Mit ungewohntem Terrain vertrauter werden

Nach der Erfahrung gestern bin ich an diesem Samstag schon mit Js Tagesablauf und den Verhältnissen im Haus einigermaßen vertraut, so dass ich Unterstützung leisten und W. zusätzlich in der Klinik besuchen konnte. Natürlich erfordert das Einiges an Improvisation und auch psychisch ungewöhnliche Anstrengung, um das komplizierte Ineinandergreifen verschiedener Temperamente, Kommunikationsgewohnheiten und Erwartungen in Einklang zu bringen – damit der Tag ordentlich organisiert werden kann. Aber das war auch geeignet, Js Alltag und Probleme etwas genauer und im Gespräch mit Js Bekannten besser verstehen zu lernen. Immerhin den Vorgarten konnte ich heute ein wenig begutachten – um erfreut festzustellen, dass die Gartenbäume dort und die Beetbepflanzung generell, in einem ganz ordentlichen Zustand sind. Zumindest darüber müssen wir uns vorerst keine größeren Gedanken machen.

Schock-Nachricht zwingt zu ungewohnten Aufgaben

Der Anruf von J. heute früh war ein ziemlicher Schock. Aber es war gleich klar, dass ich mich auf den Weg nach G. machen musste, um J. und W. in dieser Notlage zu unterstützen und bestimmte Dinge zu organisieren, um die Situation zu klären und Lösungen zu finden. Das hat mit einiger Anstrengung dann auch funktioniert, ohne dass die ganz große Katastrophe eintreten musste. Den Garten auch nur zu betreten, um einen Blick auf den Zustand der Gartenbäume dort zu werfen, war an diesem Tag noch gar nicht möglich. Zu sehr haben sich die Ereignisse überschlagen und zu sehr war ich an diesem Freitag mit ungewohnten Aufgaben gefordert.

Den Schwierigkeiten dieser Zeit etwas entgegensetzen

Da sich an dem schmuddelig-kühlen Wetter ja so gar nichts im Laufe der Woche geändert hat, schwindet inzwischen meine Hoffnung, dass aus diesem Juni noch ein vernünftiger Sommermonat werden könnte. Wieder einmal sind wir von den Folgen des Klimawandels überrascht und können es kaum glauben. Dabei wäre wenigstens jahreszeitentypisches Wetter besonders jetzt wichtig, wo doch wirtschaftlich, politisch und kulturell kaum noch etwas zu funktionieren scheint. Dann schließen die natürlichen Grundlagen und vor allem die aus der Natur kommenden Highlights eine Verständnis- und Sinnlücke bzw. kompensieren das, was sozial-kommunikativ nicht ins Lot gebracht werden kann. Wenn aber auch das noch wegfällt, wird’s richtig frustrierend. Nichtsdestoweniger sehe ich mich als Kommunikationsfachmann schon in der Pflicht, solchen Phasen und ihren Ausstrahlungen etwas entgegenzusetzen. Die Beiträge im Baumtagebuch sind nur ein Versuch in dieser Richtung, und in verschiedenen anderen Umgebungen der Lebenswelt ergänze ich das durch weitere Äußerungen und Aktionen.

Mit dem untypischen Juni zu kämpfen

Dieses für Juni völlig untypische bioaktive Wetter macht uns schon ziemlich zu schaffen. Wie wir hören, geht es den meisten gerade damit. Ich schätze, nur die Pflanzen werden das unverhoffte Nass und die moderatere Sonneneinstrahlung zumindest vorübergehend zu schätzen wissen und vielleicht sogar mit üppigerem Wachstum reagieren. Aber für uns ist es eben eher belastend. So richten wir den Blick aufs Wochenende, wenn ein krasser Temperaturanstieg für unserer Region vorhergesagt ist und wir dann wohl endlich die Mähaktion nachholen können. Ich hoffe, wir sind dann auch körperlich fit und können die Abwechslung genießen. Am gespanntesten bin ich darauf, den Wachstumsfortschritt des Maulbeerbaums in Augenschein zu nehmen. Wenn es ein Fruchtjahr für den Baum sein sollte, müssten jetzt eigentlich schon Maulbeeren zu sehen sein. Das geht bei diese Art immer unerwartet schnell voran.

Zwei ertragreiche Baumobstjahre in Folge?

Es geht trotz der kühlen Luft erkennbar wieder zurück in Richtung Hochsommer. Heute hatten wir einen eigentlich strahlenden Sonnentag, der nur dadurch holprig verlief, dass der Himmel voller vorbeiziehender dicker Wolken hing, die das Sonnenlicht nur durch ihre Lücken ließ. Das ist dann aber besonders intensiv strahlend. Immerhin macht das Hoffnung auf ein Ende dieses frostigen und nassen Intermezzos. Unsere Weinreben entwickeln sich in diesen etwas feuchten und lichten Tagen hervorragend und haben jetzt schon üppigere Blätter als i Vorjahr ausgebildet. Auch erkennt man schon die Trauben selbst, die noch ganz kleine und grüne Beeren tragen. Aber die Dichte und Anzahl, die jetzt schon erkennbar ist, lässt eine recht ertragreiches Weinjahr erwarten. Über die Qualität ist damit natürlich noch nichts gesagt und das lässt sich auch so früh ganz schlecht voraussagen. Aber vieles spricht dafür, dass wir nach dem ungewöhnlichen Baumobstjahr 2025 erneut eine gute Obsternte erwarten können. Zweimal in Folge wäre das allerdings sehr ungewöhnlich.

Sommerliche Auftriebsverzögerung

Dieser gut vorbereitete Termin zu Ms Antrag ist heute Vormittag doch ganz gut verlaufen. Jedenfalls konnten wir nicht noch mehr zu einem Gelingen beitragen. Das Ergebnis, das in ca. einer Woche zu erwarten ist, sollte insofern zumindest nicht erschreckend ausfallen. Bei der Konzentration auf Kommunikation und körperbezogene Themen kam heute, wie schon in den letzten Tagen, die Naturbeobachtung natürlich zu kurz. Ein Glück, dass der Juni gerade auch untypisch ausfällt und so gar nicht an Frühsommer erinnert. Zu wenig Licht, zu kühl, zu durchwachsen. Dabei kannte ich den Juni gerade als Vorzeigesonnenmonat, mit moderaten, aber angenehmen Temperaturen und einer erfrischenden und aufbauenden Lichtstimmung. Ich hoffe, die wird spätestens zum Wochenende doch noch zurückkehren und dann vielleicht weitere in den Juli hineinreichen. Damit wir doch noch einen vitalen und wachstumsorientierten langen Sommer erleben. Und damit nicht nur die Gartenbäume sich prächtig entwickeln, sondern auch wir als menschliche Gegenüber einen Auftrieb erfahren.

Ruhiger Sonntag zum Kraftschöpfen

Immer willkommen ist so ein Sonntag, an dem wir die Dinge langsamer angehen können. Schon weil die nächste aufgabenreiche Woche wieder bevorsteht und irgendwann ja einmal ein kleinerer Gang notwendig ist. Damit konnten wir gedanklich und planend einige Dinge, die in den nächsten Tagen wichtig werden, vorbereiten und uns mental darauf einstellen. Und haben uns im Übrigen am Wachstumswetter da draußen, die Aussichten auf wieder mehr Sonne im Juni, dem farbenprächtigen Blühen der Sommerblumen und dem Grünen und stark werden der Gartenbäume erfreut. Ohne dass ich allerdings Gelegenheit hatte, die aktuelle Baumlandschaft zu erkunden. Ich schätze, demnächst, wenn wieder stabileres Sonnenwetter herrscht, werde ich mich erneut aufmachen, um insbesondere die späten Baumblüten in Nahaufnahmen fotografisch festzuhalten und meine Baum-Detail-Portfolio damit um weitere Motive zu erweitern.

Stimmige Arbeit mit lichtgesättigten Holzarten

Aus dem Mähe der Wiese ist heute nichts mehr geworden. Dazu waren die Vortage zu nass und das Gras noch zu feucht. Aber so konnte ich mich auch mit größerer Ruhe dem Abschluss der Manufakturarbeit widmen. Am Nachmittag hatte ich die beiden Armbänder in sehr guter Qualität fertiggestellt. Oder fast fertiggestellt, denn das Ölbad und anschließende Auslegen zum Trocknen fehlen ja noch. Aber mit diesen beiden Holzarten, Holunder und Zypresse, hatte ich einen sehr schönen energetisch stimmigen Start in den kunsthandwerklichen Sommer. Beide stehen in besonderer Weise für das Sonnenlicht und strahlen mit ihrer zitronigen Helle und lichtgesättigten Anmutung etwas extrem an den Sommer Erinnerndes aus.

Präsentative Formen zur Wirkung bringen

Die Aufträge für Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder kamen wieder genau zum richtigen Zeitpunkt. Nämlich so, dass ich die Arbeiten voraussichtlich bis zum Wochenende fertigstellen kann. Das Drechseln, Sägen und Bohren ging bei den beiden Holzarten – Holunder und Zypresse – heute sehr gut von der Hand. Keine besonderen Pannen, Fehler oder Verzögerungen. Und von der geradezu erholsamen Wirkung der handwerklichen Arbeit abgesehen, trägt diese intensive Holzarbeit immer auch meditativen Charakter, ist wie ein stiller Dialog mit dem Baum, von dem das Holz stammt. Ich denke und hoffe auch, dass sich dieser Austausch letztlich positiv auf das Ergebnis auswirkt, dass sie in der Form des Armbandes konserviert bleibt und nachwirkt. Vor allem auf den Träger des Armbandes und sein oder ihr eigenes Verhältnis zu den Bäumen, ihrer Energie, Symbolik und Ästhetik. Es ist schön, diese Form präsentativer Kommunikation immer wieder praktizieren zu können und zur Wirkung zu bringen.

Baum-Fotografien im Rahmen meiner Microstock-Portfolios

Meine Microstock-Portfolios per API-Schnittstelle zum Teil auf meinen Webseiten darstellen zu können, ist eines meiner jüngsten Projekte. Ich habe inzwischen Möglichkeiten gefunden, das für zwei der Portfolios zu realisieren und dabei auch unterschiedliche Filter anzuwenden. Eine dieser Optionen ist das Filtern nach Schlagwörtern, u. a. eben „Baum“. So habe ich jetzt nicht nur für meine Agenturseite verschiedene Portfolioansichten neuer Arbeiten verfügbar gemacht. Für das Baumtagebuch konnte ich das auch realisieren, und zwar auf der Seite „Baum-Fotografien“ und am Beispiel meiner jüngeren Fotografien bei Depositphotos mit Bezug zum Themenfeld „Baum“:

Kühler Ausreißer zum Start in den Juni

Die Kühle dieses Tages passt so gar nicht zum Auftakt des Juni. Überhaupt kann uns der ständige Wetterumschwung langsam auf die Nerven gehen. Ich hatte zuletzt eigentlich mehr Konstanz erwartet und hatte tatsächlich schon ein lang andauernden angenehm temperierten Sommer vor Augen. Stattdessen dieser deutlich abgekühlte Tag mit bedecktem Himmel und nichts, was uns Menschen begeistern könnte. Wahrscheinlich ist das gut nur für die Grünpflanzen und alle Bäume, die wieder Flüssigkeit tanken können, bevor die neuen Tage mit 30 Grad und mehr kommen und an regelmäßige Niederschläge nicht mehr zu denken ist. Ja ja, wir haben jetzt noch einen Feiertag. Und ich hoffe, der Samstag wird trocken genug sein, um die liegen gebliebene Gartenarbeit nachzuholen, v. a. das Mähe der Wiese rund ums Bienenhaus.

Begründete Hoffnungen auf einen ausgedehnten Sommer

Jetzt also wieder Schonklima für die Pflanzen, und der erste Tag seit Langem, an dem ich nicht gießen musste. Gleichzeitig sind unsere Regenwasserreservoirs durch den Regen wieder etwas aufgefüllt worden. Die Wechselhaftigkeit des Wetters verlangt uns biorhythmisch zurzeit so einiges ab. Aber mit der Aussicht auf einen wirklich moderat warmen und sonnenreichen Juni kann man das ganz gut ertragen. Jedenfalls haben die richtigen Sonnentage im Mai, und zuvor schon im April gewisse Hoffnungen für eine ausgedehnte Sommersaison geschürt, und vor allem auf einen Sommer, der den Namen verdient. Im Vorjahr war der Sommer ja eigentlich ausgefallen, was u. a. nachträglich daran erkannten, dass wir nur einige wenige Male die Sitzgarnitur hinterm Haus zum Essen oder Kaffeetrinken genutzt hatten. -Das ist bis jetzt schon in diesem Jahr anders. Wenn nichts noch später dagegenspricht, freue ich mich auf mehr Aufenthalt im Garten -nicht nur für die Gartenarbeit und die Rundgänge zu den Gartenbäumen, Stauden und Blumen. Auch um dort die Mahlzeiten zu uns zu nehmen und vor allem auch kunsthandwerklich zu arbeiten. Die nächste Gelegenheit, und wenn ich mich richtig erinnere die erste für dieses Jahr dort draußen, wird es dazu am Wochenende geben. Diesmal geht’s um ein Wunschbaum-Armband aus dem Holz des Holunders.

Aufbauendes Frühsommer-Klima

Der Tag war so mit notwendigen Aktivitäten und Erledigungen ausgefüllt, dass wir das tolle, sehr angenehm warme Frühsommerwetter gar nicht so richtig genießen konnten. Aber ich bin zuversichtlich, dass diese Atmosphäre, die für die Pflanzen so wachstumsfördernd wirkt, uns gut tuen wird, wenn es noch länger andauert und wir nicht wieder eine Rückkehr zum regnerischen Schmuddelwetter erleben. Gerade für das Gedeihen der Obstbäume könnte das entscheidend sein. Ganz besonders denke ich an die Mirabellen und Maulbeeren, auf die allein in wirklichen Wert lege. Einmal wegen des Mirabellen-Hefekuchens, einmal wegen der Marmelade. Ich schätze, am Wochenende kann ich mich nach dem Entwicklungsstand der Bäume umschauen, wenn Vs Wiese rund ums Bienenhaus gemäht werden muss.

Auch dieses Jahr wieder hoffnungsvolle Anhaltspunkte für reiche Baumobsternte

Der Mai geht mit einer Sonnenstundenbilanz zu Ende, die unterhalb der vom April liegt. Das hat natürlich mit den in diesem Jahr ungewöhnlich sonnenreichen Apriltagen und mit den längeren Temperatur- und Sonnenlichteinbrüchen in diesem Mai zu tun. Eigentlich sollte es umgekehrt sein, zumal gerade der Mai in den meisten Jahren als sonnenreichster Monat des ganzen Jahres herausgestellt hat. Aber natürlich können einen die auf Klimawandel zurückzuführenden Abweichungen vom Gewohnten, was ich sonst als das „Verschwinden der Jahreszeiten“ hier bezeichne, nicht mehr wirklich wundern. Immerhin ist das zuletzt sehr sonnenreiche, dann aber auch tageweise eher bedeckte, schwüle und regenreiche Wetter für das Pflanzenwachstum von Vorteil. 2025 war ja schon ein an Baumobst sehr reiches Jahr. Wie es scheint, wird der diesjährigen Witterungsverlauf eine Wiederholung begünstigen. Die früh fruchtenden Arten, allen voran die Kirschbäume, zeigen jetzt schon eine üppige Fruchtdichte. Auch die Pfirsiche scheinen zumindest bezüglich der Anzahl von Pfirsichen auf eines der besseren Jahre hinauszulaufen. Bei den anderen Arten, den Äpfeln, Birnen, Mirabellen und Zwetschgen, können wir allerdings derzeit noch keine Prognose abgeben. Natürlich freue ich mich insbesondere auf eine möglichst reiche Maulbeerenernte. Aber die Frage kann ich noch gar nicht beantworten. Zuletzt habe ich nur beobachtet, dass die Krone sich mit Blättern verdichtet hat – ein guter Anfang. Aber bei der Art folgt die Fruchtreife recht schnell, nachdem das Blätterdach sich ausgebreitet hat. Ich hoffe, hoffnungsvolle Anhaltspunkte bei meinem nächsten Besuch des Baums zu erkennen.

Das große Auspflanzen am genau richtigen Samstag

Der Samstag war gut gewählt, um meine Chilipflanzen in ihre großen Pflanzgefäße im Garten zu verpflanzen. Die Gefäße selbst hatte ich auch noch nicht mit Erde und Dünger befüllt, so dass ich diese Arbeit als Erstes erledigen musste. Wie erwartet war beides mit ziemlichem Zeitaufwand verbunden. Aber nachdem ich die Pflanzen wieder monatelang im Innenraum aus Samen vorgezogen hatte, z. T. mit Wärmematte und künstlicher Beleuchtung, ist das natürlich das Ereignis, auf das die ganze Pflanzaktion hinausläuft. Tatsächlich habe ich alle Kübel, Töpfe und Filztaschen, die ich auch im Vorjahr schon genutzt hatte, mit verschiedenen Sorten Erde und Gemüsedünger vorbereitet, um dann sukzessive die Chilipflänzchen, nach Sorten unterschieden, einzupflanzen. Die schon hoch gewachsenen Glocken-Chilis habe ich diesmal in die großen Tröge und den großen runden Topf verpflanzt. Eigentlich mit dem Hintergedanken, sie an ihrem angestammten Platz zu belassen, der leicht schattig ist. Denn die Glocken-Chilis benötigen nicht ganz so viele direkte Sonne. Aber später habe ich sie doch unter Dach, an den Rand der transparenten Überdachung geschoben, wo sie eigentlich mehr Sonne abbekommen und außerdem noch geschützt sind. Die anderen, v. a. die 10 Filztaschen haben ohnehin unter der Überdachung ihren Platz, was sich in den Vorjahren als sehr vorteilhaft herausgestellt hat. Einige andere Gartenarbeiten, die noch nicht ganz abgeschlossen waren oder noch anstanden, u. a. den Rest des Efeuschnitts in die grüne Tonne zu verfrachten, habe ich der Pflanzaktion noch angeschlossen. Auch unser Springbrunnen ist jetzt wieder in Betrieb. Das sieht jetzt schon sehr nach der Hochzeit der Gartensaison aus, auf die wir immer lange hinarbeiten. Auf das Gedeihen der Chilis, aber auch das weitere Wachsen und Blühen der Sommerblumen, die dieses Jahr besonders schön arrangiert und kombiniert sind, freuen wir uns sehr.

Hochsommererfahrung in unzuverlässigen Zeiten

Dieser Tag war gefühlt ein Duplikat des Vortags, und tatsächlich brachte er statistisch auch fast exakt dieselbe Sonnenstundendauer. Unglaublich eigentlich, so ein Hochsommerwetter Ende Mai. Ein Glück, dass wir zuletzt genug Regenwasser eingefangen und in verschiedenen Tanks gespeichert haben. So kann ich jeden Abend alle Blumen und Stauden mit ausreichend Wasser bedienen. Und das nächste Gewitter kommt nach so vielen heißen Tagen in Folge sicher. Ich denke, bisher können die Bäume, die auf Bewässerung verzichten müssen, das noch ganz gut wegstecken. Aber es darf eben nicht über lange Strecken so bleiben. Wir haben am Nachmittag eine lange nicht mehr realisierte Einkaufstour trotz der Hitze durchgeführt, vor allem aus nostalgischen Gründen. Das war wohl ganz gut so, wenn auch die Atmosphäre dort von Dekadenz zeugt und ich nicht ausschließen würde, dass die dort demnächst dicht machen. Das wäre eine Erfahrung mehr, die aus unserer Familientradition verschwände – irgendwie passend zu diesen unglaublich unzuverlässigen und unberechenbaren Zeiten.

Darstellungsversuche meiner Microstock-Portfolios

Aus dem von mir selber geplanten Rasenmähen rund ums Bienenhaus ist heute dann doch nichts geworden. Ich hätte das trotz meiner Lädierung durchführen können, aber nun hat V. überraschenderweise Einwände geäußert und will das erst später, bei mäßigeren Temperaturen umsetzen. Nun gut, so konnte ich bei anderen Vorhaben dran bleiben, und davon gibt’s genügend. Eines ist das lange avisierte Projekt, das eigene Anbieter-Portfolio bei bestimmten Microstock-Agenturen auf den eigenen Websites dynamisch zu repräsentieren. Eine Funktion, die nur über eine API möglich ist. Und den Zugang dazu und die gewünschte Integrationsmöglichkeit wird nicht von jedem Microstock-Anbieter unterstützt. Nach längerem Suchen und Testen habe ich immerhin eine Möglichkeit bei depositphotos gefunden. Und wiederum nach umfangreichen Recherchen ist es mir gelungen, tatsächlich die 24 jüngsten Arbeiten aus meinem Portfolio bei depositphotos auf meinen Agenturseiten auszugeben. Von diesem Erfolg bestärkt will ich dasselbe bei mindestens einer weiteren Agentur versuchen, möglicherweise bei Adobe Stock. Und bei dieser weiteren möglichen Integration könnte ich mir vorstellen, einmal nicht nach Einreichungsdatum, sondern nach Themen zu filtern, z. B. nur die Motive aus meinem Portfolio darzustellen, auf die das Keyword Baum zutrifft. Das wäre dann auch eine Möglichkeit, die ich auf wunschbaum.de oder hier unter baumtagebuch.de nutzen könnte und die dort besonders viel Sinn machte.

Den energiegeladenen Übergang vom Frühling zum Sommer beobachten

Bei dem Traum-Wetter denkt man gar nicht an Routinearbeit und mühsames Abarbeiten technischer Aufgaben. Aber tatsächlich bin ich in diesem Tagen sehr mit genau diesen Tätigkeiten in Anspruch genommen, in einer geradezu unwirklichen Dichte. Das Gute ist: Danach kommen auch wieder Freiräume, die sich zur Abwechslung mit inhaltlichen und kreativen Ansätzen ausfüllen lassen, was dann den Ausgleich zurückbringt. Und immerhin bin ich zwischendurch durch das Gießen und kurze Wege rund ums Haus mit dem intensiven Blühen und Grünen im Garten in Kontakt und kann die energiegeladene Entwicklung der Vegetation in dieser Zeit des Übergangs vom Frühling in den Sommer sehr gut beobachten und auf mich wirken lassen. Ich denke, solche alltäglichen ökologischen Beobachtungen sind für viele ein wichtiger Ausgleich, weil es kleine Erholungsphasen und -oasen während des Tages schafft, die den Kopf freizumachen helfen. Eine Sonderaktion in diesem Gebiet habe ich für morgen vorgesehen. Ich werde versuchen, die nötige Zeit freizumachen, um für V. die Wiese neben dem Bienenhaus zu mähen. Die ist ziemlich hochgewachsen und muss mal wieder begradigt werden. Bei der Gelegenheit kann ich meinen Maulbeerbaum einen Besuch abstatten und hoffentlich schon sehen, ob es in diesem Jahr Aussicht auf eine nennenswerte Maulbeerenernte gibt.

Üppiges Pflanzengrün gegen Ende Mai

Das war wohl der bisher heißeste Tag des Jahres, was Ende Mai durchaus ungewöhnlich ist. Und es werden noch einige Tage in dieser Art folgen. Ich finde das ganz anregend, auch wenn man bei körperlichen Arbeiten schwitzt. Denn die Eis-Saison konnte damit heute starten. Und belebend wirkt so viel Sonnenlicht trotz der unvermeidlichen Transpiration doch immer. Ich freue mich am ungeheuren Grün, das so viel Sonne in dieser Jahreszeit hervorbringt. In den Baumkronen, den Stauden, den Blumen. Und auch die immergrünen Arten, die gerade zurückgeschnitten wurden, wie unsere Efeuhecken, die schließen ihre durch den Rückschnitt aufgegangenen Lücken jetzt wieder ganz schnell, so dass im August voraussichtlich der Nächste Schnitt fällig sein wird. Und auch die Pfirsiche scheinen vom Sonnenlicht zu profitieren. An dem sehr stark gestutzten Baum sehe ich schon zahlreiche noch sehr kleine und grüne Früchte. Wenn die sich auswachsen, dürfte der nächste Reihe von Pfirsich-Pudding-Kuchen nichts im Wege stehen.

Doppelter Sonnen-Pfingstfeiertag

Es ist ein Glück, dass der zweite Pfingstfeiertag fast wie eine Verlängerung des ersten auf mich wirkte, mit der gleichen ruhigen und sonnenlichtdurchtränkten Aura ausgestattet. Es ist eine Freude zu sehen, wie die Gartenbäume und alles grünblättrige Gehölz um uns herum gerade das frühsommerliche Licht auffangen und zu üppigem Wachstum dadurch angeregt werden. Tatsächlich sind einzelne Bäume im Garten, besonders deutlich bei der größeren Gleditschie, erst in diesem Frühjahr „erwachsen“ geworden und wirken auf einmal gewaltig. Gut, dass ich sie zuvor zurückgeschnitten hatte – bei der Gleditschie wäre, erst jetzt so erkennbar, gleich ein weiterer Rückschnitte der tiefer liegenden Äste notwendig, die jetzt schon wieder Schatten werfen, wo ich demnächst eigentlich einen Teil der Chilipflanzen platzieren will. Aber das kriege ich schon irgendwie hin. Ich hoffe, der Feigenbaum wird bei so viel früher Sonne dieses Jahr einmal einen ordentlichen Früchteertrag bringen. Und gleiches wäre für den Pfirsichbaum zu wünschen, schon allein, weil wir gerade die letzten Stücke des letztjährig gebackenen Pfirsichkuchens verspeist haben, von denen ich im Vorjahr ja reichlich backen konnte. Dass sich ein so üppiges Baumobstjahr wie in 2025 gleich noch einmal wiederholt, glaube ich dagegen nicht. Schön wäre es aber, wenn wenigstens die Mirabellen wieder reichlich fruchten. Denn mit denen lässt sich ohnehin der beste Obstkuchen zubereiten.

Ein typisch lichtreicher Pfingstfeiertag mit ruhiger Aura

Es war ein feiertäglich ruhiger und wegen des ganztägigen Hochnebels nicht ganz so knallig sonniger Pfingstsonntag. Natürlich hat sich unter der Hochnebeldecke eine ziemlich stickige Wärme gestaut und es war schön und schattenfrei hell, wie unter einem künstlichen Lichtzelt. Vor allem hat nach dem schweißtreibenden Einsatz gestern die Ruhe des Feiertags, der ansonsten in pfingsttypischer Manier daherkam, sehr gutgetan. Denn Hektik ist etwas, das wir gerade gar nicht gebrauchen können. Am Nachmittag konnten wir uns zum ersten Mal für diese Gartensaison daran freuen, den Kaffee hinterm Haus auf unserer Gartensitzgarnitur mit Blick auf das Grün der Gartenbäume genießen zu können. Ich hatte darauf bestanden, das heute auf jeden Fall einmal zu machen, weil in den Vorjahren fast jede Gelegenheit dazu ausgelassen wurde, was ich mit Blick auf die sommerliche Familientradition jammerschade finde. Ich hoffe, es wir noch viele Gelegenheit währen dieser Sommermonate geben, auch zum Mittagessen.

Sonnengesättigtes Bürgerfest unter schattigen Linden

Der Außeneinsatz als Event-Fotograf war einmal eine spannende Abwechslung im Arbeitsalltag. Denn für diese Art professioneller Fotografie gibt’s nicht so viele Gelegenheiten, und unter freiem Himmel ist es bisher noch gar nicht möglich gewesen. Bei diesem multikulturellen Demokratie-Stadtteilfest herrschte eine aufgeräumt, gut gelaunte Stimmung bei bilderbuchartigem Veranstaltungswetter. Schweißtreibend für die Aufführenden, v. a. während des Walk Acts zu Beginn, aber auch sehr gelungen, wenn man bedenkt, dass es sich um die Premiere eines neuen Programms handelte. Ein wirklich gelungener Nachmittag. Die längere Wartezeit vor dem Auftritt habe ich inmitten der vielen anderen Besucher im Randbereich des Veranstaltungsgeländes unter Bäumen sitzend verbracht. Das Fest fand auf einem sehr übersichtlichen annähernd quadratischen Platz statt, der rundum mit jungen Linden bepflanzt ist. Deren üppig belaubte Kronen waren aber schon ausladend genug, um an einem so sonnenreichen Tag mit blauem Himmel von der knallenden Sonne verschont zu bleiben.

Mit den unsanften Wetterumschwüngen leben

Im Laufe des Tages sind die Menschen atmosphärisch schon alle in Richtung der Pfingstfeiertage abgedriftet. Das ist ganz deutlich erkennbar gewesen, auch wenn die eine oder andere Weichenstellung für die Zeit nach Pfingsten noch gestellt wurden. Aber insgesamt wirken mehrere Tage vor und auch wieder nach solchen Feiertagen immer wie Auszeiten, die offensichtlich willkommen sind und geradezu herbeigesehnt werden. Das bietet sich im Frühjahr mit der Häufung von Feiertagen zwischen Palmsonntag und Pfingsten natürlich besonders an und wird später nur noch durch das viel ausgedehntere stimmungsvolle Wahrnehmen der Weihnachtszeit abgelöst. Ich freue mich, dass der Frühsommer, der nun urplötzlich inmitten des Vollfrühlings aufgetaucht ist und wohl noch eine Weile bleiben wird, dieses Jahr so wunderbar grün, üppig wachsend und blühend im Spiegel der Bäume ausfüllt und wir immer dann, wenn die Sonne das richtige Licht darauf wirft, eindrücklich und belebend auf uns wirken kann. Leider waren die gegenteiligen Abweichungen und Rückgänge in letzter Zeit zu häufig und lang anhaltend gewesen, so dass wir uns schrittweise und gleichmäßig nicht darauf einstimmen konnten. Wir müssen wohl mit den plötzlichen und unsanften Wetterumschwüngen zu leben lernen.

Frühsommerliche (Baum)perspektiven

Dieser Einundzwanzigste brachte uns wieder einmal deutlicher seine belebenden Energien entgegen. Denn M. ging es ab heute früh wieder besser und das Wetter drehte sich um die Mittagszeit deutlich in Richtung des Frühsommers und zeigt uns jetzt die Perspektive wirklich sonnenverwöhnter Pfingstfeiertage auf. Das ist erfreulich und beruhigend, zumal ich in den letzten Monaten eine Vielzahl unangenehmer Routinearbeiten, die dennoch viel Einsatz und Geduld erfordert haben, weitgehend abarbeiten konnte. Das öffnet die Sommermonate für eher inhaltsbezogene und kreative Aufgabenschwerpunkte. So denn die Auftraggeber mitspielen. Außerdem hoffe ich auf Gelegenheiten, das sommerliche Licht für die Baumfotografie nutzen zu können, um zunächst die späte Baumblüte und später das hochsommerliche Baumgrün und die Baumfrüchte des Hoch- und Spätsommers fotografisch festhalten zu können. Eine Erweiterung meines Portfolios im Bereich der Baummotive der sonnenreichen Jahreszeiten wäre wünschenswert, da diese Motive in den Vorjahren zu kurz gekommen waren.

Zwischen technischen und sozialen Aufgaben in den Vollfrühling

Gut, dass zumindest bei den techniklastigen Aufgaben nach Monaten gerade ein Rückgang festzustellen ist. Denn familiäre Beanspruchungen sind gleichzeitig intensiver geworden und erfordern viel Zeit, die ich sonst vermutlich nicht so leicht freiräumen könnte. Aber ganz richtig ist das näher betrachtet dann doch nicht, denn gerade beim Baumtagebuch steht ein technisches Upgrade bevor, das ich heute schon einmal vorbereitet habe, indem ich verschiedene integrierte Softwarekomponenten auf die neuesten Versionen aktualisiert habe. Das eigentliche Update sollte darauf gut aufbauen können. Und vielleicht bringen die neuesten Versionen ja auch noch einen Tick bessere Performance, was nie schaden kann, weil es die Wirkung der vermittelten Inhalte verstärken kann. Wir richten den Blick jetzt in Richtung des kommenden Feiertags, der für Pfingsten typisch sehr sonnenreich ausfallen soll. Dazu passt auch perfekt eine kreativ-dokumentierende Aufgabe, die ich zuvor am Pfingstsamstag umsetzen kann.

Mitteleuropäisch wechselhaft

Dieses Frühjahr verlangt uns viel Geduld und Widerstandskraft ab. Schon allein wegen des untypischen Witterungsverlaufs, der ständigen Temperaturschwankungen und des Schwankens zwischen wolkenverhangenen und regennassen und sommergleichen sowie sehr warmen Tagen. Letzter haben wir schon im April erlebt und im so genannten Wonnemonat dann einen Rückschritt zu erfahren. Aber wenn ich die Vorhersage fürs Wochenende betrachte, dann dürfte – ebenso unverhältnismäßig – tatsächlich der erste echte Sommertag uns zukommen. Hoffentlich ist das der Auftakt für den echten, beständigen Frühling und eine gute Einstimmung auf den Frühsommer. Den Bäumen hat das regennasse und kühlere Intermezzo offenbar gutgetan. Ich nehme das vor allem auf den Autofahrten wahr, wenn nämlich die Bäume am Straßenrand auf einmal wie langjährig gewachsene Alleen wirken – allein wegen des ungewöhnlich üppigen Blattwerks der Kronen. Wenn es auch noch warm wäre, würde wir von tropischem Klima sprechen. Aber so ist es einfach nur mitteleuropäisch wechselhaft.

Ein merkwürdiger Mai, de aber viele Gelegenheit zur Gartenarbeit bietet

Jetzt gegen Abend ist die Temperatur wieder deutlich angestiegen, aber den ganzen Tag bis dahin war es ziemlich ungemütlich und richtig kühl. Merkwürdiger Mai. Wenn wir nicht supersonnige Hochsommermonate vor uns haben sollten, wird die Sonnenstundenbilanz dieses Jahr schlechter ausfallen als 2025. Aber wir könnten auch in den nächsten Monaten noch aufholen. Am späten Nachmittag habe ich V. geholfen, ein paar Honigwaben zum Bienenhaus zurückzubringen, die zuvor abgeschleudert wurden. Die erste Ernte von Frühlingsblütenhonig in dieser Saison. Ich hoffe, es wird noch einiges folgen, und dass sich die Blütezeiten der bei uns relevanten Baumarten günstig abwechseln. Bei der Gelegenheit habe ich einen Blick auf den Maulbeerbaum geworfen, den ich in den letzten beiden Wochen nur von Ferne und im Vorbeifahren begutachten konnte. Er sieht gar nicht so schlecht aus, zwar noch mit unregelmäßigem und lückenhaftem Blätterkleid, aber die Blätter sind wenigstens gekommen – das hatten wir auch schon ganz anders. Und wie immer gibt’s einzelne Äste, darunter ein tiefliegender, der sich zum Pflücken gut geeignet hat, die offenbar gar keine Blätter mehr treiben, weil sie abgestorben sind. Das war beim Zurückschneiden noch nicht erkennbar gewesen. Die in kurze Abschnitte geteilten dünnen Äste des Maulbeerbaums, die V. vor Tagen vor Ort in einen Grünschnittsack gefüllt hatte, habe ich ins Auto geladen und nach Hause transportiert. Der steht jetzt vor dem noch weitgehend leeren Brennholzreservoir und wird sich zum Anfeuern eignen – sollten wir denn im Winter den Holzbrandofen wieder anfeuern.

Schöner Ausflug zur Gartenausstellung und eine Reminiszenz des Ulmensterbens

Es ist schön, dass wir nach der Abstinenz im Vorjahr diesmal wieder die Gartenausstellung in L. besuchen konnten. Und das Wetter hat gehalten, nicht so sonnig wie gewohnt an dem Besuchstag, aber ohne Regen und bei lauwarmen Temperaturen. Ich freue mich besonders, dass M. sich aufraffen konnte, mitzukommen und die abwechslungsreichen Stunden bei den Fahrten und beim Aufenthalt dort zusammen mit mir und A. zu verbringen. Neben den vielen Gartenaccessoires, den Blumen und Stauden gab es auch eine Reihe mehr oder weniger exotischer Gehölze. Eines davon war eine noch klein gewachsene, aber schon in ihrer Form erkennbare Gold-Ulme. Kannte ich bisher noch nicht, sie hat im Gegensatz zur gewöhnlichen Ulme tatsächlich gelblichere, eher hellgrüne Blätter, die ansonsten die typische asymmetrische Ulmenblattform aufwiesen. Bei dem Hinweis auf diese besondere Art hat wohl der Händler mitgehört und mich sogleich korrigiert. Ich hatte nämlich von der geheimnisvollen Ulmenkrankheit erzählt und dass dieser der Großteil der Ulmen in Europa zum Opfer gefallen waren. Der Händler meinte, die Krankheit sei nicht, wie ich meinte, von einem Pilz verursacht, sondern von einem Käfer, und mittlerweile sei sie auch verschwunden. Ich habe, wieder zuhause, noch einmal die aktuelle Situation recherchiert und dabei herausgefunden, dass meine Erklärung richtiger war als die des Händlers: Es ist tatsächlich ein mikroskopisch kleiner Pilz, der letztlich über Gegenreaktionen des Baums zu einem Verstopfen der Wasserleitungsbahnen im Splint führt und den Baum damit von seiner Wasserversorgung abschneidet, so dass er vertrocknet. Nur werden die Pilzsporen über den Ulmensplintkäfer übertragen. Der Käfer ist also nur der Vermittler, die eigentliche Krankheit wird, wie ich das auch in Erinnerung hatte, von dem Pilz hervorgerufen. Und leider ist das Ulmensterben auch noch nicht beendet, sondern ist nach wie vor akut. Man setzt mit dem Anpflanzen der Flatterulme aber offenbar auf eine weitgehend resistente Unterart dieser Baumart. Nur die Erklärung des Händlers dafür, dass man bis heute kaum noch Ulmen zu Gesicht bekommt, scheint mir plausibel. Denn er meinte, das liege daran, dass die Art langsam wächst und viele deshalb lieber auf andere Arten setzen. Schade, denn den Baum und seine besonderen Wuchsformen, aber auch seine Symbolik und nicht zuletzt das Holz finde ich besonders spannend. Zumindest im Zusammenhang mit meiner Wunschbaum-Manufaktur habe ich immer noch mit der Art zu tun. Es ist die einzige, bei der ich die Perlen nicht längs zur Wachstumsrichtung des Baums herstelle, sondern quer dazu, was auch ein anderes Herstellungsverfahren erfordert.

Gelungener Sommerblumenpflanztag bei mäßigem Wechselwetter

Wenn wir in den letzten Jahren die Sommerblumen eingepflanzt hatten, war es fast immer sehr sonnenreich und warm. Ich kann mich an richtig Schweiß treibende Ereignisse erinnern. Heute dagegen war das Wetter sehr durchwachsen, zwar etwas weniger kühl als zuvor, aber Sonne kam nur sporadisch einmal durch. Dennoch ein ganz angenehmes Klima fürs Blumenpflanzen bzw. schon vorher fürs Aussuchen der Blumen im Gartencenter. Es hat mich einiges Insistieren gekostet, aber am Ende hat M. mich doch zur Auswahl der Blumen begleitet, nachdem ich gestern neben der Pflanzerde schon einige wenige Sommerblumen ausgesucht und gekauft hatte. Heute aber die größere Auswahl, die sich in Umfang und Zusammenstellung am Ende als sehr überzeugend herausgestellt hat. Es war dieses Mal auch ein Glücksfall, dass wir die Blumen alle an einem Ort gefunden haben und die Auswahl diesmal viel besser war, auch die Qualität, die mich durchaus an die von früher aus der örtlichen Gärtnerei erinnern ließ. So sind die gekauften Sommerblumen überwiegend schon ziemlich kräftig und gut ausgewachsen. Schon jetzt, direkt nach dem Einpflanzen, machen die bepflanzten Tröge, Töpfe und Schalen einen richtig üppigen und vor allem farbenfrohen und vielfältigen Eindruck. Mit den beiden Wandelröschen sind auch echte Gehölze dabei, die wir vielleicht ja wieder überwintern und im nächsten Jahr neu einpflanzen können. Ich freue mich sehr darauf, die Blumen weiterwachsen und aufblühen zu sehen. Und auch darauf, im nächsten Schritt die Pflanzgefäße für meine Chilis vorzubereiten, so dass ich die vorgezogenen und im Augenblick noch in Innenräumen gedeihenden mehr oder weniger kleinen Chilipflanzen auspflanzen zu können.

Sommerblumenpflanzzeit

Die Sonnenstunden in diesem Mai werden möglicherweise ähnlich gering ausfallen wie im Mai des vorletzten Jahres. Jedenfalls wenn von der Halbzeitbilanz ausgehe. Im Vorjahr war der Mai, wie schon in zahlreichen früheren Jahren, außerordentlich sonnenlichtreich ausgefallen. Jetzt, nach einem sonnigen April, also wieder eine Schwankung in entgegengesetzter und jahreszeitenuntypischer Richtung. Vor allem auch die kühlen Temperaturen der letzten 10 Tage sind sehr untypisch gewesen und werden sich wohl erst langsam mit der kommenden Woche normalisieren. Ich freue mich, morgen zusammen mit M. die Sommerblumen auszusuchen und einzupflanzen. Frische Pflanzerde und Dünger habe ich heute Nachmittag schon besorgt, und auch schon eine Reihe von Blumen, die diesmal im Gartencenter wirklich gute Qualität haben. Nicht so mickrig ausgewachsen wie in manchem Jahr zuvor, und auch die Auswahl ist reichhaltiger als sonst. So dürften wir morgen fündig werden und uns wieder mit einer abwechslungsreichen und bunten Auswahl an Sommerblumen eindecken. Das ist neben den inzwischen schon ordentlich ausgewachsenen Gartenbäumen seit Jahren unser Highlight während der Sommermonate, bis spät in den Herbst hinein. Offenbar haben wir dafür auch ein Händchen. Nicht ohne Grund erhalten wir von Nachbarn und Passanten regelmäßig Lob für unsere Sommerblumenpflanzungen und die Zusammenstellung.

Die ruhige Wesentlichkeit der Feiertage

Es war vor allem das Ruhige, was ich von diesem Feiertag dieses Mal mitnehmen konnte. Eigentlich fühlen sich Feiertage für mich immer schon besonders an, auch wenn sie mit keiner besonderen Aktivität verbunden sind, wie heute, das ursprünglich für den Besuch der Gartenausstellung vorgesehen war, was aber am kühlen und nassen Wetter gescheitert ist. Aber so kann ich mich an der feiertäglichen Ruhe freuen und an dem, was sonst oft zu kurz kommt, nämlich Texte zu lesen, die nicht mit der professionellen Kommunikationsarbeit zusammenhängen. Das sind oft Texte über Bäume, heute war es aber eine Vortragsmitschrift, die mir einmal mehr die Gedankenwelten der Rudolf Steiner‘schen Anthroposophie nähergebracht haben.