Aus den Tiefen die Ruhe und das Gleichgewicht wieder hervorholen

Da gibt’s immer noch viele Aufgaben, die bis zum Jahresende abzuarbeiten sind. Aber der Berg hat sich auch schon ein wenig gelichtet, wird überschaubarer. Wäre gut und wünschenswert, wenn sich etwas mehr Freiraum kreativ nutzen ließe. Ich werde das auf jeden Fall für die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit versuchen, die nur mit mehr Zeit und Muße wirklich sinnhaft wird. Und ich hoffe, dieses Jahr wird das in möglichst ausgewogener Form möglich sein. Die allerorten und in allen Kommunikationen feststellbare Unruhe und Orientierungslosigkeit scheint dem zu widersprechen oder dem sogar entgegenzuarbeiten. Aber ich bin sicher, mit einer gerade zur Weihnachtszeit eher günstigen Hinwendung zu Basisthemen wie unserem Verhältnis zur Natur, zu den Bäumen, zu den Grundprinzipien des Lebens, den Themen rund um Werden und Vergehen, kann auch sich wieder mehr Ruhe und Gleichgewicht in unseren Seelen ausbreiten – die Ruhe und das Gleichgewicht, das immer schon in uns ist, das aber immer öfter mit Bewusstsein und Anstrengung hervorgeholt werden muss.

Symbolformen gegen Selbstzerstörung

Die technischen und formalen Erledigungen und Aufgaben dieser Tage passen ganz gut zum November und der allgemein trüben Stimmung. So als ob man zu allem sich noch mit besonders lästigen und ermüdenden Dingen belasten müsste. Da scheint gerade eine gewisse Tendenz zur Selbstzerstörung im Umlauf zu sein, vor der man sich hüten muss, um nicht selbst infiziert zu werden. Da ist es ein Glück, das ich mit großer Dankbarkeit aufnehme, wenn ich zwischendurch immer wieder auch wirklich individuelle Formen kreieren kann, deren Sinnhaftigkeit ich mit anderen teilen kann. Die Erzeugnisse der Wunschbaum-Manufaktur sind dafür die besten Beispiele und in diesen Zeiten eine Wohltat. Ich bin ziemlich sicher, dass die, die solche Symbolformen anfordern und manchmal über Jahre nutzen, das ganz ähnlich wahrnehmen.

KI-Bilder mit Geduld und Experimentierfreude

Der kreative Ehrgeiz in Sachen KI-generierter Bilder hat mich wieder erfasst. Diesmal aber nicht mehr das Weihnachts- und Adventthema betreffend. Es geht um ein ganz anderes, wenn auch ähnlich stimmungsvolles Motiv, das M. für eine Grußkarte verwenden will. Sehr spannende Ergebnisse konnte ich schon erzeugen, will das aber noch eine Weile weiterverfolgen, weil ich denke, es lässt sich noch viel mehr und noch viel Besseres daraus machen. Unglaublich eigentlich, wie weit ich mich inzwischen von der reinen Fokussierung auf die Baum- und Naturmotive entfernt habe und eine ganze Reihe weiterer Motivfelder integriere. Nun auch auf dem interessanten Feld der KI, die ganz andere und neue, sich immer weiter entwickelnde Möglichkeiten bereitstellt, aber eben auch eine bestimmte Handhabung und sehr viele Geduld und Experimentierfreunde erfordert.

Konstanz, Zeitlosigkeit und passende Lebensthemen

Der November hat sich so richtig in sich selbst festgebissen und scheint nicht vorzuhaben, in einen lichten Spätherbstmonat überzugehen. Das passt zu der trüben Stimmung in Politik und Wirtschaft. Und zu den Auswirkungen, die das auf die Seelen und Gemüter der Menschen hat. Es gelingt mir dennoch, bei meinen Themen zu bleiben und an meinen Schwerpunkten festzuhalten, die schier endlos und meist auch zeitlos sind. Dazu zählen spirituelle Themen, ästhetische und künstlerische Themen, aber immer auch und immer noch die Bäume und ihre Lebenssymbolik. Auch wenn bestimmte Ausformungen dieses Interesses zurzeit reduzierte Chancen erhalten, bin ich doch froh und dankbar, diese Themen schon früh mich und mein Umfeld entdeckt zu haben. Daraus erwächst unter anderem auch eine gewisse Konstanz und Zuverlässigkeit, die in diesen Krisenzeiten enorm viel wert sind. Ich wünsche allen, dass sie jeweils passende und förderliche Lebensthemen für sich finden und auch immer weiter entwickeln können.

St. Martin und es weihnachtet schon sehr

St. Martin, das ist so etwas wie der offizielle Start in die Weihnachtssaison. Jedenfalls kommen fast alle spätestens zu diesem Tag in Weihnachtsstimmung. Wohl weil sie den Tag und seine Traditionen mit der eigenen Kindheit verbinden. Für mich ist Weihnachten natürlich schon viel länger präsent. Eigentlich schon seit dem Hochsommer, als ich begann, meine umfangreiche Reihe mit KI generierten Weihnachtsmotiven zu entwickeln. Und heute am Martinstag bin ich zu einem weiteren Ergebnis gekommen, das eine enge Auswahl dieser KI-Motive verwendet. Es ist der dritte Tisch-Adventskalender, den ich im dritten Jahr hintereinander zusammenstelle, aber dieses Mal ausschließlich mit den KI Bildern, auf die eigenen fotografisch realisierten Bilder habe ich bei diesem neuen Kalender ganz verzichtet. Ich bin gespannt, wie die Adressaten auf diese ungewöhnliche Zusammenstellung reagieren. Denn ich kann natürlich nicht davon ausgehen, dass andere viel über KI-Bilder und die Unterschiede und Besonderheiten im Vergleich zur Fotografie nachdenken oder überhaupt Erfahrungen damit gesammelt haben. Jedenfalls ist es an der Zeit, den Kalender drucken zu lassen, da er ja noch rechtzeitig vor Beginn der Adventszeit versendet werden muss, soll diese Gestaltungsform auch Sinn machen.

Verwandtschaftliche Reminiszenzen

Es war ein Sonntag mit ausführlichem Rückblick in die familiäre Vergangenheit. Mit einigen schönen, aber auch eher verarbeitungsbedürftigen Erinnerungen an Verwandtschaftsbeziehungen. Wirklich kommunikativ war das nicht, da das Interesse und die Themen fast ausschließlich in Richtung der Verwandtschaft ausgerichtet waren. Aber zur Klärung einigen ungelöster innerer Konflikte hat es vielleicht beigetragen. Immerhin, eine Annäherung an meine Baumexpertise und mein Lebensthema Bäume war dann doch auch in diese verwandtschaftlichen Kommunikationen eingebaut. Denn mir wurde angeboten, mir einige Abschnitte von einem gerade gefällten großen Baum mitzunehmen, um sie für meine Wunschbaum-Manufaktur zu verwenden. Aber leider hat sich der Baum als Silberweide herausgestellt. Der hat ein durchaus anderes Holz als die Salweide, die ich als Material für die Lebensbaum-Armbänder zu dieser Zeitphase des keltischen Baumkalenders bevorzuge. Erstere ist sehr viel heller und weißlich. Die von mir bevorzugte und auch bei den Abbildungen des Armbandtyps vertretene Art ist selbst getrocknet stärker orange gefärbt und hat eine lebendigere, wärmere Ausstrahlung. Schade, aber auch die Geste, mir das anzubieten, war natürlich auch schon lobenswert.

Ein Samstag mit Routine und Holzarbeiten

Wie fast immer ein Samstag mit einer Vielzahl von Routine-Erledigungen. Aber ich konnte auch meine jüngste kunsthandwerkliche Arbeit abschließen, wieder ein Lebensbaum-Armband, das trotz der bekanntermaßen schwierig zu bearbeitenden Holzart Esskastanie gut gelungen ist. Und dann hatte ich noch die Gelegenheit, mir frisch geschlagenes Holz anzusehen, mit dem Kalkül, es eventuell für meine Manufaktur verwenden zu können. Aber es handelte sich letztlich zwar um die vermutete Weide, nur leider um eine Silberweide, die durchgehend helles, getrocknet fast weißes Holz mitbringt. Für die Manufakturprojekte benötige ich aber Salweide, mit ihrem auch getrocknet noch erkennbar orangenen Grundton. Schade, damit hätte ich nämlich die Vorräte von dieser Art auffüllen können. Es wird noch eine Weile ausreichen, aber um Nachschub muss ich mich dann doch irgendwann auf anderem Wege kümmern.

Reminiszenz an Lebensthemen: Kunst und Bäume

Zurzeit holen mich vermehrt Reminiszenzen und Kommunikationen mit Bezug zu meiner Vergangenheit ein. Schön, dass das mit zwei meiner Lebensthemen, der Kunst und den Bäumen zu tun hat, die natürlich auch meine Gegenwart betreffen. Wenn mich aber langjährige Freunde und Bekannte mit diesen Themenfeldern in Verbindung bringen und sich auch in größeren Zeitabständen daran erinnern, ist das anregend. Denn es ist Anlass, meine früheren Einstellungen und Erfahrungen mit den heutigen in Vergleich zu bringen. Gewisse gemeinsame Erlebnisse in der Welt der Kunst werden in eine neues Internetprojekt einfließen, das auf der Grundlage einer früheren Zusammenarbeit aufbaut, aber ein ganz neues und durchaus zukunftsweisendes Vorhaben in Form bringen wird. Und die Bäume waren gerade Gegenstand eines Geschenks. Darunter ein Malbuch aus den 1970ern, das eine Reihe heimischer Baumarten knapp vorstellt und zum Ausmalen von Umrisszeichnungen einlädt. Und weiter eine Druckgrafik, die ein schon auf den ersten Blick als exotisch einzustufendes Baumindividuum abbildet, das sehr ausladend und mehrstämmig erkennbar nicht in Europa heimisch sein dürfte. Den mit abgedruckten Namen habe ich gegoogelt und ihn identifiziert als Manzanita, eine meist buschartige Gehölzart, die zur Gattung der Bärentrauben gehört und im Westen der USA, u. a. in Kalifornien zu finden ist. Vielleicht wird die Baumgrafik an der Wand meines Arbeitszimmer einen dauerhaften Platz finden.

Lebensprinzipien, persönliche Spiegelung und Selbstreflexion

Auch wenn ich selbst mit Geburtstagen nicht so viel verbinde, zumindest seit ich mich erwachsen nennen kann, so ist es doch tröstlich, wenn andere an den Geburtstag denken. Oft sind es alte Freunde und Bekannte, die sich erinnern, und das tut irgendwie auch gut. Es zeigt gerade in diesen sehr anstrengenden und scheinbar ungeordneten und regellosen Zeiten, dass es noch persönliche Konstanten gibt, die auf persönlichen Kontakten, gemeinsamem Erleben, gemeinsam verbrachter Lebenszeit beruhen und die insofern von echtem einander kennen zeugen. So hat dieses Erinnern anlässlich persönlicher Geburtstage eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen Symbolkommunikationen, die u. a. in diesem Baumtagebuch, allerdings ganzjährig, immer in den Mittelpunkt stelle. Letztlich geht es dabei um das Verfolgen von Spuren im Alltag, die mit allgemeingültigen, vielleicht auch schon immer und nicht nur für einzelne Leben geltenden Wahrheiten zu tun haben. Oft findet das in Form einer Spiegelung statt, so wie menschliche Befindlichkeit und menschliche Haltung gut und gerne mit der von Bäumen in Vergleich gesetzt wird, indem allgemeingültige Lebensprinzipien am Sein der anderen Art betrachtet und dann auf die eigene Verfassung übertragen werden. Eine Möglichkeit der gespiegelten Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis, kann man sagen. Schön, dass man sich der Selbstreflexion im Kontext von kommunikativen Beziehungen auf so unterschiedlichen Wegen und in unterschiedlichen Situationen im Alltag nähern kann.

Das Gemeinsame und Unverrückbare wiederentdecken

Die Gefrierschrankatmosphäre wird uns noch einige Tag in Beschlag nehmen. Und ihr entsprechen die erschreckenden politischen Entwicklungen jenseits des Atlantiks, die einem einen Schrecken einjagen können. Da hat man schon den Eindruck, die Welt geht demnächst unter – wenn zu allen Problemen und Unzulänglichkeiten noch weitere hinzukommen, die das Desaster zum Extrem ausweiten. Vielleicht müssen wir uns künftig noch stärker auf unsere Grundlagen konzentrieren und diese wieder neu entdecken, die von veränderlichen Weltereignissen und auch von nationalen Zeiterscheinungen und Entwicklungen unberührt bleiben. Ich meine, dass die Beschäftigung und Reflexion über unser natürliches Umfeld, z. B. im Spiegel der Baumsymbolik, einen wesentlichen Beitrag zu dieser Wiederentdeckung des Gemeinsamen und Unverrückbaren darstellen kann.

Eibenmensch, Eibennatur und die geheime Eibe des keltischen Baumkalenders

Jetzt schleicht sich der Winter deutlich in die Glieder und auch die Gemüter der Menschen. Echtes, ganz typisches Novemberwetter mit so gut wie keiner Sonne, Kälte und entsprechend gedämpfter Motivationslage sind charakteristisch für diese Tag am Anfang des Novembermonats. Da mein Geburtstag nicht weit ist, bin ich natürlich mit dieser Zeit des Jahres vertraut und kann ihr wahrscheinlich mehr abgewinnen als die meisten. Es ist die Zeit des Umbruchs der Jahreszeit, im Übergang von Herbst zu Winter, der für Umwälzung, Transformation, Stirb und Werde steht. Die Symbolmerkmale und Assoziationen, die man auch mit der Eibe verbindet, dem „geheimen“ Baum des so genannten keltischen Baumkalenders, der die Zeitphase vom 3. bis 11. November besetzt. So passen in diesem Jahr, wie fast in jedem Jahr, die äußeren Bedingungen mit dem Inneren der Menschen gut zusammen. Für Menschen hält die Zeit Herausforderungen bereit, die einiges abverlangen und tendenziell anstrengend wirken. Die aber auch die Chance für wirkliche auflösende und befreiende Veränderungen birgt, die jetzt leichter und nachhaltiger zustande kommen können, wenn man denn dafür sensibel ist und die Gelegenheit erkennt. Ich könnte sagen, für mich persönlich ist das ganze Jahr über November. Die Disposition zur Transformation betreffend wäre das wahrscheinlich zutreffend. Aber natürlich kann auch ich als Eibenmensch mich in den übrigen Jahreszeiten nicht den z. T. ganz anders gerichteten Energien und kosmischen Einflüssen entziehen. Durch den Filter der Eibennatur gewinnen diese Energien nur immer einen etwas anderen Charakter und die Einflüsse von außen werden anders wahrgenommen. Und es sind eben nur diese acht Tag, so dass wohl von nicht sehr vielen Eibennaturen auszugehen ist.

Ruhiger Tag mit kreativen Impulsen

Äußerlich war dieser Tag sehr ruhig. Aber ich konnte ihn sehr intensiv für kreative Arbeiten nutzen, die mir heute sehr leicht und durchgängig von der Hand gingen. Sprachliche wie grafische Kreativität und Bildphantasie waren heute gleichermaßen gefordert. Ich bin sehr froh, dies mit guten Ergebnissen abgeschlossen zu haben. Auch für das Vorankommen und die Fortschritte beim Abbau des großen Bergs an Aufgaben, die in diesem Jahr auf jeden Fall noch zu realisieren sind. Darunter sind ganz sicher auch kreative Aufgaben im Umfeld der Baumsymbolik. Ein praktisches aus dem Bereich der Manufaktur steht noch in dieser Woche wiederum an.

Zeit und Muße im späten Jahr

Es ist gut, dass dieser Sonntag wieder etwas mehr Ruhe gebracht hat. Deshalb habe ich bewusst auch darauf verzichtet, alles abzuarbeiten, was mir noch alles im Kopf herum geht und was in diesen letzten Monaten des Jahres noch anzugehen, fortzusetzen und abzuschließen ist. Wie gewohnt werden November und Dezember ziemlich arbeitsintensiv werden, das war jedenfalls in den letzten Jahren nie zu vermeiden. Wichtig wäre mir, dass alles, was ich mir in Bezug auf die Feier- und Festtage und ihre Symbolik vorgenommen habe, auch umgesetzt werden kann. Das erfordert zwar Zeit und in vielen Fällen auch Muße. Aber die versuche ich mir abzuzweigen, damit der eigentliche Sinn erhalten bleibt. Zu diesem Abzweigen gehören auch die kunsthandwerklichen Arbeiten, die bis zum Jahresende noch anstehen. Als nächstes wieder ein Klassiker, ein Lebensbaum-Armband aus einem der symbolstarken und zudem noch ästhetisch ansprechenden Hölzer der Bäume im keltischen Baumkreis.

Die Eibe und das ewige Leben

Das Erlebnis und der unvergleichliche Eindruck der Grablichter zu Allerheiligen bei Dunkelheit, die ich als Kind von der Höhe aus auf dem Rückweg vom Besuch in F, wo Ms Mutter ihre letzte Ruhestätte hatte, immer mit Faszination in mir aufgenommen habe, ist später nur selten wieder so erfahrbar gewesen. Wenn die Gelegenheit bestand bin ich in manchen Jahren zu Fuß zum Friedhof gegangen, am Abend, wenn die Lichter allein den Web wiesen, aber manchmal auch am hellen Tag, wenn andere Angehörige ihre verstorbenen Verwandten und Bekannten besuchten. Aus der eigenen Familie können wir heute niemanden mehr besuchen, deshalb ist das zuletzt eigentlich auch nicht mehr so präsent für mich gewesen. Aber in eindrücklicher Erinnerung mit einer nachhaltigen Wirkung auf meine Reflexionen über das Leben und den Tod ist mir das bis heute. Es ist schade, dass ich an diesem Allerseelentag schon wegen des ungemütlichen und krank machenden Wetters keine Gelegenheit hatte, das Thema aktiv zu durchdringen. Dennoch hoffe ich, es wird in den kommenden Tagen dieses Novemberanfang noch Gelegenheit geben. Wenn ich an die Baumsymbolik denke und an die symbolischen Implikationen einzelnen Baumarten, ist es sicherlich kein Zufall, dass gerade die Eibe mein eigentlicher Lebensbaum ist. Steht sie doch für den Ewigkeitsgedanken, für das immerwährende Leben und damit für einen Grundgedanken der christlichen Lehre. Dieses „leben, auch wenn er gestorben ist“, das wir aus dem liturgischen Text der katholischen Kirche kennen, ist für mich zweifellos das tiefgründigste Mysterium, das zu erforschen allein das ganze Leben erfüllen kann.

Allerheiligen – das Geistige vergegenwärtigen

Der christliche Allerheiligentag hat für uns immer schon Bedeutung. So haben wir diesen kirchlichen Feiertag auch als einen Tag mit besonderer Atmosphäre wahrgenommen, eben nicht wie einen normalen Freitag. Ganz anders als die Mode, die sich in den letzten 10 Jahren verstärkt auch hierzulande am Vorabend Geltung verschafft. Mit Halloween können doch die meisten älteren nicht wirklich etwas anfangen. Mir scheint, es ist einfach eine stylische Attraktion, die mit dem Gruselfaktor der einschlägigen Dekorationen und Verkleidungen zusammenhängt. Dabei steht der Name ja für All Hallows Eve und verweist insofern schon auf den Vorabend des Allerheiligenfestes, auch wenn es mit keltischen Ursprüngen in Verbindung gebracht wird. Der Nachbar, der gestern Abend und schon Wochen im Voraus sich als Halloween-Fan entpuppt hat, konnte auf den Hinweis heute Vormittag, dass wir auch für die Nachbarschaft gebetet hätten, immerhin noch den Feiertag in Erinnerung rufen, auch wenn die Bedeutung ihm wahrscheinlich fern ist oder zumindest geworden ist. Meine heutige Lektüre der Mitschrift eines der vielen Vorträge, die Rudolf Steiner vor etwa 100 Jahren in einer englischen Kleinstadt gehalten hat, widmet sich genau diesem Thema, nicht den Heiligen, aber eben dem Leben nach dem Tod und der geistigen Verfasstheit und den Vorgängen in dieser Phase zwischen zwei irdischen Existenzen. Das ist für mich eine wertvolle Ergänzung zu dem, was uns christliche Lehre zum Tod der Heiligen wie aller anderen Seelen mitzuteilen hat. Vieles davon hat etwas Tröstliches und Hoffnungsvolles. Nur die Vorstellung von Eindimensionalität ist für mich eine abstrakte. Ich kann mir das als Sinnenmensch nur schwer vorstellen. Alles u. a. visuell in dieser Existenz Wahrnehmbare so nicht mehr fassen zu können, einen Baum nicht mehr zu „sehen“, sondern quasi durchdrungen zu sein mit dem Geistigen, das auch den Baum ausmacht, gehört in den Bereich dessen, was eben das Überschreiten der irdischen Schwelle voraussetzt. Aber tröstlich ist eben auch die Vorstellung, dass alles, was wir hier sehen, hören, in irgendeiner Form wahrnehmen und sinnlich verarbeiten in die Entwicklung jenseits der Schwelle hineinwirkt und dort wiederum verarbeitet, rekapituliert wird, um eine neue, die nächste Existenz außerhalb des rein Geistigen vorzubereiten. Denn das macht auch schon in der Sinnenwelt das Geistige präsent und erahnbar.

Ein sehr dürftiges Sonnenjahr

Die erhoffte Fortsetzung der Sonnentage zum Monatsende ist leider ausgeblieben. So schleppt sich das Minus der jährlichen Sonnenstundenbilanz weiter, möglicherweise bis zum Wochenende, was wohl das schlechteste Sonnenjahr seit mindestens 15 Jahren bedeutet. Die Leute verwechseln das immer, weil so viel von der Erhöhung der durchschnittlichen Jahrestemperatur die Rede ist, bei der jedes Jahr wieder einen Rekord bereithält. Aber die Temperaturen sagen eben nichts über die Sonnenstrahlung, ihre Intensität und Dauer aus. Die Dauer war in diesem Jahr sehr dürftig, eigentlich das ganze Jahr über, und gerade im Sommer. Und die Intensität war, wie ich aus meinen Messaufzeichnungen weiß, auch unterdurchschnittlich. Ein Sonnenjahr zum Vergessen eigentlich. Für die Bäume war es dennoch ganz gut, weil das Mehr an Regen auch während des Sommers ihrer Erholung nach Jahren mit heftigen Hitzeschäden zuträglich war. Nur deshalb lässt sich an diesem Einheitswetter und dem viel zu viel an Regen noch etwas Positives ablesen. Für das neue Jahr wünsche ich mir aber eine Rückkehr zu dem, was wir vor 30 Jahren unter Jahreszeiten verstanden haben und noch genießen konnten.

Familiäre Verbundenheit zum Ausdruck bringen und unterstützen

Die Vater, Mutter & Kind Armband-Sets sind immer ziemlich zeitaufwändig, aber heute Abend konnte ich das jüngste Set fertigstellen. Und diese Symbolarmbandform gehört ohnehin zu denen, die ich am spannendsten finde. Gerade weil eine ganze junge Familie sie trägt und die Armbänder damit ein Stück Lebensweg von gleich drei Menschen begleiten, die aufs engste miteinander verbunden und sich zugeneigt sind. Es ist einfach schön, wenn ich mit meinen Manufakturarbeiten die Verbundenheit in dieser sehr individuellen und direkt am Körper tragbaren Ausformung zum Ausdruck bringen und unterstützen kann. Vielleicht ja kommen vor Weihnachten noch weitere Anfragen für diesen Armbandtypus. Dann käme zu der familiären Symbolik noch die verstärkende und unvergleichliche des Weihnachtsfestes hinzu.

Zauberhaftes Herbstblätterlicht

Zumindest auf dem Rückweg von M. konnte ich am Nachmittag, als einmal für kurze Zeit die Sonne herauskam und diese fast unwirkliche Atmosphäre verbreitete, die etwas Zauberhaftes an sich hat, konnte ich die richtig schönen Eindrücke des Baumherbstes wahrnehmen. Vor allem die Reihe der Spitzahorne am Straßenrand, die seit der Pflanzung vor ca. 15 Jahren dort sehr dominante geworden sind, leuchtete im warmen Nachmittagslicht wunderbar in bräunlich-gelblich-rötlichen Tönen. Das Schöne dabei ist ja gerade die Helligkeit, die durch die Reflexion von den schon ganz undurchlässig und spröde gewordenen Herbstblättern abgeht. Ich hoffe, es wird bis zum Wochenende reichen. Dann könnten doch noch neue Herbstbilder entstehen, vielleicht ja auch schon früher, über Allerheiligen.

Endoktobererwartungen

Leider haben wir heute wieder wenig von den schönen Seiten des goldenen Oktobers wahrgenommen. Allerdings kann man nicht sagen, dass der Baumherbst mit seinen typischen Farben der sukzessive sich vom Grün zu Rot-Gelb-Braun-Tönen sich verändernden Baumblätter ganz ausgefallen wäre. Ansätze davon waren uns vergönnt, tageweise und an manchen Tagen zumindest stundenweise. Immer wenn der Hochnebel oder die Wolkendecke aufgebrochen ist und sporadisch oder über Stunden offenen Himmel offenlegte war diese unvergleichliche Herbstlicht zu sehen und über seine Wärme zu spüren, das die Herbstfarben erst zu dem machen, was sie so stark in unserem jahreszeitlichen Gedächtnis und unseren jahreszeitlichen Erwartungen verankert. Noch drei Tage Gelegenheit stehen uns dafür bevor. Und wer weiß, vielleicht gibt’s ja wieder ein Allerheiligen und Allerseelen, die beide von gleißendem Sonnenlicht erleuchtet werden. Auch das hatten wir schon, wenn nicht das allerdings häufigere nass-kalte und neblige Wetter an den beiden Tagen vorherrschte.

Ruhiger goldener Oktobersonntag

Nach dem Besuchsausflug gestern war der ruhige Sonntag heute willkommen. Auch wenn es viel nachzuholen und abzuarbeiten galt, konnten wir den Tag doch zur Rekreation nutzen. Ich freue mich vor allem, wenn ich am Sonntagsnachmittag wirklich einmal zum Lesen der Lektüre komme, die während der ganzen Arbeitswoche liegen bleiben muss. Darunter sind Historisches bzw. zeitgenössisch politisch Relevantes, aber auch meine Rudolf Steiner Texte, die gerade aus dem Spätwerk gegriffen immer wieder spannende Einblicke in diese zwar schon 100 Jahre zurückliegenden, aber nach wie vor höchst relevanten Gedankengebilde gewähren. Die herbstliche Baumlandschaft konnte ich heute leider nicht genießen, hoffe aber, die neue Woche und der Abschluss des Oktobers bietet dazu noch einige goldene Tage und eindrucksvolle Gelegenheiten.

Gelungene Garten- und Baumpflegeprojekte

Heute konnte ich den neu gestalteten Vorgarten bei J. und W. einmal ansehen. Bisher hatten die beiden nur davon erzählt und Bilder geschickt. Ganz schön viel Aufwand war damit verbunden, was einen nicht wundert, wenn man selbst einmal Erdbewegungen im Garten durchgeführt hat. Bei einer ausgedehnten Fläche ist das mit viel Aufwand verbunden. Neben dem Austausch der Gartenerde und dem Neupflanzen sehr vieler Blumen, Stauden und Gehölze wurden auch zwei kleine Bäumchen neu eingepflanzt. Leider geht’s denen beiden aktuell nicht so gut. Der eine scheint massiv vom Mehltau befallen zu sein. Und der andere, ein Zierahorn, trägt merkwürdig verschrumpelte Blätter, die nicht dieselbe einheitliche Umfärbung zeigen wie normale Herbstblätter. Es könnte sein, dass die beiden Bäume den Standort nicht gut vertragen oder sonst etwas schiefgelaufen ist. Der Gärtner wird sich nochmal ansehen und notfalls die Bäume ersetzen. Und die älteren, schon hoch hinausgewachsenen und auch schon ziemlich breit ausgedehnten älteren Bäume wurden bei der Gartenbauaktion auch gleich mit zurückgeschnitten. Ziemlich kräftig ist das ausgefallen. Aber natürlich kann man so auch verhindern, dass sich im Herbst zu viele Blätter auf dem Dach und dem Dachkandel absetzen und alles verstopfen. Und sowohl Walnussbaum als auch die Esskastanie scheinen sich trotz des Rückschnitts sehr guter Gesundheit zu erfreuen. Schön, dass es diesen älteren Bäumen so gut geht und sie eine echte Bereicherung des Vorgartens darstellen. Hinterm Haus ist inzwischen auch alles wieder übersichtlich. Nur das Ebereschenpaar in der Mitte, das ich immer so schön fand, ist nach einem Hitzeschaden im letzten Jahr doch stark reduziert bzw. vor allem der linke der beiden. Es wird eine Weile dauern, bis die beiden eng zusammenstehenden Bäume wieder eine ungefähr gleiche Stärke und Ausdehnung erreicht haben.

Mit Aufgaben kongruentes Wetter

Es ist interessant, dass das Wetter sich meist mit meinen Manufakturaufgaben kongruent zeigt. Aktuell wechseln sich ja regelmäßig schöne mit trüben Tagen ab. Aber der sonnenreiche und zudem nach Tagen empfindlicher Kälte jetzt wieder angenehm warme Tag fiel auf meine heute anstehende Außenarbeit mit dem ersten Arbeitsschritt zum Herstellen eines Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Das ist natürlich klasse, weil gerade diese Drechselarbeit bei warmem Wetter und Sonnenschein viel mehr Freude macht. Für die restlichen Arbeitsschritte muss ich zu der Jahreszeit zwar schon ins Kelleratelier ziehen und bei künstlicher Beleuchtung arbeiten. Aber das hat eher mit dem frühen Dunkelwerden und eben mit der Unberechenbarkeit der Witterung zu tun. Bei Düsternis und Kälte mehrere Stunden im Freien zu sitzen, ist im Oktober in der Regel nicht mehr machbar. Jetzt freue ich mich, in der kommenden Woche die Arbeit an dem Familienarmband-Set fortzuführen.

Vorboten der Weihnachtszeit

Vor dem Schreiben fällt mir das Datum in den Blick und ich denke daran, dass in genau zwei Monaten schon Heilig Abend ist. Das wird jetzt wie immer rasant schnell vorangehen. Und wie jedes Jahr wird unendlich viel abzuschließen, anzustoßen, zu regulieren, zu sortieren und vorzubereiten sein. Das Arbeitsjahr, aber auch die Weihnachtszeit selbst betreffend. Mit Weihnachten war ich tatsächlich heute auch wieder umfangreich beschäftigt. Vor allem in Form von Weihnachtsmotiven, sowohl KI generierten als auch auf Grundlage eigener Fotografien erstellen. Die Nachfrage hat bereits eingesetzt, dieses Jahr wird sich aber wohl auch diese Aufmerksamkeit etwas verzögert konzentrieren, so wie in diesem Jahr alles verspätet und verlangsamt stattgefunden hat, auch in der Natur und bei allem, was man sonst im Jahr früher angesiedelt hätte. Aber was Weihnachten uns bedeuten kann, wird dieses Jahr vielleicht so bedeutsam sein wie nie zuvor. Vielleicht kann ich das ja ein Stück weit bestärken und kreativ begleiten.

Zwischen verschiedenen Bildwelten und Bildthemen

Meine jüngsten Baumfotografien, in dem Fall von den Pfaffenhütchenfrüchten, und die zuletzt realisierten KI-Bilder rund um Weihnachten haben mich auch heute wieder stark beschäftigt. Zwei sehr unterschiedliche Bildwelten, und zwei ganz verschiedene Themenbereiche. Das ist für mich in der Kombination eine sehr spannende Sache. Ich freue mich besonders, dass ich in den nächsten Tagen endlich einmal wieder Naturfotografien meinen Microstock-Portfolios hinzufügen kann. Eine positive Überraschung war es auch, dass bei den wenigen Agenturen, die KI Bilder akzeptieren, meine jüngsten Einreichungen fast vollständig akzeptiert wurden. In kürzester Zeit. Und außerdem habe ich festgestellt, dass KI Generierungen mit menschlichen Porträts bei einer der Agenturen, die bisher demgegenüber ablehnend waren, auf einmal diese Motiv akzeptieren, wenn sie, was sie ja sind, als fiktive Porträt gekennzeichnet sind. So konnte ich nicht nur die neuen Motive dort platzieren. Auch eine Reihe von Ergebnissen von vor zwei Monaten waren jetzt möglich. Schön, denn ich habe in den letzten Monaten viel Zeit gerade in diese Motivreihe investiert.

Phantastische Naturform der Pfaffenhütchen

Gestern schon konnten wir dieses irre Licht genießen, wie ich es seit langem nicht erlebt habe. Vor im Sommer nicht, wenn es so viel zur Stimmung hätte beitragen können. Ich musste die Gelegenheit nutzen, um einige herbstliche Baumimpressionen festzuhalten, speziell die Pfaffenhütchen betreffend. Es ist absolut ungewöhnlich, dass die Sträucher um diese Zeit, gegen Ende Oktober, noch ihre bunten Fruchtkapseln tragen. Normalerweise sind die jetzt schon vergraut und sehr unansehnlich. Tatsächlich aber präsentieren sie sich und damit den Strauch in der stolzesten Pracht, die ihnen möglich ist, wie sonst eher zwei Monate früher, im August. Das ist irre, ebenso wie die Formen und Farbkombinationen dieser Fruchtkapseln, die für mich zu dem Unglaublichsten gehören, was die heimische Baumlandschaft an phantastischen Details zu bieten hat. Einfach zu fotografieren sind die auffälligen Früchte nicht. So ich froh, nach Jahren einmal wieder eine Serie von sehr gut gelungenen Nahaufnahmen der Fruchtstände gemacht zu haben. Darunter sind mit Sicherheit die besten Pfaffenhütchenfotografien, die mir bisher überhaupt gelungen sind. Das wäre ohne dieses tolle Licht heute nicht möglich gewesen.

Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst I
Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst II
Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst III
Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst IV
Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst V
Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst VI
Zweig mit reifen Pfaffenhütchen im Herbst VII

Den Faden kreativer Vorhaben in Ruhe weiterspinnen

Der Einundzwanzigste war nicht spektakulär, was er mit den besseren der letzten Einundzwanzigsten gemeinsam hatte. Aber er strahlte doch diese besondere Ruhe und Unerschütterlichkeit aus, eine wohltuende Ruhe, die in so unsteten und orientierungslosen Zeiten guttun kann. So war es ganz unaufgeregt möglich, alle geplanten Aufgaben zu erfüllen und noch etwas Freiraum für kreative Vorhaben zu erübrigen. Ich habe deshalb an die Erweiterung meines Weihnachtsmotiveportfolios im Bereich der KI Generierungen angeknüpft und diesen Faden weitergesponnen. Dabei sind ganz gute, wiederum von den bisherigen ganz abweichende und interessante Motive herausgekommen, die ich jetzt weiterverarbeite und optimieren will. Darunter Szenen, die das schreiben einer Weihnachtskarte vor atmosphärischem Weihnachtshintergrund zeigen. Eine darstellende Idee, die ich so noch nicht umgesetzt hatte. Aber auch der Weihnachtsbaum kommt, einmal als Kartenmotiv, einmal als Hintergrund – im Bokeh – der Schreibszenen natürlich zu seinem Recht. Ich schätze, der Aufbau unserer eigenen Weihnachtsdekorationskulisse wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Ruhe, Weihnachten und hoffnungsvolle Symbolreflexion

Lange habe ich die Ruhe eines Sonntags so genossen wie in den letzten Wochen. Und es war in diesen Wochen auch regelmäßig so, dass nach einer durchweg arbeitsintensiven und sehr geschäftigen Arbeitswoche inklusive des Samstags der Sonntag die erste und einzige Ruhephase möglich gemacht hat. Wenn es gelingt, das bis in die Weihnachtszeit hinein so umzusetzen, fände ich das toll. Noch toller natürlich, wenn die Weihnachtszeit insgesamt von weniger Geschäftigkeit gezeichnet sein könnte. Überhaupt richtet sich mein Blick jetzt wieder stärker in Richtung Weihnachten. Nicht nur, weil jetzt bestimmte Kommunikationsaufgaben Weihnachten zum Thema haben und die Zahl dieser Aufgaben bis Ende November noch weiter zunehmen wird. Auch weil die Bedeutung der Weihnacht in diesem Jahr willkommener und wichtiger als jemals zuvor erscheint. Da lohnt es sich besonders, gut vorbereitet und mit so viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wie möglich die Zeit vor und um Weihnachten zu gestalten. Der Weihnachtsbaum ist nur ein, wenn auch sehr prominenter, Höhepunkt in dieser Symbolreflexion. Natürlich gehören zahllose eindrucksvoll andere Symbolformen dazu, und es gehört die weihnachtliche Geschichte dazu, in der so viel Hoffnungsvolles für alle steckt, die in christlicher Weise erzogen wurden, aber auch viele andere, die sich dem spirituellen Zauber der Weihnacht kaum entziehen können. Weihnachten und seine Symbole können mehr denn je einen wirklichen fortschrittlichen Unterschied gegenüber Hoffnungslosigkeit, Angst, Intoleranz und Orientierungslosigkeit machen.

Gleichklang mit dem Äußeren

Zurzeit ist es wieder so, dass die Tage nur so vorbeifliegen. Das ist mein Eindruck dieser Hochzeit des Herbstes. So fühlt sich der Tagesablauf ruhelos und überaus geschäftig an, irgendwie pausenlos, was nicht ganz zu dem passt, was uns die jahreszeitliche Natur nahelegt. Aber ich konnte am Nachmittag V. bei seiner externen Gartenarbeit behilflich sein, das hilft dann wiederum, einen Gleichklang mit dem Äußeren zu finden. Jetzt ist wieder alles aufgeräumter, nachdem wir auf dem Grundstück die letzten Vorratsstapel Brennholz abtransportiert hatten. Die vielen morschen Holzreste und die Planen, mit denen die Holzstapel vorher abgedeckt waren, sind jetzt sorgfältig zusammengefaltet verstaut und aus dem Blickfeld. Auch das Rasenmähen wird bei dem freigeräumten Gelände künftig wieder einfacher werden. Am Abend bin ich eher unbeabsichtigt wieder in den faszinierenden Sog der KI generierten Bilder geraten und habe meine jetzt einige Wochen unterbrochene Reihe mit KI generierten weihnachtlichen Motiven fortgesetzt. Dabei habe ich mich zu neuen, wiederum ganz anderen Bildideen extern inspirieren lassen. Und schon war ich wieder ganz in der weihnachtlichen Symbolwelt und ihrer Ästhetik drin, mit all den vegetabilen, farbbetonten, glitzernden und lichtdurchfluteten Elementen, die unvergleichliche Synthesen bilden können.

Herbstblätter und die Ästhetik des Vergänglichen

M. hat heute im Garten ein sehr dekoratives Herbstblatt gefunden. Es war in sich schon im Übergang zum Verrotten und stammte nicht von einem Baum, eher von einer unserer Zierpflanzen mit den ledrigen Blättern. Aber diese Übergangszustände des Verfalls können, genauso wie beim Holz, bei dem man den Zustand als „gestockt“ bezeichnet, ästhetisch sehr reizvoll sein. Ohne diesen Verfallsprozess wäre die herbstliche Farbigkeit und das Verfärbungsmuster nicht so lebendig, vielleicht wäre das Blatt einfach nur insgesamt getrocknet und blasser geworden. Aber so sieht man, dass undefinierbare chemische Kräfte eine Art Umwandlung durchgeführt haben, die das Blatt zu etwas ganz Neuem macht. Die Ästhetik der Vergänglichkeit könnte man darin sehen. Und ein Symbol für die Schönheiten, die gerade im Vergehenden zum Vorschein kommen können, die irgendwie den Neuanfang, die Wiederauferstehung schon in sich tragen.

Oktoberenttäuschung

Nach den Wettervorhersagen hatte ich in diese Wochenmitte große Hoffnungen gesetzt. Ich dachte tatsächlich, der legendäre goldene Oktober würde sich in aller Deutlichkeit zeigen. Aber von Baumherbst und herbstlicher Farbenpracht war in Ermangelung von ausreichend Sonne nicht viel zu sehen. Vereinzelte Bäume zeigen zwar ein überwiegend herbstliches Blätterkleid, aber das Strahlende und Dominante dieses Eindrucks ist eben nicht aufgetaucht. Das ist sehr schade und enttäuschend, weil ich den Blätterherbst eigentlich nach Jahren einmal wieder fotografisch festhalten wollte. Ob das in der zweiten Hälfte des Oktobermonats noch einmal nachgeholt wird, ich bin eher skeptisch. Leider spinnt sich die Kontinuität des Untypischen und Unpassenden im jahreszeitlichen Verlauf und Erleben weiter fort.

Gemeinsame Themenerfahrung und kreative Zusammenarbeit

Auch wenn die Tage äußerlich im Verlauf des Herbstes eine stärkere Gleichförmigkeit anzunehmen scheinen, variieren sie doch in ihrer Qualität und Thematik. Heute hat mich meine auf die Kunstvermittlung bezogene Vergangenheit wieder eingeholt. In Form eines Gesprächs mit einem guten Bekannten aus dieser Vergangenheit, mit dem ich aktuell ein ganz neues Projekt durchführen werde. So verbinden sich gemeinsam erlebte Themenerfahrung mit etwas Neuem, das vor einem ganz anderen, mit viel neuerer Lebenserfahrung gesättigten Hintergrund seine Entwicklung findet. Aber mit dem Bekannten verbindet mich nicht nur die Kunstvermittlung und das Kunstmarketing, auch meine eigenen bildhauerischen Arbeiten, insbesondere die Holz- und Baumskulpturen waren vor längerer Zeit schon ein Thema. So viel thematische Verbundenheit ist eine gute Grundlage, vielleicht die bestmögliche, um neue Kooperationen zu formulieren, auch wenn die vielleicht einen ganz ungewohnten Charakter haben und so manche Überraschung in sich bergen. Die Grundstimmung ist in dem Fall ein günstige, und eine, die kreativer Zusammenarbeit guttut.