Moderates Baumblütenfrühjahr

Ich wage einmal die Prognose, dass dieses Jahr kein wirkliches Rekordjahr in Sachen Sonne und Licht werden wird. Dazu zeigt sich das bisherige Frühjahr zu unbeständig und wechselhaft. Das zeigt schon, dass es zwar wie in den Vorjahren gewohnt starke Schwankungen geben wird, auch innerhalb kleiner Zeiträume, aber die Ausschläge nach oben und unten werden wahrscheinlich nicht so heftig ausfallen wie in den Rekordjahren 2022 und 2023, als sich die Hitze- und Sonnenstundenspitzen nur so überboten. Ich meine, dass auch die Bäume das ahnen und sich eher durchschnittlich, eher moderat zeigen, was ihre Blüten betrifft. Da ist nicht dieses eruptive, über Nacht explodierende Blühen zu beobachten. Alles verläuft eher in langsamem Tempo. Ganz gut, denn V. erwartet Anfang nächster Woche neue Bienenvölker. Dann besteht noch eine geringe Chance, dass die einen Teil der Frühlingsblüte mitnehmen. Die besteht zu dieser Zeit des Jahres bei uns im Wesentlichen in den Apfel- und Weidornblüten. Einzelne Wildapfelbäume habe ich schon blühend gesehen, auch sehr wenige Weißdornsträucher. Aber gerade die Weißdorne halten sich überwiegend noch bedeckt, lassen ihr schon sichtbaren weißen Blütenköpfchen noch geschlossen. Natürlich kann es sein, dass sie an diesem Wochenende bei höheren Temperaturen doch das Wagnis eingehen, sich öffnen. Dann ist zu hoffen, dass die Abkühlung ab Dienstag nicht mit heftigem Regen begleitet sein wird. Das nämlich könnte die frische Blüte zerstören, während die kühlere Temperatur sie eher länger erhalten kann.

Bevor sich die Weißdornblüten öffnen

Je nachdem, in welche Richtung mich mein mittäglicher Spaziergang führt, begegne ich in diesen Tagen immer neuen Baumblüten, die sich dominant und die Baumlandschaft bereichernd zeigen. Heute waren es vor allem die Weißdornsträucher, die auffielen – vor allem, weil die Blüten sich gewissermaßen schon in Position gebracht haben. Man kann die weißen Blütenblätterköpfchen schon erkennen, allerdings sind sie noch zu kleinen Kugeln zusammengezogen, wagen es noch nicht, sich zu öffnen. Tatsächlich sind die Nächte gerade noch empfindlich kühl. Ich schätze, die Gehölze habe dafür einen ganz feinen Draht, so dass sie lieber eine erwartbar frostfreie Zeit abwarten, um wirklich zur offenen Blüte überzugehen. An manchen Individuen habe ich die offenen Weißdornblüten schon beobachtet. Es hängt immer vom konkreten Standort ab, man kann das nicht generell für alle Exemplare der Art sagen. Die meisten aber werden erst innerhalb der nächsten zwei Wochen ihre volle Blütenpracht ausbreiten. Der leicht fischige Geruch der Weißdornblüten ist aber auch jetzt schon wahrnehmbar, wenn etwas näher an die Sträucher herantritt.

Strahlend weiße Frühlingsblüten

Trotz der aktuellen Wechselhaftigkeit und des auch im Tagesverlauf extrem hin und her schwankenden Wetters ist der Frühling doch an der aktiven Baumblüte erkennbar. Nachdem vieles schon am Abblühen ist, wie z. B. der Spitzahorn und schon länger der Schlehdorn, bringen es andere Arten gerade jetzt zu opulenter Blütenpracht. Am auffallendsten und eindrucksvollsten heute fand ich die bei der Sonne unheimlich strahlend weißen Blütenstände der Traubenkirschen, die derzeit übervoll sind von den kerzenartigen Blüten. Einer von diesen Bäumen war umgefallen, lag vollständig in der Horizontalen, trug aber noch vollkommen frische vollständig geöffnete Blütenstände. Jammerschade, dass der Baum gerade auf dem Höhepunkt seiner Vitalität ein solches Schicksal erleiden musste. Denn lange wird er in der Position wohl nicht bleiben. Demnächst werden die Gemeindearbeiter anrücken und ihn vermutlich zu Brennholz verarbeiten.

Archetypische Wirkungen in ablenkenden Zeiten

Rückmeldungen wie von heute zu meinen kunsthandwerklichen Arbeiten sind für mich sehr wichtig. Nicht nur, weil konkrete Reaktionen auf kreative Erzeugnisse seltener geworden sind. Auch weil der kommunikative Austausch generell essenzieller Bestandteil des ganzen Projekts der Wunschbaum-Manufaktur ist, weil dieses Projekt Wirkung, Resonanz und substanziellen Umfang nur durch seine virtuelle Präsenz im Internet und die Vernetzung mit meinen anderen Wunschbaum-Initiativen erhalten hat und kontinuierlich erhält. Ich verstehe es deshalb auch primär als Kommunikationsprojekt, weniger als kunsthandwerkliches „Geschäft“. Natürlich, ohne Preis wäre diese Arbeit nicht vorstellbar. Aber betriebswirtschaftlich ist sie eben auch nicht zu bewerten. Ihre Essenz liegt in der Akzentuierung und sehr individuellen Formgebung eines Themas, das vielen am Herzen liegt und das seinen Ursprung im Archetypus des Baums als Lebenssymbol hat. Es geht letztlich bei darum, was uns die Bäume als Mit-Lebewesen heute sein und bedeuten können. Wie wir uns selbst im Spiegel der Bäume in unserer Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung zeitgemäß und ehrlich betrachten und selbst beobachten können. Vielleicht auch, wie wir unser Denken, Wahrnehmen und Handeln im Spiegel dieser Lebenssymbolik kontrollieren. Es ist schön, dass ich diesen kommunikativen Komplex immer wieder mit Leben füllen und weiterentwickeln kann, selbst in so unübersichtlichen und ablenkenden Zeiten wie diesen.

Faszinierende und herausfordernde Baumblütenform

Denselben Weg wie gestern bin ich heute mit der Kamera wieder gegangen. Einfach weil das Licht ähnlich war und die Baumblüten bei dem Wetter auch noch haltbar sind. Wirklich gute neue Aufnahmen von der Spitzahornblüte sind mir allerdings nicht mehr gelungen. Stattdessen habe ich einige andere, meist nicht vegetabile, Gegenstände und Oberflächen entdeckt, die einen Versuch wert waren. Aber bei der Durchsicht der Blütenfotografien von gestern hat sich mir bestätigt, dass einige davon richtig gut gelungen sind. Vielleicht die besten Spitzahorn-Blütenbilder der letzten Jahre. Bei der komplizierten Blütenform muss eben einiges zusammenkommen. Das richtige Licht, der richtige Winkel, die passende Tageszeit und Blütenstände, die in sich kein allzu großes Spektrum der Schärfentiefe besitzen. Bei zu viel Tief beim Hauptmotiv ist es nämlich schwierig, die plastische Form wirklich überzeugend ins Bild zu setzen. Man kann dann die faszinierende Formenkomplexität dieser Blütenform nicht angemessen erfassen.

Wundervolle Spitzahorn-Blüte

Es war uns ein weiterer Tag mit ungewöhnlich viel Licht und erstaunlicher Wärme vergönnt. Nicht ganz so sonnenreich wie gestern, aber für April außerordentlich. Der Gang durch die aktuelle Baumlandschaft war bei dem Wetter eigentlich unvermeidlich. Und wie ich haben das heute viele Spaziergänger und nach dem Winter Sonnenhungrige gesehen. Ich bin froh, dass ich die letzte Gelegenheit nutzen konnte, um die diesjährige Blüte des Spitzahorns im Bild festzuhalten. Das ist so eine Tradition geworden, weil gerade diese Blüte mit ihren filigranen Formen und feinen Farbnuancen fotografisch eine wirkliche Herausforderung darstellt. Entsprechend viele Versuche und umfangreiche Aufnahmereihen sind notwendig, um am Ende doch noch einige gelungene herausfiltern zu können. Wie im Vorjahr ist das heute auch dank moderater Sonneneinstrahlung möglich gewesen.

Zweig mit Blütenständen des Spitzahorns im April I
Zweig mit Blütenständen des Spitzahorns im April II
Zweig mit Blütenstand des Spitzahorns im April III
Zweig mit Blütenstand des Spitzahorns im April IV

Gartenarbeit am ersten Sommertag des Jahres

Neben einigen Dingen im Haus hatte ich mir für diesen Samstag einiges an Gartenarbeit vorgenommen – und auch realisiert. Der Tag war dafür wie geschaffen, der erste richtig sommerlich zu nennende Tag dieses Jahres. Nicht bei uns, aber andernorts mit Höchsttemperaturen bis über 30 Grad. Das ist schon ungewöhnlich. Für das Vereinzeln meiner Chilikeimlinge in den kleinen Pflanztöpfchen war das natürlich super. Ich hatte für diesen Zweck die Pflanzschalen mit den Pflanzen auch hinters Haus geholt, wo ich das Hantieren mit den Keimlingen und dem speziellen Chilipflanzen-Substrat gut handhaben konnte, ohne etwas zu verschmutzen. Am Ende hatte ich fast alle kleinen Töpfchen mit neuer Erde gefüllt und die Keimlinge so auf die dann vergrößerte Zahl an Pflanzgefäßen verteilt, dass in jedem Topf jetzt zwei Keimlinge sitzen. Ich hoffe, das Umpflanzen war so behutsam, dass sie sich nicht stören und sich weiterhin vital zeigen. Das Wachsen geht bei den Chilis ja extrem langsam vonstatten, selbst bei so optimierten Bedingungen, mit Heizmatte, Pflanzenlicht und spezieller Erde. Aber wenn es jetzt draußen auch wirklich wärmer und heller wird, sollte sich die Geschwindigkeit etwas erhöhen. Ich hoffe, dass sie bis zum Sommer wirklich auch groß und kräftig sind und üppig blühen. Nach den Chilis habe ich noch die Pflanzkübel und -töpfe des Vorjahres, in denen noch alte verbrauchte Erde war, entleert und für das Neubefüllen vorbereitet, das wohl in den nächsten Wochen anstehen wird. Zuvor muss ich noch jede Menge frische Pflanzerde besorgen, außerdem eine ausreichende Menge geeigneten Dünger. Auch im übrigen Garten haben wir einige ersten Vorbereitungen für die Gartensaison getroffen. Ich denke, dass wir ab sofort wieder mehr Zeit im Garten verbringen und mit der traditionellen Reinigungsaktion und dem Pflanzen der Sommerblumen die heiße Phase dieser Zeit schon bald eingeleitet werden kann.

Weitere frühlingshafte Gartenarbeiten

Ich freue mich auf das Wochenende. Und nach tagelanger Projektarbeit mit viel Technik und Formalitäten wieder mehr im Garten, mit Erde und Pflanzen arbeiten zu können. V. hat es heute nicht geschafft, die vom Maulbeerbaum abgeschnittenen Äste kleiner zu schneiden bzw. die dickeren Abschnitte zu handlichem Brennholz zu verarbeiten. Aber mit dem voraussichtlich wärmeren Samstag kann das vielleicht nachgeholt werden. Ich werde mich allerdings mehr meinen Chilipflanzen, deren Vereinzelung und dem Anlegen neuer Pflanztöpfchen widmen, auch dem Leeren und Vorbereiten größeren Pflanzkübel für die neue Saison.

Neue Wunschbaumseitengestaltung

Vielleicht gelingt es in diesem Jahr endlich, die Wunschbaum-Themenseite neu zu gestalten. Eine Neugestaltung würde gleichzeitig auch eine inhaltliche Revision und Anpassung an aktuelle Interessenlagen und Sehgewohnheiten beinhalten. Da es bei dieser Themenseite aber um mein ältestes Projekt geht, das in Teilbereichen seit vielen Jahren auf Interesse und Nachfrage stößt, will ein solcher Schritt aber gut überlegt und sorgfältig geplant sein. Ich bin gespannt, wie weit ich mit dem provisorischen Vorhaben kommen werde. Interessant könnte es werden, wenn ich die nötige Zeit freimachen kann.

Ganzjährige Heizenergiethemen

Vor Monaten hatte ich die Haltbarkeit des Brennholzvorrats zwar ganz gut eingeschätzt. Zuletzt war ich allerdings davon ausgegangen, dass unser Brennholzhaufen doch schneller zuneige gehen würde. Jetzt habe wir immer noch ein wenig übrig, so dass ich von ca. zwei weiteren Wochen ausgehe, in denen wir den Holzofen anfeuern können. Und das hat sich ja wirklich gut mit den tatsächlichen Witterungsverhältnissen ergänzt. Denn obwohl die Sonne jetzt öfter und länger anhaltend durchkommt, sind die Tage doch überwiegend noch kühl, manchmal kühlt es über Nacht noch bis nahe den Gefrierpunkt ab. Die letzten Ausläufer des Winters machen sich bemerkbar. Da tat der Ofen mit seiner wohligen Wärme doch noch sehr gut. Und in zwei Wochen wird er vermutlich nicht mehr notwendig sein. Eine Heizung zwar noch, aber mit mittlerer Stufe betrieben wird dann die Zentralheizung die Übergangszeit abdecken können. Einziger Nachteil: Auch der Heizölvorrat muss demnächst aufgefüllt werden. Da ist dann gleich das nächste Frühjahrsprojekt schon vorprogrammiert: Brennholzvorrat für die nächste Saison vorbereiten und aufhäufen – und Heizöl für die Übergangszeiten und für die nicht mit Holzofen heizbaren Räume nachbestellen. Es scheint, dass die Energiefragen, insbesondere das Heizen betreffend, nie wirklich aus dem Blick geraten können.

Wenn der Frühling nicht mehr aufzuhalten ist

Die ziemlich aufwändigen Bemühungen mit meinen Chilis scheinen sich auszuzahlen. Jedenfalls sind die Keimlinge schon etwas größer und vor allem zahlreicher als bei meinem letztjährigen Ansatz, der noch über keine Wärmematte, kein Pflanzenlicht und keine Spezialerde verfügte. Diese Details scheinen in der Kombination dann doch eine Rolle zu spielen, was die Zucht dieser Gemüseart als eine ziemlich komplizierte und voraussetzungsreiche Angelegenheit qualifiziert. Jedenfalls will ich jetzt auch auf dieser Schien bleiben und hoffe im Sommer auf wirklich großen und mit vielen Blüten gesegnete Pflanzen. Vor allem hoffe ich, dass viele der ganz scharfe Sorten darunter sein werden, deren Samen ich im Vorjahr so mühsam zusammengetragen hatte. Die Baumlandschaft draußen sieht jetzt auch schon deutlich nach warmer Jahreszeit aus, auch wenn die noch nicht wirklich angekommen ist. Aber inzwischen sind auch die Spitzahorne überall in voller Blüte, was man an dem gelbgrünen Blütenteppich erkennt, der die Kronen überdeckt und der im ersten Moment und für Unkundige immer erst wie junges Laub erscheint und nur bei näherer Betrachtung als dichter Besatz mit Blütenständen erkennbar wird. Jedenfalls finde ich die frische helle Farbe wunderbar, vor allem wenn sie das jetzt häufiger anhaltende Sonnenlicht reflektiert. Dann weiß ich immer, dass der Frühling nicht mehr aufzuhalten ist.

Ostern, die zweite

Es war der zweite Osterfeiertag, und glücklicherweise ist es mir gelungen, diesen Tag zusammen mit der Familie in derselben Ruhe und Kontemplation zu erleben wie den ersten. Als feiertägliches Highlight kam heute aber noch der Besuch der Ostermesse hinzu. Das war uns wichtig, da wir ja leider keine Osternachtfeier mehr besuchen können und es gestern aus praktischen Gründen nicht möglich war. Und die Feier war sehr atmosphärisch, mit viel Chorgesang, vielen Besuchern und einer wirklich österlichen Stimmung. Die Lektüre von Vortragsmitschriften Rudolf Steiners konnte ich am Nachmittag fortsetzen, diesmal allein auf die auf Kunst bezogenen Texte konzentriert. Und vorbereitende Arbeiten für den Versand meiner letzten Wunschbaum-Manufaktur Arbeiten habe ich auch noch getroffen. Eigentlich ja keine Arbeit, nur ein Baustein in der begleitenden Kommunikationsarbeit rund um diese Initiative, die sich mit den symbolischen und ästhetischen Implikationen der Bäume beschäftigt, und insofern sicher feiertagskompatibel.

Österliche Ruhe und spirituelle Grundlegungen

Vielleicht lag es an dem Ausflug gestern, dass wir diesen Ostersonntag tatsächlich als ruhigen Feiertag in Anspruch genommen und wahrgenommen haben. Tatsächlich hatten wir kein Bedürfnis nach raumgreifender oder produktiver Aktivität. Wir wollten einfach die Bedeutung des Osterfestes auf uns wirken lassen und haben den Tag in diesem Sinne verlebt. Ich bin froh, dass ich am Nachmittag außerdem meine Lektüre von Vortragsmitschriften Rudolf Steiners fortsetzen konnte. Zunächst aus einer Reihe zum Themenfeld „Mystische Grundlegung der künstlerischen Weltanschauung“ und später – wie fast jedes Jahr an Ostern – die Lektüre von zwei Vorträgen speziell zum Thema Ostern aus dem Jahr 1908, die im Abstand von etwa einem Monat in Berlin gehalten wurden. Die beiden Vorträge finde ich unter allem, was ich von Gedankengängen und Ausführungen Rudolf Steiners schon lesen und verstehen durfte, zu den eindrucksvollsten gehörend. Auch weil die Gedanken so plastisch am Beispiel der Rezeption des Ostermysteriums über die Zeiten hinweg enggeführt werden, man also den konkreten Feiertagsbezug hat. Aber wie immer bei Steiner werden ausgehend davon gewaltige inhaltliche Bögen gespannt, die nahezu alles umfassen: Die Entwicklung des Menschen, des Kosmos, der Religionen, und eben alles auch immer im Vergleich zum dem, was wir uns als gültig für prähistorische Zeiten vorstellen können. Es ist mir bei aller christlichen Prägung immer wieder ein Gewinn, diese Hintergrunderklärungen zu lesen, jedes Jahr wieder Neues darin zu entdecken und damit meinem eigenen Verständnis in dem Fall von Ostern noch mehr Klarheit und Tiefe hinzuzufügen.

Vorösterliche Frühlingsgartenimpressionen

Den Besuch bei J. und W. haben wir die letzten Wochenenden immer wieder verschieben müssen. Aber heute konnten wir ihn doch realisieren, zum richtigen Zeitpunkt, wie ich finde, kurz vor dem Osterfest. Die Feiertage selbst nämlich verbringen wir lieber in Ruhe zu Hause. Auch wenn der Frühling so richtig noch nicht seine schönen Seiten zeigen konnte, ist doch auch in Js und Ws Garten alles auf die neue Gartensaison abgestimmt. Ein neues Hochbeet mit verschiedenen Planzungen und Aussaaten, verschiedene treppenartige Pflanzständer, die schon im letzten Jahr hinzukamen und die jetzt neue bepflanzt wurden. Und auch die Gartenbäume wurde vor einigen Wochen so zurückgeschnitten, dass die neue Wachstumsperiode beginnen kann, ohne dass die Pflege der Bäume einen zu großen Aufwand produziert. Die Gartenbaufirma hat vor allem die Esskastanie und den Walnussbaum im Vorgarten ziemlich radikal zurückgeschnitten. So durchgreifend waren in den letzten Jahren mit unseren eigenen Rückschnitten nicht gewesen. Aber ich denke, das ist jetzt auch ganz gut so, so können sich deren Kronen gleichmäßig entfalten und die Bäume bekommen keine einseitige Ausrichtung, weil sich jetzt der Großteil der Krone oberhalb des Hausdachniveaus befindet. Auch andere kleinere Bäume sind jetzt zurückschnitten oder ganz entfernt, aus Sicherheitsgründen. Ein wenig traurig aussehend schienen mir die beiden Ebereschen. Aber eine der beiden, die wie ein paar sehr eng nebeneinander gepflanzt wurden, hat wohl über den trockenen Sommer Schaden genommen und musste deshalb jetzt gestutzt werden, weil einige Äste abgestorben waren. Ich hoffe, das Ensemble wird sich wieder erholen und bald wieder im Frühjahr die üppige Blütenpracht und im Sommer die knallrot leuchtenden Fruchtstände zeigen, die wir zuletzt mit diesem Baumpaar in der Mitte des Hinterhausgartens in Verbindung gebracht haben.

Stimmige Feiertagsruhe und inselhafte Zuversicht

Dass wir an diesem Karfreitag wirklich zur Ruhe kommen konnten und auch keine besonderen Aktivitäten geplant hatten, passt m. E. zu der Würde des Tags. Alles andere finde ich eigentlich unpassend, selbst moderne kirchliche Angebote, die jenseits katholischer Zeremonien den Sinn des Feiertags vermitteln möchten. Mag sein, dass das für einige etwas bedeutet, wir benötigen das für das Verständnis des Karfreitag eher nicht. Außer der Kontemplation habe ich heute nur kommunikative Aufgaben erfüllt, darunter die Vorbereitung des Versands der letzten Lebensbaum- und Partner-Armband-Bestellungen. Es waren insgesamt vier Armbänder, die in besonders ruhiger und konzentrierter Stimmung entstehen konnten und die ich sicherlich als sehr gelungen bezeichnen kann. Mein Eindruck ist, dass nach einigen Jahren der Zurückhaltung ab diesem Jahr wieder mehr Interesse an Symbolformen mit Bezug zu unserer vegetabilen Umwelt aufkeimt. Ich sage „aufkeimt“, weil es zeitlos immer schon angelegt und bei vielen als Grundbedürfnis vorhanden ist, aber eben gewisser Rahmenbedingungen und äußerer Umstände bedarf, um Realität zu werden und damit wirklich Wirkung zu entfalten. Ich freue mich, wenn dieser aktuelle Eindruck sich im Laufe des Jahres bestätigt, denn auf anderen Gebieten ist eher Stagnation zu erwarten.

Turbulente Karwoche

Der Aufgabenplan an diesem Tag vor Karfreitag war lang, und die Zeitfenster für einzelne Aufgaben und Erledigungen eng getaktet. Das schloss auch verschiedene Fahrten in die nächste Stadt und am Abend auch weiter raus mit ein. Etwas, was wir in der Karwoche eigentlich vermeiden wollen, was sich aber heute eben so ergeben hat. Eine Mischung ganz verschiedener Initiativen – therapeutisch, kosmetisch, verpflegungstechnisch – und dazwischen natürlich auch die übliche Vorfeiertagshektik der Agenturarbeit. Jedenfalls wissen wir am Ende des Tages, was wir geschafft haben und sind insofern für die Kartage demütig gestimmt. Rückblickende Gespräche zum zurückliegenden Palmsonntag und dem verbreiteten Fehlen schöner Buchszweige waren heute auch dabei. Das finde ich immer spannend, wie präsent Themen rund um die Baumsymbolik in der Alltagskommunikation immer wieder sind.

Die Karwoche und österliche Seelenverfassung

Die letzten Tage vor Ostern sind doch wieder arbeitsreicher und dichter getaktet, als ich mir das für die Karwoche wünschen würde. Aber so ist das ja eigentlich immer vor Feiertagen. Auch wenn dieser Umstand merkwürdig in Kontrast tritt mit der ansonsten so verbreiteten Lethargie. Trotz der äußerlichen Geschäftigkeit sehe ich aber immer wieder auch Anzeichen für Initiativen und Einstellungen, die darauf hindeuten, dass der tiefe Sinn von Ostern dennoch in den Seelen vieler Menschen präsent ist und gerade in dieser Karwoche besonders gute Chancen hat, erkannt und vertieft zu werden. So hoffe ich für mich und die Familie, dass uns zumindest der Karfreitag den äußeren Rahmen für echte österliche Kontemplation und Vorbereitung bieten mag. Meine aktuellen nachmittäglichen und bis in die Abende hinein reichenden Holzarbeiten von unterschiedlichen Baumarten und mit verschiedenen Kombinationen ergänzen sich zu dieser österlichen Kontemplation sehr gut. Meditative Wirkung hat diese Manufaktur allerdings auch außerhalb feiertäglicher Kontexte.

Ostern, Aufbruch und vegetabile Symbolik

Es gehört wohl zu den Konstanten der Lebenserfahrung, die kaum jemals eine Abweichung erfährt, dass die Woche vor und auch nach den großen kirchlichen Feiertagen in der Stimmung der Menschen eine Art Auszeit darstellt. Dann läuft alles etwas langsamer und weniger zielgerichtet ab als gewöhnlich. Fast könnte man meinen, das hinge mit der Besinnung und auch dem Nachklang, der Sinnhaftigkeit des Feiertags selbst zusammen. Aber gerade für die weniger religiös Orientierten und diesbezüglich auch Ahnungslosen liegt es eher an der abstrakten Aura des Feiertäglichen, die sich auch ohne religiöses Verständnis ausbreitet und um sich einen weiten zeitlichen Dunstkreis zieht, in dem es sich bequem machen lässt. Leider hemmt das auch laufende Projekt und ist gerade die Zeit, um etwas Neues zu beginne oder lange Liegengebliebenes in Angriff zu nehmen. Eher die Zeit des Abwartens, Ruhens und Aufschiebens. Ich hoffe, dass für Religiöse wie auch für andere Menschen das Osterfest dennoch seine sinnhafte, belebende, mit Aufbruchs- und Umwandlungssymbolik gesättigte Energie entfalten kann und dass die Feiertage selbst dann die reinigende und klärende Wirkung auf die Menschen haben, die anschließend mutiges und zuversichtliches Aufbruchshandeln wieder möglich oder leichter macht. Gerne würde ich über die am Sonntag gesegneten Palmzweige hinaus noch andere vegetabile Zeichen der Osterzeit wie des Frühlings um mich arrangieren. Aber leider sind mir noch keine Zweige mit typischen Weidenkätzchen oder andere blühende Frühlingszweige begegnet, die ich bedenkenlos hätte abzweigen können, um ein wenig des vegetabilen Frühlings ins Wohnumfeld zu holen.

Aus gutem Grund eine lange Brennofensaison

V. meinte zwar, die letzte aufgestapelte Wand mit Holzscheiten, die noch von unserem ehemals riesigen Brennholzhaufen übrig ist, würde bis zum Abschluss der Saison übrigbleiben. Aber zwischendurch wird’s immer wieder so kühl und ungemütlich, dass der Holzofen wohl doch noch bis in den April hinein in Betrieb bleiben wird. Ich schätze, wir werden im Sommer dann die ganze Ecke neu auffüllen können. So ist auch genug Platz, um die letzten Stammabschnitte, die noch auf Vorrat sind, in ofengerechte Stücke zu sägen und dann schon lange vor der Saison bereit zu halten. Damit ist dann ein langes Kapitel der Familiengeschichte abgeschlossen. Kurioserweise deckt sich das zeitlich mit gewissen Neuerungen bei der Art, wie man formal mit Holzenergie in Zukunft umgehen soll – ungeachtet der Frage, wie sinnvoll und weitblickend das ist.

Palmsonntag – Segnung – Familientradition

Dass ich heute mit M. zusammen doch zum Palmsonntagsgottesdienst gehen konnte, hat mich sehr gefreut. Dieser Besuch und die Segnung der Palmzweige gehört zu den althergebrachten Familientraditionen, die für uns alle Bedeutung haben. Eines ist mir diesmal seltsam vorgekommen: Die Segnung der Palmzeige schien mir sonst im Gottesdienst explizit ausgesprochen worden zu sein. Diesmal habe ich zwar einmal eine Segnungsgeste mit Weihwasser beobachtet, die mir aber nicht mit dem sonst üblichen Segenspruch begleitet zu sein schien. Da es aber der Palmsonntagsgottesdienst war, gehe ich einfach davon aus, dass es mit der Segnung seine Richtigkeit hatte. Am Nachmittag habe ich traditionsgemäß die Palmzweige über allen Türkreuzen im Haus gegen die heute gesegneten ausgetauscht und später die alten verbrannt. Auch das ist eine mir lieb gewordene Tradition. Ich hoffe, noch viele weitere Palmsonntag im Kreise der ganzen Familie erleben zu dürfen. Und dass uns die tiefe Bedeutung des Tags als Auftakt der Karwoche immer so bedeutungsvoll bleiben wird. Bei so viel von außen herangetragenem Krisenerleben scheint auch das nicht mehr ganz so selbstverständlich zu sein.

Passend zur Frühzeit des Frühlings

Der Verlauf dieses langen Arbeitstags war gestern schon vorgezeichnet. Ich konnte gestern bis zum Abend alle Arbeitsschritte an meinen aktuellen vier Lebensbaum- und Partner-Armbändern abschließen, mit Ausnahme des Abschleifens der Perlenkanten. Das ist immer der letzte, sehr zeitintensive und kraftraubende Vorgang bei der Herstellung der Armbänder. Und bei vier Exemplaren ist mit dieser Arbeit nahezu ein ganzer Tag vergeben. Mit viel Geduld und Fleiß ist diese Arbeit nun unter Dach und Fach, und meine Perlen liegen gerade im Ölbad. Später werde ich sie noch abtrocknen und zu Austrocknen bereitstellen. Schön, dass ich in dieser Frühzeit des Frühlings so intensiv an diesen Projekten arbeiten kann. Das passt so wunderbar zur frühlingshaften Symbolik. Ebenso wie die Palmtradition, die unsere Familie von jeher pflegt. Ich bin froh, die Palmzweige auf dem Markt vor einigen Tagen gefunden zu haben, als Ersatz für unseren eigenen zerstörten Buchsbaum. Morgen lassen wir sie segnen und anschließend werde ich sie an allen Türkreuzen im Haus erneuern. Schade nur, dass die am Palmsonntag so häufig schon beobachtete Sonne morgen wohl ausbleiben wird.

Bäume, Holz, Sonne und die symbolische Formarbeit

Schade, jetzt kommen gleich wieder regnerische Tage. Immerhin mit der Hoffnung, dass Ostern selbst wieder in Sonne getaucht sein wird. Die hatten wir zuletzt wirklich genossen und durften einen Hauch von Frühling ahnen. Jetzt also wieder ein Schritt zurück. Aber die zurzeit intensive und viele Stunden in Anspruch nehmende Manufakturarbeit mit ganz unterschiedlichen Baum- und Holzarten entschädigt mich für diese jahreszeitlichen Kapriolen und bringt mir auf symbolischer und energetischer Ebene eine innere Sonne, die sich bei so eindringlicher Beschäftigung mit den Bäumen und den Strukturen der Hölzer quasi von selbst einstellt. Bäume, Holz und Licht bzw. Sonne gehören untrennbar zusammen. Deshalb ist das Arbeiten mit Holz in der warmen und vor allem hellen Jahreszeit am belebendsten. Und wenn die Sonne außen einmal ausbleibt und weniger wird, kann sie in der symbolischen Formarbeit wieder hervorgeholt werden.

Am Tag der Eiche zeigt sich der Frühling schon deutlich

Der heutige Tag der Frühjahrstagundnachtgleiche ist im keltischen Baumkalender mit der Eiche belegt. Sie ist einer von vier Bäumen, die die Tag-und-Nacht-Gleichen sowie die Sonnenwenden als Einzeltage markieren. Aber die Eiche ausgerechnet mit dem Frühjahr zu verbinden, fand ich immer schon merkwürdig. Ich finde, das ist eine der weniger überzeugenden Strukturmerkmalen der Baumkreissystematik. Aber passend zu dieser Zuordnung habe ich heute u. a. an einem Lebensbaum-Armband aus Eichenholz gearbeitet. Bei außen wirklich sich frühlingshaft anfühlendem Wetter. Das wiederum hat doch sehr gut gepasst. Was das Ankommen des Frühlings betrifft bin ich insgesamt jetzt auch guter Hoffnung. Das sind doch viele Anzeichen zu beobachten, u. a. auch die Blüte bestimmter Baumarten. Zum Beispiel hat unserer Nashi-Birne schon Blüten angesetzt. Und draußen, in der hiesigen Baum- und Strauchlandschaft, sind natürlich aktuell zum einen die Schlehen in Wartestellung, und zum anderen die Spitzahorne allerdings schon in aktiver Blüte. Man kann jetzt im Auto vorbeifahrend dieses irre Gelbgrün der filigranen, aber wegen ihrer laubähnlichen Färbung eher untypischen Blütenstände sehen. Und hält es im ersten Augenblick regelmäßig für junges Laub. Überwiegend aber sind es die Spitzahorn-Blüten, die man sieht, die nur sporadisch gleichzeitig mit dem jungen Laub an den Kronenästen aufscheinen. Bei manchen Exemplaren aber kommt das Laub zuerst, dann folgen die Blüten. Und bei wieder anderen erscheinen Blätter und Blüten ungefähr gleichzeitig. Der Spitzahorn ist in seiner frühlingshaften Erscheinung immer wieder überraschend. Das Interessanteste ist aber, dass er zu den am frühesten im Jahr blühenden Bäumen gehört.

Doch noch Buchszweige für die Palmweihe ergattert

Bei dem durchgehend intensiven Arbeitstag mit viel Kommunikation und Technik konnte ich die heute schon länger andauernde Sonne gar nicht gebührend genießen. Hintergründig, als Kulisse sozusagen, war sie aber doch spürbar. Und das tut einfach gut, lässt die Arbeit leichter von der Hand gehen als bei Dauer-Trübnis und Regen. Auf dem Hinweg zu meinem Arbeitsgespräch bin über einen kleinen Wochenmarkt gekommen, auf dem einer der Stände Palmsträuße angeboten hat. Das kam mir wie gerufen, denn M. hat ja schon befürchtet, keinen schönen Buchsbaum mehr zu bekommen, um ihn am Palmsonntag weihen zu lassen. Und dass ich bei der Gelegenheit drei Sträußchen gekauft habe, war ein Glück. Später am Tag hat M. nämlich erfahren, dass die Alternativquelle von einer alten Freundin wider Erwarten ausfällt, da deren Buchsbaum nun auch befallen war. Nochmal Glück gehabt, auch wenn es nicht die allerschönsten Buchszweige sind, aber ich habe immerhin die schönsten aus den vorhandenen herausgefischt. Die nächsten Tage werden wieder Kommunikationsarbeit satt beinhalten, aber auch viel Holzarbeit, für die es aktuelle eine Nachfragewelle gibt. Ich denke, das hängt mit dem gefühlten Nahen des Frühlings zusammen. Nach dem langen Winter hat man verbreitet an Bedürfnis nach neuem Grün und mehr Licht.

Den Wechsel der Jahreszeit in der Handarbeit nachvollziehen

Die Holzarbeit am Nachmittag, mit gleich vier Stäben und ebenso vielen Holzarten, konnte ich erstmals für dieses Jahr bei sonnigem Wetter in der Außenwerkstatt ausführen. Sonnig, aber natürlich noch kühl um diese Jahreszeit, dennoch ist das Sonnenlicht eben das, was der Arbeit mit Holz und Bäumen eine besondere Energie verleiht und belebend wirkt. Man ist dann den lebenden Bäumen irgendwie näher, während im Winter, bei ausschließlichem Aufenthalt während der Arbeit in geschlossenen Räumen und bei künstlichem Licht die Aufmerksamkeit eher nach Innen gerichtet ist. Das hat auch seine Reize und verleiht dem intensiven Dialog mit dem Material und den Lebewesen, von denen es abstammt, eine besondere Innigkeit. Aber der Gegenpol, das in Richtung des Kosmos gerichtete Arbeiten und Wahrnehmen, gehört global betrachtet immer auch zum kunsthandwerklichen Schaffen mit Holz dazu. So vollziehe ich regelmäßig den Wechsel und Übergang der Jahreszeiten in den Arbeitsräumen und Prozessen der Manufaktur nach und bringe viel von diesen äußeren Eindrücken in die filigrane Handarbeit und die letztlich resultierenden Ergebnisse ein.

Spannende Baum-Energien, Baum-Bedeutungen und Baum-Kombinationen

Die Ahnung des Frühlings regt sich anscheinend jetzt doch bei mehr Menschen. Jedenfalls bemerke ich das an wieder häufigeren Anfragen an die Wunschbaum-Manufaktur, die Symbolformen erzeugt, die ihrem Träger eine sehr enge Verbindung zur Energie, Symbolik und Ästhetik der Bäume vermitteln. Genauer gesagt der Baumart oder der Kombination von Baumarten, die in dem jeweiligen Armband verarbeitet wurden. Das bleibt auch nach über 20 Jahren der Weiterentwicklung dieses Projekts für mich noch jedes Mal spannend. Auch weil die Schwerpunkte sich ständig verlagern. Mal stehen die Lebensbaum-Armbänder in Anlehnung an die Systematik des Keltischen Baumkalenders im Mittelpunkt, mal sind es die Wunschbaum-Armbänder, die noch eine Reihe weiterer nicht im Baumkreis enthaltenen Arten umfassen. Und es gibt auch Phasen, in denen die Kombinationen besonders begehrt sind, entweder in einem Armband vereint, oder auf mehrere sinnhaft verteilt, wie bei den Partner-Armband-Sets und den Vater, Mutter & Kinder Armband-Sets. Letzter gehören gerade wieder zu meinen Aufgaben, und damit die sehr anregende Interkationen zwischen verschiedenen Baumarten, Charakteren, Energieformen und symbolhaften und volkskulturellen Eigenschaften, die sich bei den Kombinationsarmbändern durchdringen, ergänzen und kontrastieren. Wenn die Außentemperaturen zunehmend frühlingshafte Züge annehmen und vor allem die Sonnenphasen länger werden, sind auch die Arbeitsphasen draußen wieder sehr schön. Auch wenn für die stunden andauernde Feinarbeit derzeit das Kelleratelier und künstliches Arbeitslicht noch unvermeidlich bleiben.

Traditionspflege auf Umwegen

In einer Woche ist schon Palmsonntag. Aber es ist wohl seit vielen Jahren das erste Mal so, dass wir gar keine Zweige von dem eigenen Buchsbaum für die Palmsträuße werden verwenden können. Im Sommer war ich gezwungen, den Busch sehr radikal zurückzuschneiden, weil der bis dahin unbemerkte Buchsbaumzünsler große Teile der nachgewachsenen kugeligen Krone zerstört hatte. Seitdem hatte das Gehölz kaum mehr Gelegenheit, neue Triebe auszubilden. Entsprechend gerupft sieht er immer noch aus, zumal auch noch einige der Zweigchen, die ich damals stehen ließ, nachträglich ebenfalls vertrocknet waren. Ein Lichtblick: Frau F. hat angekündigt, uns von ihrem gesunden Buchsbaum für die Palmweihe einige Zweigbündel abzugeben. Die sollen zwar nicht ganz so „schön“ sein wie die gewohnten. Aber ganz ohne ist uns der Palmsonntag eigentlich nicht vorstellbar. Traditionell lassen wir die Palmsträußchen im Gottesdienst segnen und nach der Messe verteile ich sie an allen Türkreuzen im Haus. Außerdem noch bei einigen Muttergottesfiguren im Haus. Vor dem Applizieren der frischen gesegneten Zweige nehme ich die alten, im Verlauf des Jahres verblassten und eingetrockneten alten herunter und verbrenne sie. Das ist mir wichtig, dass die alten nicht einfach in der Biotonne entsorgt werden. Dabei fällt mir ein, dass die Asche für das Austeilen des Aschekreuzes ja tatsächlich vom Verkohlen der vorjährigen Palmsträuße stammt. Ich habe mich immer schon gefragt, wer in der katholischen Kirche das eigentlich organisiert bzw. daran denkt, diese weit auseinanderliegenden Ereignisse vorausschauend zu verknüpfen.

Pflanzerfolge bei Wärme und Licht liebenden Arten

Bei meinen diesjährigen Pflanzversuchen mit Chilisamen scheine ich doch auf dem richtigen Weg zu sein. Erstaunlich ist, dass ausgerechnet die Samen der wenigen Schoten des Vorjahres als erste gekeimt sind, die von den super Scharfen „Geister-Chilis“ stammen. Gerade die sind ja trotz der Aussaat in hoher Stückzahl im Vorjahr gar nichts geworden. Aber die Methode mit Wärmematte scheint deren Geschmack dann doch getroffen zu haben. Der Hinweis auf die notwendig höhere Keimtemperatur gerade bei den scharfen Sorten war also hilfreich und lässt mich hoffe, dass auch die anderen Chilisorten auf diesem Weg gute Chancen haben werden. Die nächste Innovation und Optimierung ist schon in Vorbereitung. Demnächst wird mir auch eine Pflanzenlampe mit Licht-Vollspektrum zur Verfügung stehen, die Wirkung zeigen sollte, wenn die Keimlinge schon da sind und es dann um ein kräftiges und zügiges Wachstum geht. Bei den noch überwiegend trüben und lichtarmen Tagen ist das wohl besonders von Nöten. Beides gleichzeitig, Wärmematte mit transparenter Abdeckung nach oben und die Beleuchtung wird aber wohl schwierig werden. Vor allem weil die Keimlinge ja schnell höher wachsen und mir keine opulente Glaskuppel verfügbar ist. Übergangsweise kann ich mit gebastelten Provisorien arbeiten. Aber bald schon werde ich auf die Abdeckung verzichten müssen und dann kann die Wärmematte bei weitem nicht die gewünschte Temperatur erzeugen. Aber immerhin, ein Anfang für erfolgversprechendere Pflanzenzucht Wärme und Licht liebender Sorten ist gemacht.

Vorzeitige Imagination des Frühlings

Thematisch und bei meinen Kommunikationsprojekten ist der Frühling und sind die Ostertage zwar gerade ein Gegenstand, der mich auch kreativ beschäftigt. Aber bei diesen Unternehmungen und Aufgaben muss ich in Ermangelung wirklicher Frühlingsstimmung doch viel Phantasie und Imagination zum Einsatz bringen, um authentische Ergebnisse zu erzielen. Weil mich das aber immer schon anspricht, weil gerade die Jahreszeiten und allen voran der Frühling als Jahreszeit des Aufbruchs, des Auflebens, des Neustarts, eines der Themen sind, die mich herausfordern, zu denen ich auch unendlich viel und differenziert sagen kann, sind mir solche Aufgaben willkommen. Ich kann die Jahreszeit und das Jahreszeitenthema dann noch intensiver erleben, einfach weil ich Essenzielles verarbeiten kann und weil ich es so aufbereiten und vermitteln kann, dass andere sich angesprochen fühlen. Es geht wie so oft darum, einen archetypischen Gleichklang zu erzeugen, Saiten zum Klingen zu bringen, die bei allen latent angelegt sind, sich aber ohne Anreiz oft nicht bemerkbar machen. Mit der Imagination des Baumfrühlings in seiner idealtypischen Form, mit vielen leuchtenden Blüten, reichlich Sonne und der Belebung der Baumlandschaft wie der natürlichen Umwelt insgesamt mit dieser besonderen frühlingshaften Lichtstimmung bin ich eigentlich schon gut für den realen Frühling vorbereitet. Ein Privileg, das ohne die extern an mich herangetragenen Aufgaben so nicht vorhanden wäre. Und dann ist es für mich auch verschmerzbar, wenn es der Frühling nicht ganz so eilig hat, wie wir es uns wünschen würden und zuletzt aufgrund einiger sonnenreicher Tage hoffen durften. Die Verzögerung ist dann imaginativ gewissermaßen aufgehoben.

Bewusst wahrgenommener Frühling

Immerhin sind jetzt einmal die Voraussetzungen neu geschaffen, dass die bei uns eingefangene Sonnenenergie wieder verlustfrei genutzt werden kann. Der wenig zufriedenstellende defekte Zustand hatte jetzt fast ein Jahr angehalten und musste durch eine technische Neuerung aufgelöst werden. Eigentlich zu einem sinnvollen Zeitpunkt, denn gerade jetzt steht der Frühlingsanfang kurz bevor, gerade jetzt ist wieder deutlich mehr Sonnenlicht, länger anhaltend und intensiver, zu erwarten. Dann wird sich über die wärmere und hellere Jahreszeit hinweg die Investition auch schneller auszahlen. Schön, dass parallel auch die Natur ihren Frühling erlebt und wir bald schon den Frühling in Form der Baumblüte ganz präsent im Blickfeld haben. Eigentlich steht das Blühen der frühen Arten unter den Bäumen für den bewusst wahrgenommenen und so empfundenen Frühling. Es ist nicht allein die mildere Außentemperatur, auch nicht allein das Licht. Dieses äußere Zeichen des Auflebens, wie es sich bei den meisten Baumarten eben als erstes in der Blüte offenbart, muss schon hinzukommen, damit wir ein Gefühl für den Frühling erhalten. In diesem Jahr wird wohl der echte Frühlingsanfang ziemlich genau mit den Ostertagen zusammenfallen. Wäre toll, wenn die Feiertage selbst tatsächlich auch wieder in sattes Sonnenlicht getaucht wären.

Das Ende der Holzofensaison ist in Sicht

Ich denke, V. hat sich mit dem Brennholzvorrat wirklich verschätzt. Ich hatte ja schon darauf aufmerksam gemacht, dass der überwiegende Anteil des großen Brennholzhaufens bereits aufgebraucht ist und das restliche sicherlich sehr schnell zuneige gehen dürfte. Ich denke nicht, dass wir über das Ende des Monats hinaus noch Brennmaterial zur Verfügung haben. Insofern wäre es gut, wenn mit den Osterfeiertagen auch der Frühling Einzug halten und mit milderen Temperaturen aufwarten würde. Dann könnten wir für die Übergangszeit wieder auf Zentralheizung umschalten, ohne die Heizölreserven zu sehr zu strapazieren. Insgesamt aber hat der Vorrat doch recht lang angehalten, allerdings steckte auch jede Menge anstrengende Arbeit für das Brennholzmachen im Hochsommer dahinter. Das wird sich in diesem Sommer noch einmal wiederholen, dann mit dem letzten Stapel dicker Fichtenstämme, die ich in ofengerechte Abschnitte bringen werden, um unsere vorläufig letzte Ofenbrandsaison damit zu bestücken.