Arbeitsschwerpunkte und Themen nach Jahreszeit

Ein langer Arbeitstag, aber die zuletzt intensiv bearbeiteten Projekte werde ich doch in absehbarer Frist abschließen können. Das ist nach kleinteiligen Entwicklungen immer ein gutes Gefühl. Wenn die Technik in diesen Wintertagen und nach der Weihnachtszeit im Mittelpunkt steht, ist das in Ordnung, denn mit dem Erwachen der vegetabilen Natur werden wie von selbst andere Themen und Arbeiten wieder in den Vordergrund rücken. Und die haben dann zunehmend weniger mit Technik zu tun. Naturhaft erzwungene Innerlichkeit und technische Herausforderung, das passt ganz gut zusammen. Und wenn das Licht und die Wärme stetig anwachsen, wenn der Frühling wirklich schon spürbar ist, dann treten mir die Bäume, ihre lebendige Ausstrahlung fast ganzjährige Symbolkraft wieder stärker ins Bewusstsein und werden zum großen Thema, Reflexionsfeld und Gegenstand für allerlei kreatives Arbeiten.

Meine motivischen Schwerpunkte

Schade, das eigene Portfolio lässt sich bei shutterstock nicht mehr als Widget in die eigenen Webseiten integrieren. Aber ich konnte immerhin die Anbindung als Affiliate Partner realisieren. Das eröffnet Interessenten die Möglichkeit, nach beliebigen Begriffen zu suchen und ist nicht nur auf die von mir selbst abgedeckten Microstock-Motivfelder Backgrounds, Vintage, Feiertage, Symbole und Pflanzen begrenzt. Auch wenn ich gerade auf meine Auswahl an Baum- und Holzfotografien aufmerksam machen möchte, zu denen ich immer noch eine besondere Beziehung habe, was, wie ich weiß, von anderen auch wahrgenommen wird. Gegenwärtig ist es schwer zu sagen, was mein eigentlicher Motivschwerpunkt ist. Rein quantitativ liegt er aktuell bei den Weihnachtsmotiven, aber auch meine Auswahl an Backgrounds, speziell von Materialoberflächen und Holzstrukturen, nimmt einen breiteren Raum ein. Ich denke, da ist noch viel zu ergänzen und auszubauen. Nach dem in dieser Hinsicht mageren Jahr 2019 kann ich mir vorstellen, die Portfolios in diesem Jahr wieder stärker auszudehnen.

Chance für die Symbolik der Bäume

Der Wochenkalender mit Postkarten war eine gute Idee. Jetzt konnte ich schon zwei Karten abtrennen. Das werden am Ende des Jahres dann über 50 Postkarten mit schönen Baummotiven. Und paltziert habe ich ihn auch so, dass ich jeden Tag ein paar Blicke darauf werfen kann. In Verbindung mit dem großformatigen Panoramakalender mit Baum- und Waldmotiven, der während der Arbeit direkt in meinem Blickfeld hängt, bin ich baummotivisch doch dieses Jahr ganz gut aufgestellt, mit immer neuen Eindrücken von Bäumen und Wäldern in verschiedenen Orten der Erde zu verschiedenen Jahreszeiten. Das ist besonders bei so ungemütlichem Wetter und einem Winter, der keiner ist, eine wohltuende Abwechslung. Tatsächlich verbindet mich derzeit wenig mit den lebenden Bäumen da draußen. Und die sind sicherlich noch weiter von ihrer vitalen Phase entfernt als in richtigen Wintern. Das ist die Zeit, in der die Symbolik der Bäume eine besondere Chance erhalten sollte.

Abstrakt, unscharf, atmosphärisch

Der erste Tag ohne unseren Weihnachtsbaum und die besondere weihnachtliche Atmosphäre – wegen der gestrigen Anstrengung und der Mammutaufgabe des Abschmückens haben wir das heute durch Ruhe ausgeglichen. Und natürlich muss das auch einmal enden, damit es in der kommenden Saison seine erneute Bedeutung entfalten kann. Die letzte Ausarbeitung des Themas hat mich dann aber am Abend doch noch beschäftigt. Die letzten Bilder, die ich von meinem Lieblingsmotiv, dem Weihnachtszimmer, in abstrakter Unschärfe gemacht habe, habe ich verschlagwortet und die besten drei Variationen für meine Microstock-Portfolios vorgeschlagen. Jetzt bin ich auf die Rückmeldungen gespannt, die bei dieser Technik oft ungleichmäßig ausfallen, je nachdem, welche Einstellungen und Vorlieben der jeweilige Bildredakteur mitbringt und welche abstrakten Regeln ihm bei der Auswahl von Seiten seiner Agentur vorliegen. Ich weiß allerdings von der Vorjahren, dass eine Nachfrage nach dieser atmosphärischen Form der fotografischen Darstellung vorhanden ist. So etwas wie ein Spezialist dafür, zumindest was das Thema Weihnachten betrifft, glaube ich inzwischen schon geworden zu sein.

Im Zeichen des Abschieds von der Weihnachtszeit

Das Abschmücken des Weihnachtsbaums war für mich heute Vormittag der Start in diesen langen Arbeitstag, der vollständig im Zeichen des Abschieds von der Weihnachtszeit stand. Vielleicht ist es mir noch nie zuvor so gut gelungen, dieses Abschmücken ganz bewusst durchzuführen und dem Baum auch bei diesem Vorgang etwas Zurückzugeben, was er uns in dieser schönen Weihnachtszeit geschenkt hat. Natürlich ist das ohne Wehmut kaum möglich, aber es hat auch etwas Feierliches, inklusive des Hörens der schönsten Weihnachtslieder und des sehr sorgfältigen Abnehmens und Verpackens von allem Schmuck, der den Baum so prächtig werden ließ. Der kleine künstliche Baum am Eingang war als nächster an der Reihe, allerdings mit sehr viel weniger Aufwand. Danach der Schrank mit seiner atmosphärischen Lichterkette und den vegetabilen Glitzergirlanden, der in dieser Saison das Hauptmotiv meiner Weihnachtsfotografie bot. Alles, was sonst noch abzuschmücken war, im Arbeitszimmer und den anderen Räumen, habe ich zusammen mit M. bis zum späten Abend umgesetzt. Ich glaube, das haben wir an einem Tag so vorher noch nicht geschafft. Und jetzt ist alles wieder schön geordnet, so dass wir für die kommende Weihnachtssaison gut gerüstet sind. Ob ich wieder einen so schönen Baum finden werde? M. meinte, er könne noch schöner werden, aber das kann ich mir fast nicht vorstellen, so stattlich, wie diese Tanne von Natur aus schon gewachsen war, ist eine noch beeindruckendere Nachfolgerin schwer vorstellbar.

Ästhetische Grenzbereiche weihnachtlicher Impressionen

Es ist schön, wenn zum Ende der Arbeitswoche wichtige Projekte auch einen erkennbaren Fortschritt gemacht haben und ein Abschluss in Sicht gerät. Ganz am Ende widme ich mich in diesen Tagen erneut der Durchsicht und Bearbeitung der letzten Fotoreihen zum Weihnachtsbaum, diesmal in der blurred Variante. Diese Motive sind besonders schwierig einzuschätzen und auszuwählen, da es auf winzige Nuancen ankommt. Ich hoffe, nun drei wirklich spannende Fotos aus dieser Reihe gefunden und optimiert zu haben und später auch die Microstock-Agenturen überzeugen zu können. Die waren bisher gerade in dem Motivbereich wechselhaft begeistert, manchmal muss ich auch einen zweiten Anlauf wagen, weil es stark von der persönlichen Einordnung des jeweiligen Bildredakteurs abhängt. Letztlich sollte die atmosphärische Dichte dieser Bilder aber die Mehrheit ansprechen. Aus einer Reihe von Downloads mit ähnlichen Motiven weiß ich, dass dies durchaus einen Nerv trifft und als ungewöhnliche Interpretation weihnachtlicher Impression von verschiedenen Kreativen geschätzt wird.

Die Bäume und das Gleichgewicht

Ein Arbeitstag mit unerwartetem materiellen Akzent. Das hätte nach den vielen Ernüchterungen nicht erwartet. Aber da machen sich auch die ersten Anzeichen eines Jahresaufbruchs bemerkbar, die ersten Anzeichen von neuem Mut und eine Art Zuversicht, dass man Vorhaben mit Aussicht auf Erfolg angehen kann. Häufig breitet sich solche Stimmung flächendeckend aus, und auf einmal sieht alles ganz anders aus. Ich wünsche mir diese Mischung aus Zuversicht und genauem Hinsehen, aus Mut und Sensibilität, die so häufig fehlt und alles verfälscht. Nicht nur der Weihnachtsbaum in dieser Zeit, die Bäume, gerade die lebenden Bäume im Jahreslauf helfen mir immer wieder, dieses Gleichgewicht, diese wache Klarheit für mich und meine Kommunikationen herzustellen. Auf dem Gebiet weitere Fortschritte zu machen, ist sicher eines der langfristigen Ziele.

Den Geist der Weihnachtszeit wach halten

M. hat schon damit begonnen, die ersten weihnachtlichen Dekorationen abzuschmücken und zu verpacken. Leider steht das auch für den Weihnachtsbaum an diesem Wochenende an, was mir leid genug tut. Selten konnte ich mich so schwer von dem Baum trennen, so sehr ist er mir gerade in dieser Weihnachtszeit ans Herz gewachsen. Kreativ verarbeitet und festgehalten habe ich ihn und die gesamte Raumsituation um ihn herum in ausführlicher Form. Das ist mir immerhin ein Trost, aber mit dem Abschmücken geht eben die einzigartige Aura des Baums verloren, die ich gerne noch länger in mir aufnehmen wollte. Nach Weihnachten ist vor Weihnachten, und so hoffe ich, für die Familie und mich den Geist dieser verflossenen Weihnachtszeit das ganze Jahr über wach halten zu können.

Die letzten Weihnachtsmotive

Zwei Reihen der wohl letzten Weihnachtsmotive vor dem Hintergrund des Weihnachtsbaums konnte ich heute noch realisieren. Zum einen lag mir die Weihnachtszimmerszene in abstrakter Unschärfe auf dem Herzen, die ich bereits in den beiden Vorjahren umgesetzt hatte. Zum anderen hatte M. die Idee, die winzige alte Krippe mit kleinen Holzfigürchen für Maria, Josef und das Kind zum Motiv zu machen. Beides hat zu einer Reihe von Variationen Anlass gegeben, nach deren erster Durchsicht ich ganz gute Kandidaten ausfindig machen konnte. Dass sollte zumindest noch zwei weitere Kartenmotive für die kommende Weihnachtszeit ergeben. Und vielleicht auch noch neue Microstock-Motive.

Weihnachten als Gemütsstimmung

Einige Freunde Ms sind tatsächlich heute noch gekommen, um unseren Weihnachtsbaum zu sehen. Auch weil sie wussten, wir halten ihn noch bis Ende der Woche geschmückt. Aber bei einigen hat sich um die Feiertage keine Gelegenheit ergeben für den Besuch, was sie jetzt nachholen wollten. Es ist einfach schön, eine solche Runde um den Weihnachtsbaum versammelt zu sehen, am Tag, den man oft als den Schlusspunkt der Weihnachtszeit ansieht. Und die Besucher haben sich sichtlich wohl gefühlt, wohl insgeheim bestätigend, dass weihnachtliche Stimmung nicht von Regeln abhängen kann, sondern je nach Wahrnehmung immer neu erlebt wird, hoffentlich auch im weiteren Verlauf des Jahres. Denn das bedeutet dann, die feierliche Innerlichkeit auch in anderen Situationen aktualisieren zu können. Eine schönere Wirkung kann die eigentliche Weihnachtszeit doch nicht haben, wenn Weihnachten ganzjährig als Gemütsstimmung und Einstellung erlebt werden kann. Wenn das gelingt, sind wir dem Sinn des Festes sehr nahe, nicht nur in diesen dunklen Winterszeit.

Verlängerte Weihnachtszeit

Ich freue mich sehr, dass wir den Weihnachtsbaum noch eine weitere Woche lang um uns haben. Ich fände es morgen nicht passend, ihn traditionsgemäß zum Dreikönigstag bereits abzuschmücken. Tatsächlich sieht er noch so frisch und kräftig aus wie vor einigen Wochen, als ich ihn frisch geschlagen beim Händler ausgesucht hatte. Und die Atmosphäre, die uns einen so wohltuenden Gegenpol zum ungemütlichen Wetter da draußen schafft und diese weihnachtliche Stimmung weiterschwingen lässt, wollen wir vor allem noch einige Tage in uns aufnehmen können. Ich freue mich, dass meine Weihnachtsimpressionen auch bei den Microstock-Redaktionen in verschiedenen Winkeln der Erde insgesamt sehr positiv aufgenommen werden und ich mein Portfolio um einiges erweitern konnte, auch wenn noch nicht alles gesichtet wurde. Außerdem konnte ich lange realisierte Motivreihen aus anderen Themenfeldern weiterverfolgen. Vielleicht gibt das ja auch den Auftakt für eine neue Phase des kreativen Fotografierens, die ich vor der Weihnachtszeit lange vermisst habe.

Jahresabschlussjahresanfangsvorhaben

Die Fotografieprojekte und verschiedenste andere Arbeiten, die noch mit dem Abschluss des alten und der Vorbereitung des neuen Arbeitsjahres zu tun haben, sollten mich auch heute noch nicht loslassen. Mit den Nicht-Weihnachten-Motiven bin ich nur wenig vorangekommen, das ist noch eine Aufgabe für die nächsten Tage. Und M. hat auch schon angedeutet, dass der diesjährige Motivschatz rund ums Weihnachtszimmer und den Baum noch nicht ganz ausgeschöpft ist. Damit sollte die Auswahl für das diesjährige Weihnachten ungewöhnlich vielfältig und umfangreich ausfallen. Auch erste Ausdrucke für physische Karten habe ich schon realisiert. Nun scheint das große Thema doch allmählich einem Abschluss entgegen zu gehen. Den Baum aber will ich noch bis Ende nächster Woche geschmückt halten. Gut, dass der Dreikönigstag auf den Montag fällt. Das verschafft dem schönen Weihnachtsbaum noch einige weitere Tage.

Bildformen und emotionale Qualitäten

Welch ein langer Arbeitstag, an dem mich die weihnachtlichen Motivreihen fast ununterbrochen auf Trab gehalten haben. Aber jetzt bin ich tatsächlich durch und muss nur noch einige Freigaben durch die Bildredakteure abwarten. Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen noch Ausdrucke der besten Motive anfertigen, als Vorgeschmack und Starthilfe für die Grußkarten der nächsten Weihnachtssaison. Aber mit der Auswahl und den detaillierten Ergebnissen bin ich zunächst sehr zufrieden. Dass ich mich mit bestimmten Motivfeldern und der Technik mit abstrakter Unschärfe auf wechselhaft interpretiertem Gebiet bewege, weiß ich ohnehin schon von den Vorjahren. Da gibt’s gewisse Routinen und Standardreaktionen je nach Agentur. Dass die Motive und die besondere Art von weihnachtlicher Impression bei Kreativen auf Interesse stößt, ist aber unzweifelhaft. Der Erfolg bei shutterstock, depositphotos und iStock gibt mir da Recht. Da muss ich eben immer wieder Überzeugungsarbeit leisten, damit die emotionale Qualität und Verwendbarkeit der Bildformen, die in meinem eigenen weihnachtlichen Erleben wurzeln, auch weitere Kreise ziehen kann. Ohne unsere Weihnachtsbäume, die das Zentrum der weihnachtlichen Arrangements bilden, wäre das so nicht denkbar. Aber wesentlich ist eben, was wir selbst damit verbinden und wie wir es konkret in Form bringen. Es freut mich ungemein, dass das von vielen verstanden und auch als ein Beitrag geschätzt wird, der eine ausgeprägte Form von Innerlichkeit und Sinnhaftigkeit offenbart.

Weihnachtliche Motivreihen

Wie erwartet haben mich die vielen angesammelten Fotografien heute pausenlos beschäftigt. Die Reihe der Weihnachtsmotive habe ich für den zuhause realisierten Teil weitgehend durchgearbeitet und für verschiedenste Zwecke bearbeitet, u. a. als Vorlagen für die nächstjährige Weihnachtsgrußkarte, aber auch in der Version, die für die Microstock-Portfolios gedacht ist. Die Schrankdekoration mit den Silberbäumchen und dem Silberhirsch, mit allerlei glitzernder Keramik und den Spiegelungen ist diesmal das interessante Motiv, das ich in verschiedenen Variationen und Bearbeitungen umgesetzt habe. Jetzt stehen aber noch die Christmas Shopping Motive zur Bearbeitung an, was ebenfalls eine gewisse Zeit beanspruchen wird. Aber es ist eben wichtig, dass das Weihnachtsthema möglichst noch innerhalb der Weihnachtszeit, also bis zum 6. Januar behandelt wird. Später ist es atmosphärisch nicht mehr genau Dasselbe. Ich freue mich auf diese weiteren Arbeiten, die für mich immer auch etwas Meditatives haben – gut für die Tage zwischen den Jahren.

Mit Abstand ins neue Jahr hineinfinden

Die Zeit zwischen den Jahren werde ich vor allem für das Durchsehen, Sortieren, Bearbeiten und Veröffentlichen angesammelter Fotografien nutzen. Neben den neuesten Weihnachtsmotiven, von unserem Weihnachtsbaum, dem Weihnachtszimmer und den externen Aufnahmen sind auch zahlreiche andere Reihen zu verschiedenen Motivfeldern – Hintergründe, Oberflächenstrukturen, Vintage und Blumen – liegengeblieben. Jede Menge Arbeit, um das Beste herauszuholen und die eigentliche Bildidee ins Zentrum zu rücken, möglichst auch für andere nutzbar zu machen. Die Ruhe dieses Neujahrstags nach dem Ansehen und Hören des Neujahrskonzerts sehe ich als Wohltat und als genau das Richtige zum Beginn des Jahres. Die gedrängte Arbeitsroutine oder die Gefahr, dass kreative Ansätze darunter leiden, wird sich noch früh genug bemerkbar machen. Gut ist nur, dass ich immer dazulerne und zumindest dies immer besser unter einen Hut zu bekommen scheine. Aber der Abstand in diesen Tagen zwischen den Raunächten, das will ich doch bewusst wahrnehmen und auf dem Weg ins neue Jahr hineinfinden.

Jahreswechsel, Pflanzenbewusstsein und Weltenneujahr

Im dem Jahreswechsel konnte ich noch nie etwas wirklich Bedeutungsvolles erkennen. Ganz anders als in den christlichen Feiertagen, die mit so viel Sinn angereichert sind, die geradezu von diesem Sinn leben, dass einige Anstrengungen notwendig sind, um diesen Sinn immer wieder zu aktualisieren, für das eigene Leben und das der Gemeinschaft mit Leben zu füllen. Der bloße kalendarische Jahreswechsel, was könnte der uns bedeuten? In einer der Neujahresbetrachtungen Rudolf Steiners von Anfang Januar 1916 gibt er darauf eine wie so oft bei ihm verblüffende Antwort. Er vergleicht darin nämlich den im 12-Monats-Zyklus stattfindenden Wechsel der Jahre und das, was gerade im tiefsten Winter passiert, in dem die Pflanzen sich scheinbar ganz von der Erdoberfläche zurückgezogen und sich in sich hinein verzogen haben mit einem viel längeren Zyklus, den die Menschenseele alle 12000 Jahre vollzieht, wenn sie durch das astralische Bewusstsein des Leibes zog. In dieser Phase, zu jedem Jahreswechsel nach 12 Monaten wie auch alle 12000 Jahre vollzieht sich danach eine Vereinigung, eine Durchdringung verschiedener Zyklen, die in dieser Durchdringung voneinander lernen, sich gegenseitig anreichern, um dann wieder je eigene Wege zu gehen. Beim 12 Monatszyklus geht es um die Durchdringung der Pflanzenseele mit dem mineralischen Bewusstsein der Erde, die gerade zum Jahreswechsel bei größter Dunkelheit zum Tragen kommt. Es ist nach Steiner das die Zeit, in der die Pflanze Verbindung mit den Sternen, den weiten des Kosmos aufnehmen kann, ihr Bewusstsein quasi ausweitet. In anderen Zusammenhängen redet er von der Sommerszeit als der Zeit, in der die Pflanzen ihr Bewusstsein in Richtung des Kosmos ausdehnen. Ein wirkliche Zufluss aber kommt gerade am gegenseitigen jahreszeitlichen Pol statt. Und analog hat lauf Rudolf Steiner die Menschenseele, ihrem damaligen Entwickelungsstand entsprechend eine Durchdringung der Seelen mit dem astralischen Bewusstsein der Erde, die eine enorme Ausweitung der Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten bedeutete, zuletzt ca. 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das bedeutet dann auch, dass die nächste Berührung, das nächste „Weltenneujahr“ in etwa 4000 Jahren zu erwarten ist. Im weiteren Verlauf des Vortrags nimmt Steiner auch Bezug zur anthroposophischen Bewegung und den Möglichkeiten, die bis dahin geisteswissenschaftlich erreichten Erkenntnisgewinne zu nutzen, auch zum Wohle anderer. Aber natürlich stimmt es auch ernüchternd, wenn eine wirklich flächendeckende, nicht nur hellsichtig Begabten mögliche, Bewusstseinserweiterung erst in 4000 Jahren wieder erreicht sein wird. Wie weit, denke ich mir da, sind wir von wirklichem geistigen Fortschritt dann noch entfernt, wie wenig können wir eigentlich heute schon verstehen? Vielleicht ist das intuitive Wissen um die gegenwärtige Situation der Grund für meine Zurückhaltung, den Jahreswechsel als bedeutsames Ereignis zu betrachten. Vielleicht fühle ich mich nicht wirklich bewusst daran erinnert, eine wie kleiner Fortschritt zu meinen Lebzeiten auf diesem Gebiet überhaupt nur möglich ist. Ich will mich bemühen, trotzdem zuversichtlich und angesichts so kleiner, kaum messbaren Fortschritte weiterhin mutig zu bleiben.

Das große Nachweihnachtstreiben

Sehr froh bin ich, dass M. sich doch zu dem traditionellen Ausflug zwischen den Jahren entschließen konnte, den wir nach S. durchführen. In der Weihnachtszeit ist es dort spannend, auch wenn ich den Trubel nur wenige Male im Jahr ertragen kann, eigentlich nur dieses eine Mal. Die Eindrücke waren wie immer vielfältig, aber eines der Highlights war zweifellos der große Dekoweihnachtsbaum in der Shopping Mall. Der scheint in den letzten Jahren immer gleich aufgebaut zu sein, aber er bildet eben den Dreh- und Angelpunkt des Zentrums und ist in abstrakter Unschärfe fotografiert ein schönes Spiegelbild des Christmas Shopping Trubels und kann dem sogar eine besondere Ästhetik verleihen, die es sonst in derselben Form nicht hätte. Die Menschen, ihre Hast und alles, was sie wenige Tage nach Weihnachten mit dem Fest verbindet, wird auf einmal wieder denkwürdig.

Das Weihnachtszimmer

Abschließen und sichern dessen, was ich in diesem arbeitsintensiven Jahr umsetzen konnte. Fotografisch das diesjährige Weihnachtszimmer dokumentieren. Diese beiden Vorhaben konnte ich u. a. heute umsetzen, einige Tage mit ähnlichen Arbeiten werden sich wohl auch noch Anfang des neuen Jahres anschließen. Diese Aktivitäten sind wichtig für mich, und wohl für fast jeden, um den Umbruch des Kalenderjahrs mit dem Sinn anzureichern, den er für die persönliche Entwicklung hat oder besser, den er mit dem von den Jahreszeiten abhängigen Zyklus im Lebenslauf gemein hat. Ich freue mich, neben der Gesamtansicht des Weihnachtszimmers, am Nachmittag auch schon einige Details festgehalten zu haben, die gute Kandidaten für das Weihnachtskartenmotiv 2020 sein könnten. Das ist eine dieser Detailaufnahmen:

Der Weihnachtsbaum und die Geisteserkenntnis

Es war genau an diesem Tag, dem 28. Dezember, allerdings vor 104 Jahren, als Rudolf Steiner vor Mitgliedern der anthroposophischen Gesellschaft in Basel einen Vortrag hielt, der die Symbolik des Weihnachtsbaums in den Zusammenhang mit dem biblischen Baum der Erkenntnis stellte und die emotionale Anteilnahme beim Anblick des Weihnachtsbaums auf eine schon Kindern mögliche Annäherung an das Christus-Bewusstsein zurückführt. Nach den verschiedenen Vorträgen, die ich von Steiner bezüglich dieses Themenfeldes bereits kenne und fast jährlich wiederum lese, erscheint mir dieser als eine Betrachtung, die dem Empfinden der meisten Menschen am nahesten kommt. Diese Erklärung der unmittelbaren Faszination des leuchtenden Baums ist sehr schlüssig, der in der dunkelsten Zeit des Jahres, in den Tagen der größten Kälte und Lichtarmut, von einer geistigen Urquelle zeugt, die gerade in dieser Zeit zum Ausdruck kommt und uns die außen fehlende Wärme als geistige Wärme zurückgibt und bewusst macht. Es ist einer der Zeitpunkte oder -phasen, in denen uns dieses Geistbewusstsein ohne größere Anstrengung zuteilwerden kann, in denen die gewonnenen Erkenntnisse, man könnte auch sagen Erinnerungen, mit Impulsen ausstatten, die das ganze folgende Jahr aufbauende und heilende Wirkung haben können. So will ich mit allen um mich herum die Zeit zwischen den Jahren in diesem Sinne als große Chance verstehen.

Zeitlos und unaufgeregt zwischen den Jahren

Ein unaufgeregter Tag zwischen den Jahren, an dem M. eines ihrer Probleme lösen konnte. Ich hoffe, dass ich mit einigen rekapitulierenden Arbeiten in den nächsten Tagen das Arbeitsjahr ohne den üblichen Zeitdruck abschließen kann, um unbelastet ins neue Jahr starten zu können. Gut eigentlich, dass auch in diesen Zwischentagen keine handwerklichen Arbeiten anstehen. Das Bedürfnis nach Symbolformen ist eben auch bei vielen Menschen in dieser Zeit nicht so ausgeprägt, da offenbar viele die Auszeit, das bei sich selbst Sein benötigen. So freue ich mich auf die kommenden Tage, mit neuen Eindrücken der weihnachtlichen Atmosphäre zuhause und punktuellen Exkursionen, vielleicht wieder zu dem riesigen Weihnachtsbaum in S., oder zu anderen Orten, an denen die Zeit nicht dieselbe Rolle wie gewöhnlich spielt.

Weihnachten und die geistige Entwicklung der Menschheit

Es ist ein Gewinn, dass wir in Deutschland einen zweiten Weihnachtsfeiertag haben. Ich empfinde das als Bereicherung und freue mich, das Feierliche der Weihnacht nicht auf zwei Tage konzentrieren zu müssen. Und auch die Raunächte und die Tage dazwischen gehören für mich dazu, wie schon die Adventszeit zuvor. Der zweite Tag war wie ein Duplikat des ersten Feiertags, ebenso ruhig und unaufgeregt verlaufen und wie gemacht, Feiertagsessen, Ausruhen und die Lektüre meiner neuen Bände mit Vortragsmitschriften und Textentwürfen von Rudolf Steiner zu verbinden. In den ersten Texten, mit denen ich in die Lektüre eingestiegen bin, geht es um die Entwicklung des Christusimpulses und die Rolle der Weihnachtsgeschichte, überhaupt der Idee einer Christgeburt, für die geistige Entwicklung der Menschheit. Große Themen, denen sich Steiner in einem Vortagszyklus in Berlin und verschiedenen Schweizer Städten in der Weihnachtszeit 1915 / 1916 gewidmet hat, dem zweiten Winter während des ersten Weltkriegs. Unglaublich, wie jemand in diesen bewegten Zeiten so tiefgehende Gedanken entwickeln, ausformulieren und vortragen konnte. Wieder ein Beweis, dass es ungewöhnliche, herausragende Persönlichkeiten gibt, die der Welt wirklich etwas Bleibendes mitzugeben hatten bzw. haben. Der nächste Text, den ich mir morgen ansehe, wird wiederum eine Weihnachtsthema aufgreifen und diesmal auch den Weihnachtsbaum erneut in den Mittelpunkt des Interesses stellen, wie dies ja auch in verschiedenen Weihnachtsvorträgen Steiners in anderen Jahren und vor anderem Publikum geschehen ist.

Die zunehmende Präsenz des Weihnachtsbaums

Vom Außen her kann man die Atmosphäre dieser Weihnachtstage nicht definieren. Zu gleichförmig verläuft die Wetterstimmung schon seit Wochen, überwiegend dunkel mit wenigen kurzen Lichtphasen, leicht regnerisch und ungewöhnlich warm für die Jahreszeit. Man könnte auch sagen wenig kalt. So lebt auch der erste Feiertag vom weihnachtlichen Erleben zuhause, auch wenn die Messe am Vormittag St. G. eine schöne war. Ein ruhiger Feiertag, an dem wir die Eindrücke des Heiligen Abend weiter wirken lassen konnten und an dem sich der feiertägliche Sinn für jeden ungestört entfalten kann. M beneide ich für ihr nachmittägliches stilles Sitzen direkt neben dem Weihnachtsbaum, dessen warmes Strahlen und Funkeln sie direkt in sich aufnehmen kann, sobald sie die Augen öffnet. Ein Platz, der ihr vorbehalten ist. Ich selbst bewundere den Baum meist im Stehen und Vorbeigehen, und mir scheint, vom Heiligen Abend an gewinnt er von Tag zu Tag immer mehr an sinnhafter Präsenz, die ganz wesentlich für unsere Wahrnehmung und Kommunikation der Weihnachtstage ist.

Heilig Abend bei J. und W.

J. war ist mit dem eigenen Weihnachtsbaum in diesem Jahr nicht ganz zufrieden. Dabei erinnert er sehr an den Baum des Vorjahres. Klein und knubbelig, nur dass der vorjährige etwas größer ausgefallen war. Mit den vielen Lichtern und dem glitzernden Schmuck, der sich auf den kurzen Ästen verteilt, wirkt er aber dennoch sehr atmosphärisch und macht sich gut in seiner Ecke. Ich bin froh, dass wir den Heiligen Abend wieder mit J. und W. zusammen verbringen konnten, so wie sich traditionell die Familie unbedingt an Heilig Abend immer schon versammelt hat. Heute zwar nicht mehr an dem gewohnten Ort, aber natürlich geht es um das Zusammenkommen an sich an diesem besonderen Abend. Ich freue mich, dass wir jeweils in unseren schön geschmückten und gemütlichen Räumen weitere zwei Wochen der so unvergleichlichen Weihnachtszeit genießen können.

Solange der Weihnachtsbaum leuchtet

Nun wurde es doch bis kurz vor Heilig Abend ein sehr arbeitsintensiver, quasi pausenloser Arbeitseinsatz auf den verschiedensten Fronten. Das ist fast schon der Klassiker, nur dass Ms Missgeschick am späten Abend und der nächtliche Einsatz in Folge die Situation noch gedrängter gestaltet hat. So froh wie in diesem Jahr sind wir alle zusammen wohl noch nie gewesen, dass die Feiertage endlich beginnen und wir tatsächlich zurückschalten können. Ich hoffe, die Zeit zwischen den Jahren wird in der Folge noch ihren zeitlosen Charakter entfalten können und die Weihnachtszeit als kontemplative Auszeit möglich machen. Solange der Weihnachtsbaum steht und strahlt, würde ich mir das Wünschen. Möglichst ohne weitere Katastrophen und Hemmnisse, aber mit Ansätzen für einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr.

Das Grundlegende der Weihnacht

Die noch ganz letzten, aber doch die wichtigsten Vorbereitungen vor den Weihnachtsfeiertagen konnten wir heute abschließen. Und nach langer Zeit wieder mit Ms und Vs Freunden zusammen essen. In der dörflichen Lokalität, mit der ich seit einigen Jahre eine sympathische Verbindung pflege. Und das war vielleicht ehrlicher und echter als jemals zuvor, vielleicht Ausdruck einer wachsenden Lebensweisheit, die heute auch den vermeintlich jüngeren zugestanden werden kann. An einem bestimmten Punkt hat man vielleicht einen vergleichbaren oder stark einander angenäherten Erfahrungsstand erreicht. Das finde ich schön und macht mich melancholisch zugleich, weil das eben auch in der Selbstbeobachtung und mitlaufenden Autobiographie emotionale Kapriolen schlagen kann. Der Anblick des wunderschönen majestätischen Weihnachtsbaums hilft mir in dieser Weihnachtszeit noch stärker als zuvor, das Schwankende und Wechselhafte auszublenden und zu nivellieren. Dann ist nur noch das wirklich Grundlegende von Bedeutung. Eine Reduktion, die für mich in diesen Tagen besonders notwendig ist und zum Jahreswechsel Verworrenes und Enttäuschendes auflösen mag.

Mit dem Geburtstag ist auch Weihnachten angekommen

Mir an Ms Geburtstag Zeit zu lassen, ist mir immer wichtig. Ich freue mich, dass das heute gelungen ist und neben vielen Besuchern und entfernten Gratulanten wir selbst auch die Möglichkeit hatten, den Festtag als solchen zu begehen. Jetzt ist Weihnachten wirklich auch angekommen, mit der so festlich geschmückten Wohnung, den schon auf die Feiertage passenden Stimmungen der Menschen, der Möglichkeit, die Dinge endlich langsamer anzugehen und sich dem Ruhepunkt zu nähern. Morgen gibt’s eine Art Nachfeier mit Ms Freunden und dann noch einige Vorbereitungen für die Feiertage selbst. Aber da bin ich doch zuversichtlich und bin froh, dass wir das alles ganz gut umsetzen konnten. Der Weihnachtsbaum, das ist nach dem Eindruck des vergangenen Tages doch festzustellen, ist dieses Jahr besonders schön und beeindruckend, weil der Schmuck perfekt zu dem ohnehin eindrucksvollen Symbolbaum arrangiert ist. Ich denke, das haben auch unsere Besucher so wahrgenommen und werden andere bestätigen, die noch bis zum Dreikönigstag zu Besuch kommen werden.

Weihnachtsbaum die Zweite

Ein traditionell vor Weihnachten durchgeführtes Treffen mit Frühstück mit R. C. in S. Das war einmal ein Gelegenheit, ein paar Stunden Abstand zu nehmen. Am Nachmittag stand aber noch an, ein längeres Projekte mit der Ausarbeitung und Platzierung von Illustrationsfotos abzuschließen. Ich bin sehr froh, dass das gelungen ist und ein weiteres Kapitel, das mit sehr viel Arbeitseinsatz und Energieaufwand einherging, zum vorläufigen Abschluss gebracht werden konnte. Danach dann endlich die Kür beim Weihnachtsbaumschmücken. Der diesjährige Baum hat sich tatsächlich als außerordentlich würdig erwiesen, die Weihnachtstage dieses Jahres, und noch bis zum Dreikönigstag des neuen Jahres, zu begleiten und das Highlight der Weihnachtsdekoration zu bilden. Die schräg nach oben weisenden Äste sind sein hervorragendstes Merkmal, das ich so zum ersten Mal sehe. Aber er ist auch sehr kräftig gewachsen, mit einem gleichmäßigen Aufbau der Äste, kräftigen, an der Oberseite tiefgrünen Nadeln und in seiner Gesamterscheinung mit einer majestätischen Präsenz. Ich freue mich schon sehr, ihn ab sofort täglich bewundern zu können, auf seinen besonderen Beitrag zur weihnachtlichen Atmosphäre bei uns und auch auf die Gespräche, die sich traditionell um den Baum drehen. Um diesen speziellen, um die der Besucher und um den Weihnachtsbaum generell, der flächendeckend als das eindrucksvolle Symbol der Weihnachtszeit aufgefasst wird, unabhängig von sonstigen Neuerungen, Moden und veränderten Gewohnheiten. Die Archetypen behaupten eben jederzeit ihre emotionale und kommunikative Ausnahmestellung.

Weihnachtsbaum die Erste

Ein sehr erschöpfender Tag, und ich merke, dass das Jahresende tatsächlich wünschenswert wird, weil es Zeit ist, die Energiereserven aufzuladen. Das Aufstellen des Weihnachtsbaums habe ich dieses Jahr auf zwei Termine aufgeteilt. Am Nachmittag konnte ich den Baum in seinem Ständer installieren und an der Decke befestigen, mit der obligatorischen Nylonschnur. Und danach waren die drei Lichterketten dran. Die sind jetzt auch schon installiert, aber ausgerechnet die mit 20 Kerzen längste leuchtet nicht. Das wird eine detektivische Suche, weil es im Grunde an jeder einzelnen Birne liegen kann. Ich hoffe, das schnell lösen zu können, um anschließend den Baum morgen in Ruhe schmücken zu können. Damit ist die Tradition gewahrt, dass er vor Ms Geburtstag bereits fertig geschmückt ist.

Weihnachtsgrußkarte 2019

Auf meine elektronischen Weihnachtsgrüße gab es diesmal mehr spontane Reaktionen als in den Vorjahren. Zum Teil auch von Menschen, die sich sonst nie gerührt haben. Das ist dann doch wieder eine Bestätigung, dass die Geste noch wahrgenommen und geschätzt wird. Ich selbst freue mich jedenfalls sehr über Grüße, zu Weihnachten wie auch aus anderen Anlässen heraus. Das diesjährige Motiv ist ein spielerisches mit kleinen Figürchen aus Filz, silbern glänzenden Tannenbäumchen, einem silbernen Weihnachtshirsch und einem mit Pailletten besetzten Teelichthalter mit brennender Kerze. Natürlich vor dem Hintergrund des letztjährigen Weihnachtsbaums mit alle seinen Dekorationen und der Beleuchtung. Eine intensiv wirkendes Stillleben, wie ich finde, das augenblicklich die Atmosphäre und Innerlichkeit des Heiligen Abends erinnern lässt. Ich hoffe und denke, dass dieser Eindruck auch bei den Empfängern entstanden sein könnte.

Individualität und Klarheit

Ein wahnsinnig arbeitsintensiver Tag mit einem notwendigen, wenn auch nicht berauschend erfreulichen Ausgang. Ich bin froh, diese ungeliebte Exkursion hinter mich gebracht zu haben, inklusive der damit verbundenen Erfahrung, aus der ich sicher etwas lernen kann. Ich bin sehr froh, dass ich das, was mich an den Bäumen so fasziniert, ihre ausgeprägte Individualität bei gleichzeitiger Verbundenheit mit ihrer Art, dass ich das für mich selbst und meine Arbeit immer wieder fruchtbar machen kann. Das ist wichtig, beschützt und leitet ein Gespräch, in dem es darum geht, Klarheit zu schaffen und die eigene Leistung in angemessenem Licht zu präsentieren.

Der neue Weihnachtsbaum ist da

Schön, die letzten Armbänder vor Weihnachten habe ich heute für den Versand vorbereitet. Das rundet das kunsthandwerkliche Jahr ab, auch wenn zwischen den Jahren durchaus noch der eine oder andere Nachzügler kommen könnte. Die meisten Menschen sind aber schon auf die Feiertage hin orientiert, so dass nicht mehr so viel Bewegung zu erwarten ist. Ich bin sehr glücklich, dass ich unseren diesjährigen Weihnachtsbaum gefunden habe. Wie immer war ich schon vor der offiziellen Öffnungszeit vor Ort und habe mich umgesehen. Und nach einem Rundgang hatte ich den richtigen Baum auch schon im Visier. Der Händler war mir behilflich, ihn von allen Seiten zu betrachten, auf die richtige Länge zu kürzen und die unteren Äste zu entfernen. Auch konnte ich ihn mit einem zweiten Kandidaten vergleichen, der aber doch nicht ganz so überzeugend war. Es ist ein kräftiger, breiter, aber nicht zu ausladender Baum mit einer schönen Aufteilung in der Krone. Eine Ungleichmäßigkeit ist eigentlich nur an der Basis erkennbar, wie bei fast allen Weihnachtsbäumen, aber diese „Delle“ ist auch gut, z. B. um die Krippe an der Stelle am Boden zu platzieren, oder man dreht ihn einfach so, dass die Lücke in Richtung der Ecke verschwindet. Wenn es gelingt, genügend Zeit und Ruhe für das Aufstellen und Schmücken freizumachen, können wir uns sicher wieder über einen eindrucksvollen Symbolbaum freuen.