hatte sie von den Vorjahren ganz anders, irgendwie größer und ausladender in Erinnerung. Auch glaubte ich mich erinnern zu können, dass sie um diese Jahreszeit bereits Früchte trugen. Tatsächlich aber scheinen sie gerade erste ihre Blätter auszubreiten und sich neu zu entwickeln. Seltsam, so geht es mir nicht nur in Bezug auf bestimmte Baumarten. Auch Landschaftsabschnitte, die ich häufiger besuche, können zu unterschiedlichen (Jahres)zeiten komplett unterschiedlich wirken. Schwer zu sagen, wie viel davon auf objektive Differenzen und Beobachtung zurückzuführen ist. Und wie viel mit der momentanen seelischen, psychischen und körperlichen Verfassung zusammenhängt. Jeder Spaziergang, jede Begegnung mit den Baumwesen meiner Lebenswelt ist auf alle Fälle ein unvergleichliches Erlebnis. Und in der Zusammenschau dieser Erlebnisse, sofern so etwas überhaupt möglich ist, in der Zusammenschau mag sich so etwas wie das Wesen dieser Baumindividuen und Landschaftenn abzeichnen.

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