Aussicht auf viel Sonne und Licht

Ein Tag voller Projektarbeit, an dem auch V. nach langer Zeit wieder zu seinem Handwerk zurückgefunden hat. Weniger aus Lust, eher weil es nach der Reinigungsaktion im Gartenbereich Reparaturbedarf gab. Da ist noch einiger Einsatz von Nöten, damit wir demnächst wieder in Ruhe draußen sitzen und die Gartensaison genießen können. Die Aussichten für diese Sommer, die Langzeitprognosen bezüglich der zu erwartenden Sommerwitterung klingen gut. Natürlich weiß niemand wirklich, wie das Wetter in drei Monaten sein wird. Aber das Spekulieren hat auch seinen Reiz. Und einen heißen, trockenen Sommer vorherzusagen, ist nicht schwierig, wenn man die letzten Jahre betrachtet. Viel leider unter den Extremen, gerade auch die Bäume, bei denn sich zeitversetzt in den Folgejahren die Auswirkungen von zu viel trockener Hitze zeigen, z. B. in vermehrtem Borkenkäferbefall, der dann auch das Aus bedeuten kann. Nur die Aussicht auf viel Sonne und Licht ist mir grundsätzlich immer sympathisch.

Die Blüte des Spitzahorns festhalten

Das Licht war heute um die Mittagszeit so toll, dass ich doch zu einem kurzen Spaziergang aufbrechen musste. Zu meiner Überraschung waren die Weißdornblüten, mit denen ich eigentlich schon gerechnet hatte, weitgehend noch geschlossen, jedenfalls bei den meisten Sträuchern. Aber eine Reihe von jungen Spitzahornen habe ich entdeckt, die gerade jetzt in voller Blüte stehen und ungefähr gleichgewichtig Blätter und Blüten gleichzeitig ausbilden. Es war noch keine Zeit die Serie durchzugehen, aber ich denke, es sind einige gelungene Aufnahmen dabei. Was etwas bedeutet, denn gerade diese ungemein filigranen Blütenstände sind sehr schwer fotografisch festzuhalten. Auch weil die Erkennbarkeit und der Kontrast stark von der konkreten Lichtführung, der Aufnahmeperspektive und der Art des Hintergrunds abhängen. Da ist dann viel Zufall im Spiel und man benötigt eine umfangreichere Reihe, um einige stimmige Ergebnisse zu erhalten. Die besten Bilder werde ich in den nächsten Tagen hier vorstellen.

Der Gleichklang von Außen und Innen

Vielleicht macht sich der spürbare Frühling inzwischen doch schon bemerkbar. Die Zähigkeit in der Durchführung von Projekten, die zuletzt durch die große Krise noch verstärkt schien, zeigt jetzt Tendenzen, sich tatsächlich aufzulösen. Das ist gut, denn wenn der Frühling, angekündigt durch den großen Durchbruch der Bäume beim Grünen und Blühen, dann seinem Höhepunkt zustrebt, kann der außen erlebte und wahrgenommene Aufbruch die innere Bewegung, Motivation und Entschlusskraft weiter beflügeln. Dass da ein starker Zusammenhang besteht, ist für mich inzwischen unzweifelhaft. Etwas wehmütig stelle ich gleichzeitig fest, dass sich der Zusammenhang nur wenig beeinflussen lässt. Der Gleichklang von Außen und Innen ist eher etwas, das man für kurzfristige Vorhersagen und Prognosen verwenden kann. Die Natur der Dinge, der Zusammenhang selbst, lässt sich dadurch aber nicht willkürlich herbeiführen.

Vor dem Aufbruch in den echten Baumfrühling

Passend zur ruhigen Atmosphäre dieses Osterfestes habe ich mich heute nur kurz in der Landschaft bewegt. Die spannende Zeit steht erst noch bevor, denn ich konnte sehen, dass aktuell die Weißdornsträucher sich auf die Blüte vorbereiten. Bei den meisten Exemplaren sieht man die noch geschlossenen Blütenknospen in großer Zahl darauf wartend, sich bei konstant warmem Wetter öffnen zu können. Das gleiche ist bei den Pfaffenhütchen zu beobachten. Daneben habe ich nur vereinzelte Exemplare bestimmter Kirschbaumarten in Blüte gesehen, und immer noch der Spitzahorn. Der Schlehdorn dagegen ist überwiegend schon abgeblüht. Ab Mittwoch werde ich sicher Gelegenheit haben, die Weißdornblüte in ihrem frühen Stadium fotografisch festzuhalten. Das ist wegen der filigranen Form dieser kleinen Blütenstände erfahrungsgemäß schwierig und erfordert viele Versuche. Ich hoffe aber diesmal auf eine ruhige Hand, und darauf, die rosafarbenen Staubfäden ebenfalls festhalten zu können, die für die Frische der gerade geöffneten Blüten typisch sind.

Ein ausgewogener Osterfeiertag

Nach dem anstrengenden Gartenarbeitstag durften wir heute einen echten Feiertag genießen, der tatsächlich mit einem gut ausgewogenen Verhältnis von Ruhe und Kommunikation ausgefüllt war. Inklusive natürlich der feiertäglichen kulinarischen Besonderheiten, die bei uns durchaus dezent ausfallen, aber doch bewusst und wie ein Highlight wahrgenommen werden. Schön war es auch, zum ersten Mal in dieser Freiluftsaison im Garten sitzen und die milde Wärme aufnehmen zu können. Schön, um sich herum zu sehen, dass das mit dem Bestellen des Gartens schon ganz gut vorangeschritten ist und auf einem guten Weg. Die Lektüre der Mitschriften verschiedener Vorträge, die Rudolf Steiner im Jahre 1907 in München und Berlin zu österlichen Themen gehalten hat, waren für mich am Karfreitag und am heutigen ersten Osterfeiertag persönliche Highlights, die mich der Denkart Steiners und meinem eigenen Verständnis der österlichen Sinnhaftigkeit noch ein Stück näher gebracht hat.

Vorösterliches Reinigungsritual

Es hat bei uns Tradition und ist für uns auch ein Teil des Frühlingserlebens, wenn wir das Gartenareal, sprich alles, was daran nicht Erde und Pflanzen ist, zum Auftakt der Gartensaison reinigen. All die Algen, das Moos, die Verschmutzungen in Ritzen, Rillen und Fugen, auf Platten und Fliesen machen immer viel Arbeit. Dieses Jahr war zusätzlich die transparente Überdachung dran. Wegen der Schräge und der glatten gewellten Oberfläche der Kunststoffplatten eine ziemlich fragile Angelegenheit, die ich überwiegend sitzend ausgeführt habe, auch das mit geeigneten Sicherungsmaßnahmen. Aber alle paar Jahre muss das sein, wenn die Überdachung nicht völlig undurchsichtig, weil von Algen und Schmutz bedeckt, werden soll. Die Hälfte des übrigen „normalen“ Programms konnten wir anschließend auch noch realisieren. Und der Rest folgt dann in Kürze. Jedenfalls konnten wir in dem gereinigten Teil nun endlich die Gartenmöbel arrangieren. Jetzt kann die Saison beginnen. Die selbst gezogenen Sonnenblumen habe ich von der Pflanzschale nun auch schon umgesetzt in die vorbereiteten Blumentöpfe. Obwohl ich einige schon an die Nachbarin verschenkt habe, sind es dennoch sehr viele Einzelpflanzen geworden, so dass ich noch weitere Töpfe ergänzen musst. Zwei kleine Wunderbäumchen sind auch schon dabei, ich hoffe, weitere werden folgen. Denn dann sind die beiden markantesten Stauden für den Sommergarten schon gesichert. Und ich kann mich auf meine Nutzpflanzen, die Chilis, konzentrieren. Und auf die Strohblumen, die allerdings bisher noch nicht ausgesät sind, da die Samen noch nicht eingetroffen sind. Noch einiges zu tun, bevor die Sommergartenarbeit in ihre Hauptrunde geht.

Stille Tage

Es ist die Möglichkeit, einmal ganz ruhig und still den Tag zu verleben, die ich an den Feiertagen schätze und ganz besonders an einem solchen Karfreitag, an dem die Ruhe innen von einer ruhigen sonnenreichen Atmosphäre draußen begleitet war. Anders als an nicht feiertäglichen Sonntagen hat es mich heute so gar nicht zu einer Exkursion oder einem Spaziergang gedrängt. Ganz bei sich und der Familie bleiben, scheint mir an einem solchen christlichen Feiertag angemessener und stimmiger. Das Grün da draußen, das Licht und das überall spürbare Drängen, Wachsen und Blühen bei den Bäumen und anderen Pflanzen ist mir ein Trost und nimmt die Symbolik des Osterfestes vorweg. Gut, dass uns diese stillen Tage vergönnt sind.

Zuversicht und Vertrauen

Zuversicht und Vertrauen sind Einstellungen, die ich mir gelegentlich erarbeiten, an die ich mich auch einmal erinnern muss. Heute durfte ich erneut erleben, dass zuversichtliches Denken richtig sein kann, ohne unvorsichtig oder naiv zu werden. Solche bestätigenden Erlebnisse sind dann ein Auftrieb, der für mich sehr stimmig ist zum Osterfest. Überhaupt finde ich es erstrebenswert, die eigentlichen Bedeutungen der Feiertage ins Bewusstsein zu bringen und je individuell auch erlebbar zu machen. Das Symbolische und christlich Sinnhafte des Osterfestes spielt für unsere Familie so immer wieder eine wirkliche Rolle, die überhaupt nicht aufdringlich daher kommt, die einem ehrlichen tradierten Bedürfnis entspricht. Dass ich während der Karwoche das erste richtige Manufakturprojekt dieses Jahres abschließen konnte, reiht sich in die sinnstiftenden Erlebnisse dieser Tage ein. Und die Voraussicht auf die Zufriedenheit und Wertschätzung der Träger trägt die Aufbruchgesinnung über Ostern hinaus in die gesamte Frühlingszeit.

Einleitung der Freiluftsaison

Jetzt habe ich auch den ersten Keimling beim Rizinus entdeckt. Die Samen brauchen erfahrungsgemäß sehr lange, die Blindgängerquote einmal abgerechnet. Aber ich bin doch zuversichtlich, dass in den nächsten zwei Wochen noch einige weitere folgen werden. So viel Licht und Wärme, das sollte ihnen ein Ansporn sein. Die Sonnenblumenpflänzchen werde ich am Wochenende bereits umtopfen können, in die bereits vorbereiteten größeren Blumentöpfe. Und bis dahin sollten auch die bestellten Strohblumensamen eingetroffen sein. So geht die Sommergartenarbeit in die nächste Runde. Die aktuelle Holzarbeit mit Eiche, Esskastanie und Walnussbaum werde ich voraussichtlich vorher schon abschließen können. Dann bleibt Freiraum für das erste Reinemachen im Gartenbereich, damit wir die Freiluftsaison auch praktisch demnächst einleiten können.

Starke Hölzer

Das handwerkliche Arbeiten im Freien, bei diesem tollen Licht und der wärmenden Sonne im Rücken am Nachmittag, macht jetzt wieder richtig Spaß. So im direkten Umfeld des Gartens, in dem die Gehölze Blattknospen gebildet haben oder schon kurz davor stehen, die jungen Blätter aufzufalten, in dem wir zahlreiche Pflanztöpfe für unsere derzeit noch auf der Fensterbank vorgezogenen Pflanzen vorbereitet haben, in dem es langsam aber deutlich, schon durch die anhaltende Sonne befördert, immer grüner wird. Es sind drei Klassiker, mit denen ich aktuell arbeite. Eiche, wegen der Konzentration auf die Frühlingstagundnachtgleiche, eher selten angefragt, aber natürlich sehr energiegeladen und spannend in der Bearbeitung. Die Esskastanie, die schon durch die Einheit der Differenz von markanter Ausdrucksstärke und zerbrechlicher Mikrostruktur immer eine Herausforderung darstellt. Und der Walnussbaum, für mich ohnehin eine der spannendsten Arten unserer heimischen Bäume bzw. Holzarten. Drei Holzarten für drei spätere Träger. Ich freue mich, mit dieser kraftvollen Kombination in die neue Saison starten zu können.

Lichtreiche Karwoche

Es ist nicht das erste Mal, dass wir in der Karwoche so schönes frühsommerliches Wetter hatten. Aber dass dies die ganze Woche so zu bleiben scheint, freut mich besonders. Es gibt den Menschen einen Auftrieb, der von außen kommt, etwas, das man in diesen Tagen besonders gerne auf sich wirken lässt, wo sich das Leben ansonsten so unsicher und fremdbestimmt darstellt. Passend zu der ersten länger anhaltenden Frühlingsphase konnte ich heute die Saison der Holzarbeit eröffnen. Streng genommen startete die bereit vor einigen Wochen, aber in gewohnter Form erst jetzt. Das Licht und die Sonnenwärme schlagen hier nicht zum ersten Mal durch, wirken sich auf die Motivation der Interessenten aus und lassen die Arbeit an den Projekten besonders leicht von der Hand gehen. Das ist eine schöne diese Projektarbeitswoche begleitende Handarbeit, die ich vielleicht schon in dieser Woche auch abschließen kann.

Ein etwas anderer Palmsonntag

Pastor M. hatte sich auf Ms Bitte hin bereit erklärt, unsere im eigenen Garten geschnittenen Palmzweige außerhalb der offiziellen und dieses Jahr ja nicht stattfindenden Palmsonntagszeremonie zu segnen. Das war uns wichtig, damit wir der Tradition nachkommen und an allen Türkreuzen im Haus die letztjährigen vertrockneten durch frische gesegnete Buchsbaumzeige austauschen konnten. In diesem Jahr ist wegen der Krise eben alles anders, auch die Traditionen können nicht in gewohnter Form gepflegt werden. Dennoch hatte der Sonntag den auch sonst empfundenen Feiertagscharakter und trug eine gewissen Feierlichkeit in meiner Wahrnehmung in sich. Am Nachmittag hat es unabhängig davon viele Menschen ins Freie gezogen, meist diszipliziert mit Abstand, aber eben mit dem erkennbaren Drang, sich endlich einmal wieder länger an frischer Luft bewegen und das wunderbare Licht genießen zu können. Bei solchem Sonnenlicht erscheint vieles in eindrucksvollem Licht. In der hiesigen Baumlandschaft waren es vor allem die Spitzahorne mit ihren filigranen Blüten, die es mir heute sehr angetan haben. Erstmals ist es mir auch gelungen, einen ganzen Zweig in verschiedenen fotografischen Einstellungen festzuhalten, mit durchaus zufriedenstellender technischer Qualität.

Spitzahornblütenzweig im Frühlng

Sonnenreicher Aprilanfang

Diese ersten Apriltage sind ungewöhnlich lichtreich. Das ist gut für die Seele, aber auch gut für unsere gerade ausgesäten Fensterbank-Pflanzen. Immerhin sind die Riesensonnenblumen, passend zur Sonneneinstrahlung, sehr schnell gekommen und können nächste Woche schon von der kleinen Pflanzschale vereinzelt in größere Pflanztöpfe umgesetzt werden. Die Töpfe bzw. Erde dafür habe ich heute schon vorbereitet. Das Umsetzen geht dann recht schnell, da sich die einzelne Pflanze aus den konisch geformten Einzelelementen der Schale sehr gut herausdrücken lassen. Die Rizinussamen, die ich recht tief eingesetzt hatte, sind noch nicht an die Oberfläche gekommen, was aber der Erfahrung der Vorjahre entspricht. Die Blindgängerquote bei dieser Art ist recht hoch, und außerdem brauche die keimfähigen Kerne meist mehrere Wochen, bis es soweit ist. Ich hoffe, am Ende aber 4-5 gute Exemplare gewinnen zu können, für unseren Garten und für J. und W., die ebenfalls an den Wunderbäumen gefallen gefunden haben. In Sachen Gartenarbeit stehen wir allerdings erst am Anfang. Nach den Sonnenblumen geht an die größeren Pflanzkübel, die noch frische Erde und Dünger benötigen. Und dann sollten auch die noch auszusäenden Strohblumen und die jungen Chilipflänzchen so weit sein.

Bau(m)holztexturen

Meine neuesten Material-Oberflächen-Fotografien sind wirklich besonders, sehr differenziert und dank einer guten Auswahl, einer ruhigen Hand und der Verwendung des sensationell scharfen Makroobjektivs auch technisch erstklassig gelungen. Ich bin gespannt, ob die zwei Bauholz-Oberflächendetails und die beiden metallischen Oberflächenstrukturen akzeptiert werden. Als Illustrationshintergründe scheinen sie mir sehr geeignet und sicherlich auch vielseitig einsetzbar. Selbst erstaunt bin ich über den Detailreichtum dieser Aufnahmen, die mir nicht immer in dieser Form gelingen.

Bauholztextur mit Quarzsand und Zementanhaftungen
Bauholzhintergrund mit Quarzsand und Zementanhaftungen

Weiße und grüne Frühlingszeichen

Schön, dass sich die Sonne in den April hinübergerettet hat und uns der Frühling erkennbar entgegentritt. Heute haben es mir die immer noch in voller Blüte stehenden Schlehdornhecken mit ihrem strahlenden Weiß angetan. Und die zwar unauffälligeren, aber in ihrer filigranen Form einzigartigen Blüten des Spitzahorns. Aber ich konnte auch bei der immer gleichen Mittagsrunde interessante Oberflächenstrukturen entdecken, die mein Portfolio fotografischer Hintergründe und Texturen erweitern.

Spitzahornblütenzweig

Wenn der Frühling sich anbahnt

Ich bin ganz zuversichtlich, dass der Frühling sich bald durchgesetzt hat. Das konstante Licht, die kühlen Nächte und immer wärmer werdenden Tage. Die wachsende Zahl der Baum- und Straucharten, die Blütenknospen ansetzen und sie teilweise schon geöffnet haben. Da tastet sich die Vegetation an den Frühling heran und wartet nur noch auf mehr Sicherheit, um es wagen zu können und damit das Blühen, Grünen und Fruchten auch einigermaßen gefahrlos sich entwickeln kann. Für uns Menschen ist das ohnehin das Aufbauendste und Wichtigste, was uns in diesen Tagen geschehen kann, die so ungewohnt und lähmend von verordneter Bewegungseinschränkung geprägt sind. Immerhin isolierte Exkursionen sind möglich, so dass die Zeichen des Frühlings nicht an niemandem, der sich bewegen kann, vorübergehe müssen.

Unwahrscheinliche Entwicklungen

Ein intensiver Arbeitstag, an dem sich die Krise latent fortsetzt und zu einer unwahrscheinlichen Gewohnheit zu werden scheint. Kaum absehbar, wie sich das längerfristig auf die Motivation der Menschen auswirkt, wenn man sich dauerhaft im Überlebensmodus bewegt und danach verhält. Ich freue mich, dass ich mit meinen jüngsten Microstock-Ergänzungen insgesamt gute Resonanz gefunden habe, solche kreativen Highlights sind mir eine aufbauende Bestätigung. Darunter sind viele Materialstrukturbilder, vor allem von Holzstrukturen, aber auch aus dem Motivfeld der Kunststoffrecycling-Konzepte. Nachholbedarf habe ich noch bei den Baumdetails, hoffe aber, dass mir im Laufe des Baumfrühlings neue Aufnahmen gelingen, was gerade bei den Baumblüten nicht einfach ist. Spitzahorn und Weißdorn sind da aber grundsätzlich geeignete Kandidaten.

Der Vorzug längerer Zyklen

Geduld ist in dieser außergewöhnlichen Situation angesagt. Auch wenn das die Menschen zunehmend einschläfert und unwillig macht. Aber selbst mediale Vereinseitigungen abgerechnet gibt es wohl keine Alternative zu dieser Selbstbeschränkung und zum Social Distancing, das eigentlich ein Physical Distancing darstellt. Das hat Auswirkungen, die man sich nur schrittweise ganz klar macht. Zum Beispiel für alle, die mit Pflanzen arbeiten, die Blumenzüchter beispielsweise. Nicht nur fallen viele Gelegenheiten weg, bei denen Blumen benötigt werden, was die Nachfrage stark schrumpfen lässt. Vor allem haben die Pflanzen ja ihr Wachstum schon begonnen und müssen jetzt mit allen Mitteln vom regulären Weiterwachsen abgehalten werden. Durch Reduktion des Lichts, Absenken der Umgebungstemperatur u. ä. Aber das funktioniert natürlich nur eine Zeit lang. In der Hinsicht haben es die Bäume vergleichsweise gut, weil sie ihre Entwicklung auf längere Zyklen ausgelegt haben und sich wenn noch möglich an den Jahreszeiten orientieren. Kurzfristige Verwendungen spielen da eine untergeordnete Rolle. Nur auf den Erwerb junger Bäumchen in der Baumschule dürfte sich die Krise auswirken. Und damit auf alles, was das Bäume pflanzen symbolisch mit sich bringt. Es sind nicht gerade die Zeiten, in denen die vegetative Lebenssymbolik auf geeignete Rahmenbedingungen trifft.

Auf dass die Frühtracht erfolgreich ausfällt

Immerhin entschädigt uns der Ausgang des März durch wunderbar viel Sonne, wenn auch bei frostigen Nächten und kühlen Tagen. Aber das Licht ist den Menschen viel wert. Da ist der Spaziergang besonders geeignet, Energie zu tanken, den Kopf freizumachen, gerade in diesen Tagen, in denen die Bewegungsfreiheit notgedrungen eingeschränkt ist. Ich wünsche mir eine Fortsetzung dieses Wetters, auch damit ich die Entwicklung der aufblühenden Baumlandschaft besser beobachten kann. Der Schlehdorn ist jetzt schon am Abblühen, der Spitzahorn ist in voller Blüte, und beim Weißdorn drängen die aktuell noch geschlossenen Blütenknospen danach, sich zu öffnen. Der Weißdorn ist aber immer besonders vorsichtig und lässt sich von den kühlen Nächten bisher noch abhalten. Er muss mehr Sicherheit gewinnen, um das Öffnen der zarten Blütenblätter zu wagen. Für V. ist das von besonderer Bedeutung, da der Weißdorn wesentlich zu unserer Frühtracht beiträgt. Eine Beimischung von Ahorn ist immer auch dabei, zumal direkt vor dem Bienenhaus eine ganze Allee von Ahornen gepflanzt wurde. Aber der Weißdorn ist das Wesentliche für den frühen Honig, etwas später noch ergänzt durch die Apfelblüte. Wäre schon, wenn in dieser Saison bei den recht stark über den Winter gekommenen Bienenvölkern auch das Wetter und die Abfolge der versetzt blühenden Arten ohne große Ausreißer und damit ergiebig sein wird. Zu oft wurde der Ertrag in den Vorjahren durch Chaoswetter oder Komplettausfälle wegen Frost oder Dauerregen stark reduziert. Zeit für einen neuen Erfolg.

Noch Zeit für die Gartenarbeit

Gut, dass ich den Maulbeerbaum gestern zurückgeschnitten habe. Heute war es zwar immer noch überwiegend sonnig, aber deutlich kühler. Die Arbeit wäre nicht ganz so leicht von der Hand gegangen. So konnte ich nach dem Backen eines unserer traditionellen Lieblingskuchen auch noch einige Zeit in die Gartenarbeit stecken. Einige Pflanztöpfe des Vorjahres waren noch nicht von ihrer verbrauchten Erde befreit. Die Petersilie, die wir alle so lieben, konnte ich nachträglich noch aussähen, um in einem zweiten Anlauf den Versuch auf der Fensterbank zu wagen. Die Freiluftaufzucht hatte zuletzt weniger gut funktioniert. Und da ich ohnehin täglich mit dem Gießen der Sonnenblumen, Rizinussamen und Chilisamen beschäftigt bin, kann ich das in einem Rutsch miterledigen. Wäre schön, wenn wir auf die Art unser Reservoir frische Kräuter erweitern könnten.

Maulbeerbaum mit frisch geschnittener Krone

Es war nicht nur die genau richtige Zeit für diese Arbeit. Wieder einmal im Freien zu arbeiten und mich über Stunden dem sorgfältigen Rückschnitt meines Maulbeerbaums zu widmen, war auch ein wohltuender Abstand zu dem großen und fast einzigen Thema dieser Tage, das sämtliche Gedanken und Emotionen zu dominieren scheint. Ganz in Ruhe und ohne Kontakt zu anderen ist dieses Beschneiden des Baums ganz ungefährlich. Und auch der Baum nimmt mir das nicht übel, ich würde fast sagen, er hat schon darauf gewartet, weil er weiß, wie viel Mühe ich mir jedes Mal gebe, um ihm einen guten Start in die neue Saison zu ermöglichen. Es war anstrengend und langwierig wie in den Vorjahren. Letztlich habe ich aber die richtige Balance gefunden, nicht zu viel, nicht zu wenig weggenommen und auch Vs Wunsch entsprochen, einige innen quer verlaufenden Äste mit der Säge zu entfernen. Das hat V. dann auch selbst übernommen, während ich die ganze Aktion allein mit der Teleskop-Baumschere bewältigt habe, ohne auch nur einmal eine Leiter zu bemühen. Bei den besonders hoch hinausragenden letztjährigen Asttrieben in der mittleren Krone war das wirklich schwierig. Die liegen an der Grenze dessen, was mit der Stange noch erreichbar ist. Letztlich hat es aber funktioniert. Das herabgefallene Material haben wir auch schon zusammengetragen, V. wird das morgen naturnah verwerten. Und die Maulbeere wird in den nächsten Wochen Gelegenheit haben, Anlauf zu nehmen, frische Triebe zu bilden und hoffentlich später zu blühen. Das ist bei dieser Art besonders heikel, weil es ganz bestimmter Bedingungen bedarf. Im Vorjahr hat das nicht funktioniert, weswegen wir keine einzige Frucht ernten konnten. Eine Neuauflage von 2018 wünsche wir stattdessen, in dem wir reichlich Vorrat an leckerer Maulbeermarmelade anlegen konnten. Diesen Vorrat aufzufüllen, wäre jetzt die richtige Zeit.

Akute Krise und zeitlose Themen

Derzeit gibt es viele Überlegungen und Prognosen, wie lange diese Krise wohl andauern wird, welche Ausmaße auch die wirtschaftlichen Folgen annehmen könnten. Die Menschen sind in jeder Hinsicht in Ausnahmestimmung, stehen quasi außer sich, konfrontiert mit zahllosen Fragen, auf die es keine klaren Antworten gibt. Schon aus Mangel an vergleichbaren Vorerfahrungen. Ich bin mir nicht sicher, ob uns das tatsächlich etwas bedeuten kann. Wie so oft wird die Erkenntnis vielleicht erst in viel späterem Abstand kommen. Wenn es aber etwas bedeutet, dürfte das am allerwenigsten mit Viren zu tun haben. Wir sind geneigt, den Dingen einen übergeordneten Sinn zu verleihen, es als ein Zeichne zu deuten, sich der Zeitentwicklung gegenüber bewusster zu zeigen. Aber wo genau liegt der Sinn, in der Wahrnehmung und Darstellung der Menschen als einheitliche Linie erkennbar ist er mir noch nicht. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich in der Auseinandersetzung mit den gerade nicht krisenbesetzen Themen rund um die Bäume die Möglichkeit habe, mich zeitweise auszuklinken und den Kopf klarer zu machen – auch für den Umgang mit dieser globalen und allgegenwärtigen Krisensituation.

Chaotische Holzstrukturen

Grobspan-Platte

Bei so lichtem Wetter wie in den letzten Tagen richtet sich meine Aufmerksamkeit wie von selbst auf die Oberflächenstrukturen verschiedener Hölzer, natürlicher wie industriell verarbeiteter. So hatte ich gestern schon auf der Straße, wohl für den Sperrmüll herausgestellt, einen Stapel von Pressspanplatten entdeckt, die eine wunderbar lebendige, man könnte auch sagen chaotische Struktur aufweisen. Diese Art von Platten war mir natürlich bekannt, aber ich musste tatsächlich nachlesen, wie man sie denn eigentlich nennt, denn es handelt sich ja nicht um die gewöhnliche Spanplatten aus fein gepressten Sägespänen, sondern eben um diese aus gröberen und größeren, länglich geformten Holzsplittern. Wie ich jetzt weiß, nennt man sie Grobspanplatten oder auch OSB-Platten. Letzteres ist eine Abkürzung aus dem Englischen für oriented structural board bzw. oriented strand board, wobei strand für „Späne“ steht. Die aus dem Rundstamm herausgeschälten Längsspäne werden so verwirbelt, dass sie gegeneinanderversetzte Schichten bilden, die mit Bindematerial ummantelt und dann unter hohem Druck und hoher Temperatur zusammengepresst werden. Vorher werden sie stark heruntergetrocknet, um ein späteres Reißen der Platten zu verhindern. Was mich daran v. a. fasziniert ist diese irre chaotische Struktur, die letztlich doch noch vieles von der Ursprungsqualität der verwendeten Holzelemente erkennbar lässt.

Unwirkliche Szenen und die ersten opulenten Ahornblüten

Dieser Tag war ein Klon des Vortags. Fast gleiches Wetter, d. h. viel Licht und Sonne, gepaart mit dieser merkwürdig irreal wirkenden Atmosphäre. Die wird vor allem dann spürbar, wenn man sich hinauswagt und das roboterhaft sich im Raum Bewegen der vereinzelten Menschen beobachtet. In Kombination mit den Nachrichten, die nur noch ein Thema kennen, verstärkt sich der Eindruck des Unwirklichen. Gut nur, dass ich die Möglichkeit habe, verschiedene Projekte weiterzuverfolgen und darin nicht wenig zeitraubende Routinen untergebracht sind. Das hilft, die Erlebnisse dieser Ausnahmezeit zu verarbeiten. Zum ersten Mal für dieses Jahr bin ich dem frischen Grün-Gelb des Blüten des Spitzahorns begegnet. Die Reihe von Fotos war wie eigentlich fast immer mit wenigen Ausnahmen nicht gelungen. Dafür war der Wind zu stark und die Szene zu wenig geeignet. Denn in diese dicht beieinander liegenden Töne von Grün und Gelb bei dem ohnehin filigranen Blütenstand noch Kontrast hinein zu bringen, ist nur selten möglich, und hängt dann tatsächlich von Glück und glücklichen Zufällen ab.

Frühe Spitzahornblüte

Weiß leuchtet der Schleedorn

Heute habe ich mich dann doch wieder hinausgewagt und konnte einige Fotos bei wunderbarem Licht machen. Die Materialoberflächen haben mich wieder beschäftigt. Aber am markantesten und auffälligsten waren heute in der vorfrühlingshaften Baumlandschaft die blühenden Schlehdornhecken. Das ist ein so schönes, strahlendes Weiß, und so viele kleine Einzelblüten an den stacheligen Zweigen. Bei so strahlendem Sonnenschein entfaltet das eine vom Licht flirrende Szene.

Schleedornblüte im Frühjahr 2020 III
Schleedornblüte im Frühjahr 2020 II
Schleedornblüte im Frühjahr 2020 I

Frühlingshafter Trost in Krisenzeiten

Es ist ein Trost, dass wir derzeit so viel Licht und Sonne tagsüber haben. Und dass die Hochwetterlage noch einige Tage andauern soll. Man kann das zwar nicht mit derselben Haltung wahrnehmen wie üblich zu Beginn des Frühlings, aber das Licht an sich wirkt schon belebend. Da spielt wie so oft viel Baumsymbolik mit. Man denkt sich das erste Grün der frühen Bäume gleich mit, auch wenn es noch sichtbar geworden ist, und die ersten Blüten der größeren Bäume wie Spitzahorn und mancher Zierkirschenarten. Wenn das dann sichtbar geworden ist, wissen wir den Frühling angekommen. Und das ist dann aufbauend, auch wenn man sich mehr als sonst zuhause aufhalten soll und wohl noch einige Wochen bleiben muss. Das ist für sehr viele mit großen Einschränkungen verbunden, nicht die gesündeste Art zu leben, und paradoxerweise doch notwendig, um die ganz große Gesundheitskatastrophe zu verhindern. Wir werden das Beste daraus machen und das in die eher distanzierte Kommunikation einbringen, was wir in dieser Situation an Sinnvollem beisteuern können. Und das ist in vielen Fällen auch eine technische und sprachliche Assistenz, wenn es darum geht, die Präsenz und Ansprechbarkeit in Krisenzeiten übers Internet zu vermitteln.

Mittel gegen die globale Angst

Sollte die Zahl ihren Zauber verloren haben? An den letzten Einundzwanzigsten war wenig Erfreuliches zu berichten. Und an einem 21. März, der gleichzeitig den Frühlingsanfang markiert, und den Tag der Eiche im keltischen Baumkalender, wünscht man sich erst recht eine aufbauende, Mut machende, Stärke und Vitalität vermittelnde Stimmung. Tatsächlich begegnen wir zunehmend katastrophalen Entwicklungen im Zusammenhang mit der weltweiten Pandemie, massiven Verhaltenseinschränkungen und vor allem dem verbreiteten Gefühl, die Dinge nicht mehr vollständig im Griff zu haben. Unwahrscheinlich und schrecklich zugleich ist das alles, man sieht sich darauf beschränkt, den Empfehlungen zu folgen, vielleicht anderen dabei zu helfen, diesem nachzukommen. Aber mehr kann man nicht tun, eine Situation, die von Kontrollverlust und Machtlosigkeit geprägt ist. Ich wünsche mir, dass die Menschen, die das fachlich überhaupt einschätzen und beeinflussen können, sehr bald einen großen Fortschritt machen, damit ein Ende dieses unsäglichen Leidens und der globalen Angst in Aussicht steht.

Erste Gartenarbeit und Aussaat

Das Wochenende soll wieder einen Temperatursturz bringen. Deshalb habe ich den heutigen Nachmittag genutzt, um die ersten Pflanzen in meine bewährten Pflanzschalen und -töpfchen auszusäen. Etwa zwei Wochen später als in den beiden Vorjahren. Aber das ist ganz in Ordnung, gerade für die Chilipflänzchen ist es ohnehin noch etwas früh, die brauche erfahrungsgemäß sehr lange, bis sie überhaupt nennenswertes Wachstum zeigen. Und auch die Sonnenblumen werden erst Ende Mai, Anfang Juni wirklich groß. Sie allzu früh auf der Fensterbank vorzuziehen, ist deshalb wenig hilfreich. Besonders gespannt bin ich, wie erfolgreich ich dieses Frühjahr mit meinen Wunderbäumen bin. Die Ausbeute guter Rizinussamen von den größeren der vorjährig gezüchteten Exemplare war nicht sehr groß, weil die Samen erst sehr spät ausgereift waren und nicht schon im Hochsommer erntereif wurden. Die Qualität sah dennoch gut aus. Bei den Rizinusstauden ist das frühe Aussähen dagegen eine Notwendigkeit, da es immer einen größeren Ausschuss gibt, weil einige Kerne eben gar nicht keimen wollen. Und auch, weil der Sproß gewöhnlich mehrere Wochen benötigt, bis er überhaupt sichtbar wird. Danach gibt’s eine mehrere Wochen dauernde langsame Wachstumsphase. Erst dann kann ich die zarten Pflänzchen in größere Gefäße umtopfen. Bis sie dann in die Gartenerde können, vergehen weitere Wochen. Ein längerer Weg, der im Hochsommer aber belohnt wird in Form dieser unglaublich eindrucksvollen Gewächse mit den riesigen, ausladenden Blättern, höchst interessant geformten Blüten und ebenso beeindruckend geformten und gefärbten Samen. M. hat sich heute ebenfalls erstmals in diesem Frühjahr mit der Gartenarbeit beschäftigt, zunächst mit dem Beseitigen des über den Winter gewachsenen Unkrauts. Ein erster Schritt auf unserem Weg zu einem hoffentlich schönen Sommergartenambiente.

Entspannung im Katastrophen-Mainstream

Gewisse Entspannungsphasen bei gleichbleibend grundlegender Vorsicht kann ich schon feststellen. Es ist auch psychisch kaum realisierbar, ständig in Katstrophenstimmung zu bleiben. Aber es ist den Menschen erkennbar nicht mehr egal, man macht sich weitreichende Sorgen, was sich denn noch alles aus dieser Krise entwickeln kann, in Bezug auf die Gesundheitsversorgung, aber eben auch wirtschaftlich. Gewisse Anzeichen für zumindest eine Chance auf Kontinuität in der Projektarbeit kann ich erkennen, ohne das im Einzeln abschätzen zu können. Dennoch werden wir aus dem Krisenmodus so schnell nicht mehr herauskommen. Ich denke darüber nach, die beiden so lange aufgeschobenen Wunschbaum-Webprojekte, den Relaunch der beiden Auftritte in den nächsten Monaten anzugehen. So denn die zeitlichen Kapazitäten vorhanden sein sollten. Die konzeptionelle Arbeit am Baumthema kann, wie so oft schon, ein großer Trost sein.

Erzwungener Rückzug

Eine seltsame Atmosphäre ist entstanden durch diese Virenkrise und ihre Folgen. Die Menschen sind zum weitgehenden Rückzug gezwungen und versuchen sich an dieser Leitlinie zu orientieren, was offensichtlich schwer fällt, auch wegen der empfundenen Surrealität der Vorgänge. Tatsächlich muss man schon fürchten, sich demnächst nicht einmal mehr ohne Bedenken in Wald und Flur bewegen zu können, auch wenn davon aktuell nicht geredet wird. Aber das Wort Ausgangssperre lässt eben doch daran denken. So bleibt zu hoffen, dass diese radikalen Umstellungen die gewünschte eindämmende Wirkung haben und die Menschen es schaffen, die Motivation hochzuhalten. Das alles schlägt schon irgendwann aufs Gemüt und stärkt das Gefühl, keine wirkliche Kontrolle mehr über die Dinge zu haben.

Fotografietechnische Fortschritte

Die fotografische Technik beschäftigt mich nach wie vor intensiv. Und da gibt’s tatsächlich noch sehr vieles zu entdecken und im konkreten Einsatz zur Routine werden zu lassen. Mit dem Spektrum in der Einsatzmöglichkeit des neuen Objektivs habe ich nicht ganz richtig gelegen. Es ist zwar auch für Nahaufnahmen geeignet, allerdings weniger für tatsächliche Makroaufnahmen. Dafür fehlt dann die flächig gleichmäßige Fokussierung. Es ist eher für „normal“ vielgestaltige Szene gedacht, in denen der Fokus immer ein Zentrum findet und von einem Unschärfebereich umgeben ist. Leider ist das nichts für Materialoberflächen wie die Baumstammquerschnitte, die ich beim letzten Spaziergang versucht habe zu erfassen. Der Fokus ist zielsicher und auch bei verhältnismäßig langer Belichtungszeit unverwackelt, ein großer Fortschritt. Aber einfach so zur Makrofunktion wechseln lässt sich leider nicht. Mehrere Objektive mitzuführen, wird sich deshalb letztlich nicht vermeiden lassen.