Einer unserer letzten Winter mit Holzofenwärme

Das Loch in unserem Brennholzvorratshaufen ist schon gewaltig geworden. Es dürfte jetzt ungefähr die Hälfte des gesamten Reservoirs verfeuert sein, das ich im Sommer über mehrere Tage dort aufgehäuft hatte. Kein Wundern, wenn man beobachtet, wie viel der Ofen schluckt, gerade an langanhaltend kalten Tagen. Aber unsere Mengenkalkulation scheint doch ganz gut aufzugehen, wenn ich es mal auf die nächsten Wochen projiziere. Dann könnte der Vorrat bis in die 3. oder 4. Märzwoche hinein ausreichen. Gewöhnlich ist die Holzofensaison dann auch langsam beendet. Zumindest können wir ab dann den Ofen auf Sparflamme fahren oder auf moderate Heizungswärme umsteigen. Ich bin insgesamt doch froh, dass wir gerade in diesem Winter das eigene Holz noch zur Verfügung haben und die restlichen Stammabschnitte noch für eine weitere längere Heizsaison ausreichen werden. Spätestens danach sollte sich das für uns schon Tradition gewordene Thema dann aber wegen der neuen Feinstaubregularien erledigt haben.

Von den Bäumen als Mit-Lebewesen lernen

Es sind Zeiten, in denen es schwerfällt, tatsächliche Veränderungen herbeizuführen. Solche jedenfalls, die das Krisenhafte zurückdrängen könnten. So liegt nach wie vor der Schwerpunkt aller Bemühungen beim Lecken der eigenen Wunden. Am möglichst schadlos durch die Zeit kommen. So ganz weit weg von wirklichem Gestaltungswunsch, der auf eine verbesserte, liebenswürdigere Zukunft ausgerichtet wäre. Die Menschen haben es tatsächlich schwer, es scheint, sie sind bei so vielen Baustellen gleichzeitig überfordert. Auch weil es zu fast nichts eine Vergleichsvorlage gibt. Man muss die Dinge ständig wieder neu einordnen, zu verstehen versuchen, versuchen, Schlüsse zu ziehen, Dinge anzupassen. Ich wünschte mir aus der unverrückbaren Kraft der Baumindividuen heraus, nach ihrem Vorbild sozusagen, wieder mehr Mut in dieser Richtung. Das eigene voranbringen, immer mit dem Bewusstsein zu einem größeren sozialen Ganzen zu gehören, mit vielen Verknüpfungen und Gemeinsamkeiten. Das können wir tatsächlich immer noch und immer wieder von den Bäumen als symbolstarke Mit-Lebewesen lernen.

Fortschrittstaugliche Ansatzpunkte im Innen und Außen

In der Fastnachtszeit kommen bei vielen doch alte Gewohnheiten zum Vorschein, Krisenstimmung hin oder her. Es hat wohl mit dem Wunsch zu tun, zumindest kurzzeitig all das Problembeladene hinter sich zu lassen, einmal einfach nichts Vernünftiges denken oder tun müssen. Irgendwie verständlich. Skurril ist nur, dass das andere unterschwellig weiterläuft und die alltagstaugliche Zuversicht aus solchen Feier-Zeiten leider nichts resultiert. Da müssen wir uns schon grundlegend selbst drum kümmern. Durch Rückgriff auf eigene Ressourcen, die manchmal ja tief verborgen brach liegen und nur hervorgeholt werden wollen. Oder indem wir im Außen Anhaltspunkte, Spiegelungsmöglichkeiten, Herausforderungen und Gegenstände suchen und finden, an denen wir mehr oder weniger kreativ arbeiten und dabei auch in uns selbst ein Stück wachsen können. Mühsam, aber erfolgreich kann das sein. Ich empfehle starke Lebenssymbole wie die Bäume als Ansatz- und Anhaltspunkte. Es wird von persönlichen Erfahrungen und Einstellungen, auch Vorlieben abhängen, was jemand im Einzelnen für sich wählt. Wenn es weiterhilft und eine Fortschrittsbewegung befördert, ist es das Richtige.

Kulturprägende Jahreszeit

Nach so langer und intensiver Beschäftigung mit der Verarbeitung symbolhafter Illustrationen, gerade im Umfeld der Weihnachtszeit, ist es jetzt wieder an der Zeit, die äußere Natur in den Mittelpunkt zu rücken. Ich freue mich sehr auf die ersten erkennbar frühlingshaften Tage. Wenn das frische, meist noch gelblich-hellgrüne Laub der Bäume erscheint, u. a. bei den Spitzahornen, und neben den Winterblütenständen von Hasel, Birke und Erle auch wieder bunte Baumblüten die triste Winterlandschaft beleben, um sich bald darauf schon mit dem satter werdenden Grün zu eine gesättigten Farbbaumlandschaft zu verbinden. Das aufbauende Licht des Frühjahrs verstärkt dann die frischen Farben und erweckt in uns, der wir uns durch diese Landschaft bewegen, dieselbe Aufbruchstimmung, deren sich die Natur dann schon sicher ist. Ohne dieses Anzeigen und Hinweisen der grünen Pflanzen und Bäume wäre unser Erleben der Jahreszeit ein ganz anderes, würde vielleicht gar nicht so kulturprägend sein können, wie wir es in den mittleren Breiten für fast selbstverständlich wahrnehmen.

Sinnhafte Zukunftsgestaltung

Arbeitsreich verlief der bisherige Winter, und arbeitsintensiv wird für mich auch der Übergang in den Frühling ablaufen. Gut eigentlich, denn so kann ich die krisenhafte Stimmung als Herausforderung begreifen. In schwierigen Umfeldern werden die eigenen Anstrengungen und Optimierungsversuche umso wertvoller. Vielleicht sind es ja gerade solche Situationen, die das Lernen und die Weiterentwicklung befördern. Ich würde mir das auch für den Verlauf dieses Jahres wünschen. Ebenso wie die Chance, möglichst gleichgewichtig zwischen Natur und Kultur, zwischen Bäumen und Menschen, zwischen Kommunikation und Kreation zu wechseln und bei jedem immer auch die anderen Bereiche im Blick zu behalten. Das ist für mich so eine Idealvorstellung, das ideale Setting einer sinnhaften Zukunftsgestaltung.

Krisen – Grundlagen – Neustart

Es gibt solche Routine-Besuche, die für mich seit über 30 Jahren notwendig sind und die in jüngster Zeit glücklicherweise immer positive Ergebnisse erbracht haben. Das ist beruhigend, zumal alles Sonstige so unsicher und unberechenbar geworden ist. Neu scheint mir aber, dass die so krisenbesetzte Verfassung unserer Welt immer häufiger zum Gegenstand der Gespräche wird, eigentlich schon regelmäßig den kommunikativen Austausch nicht nur sporadisch begleitet, eher den eigentlichen Themenschwerpunkt darstellt. Einfach, weil sich dem keiner entziehen kann und man in jedem Bereich des Lebens Ansatzpunkte erkennt. Dinge, die eigentlich anders verlaufen und sich entwickeln sollten, wenn wir von einer Vorstellung beständiger positiver Weiterentwicklung ausgehen. Gegenwärtig und schon länger bewegen wir uns dagegen im Rückschritt. Niemand kann das mehr leugnen. Nur frustriert das zunehmend flächendeckend und umfassend und verhindert damit zusätzlich eine rasche Kehrtwende. Also muss sich in den Köpfen, am besten in denen einer „kritischen Masse“, wie schon so häufig in früheren Jahren, etwas bewegen, um wirkliche Veränderung in zukunftsfähiger, hoffnungsfroher Form zu erreichen. Ich meine ja immer noch, dass die Basisthemen, die wir in der gedanklichen und praktischen Auseinandersetzung mit unserer natürlichen Umwelt, u. a. mit den Bäumen, einen Ansatz finden können, um über die Grundlagen zu einem positiven Neustart zu gelangen. Wir müssen uns alle sehr viel Mühe dabei geben.

Wunschbaum Reloaded

Ob ich es wohl in diesem Jahr schaffe, das erste Projekt im Rahmen der Wunschbaum-Initiativen zu aktualisieren? Es geht um die Themenseite zur Symbolik und Ästhetik der Bäume, die unter wunschbaum.de veröffentlicht ist und als solche schätzungsweise schon über 20 Jahre besteht. In diesen mehr als 20 Jahren konnte ich sie immer umfangreicher und differenzierter ausbauen, neben dem virtuellen Wunschbaum, den eigenen Baumfotografien, der Literaturübersicht mit populärwissenschaftlicher Baumliteratur, den zahlreichen Beispielen klassischer und zeitgenössischer Baumgedichte auch eigene Texte zur Symbolik der Bäume, insbesondere zum Lebensbaumbegriff integrieren. Eine Zeit lang enthielt sie auch ein interaktives Tool, mit dem Besucher bebilderte Wünsche oder Grüße versenden konnten und eine ausführlichere Linkliste. Aber die beiden letzteren Elemente sind irgendwann den verschärften Datenschutzrichtlinien zum Opfer gefallen. Was aber durchgängig, von Anfang an, beliebt und erfolgreich war und bis heute blieb, sind die Baumgedichte und die eigenen Baum-Texte. Es läge nahe, diese besonders zeitlosen, häufig nachgefragten Inhalte bei einer Neuauflag in den Mittelpunkt einer ganz neuen, aktuellen Bedürfnissen und meiner eigenen aktuellen Interessenlage angepassten Seitenstruktur zu nehmen und außerdem vorhandene Inhalte neu anzulegen. Zum Beispiel die Baumfotografien, die ich heute wesentlich großformatiger integrieren und präsentieren würde – und natürlich in besserer technischer Qualität, als mir das noch vor 20 Jahren möglich war. Aber solche umfangreichen Relaunch-Vorhaben sind eben sehr zeitaufwändig. Und so bleibt die Frage einer Realisierung ungewiss, wird sich erst im Laufe des Jahres klären lassen.

Eine intensive Übergangszeit zwischen den Arbeitsjahren

Da hatte sich so einiges angesammelt, was mit der ereignisreichen Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel zu tun hatte. Grußkarten, gestapelte Zeitschriften und Informationen, ausgetauschte und defekte Elektrogeräte, Relikte in jüngster Zeit rezensierter Artikel. An diesem Samstag musste ich das alles einmal in Ordnung bringen, damit ich auch wirklich mit Übersicht und freigemachtem Routinekopf in das neue Arbeitsjahr starten kann. Natürlich liegt der Start jetzt schon einen Monat zurück, aber dieser nahtlose Übergang von der Weihnachtszeit in den Start des Arbeitsjahrs ist immer so arbeitsreich und eng getaktet, dass Manches dann eben liegenbleibt. Ich denke, mit der jetzt wieder verbesserten Ordnung ist es einfacher, das erwartbar komplizierte Jahr mit kalkulierten Motivation und mutig weiterzuentwickeln. Ein ziemlich mutiger und erfahrungsgesättigter Anfang ist bereits gemacht, nun will ich versuchen, es mit allem, was für mein Leben von Bedeutung ist, Kommunikation und Kultur, Bäume und Natur, Geist und Symbolformen, möglichst gleichgewichtig möglichst sinnhaft auszugestalten.

Missverstandene Traditionstage

Den traditionellen Tag hatte ich in falscher Datumserinnerung. Eigentlich dachte ich, Mariä Lichtmess fiele auf den 3. Februar. Aber unser Bauernkalender hat uns heute früh eines Besseren belehrt. Auch wusste ich nicht, dass Mariä Lichtmess eine altertümlichere Bezeichnung für die „Darstellung des Herrn“ ist. Es geht also um eine Erinnerung an die Präsentation des Jesuskindes nach seiner Geburt im Tempel. Es ist bezeichnend, dass man die eigentliche Bedeutung kirchlicher Feier- und Festtage oft nicht richtig einordnen kann. Ehrlich gesagt hatte ich dieses Fest wegen der Bezeichnung auch für ein solche christliches Fest gehalten, bei dem sich vorgängige heidnische Riten und Betrachtungsweisen mit christlichem Sinn überschneiden. Eben mit Bezug zum bevorstehenden Frühling, dem neue vegetabilen Aufbruch und dem stärker werdenden und länger anhaltenden Sonnenlicht. Aber damit hat es tatsächlich nichts zu tun. Ich finde es ganz gut, dass wir durch solche Kalendereinträge, die immer auch kurze Infotexte enthalten mit den traditionellen Feiertagen in Kontakt bleiben. Diese Dinge sind so untergegangen, dass man wohl gegensteuern muss, sie wieder stärker in Bewusstsein rücken muss. Für ein bewusstere Erleben und Nachvollziehen des Jahreslaufs in seiner symbolischen Dimension.

Aufbruchwille und Motivationsstärke

Diese unwirkliche Atmosphäre, die sich schon seit der Jahreswende erneut breit gemacht hat, hält sich auch Anfang Februar beständig. Da ist noch kein frühlingshafter Aufbruch festzustellen. Es scheint, alle lecken derzeit ihre in den letzten Jahren geschlagenen Wunden und sind aber für den Angriff, militärisch formuliert, noch nicht gerüstet. Die Suche nach dem Sinn steckt vermutlich dahinter, so hoffe ich jedenfalls. Das ist sympathischer als die bloße Lethargie und Ratlosigkeit. Nach dem Sinn zu suchen, ist immerhin ein Anfang, der zeigt, dass da noch etwas lebt. Aber es bleibt schwer, sich der Verunsicherung zu entziehen. Selbst die in sich Ruhenden dürften irgendwann von dieser Krisenstimmung infiziert sein. Denen wünsche ich besonders ausgeprägte Widerstandsfähigkeit und dass sie die vorhandene weiter stärken können. Vielleicht mit der zeitweiligen Begegnung mit den Bäumen, dem Nachdenken und kreativen Arbeiten mit vegetabilen Symbolen. Das wäre meine Empfehlung, weil starke Lebenssymbolik Aufbruchwillen und Motivationsstärke befördern können.

Nicht zuverlässig gefühlte Frühlingstendenzen

Nun geht der Januar schon zu Ende, und der Winter hat uns wettermäßig immer noch im Griff. Aber trotz der Kälte und dem nur sporadisch durchkommenden Licht wirkt es gefühlt schon nicht mehr ganz so winterlich. Sollten wir doch einmal einen früh einsetzen Frühling erleben? An den Pflanzen kann man es noch nicht ablesen. Die sind gewöhnlich die zuverlässigsten Anzeiger und Vorhersager sicherer jahreszeitlicher Umbrüche. Da sich die Bäume und grünen Pflanzen aber noch zurückhaltend zeigen, wird es schnell wohl nicht zum frühlingshaften Umbruch kommen. Aber wir können uns schonmal erfreuen an jedem Mehr an Licht und wärmenden Sonnenstrahlen, was allein schon wegen der allmählich länger werdenden Tage immer wahrscheinlicher wird.

Das Individuelle im Gleichförmigen herausarbeiten

So ein Arbeitsausflug ist auch mal eine wohltuende Abwechslung. Trotz der Abwechslung und des zeitweiligen Tapetenwechsels ist die Arbeitsatmosphäre in diesen Tagen aber durchgehend eine intensive. So, dass man kaum aufsehen mag, vor lauter Vertiefung in die anstehenden und trotz Routine immer wieder neu herausfordernden Aufgaben. Da sind besonders viel Geduld und ein besonders langer Atem von Vorteil, weil sich so das Nachdenken über Sinn und Zweck auch mal verschieben lässt. Es geht dann in erster Linie darum, das Notwendige abzuarbeiten – mit möglichst wenig Routineeinstellung und möglichst ausgeprägter Kreativität. Das Individuelle bei allem Rückgriff auf Erfahrung und Routine im auf den ersten Blick Gleichförmigen herauszuarbeiten und zur Geltung zu bringen, ihm ein Gesicht und eine Bedeutung zu verleihen, das kann man vor allen anderen Dingen von den Bäumen lernen. Diesen Gedanken hatte Hermann Hesse, ein großer Baum-Freund, einmal ausgeführt. Und er fasst ein Wesentliches in unserem Verhältnis zu den Bäumen als archetypische Lebenssymbole zusammen. Ein Wesentliches, das ich mir fast täglich in vielfältigen Lebenszusammenhängen vergegenwärtige und was ich immer wieder als alltagspraktische Weisheit bestätigt sehe.

Symbole frühlingshaften Aufbruchs

Gerade noch rechtzeitig habe ich heute weitere Kerzen fertiggestellt, die wir auch an Werktagen im Wohnzimmer abbrennen. Das ist im Winter einfach eine schöne Ergänzung, und passend zur wohligen Wärme des Holzbrandofens. Es ist auch gleichzeitig das, was uns die Weihnachtszeit etwas länger ins Jahr hinein reichen lässt. Nicht mehr ganze so viele und opulente Beleuchtungen, aber doch die einzelnen Teelichter und Kerzen schaffen mehr Wärme, ganz allein über ihre Ausstrahlung und das Symbolische des Kerzenscheins. Mit der Intensität der Weihnachtszeit kann das nicht mithalten, aber die Jahreszeit ist eben auch eine andere, wir stehen kurz vor dem neuerlichen Durchbruch des Lichts und den ersten konstanten Sonnentagen. So hat sich unsere Wohnungsdekoration auch verändert, indem vegetabile Anklänge an das zur Geltung kommt, was draußen tatsächlich schon Frühling oder seiner Vorstufe zeugt: Künstliche Nachahmungen von Haselzweigen mit ihren langen männlichen Blütenständen, und andere künstliche Zweige, die ziemlich detailgenau die winterliche Anmutung von Erlenzweigen mit ihren verholzten kleinen Erlenzapfen zeigen. Das Ganze in der Imitation mit etwas transparentem Stoff überzogen, der für Schnee und Eis, in jedem Fall für die Kälte der Zeit steht. Aber das Funkeln und Glitzern dieser Zweige, das insbesondere bei direktem Einfall der Sonnenstrahlen von außen aufblitzt, deutet eben auch schon auf den Frühling und den wirklichen Durchbruch des Lichts und des Auflebens der vegetabilen Welt.

Fichten, Harz und Baumreminiszenzen

Über diesen einmal wieder ruhigen Sonntag bin ich froh. Allzu oft sind die Wochenenden zuletzt arbeitsam ausgefallen. Das bedeutet dann immer, dass kaum Zeit für liegengebliebene Lektüre und den inhaltlichen Blick über den Tellerrand bleibt, was ich als herben Verlust empfinde. Ein wenig konnte ich an diesem Tag aufgreifen und weiterverfolgen. Eine Wohltat vor dem Start in die neue Projektwoche, die wie alles in dieser Zeit von Unsicherheit und vagen Zukunftsprognosen gekennzeichnet sein wird. Die innigste Verbindung zu den Bäumen, sogar zu Bäumen aus unserem ehemaligen kleinen Privatwäldchen haben wir in diesem voraussichtlich zweitletzten Holzbrandwinter über unsere Fichten- und Obstbaumholzvorräte, die bei den scheußlich kalten Tagen für wohlige Wärme sorgen. Die ausgeprägten Harzausdünstungen der gerade im Gebrauch befindlichen Abschnitte zeugen noch mehr als gewöhnlich von der einstmaligen Vitalität und Energie der Bäume, von denen dieses Brennmaterial abstammt. Jedes Aufhäufen des Tagesvorrats an Brennholz ist dann eine Reminiszenz an dieses Baumgrundstück und die vielen Aktionen seiner Pflege und Nutzung, vor allem als Quelle der eigenen Weihnachtsbäume und später eben als Brennholzlieferant.

Im Spannungsfeld zwischen Natur, Kultur und Wirtschaft

Das war einmal ein Routinetag, angefüllt mit notwendig zu erledigenden Aufgaben. Und insofern doch etwas anders als die meisten Samstage. An denen ist insbesondere in der wärmeren Jahreszeit eher auf Haus und Garten Bezogenes oder aber Kreatives angesagt. Beides steht zum einen wegen des miesen Wetters und der Kälte, zum anderen wegen einer Nachfragepause der Wunschbaum-Manufaktur gerade nicht an. Umso mehr drängt es mich zu Dingen, die bislang aufgeschoben wurden oder die schlicht kurzfristig abgearbeitet werden müssen. Das ist zwischendurch in Ordnung. Und dennoch sehe ich die kreativen Aufgaben und Herausforderungen, besonders wenn sie sich um meine Baum-Interessen und Baum-Kreationen handelt, als die Kür an, ohne die die Dinge blasser und langfristig sinnloser erscheinen. Das ist sicher eine individuelle Disposition, ich würde das nicht auf alle Menschen übertragen. Gerade im Winter richten sich meine Beobachtungen häufiger auf diese Frage, in welchem Verhältnis Kreativität und Routine, symbolträchtiges Formen und pragmatisches Handeln im Verhältnis stehen oder wie man beides in ein für einen selbst stimmiges Verhältnis setzen kann. Das ist im Zeitverlauf notwendig wechselhaft. Und diese Wechselhaftigkeit, die mit den wechselnden Zeit- und Lebensumständen zu tun hat, macht dieses Spannungsfeld zwischen Natur, Kultur und Wirtschaft so beanspruchend.

Zyklisch wiederkehrende Lebensimpulse

Die Aufgaben verdichten sich in diesen Tagen sehr. Und sie sind vielfältig, so dass ich gelegentlich Gefahr laufe, mich zu verzetteln. Das weiß ich aber in aller Regel zu vermeiden, sobald es sich zu entwickeln scheint, da zu viel Gleichzeitiges der Qualität des gerade im Fokus stehenden abträglich ist. So will ich die positiven, motivierenden Aspekte dieser Drang-Phasen bewusst wahrnehmen und nutzen, um daraus neue auf die Zukunft gerichtete Dynamik zu entwickeln und kreative Kräfte für die Zeiten vorzubereiten und bereitzuhalten, in denen sie benötigt werden und Wirkung entfalten können. Ich freue mich, wenn der Frühling endlich kommt und diese Idee der Zukunftsmotivation durch das Grünen und Wachsen, den neuen Aufbruch der Bäume und anderen Grünpflanzen befördert wird. Die Bäume dann genau zu beobachten, wie sie meist innerhalb weniger Tage den Winterschlaf hinter sich lassen und mit Entschiedenheit das neue Wachstumsjahr starten, ist immer wieder faszinierend und lehrreich. Aus diesem unbedingten zyklisch wiederkehrenden Lebensimpuls der vegetabilen Welt können wir vieles für uns selbst lernen und wir können uns aus dieser Beobachtung und dem Miterleben des Frühlings heraus auch selbst besser motivieren, in neue Lebensphasen aufzubrechen.

Natürliche Grundlegung kreativen Arbeitens

Viel technisch anspruchsvolles Arbeiten kennzeichnet diese Tage, die aber immer auch ausgleichende Lichtblicke bereitstellen. Ich bin dankbar für die manchmal überraschenden Anregungen und Begegnungen, Gespräche und Kommunikationen, die mir oft entgegentreten und die neuen Möglichkeiten auch für die nähere Zukunft schaffen. Die Bäume sind bei alledem und gerade in schwierigen Phasen meine treuen Begleiter, die immer, und wenn es auch nur in Gedanken ist, an meiner Seite sind und mir einen wohltuenden Rückzug auf das Grundlegende ermöglichen, der oft Ausgangspunkt für kreatives Arbeiten darstellt.

Die Wohltat zeitloser Themen

Auch wenn es zwischendurch kommunikative Flautephasen bei den Wunschbaum-Projekten gibt, ist es doch wohltuend festzustellen, wie konstant allein aufgrund des Themenfeldes die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Angebote doch ist und bleibt. Bei einem Projekt, das in seinen ersten Ausformungen nun schon seit über 20 Jahren im Raum steht und übers Internet weite Verbreitung gefunden hat, ist das doch als Erfolg zu werten. Gerade solche Konstanten sind selten geworden. Insbesondere in diesen Krisenzeiten, in den wir jetzt leben und an denen wir uns abarbeiten und erschöpfen, können die zeitlosen Themen eine Erholung sein. Sie können auch helfen, die anderen, im Alltags unaufhörlich uns entgegentretenden besser zu verarbeiten und zu steuern. Ich hoffe, das Themenfeld und die reiche Symbolik und Ästhetik der Bäume bleiben mir noch lange erhalten. Und es gelingt mir, die darauf aufbauenden Projekte immer wieder zeitgemäß und sinnvoll weiterzuführen.

Für ein ausgedehntes Sonnenjahr

Viele und umfangreiche technische Aufgaben halten mich in diesen Januartagen in Schach. Wie das zwischendurch immer wieder ist, bis sich irgendwann der technische Problemstau wieder auflöst und die heilenden Wirkungen des Natürlichen wieder Raum greifen und Zeit beanspruchen können. Ich hoffe, das wird bald schon sein, und möglichst mit einem früh eintretenden und dann ausgedehnten Frühling mit viel frischem Baumgrün und -blühen einhergehen. Denn den Winter kann ich bis hierher nicht wirklich schätzen. Ich wünsche mir ein langes Licht- und Sonnenjahr und eine Hochzeit für das lebendige Wachstum der Bäume und alles Grünen.

Frühling, Aufbruch, nachhaltige Aufmerksamkeit auf vegetabiles Leben

Bei der kunsthandwerklichen Arbeit ist aktuell wieder eine Pause angesagt. Das ist schade, weil mir auch bei diesen Aufgaben Kontinuität eigentlich sympathischer ist. Aber das Wetter ist auch so ungemütlich, dass die unvermeidlichen ersten Außenarbeiten bei der Holzarbeit nicht wirklich eine Freude sind. Ich versuche, wenn es im Winter bei solcher Witterung eben doch Anfragen gibt, dann die richtigen Stunden zu erwischen, Phasen mit etwas Sonnenschein und ohne Regen. In Winterphasen wie diesen, in denen sich die unwirtlichste Seite der Jahreszeit über Tage und Wochen festfährt, ist das aber schwierig. Insofern ist es auch gut, wenn Holzarbeit gerade kein Thema darstellt. Wenn mit dem ersten Erahnen des Frühlings, dann, wenn auch die Bäume wieder zu neuem Leben erwachen, auch die Aufmerksamkeit der Menschen für eben diese Bäume und alles Grünende neu emporsteigt, dann freue ich mich auch wieder über verstärkte Nachfrage. Gerade die Manufakturarbeit ist eben immer ein Produkt und sie lebt von einer gewissen Stimmigkeit. Gut, wenn dabei alles im Gleichklang zusammenpasst, dann sind die Ergebnisse auch die besten und nachhaltigsten.

Archetypische Zahlensymbolik?

Die Tendenz, dass die Einundzwanzigsten nichts Herausragendes mehr mit sich führen, scheint sich in diesem neuen Jahr fortzusetzen. Die Zahlensymbolik ist eben nicht mehr das, was sie einmal war. Vielleicht täusche ich mich aber auch und die Entwicklung dieses Tages barg doch ein aufschlussreiches Geheimnis, das mir nur verborgen geblieben ist. Ähnlich dem mystischen Geheimnis hinter dem konstruierten System der 21 Baumarten im keltischen Baumkalender. Vielleicht steckt in der Symbolik der Grundzahlen und, sagen wir, der Zahlen bis 40 doch eine konstanter Bedeutungsschatz, der mit archetypischen Konstanten gleichzusetzen und als solche zu verstehen ist. Freuen würde es mich, ertappe ich mich doch nach wie vor in Alltagssituationen dabei, die für mich wichtigen Zahlen zu identifizieren und spontan ihre mögliche Symbolik in Erinnerung zu rufen.

Meine persönliche Verabschiedung der Weihnachtszeit

Es war ja so schon seit langem geplant, insofern war das Abschmücken des Weihnachtsbaums und der endgültige Abschluss der Weihnachtsdekorationssaison bei uns zuhause keine Überraschung. Ich bin aber froh, dass es mir vergönnt war bzw. ich es geschafft habe, dieses Ritual mit derselbe Andacht und Feierlichkeit durchzuführen wie das Schmücken des Baums selbst. Auch das Verpacken und Webpacken des Weihnachtsbaumschmucks und das Wiederherrichten der Wohnungsdekoration für die Zeit außerhalb Weihnachten gehörte natürlich dazu. Der Baum selbst ist jetzt schon in Stücke geschnitten, zuletzt hatte er naturgemäß und erwartbar genadelt, zumindest, wenn man ihn heftiger berührte. Aber optisch war er bis zuletzt in guter Verfassung sah toll aus. Die geschnittenen Zweige werden wir nach und nach in unserem Holzofen verbrennen. Das knistert immer toll, bringt zwar wenig Heizwert, aber es geht mir auch mehr darum, den Symbolbaum in dieser Form individuell zu verabschieden, da das besser zu seiner Funktion und unserer sehr persönlichen Beziehung zu ihm passt. So eine Verabschiedungszeremonie hat auch etwas Reinigendes. So bin ich nicht ganz traurig über das Ende der Weihnachtszeit, wohlwissend, dass wir sie in der aufmerksamsten Weise für uns haben lebendig und wirksam werden lassen.

Neudenken auf der Grundlage von zeitlos Gültigem

Die Arbeitswoche ist so dynamisch wie unberechenbar verlaufen. Zwar konnte ich einige Projekte ein gutes Stück voranbringen. Aber dieselben sind dann jeweils kurz darauf auch wieder zum Stocken gekommen. Das scheint symptomatisch für den holprigen Start in dieses neue Jahr- und auch für die undefinierte und unbestimmbare Stimmung unter den Menschen, die sich abwartend und zögerlich eine neue Perspektive für dieses erwartbar unruhige Jahr zu erarbeiten suchen. Ohne die zeitlosen Themen, die mir glücklicherweise gegönnt sind, wäre es schwierig, sich bei so viel Ungewissheit und Verlorenheit bisher geglaubter Gewissheiten stabil durch die nähere Zukunft zu bewegen. Ich hoffe, aus der Beschäftigung mit den Bäumen und anderen archetypischen Symbolen und Formen, v. a. aus der kreativen Arbeit mit ihnen, auch weiterhin entwicklungsfähige Ansätze für die Bewältigung dieser Gegenwart zu finden. Auch hoffe ich, immer etwas davon auch weitertragen und weitergeben zu können. Denn es scheint mir, dass nicht wenige etwas Vermissen, vielleicht gar nicht kennen, was Ihnen ein Neudenken auf der Grundlage von zeitlos Gültigem leichter macht.

Die etwas andere Präsenz der Bäume im Winter

Es ist wohl typisch für die Jahreszeit, dass die lebenden Bäume ziemlich aus dem Sichtfeld verschwunden sind. Man nimmt sie kaum noch wahr, vielleicht am ehesten, wenn sich Schnee auf ihren kahlen Ästen abgesetzt hat. Oder auf den dicht benadelten Kronen der immergrünen Bäume. Präsenter sind da für mich die symbolischen Repräsentanzen, wie der Weihnachtsbaum als Inbegriff eines Symbolbaums, den ich am Wochenende abschmücken und nach draußen bringen will, um damit die Weihnachtszeit auch für mich privat endgültig abzuschließen. Oder eben die hölzernen Relikte gelebter Bäume, die uns in Form ihres Holzes gerade eine wohlig warme Wohnstube bescheren. Da richtet sich meine Erinnerung recht häufig auf die zuletzt sehr hohen Fichten, deren Holz wir zurzeit überwiegend für den Holzofenbrand verbrauchen und die früher unsere Auswahl selbst geschlagener Weihnachtsbäume aus einem kleinen Privatwald bildeten. So ganz verschwinden demnach auch im tiefsten Winter die Bäume nicht aus dem Sichtfeld. Nur treten sie eben stärker vermittelt und mittelbar in Erscheinung.

Bäume und die anhaltende Attraktivität der Lebenssymbolik

Dass die Präsenz und Symbolik der Bäume für etwas Zeitloses stehen, sehe ich immer wieder auch an den Webstatistiken. Tatsächlich sind Menschen seit über 20 Jahren beim Besuch meiner Baum-Seiten v. a. an einer engen Auswahl von Themen interessiert. Dazu gehört etwa das Baumtagebuch für schulische Zwecke, was sich natürlich an die Texte und Bilder meines persönlichen Baumtagebuchs selbst anschließt. Beim Wunschbaum sind es schon seit vielen Jahren v. a. die Baumgedichte, die Menschen besonders schätzen und wonach sie suchen. Ich nehme an, um sie selbst für persönliche Grüße zu Geburtstagen oder Festtagen zu verwenden – kein Wunder, stehen die Bäume doch für Individualität und lebendiges Wachstum. Da verstehe ich, dass man gerne auf Inhalte und kreative Formen zurückgreift, in denen der Baum als Lebenssymbol eine zentrale Rolle spielt. Deshalb wohl auch das Interesse an Gedicht-Klassikern von Goethe und v. a. Rilke, bei denen wohl „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen …“ besonders geschätzt wird. Aber auch meine eigenen Texte zur Lebenssymbolik der Bäume sind konstant beliebt und werden offenbar gerne gelesen, darunter „Lebensbaum und Lebenslauf“ sowie „Lebensbaum und Selbstspiegelung“, die ja auch schon mal Einzug einer als Buch veröffentlichten Textsammlung geworden sind. Bei der Wunschbaum-Manufaktur sehe ich viele Zugriffe bei solchen Themenarmbändern, die familiäre Beziehungen adressieren, v. a. bei den Partner- sowie Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Interessanterweise sind es demgegenüber aber vornehmlich die Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder, die in den letzten Jahren tatsächlich verstärkt nachgefragt werden. Dass die anderen aber als Konzept und Gestaltungsform ebenso auf Interesse stoßen, freut mich sehr und ist auch ein Zeichen für die anhaltende und vermutlich nie erlischende Attraktivität von Formen, die Symbole des Lebens in den Mittelpunkt stellen.

Holzofenwärme, Kerzenlicht und letzte Weihnachtslichter

Sogar besonders glatt soll es jetzt noch werden. Wer hätte gedacht, dass nach den mild-ungemütlichen Monaten, die zurückliegen, noch ein so klirrender Winter kommen sollte. Wir haben als Ausgleich die Holzofenwärme und meine selbst gegossenen Kerzen, die mittlerweile und schon seit der Vorweihnachtszeit den ganz Tag über abbrennen. Das funktioniert ganz gut, weil die selbst gegossenen langsam brennen, so dass eine ca. 4 Tage reicht, auch wenn sie vom Vormittag an angezündet bleibt. Das Kerzenlicht verstärkt den wärmenden Eindruck, den die Ofenwärme hinterlässt. Und es kompensiert das viel zu wenige natürliche Sonnenlicht in diesen Wochen. Nicht zuletzt ist es eine schöne Reminiszenz an die gerade beendete Weihnachtszeit. Ich freue mich, dass wir zusätzlich noch bis zum Wochenende den erleuchteten Weihnachtsbaum genießen können, dessen Einsatz ich glücklicherweise und mit weiser Voraussicht um eine Woche verlängert habe. Ahnte ich doch, dass er bei den Außenverhältnisse und der Dunkelheit uns noch ein wenig länger guttun würde.

Die posthume Rolle der Fichten im Winter

Heute früh war es zum ersten Mal in diesem Winter notwendig, den Gehweg vom Schnee zu befreien. Schneeschippen war bei diesem dünnen Pulverschnee nicht erforderlich, aber Kehren mit einem großen, harten Besen hat seine Wirkung getan, auch ein wenig Salz, damit die dünne Schneedecke nicht gleich wieder alles zudeckt. Und einige Tage mit Schnee werden wohl folgen. Sehr gut, dass wir jetzt die Holzofenheizung haben. Das tut an so trüben und lichtarmen Tagen einfach gut und kompensiert die Abwesenheit des Lichts ein wenig. Da ich erstmals für diesen Winter und überhaupt seit längerem einmal wieder umweltbedingt angeschlagen bin, schätze ich die Holzofenwärme besonders. Da haben die zuletzt elend lang in den Himmel gewachsenen Fichten doch noch ihre sinnvolle Funktion gefunden. Als Weihnachtsbäume waren sie schon seit 20 Jahren nicht mehr zu gebrauchen. Aber als Energielieferant für kalte Wintertage sind sie recht gut – wenn der Verbrauch bei dem fast ausschließlich aus Fichtenholz bestehenden aktuellen Vorrat nicht so hoch wäre.

Holzofenwärme im Frostwinter

Jetzt haben wir diesen extrem unangenehmen, dunklen und kalten Winter, den wir aus den Vorjahren schon kennengelernt haben. Nach den mäßig kalten, dafür aber verregneten Monaten, die hinter uns liegen, ist das nicht sehr angenehm. Vor allem die Dunkelheit macht vielen zu schaffen und fördert Erkältungskrankheiten. Von daher haben wir die diesjährige Holzofensaison zu genau dem richtigen Zeitpunkt gestartet. Kaum etwas ist wohltuender bei solchem Wetter als die besondere Wärmestrahlung des Holzbrandofens. Der Ofen schluckt wegen den überwiegend aus Fichtenholz bestehenden Vorrats zwar an solchen Tage Unmengen. Aber dafür habe ich den großen Vorrat ja im Sommer auch angelegt. Nur könnte es knapp werden, ohne wiederum Nachschub zu holen, wenn dieser Brennholzbedarf noch weitere 2 Monate in dieser Form andauern sollte. Aber auch das ist kaum vorhersehbar. Möglicherweise ist das jetzt ja schon der Höhepunkt des Frostwinters.

Bewusst und feierlich von der Weihnachtszeit Abschied nehmen

Die Tendenz, den Weihnachtsbaum noch stehen zu lassen, damit wir ihn eine weitere Woche bewundern und uns freuen können, hat sich heute früh bei mir bestätigt. So bin ich dann ans Werk gegangen, um den übrigen weihnachtlichen Schmuck sorgfältig zu deinstallieren, wieder zu verpacken, zum besseren Wiederfinden zu beschriften und alles zu tun, damit beim Start in die neue Saison gut vorbereitet sind. Auch ohne Weihnachtsbaum hat das, wie nicht anders erwartet, den ganzen Tag in Anspruch genommen. Dabei waren aber auch besonders viele Lichterketten, Dekoweihnachtsbäume, -gestecke und kränze, sonstige Dekoabobjekte und Textilien mit weihnachtlichem Bezug. Eigentlich kein Wunder, dass das Abschmücken und archivieren recht viel Zeit beansprucht hat, haben wir diese Dekoration doch über Wochen sukzessive angelegt. Ich Rückblick würde ich sagen, dass es in dieser Weihnachtszeit auch besonders schön und atmosphärisch ausgefallen ist. Auch wenn nicht alle der neuen Ideen und der traditionell umgesetzten Schmuckarrangements ganz so gewirkt haben, wie wir das gedacht hatten, war das Gesamtergebnis doch ein wirklich überzeugendes, das auch jetzt noch nachwirkt und uns in schöner Erinnerung bleiben wird, auch weil der Weihnachtsbaum die Erinnerung noch frisch hält. Der wird dem Ende seiner Bestimmung jetzt nächstes Wochenende entgegengehen und in den dann ca. 35 Tagen seiner gelungenen Rolle als festlicher Symbolbaum zufrieden und zuversichtlich Abschied nehmen können.

Den Weihnachtsschmuck zum richtigen Zeitpunkt wieder einpacken

An diesem Wochenende will ich doch mit dem Entschmücken der weihnachtlichen Dekorationen beginnen. Das ist recht viel Zeitaufwand, da ich auch Wert darauf lege, alles ordentlich und wieder auffindbar zu verpacken, damit das Schmücken vor Beginn der Adventszeit ein schönes Erlebnis sein kann und sich nicht gleich in endlosem Suchen verliert. Auch deshalb weiß ich noch nicht, ob ich tatsächlich dieses Wochenende den Weihnachtsbaum schon abschmücken will. Es könnte sein, dass er uns noch eine weitere Woche erhalten bleibt. Aber der beleuchtete Baum außen, der Leuchtkranz an der Tür, die diversen Lichterketten, der Adventskranz innen und weitere neue Dekorationsobjekte sollen doch in den Kisten und Schachteln wieder Platz finden, bis zur kommenden Saison. Die diesjährige Weihnachtszeit mit ihrer sehr atmosphärischen Ausformung ist mir schon sehr ans Herz gewachsen, es fällt mir besonders schwer, mich davon zu verabschieden. So versuche ich, auch das im richtigen Rhythmus und jeweils richtigen und stimmigen Zeitpunkt zu realisieren.

Wechselhafte Rezeption der Baumsymbolik

Mit einzelnen Armbändern startet dieses neue Jahr der Wunschbaum-Manufaktur erfreulicher als erwartet. Es gab auch schon lange Winterpausen, dazwischen allerdings auch Hochzeiten während der Monate vor und nach Weihnachten. Wo die Ursachen für Aufmerksamkeitsschwankungen u. a. bezüglich symbolischer Inhalte und Formen liegen, ist eindeutig für mich zu beantworten. Es kann schlicht an den äußeren Verhältnissen, sprich dem Wetter liegen. So können besonders lange und ungemütliche Winter die Aufmerksamkeit auf lebendige Natur und ihre symbolische Repräsentanz verstärken, und Krisen wie die gegenwärtig sich häufenden das Interesse an allem, was nicht Grundbedürfnisse angeht, auf ein Minimum reduzieren. So haben wohl nicht wenige Kunsthandwerker die Pandemie-Jahren mit großer Ernüchterung hinter sich gelassen, wenn sie denn ihr Kunsthandwerk noch ausüben können. Und aktuell bewegt sich vieles im Schwebezustand, was Demotivation und eingeschränkte Interessenartikulation eher noch vergrößert. Es ist eine Funktion des Baumtagebuchs, auch diese Seite der Rezeption von Baumsymbolik und Baumästhetik unter den jeweiligen Zeitumständen zu dokumentieren.