Später Liebling

Bei der nochmaligen Durchsicht fast aller meiner Baumfotografien der letzten Jahre bin ich zu dem Schluss gekommen, dass nun wieder Nachschub notwendig ist. Da ist schon ein gewaltiger Qualitätsunterschied zwischen 4 und 10 Megapixel großen Aufnahmen. Bis vor kurzem war mir das nicht so bewusst, da auch mit den kleineren Apparaten sehr schöne Aufnahmen gelingen können, im Schnappschussbereich sogar bessere, weil damit so schnell nichts verwackelt. Aber die Tiefenschärfe und Brillanz der Farben und Flächen ist natürlich nicht in gleicher Weise gegeben. Das wird vor allem deutlich, wenn man die Aufnahmen in größerem Format verwenden und nicht nur fürs Web komprimieren möchte. So ist die Canon 400D nun nach einjähriger Anlaufzeit doch zu meiner Lieblingskamera avanciert und ich habe zunehmend Lust, meine Motivserien kontinuierlicher mit ihrer Hilfe weiterzuspinnen. Der Frühling wird auch die Lust wieder aufkommen lassen, das draußen in der Natur am Beispiel des ersten Grün und der Blüten zu realisieren.

Starke Inhalte

Ist ein tolles Gerät, dieses all-in-one-Teil von HP, das heute überraschend früh geliefert wurde. Damit kann ich jetzt also Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen in einem. Nicht schlecht, zumal das Teil einigermaßen kompakt ausgefallen ist, und nicht den ganzen Arbeitsplatz blockiert. Es ist schon wohltuend, wenn die technische Infrastruktur stimmt und man sich im Bedarfsfall problemlos darauf stützen kann. Das ermöglicht es mir, die Inhalte ins Zentrum zu nehmen und daran intensiv zu arbeiten. Ich habe genau das als Hauptthema meiner online-Anzeige für linielux genommen, denn ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass die intensive und prägnante Be- und Verarbeitung von Inhalten meine eigentliche Stärke darstellt. Ich denke, in diese Richtung wird auch die Ausgestaltung meiner Marketing-Anstrengungen gehen. Nach einer Reihe weiterer Formalia, mit denen ich mich immer wieder herumschlagen muss, war die Entdeckung einiger älterer Baumblatt-Aufnahmen am Nachmittag eine Wohltat. Ich will sie meinem fotolia-Portfolio zukommen lassen, auch wenn die Größe wahrscheinlich nur einen L-Status möglich macht. Motivisch sind sie sehr überzeugend, das werden sicherlich auch andere erkennen. Außerdem habe ich noch eine weitere micro-stock-Bildagentur entdeckt, die sich vor allem auf den Tausch von Fotografien spezialisiert hat. Mal sehen, ob ich mich da zusätzlich einbringen kann.

Holzofenwärme

Die Holzofenwärme hat schon etwas Besonderes. Diese Art von Wärme durchdringt das ganze Haus und vertreibt diese klamme Kälte, die sich in den letzten Wochen zuvor breit gemacht hatte. Makabererweise ist V. das Vorhaben, die Ölheizung für einige Wochen abzulösen, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt angegangen, zu dem die Temperaturen deutlich angestiegen sind. Und jetzt haben wir geradezu frühlingshaftes Klima, das so gar nicht in die Jahreszeit passt. Der Holzofen ist insofern nicht umwerfend passend, wenn man die Türen weit geöffnet hält, verteilt sich die erwärmte Luft aber weiträumig und die letztliche Temperatur ist angenehm. Gut abgelagertes Holz starker Bäume wärmt uns in dieser Zeit. So tuen diese Bäume über ihr aktives Zusammenleben mit uns hinaus noch Gutes.

Selektion und Erfolgserlebnis

Die meisten meiner fotolia-Vorschläge wurden wieder akzeptiert. Das ist immer ein Erfolgserlebnis, das auch dadurch zustande kommt, dass die Redaktion offenbar sehr streng vorgeht. Es kommt immer wieder vor, dass z. B. ähnlich aussehende Motive oder perspektivische Varianten eines Motivs nicht angenommen werden. Oder dass es einfach schon zu viele Motive der entsprechenden Art gibt. Da ist die Selektion dann gnadenlos. Ich finde das gut, denn es zeigt einen hohen Qualitätsstandard und klare Auswahlkriterien bzw. Erwartungen an. Das bescheinigt auch meinen Arbeiten ein professionelles Niveau, das nicht nur durch meine ,,Beförderung“ zum Bronzestatus zu begründen ist. Besonders erfreut bin ich, dass gerade die ausgefalleneren Motive Zustimmung gefunden haben, wie etwa der Krippenszenenweihnachtsbaum aus Holz, während die beiden Samt-Pailletten-Weihnachtsherzen z. B. nicht angenommen wurden. Man kann da nur spekulieren, aber vermutlich ist das Gesamtportfolio an Herzmotiven schon überfüllt. Wie auch immer, ich sehe mich bei meinem Vorhaben bestätigt, die fotolia-Auswahl zu vergrößern. Ich glaube, daraus lässt sich noch eine Menge Spannendes entwickeln.

Die Weihnachtszeit ist vorbei

Das ,,Abschmücken“ des Weihnachtsbaums am heutigen Vormittag hat mir wieder jede Menge Freude gemacht. Natürlich habe ich mir diese Aufgabe nicht abnehmen lassen, denn damit schließt für mich immer die Weihnachtszeit ab. Außerdem bin ich der einzige, der es vermag, die vielen Schmuckelemente aus Stroh, Glas, Metall, Filz und Stoff wieder in den richtigen Kartons und Schachteln zu verteilen und in die richtigen Schränke einzusortieren. Die drei Lichterketten des Weihnachtsbaums waren natürlich das Aufwändigste, da sie sich ineinander verheddert hatten und sie ohnehin nicht leicht zusammen zu legen sind. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Anschließend habe ich noch die Lichterketten beim Weihnachtsgesteck und dem kleinen Weihnachtsbaum am Vorderhaus entfernt und die Wohnung zusammen mit M. in den ,,Normalzustand“ zurückversetzt. Irgendwie mit dazu gehört an der Stelle, ich meine bei diesem rituellen Verabschieden der Weihnachtssaison das Zerschneiden der alten Kalenderblätter zu Notizzetteln. M. benötigt solche Zettel mit glattem Papier das ganze Jahr über, und diese etwas festere Qualität der Monatskalenderblätter ist besonders geeignet. Na ja, ganz verabschiedet habe ich mich dann doch noch nicht, denn die Weihnachtssachen in meinem Arbeitszimmer will ich noch eine Woche länger belassen. Damit ich die vielen neuen Weihnachtsbaumobjekte noch eine Weile länger genießen kann.

New Year’s Resolutions

Heute habe ich noch einmal einige weihnachtliche Motive bei fotolia hochgeladen. Damit sind es insgesamt 19 neue Fotografien, von denen ich hoffe, dass sie alle angenommen werden. Die Qualität, denke ich, stimmt in jedem Fall. Aber natürlich hängt das immer auch von dem Geschmack und der Einschätzung des jeweiligen Bildredakteurs ab. Mit dem ,,Abräumen“ des Weihnachtsbaums geht für mich morgen die Weihnachtszeit zu Ende. Ich glaube, für viele Menschen ist der Dreikönigstag dafür die Zeitmarke. Danach fängt das neue Jahr eigentlich erst richtig an. Und tatsächlich, man hat in den vergangenen Tagen kaum jemanden erreicht. Die Menschen nutzen diese Zeit der Rauhnächte, um die Gedanken zu ordnen und sich innerlich auf neue Aufgaben oder die Fortführung des Gewohnten einzustellen, häufig verbunden mit New Year’s resolutions (eine neue Vokabel, die ich durch meinen Englisch-Tageskalender hinzugelernt habe). Gute Vorsätze sind nicht das Schlechteste, aber es kommt eben darauf an, sie in die Tat umzusetzen. Ich habe mir meinerseits nichts Bestimmtes vorgenommen, außer seelisch gesund und körperlich fit zu bleiben, zwei Voraussetzungen für so ziemlich alles andere.

Optimismus pflegen

Immerhin, die neuen Türen mit verbessertem Schloss, guter Wärmedämmung und mehr Stabilität haben wir jetzt endlich bestellt, damit sie bis Ende März dann auch geliefert werden. Auf anderes warte ich noch vergeblich. Offenbar haben viele Firmen über die Jahreswende erst mal dicht und beginnen erst in der kommenden Woche wieder mit der Arbeit. So wird sich meine eigene Unternehmung ebenfalls langsam in die Gänge setzen, was ganz sinnvoll ist, denn diese Jahreszeit ist nicht meine beste. Ich freue mich aber, dass sich auf diese Weise meine verschiedenen Vorstellungen entwickeln und ausreifen können. Das macht ihre Umsetzung dann umso vielversprechender. Wie auch immer, ich versuche den Optimismus zu pflegen, nicht den, der fälschlicherweise täglich in den Medien verbreitet wird, ohne dass irgendjemand wüsste, worin seine Gründe liegen. Sondern den, der aus eigener Zuversicht entspringt und folglich Substanz mitbringt. Meine Galerie der Weihnachtsbaumobjekte werde ich deshalb noch mindestens eine Woche über den Dreikönigstag hinaus in Sichtweite behalten, das hebt die Stimmung bei jedem Blick.

Geschichten erzählende Objekte

Ich darf nicht vergessen, unseren Weihnachtsbaum noch als Ganzes zu fotografieren, bevor wir ihn am Wochenende wieder entfernen. So wird im Laufe der Jahre eine kleine Galerie der Weihnachtsbäume entstehen, an der man die wechselnden Moden und Vorlieben für schmale vs. ausladende, dichtere vs. lichtere, mit vs. ohne Zapfen etc, ablesen kann. Der Schmuck hat mir in seiner lichten und transparenten Anmutung dieses Jahr wirklich sehr gut gefallen. Einige der neu-alten Stücke habe ich für die fotolia-Galerie abgelichtet. Darunter dieses Samtherz mit Perlen, das am Baum unglaublich dekorativ wirkt:

Weihnachtsschmuck in Form eines Samtherzen

Verschiedene andere Motive kamen dazu, nun bin ich gespannt, welche davon angenommen werden. Vielleicht auch dieser niedliche Schneemann:

Schneemannfigur

Man glaubt gar nicht, wie viele Geschichten erzählende Alltagsgegenstände sich identifizieren lassen, wenn man die Dinge einmal unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. Ich denke, die Objektfotografie ist ein ganz tolles Mittel, Symbolhaftes dingfest zu machen. Auf dieses neue Thema will ich mich in diesem Jahr stärker als bisher einlassen.

Verlangsamung und Ergebnisqualität

In diesem Jahr bin ich noch nicht so richtig angekommen. Ist wohl auch nicht meine Jahreszeit. So wird es eine Weile dauern, bis ich auf normale Betriebstemperatur angelaufen bin. Anderes läuft langsam aber sicher der Fertigstellung entgegen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass 2008 ein Geduldsjahr sein wird, eines, das meine ohnehin ausgeprägte Geduld auf eine besondere Probe stellen wird. Was mich daran beunruhigt ist eigentlich nur, dass meine Geduld mit zunehmendem Lebensalter wohl nachlässt. Oder vielleicht auch nur sich auf eine geringere Anzahl von Lebensbereichen konzentriert. Dennoch die Verlangsamung der Verarbeitungsprozesse da, wo es für die Qualität der Wahrnehmung, der Reflexion und der Ergebnisse förderlich ist, ist mir immer noch sehr gut möglich. Nur, diese Qualitäten zu vermitteln, ist nicht ganz einfach. Wer fragen wollte, woher ich diese Kompetenz besitze, müsste sich mit der möglicherweise irritierenden Antwort zufrieden geben: von meiner intensiven Beschäftigung mit den Bäumen.

So schöne Motive

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker war wieder einmal wunderbar. Für M. ist das eines der Highlights des Jahres, das sie mit vollen Zügen genießt. Auch die pausenfüllende Collage mit Beiträgen und Anklängen zu Landschaft, Kultur und aktuellem Zeitgeschehen in Österreich ist unübertroffen und gehört zu dem Anspruchvollsten, was man so im Fernsehen überhaupt zu Gesicht bekommt. Die Musik, dieser tolle und opulente Blumenschmuck, das festlich gekleidete Publikum und die tollen Tanzeinlagen des Balletts der Wienerischen Staatsoper sind einfach phänomenal. Vielleicht kommen wir irgendwann ja doch einmal in den Genuss des Live-Erlebnisses, im Rahmen eines Geschenks für M.. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, sie dabei zu begleiten. Der Nachmittag war mit Objektfotografie gefüllt. Ich habe eine ganze Reihe weihnachtlicher Accessoires, Samtherzen und -sterne mit Perlen, Pailletten und Goldstickerei herausgegriffen, dazu der neue goldglitzernde Christbaumschmuck in Form eines dicken Zapfens, der irisierend schimmernde kleine Engel aus Kunststein. Der gestrickte Schneemann mit der Möhrennase, der so gut in die Jahreszeit passt. Ich glaube, heute sind sehr gute Aufnahmen gelungen, die aber teilweise noch aufwändig freigestellt werden müssen. Jedenfalls denke ich, dass bei fotolia demnächst mindestens zehn neue Motive zur Veröffentlichung stehen. Bei diesen Motiven sehe ich gute Chancen, dass sie angenommen werden. Vom Baumthema habe ich mich gegenwärtig in der Fotografie eher entfernt, aber Weihnachten bietet noch so viel mehr an Spektrum, dass das nicht so ins Gewicht fällt. Und die neuen Bäume lassen sich leider ganz schlecht fotografieren. Der Glasglitzerbaum etwa, das Kissen mit dem darauf gestickten Weihnachtsbaum, die Metallbäume zum Aufhängen, der große Silhouettenbaum aus Holz. Bei diesen Objekten ist entweder der Kontrast auf Grund ihrer Farbe und Oberflächenqualität schwer einzustellen, jedenfalls auf weißem Grund. Oder aber sie sind zu groß. So versuche ich sie wenigstens zu Dokumentationszwecken ins Bild zu setzen, um im nächsten Jahr den Überblick nicht zu verlieren. Zwei diesjährige Neuerungen habe ich aber dann im Bereiche der Baumdarstellungen doch noch anzubieten: Der wunderbare winzige Krippenszenen-Weihnachtsbaum aus Holz, der W. und J. mir geschenkt haben:

Weihnachtsbaumdekoration in Form einer Krippenszene

Und einer dieser schlichten, aber irgendwie sehr dekorativen roten Filzweihnachtsbäume. Die Variante in Weiß lässt sich kaum abfotografieren:

roter Filzweihnachtsbaum

Schwierige Zweigarbeit

Die letzten Blätter der Weinrebe sind bald gefallen. An diesem Samstag hatten wir nur noch wenige aufzukehren. Und mit dem Einkellern der mehrjährigen Pflanzen ist nun die Flora rund ums Haus endgültig für den Winter vorbereitet. Der Ginkgo wird in wenigen Tagen kahl sein und am Feigenbaum hängen nur noch wenige lappige Blätter und etwas mehr eingeschrumpelte und nach Aussage Ms nicht mehr genießbare Früchte. Ich kann die endgültige Bilanz der diesjährigen Feigenernte deshalb auf 120 festlegen – einfach unglaublich. Am frühen Nachmittag haben wir zuerst die Tannenzweige in verwendbare Abschnitte geteilt und später die Sommerblumen auf Gs Grab abgeräumt, um sie durch einen konzentrisch gestalteten Teppich aus Tannenzweigen zu ersetzen. An den Kopf haben wir eine winterharte Blume gesetzt. Es sieht wieder ganz gut aus, insbesondere die Symmetrie des mittleren Ovals ist gut gelungen. Allerdings waren die Zweige in diesem Jahr nicht in derselben Qualität wie im Vorjahr. Deshalb war das Legen schwieriger und die Oberflächenoptik ist nicht ganz so gleichmäßig. Das lässt sich aber nicht vermeiden. Ich denke, wenn wir in ca. einem Monat den selbst gesteckten Weihnachtskranz in der Mitte platzieren wird das Grab wieder ein sehr schönes Bild vor Weihnachten geben.

Wintergrab

M. hat heute schon die ersten Tannenzweige von ihrer Freundin erhalten. Sie sind für Gs Grab bestimmt, das wir morgen für den Winter fertig machen wollen. Die inzwischen erfrorenen Blumen in der Mitte werden wir herausnehmen und an deren Stelle die Tannenzweige in einem konzentrischen Muster zusammenlegen. Später werden wir darauf einen selbst gebundenen Weihnachtskranz platzieren. Ich hoffe, M. wird wieder geeignetes Material hierfür finden und es wird ihr so gut gelingen wie in den Vorjahren. Meine kreativen Projekte machen ebenfalls Fortschritte, aber es gibt noch unendlich viel zu tun. So hoffe ich, dass mir während der Wintermonate die Energie dazu nicht verloren geht.

Vorgriff auf Weihnachten

Eines meiner gerade erst eingestellten Weihnachtsbaum-Motiv-Fotos ist gerade bei fotolia herunter geladen worden. Es ist das mit dem dunkelrot-samtenen Pailletten-Weihnachtsbaum, den ich erst vergangenes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in Ü. erworben hatte. Ein sehr schöner übrigens, trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass sich so schnell jemand dafür erwärmen würde. Ganz sicher wird in diesem Bereich sich in den kommenden Wochen noch vieles bewegen, wenn die Menschen anfangen, an die Weihnachtsgrüße zu denken und geeignete Motive suchen. Und wenn sie erst einmal auf die Adventszeit eingestimmt sind, wozu der November wie gemacht ist, wenn es nämlich richtig ungemütlich wird. Ich versuche wie immer möglichst viele neue Eindrücke dieser Zeit zu gewinnen und so umfassend wie möglich zu dokumentieren. Dabei fallen unter anderem auch neue Fotografien an. Sicherlich aber auch neue Animationen und Texte, die den weihnachtlichen Gedanken und die Emotionen der Menschen um diesen Gedanken herum zum Thema haben.

Bezugspunkt Bäume

Eine eigenartige Zeit für mich. An der relativen Stille und Ereignislosigkeit im WWW erkenne ich, dass es anderen ähnlich geht. Solche Eindrücke, ich meine, dass man die Dinge nicht mehr richtig einordnen kann, dass man nicht mehr weiß, wohin der Weg führt, solche Eindrücke schaffen Sprachlosigkeit und Schweigen. Ein Schweigen, das der Neuorientierung, der Analyse, dem Versuch eines intuitiven Richtungswechsels dient. Die Bäume sind mir auch in solchen Phasen präsent, aber doch weiter weg. Es sind Mitlebewesen, die verstehen, wenn ich mich nicht immer mit gleicher Aufmerksamkeit ihnen und ihren Botschaften widmen kann. Die mir aber ein andermal auch wieder Anstöße geben, mir helfen, zu meinem eigentlichen Selbst zurück zu finden, wenn ich mich alltäglich zu weit davon entfernt habe. Dafür bin ich sehr dankbar, es hilft einen Bezugspunkt zu haben, der nicht an sprachvermittelte Kommunikation geknüpft ist. Die Kunst ist eine weitere Möglichkeit, aber von der bin ich gegenwärtig weiter weg als je.

Verlangsamte Zeit

Ein arbeitsreicher Tag, dessen einzige Baumeindrücke in der Beobachtung der Krankenhausbäume bestanden. Kein schöner Anlass also, zumal J. nun schon seit beinahe drei Jahren regelmäßig dort hin zu Behandlung erscheinen muss. Jedesmal nur maximal drei Tage, aber danach geht es ihr erstmal nicht so gut und es dauert eine ganze Weile, bis sie sich wieder erholt hat. Ich wünsche ihr sehr, dass die Therapie langfristig Wirksamkeit zeigt und keine neuen Schübe kommen. Auch wünsche ich mir, dass die beabsichtigte Vergrößerung des Zeitraums zwischen den Behandlungen sich nicht negativ auswirkt bzw. sie rechtzeitig reagiert, falls es Probleme geben sollte. Aber die Besuche dort sind nicht nur traurig, der Innenhof der Klinik hat immer auch etwas Meditatives, irgendwie halte ich mich dort gerne auf, gerade weil die Zeit dort verlangsamt zu sein scheint. Sicher tragen die riesenhaften Linden und noch recht jungen Gleditschien, die dieser Jahreszeit keine Blätter mehr, dafür aber viele dieser großen schotenartigen und jetzt reifen Früchte tragen, zu diesem Eindruck bei. Bei der Gelegenheit fällt mir ein: Letztes Jahr, zur gleichen Zeit habe ich einige der Früchte gesammelt und die Samenkerne später herausgeschält. Eigentlich wollte ich die setzen, um zu sehen, ob sich so kleine Bäumchen ziehen lassen. Aber auch dieses Projekt ist in der wechselhaften Hektik des Jahres untergegangen.

Feigenbaumwinter

M. hat es heute wieder ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass die Feigensaison nun unwiederbringlich zu Ende ist. Das ist vor allem deshalb schade, weil noch so viele unausgereifte Früchte am Baum hängen, die natürlich keine Chance mehr haben, bei diesen Frosttemperaturen. So werden sie irgendwann einfach abfallen. Vielleicht sollten wir sie aber vorher auch pflücken und sehen, ob sie noch etwas nachreifen, sobald sie höher temperiert werden. Wahrscheinlich aber würde das nicht funktionieren, anders als bei den fast reifen Früchten der letzten Monate, bei denen der Reifeprozess sich während des Lagerns fortgesetzt hat. Ich bin gespannt, wie der Baum sich im Frühjahr 2008 weiterentwickelt, wenn wir ihn vorher kräftig schneiden. Vor allem aber darf er nicht erfrieren.

Winterliche Gedanken

Ein ziemlich trüber Tag mit nur einem Spaziergang und einer dazu passenden kaum auffälligen Baumlandschaft. Eigentlich denkt jetzt jeder nur noch an den Winter. Das Herbstfeeling ist schon verflogen und die Gedanken richten sich auf Weihnachten, das Dekorieren und verschiedene andere Dinge, die man zur Jahreswende angeht, um die Dinge abzuschließen, hinter sich zu bringen, zu rekapitulieren. Auch die Armbandproduktion hat wohl ihren Höhepunkt für dieses Jahr bereits überschritten. Nur noch wenige werden sich an die Möglichkeit erinnern, ein individuelles Geschenk für ihre Lieben erwerben zu können. Das liegt weniger an der Qualität der Armbänder oder einem Überdruss der Kunden, sondern vor allem an der Jahreszeit. Schmuckobjekte aus Holz bringt man eher mit den wärmeren Jahreszeiten in Verbindung. Gut so, denn das Arbeiten daran macht bei klirrenden Außentemperaturen nicht den meisten Spaß. Am schönsten ist es sowieso im Hochsommer, wenn ich draußen sitzen oder stehen kann und das handwerkliche Arbeiten mit einem Freilufterlebnis kombiniere. So bleibt mir in den nächsten zwei Monaten mehr Zeit für mein neues Geschäftsprojekt, konzeptionelle Arbeiten und hoffentlich bald auch wieder die Arbeit an Inhalten.

Schöner Herbsttag

Jetzt, wo wir die ersten winterlich anmutenden Tage erleben, fallen plötzlich die Stechpalmen mit ihren ungeheuerlich rot leuchtenden Früchten auf, die meist kerzengerade wie utopistische Natur-Weihnachtsbäume in den Vorgärten anzutreffen sind. Dass sie um diese Jahreszeit so auffallen, liegt nicht nur an der zunehmenden Seltenheit von Farbe in der Landschaft, sondern auch am hellen und reinen Winterlicht, das insbesondere knallige Farben stark reflektiert. Auch sonst ist alles auf Winter eingestellt. Wir haben bereits im Garten und rund ums Haus alles winterfest vorbereitet, die Rattan-Möbel eingepackt bzw. nach innen verfrachtet, die nicht winterharten Pflanzen und Pflanzkübel in Sicherheit gebracht und die übrigen mit Moos wärmend ummantelt. Den ersten Weihnachtsbaum haben wir auch schon am Hauseingang platziert. Genauer gesagt soll es einer werden, pünktlich zum Beginn der Adventszeit werden wir ihn mit Lichterketten, Kugeln und Schmuckspitze ausgestattet haben. Das ganze Jahr über stand er bei V. am Bienenhaus im großzügig dimensionierten Kübel, in dem wir ihn auch jetzt belassen haben, damit er später wieder leicht abtransportiert werden kann, wiederverwendbar sozusagen. So blicken wir auf einen schönen Herbsttag zurück, der von einer Mischung aus Bummel-Ausflug, Spaziergängen und Gartenarbeit geprägt war.

Nadelbaumdiskurse

Bei Nadelbäumen gehen die Kenntnisse und Zuordnungen meist weiter auseinander als bei den Laubbaumarten. Das habe ich jetzt wieder festgestellt, als es zwischen V., M. und mir um die Frage ging, ob es sich bei den Zweigen, die wir jedes Jahr vor Weihnachten von Frau S. zum Dekorieren erhalten, um Zweige der Weißtanne handelt. Ich bin mir meinerseits sicher, auf Grund der Erscheinung der Äste, obwohl ich den Baum selber nie gesehen habe. V. hat das aber bestritten, der Baum habe zwar senkrecht stehende Zapfen (das typische Merkmal der Weißtannen), es handele sich aber nicht um eine solche. M. meinte, es sei eine Blautanne, besonders abwegig, wo doch die Nadeln keinerlei Blaufärbung aufwiesen. Und dann hat man mich noch an den anderen Baum verwiesen, von dem ich ebenfalls von Frau S. vor einigen Jahren einige große Abschnitte erhalten hatte. Aber das war eine Zeder, die wiederum ganz andere Nadeln aufweist. Und um eine Lärche, wie M. zu allem Überfluss noch einwarf, kann es sich wahrhaftig nicht gehandelt haben. Ich denke, diesmal habe ich Recht. Wie auch immer, das eigentliche Drama liegt darin, dass Frau S. diesen Baum hat fällen lassen, so dass uns in diesem Jahr erstmals diese Zweige fehlen werden. Ein herber Verlust, den wir irgendwie kompensieren müssen.

Im Gleichgewicht bleiben

Einen wirklich schönen Ausblick auf die Landschaft in Richtung Luxemburg hat man von dem großzügigen Firmensitz des Logistikunternehmens aus, das ich heute kennen gelernt habe. Ansonsten konnte ich nur einige Eindrücke von den Erwartungen einer bestimmten Art von Arbeitgeber gewinnen, und von den Sorgen und Nöten einiger anderer. Das hat mein Erfahrungsspektrum erweitert, wird mich aber letztlich vermutlich nicht weiter bringen. So versuche ich meine Energien zu bündeln, immer wieder in neue Richtungen zu lenken und das Feld des Machbaren auszutarieren. Die laufende Beschäftigung mit den Bäumen hilft mir, das Gleichgewicht dabei nicht zu verlieren.

Den Kontakt nicht verlieren

Meine kürzlich gesägten Abschnitte der Weide und des Pfaffenhütchens haben es schwer, um diese Jahreszeit anzutrocknen. Aber das hat auch sein Gutes, so dauert es länger, und die Gefahr, dass sich größere Risse bilden, die die schmalen Stücke beschädigen, wird minimiert. Wenn die Oberfläche trocken ist, werde ich sie dann in trockene Räume bringen, wo sie die Rest-Feuchtigkeit verlieren können. Bei dem nachmittäglichen Blick auf dieses Holz, in einem Moment, als die Sonne ausnahmsweise wieder so schön hervorkam wie in den letzten Wochen länger und häufiger, ist mir ein Gedanke, oder soll ich sagen, ein Vorsatz in den Sinn gekommen. Auch in besonders arbeitsreichen Zeiten, in denen die Schreibtischarbeit kein Ende zu nehmen scheint, darf ich das Außen, die grundlegende Schwingung der natürlichen Umgebung auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Es ist wichtig, zwischendurch nach draußen zu treten, um Kontakt aufzunehmen mit dieser Energie, die nur aus und mit der Natur erlebbar ist. Manche nennen das Auftanken. Und das Wort ist auch ganz zutreffend, denn diese einseitigen Tätigkeiten, die verschiedene Organe und das Nervensystem belasten, die aber in der Kommunikationsgesellschaft selbstverständlich geworden sind, diese Tätigkeiten machen uns tendenziell krank. Deshalb müssen wir achtsam sein und Vorsorge dafür treffen, dass es nicht so weit kommt.

Der weihnachtliche Geist

Ich denke, jetzt müssen wir uns doch auf den Winter gefasst machen. Wahrscheinlich habe ich heute die letzten 4 Feigen geerntet. Der Baum trägt zwar noch einige mehr. Aber die werden wohl nicht mehr reif werden, zumal in den kommenden Tagen eher eisige Temperaturen vorhergesagt sind. So richten sich die Gedanken schon in Richtung Weihnachten, und bald wird M. mit dem Sammeln von weihnachtlichen Zweigen und Dekomaterialien anfangen. Tatsächlich haben sich M. und ihre Freundin heute auch schon darauf geeinigt, sich an Weihnachten nichts zu schenken, was ich nicht gut finde. Wenn aus den berühmten Zeit-Hektik-Gründen nun auch schon das Schenken unter den Tisch fällt, geht die besondere Atmosphäre der Adventszeit und ihre heilende Wirkung auf unser Gemüt und unser soziales Leben verloren. Das wäre sehr schade. Ich versuche deshalb auch in Zukunft, den weihnachtlichen Geist, der in seiner schönsten Form in der Gestalt des Weihnachtsbaums zum Ausdruck kommt, zu bewahren und weiter zu geben.

Zeit der Stimmungsbilder

Das ist eine Zeit, die von Stimmungen geprägt ist. Der Herbst hinterlässt eben seine Spuren. Ein Anzeichen dafür ist, dass meine stimmungsvollen Aufnahmen bei fotolia plötzlich wieder auf Interessenten stoßen, nachdem den ganze Sommer über weitgehend Funkstille herrschte. So wurde heute eines meiner Herbstblätter herunter geladen. Vor ein paar Tagen war es ein Motiv mit zwei Grableuchten vom letztjährigen Allerheiligen. Und die Suche nach weihnachtlichen Motiven hat ebenfalls wieder begonnen. Der Weihnachtsengel hat jetzt schon den 15. Käufer gefunden, und ich bin sicher, es werden in der diesjährigen Vorweihnachtszeit noch mehr werden. Deshalb habe ich auch eine Reihe neuer Weihnachtsmotive aus der letzten Saison in meinen fotolia-Shop www.lux21.info
aufgenommen, die glücklicherweise auch alle akzeptiert wurden. Es handelt sich vor allem um verschiedene Weihnachtsbaum-Anhänger, Windlichte in Weihnachtsbaum-Form und eine Weihnachtsgrußschachtel. Nun bin ich gespannt, wann sie von den ersten Agenturen, Druckereien und Grafikern entdeckt werden.

Die letzte Rose

Die letzte Rose

Sie hat sich ganz schön lange gehalten. M. hat die schöne und wohl duftende letzte Rose dieses Jahres sich entfalten lassen und ihren langen Trieb zuvor in Richtung des Lichts gelenkt. Ihre Schönheit erstrahlt im Herbstlicht in einer Form, die den Winter vorwegnimmt und mich irgendwie melancholisch macht. In der anderen Ecke des Gartens fallen gerade die letzten Blätter des Ginkgo:Die letzten Blätter des Ginkgo

Und der Feigenbaum beendet seinen Wachstumszyklus für dieses Jahr gleichzeitig mit dem sukzessiven Verfärben und Abfallen der Blätter und mit dem Reifen der letzten Früchte. Dies hier ist nicht die allerletzte Feige, aber eine der letzten, die noch am Baum hängen, nachdem ich allein heute 14 Stück geerntet habe, die alle zusammen reif wurden. Damit ist unsere Feigenernte von diesem noch so jungen Baum auf 109 angewachsen. Sagenhaft, das macht Hoffnung für das kommende Jahr.Die letzte Feige

Holzarbeit

Wieder ein holzreicher Tag. Die drei Weidenabschnitte von Frau R. habe ich durch die Markröhre aufgesägt, um dem stark Wasser speichernden Holz die Spannung zu nehmen und den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Bei der Gelegenheit habe ich auch noch den letzten Abschnitt vom Pfaffenhütchen ,,filetiert“, den V. mir vor zwei Wochen mitgebracht hat. Tatsächlich ist das jedes Mal Präzisionsarbeit bei diesen schmalen Strauchstämmchen, denn auch hier gilt es, die Markröhre möglichst genau zu treffen, damit sie später bei den Perlen nicht an die Oberfläche kommt und sie damit unbrauchbar macht. Das tendenzielle Halbieren bedeutet aber auch, dass zu den Rändern hin nicht mehr viel Spielraum bleibt. Bei den meisten Stücken ist es deshalb fraglich, ob sie letztlich genug Durchmesser haben. Das werde ich erst genau wissen, wenn sie ausgetrocknet sind. Weiden- und Pfaffenhütchenabschnitte habe ich sofort nach dem Sägen ins Wachsbad getaucht, um die auslaufenden Fasern zu versiegeln und das Trocknen zu verlangsamen. Nur so kann wirklich das Reißen verhindert werden. Ich lagere das frische Holz erst einige Wochen in freier Luft, wenn auch überdacht. Später kommt es dann auf den Dachboden, wo es endgültig und langsam austrocknen kann. Vor dem Sägen habe ich das Kombinationsarmband Eibe-Ulme fertig gestellt, eine wunderschöne Zusammenstellung zweier interessanter Hölzer (und Bäume), die der Käuferin sicherlich gefallen wird. Der Garten ist auch für den Winter vorbereitet. So können wir mit unserer Arbeit heute zufrieden sein.

Bäume als Lebensbegleiter

Frau R. aus der Schweiz hat mir heute ein Paket mit drei Weidenbaumabschnitten geschickt. Ich weiß noch nicht genau, wozu sie verarbeitet werden sollen, aber ich vermute wieder zu Lebensbaum-Armbändern. Der Baum wurde gefällt, weil die Familie beschlossen hat, nach 18 Jahren an einem Ort neue Wege zu gehen und anderswo neu anzufangen. Eben diese 18 Jahre zählte auch der Weidenbaum, ein Lebensabschnittsbegleiter sozusagen. Bäume der unmittelbaren Umgebung zu fällen, weil man fortzieht und den Schmerz der Ablösung so klein wie möglich halten möchte, scheint auf den ersten Blick verwunderlich. Aber irgendwie kann ich es auch verstehen, gerade wenn man sensibel für die Verbindungen zwischen Menschen und Bäumen ist und weiß, welche enorme Rolle sie in unserem Alltagsleben spielen. Es ist dann, als ob man einen lieb gewonnenen Menschen hinter sich lässt, der nicht mitziehen kann. Ich wünsche der Familie, für sich die richtige Form des Abschiednehmens und Neuanfangens zu finden. Vielleicht wird ein Armband aus dem Holz eines dieser Lebensbäume ihre Energie ja für die Zukunft konservierbar und erlebbar machen. Ein schöner Zweck, den ich gerne unterstützen möchte.

Herbstgedanken

Der Herbst zeigt in diesen Tagen sein typisches Gesicht, denn jetzt fallen die Blätter auch schon. Dass man damit wochenlange Arbeit im Garten hat, bis das gesamte Laub sich gelöst hat und man es in Biotonne oder Komposthaufen verstaut hat, ist nur eine von vielen Seiten dieser Jahreszeit. Dazu gehört eben auch eine gewisse Schwermut, zumindest bei manchen Menschen, oder aber eine Art Melancholie, ein Gefühl, das mich selber eher mit dem Herbst verbindet. Beide Gefühle fördern die Innenschau und können auch kreative Prozesse voranbringen. Jedenfalls fließt in dieser Zeit vieles besser, gerade weil die Natur sich im Aufbruch befindet, ein Aufbruch, der gleichzeitig auch ein Abschied ist, und wenige Wochen später auch schon in die Wende zum neuen Zyklus übergeht. Ich mag solche Umbrüche, sie setzen Dinge in Bewegung, die auf diesen äußeren Anstoß gewartet haben, und am Ende steht etwas Anderes, vielleicht sogar Besseres, wenn man es im Hinblick auf den Wandel der Zeit und unsere Versuche betrachtet, diesem Wandel adäquat zu begegnen. So wünsche ich allen Menschen einen genussvollen und anregenden Herbst und ein vom Herbst erweitertes Selbst-Bewusstsein.

Zur Aufmunterung

Zur Aufmunterung bei so viel Schreibtisch- und Bildschirmarbeit gönne ich mir heute einen Blick auf meine letzten Pfaffenhütchenbilder. Die Saison ist jetzt vorbei, aber die letzten Aufnahmen der reifen Fruchtkapseln waren auch gleichzeitig die besten, was natürlich nicht nur am Reifegrad der ,,Hütchen“ liegt, sondern vor allem auch am warmen Herbstlicht, das am Wochenende sagenhaft intensiv war:Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen

Transparenz und Inhaltsdarstellung

Gegenwärtig beschäftige ich mich mit transparenten Designs. Das ist mir zurzeit ein Bedürfnis, weil ich denke, dass diese Zeit unbedingt mehr Transparenz braucht. Indem man Inhalte auch optisch klar erkennbar und zugänglich gestaltet, wird ihr eigentlicher Wert und ihre Bedeutung im Ganzen deutlicher. Man kann sich dann diesen Inhalten direkt widmen und muss sich nicht erst durch einen Wust von ,,Verpackung“ durcharbeiten, um den Kern zu finden. Ich glaube, die Menschen, insbesondere die, denen man etwas verkaufen möchte, haben das Recht auf solche Durchsichtigkeit. Diese könnte künftig eine immer größere Rolle als Verkaufsargument und als Hintergrund langfristiger Kundenbindung spielen. Techniken und Gestaltungselemente hierfür zu entwickeln, macht mir viel Freude. Merkwürdig, bisher war mir das klar Definierte vor allem im Bereich der Inhalte vertraut. Jetzt versuche ich die Qualität der Inhalte auf diese Art noch weiter zu verstärken. Mit meiner Wunschbaumseite, deren optische Oberfläche alles andere als transparent ist, die vielmehr von der Differenz zwischen dunklem Untergrund und leuchtend hervortretender Schrift lebt, bin ich dennoch uneingeschränkt zufrieden. Mit dieser Ästhetik lässt sich Atmosphäre schaffen, die bei der Beschäftigung mit den Bäumen unbedingt erlebbar sein muss, damit man nicht rein oberflächlicher Betrachtung erliegt. Diese Ästhetik zieht den Betrachter sozusagen in das Thema hinein, schafft eine neue Teilzeit-Welt, deren Relevanz für den Alltag dennoch schnell erkennbar ist. Also zwei Arten, einen Inhalt aufzuarbeiten und darzustellen, deren Wahl wesentlich von der Art des Inhalts und den kommunikativen Absichten abhängig ist.

Erweiterter Baumhorizont?

Die monatlichen Treffen unserer Dreamteam-Gemeinschaft haben neben der seltenen Gelegenheit, Englisch zu sprechen, auch den Vorzug, dass man mal in Ecken des Saarlandes kommt, die man zuvor noch nie gesehen hat. Und nebenbei lernt man auch die jeweilige Gastronomie kennen. So war das heutige Treffen wieder sehr entspannt und in der schönen Atmosphäre einer urigen Gaststätte verlaufen. Bleibt zu wünschen, dass wir diese Routine in Zukunft beibehalten werden und doch mindestens 4-5 Leute jeweils teilnehmen können. Das wäre umso schöner, wenn es zwischenzeitlich allen gelingen würde neue Arbeit zu finden. Und dann steht ja noch der London-Trip im nächsten Jahr an, vielleicht sogar eine Amerikareise, falls wir auf den Geschmack kommen sollten. Wer weiß, vielleicht wird das für mich der Auftakt für das Entdecken des Reisens. Bei meiner Begeisterung für die Bäume haben mir reisefreudige Bekannte schon öfter die Möglichkeit nahe gelegt, mich auf eine Art Baumtourismus zu verlegen. Es würde meinen Baumhorizont auch in geographischer Hinsicht sicherlich erweitern.