Immerhin ist jetzt alles für die Sommerblumen vorbereitet

Eine Holzarbeit mit Hainbuche und Quittenbaum abgeschlossen und anschließend gleich die nächste Pflanzaktion im Garten vorbereitet. Das war wieder einer dieser mittlerweile typischen Abläufe für einen Samstag. Aber ich bin froh, dass wir nun auch die Töpfe, Tröge und Kübel für die Sommerpflanzen soweit fertig haben, dass die Blumen nur noch eingepflanzt werden müssen. Ganz gut, dass wir erst nächste Woche dazu kommen werden, die Pflanzen auszusuchen. Denn dann sind die Eisheiligen vorbei und man kann das Einpflanzen mit mehr Beruhigung wagen. Wieder ist sehr viel frische Blumenerde dabei notwendig gewesen. V. hat noch einmal eine ganze Kofferraumladung davon mitgebracht, was absolut nicht zu viel war. Was noch übrige geblieben ist, wird später in die letzten kleineren Rundtöpfe kommen, die wir zwischen den größeren Gefäßen platzieren, um unsere Sommerblumengalerie komplett zu machen.

Verzögerte Sommerblumenpflanzung

Durch den Dauerregen ist unser Gartenplan ganz durcheinander. In den letzten zwei Wochen konnten wir praktisch nichts mehr an der Aufteilung verändern, auch kaum Unkraut entfernen. Und mit dem Einpflanzen der restlichen Fensterbankzöglinge ist es bei so wenig Sonne auch derzeit schwierig. So müssen wir in der kommenden Woche wohl einen der wenigen guten Phasen abpassen, um das Pflanzen der Sommerblumen in die Pflanzkübel und –tröge doch noch nachzuholen und sicherzustellen, dass wir im Hochsommer auch das gewohnte bunte Blumenmeer haben. Auch für die Chilis und die kletternde Schwarzäugige Susanne wäre es an der Zeit, sich im Gartenboden zu bewähren. Mit meiner Holzarbeit, Hainbuche und Quitte, konnte im am Abend schon beginnen. Ich hoffe, das morgen abschließen zu können.

Der Frühling und das Familienthema

So viel unterwegs an einem Tag, das kommt für mich nicht so häufig vor. Aber auch das ist eine ganz interessante Erfahrung, auch der direkte Kontakt mit Auftraggebern und Interessenten. So können auch vordergründlich ergebnislose Tage einen Wert haben, der sich auf anderen Ebenen auszahlt. Für M. ist die heutige Entscheidung und Weichenstellung einerseits eine unangenehme Gewissheit, andererseits gibt sie eine klare Linie vor, auch wichtig. So hoffe ich, dass wir alle zusammen diese nächsten Wochen und Monate gut meistern. Außerdem wünsche ich mir, dass das Familienthema Garten in diesem Frühling seine Rolle entfalten kann, bei möglichst viel Sonne, üppigem Pflanzenwachstum und vielen Gelegenheiten, die Gartenbäume und all das Grünen und Blühen zu genießen.

Seltene Holzarbeit

Wieder ein sehr langer Arbeitstag. Und wie oft war die zwischenzeitliche Arbeit mit Holz eine wohltuende Unterbrechung. Heute mit Hainbuche, die immer wieder schwierig zu handhaben ist, mit der ich aber am Ende doch ein gutes Ergebnis erzielen konnte. Und dann noch ein kürzerer Stab aus Quitte, der selten vorkommt. Schön, dass manchmal auch Exoten gewünscht werden und die Aufträge nicht immer die gleiche Form annehmen. Also ist auch dieses Wochenende für die Folgearbeiten wieder blockiert.

Erdende Wirkungen

Weitere kunsthandwerkliche Projekte ergänzen meine ohnehin umfangreiche Projektarbeit. Das ist eine schöne Abwechslung und auch deshalb befreiend, weil es derzeit nicht überhandnimmt. So fügen sich die Aufträge eigentlich immer in einer Form, die allzu deutliche Ungleichgewichte vermeidet. Es ist für mich immer schon eine der Motive für die Arbeit mit der Baumsymbolik, genau diese erdende Wirkung aus der Beschäftigung mit den Bäumen zu erhalten. Wenn ich in dem Zusammenhang oft von Spiegelung rede, meine ich genau das. Es geht um eigene Befindlichkeiten, aber durch die Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mit der Präsenz der Bäume können wir uns oft selbst besser verstehen. Manchmal sind eben Umwege nötig, um gute Ergebnisse zu erzielen. In dem Fall Umwege, die die Tücken und Verfälschungen der Kommunikation aufheben.

Der erste Schritt zum Rosenbogen

V. hat sich gleich heute schon an die Installation des Rosenbogens gemacht. Immerhin ist das Fundament dafür gelegt, mit Hilfe alter Marmorblöcke, die uns ein Betonfundament ersparen und die auch schwer genug sind, um das Metallgestell stabil zu halten. Alles muss aber noch ins Lot gebracht und richtig verankert werden. Dann haben wir auch schon ein neues Highlight für den Garten, das mit der ersten kletternden Pflanze irgendwann auch seinen eigentlichen Zweck erfüllen wird. Eine insgesamt gute Idee, die auch neue Gestaltungsideen aufkommen lässt.

Den Baumfrühling wahrnehmen können

Der Sonntag war wieder zu kurz, so dass er nicht wirklich den Ruhepunkt der Woche ausmachen konnte. Und so vieles steht auf dem Plan, dass es an den kommenden Wochenenden, von den Werktagen ganz abgesehen, vermutlich nicht geruhsamer zugehen kann. Ich hoffe aber dennoch, dass wir den Baumfrühling in uns aufnehmen und das Belebende für uns selbst nutzen können, was die vegetative Natur uns in dieser Zeit entgegenstrahlt. Das wirkt im günstigsten Fall ansteckend. Und so wünsche ich mir, dass wir auch die grundlegende Aufmerksamkeit aufbringen können, die für dieses Wahrnehmen und Aneignen Voraussetzung ist.

Rosenbogen und Baumallee

Für die Arbeit im Garten war dieser Samstag nicht gemacht. Und auch Holzarbeit stand ausnahmsweise einmal nicht auf dem Programm. Aber ganz ohne das Hauptfreizeitthema des Frühlings ging es denn auch heute nicht. So hat uns nach anderen Wochenenderledigungen der Weg einmal mehr zum Baumarkt geführt, um den vor Wochen schon ausgesuchten Rosenbogen zu kaufen. Der hat sich auch beim zweiten Betrachten als sehr schön herausgestellt, außerdem leicht zusammenzubauen und recht kostengünstig. Einzig offen ist noch die Frage, ob an dem gedachten Standort die Installation unproblematisch ist, ob wir nicht Symmetrieprobleme bezüglich der Sitzbank bekommen, über der der Bogen verlaufen soll. Das könnte noch einige Tüftelei bedeuten. Aber V. scheint durchaus daran interessiert. Deshalb denke ich, werden wir das Projekt am nächsten sonnigen Wochenende in die Tat umsetzen. Ob tatsächlich Rosen über den Bogen klettern werden, scheint unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher werden wir uns um zwei Exemplare einer anderen Kletterpflanze bemühen, die links und rechts gepflanzt, sich tatsächlich am Scheitel des Bogens irgendwann treffen könnten. Das erinnert mich an Gotik und an die Nachahmung der gotischen Gestaltungsidee in den heiligen Hallen eng stehender Baumalleen.

Wenn sich Lebenslinien abzeichnen

Nicht ganz im Rhythmus des Vorjahres, aber doch um die Feiertage herum haben wir es wieder einrichten können, uns zu treffen. So ein Treffen mit einem Freund aus Schulzeiten hat immer etwas Nostalgisches, bietet eine für mich eher seltene Gelegenheit autobiographischer Betrachtung, etwas, das ich früher öfter gepflegt habe. Bedeutungsvoll scheint mir das immer, auch weil man dabei merkt, wie sehr man sich selbst weiterentwickelt hat. Verändert ohnehin, aber in vielen Bereichen eben auch mit einer fortschrittlichen Tendenz. Da zeichnen sich gewisse Lebenslinien ab, wie sie jedes Baumindividuum in seinen Jahresringen konserviert. Uns stehen diese Linien vielleicht im Gesicht geschrieben, äußert sich aber fast immer in unserer Kommunikation, unserem sichtbar und unsichtbar Sein, unserem Aktivitätsrhythmus und in Phasen des Rückzugs. Und bei solchen Treffen von zeitweiligen Weggefährten erhalten die Dinge und Erfahrungen im Nachhinein eine Plastizität, die in der Erinnerung so nicht vorhanden war. Das ist etwas, bei dessen Reflexion ich zu keinem Ergebnis komme.

Holzstrukturentdeckungen

Auf der Überlandfahrt zu Ms Untersuchungstermin sind wir wieder an den Holzstapeln der Fabrik vorbeigekommen, die Spanplatten und ähnliche Produkte herstellt. Diese Massen gestapelter Holzstämme faszinieren mich immer wieder, gerade weil die industrielle Verarbeitung von Hölzern eine ganz eigene Ästhetik entfalten kann, die unterschätzt wird, ins richtige Licht gerückt aber sehr interessante Eindrücke gewährt. Schade, dass ich dort normalerweise nicht aussteigen kann. Ich werde speziell dafür einmal vorbei schauen müssen, mit Fotoausrüstung und der rechten Muße, mich auf das Sujet einzulassen, bei hoffentlich richtigem Sonnenstand. Ich denke, dieses Jahr wird noch viele Gelegenheiten bringen, mein Portfolio mit Holzstruktur-Fotos zu erweitern. Die richtige Technik steht mir jedenfalls jetzt zur Verfügung.

Sonnenreicher Start in den Mai

Schon schön, so ein Feiertag mitten in der Woche. Und so passend war das Wetter zum Start des Wonnemonats, den wir mit dem Durchbruch des Frühlings in Verbindung bringen. So war ein wenig Gartenarbeit am Nachmittag sicher vertretbar. Angesichts des eher winterlichen Wetters, das uns wohl Ende der Woche erwartet, war ich mutig und habe die Sonnenblumen, Rizinusstauden und Wicken jetzt schon in die Erde gepflanzt. Besonders für die Sonnenblumen war es eigentlich an der Zeit, da sie schon sehr lange Stängel ausgebildet hatten, die sich in den kleinen Pflanztöpfen kaum noch gerade halten konnten. Ich hoffe, sie werden sich in der Erde, mit mehr Raum für die Wurzeln, stabilisieren können und durch den zwischenzeitlichen Temperaturrückgang und Regen keinen Schaden nehmen. In diesem Jahr habe ich bewusst weniger Sonnenblumen gesetzt, und nur an Stellen, an denen sie sicher ans Licht kommen. Stattdessen drei gute Wunderbäumchen, ebenfalls an sonnenbeschienenen Standorten, so dass sie sich eigentlich optimal entwickeln können. Für andere Pflanzen ist es noch zu früh, das sie auf der Fensterbank bisher noch keine nennenswerte Größe erreicht haben. Die benötigen noch einige Zeit weiter das tropische Klima hinter der Fensterscheibe. Langsam gehen uns die Standort im Garten aus. Sehr viel werden wir an sommerblühenden Pflanzen nicht mehr unterbringen können.

Ein Tag voller Garten-, Holz- und Projektarbeit

Wieder einer dieser atemlosen Tage. Aber es war einfach wichtig, vor dem Feiertag und zum Monatsabschluss verschiedene Projekte abzuschließen. Dazu gehörte am Abend die Gebetskette aus 108 Eichenperlen, einer Hauptperle und einem Schlussstück. Eine Mammutarbeit, die nach einigen Tagen zu einem guten Ergebnis gekommen ist. Einen Teil der selbst gezogenen Sommerpflanzen habe ich W. mitgegeben, der auf Kurzbesuch vorbei gekommen war. Es freut mich, dass die Sonnenblumen, Strohblumen und Rizinusstauden bald auch in G. den sommerlichen Garten um Farbtupfer und filigrane Formen bereichern. Und Js und Ws Brennholzvorrat ist nun auch wieder etwas aufgefüllt, jedenfalls mit dem, was von dem Nadelholz und dem kleineren Anteil an Obstbaumholzabschnitten in der Ladefläche des Kombis unterzubringen war. Neben gewissen Fortschritten bei meiner Projektarbeit, die ich am Vormittag erzielen konnte, war das insgesamt ein sehr erfolgreicher und irgendwie zufriedenstellender Tag, an dessen Abend ich mich auf den Feiertag in der Mitte dieser Woche freue.

Vor der nächsten Blütenwelle

Kleine Sonnen-Lichtblicke waren uns heute endlich einmal wieder vergönnt. So konnte ich eines meiner aufgeschobenen Fotografieprojekte weiterverfolgen. Die Baumlandschaft dagegen präsentiert sich aktuell eher unauffällig. Da warte ich auf die nächste Welle von Baumblüten, die meist über Nacht die Szene mit neuen Farbtupfern und speziellen Lichteindrücken verändern. Deutliche Kontraste sind eben die beste Inspiration und gute Grundlage, um fotografisch kreativ und mehrwertig arbeiten zu können.

Ein später Start in die Fotosaison

Wirklich schade, auch dieser Sonntag ergab keine Möglichkeit für Freiluftaufnahmen und weitere Tests mit meiner neuen Kameratechnik und den gerade im Frühling naheliegenden Baumdetailfotografien. Es fehlt eben Licht und auch eine stabile Witterung. So hoffe ich als nächstes auf den kommenden Feiertag, der tatsächlich noch die besten Aussichten verspricht. Vielleicht soll die diesjährige Fotosaison ja einfach etwas später starten. Und vielleicht fällt sie dafür umso intensiver und entdeckungsreicher aus. Nach der heutigen erneuten Durchsicht zahlreicher in den beiden letzten Jahren im Schnelldurchlauf vorausgewählter Fotoreihen ist die Zeit jetzt reif für wirkliches neues Material. Es wäre schön, wenn neue Technik auch kreative Impulse setzt. Das jedenfalls habe ich schon häufig so kennengelernt.

Eine Herausforderung für Konzentration, Systematik und Fleiß

Die Gebetskette aus Eiche ist doch einer Herausforderung, die mich heute den ganzen Tag beschäftigt hat. Wohl weil sich dieselben Arbeitsschritte besonders häufig wiederholen, und das bei nur einer Holzart. Da fehlt die Abwechslung, die einzelne Phasen sonst einfacher aufteilbar macht. Andererseits passt die Art von Konzentration, Systematik und Fleiß, die diese Arbeit erfordert, auch gut zu dem, was entsteht. Auch das ist eine Form von Meditation, die eben auf dem handwerklichen Tun basiert, fokussiert in dem Fall auf die Arbeit mit der Eiche und ihrem Holz. Eine interessante Erfahrung, gerade weil sie sich von dem sonst Erlebten abhebt. Und nebenbei auch eine der besten Beschäftigungen, wenn ich einen Blick durchs Fenster auf die regenverhangene Landschaft werfe.

Wechselhafter Nashi-Baum

Vs Nashi-Birne hat durch den Regen wieder eine Menge an Blütenstielen verloren. Das passiert eigentlich jedes Jahr um diese Zeit. Die noch verbliebenen Blüten habe ihre Blätter verloren. Jetzt wird es auf die Witterung der nächsten Wochen ankommen, ob sich daraus Früchte entwickeln. Es gab auch schon Jahre, in denen die Frucht bei diesem Baum vollständig ausfiel, weil alle Blüten erfroren waren. Dieses Jahr laufen sie allerdings eher Gefahr zu verregnen. Leider erwartet uns dieses Wochenende ausnahmsweise kein sonniges Wetter. Schade, aber auch nicht so dramatisch, da wir unsere Gartenreinigungsaktion glücklicherweise in der Vorwoche schon realisiert haben. Das war anstrengend, aber genau der richtige Zeitpunkt. Nur dass wir vorerst nicht draußen sitzen können. Ich hoffe, das schlägt bald wieder um und geht in einen konstanten, möglichst lang gezogenen Frühling über.

Ein waschechter April

Durch diesen neuerlichen Rückfall ins Schmuddelwetter fällt dieser April deutlich weniger sonnenreich aus als in den Vorjahren. Schade, vor und während der Osterfeiertage hätte man anders gewettet, bei fast sommerlichem Klima. Aber letztlich macht der April seinem Namen in diesem Jahr alle Ehre, und wir müssen uns noch gedulden, bevor wir des Frühlings sicher sein können. So ist es ganz gut, dass ich mit den auf der Fensterbank vorgezogenen Pflanzen noch gewartet habe. Ich finde es passender, sie bei Sonnenwetter in Gartenerde zu pflanzen. Gerade den Sonnenblumen mit ihren anfänglich noch schwachen Stängeln, aber den kleinen Wunderbäumen würde Dauerregen in diesem Stadium nicht wirklich gut tun. Den richtigen Zeitpunkt muss ich noch abpassen, denn allzu lange sollten sie nicht mehr in ihren schon wieder zu klein geworden Pflanztöpfchen bleiben, damit sie in ihrem Wurzelwachstum nicht gehemmt werden.

Schwerpunktarbeit Eiche

An dem eher verregneten Tag ist es mir gelungen, genau die 3 Stunden für die Holzarbeit zu nutzen, die weitgehend von Sonnenschein gekrönt waren. So war das Arbeiten fast durchgehend bei natürlichem Licht möglich und verlief ziemlich reibungslos. Gleich fünf Stäbe aus jenen sehr dunklen, gesättigt wirkenden Abschnitten Eichenholz, das von ganz alten ursprünglich weiß lackierten Holzfensterrahmen stammte. Diese Abschnitte gehören zu den am schönsten gezeichneten und von der Färbung besonders eindrucksvollen Eichenabschnitten, die mir zur Verfügung stehen. Mit diesem Material kommt die symbolische Kraft der Eiche sehr gut zum Ausdruck, deutlicher als mit den eher grob gezeichneten und hellen Abschnitten, die weiter verbreitet sind. Gerade in der Verarbeitung, die dieses Projekt zum Ziel hat, nämlich zu einer Gebetskette geknüpft, werden die Perlen langfristig eine starke Ausstrahlung und Energie haben.

Konzentration und Frühlingsenergie

Die Ostertage waren die bisher schönsten in diesem Frühling. Jetzt gibt’s erst einmal eine Phase mit Hochnebel, aber immer noch warm. Ganz gut für die Bäume und sprießenden Grünpflanzen, da sie ein wenig durchschnaufen und Flüssigkeit speichern können. Aber die Sonne wünsche ich mir doch bald zurück. Damit ich meine fotografischen Experimente und Erkundungen fortsetzen kann. Das ist bei Sonne und viel Licht einfach anregender. Auf der anderen Seite ist für mich Beständigkeit und Ausdauer zurzeit ein wichtiges Thema. Ich hoffe, beides, die nach außen drängende Energie des Frühlings und diese auf Konzentration ausgerichtete Arbeit miteinander in Einklang bringen zu können.

Die Ruhe war notwendig

Der Ausflug war geplant, dann aber nicht realisiert. Das passte zu dem Bedürfnis, dieses Osterfest in Ruhe zu verbringen und all die sonst so verbreitete Geschäftigkeit einmal außen vor zu lassen. Das war nach den vergangenen Wochen für uns alle dringend notwendig. Und selten habe ich meine ohnehin ausgeprägte Affinität und Wertschätzung gegenüber Feiertagen so bestätigt gesehen. Da bedauere ich sehr die Gepflogenheiten in den USA, wo man weder an Weihnachten noch an Ostern den zweiten Feiertag kennt. Wir fanden es besonders schön, uns viele Stunden im Garten aufhalten zu können, bei wunderbarem Wetter, das an Sommer erinnerte, ohne atmosphärisch schon vollkommen sommerlich zu sein. Pläne für die nächsten Gartenarbeiten sind dabei auch schon entstanden. Schön, dass wir in der Hinsicht bald Land sehen und ganz gut die ausstehenden Arbeiten überblicken können. Nach einer kurzen Unterbrechung kann es in den nächsten Tagen auch mit der nächsten Holzarbeit losgehen. Eine einzelne Holzart, die eher selten angefragte Eiche, aber davon dann gleich 108 Perlen, die später zu einer Gebetskette geknüpft werden. Ein schönes Vorhaben, das ich hoffentlich bei ebenso viel Sonne wie während der Ostertage umsetzen kann.

Ein Osterhochfest für alle

Toll, dass dieses Osterfest auf einen einundzwanzigsten fällt. In gleichzeitiger Betrachtung des wunderbaren Frühlingswetters, der Sonne, dem Licht und dem Grünen und Aufblühen in der Landschaft und im Garten kann ich mir keine passendere Atmosphäre vorstellen, die den Sinn und die emotionale Qualität dieses hohen Kirchenfestes unterstreichen könnte. Ich denke, alle Menschen genießen das. Und bei den weniger auf Religion ausgerichteten ist ein Funke österlicher Stimmung vorhanden. Das spürt man an der gesamten Stimmung, die in der Luft liegt. Man sieht es auch am Verhalten der Menschen, wenn sie spazieren, sich draußen bewegen oder sich geplant und zufällig begegnen. Es ist diese Leichtigkeit, die Bereitschaft und die stärkere Selbstverständlichkeit hoffnungsvoller Betrachtung und Zuversicht, die darin zum Ausdruck kommen. Ich wünsche allen, dass es ihnen gelingt, diesen Geist für sich und ihre Familien und Bekannten zu verinnerlichen und über das Osterfest selbst für ihr Leben eine Bereicherung und Motivation zu erfahren.

Ostersamstag und Start der Gartensaison

Das war eine große Anstrengung so kurz vor Ostern. Aber das Wetter war so ideal für die Rund ums Haus Frühjahrssäuberung, dass wir es nicht verschieben wollten. Und wenn alles wieder von Winteralgenschmutz befreit ist und die Gartengarnituren hervorgeholt und aufgestellt sind, dann kann die Gartensaison eigentlich auch erst richtig beginnen. Am Nachmittag konnten wir so zum ersten Mal wieder draußen sitzen, nach getaner Arbeit und bei wunderbar sonnigem fast schon Sommerklima. Eine schöne Vorbereitung und Einstimmung auf den Ostersonntag. Und eine Station, die uns den Frühling erst recht erkennbar macht und ihn mit dem Symbolischen des Ostergedankens ganz wunderbar verbindet. Wir freuen uns jetzt auf die Gartensaison, auf das Grün der Gartenbäume, der Pflanzen, die schon blühen und die nacheinander über den Frühling und Sommer verteilt noch blühen werden. Und auch auf das lichtdurchtränkte satte Grün des Hochsommer, wenn das Weinlaub dichter gewachsen ist und alles Sonnenlicht durch sein Chlorophyll filtert, bevor es uns erreicht.

Frühlingsfest der Bäume

Ein wunderbarer heller Sonnentag, dessen Anmutung nicht zum Feiertag zu passen schien, die Menschen aber dennoch in Scharen in die Landschaft hinaus zog. Der Frühling hat sich heute in seiner ganzen Aufbruchdynamik präsentiert. Überall sprießt, grünt und blüht es. So bin ich immer wieder von frühlingshaften Motiven in der Baumlandschaft aufgehalten worden.

Ganz auffallend sind die kerzenartigen Blüten der Traubenkirschen.

Baumfrühling 2019 V

Immer wieder ein farbliches Highlight bilden die Blüten der wilden Apfelbäume.

Baumfrühling 2019 VI

Blütenstände und junge Blätter zeigen die Traubeneichen zurzeit gleichzeitig.

Baumfrühling 2019 VII

So filigran und sommerlich wirken auf mich die Blüten der Silberweiden.

Baumfrühling 2019 VIII

Die Hainbuchenblätter strahlen mitunter das frischeste Baumgrün des Frühlings aus.

Baumfrühling 2019 IX

Jetzt kommt auch die Schwedische Mehlbeere langsam zu neuem Leben.

Baumfrühling 2019 X

Die Blüten hatten sie schon im Vorjahr ausgebildet, jetzt falten die Haselsträucher auch ihre lappigen Blätter auf.

Baumfrühling 2019 XI

Die Blüten der wilden Kirschbäume sind filigraner als die der wilden Apfelbäume, aber nicht so farbenfroh.

Baumfrühling 2019 XII

Der gewöhnliche Schneeball hat schon zarte Blätter, während die vertrockneten Reste vorjähriger Früchte sich noch immer nicht von den Zweigen gelöst haben.

Baumfrühling 2019 XIII

Wenn der Baumfrühling sich durchsetzt

Zum Ende der Karwoche hin erreicht die konzentrierte Projektarbeit einen Höhepunkt. Ich hoffe, am morgigen Karfreitag erstmals wieder zur Ruhe kommen zu können. Das gehört eben auch und gerade zu den Ostertagen, zumal der Samstag nach unserem jüngsten Plan wiederum der Arbeit, wenn auch einer gewidmet ist, die den Kopf freimacht und den österlichen Gedanken befördert. Arbeit im und um den Garten herum, das ist bei Sonne einfach etwas Schönes, und etwas, das bei uns zu dieser Jahreszeit auch Tradition hat. Bei tollem Wetter hat es mich in der Mittagszeit wieder nach draußen gezogen, um die aufbrechende Baumlandschaft zu sichten und einiges in Fotografien mit neuer Technik festzuhalten.

Baumfrühling 2019 I
Baumfrühling 2019 II
Baumfrühling 2019 III
Baumfrühling 2019 IV

Die nächsten Schritte im Frühlingsgarten

Vielleicht ziehen wir in diesem Jahr die Rund ums Haus Frühjahrssäuberung schon etwas vor. Das bietet sich an, da der Samstag schönes, sonniges Wetter verspricht. Und wenn die traditionelle Osternacht tatsächlich nicht stattfindet, steht dem auch planerisch nicht wirklich etwas entgegen. Im Gegenteil, Auferstehung und Neuanfang durch symbolisches Aufräumen der letzten Winterreste passen eigentlich gut zusammen. Auch wenn wir das schon einige Male so hatten, dass nämlich kurz nach der Säuberungsaktion das Wetter wieder ungemütlich wurde und wir erst einmal die Eröffnung der Gartensaison verschieben mussten. Vorbereitet wäre es dann aber schon einmal. Und die ersten Schritte unserer Pflanzaktivitäten haben wir ja auch schon hinter uns. Das fügt sich ganz gut zusammen. Ich freue mich, dass die gesäten Pflanzen sich inzwischen überwiegend vital zeigen. Demnächst kann für einige Aren der nächste Schritt, nochmaliges Umtopfen oder auspflanzen in die Gartenerde folgen. Dann werden auch die Gartenbäume so weit sein, ihre Blätter aufzufalten und erneut Substanz zuzulegen. In diesem Jahr bin ich recht sicher, dass es für die Bäume gut läuft. Anders als die Nadelbäume im Wald dürften unsere Gartenlaubbäume die Hitze des Vorjahres gut überstanden haben. Zurückgeschnitten haben wir sie auch soweit, dass ihre Form nicht aus den Fugen gerät und sie sich mit zu viel Ästen auch nicht selbst überfordern beim nächsten Wachstumsschub.

Zeit für Frühling

Wenn es nach diesem Zwischentief jetzt jeden Tag ein wenig sonniger und wärmer wird, wie vorhergesagt, dann können wir uns am Feiertag sicher nicht beschweren. Eine perfekte Inszenierung in einem April, der seinem traditionellen Ruf als durchwachsen mehr als gerecht wurde bisher. So hoffe und freue ich mich auf sonnige Ostertage, und darauf, dass die etwas eingeschlafene Dynamik der Menschen wiederkehrt. Damit wir uns konstanter von der Aufbruchstimmung der Jahreszeit inspirieren und motivieren lassen können. Und nicht ständig durch Rückwärtsbewegungen abgebremst werden. In der Baumlandschaft auf meinem Lieblingsweg konnte ich feststellen, dass es jetzt mit dem Baumgrün bei vielen Arten sehr schnell gehen könnte. Heckenrose, Weißdorn, Hasel zeigen ihre Blätter immer deutlicher. Und z. b. beim Weißdorn sind vielerorts auch die noch geschlossenen Blütenknospen zu sehen. Sie werden sich bald öffnen, wenn die Bäume sicher sein können, die Blütenpracht nicht gleich durch Nachtfröste oder Sturmregen wieder opfern zu müssen. Ich denke, dafür ist jetzt die Zeit.

Neuer Ansatz für die Baumfotografie

Immer noch ungewöhnlich kühl war es heute, aber wenigstens endlich wieder hell und sonnig. Die erste sichere Gelegenheit seit langem, die neue Fototechnik in der Baumlandschaft zu testen. Für den ersten Versuch in Freihand war das heute gar nicht schlecht, vor allem um die ungewohnten Funktionen zu testen. Aber der größere, irgendwie auch weitere Bildausschnitt an sich ist schon eine Bereicherung, lässt jedes Motiv gewaltiger Wirken. Die Fokussierung ist allerdings noch gewöhnungsbedürftig, da habe ich möglicherweise noch nicht die richtigen Einstellungen für meine bevorzugten Motivfelder gefunden. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Pünktlich zum Beginn der Jahreszeit, die für die Baumfotografie wieder interessant und abwechslungsreich wird, steht mir nun diese neue Möglichkeit zur Verfügung. Da freue ich mich jetzt schon auf ungewöhnliche und hoffentlich auch qualitativ noch hochwertigere Ergebnisse.

Ein kühler Palmsonntag mit Palmen

Es ist schön, dass wir letztlich doch noch genügend Palm für unsere Türkreuze zum Palmsonntagssegen mitbringen konnten. Zwar deutlich spärlicher und kleiner sind die Ästchen, allerdings doch genügend für unsere eigenen Zwecke. Nur Weitergeben konnten wir diesmal keine. Selbst am Altar gab es dieses Jahr erstmals keine Palmbuschen zum Mitnehmen, denn auch die Kirche konnte im ganzen Dorf nicht genügend gesunde Zweige zusammentragen, hat für die feiertägliche Dekoration stattdessen richtige Palmzweige verwendet, da P. M. solche im eigenen Garten pflegt. Manchmal macht die Natur eben auch bei Traditionen einen Strich durch die Rechnung. Es war seit langem der erste Palmsonntag bei ungemütlichem Wetter, das von der Temperatur her sogar an einen Wintertag erinnerte. Dennoch zog der Feiertagsgottesdienst zahlreiche Menschen an. Ein Zeichen, dass es nicht nur bei den Älteren fest verwurzelte Traditionen und ein erhaltenes Bedürfnis gibt, die sich in christlichen Feiertagen Ausdruck verschaffen.

Viel Samstagarbeit nach Plan

Da die Wetterkapriolen bei uns nicht so stark ausgefallen waren, konnte ich an diesem Samstag doch alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte. Allen voran der lästige, aber notwendige Reifenwechsel, der wegen einer Schraube im Profil mit einiger Verzögerung verbunden war, und am Nachmittag das Umtopfen der verschiedenen Sonnenblumen und der Rizinusstauden. Durch das Verteilen auf größere Pflanztöpfe ist am Ende doch schon eine ganze Menge an kleinen Blumen herausgekommen, die ich nur schwer auf der Fensterbank oder jedenfalls bei Licht drinnen unterbringen kann. Aber wahrscheinlich kommt bei den Blumen in den nächsten Wochen ohnehin nicht mehr viel nach, so dass ich bald die Pflanzpaletten ohnehin entfernen kann. Dann kommt es darauf an, dass die relativ spontan angewachsenen Pflanzen sich in der geräumigeren Erde gut entwickeln, bis ich sie irgendwann auspflanzen kann. Einige davon werden ohnehin neue Besitzer finden, wie schon im Vorjahr. Und dann sind da noch die vielen angesäten Strohblumen und die Chilis. Bei den Strohblumen habe ich diesmal Bedenken. Bisher sieht es nicht danach aus, dass sie ordentlich keimen. Denn was bisher gewachsen ist, wirkt eher wie Unkraut. Vielleicht war der Zeitpunkt für diese Art ungünstig. Vielleicht liegt es aber auch an der Erde. Noch ratloser machen mich die Chilis, die noch gar keine Regung gezeigt haben. Sollte alle Samen von den letztjährigen Schoten Blindgänger sein? Ich kann es mir fast nicht vorstellen und tendiere, weiterhin Geduld zu haben. Die Gartenbäume sind derzeit noch vorsichtig. Die Knospen sind zwar schon zu sehen, aber sie scheinen dem Frühling noch nicht ganz zu trauen. Mit guten Grund wohl, denn die Nächte sind zurzeit noch klirrend kalt, bis zur Frostgrenze. Umso erstaunlicher scheint es mir, dass wir beim Sortieren der spärlichen Palmzweige für morgen unter den Zweigen von P. M. doch tatsächlich einen einzelnen lebenden Buchsbaumzünsler entdeckt haben. Wo, frage ich mich, kommt der her, um diese Jahreszeit und bei diesen Temperaturen. Jedenfalls haben wir den Zweig inklusive seines ungewollten Bewohners gleich verbrannt, da wir vermeiden wollen, dass er aus der Tonne krabbelt und sein Domizil gleich in unserem so gerupften Buchsbaum bezieht. Letztlich wird der Palmbuschen spärlicher ausfallen als sonst. Aber für unsere eigenen Türkreuze wird er gerade ausreichen.

Abstand nehmen

Wieder eine extrem arbeitsreiche Woche liegt hinter mir. Aber jetzt freue ich mich auf das Wochenende, mit hoffentlich der Gelegenheit, etwas im Garten zu tun und andere Frühjahrsarbeiten zu erledigen. Das ist ein guter Ausgleich zu dem vielen Sitzen und der beanspruchenden Projektarbeit. Ich hoffe, das Wetter spielt mit. Ein wenig Palm von unserem eigenen gerupften Buchsbaum muss ich auch noch schneiden – ganz vorsichtig, um den armen Strauch nicht mehr zu gefährden. Und dann können wir alle einmal etwas Abstand nehmen.

Sparsame Palmzweige in diesem Jahr

Ostern ist nun schon im täglichen Gespräch präsent. Vielleicht sind wir dem Feiertag in diesem Jahr wieder näher als in den Jahren zuvor. So dass er eine tiefe, in der gesamten Lebensgeschichte fußende Bedeutung entfaltet. Auch M. hat wie wir alle besondere Freude an all den vorösterlichen Traditionen, Themen und Dekorationen, die das Fest mit Inhalt und Emotion verknüpfen. Und eine Reihe verschiedener Ostergrußkarten mit österlichen Motiven der letzten Jahre habe ich auch schon vorbereitet. Es bleibt gerade noch eine Woche, diese Grüße auf den Weg zu bringen. Ein Projekt, das v. a. M. maßgeblich mit Leben füllt, bei dem ich meine Unterstützung anbiete. Da im Vorjahressommer der Buchsbaumzünsler so radikal und flächendeckend zugeschlagen hat, war es zum ersten Mal, seit ich denken kann, nicht möglich, Palmzweige für den Palmsonntag abzuzweigen. Bei den wenigen noch verbliebenen Ästchen wäre das einem endgültigen Kahlschlag gleichgekommen. So sind wir auf dem Rückweg von M. bei P. M. vorbeigefahren, der einen zwar ebenfalls gebeutelten, aber noch etwas ausladenderen Buchsbaum im Garten hat. Von dem konnten wir zumindest einen kleinen Bund einzelner Zweigchen schneiden. Viel weniger als sonst, aber wir würden es schon als Verlust wahrnehmen, am Palmsonntag keine Zweige segnen lassen zu können, die uns das ganze Jahr über an den Türkreuzen begleiten und uns die christliche Lebens- und Siegessymbolik in Gedächtnis und Seele rufen.